Supergau? Fangspiegel lässt sich in der Schmidtplatte drehen (Meade LX200R)

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Konnte kürzlich wieder etwas herumtesten. Die Kollimation war auf den ersten Blick noch in Ordnung. Kein Asti zu erkennen, alles kreisrund und zentraler FS Schatten im Kreis bei stark extrafokal gestelltem OAZ. Doch jetzt kommts: auf Testbildern im Fokus sind mir am Rand kleine Eiersterne aufgefallen, ich dachte, die kommen von der Nachführung. Aber in der Bildmitte war davon nichts zu sehen, alles top im Zentrum. Beim Einstellen des Autofokus habe ich dann die Auswirkungen deutlicher gesehen: die Randsterne auf EINER Seite (links) sahen aus als wenn sie Koma hätten, aber nur wenn der Fokus nicht ganz getroffen wird. Der Effekt wird kleiner, je näher man an den Fokuspunkt kommt, bis man eben "nur" kleine Eiersterne ohne Schweifchen hat. Aber warum nur auf einer Seite? FS oder Korrektorplatte nicht zentriert? Der Effekt ist mir vorher noch nie aufgefallen. Jemand einen Tip?

Ich baue die Platte nochmal aus und drehe den FS mit seiner Markierung / Passstift in Richtung 3 Uhr, anstatt wie durch die Markierungen vermutet auf 9 Uhr. Nach alten Bildern aus 2014 vom Gerät zu urteilen, ist die Position des FS aber genau richtig. Gibt aber anhand der 2x3 sichtbaren Schrauben am FS eben leider auch 3 mögliche Positionen. Muss man schauen, ob eine der Positionen passt, wenn die FS-Markierung auf der 3 Uhr Position ist. Auch werde ich am Rand der SP mal etwas passendes Filz einlegen, damit die nicht mehr so schlackern kann wenn sie lose ist und dadurch auch gleich etwas zentriert wird. Den FS muss ich halt ausmessen, der lässt sich ja im gelösten Zustand in der SP auch etwas verschieben.
 
Nach genauer Betrachtung muss die 9 Uhr Position der FS Markierung bei meinem Gerät die einzig richtige sein. Voraussetzung: meine Bilder aus 2014/2015, die bei mir kurz nach Kauf des Gerätes entstanden sind, zeigen einen FS + SP, die noch nie vom Vorbesitzer verändert wurden. Auch sind beim Meade keine 3 Positionen durch die Schrauben vorne möglich, was ich annahm. Denn die sind nicht im Winkel von 120° angeordnet, sondern mit einem leichten Versatz, wo der FS nur in EINE Richtung in die Halterung passt. Ansonsten passen die Schraublöcher nicht. Also kann man anhand des Bildes direkt erkennen, wie die ursprüngliche Position gewesen sein muss. Nämlich auf 9 Uhr. Kann man auch sehr gut ohne Markierung sehen, denn die 3 Justageschrauben haben ebenso einen leichten Versatz zu den Schrauben des FS-Gehäuses, somit lässt sich das sehr gut unterscheiden. Was bin ich froh, noch ein Frontfoto der Optik in meiner Sammlung gefunden zu haben. Macht es deutlich leichter. Aber wenigstens untermauert dies die vorherige Vermutung. Bei der 3 Uhr Position passt das Bild dann gar nicht. Bleibt somit aufgrund des Bildfehlers am Rand eigentlich nur noch ein leichter Versatz der SP und / oder FS Gehäuses zur optischen Achse. Hier scheint die Komakorrektur dann nicht mehr so gut zu funktionieren. Gefunden habe ich dazu ein Video: Adjust Corrector plate for Hyperstar

Hier gehts zwar um den Einbau Hyperstar, aber das Grundproblem ist scheinbar dasselbe. Ein Blick mit der Handykamera nach Ausbau des FS wie im Video gezeigt lässt zumindest auch bei mir erahnen, dass da etwas nicht ganz zentrisch ist. Werde versuchen die FS-Halterung in der SP zu zentrieren mithilfe der Abstände zum Rand der SP. Dann den Tubus vorne mit passendem Filzband / Abstandsstückchen unterfüttern, damit die Platte im losgeschraubtem Zustand nicht mehr so schlackern kann. Mehr kann ich erstmal mit meinen einfachen Mitteln nicht tun. In der Hoffnung, dass der Tubus samt restlicher Komponenten zentrisch ist.
 
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