Swario 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

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MLudes

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nach Vergleich der technische Daten 80 m Feld auf 1000 m Distand beider Gläser jedoch 69° Okularfeld beim Leica und 63° beim Swaro, sagte ich mir das stimmt was nicht. Beide Hersteller angerufen, beide Bestätigen die Richtigkeit Ihrer Daten.

Am Objekt zeigt sich der gleiche Gesichtsfeldausschnitt, komisch.

Das Leica hat am Nachthimmel den dunkleren Himmel und Planetarische Nebel erscheinen Größer mit besserem Kontrast, das Swaro etwas heller. Das Swaro Randschärfer, aber nur 63° Okularfeld, das Leica abgeblendet auf nur 63° zieht wieder gleich.

Beide Gläser nebeneinander gestellt, zeigt das Swaro die größere AP...mhh..würde alles erklären wenn das Leica die höhere Vergößerung hat oder das Swaro die niedrigere , also entweder ist das Leica ca. 13 x oder das Swaro nur etwa 11 x

Am Tag ist das Swaro der Favourit, bei Nacht am Deep Sky dagegen klar das Leica im Vorteil.

Leider gibt keiner der beiden einen Fehler in den technische Daten durch, jedoch hat einer der Beiden eine falsche Techn, Info.

Wer ? Müsste man vermessen

Unterm Alpenhimmel wie bei ITT letzte Woche ziehe ich das Swaro vor, hier in DE dagegen eindeutig das Leica

 
Kannst Du mal etwas genauer sagen, was am Leica und was am Swaro besser ist am Tag/in der Nacht? Das Leica galt ja bisher als Favorit im 12er-Bereich. Wenn man allein an die fast 70° denkt (die hat ja auch das tolle Zeiss 15x60).
 
Hallo Markus,

puh..wo soll ich anfangen ?)

Zum Einen haben beide Glaeser nicht 80 m auf 1000 m,sondern 100 m auf 1000 m.Haetten Sie 80 m auf 1000 m,dann "Haetten" Sie nur etwa 55 Grad SG oder 4,6 Grad TG..Es sind jedoch 5,7 Grad TG..

Zum Anderen wird nach deinen Beschreibungen-die sich mit meinen decken-ganz klar offensichtlich,bei "Welchem" die Angaben nicht stimmen..

;)

Oder..?

Gruss

Mike S
 
Hallo Markus,

von einem Optikspezi wie deiner einer erwarte ich ein wenig mehr Input. :)
Vll. kam es dir ja auch nur auf die benannten technischen Unterschiede bez. des GF an, doch wenn schon „am Tag das X“ und „in der Nacht das „Y“ – dann aber auch bitte „das Warum“.
Das Leica in der Nacht und das Swaro am Tag. Leica ist bekannt für die satte Farbwidergabe, Kontrast. Meist im roten Bereich. Aber auch für das etwas seitens der Helligkeit abgeschwächte Bild. Zeigt meist den größeren Farbfehler. Verständlich?, bei höherer Kontrastwidergabe?
Wie sieht es mit der Mitten,-bzw. Randschärfe aus? Globuseffekt, sollte beim Swaro etwas stärker ausgeprägt sein. Reflexe am hellen Stern?
Mechanische Aspekte lassen wir mal außen vor, wobei es hier m.E. große Unterschiede gibt, oder besser, unterschiedlich ausgeführt. (nicht unerheblich).
Neugierige Grüße und Dank
 
Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Hallo Leute

habe ich gestern spät geschrieben, natürlich stimmen die 100 m/1000 mm, sorry für den Fehler.
Jetzt mal in Ruhe:


Eindrücke:
Gewicht Leica 12 x 50 : 1050 g
Gewicht Swaro 12 x 50 : 1030 g

Haptik:
Das Swarovski hat die Nase vorne, es hält sich frei Hand deutlich ruhiger als das Leica

Bildfeldwölbung:
Das Swaro am Tag scharf bis zum Rand, am Stern fast perfekt
Das Leica zeigt Distortion, gerade Linien sind am Rand nicht gerade, Sterne sind sichtbar Randunscharf. Das Leica zeigt eine deutliche kissenförmige Verzeichnung, das Swaro nicht.

Gesichtsfeld :
Ich habe eben beide Gläser wie ein Bino Seite an Seite gehalten und festgestellt, daß das Leica ein Fenster auf der Strassenseite gegenüber leicht größer zeigt

Graustufen :
Das Swaro und Leica zeigen die grauweisse Hauswand in nahezu identischem Weiss, einen zarten Hauch weisser im Swaro. Schau ich von der Objektivseite durch beide Gläser auf ein weisses Blatt Papier, zeigt das Swaro klar und eindeutig das weissere Papier.

Kontraste :
Die Farbsättigung ist im Leica deutlich besser als im Swaro, das Braun der Fensterbänke ist im Leica natürlicher, die Farben an Bäumen und Blumen ist im Leica ebenfalls satter

Farbfehler am Gesichtsfeldrand:
Das Leica zeigt deutlich sichtbar stärke Rosa und Grüntöne als das Swaro

Himmelsbeobachtung:
Das Leica hat den dunkleren Himmelshintergrung und zeigt Galaxien und planetarische Nebel mit besserem Kontrast . Die Strukturen und Dunkelgebite um Noramerika kommen im Leica kontrastreicher zum Vorschein. Mann hat im Leica jedoch das Gefühl man taucht tiefer ein und ist dem Objekt näher. Mit dem Swao steht man weiter aussen vor und deswegen hat man das Gefühl die Vergrößerung ist niedriger und das Bild ruhiger.Das Bild am Nachthimmel ist im Swaro heller, bedeutet aber Kontrastverlust gegenüber dem Leica.

Dämmerung :
In der Dämmerung ist das Swaro sichtbar heller , was Jägern sicherlich zugute kommt

Reflexe :
das Swaro zeigt zusätzlich zur runden AP noch 2 kleine seitliche Reflexe , die ich zum ersten mal auffällig bei einem Steiner Glas sah, Steiner meinte dies kommt von der Silberbeschichtung. Beim Leica ist nichts davon zu sehen.

Interessant :
schau ich von der Objektivseite ins Fernglas zeigt das Swaro einen Okularkreis der ca. 40% größer ist als beim Leica. Ich bin nicht genügend Fernglasexperte um die zu erklären.Das Leica ist von der Objektivseite gesehen Innen schwärzer als das Swaro, das Leica scheint auch weniger Rückreflextionen der Vergütungsflächen zu haben.

Einblickverhalten bei nicht ausgefahrenen Augenmuscheln:
Vergleichbar gut auf der Achse,jedoch kann ich beim Swaro durch unruhiges Halten eher von der Achse ohne das Bild einseitig zu verdunkeln, nachteil Leica.

Einblickverhalten mit ausgefahrener Augenmuschel:
Hier zieht das Swaro am Leica deutlich vorbei, das Leica wird Nervös, das Swaro nicht.

Abdeckkappen der Objektive :
Beim Swaro gibt es Gummiringe die über das Glas stülpbar sind , die beste Lösung die ich persönlich je bei einem Fernglas gesehen habe.

Persönliches Fazit :

auf dem ITT unter dunklem Alpnehimmel benutzte ich lieber das Swaro , hier im Saarland ziehe ich das Leica vor, da unser Himmel bei weitem nicht an den Dunklen Alpenhimmel rankommt und somit der bessere Kontrast im Leica die bessere Objektsichbarkeit zulässt.

Das sind meine persönlichen Eindrücke im A-B Vergleich
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Hallo Markus,

das war mal ausführlich und übersichtlich, Chapeau!
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Kann mir jemand dies erklären ?


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Interessant :
schau ich von der Objektivseite ins Fernglas zeigt das Swaro einen Okularkreis der ca. 40% größer ist als beim Leica. Ich bin nicht genügend Fernglasexperte um die zu erklären.
--------


????

 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Das ist mir verschiedentich auch aufgefallen.
Ich meine, es liegt an einer "engeren" Verblendung der Leica Gläser. Schaue ich okularseitig aus einigem Abstand (ca. Armlänge) in ein Leica und lasse die Abbildung der Eintrittspupille (vulgo - das kleine helle Scheibchen) bis zum Rand des Okulars wandern, meine ich eine stärkere Vignettierung erkennen zu können als bei Swarovksi.

Diese (gewollte) Vignettierung an entsprechender Stelle in den Strahlengang eingebracht (z.B. zwischen den beiden Prismen des Dachkantprismensystems) könnte erklären, dass das Leica keine Nebenpupillen zeigt.

Jens
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Zitat von MLudes:
Kann mir jemand dies erklären: schau ich von der Objektivseite ins Fernglas zeigt das Swaro einen Okularkreis der ca. 40% größer ist als beim Leica. Ich bin nicht genügend Fernglasexperte um die zu erklären.
Zitat von Jens_B:
Das ist mir verschiedentich auch aufgefallen.
Ich meine, es liegt an einer "engeren" Verblendung der Leica Gläser.
Jens, das taugt aber nicht als Erklärung. Das würde ja bedeuten, dass die engere Verblendung des Leica bereits auf der optischen Achse zu Abschattungen des Strahlenganges führt, wobei ich mal davon ausgehe, dass Markus direkt von der Mitte und am Eingang der Objektivlinsen hineingeschaut hat.

Ich habe einen entsprechenden Vergleich eben mal zwischen einem CZJ 7x50 Binoctem und einem älteren 7x35 Celestron Wide Angle (11°) gemacht, also zwei verschiedenen Porros mit derselben Vergrößerung. Da fällt die unterschiedliche Größe der Okularkreisdurchmessers ganz enorm auf, und zwar im Verhältnis 9:5.5 ~ 1.64 zugunsten des Weitwinkelglases (jeweils geschätzt durch Abzählen von Kacheln an der Wand). Das entspricht immerhin einem Flächenverhältnis von nahezu 2.7 !!!

Da der Vergleich von Markus nun aber zwei Gläser mit anscheinend gleichgroßem tatsächlichem Gesichtsfeld betrifft, erscheint die Beobachtung unterschiedlicher inverser Felddurchmesser dabei zunächst in der Tat unverständlich.

Ich vermute mal, dass die Ursache dafür auf dem unterschiedlichen Abbildungsverhalten der Okulare bei großen Winkeln beruht: die Zuordnung von scheinbarem zu wahrem Feldwinkel variiert bei einer rektilinearen Abbildung anders als bei einer winkeltreuen Abbildung. Wenn man die scheinbaren Feldwinkel nach der Tangensformel oder nach der winkeltreuen Formel berechnet, so ergeben sich oberhalb von 60° merkliche Unterschiede.

Ganz extrem betrifft das dann richtige Weitwinkelokulare wie die Ethos von TeleVue. Die zeigen auch bei der Betrachtung von geraden Linien und Rechtecken ausgeprägte rektilineare Verzeichnungseffekte. Das wurde von Markus beim Leica Glas ja auch schon ansatzweise beobachtet, und das würde die unterschiedlichen scheinbaren Gesichtsfelder erklären.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Ich weiss nicht ....

1) Wenn ich objektivseitig aus kurzer Entfernung in ein Leica (hier ein 7x42) schaue, sehe ich als Begrenzung eine kreisrunde Blende, die zwischen den beiden Prismen monitiert zu sein scheint. Diese Blende sehe ich scharf begrenzt. Wenn ich das Fernglas, bei unveränderter Augenposition, axial hin und her kippe, sehe ich eine hinter dem Prismensystem liegende weitere, aber unscharfe kreisrunde Begrenzung.

Beim Swarovksi (ein SLC 7x42) ist es anders. Ich sehe als Begrenzung eine unscharfe kreisrunde Blende, die hinter dem Prismensystem zu liegen scheint.

Die unscharfen Begrenzungen beider Gläser, begrenzen das tatsächlich bei objektivseitigem Einblick zu überblickende Feld. Die scharfe Begrenzung des Leica schnürt dieses Feld bei objektivseitigem Einblick aus kurzer Entfernung auf geschätzt 70% ein.

Penibler Vegleich zeigt, dass das wahre Feld, das sich durch beide Gläser beim objektivseitigen Einblick aus kurzer Entfernung überblicken lässt, gleich ist - wenn man jeweils die unscharfe Begrenzung zugrunde liegt. Beide Gläser haben ein wahres Gesichtsfeld von 8°.

Bei objektivseitigem Einblick aus kurzer Entfernung scheint daher das Leica tatsächlich eine Vignettierung auf der Achse zu besitzen, die die von Markus' beschriebene Beobachtung bestätigt.

Ich kann mir schwer vorstellen, wie an diesen Beobachtungen die Eigenschaften der Okulare mitwirken.

2) Vergrößere ich den Abstand Auge zu Fenglasobjektiv, stellt sich heraus, dass ab einem bestimmten Abstand (ca. 150cm beim Leica, ca. 80cm beim Swarovski) das helle Scheibchen das Objektiv vollständig ausfüllt. Axiale Vignettierung liegt also bei beiden Ferngläsern im bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht vor.

Bei Einblick in die Objektive aus großer Entfernung, kann ich bei Veränderung der Augenposition gut beobachten, dass das Leica eine größere Vignettierung im Feld hat als das Swarovski.

3) Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass die zusätzliche Blende (wahrscheinlich) zwischen den Prismen die Ursache für das kleinere Scheibchen ist und dass es zusätzlich die größere Vignettierung des Leica im Feld verursacht.

Jens
 
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Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Zitat von Jens_B:
Ich kann mir schwer vorstellen, wie an diesen Beobachtungen die Eigenschaften der Okulare mitwirken.
Jens, wir reden völlig aneinander vorbei: vergiss mal diese ganzen scharfen und unscharfen Blenden im Gehäuse, von denen Du da erzählst, und richte die beiden Gläser in umgekehrter Orientierung (also mit dem Auge in die Objektivlinse) auf eine gekachelte Wand oder auch auf die Dachziegel von gegenüber. Dann kannst Du die Feldgröße in Kacheln und Dachziegeln abzählen und vergleichen. Man kann sogar einen direkten Vergleich machen, indem man das eine Glas vor das linke Auge und das andere Glas vor das rechte Auge hält. Bei dieser umgekehrten Orientierung verkleinern Ferngläser natürlich, und bei dieser Abbildung spielen sowohl das Objektiv als auch das Okular die entscheidende Rolle. Die Prismen und die Blenden dienen nur zur Strahlfaltung und zur Unterdrückung von Streulicht, sie haben aber mit der eigentlichen Abbildung selbst nichts zu tun, solange sie ihrerseits keine Aberrationen ins Spiel bringen.

Gruss, Peter

 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Ja, wir schreiben wohl über verschiedene Dinge.
Mein Geschreibsel antwortet auf Markus' Frage:

> schau ich von der Objektivseite ins Fernglas zeigt das
> Swaro einen Okularkreis der ca. 40% größer ist als beim
> Leica. Ich bin nicht genügend Fernglasexperte um die zu
> erklären.

Ich denke, dass er die unterschiedlich großen Scheibchen der Abbildung der AP meint, die man z.B. sieht, wenn man z.B. den Papiertest zur Transissionsprüfung durchführt. Da geht es nicht darum, irgendwelche Strukturen in dem "Scheibchen" zu erkennen sondern schlicht um seine Helligkeit und Farbigkeit. Wie ich Markus' verstehe, fiel ihm gelegentlich dieses Papiertests der unterschiedliche Durchmesser der Scheibchen bei Leica und Swarvski auf und er fragte sich, was wohl der Grund dafür sei.

Jens



 
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Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Zitat von Jens_B:
Ich denke, dass er die unterschiedlich großen Scheibchen der Abbildung der AP meint, die man z.B. sieht, wenn man z.B. den Papiertest zur Transissionsprüfung durchführt.
Wenn ich in die Objektivlinse schaue, dann sehe ich doch kein kleines Scheibchen. Ich sehe eine sehr große Scheibe, welche das Gehäuse völlig ausfüllt, nämlich das Gesichtsfeld in verkleinertem Maßstab mit einem Durchmesser, der dem Feldwinkel des Glases entspricht. Das hat mit der AP überhaupt nichts zu tun!

Vielleicht kann sich Markus noch mal dazu äußern, was er denn nun mit dem "Okularkreis" gemeint hat. Meines Erachtens gibt es dabei gar keinen Interpretationsraum, aber offensichtlich siehst Du das anders ...

Gruß, Peter



 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Ja, das mit der AP war falsch formuliert, aber...

... Nenn es kleines Scheibchen oder große Scheibe oder Okularkreis. Hier meinen wir alle dasselbe, nämlich (in der Regel) die Abbildung der Feldblende des Okulars.

Betrachtet man diese Feldblende durch das Objektiv aus kleiner Entfernung, füllt sie nicht das gesamte Gehäuse aus. Die Frage ist: Warum ist der scheinbare Durchmesser der Feldblende bei Leica Ferngläsern viel kleiner als bei Swarovski-Ferngläsern (immer bei Betrachtung durch das Objektiv aus nächster Entfernung)?

Meine These ist, dass es daran liegt, weil Leica Ferngläser eine zusätzliche Blende (Baffle) zwischen den zwei einzelnen Prismen des Dachkant Prismensystems besitzen. Bei Blick aus naher Entfernung in das Objektiv, ist der Durchmesser dieser zusätzlichen Blende kleiner als der scheinbare Durchmesser der Feldblende.

Schaut man aus größer werdender Entfernung in das Objektiv, gleichen sich scheinbarer Durchmesser von zusätzlicher Blende und Feldblende immer mehr an, so dass man ab einer bestimmten Entfernung wieder die Fedblende sichtbar wird.

Jens
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

ich meine nicht die AP, sondern den großen Kreis. Dank eurer Bemerkungen werde ich das morgen früh mal bei beiden Gläsern anschauen wie es sich bei größerem Abstand verhält.
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Zitat von Jens_B:
... Nenn es kleines Scheibchen oder große Scheibe oder Okularkreis. Hier meinen wir alle dasselbe, nämlich (in der Regel) die Abbildung der Feldblende des Okulars.
Ok, dann war das also ein Missverständnis ...

Damit aber ganz klar wird, was ich meine, habe ich unten nochmal zwei Photos angehängt, die die unterschiedlichen Bildeindrücke für die von mir verglichenen Optiken demonstrieren sollen. Diesmal war das Motiv keine Kachelwand, sondern ein Bilderrahmen:

(1) Das erste Bild wurde mit dem CZJ 7x50 Binoctem gemacht
(2) Das zweite Bild wurde mit dem Celestron 7x35 Weitwinkel (11°) gemacht

In beiden Fällen war der Abstand zwischen Fernglas und Bilderrahmen an der Wand derselbe, nämlich 50 cm.
Der Bilderrahmen misst außen 50cm x 50 cm. Die Kameraeinstellung, also insbesondere die Zoom-Brennweite, war für beide Bilder identisch.

Zitat von Jens_B:
Schaut man aus größer werdender Entfernung in das Objektiv, gleichen sich scheinbarer Durchmesser von zusätzlicher Blende und Feldblende immer mehr an, so dass man ab einer bestimmten Entfernung wieder die Fedblende sichtbar wird.
Dazu kann ich jetzt nichts sagen, weil ich dieses Leica Glas nicht habe. Vielleicht kann Markus das auch noch mal untersuchen.

Gruss, Peter
 

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Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

........ hm, ist euch mal die augenseitige, sprich die große Okularlinse im Vergelich zum Leica aufgefallen?
Vll. fließt dieser Unterschied mit in die Beründung ein.
EL alt und EL neu.
 

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Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Sehr interessant..

Also ich bin im Moment ein wenig verwirrt,da Markus ja geschrieben hat dass die AP des Swaro's groesser sei.
Gehen wir davon aus dass die "Okularlinsen" des Swaro's groesser sind,ich meine mich erinnern zu koennen dass Sie es auch sind,dann waere,bzw dann ist die Erklaerung einfach..oder ?
Schlicht und einfach gesagt wird dann beim Blick durch die Objektive "Das" Glas den Groesseren Bildausschnitt zeigen,dessen Okularlinsen groesser sind.

Oder gaebe es noch eine andere erklaerung ?

Gruss

Mike



 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Zitat von leicam62003:
........ hm, ist euch mal die augenseitige, sprich die große Okularlinse im Vergelich zum Leica aufgefallen? Vll. fließt dieser Unterschied mit in die Beründung ein.
Zitat von MikeS55:
Gehen wir davon aus dass die "Okularlinsen" des Swaro's groesser sind,ich meine mich erinnern zu koennen dass Sie es auch sind,dann waere,bzw dann ist die Erklaerung einfach..oder ? Schlicht und einfach gesagt wird dann beim Blick durch die Objektive "Das" Glas den Groesseren Bildausschnitt zeigen,dessen Okularlinsen groesser sind. Oder gaebe es noch eine andere erklaerung ?
Solange die Okularfeldlinse größer als die Feldblende ist, wovon man immer ausgehen kann, hat das keinen direkten Einfluss auf die tatsächliche Feldgröße. Diese wird bekanntlich allein vom Verhältnis der Feldbendenöffnung zur Brennweite der Objektivlinse bestimmt, wenn man wie gewöhnlich von hinten ins Okular schaut. Und wenn man das Ding umdreht, also stattdessen ins Objektiv schaut, dann ergibt sich die tatsächliche Feldgröße aus dem Verhältnis der Feldblende zur Brennweite des Okulars.

Das folgt schlicht und einfach aus der Geometrie des Kepler-Fernrohrs, und darum handelt es sich im wesentlichen bei einer Fernglasoptik. Die Prismen dienen nur zur Strahlfaltung und haben keinen direkten Einfluss auf die Bildformung. Die Größe der augenseitige Okularlinse hängt stark vom Okulartyp ab. Sie ist immer dann besonders groß, wenn das Okular ein besonders großes scheinbares Gesichtsfeld oder einen großen Pupillenabstand (eyerelief) haben soll, am schlimmsten also, wenn beides gleichzeitig groß sein soll.

Ich habe zur Veranschaulichung unten mal ein Bild mit dem Strahlengang im Kepler-Fernrohr skizziert, wobei hierbei das absolute Minimum von jeweils einer einzigen Linse im Objektiv und auch im Okular auftritt. Die Brennweiten von Objektiv- und Okularlinse betragen 250 mm und 25 mm. Die Vergrößerung ist also 10x. Mit einer Feldblende von 20 mm ergibt sich ein tatsächliches Feld von 4.6° bzw. 46°, je nachdem von welcher Seite man reinschaut. Dabei vertauschen sich also die Rollen von tatsächlichem und scheinbarem Gesichtsfeld.
 

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Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

vll. bringen die Schnittbilder der Gläser im Netz ein wenig mehr Licht in den Sachverhalt.

PETER ==> besten Dank für die Veranschaulichung.
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

so Leute, bin im Büro und habs mir dank eurer Hinweise angeschaut

beide haben Blenden eingebaut, jedoch sind die im Leica viel viel enger und genau daher kommt es. Schaue ich von gegenüberliegender Seite kommt ein ca. gleichgroßer Kreis zustande
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Ok, Danke. So hab' ich es auch gesehen.
Hättest Du Spass daran, noch die Vigenttierung im Feld zu prüfen / zu vergleichen? Mir scheint, dass hier das Leica schlechter abschneidet als Swarovski (und dass es genau an dieser engen Blende liegt).

Jens
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Ich hab das Bild für meine Zwecke modifiziert.

Bei einer eingeschobenen engen Blende (Leica) sieht man bei objektivseitigem Einblick aus kurzer Entfernung nur einen Teil des durch die Feldblende begrenzten Zwischenbildes.
Die zusätzliche enge Blende führt zu einer Vignettierung, bei okularseitigem Einblick allerdings nur im Feld und nicht wie bei objektivseitigem Einblick aus kurzer Entfernung schon auf der Achse.

Blickt der Betrachter aus großer Entfernung in das Objektiv, verschwindet die axiale Vignettierung und die Symmetrie ist wiederhergestellt (siehe das "schwarze" Strahlenbüschel im Originalbild).

Jens

 

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Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Hallo Jens,

Dann ist ja alles klar. Wobei eine solche zusätzliche Blende vor der eigentlichen Feldblende, wie Du sie zeigst, dann zwangsläufig zu einer Feldabschattung führt.

So würden in dem gezeigten schematischen Beispiel die rot und blau markierten Strahlen bereits völlig von so einer Blende blockiert. Da gäbe es also nicht nur starke Abschattung nach außen, sondern das Feld würde sogar drastisch beschnitten.

Ok, das ist jetzt nur eine generische Schemazeichnung, welche den Effekt vermutlich stark übertreibt. Um die tatsächliche Abschattung beim Leica zu bestimmen, müsste man eine Schnittzeichnung mit den Positionen und Öffnungen der Blenden haben. Dann könnte man diese Effekte genau simulieren. Oder man bestimmt die Abschattung halt empirisch ...

Wieder was gelernt,
mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Da aber im A-B Vergleich auf dem ITT beide Gläser die gleichschwachen Sterne gezeigt haben, sind wir wieder beim alten Thema, das selbst starke Feldvignetierungen vom Auge scheinbar nicht gesehen werden.Fotografisch aber sicherlich nachweissbar sind
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Ja, das scheint so zu sein. Ausserdem muss man wohl berücksichtigen, dass auch die 7x und 8x Ferngläser zumeist bei Lichtverhältnissen zum Einsatz kommen, in denen die Augenpupille kleiner ist als der Durchmesser der AP des Fernglases und damit die Abschattung möglicherweise überhaupt nicht wirksam wird.

Ich empfinde das Einblickverhalten der Leica Gläser im Vergleich zu Swarovski ein klein wenig nervöser, Ein Umstand, der mir immer wieder auffällt. Vielleicht spielt hierbei die Feldabschattung der Leicas eine Rolle.

Jens
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

> So würden in dem gezeigten schematischen Beispiel die rot
> und blau markierten Strahlen bereits völlig von so einer
> Blende blockiert. Da gäbe es also nicht nur starke
> Abschattung nach außen, sondern das Feld würde sogar
> drastisch beschnitten.

Nein nein. Solange nur das schwarze Strahlenbüschel unbeschadet das System überwindet, ist das Feld vollständig sichtbar (bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Fernglases).

Jens
 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Zitat von Jens_B:
> Nein nein. Solange nur das schwarze Strahlenbüschel unbeschadet das System überwindet, ist das Feld vollständig sichtbar (bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Fernglases).

Nein, das stimmt nicht: das schwarze Strahlenbündel gilt nur für den achsialen Fall. Das entspricht also einem Feld von der Größe null. Die roten und blauen Strahlenbündel gelten für den Rand der Feldblende, die werden aber von der zusätzlichen Blende völlig blockert. Das Resultat ist also, dass das Feld außen nicht nur partiell abgeschattet, sondern sogar etwas beschnitten wird.

Nichts für ungut,
Gruß, Peter

 
Re: Swaro 12 x 50 + Leica Ultravid 12 x 50

Hallo Peter

schau nochmals, die roten Strahlen der gegenüberliegenden Seite erreicht den Rand des Okulares, also keine Beschneidung sondern nur Vignetierung !
 
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