Supergau? Fangspiegel lässt sich in der Schmidtplatte drehen (Meade LX200R) | Seite 3 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Supergau? Fangspiegel lässt sich in der Schmidtplatte drehen (Meade LX200R)

neoachillis

Mitglied
Hi Dimi,

Respekt für deinen bisherigen Erfolg!

Gruß Martin
Danke, war echt ne Überwindung. Klar, berufsbedingt (alter KFZler) habe ich Dinge oft zerlegt und wieder zusammengebaut, aber bei einen Schmidt-Cassegrain liest man die beängstigenden Nachrichten. Anfänglich dachte ich ich muss eine Bombe zerlegen.
Der Meade wird ja jetzt total dejustiert sein, also muss ich ihn, vermutlich am Stern justieren und das kann sich ziehen. Mache ich ja dann zum ersten mal.

Letztendlich hoffe ich, und da wird es sich zeigen ob meine Maßnahmen was bewirkt oder gar verschlechtert haben, dass die Objekte dann schärfer sind.
CS, Dimi
 

Astro-Fritz

Mitglied
Hallo Dimi

Ja, es kann durchaus sein, daß Du mein Experiment schon mal gesehen hast... allerdings wüßte ich grad gar nicht, wo ich es mal hochgeladen hab... außer bei privaten Leuten, mit denen ich direkt in Kontakt stehe...

Oder einer von denen hat meine Ergebnisse mal geteilt... keine Ahnung...

Gruß

Helge
 

neoachillis

Mitglied
Hallo Dimi

Ja, es kann durchaus sein, daß Du mein Experiment schon mal gesehen hast... allerdings wüßte ich grad gar nicht, wo ich es mal hochgeladen hab... außer bei privaten Leuten, mit denen ich direkt in Kontakt stehe...

Oder einer von denen hat meine Ergebnisse mal geteilt... keine Ahnung...

Gruß

Helge
Hallo,

vielleicht auch nur darüber gelesen. Sei mir nicht böse, aber ich habe in den letzten 2 Wochen soviel über dererlei Themen gelesen, dass ich sicherlich das ein oder andere zusammengeworfen habe :).
Irgendwie habe ich mir einen Querschnitt aus allem zusammengestrickt und das mir logische in irgendeiner Form übernommen. Man wird sehen was daraus geworden ist. Wie heißt es so schön, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und ich bin für jeden Tipp oder Rat von jeden dankbar :giggle:.

CS, Dimi
 

Astro-Fritz

Mitglied
astro_ebi :)

Ist wirklich alles kein Hexenwerk. Bei solchen Dingen stellt sich mir immer nur EINE Frage : Wie ist das Problem wirklich zu lösen...

Und jede Drehung in Gewinden oder sonstwelchen rotationssymmetrischen Anordnungen ineinandergreifender Teile, egal aus was für Material, ist eine mechanische Sperre das Einzige, das wirklich und dauerhaft hilft.

Nun gehe ich auch länger schon mit derlei Sachen um, weiß also, was ich tu, und tu es mit gutem Gewissen :) Es soll ein bestimmtes Ergebnis dabei herauskommen... also ist der Weg nicht das Ziel, aber das Ziel zeigt (fast) nur einen wirklich gangbaren Weg. Und so mache ich mich dann daran, das Ziel zu erreichen mit den einzig logischen Steps an Material, Maschinen und Technik.

Klar, beim ACF funktioniert der Hyperstar nicht, darum ging es ja auch gar nicht. Nur eben, daß es eine Möglichkeit gibt, den Sekundär mitsamt Fassung in der Schmidtplatte zu arretieren... da ist es egal, ob normaler SC oder eben ACF, das Ergebnis soll das Gleiche sein.

So ist bei meinem LX10 das gesamte System auch wieder rückbaubar, aber warum ? Der Sekundär soll, so oder so, seine Position nicht verändern, und das hab ich erreicht, ein für allemal ! Wenn der Hyperstar nicht montiert ist, sieht der SC aus wie jeder andere, nur eben daß die Sekundär-Spiegel-Halterung nicht aus Plastik ist, das mit der Zeit brüchig wird (schon aufgeplatze Teile gesehen, da auf der Fläche, wo eben die drei Schrauben zum Kollimieren sitzen. Die Aluminium-Platte, auf die der Spiegel geklebt ist, wird nur durch diese 3 Schrauben fest auf den Decke gezogen, auf einen klitzekleinen Punkt, auf dem der dann kippeln kann zum Einstellen. Jede Zuglraft einer der Schrauben drückt mächtig auf das Plastik-Teil. Klar, lösen von zwei anderen Schrauben geht auch, aber dann wird es wieder labil, weil die kinetische Spannung fehlt, den Sekundär fest in seiner Position zu halten.

Und warum fragwürdig ? Ein Celestron kann doch auch umgebaut werden ? Warum also nicht ein Meade mit gleichen Werten, fast identischen Abständen und Oberflächen-Radien. Nur daß eben beim Meade durch seine etwas größere Sekundär-Halterung... davon abhängig natürlich auch die größere Öffnung in der Schmidt-Platte... für gebau den Lichtkegel sorgt, der den Hyperstar ereichen kann. Beim Celestron mit seinem etwas kleineren Sekundär, damit auch kleinerer Fassung, erreichen die Randbereiche des Hauptspiegels die optischen Elemente des Hyperstars nicht. Ebensowenig wir beim RASA der Hauptspiegel voll ausgenutzt werden kann, erst recht nicht bei dem längeren Tubus und gleichem Spiegel-Radius verglichen mit dem normalen HD Edge z.B..

Ich mag halt Celestron nicht... deshalb kommt mir da keiner von ins Haus... Aber den Starizona wollte ich unbeding nutzen können... ergo Selbstbau der entsprechenden Einrichtung, die ebenso aus 4 Teilen besteht wie beim Fastar !

Klar, der Sekundär hat nichts auszuhalten... darf sich aber dennoch auf keinen Fall drehen... das ist für mich Grundlage jeden optischen Systemes.
Und wenn man da Teile ab- und wieder dranschrauben will, muß die Halterung verdreh-sicher sein... genau das hab ich erreicht, mehr ist nicht wichtig.

Ich zerlege jede Optik, wenn es etwas zu verbessern gilt, immer zugunsten eines besseren Systems, und sei es "nur" kosmetisch aufgewertet. Die Arbeit mach ich mir, und ich hatte noch niemanden, der sich negativ darüber äußern konnte :)

Bilder hab ich keine (mehr), die sind alle wieder gelöscht, da war ich noch nicht bei astroniomie.de, es bestand also kein Bedarf daran, die Bilder zu teilen.
Ich kann aber gerne ein paar Pics machen, und sei es nur, um zu "beweisen" daß ich es gemacht hab... komplett selbst, mitsamt Eloxierung und allem.
Meine Werkstatt läßt inzwischen derlei und Weiteres zu ! Vielleicht werde ich die Teile noch pulverbeschichten, sind dann angenehmer zu halten und nicht so kratz-empfindlich.

Vor einiger Zeit hab ich mal ein Firstlight machen können bei ein paar Sternen, die hier echt selten sind. Seeing war Mist, feuchte Luft, grad Wega, Deneb und Altair waren zu sehen neben ein paar anderen. Das Bild auf der Sony QX1 war sehr gut und sauber, klitzekleine scharfe Punkte bis in die Ecken. Nur die ungenügend genaue Ausrichtung sieht man natürlich auch schon nach 10 Sekunden. Hab vom Balkon aus leider keine Sicht auf Polaris...
Mehr als APS-C geht eh nicht beim 8" Hyperstar. Aber es funktioniert ! Dieses eine Bild hab ich wohl noch, glaub ich... müßte mal kucken. 10 Sekunden in den Cygnus hineingehalten, völlig unbearbeitet ob des langsamen Versatzes mangelhafter Nordung.

Grad bei CN (cloudynights, nicht China :) ) sind allerhand Leute am Kakeln gewesen, ob irgendjemand schon mal probiert hat, das Hyperstar-System an einem Meda zu testen, weil es für den 8" Meade kein explizites Modell gibt, wohl aber für 10", 12", und ich meine sogar 14" ! Alle anderen mit 8-Zöllern werden sich sicher nicht ein Celestron kaufen, nur um den Hyperstar benutzen zukönnen... und das Meade dann loswerden wollen, weils "über" ist. Ich auch nicht ! Deshalb genau dieser meine Weg ! Das gilt, wie gehabt, natürlich nur für mich und meinen Anspruch, mit eben meiner Werkstatt und allem. Die Realisierung eines solchen Vorhabens stand beinmir lange schon an, dann hab ich´s endlich gemacht (nachdem eine neue Drehmaschine ins Haus kam). Es hat sich wohl niemand sonst daran versucht... Ich zumindest hab ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

Ich mach mal ein paar Bilder... um die Vorstellungskraft anzutreiben :)

Gruß

Helge
 

Astro-Fritz

Mitglied
Hey Dimi

Hauptsache, Dein Problem wird gelöst !!! Du wirst Dich für eine Maßnahme entscheiden müssen... dann sollte aber auch das Problem weg sein :)
Es hängt ja nichts weiter davon ab !

Beste Grüße und auf jeden Fall viel Erfolg !!!

Helge
 

astro_ebi

Mitglied
Hallo Helge,
ich finde deinen Erfolg beachtlich, daher solltest du uns alle daran teilhaben lassen; dafür ist der rege Austausch und die Hilfestellung hier im Forum da!
Ansonsten bleibt das für mich Kaffeesatz lesen.
Helge, deine Worte:
Es hat sich wohl niemand sonst daran versucht... Ich zumindest hab ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

VG
Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet:

Astro-Fritz

Mitglied
@Eberhard und die anderen potentiellen Interessenten...

Damit der Kaffeesatz nicht nur gelesen wird, sondern auch vorher seinen Zweck erfüllt hat... hier jetzt weitere Ausführungen ! Erzählen kann ich ja viel... aber "beweisen" kann ichs auch !

Jetzt hab ich neu ein paar Bilder gemacht, bei schlechtem Licht, recht hoher ISO, aber zu erkennen ist alles... hoffe ich zumindest.

Normal.jpg
Mein guter alter LX10, wahrscheinlich 30 Jahre alt. Davon hatte ich 3 Stück... einer ist noch als Probe mit einem 6,3-Spiegel versehen und einer normalen Schmidt-Platte... scheint aber nicht wirklich zu funktionieren... die Schmidtplatten der LX6er waren vielleicht doch etwas anders geformt :cautious: Mit der üblichen Schmidtpaltte ist das Bild von Astigmatismus durchsetzt...

Hier der Normal-Zustand, bei dem ich entweder F/10 oder F/6,3 nutzen kann (mit Reducer). Die Vergütung der Platte ist super, mindestens UHTC, oder wie Meade das sonst nennt... für damalige Verhältnisse sehr hochwertig !
Das gesamte Rohr ist komplett überarbeitet, innen neu geschwärzt, außen neu lackiert RAL 9010 seidenmatt. Hab noch keine Schrift auf dem Tubus, kommt aber noch.

Ring ab.jpg
Der Halte-Ring für den Sekundärspiegel ist abgenommen... Zu sehehn die kleine Mikro-Niro Inbus, die die rotationsmäßige Position sichert, mit entsprechender Aussparung im Fassungsmaterial...

Haltering.jpg
Der Haltering, griffig geriffelt... innen auf der Druckfläche noch mit einer Velourbahn, damit nicht Metall auf Metall kratzt.

Sekundär raus.jpg
Der Sekundär ist raus... die Platte ist jetzt offen, knapp zu sehen schon eine der Niro-Maden, die die Fassung verdreh-sicher machen und eiune Zentrierung erlauben.
Das größere Gewinde für den Hyperstar mußte sein wegen des größeren Loches in der Platte. Der Hyperstar hat das Gegenstück als Basis bekommen.

Sekundär mit Marke.jpg
Hier noch der Sekundär, mit der kleinen Mikro.Niro als Positions-Fixierung. Rundherum in Velour eingepackt glitscht der sanft in die Fassung... oder eben raus :)

Hyper drauf.jpg
Jetzt der Hyperstar drauf... fest schraubbar durch die Dreh-Sicherung... sonst wäre alles nur matschig und nicht wirklich zuverlässig verschraubt. An den Hyperstar kommt ja auch wieder ne Kamera geschraubt... da darf sich nichts drehen oder lösen oder lockern... Teufel !

Das Tilting ist uneingeschränkt, wie auch die veranschlagte Funktion des Systems. Den Abstandsring zum T2 hab ich natürlich dann auch selbstmachen müssen... es gibt ja nichts, was man nehmen kann, um ganz normal und üblich seine Kamera anschließen zu können. Also wieder einen Gewindeadapter gebastelt, Abstand reingeholt und auf einen 10tel genau gedreht. Eloxiert, fertig. Paßt super, wackelfrei, geschmeidig zu bewegen. Und funktioniert...

Monatelang hab ich auf eine Gelegenheit gewartet, endlich mal sowas wie ein Firtslight zu machen... immer nur Dreck-Wetter und trüb und naß und bitterkalt... im "Sommer" war der Regen allerdings etwas wärmer...

Firstlight Hyperstar.jpg
Hier das vor ein paar Wochen gemachte Bild... 10 Sekunden bei ISO 1000 auf der QX1, ferngesteuert über WLAN... bei schlechtem Seeing und ohne Nordausrichtung der Monti. Grob per Hand aufgestellt.
Zu sehen gleichmäßig der Versatz durch fehlende Einnordung. Sterne dennoch klein genug und fast scharf... Alles Bessere geht halt nur bei besserem Seeing.
Aber als Firstlight laß ichs gelten. Verzugsfrei, kein Astigmatismus... die schwärzelichen Ränder sind dem etwas kleinerem Format des Sensors der QX1 geschudet. während ich rechnerischauf APS-C eingestellt hatte. APS-C ist etwas breiter... Das Bild ist völlig unbearbeitet und leider nur *jpg... weil ich schnell wissen wollte, was bei rauskommt aus meinem Experiment. Die Hauswand in einiger Entfernung läßt noch keine Schlüse zu :cool:

Beste Grüße

Helge
 

astro_ebi

Mitglied
Hallo Helge,
sieht zunächst aus wie das normale Conversion Kit als Adaption vom Hyperstar/Faststar. Man kann es wirklich nicht gut erkennen...
Mich interessiert natürlich der Einschliff ins Glas mit der Sicherung.
Einen LX10 hatte ich vor einigen Jahren schon Mal wegen starken Spiegel-Shifting bei mir, das war schon echt heftig bei den älteren Geräten, insgesamt schon sehr wackelig der Aufbau.
Aber Danke für's Zeigen!
LG Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet:

Astro-Fritz

Mitglied
Eberhard

Nun, ich wollte nicht gleich wieder alles komplett zerlegen, um auch die halbrunden "Kerben" rauszuholen in den Bildern... Aber wenn Du sooo viel Wert drauf legst... Heute aber nicht mehr ;)

Die Kerben sind mit einem Diamant-Stiftfräser direkt an der Saugöffnung eines Staubsaugers gemacht, es wurde also direkt abgesogen, was sich löst. Dennoch natürlich nachher mit Pinsel Und Blasebalg jedes noch so feine Körnchen weggemacht, die Glaskante nochmal mit Alkohol gereinigt unter Verwendung immer neuer kleiner Stoffstücke.

Das Schöne ist eben, daß ich den Sitz des Conversion-Kits, wie Du es nennst, dann genau kontrollieren ergo zentrieren konnte, nur kurz drauf den Spiegel, checken, korrigieren. Desgleichen nochmal mit Hyperstar. Das Ganze setzt natürlich einen guten Sitz der Schmidtplatte voraus.

Klar sehen die Teile aus wie der Conversion-Kit, meiner sollte ja auch den genau gleichen Zweck erfüllen. Design nach Funktion ! Der "echte" vom Celestron paßt natürlich nicht, denn die haben kleinere Sekundärspiegel, demnach auch ein kleiners Loch in der Platte ! Will sagen (nochmal), ich hab alle Teile, die nötig sind für die Konversion, selbstgemacht, selbst eloxiert !

Daß es nun aus einem LX10 gemacht ist, hat keinen besonderen Grund, nur ist bei dieser Generation (nach LX6 und vor LX50) die Vergütung sehr gut und sehr haltbar gewesen. Bis... naja, heute halt :) Davon abgesehen war der LX10 der erste, den es auch in weiß gab. Son blaues Teil kommt mit nicht ins Haus... bzw bleibt nicht da, wenn er nicht weiß gemacht werden kann. Teleskopische Geräte haben bei mir edel weiß zu sein... hab grad noch einen schwarzen 60mm Sucher weißgemacht, also das Haupttrohr. So muß Optik :sneaky:

Das Shifting hält sich in Grenzen, ist aber (bei egal welchem SC, egal von welcher Firma) durch den etwa 10cm langen Hebel nie ganz wegzubekommen, wenn man den HS nicht auf einem großen feinen Gewinde aufhängt in der Spiegelzelle, und ihn durch einen Zahnkranz bewegt. Dann läge nämlich der Kippelpunkt nicht innen am Blendrohr, sondern ganz außen am Tubus, der Zelle selbst, würde sich also nur minimalst auswirken, da der Spiegel nur gedreht wird, nicht aber gekippt beim Fokussieren. Das Problem ist aber, daß Spiegel und Platte rotationsorientiert nur EINE wirklich gut abbildende Position zueinander haben... also geht es nicht mit der Außen-Führung. Es sei denn, es ist ein Ring mit Außen- und Innengewinde, dann kann der Spiegel innen aufgehängt werden, während sich außen der Ring in einem weiteren Gewinde, das stillsteht auf- und ab-bewegen kann und den Spiegel mitnimmt. Das alles in engen Toleranz-Grenzen, sonst hat man wieder andere Probleme... Und richtig gutes Fett müßte man dann haben, Öl geht nicht wegen der Viskosität, es würde immer nach unten fließen wollen. Fett bremst sehr, und die Lauf-Flächen wären dann recht groß... Gewinde eben mit großem Durcmesser.
Die Bewegung müßte dann mit einer verzahnten Axe erfolgen, die wieder an einem Innen-Zahnkranz (oder umgekehrt) anliegt und mit dem Fokussier-Knopf verbunden ist, aber eben nur drehbar, ohne ein weiteres Stück Gewindestange, das sich mit dem Spiegel mit-bewegt, also axial. Und wenn, dann müßte die Steigung der Axe wieder genau der Steigung des spiegelbewegenden Gewindes folgen. Das wäre die optimale Lösung. Ich kann sie nicht realisieren, weil derart große Teile nicht in meiner Drehmaschine zu bearbeiten sind. Sonst hätte ich es längst gemacht !!! Wenn kleiner, dann bräuchte ich mehr Platz hinter dem Spiegel. Grundsätzlich könnte man dann auch alle Teile auf Kugellager hängen... Vielleicht mach ich das mal in klein... aber wofür ? Kleine Spiegel lohnen den Aufwand nicht.
Technisch ist es so aber machbar, dem Spiegel jede Kippelmöglichkeit zu nehmen. Auch ein Mirror-Lock wäre dann hinfällig (was es meiner Meinung nach eh ist).
Ich hab aber eben keine Industrie-Anlagen im Keller, eine durchdachte Konstruktion aber schon im Kopp !

Muß also der Spiegel weiter auf dem Blendrohr entlangglitschen. Das Blendrohr ist bei meinen Rohren auch nicht von der Spiegelzelle zu trennen, bei keinem einzigen... ohne den Tubus zu zerstören, sonst hätte ich schon ein eigenes neues gemacht, mit einem Hauch größeren Durchmesser. Zähes Fett ist aber auch eine Maßnahme... zähes, sehr gut hafteneds Fett aus der Automobil-Industrie. Das läßt sich nicht so zusammendrücken und verdrängen wie leichteres Fett, schmiegt sich also ziemlich gut an alle betroffenen Oberflächen an. Und bleibt dort !

Der Fokustrieb läuft weich, das gesamte System ist, meine Meinung, gut gelungen. Mit den Möglichkeiten meiner kleinen Werkstatt. Und niemand sonst hat einen Meade 8" Hyperstar :cool:

Ich versuche nur, aus dem, was es gibt, Sachen zu machen, die es noch NICHT gibt. Die besser sein sollen als das übliche kaufbare, andere oder bessere Eigenschaften haben sollen als vorher. Was ich selbstmachen kann, mach ich, was nicht geht, ist Glas. Leider.

Beste Grüße

Helge
 

neoachillis

Mitglied
Hallo an alle,

Ich möchte euch kurz auf dem laufenden halten, da ein erster Teilrfolg ersichtlich ist. Leider spielt das Wetter bei uns absolut verrückt, anscheinend ist wirklich was dran an dem "pro Zoll 1 Woche Wolken" Gesetz. Also folgendes ist in den letzten Wochen passiert:

Da der Fangspiegel mit den alten Papierdichtungen nicht wirklich fest zu bekommen war, habe ich mir die Arbeit gemacht und aus den vom @astro_ebi empfohlenen 1mm Gummidichtungen, eine Neue gebastelt.
IMG_2071.jpg
Das hat ganz gut funktioniert und aktuell sieht es so aus als ob der Fangspiegel Bombenfest sitzt (toi toi toi).
Da die Schmidt-Platte im Tubus ein leichtes Spiel hatte, wurden die "Abstandsfilze" auch gleich erneuert.
IMG_2069.jpg
Jetzt sitzt Fangspiegel und auch die Schmidt-Platte fest in ihrer Position.
Da bei uns, seit ungelogen mehreren Wochen, trüber Himmel herrscht, wurde am kürzlich gekauften künstlichen Stern justiert (Ich habe es einfach nicht ausgehalten zu warten ;)).
Diesen habe ich in den Abendstunden beim Nachbarn in etwa 50 bis 60 Meter Entfernung aufgestellt.
Anschließend wurde mit Hilfe der ZWO-ASI 120 und dem Programm "Mire de Collimation" (ich glaube das hat jemand von euch empfohlen) der Fangspiegel justiert.

Screenshot 2021-01-31 182321.jpg
Das ganze justieren hat in etwa 30 bis 45 Minuten oder 2 Tassen Glühwein gedauert (Minus 2 Grad).

"Es folgt ein kleiner Zeitsprung von einigen Wochen :eek:"

Heute früh konnte ich endlich zum ersten mal (es ist echt verhext mit dem Wetter) einen sehr kurzen Blick ( etwa 5 Minuten), mit 355 facher Vergrößerung (10mm Ortho) auf den Mond werfen. Mehr Zeit blieb leider nicht, da ich in die Arbeit musste. Erster Eindruck war super. Alles war scharf und klar erkennbar, ich hätte heulen können vor Freude.
Auf weitere Tests muss ich leider die nächsten Tage verzichten, da das Wetter absolut gegen mich spielt. Aber ich habe Hoffnung das alles gut verlaufen ist.

PS: Mein Teleskop (14"SCT) steht seit der Reparaturmaßnahme draußen und geschützt unter Dach, da ich mir nicht sicher bin wie lange so ein Teleskop zur Temp. Anpassung benötigt.

CS, Dimi
 
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Astro-Fritz

Mitglied
Sieht wirklich sehr gut aus. Selbst wenn eine kleine Drehung übriggeblieben ist, ist das Ergebnis völlig ausreichend, um sagen zu können... Paßt !
Im Bild ist der rechte Teil etwas schmaler als links, vielleicht kriegst das noch weg ? Eine Tasse Glühwein und nen paar Handgriffe :)

Super gemacht !

Gruß

Helge
 
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