Suche Rat: Manuelles Objektiv, Unendlichkeitsanschlag neu einstellen

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Moin,

Wenn man nicht drehen, fräsen, feilen oder schmirgeln will, kann man auch einfach mehrere Adapter kaufen.

Das gibt sich dann vllt mit der Zeit, wenn ich noch weitere Adapter brauche/kaufe. Im Moment hab ich nur diesen einen. Der ist aber aus Alu, lässt sich also mit Hausmitteln noch einigermaßen bearbeiten.


zum Experimentieren kann das von dir gekaufte Objektiv sicher gute Dienste erweisen.

Nur zum experimentieren?:eek::D In meinem jetztigen astrofotgrafischem Stadium ist ja alles noch mehr oder weniger Experiment :)

Die fielen teilweise bei der Verwendung von Film als Aufnahmemedium nicht so sehr auf, da der Film aus meßbaren Schichten unterschiedlicher Farbempfindlichkeit bestand.
Die üblichen Farbsensoren heutiger Zeit haben aber die Farbsensoren alle auf einer Ebene (Ausnahme: Sigma Foveon). Das läßt die chromatische Aberration so richtig deutlich hervortreten und nur ganz wenige Objektive für die Fotografie sind davon frei.

Das ist ja höchst interessant. Dann war quasi der Film optimal an die CA der Linsen angepasst. Schade, dass die Hersteller der heutigen Digitalen das nicht mit berücksichtigen bei den Aufnahmechips (außer der von Dir Genannte).

Eines dieser wenigen ist das 2,8/200mm APO Mamiya Sekor 645.

Von dem hab ich während meiner Mamiya-Recherchen auch gelesen. Das ist natürlich ein richtiges Apo und ein ganz schöner Klopper. Finanziell kommt das im Moment aber nicht infrage.
Dann lieber einen kleinen ED oder Apo. Wobei die ja leider meist erst bei ca 400mm Brennweite anfangen. Das ist etwas schade.

Vielleicht kannst du den Farbfehler deines 200er Objektiv durch leichtes Abblenden reduzieren. Die eingebaute Blende wird aber Beugungserseinungen erzeugen. Deshalb würde ich auch einmal versuchen durch unmittelbar vor der Frontlinse angebrachten Ringblenden eine "Quasi-Abblendung" zu erreichen. Das ist technisch zwar alles andere als eine saubere Lösung, könnte aber wirksam sein um die chromatische Aberration etwas zu vermindern und keine "Blendensterne" entstehen zu lassen.

Diese Blendenerscheinungen finde ich ehrlich gesagt gar nicht so schlimm. Eher schön diese 8 Strahlen um die hellen Sterne. Aber das ist Geschmackssache. Ich hab das Objektiv mit dem Blendenring gestern abgeblendet. Das hilft wohl ein wenig, wichtiger ist aber, glaube ich, ein gut gewählter Fokus.

was auch zu empfehlen ist, ein L3-Luminanzfilter, das beschneidet das Spektrum und nimmt einiges an Farbe.

Ist das ein "normaler" UV-IR Cut-Filter?

Gruß
Martin
 
Moin,

das Mamiya scheint aber kontrastärmer zu sein als das Canon, zumindest fällt das auf Deinen Bildern auf. Besser wäre es natürlich die Bilder auf dem Raw mit den gleichen Einstellungen zu exportieren.
Objektive sind keine Teleskope und sind meisten auch nicht Beugungsbergenzt gerechnet. Aber ich habe bisher eigentlich sehr gute Erfahrungen mit Canon gemacht. Vor allem das EF 500 4.5 bildet selbst Offenblende astrein ab. Ebenso mein 70-200 2.8 und das 100er L Makro sind wirklich tolle Linsen.
Ich behaupte jetzt mal das die meisten alten Linsen heute nicht für unser Hobby zu gebrauchen sind. Die haben einfach zu viele Fehler. Wenn man aber die Ansprüche etwas herunter schraubt und bei der Bildbearbeitung etwas mehr trickst dann sieht das natürlich anders aus. Viel Glück mit Deinem 200er Mamiya...

Gruß Markus
 
Hallo Martin,

Dann war quasi der Film optimal an die CA der Linsen angepasst.
das halte ich für ein Gerücht. In der mündlichen Prüfung in Fotografie habe ich über den Schichtaufbau von Farbfilmen referiert. Der ist sehr komplex und besteht aus mehr als nur den drei B/G/R Schichten. Da kann prozeßtechnisch einiges schief laufen was dann in Farbfehlern des Filmes resultiert.
Die Schichtdicken waren nie Thema der Ausbildung, deshalb habe ich auf die Schnelle nur was über Schwarz-weiß Filme gefunden: 6 - 19 um. Zum Vergleich: der eigentliche Filmträger hat ca. 100um Dicke.
Der Film weiß ja auch nicht, durch welches Objektiv er belichtet wird, ein Weitwinkel bei dem die Schnittweitendifferenz gering ist, ein Tele, wo sie groß ist oder ein Apo-Tele bei dem die Korrektur besser ist.

Gruß Uwe
 
Hallo,

das Mamiya scheint aber kontrastärmer zu sein als das Canon
Ja, den Eindruck macht zumindest das zweite Vergleichsbild. Vllt liegt es an der Beschichtung/Nicht-Beschichtung.
Die von dir angesprochenen Canons sind natürlich feine Teile aber jenseits meiner momentanen Reichweite.

Ich behaupte jetzt mal das die meisten alten Linsen heute nicht für unser Hobby zu gebrauchen sind. Die haben einfach zu viele Fehler. Wenn man aber die Ansprüche etwas herunter schraubt und bei der Bildbearbeitung etwas mehr trickst dann sieht das natürlich anders aus. Viel Glück mit Deinem 200er Mamiya...

Aber das Altglas ist günstig und zum Ausprobieren und Erfahrung sammeln auf jeden Fall geeignet:D. Das Canon Zoomobjektiv, mit dem ich die Vergleichsaufnahmen gemacht habe, leidet unter ziemlich deutlichem Koma, auch in der Bildfeldmitte. Wenigstens in dieser Hinsicht ist das Mamiya besser, auch wenn es dafür ein ziemlicher Farbwerfer ist... :)


Nun gut, war nur so eine Idee :D. Danke für die Erläuterungen.

Gruß
Martin
 
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