Takahashi TSA-120: Setup-Check für rein visuelle Nutzung

Andreas sein Einwand bezieht sich explizit nur auf die Arglist, diese im rechtlichen Sinne, im Bezug auf Kaufverträge wie hier besprochen.

Wie der Nachweis einer Arglist seitens des Käufers gg. dem Verkäufer der Sache darlegen kann, ist ein anderes Thema. Das wäre nämlich seine Pflicht.
 
Kurze Frage: sind wir noch beim ursprünglichen Thema hier? :unsure: :oops:
 
Hallo Chris,
ich habe den 120er TSA seit über 10 Jahren.
Vorher wars ein FS 102. Der Unterschied von 4" auf 120mm ist gravierend, wie einige User bereits geschrieben hatten. Das kann ich voll bestätigen.

Ich beobachte Mond und Planeten seit 20 Jahren nur mit Bino-Ansatz, ein Unterschied wie Tag und Nacht gegenüber der einäugigen Beobachtung.
Funktioniert aber nicht bei jedem Beobachter,
am besten Du probierst das mal im Verein, bei anderen Sternfreunden oder Teleskoptreffen aus.
Die originale TAK-Rohrschelle ist für's Visuelle völlig ausreichend und funktioniert hervorragend:
bei schwerem Zubehör einfach die Schraube etwas lockern und den Tubus durch verschieben
ausbalancieren, fertig.
Der OTA ist für einen -fast- 5- Zöller relativ leicht.
Ich betreibe den TSA 120 von Anfang an mit meiner alten Vixen GP-DX, das geht sehr gut. Es muß also keine superschwere Montierung sein.
Als Auszug würde ich bei Neukauf ebenfalls den FeatherTouch wählen, der spielt in einer anderen Liga, vor allem bei schwerem Zubehör wie einem Bino-Ansatz. Als GWK, um mit dem Bino-Ansatz in den Fokus zu kommen, kann ich die Düring-Barlow wärmstens empfehlen. Die macht bei bei der Montage weit vor dem Okular zwar eine ca. 3,8 fache Brennweitenverlängerung, aber die Abbildung ist perfekt und bei hohen Vergrößerungen eher ein Vorteil.
A propos Vergrößerung: bei guter Luft ist 300x
für den 120er TSA kein Problem.
Ich kann aus langjähriger Erfahrung nur raten:
kauf gleich was "Gscheits" Du hast immer Freude daran und der Preis ist bald verschmerzt und vergessen. Mit dem TSA 120 machst Du nichts falsch!
Klaren Himmel
Uli
 
Hallo zusammen
Hier mal ein Eindruck wie das bei mir aussieht. Sky90 und TSA120 auf einer Giro Alt-Az Montierung mit Selbstbaustativ.
Schönen Sonntag,
Ulli

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Sehr schön.
Eine Frage zur Giro: da ich auch so ein Trumm habe.
Ist die Klemmschraube oben bei deiner Monti fest, d.h. Sitzt die stabil im Gewinde?
Bei mir ist die sehr wackelig und die Klemmung recht ruckelig.
 
Hallo Walter,
Ja, bei mir ist die Schraube fest. Zwischen Schraube und Achse hat es ein kleines Kunststoffscheibchen (ca. 5mm dick im Durchmesser der Schraube). Schau mal, ob das noch da ist oder vielleicht mal verloren gegangen ist.
Grüße, Ulli
 
ich zerbreche mir immer noch den Kopf wegen der Montierung, da kommen die Bilder wie gerufen! Auf Youtube geht es zu 99% nur um Astrofotografie - entsprechend werden auch die Montierungen reviewed. Man hat den Eindruck visuelles Beobachten findet nicht mehr statt!?

Und das Nachführen funktioniert mit der Monti problemlos? Bis welche Vergrößerung?
 
Hallo Chris,
altazimutal geht nach meiner Erfahrung noch ganz gut bis ca. 180x.
Falls Du einen Bino- Ansatz benutzen willst geht auch das bis zu dieser Vergrößerung.
Aber mit dem 120er vergrößest Du i.d.R. am Mond und an Planeten 240x - oder evtl. sogar höher, wie ich oben schrieb. Dann macht das nachschubsen definitiv keinen Spaß mehr.
Die ruhige und entspannte Beobachtung feiner Details geht nur mit Nachführung, finde ich.
Klaren Himmel
Uli
 
Ich kann Uli zustimmen.
Niedrige Vergrößerungen sind mit meiner MOntierung kein Problem.
Auch hohe Vergrößerungen gehen ohne dass es furchtbar wackelt, aber das nachführen, gerade am Planeten, ist mit einer parallaktischen Montierung viiiiiel entspannter. Ich verwende dafür eine Losmandy G8 oder G11 (Bild siehe oben) mit einer Schrittmotorsteuerung (ohne Goto). Das Abbauen dauert etwas länger. Eine exakte Polausrichtung ist gar nicht nötig. Kleinere Nachführkorrekturen kann man problemlos machen.
Grüße, Ulli
 
Der TSA120 sollte visuell (auch bei Hochvergrößerungen) sehr gut auf der HEQ5 (günstig, leicht, stabil und mit GoTo) gehen.
Weil unser deutlich schwererer LZOS 130/780 auch sehr stabil auf der HEQ5 läuft (nur visuell).
Allerdings hat der TSA120 einen längeren Hebel (+120mm).
Auch wird bei Benutzung eines Binos die Masse und die Hebelwirkung nochmals deutlich erhöht (auf dem Foto ist kein Bino montiert).
 
Das mit dem Bino würde ich erst mal lassen, es bringt nicht viel (kann man drüber streiten, muss aber hier nicht sein, ist nur meine Meinung), kostet einiges (spielt vielleicht für den TE keine Rolle), und macht die Einblickhöhe zu einem wichtigen Thema, welches man lösen muss. Z.B. durch eine Kurbelsäule. Außerdem muss die Montierung nochmal stabiler sein wg. Gewicht und Auflage des Gesichts auf den Bino Ansatz, was man bei einäugigem Sehen nicht so extrem hat.

Ich würde übrigens auch dringend zu einer Montierung mit el. Nachführung raten. Wenn man mal Planeten länger schauen will und unterschiedliche Bedingungen abwarten will, macht es so mehr Spaß.
 
Das mit dem Bino würde ich erst mal lassen, ... (spielt vielleicht für den TE keine Rolle),
Der TE hat es selber als Option erwähnt.



und macht die Einblickhöhe zu einem wichtigen Thema, welches man lösen muss. Z.B. durch eine Kurbelsäule.
Warum das denn?
Sehe in dieser Hinsicht keinen Unterschied zu monokular.



Außerdem muss die Montierung nochmal stabiler sein
Genau.
Aus meiner Sicht aber eher wegen dem größeren und wirksameren Hebel.
Es gibt zudem auch Korrektoren / Brennweitenverlängerungen, die ein Herausdrehen des Fokussierers gegenüber dem monokularen Beobachten notwendig machen. Das vergrößert den Hebel dann nochmal zusätzlich.
 
Allerdings hat der TSA120 einen längeren Hebel (+120mm).
Auch wird bei Benutzung eines Binos die Masse und die Hebelwirkung nochmals deutlich erhöht (auf dem Foto ist kein Bino montiert).
Meinen TS 125/975 mit gut 7,5 kg trägt die HEQ 5 auch mit Bino klaglos. Mit Bino habe ich allerdings noch nicht bei böigeren Bedingungen in der Konstellation beobachtet.
Das mit dem Bino würde ich erst mal lassen, es bringt nicht viel (kann man drüber streiten, muss aber hier nicht sein, ist nur meine Meinung), kostet einiges (spielt vielleicht für den TE keine Rolle), und macht die Einblickhöhe zu einem wichtigen Thema

Selten gehen Meinungen zu optischem Zubehör weiter auseinander als bei Binoansätzen. Mir selber erhöht mein Bino auch nur die Bildästhetik. Feinere Details hingegen sehe ich sogar eher einäugig.
Bezgl. Einblickhöhe mit Bino: Hier kann man bei Bedarf den Anstellwinkel im Zenitspiegel der Teleshöhe anpassen. Wie mit einfachen Okularen auch.

Gruß Horst
 
ich habe lange mit mir gerungen und nun doch die AM5N bestellt, dazu noch ein Netzteil und eine Powerbank. Auch wenn ich eher der Analoge Typ bin waren eure Argumente entscheidend :y:
 
Das mit dem Bino würde ich erst mal lassen, es bringt nicht viel (kann man drüber streiten, muss aber hier nicht sein, ist nur meine Meinung), kostet einiges (spielt vielleicht für den TE keine Rolle)
So unterschiedlich können Wahrnehmungen ausfallen.
Für mich ist die Binokulare Beobachtung ein Zugewinn ähnlich oder vielleicht vergleichbar wie der Zugewinn der nächst größeren APO-Öffnung z.B. von 5" auf 6".
Leider ist dieser Vergleich auch nur eine Krücke, da es hier um Sinnliche Wahrnehmung geht.
Am ehesten merkt man es villeicht wenn man sich für eine Weile ein Auge zuhält oder beim Beobachten mit einem Fernglas ein Auge schließt und dann wieder mit zwei Augen beobachtet?
LG
 
ich habe lange mit mir gerungen und nun doch die AM5N bestellt
Sehr gute Wahl, damit machst du auf jeden Fall nichts falsch.

Denk dran, du brauchst noch eine Guiding-Lösung. Entweder ein separates kleines Guiding Scope (ist vermutlich einfacher) oder du legst dir noch einen Offaxis-Guider zu. ASI bietet gute Kombinationen mit seinen Kameras, OAG und passenden Zwischenringen.
 
Ich weiß nicht, ich habe die AM3N, und die lässt sich nicht kalibrieren. Das ist ein bekannter Bug und ist natürlich ärgerlich, wenn man die Montierung nicht so genau aufstellen kann und man trotzdem die Goto Genauigkeit verbessern will. Ich hoffe dass die AM5N das besser kann, vermute aber eine ähnliche Programmierung.

Was toll ist, die Montierung ist schnell, extrem leicht und leise.
 
Ich habe verschiede Sachen ausprobiert für meinen TSA120.
Als Montierung habe ich jetzt eine AYOII auf einem Gitzo Carbon Serie 5 Stativ, schön leicht und ausreichend stabil für visuell. Vorher hatte ein Berlebach Planet mit der ROWAN 100; aber das war mir zu schwer und zu unhandlich.
Als Okulare habe ich ein 26 Nagler, 13 Ethos, 8 Ethos, 6 Ethos und ein 4 Delite; wobei ich das 4mm fast nie brauche und 6mm meistens reichen. An den Ethos gefällt mir vor allen Dingen der 15mm Augenabstand; alles was mehr oder weniger ist, finde ich nicht so praktisch.
Der Kauf einer einfachen gepolsterte Transporttasche war auch eine tolle Sache, weil diese viel leichter ist als der schwere Transportkoffer, den ich vorher hatte.
Gestartet bin ich auch mit einem tollen FS-60CB, aber nachdem ich durch den TSA120 geschaut hatte, hat es einfach keinen Spaß mehr gemacht mit dem kleinen zu beobachten.
 
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Kurzes Update:
Ich hatte den TSA bei einem bekannten Händler bestellt, die Lieferung sollte eigentlich letzte Woche erfolgen. Nachdem ich diese Woche aber keinerlei Rückmeldung mehr bekommen hatte, habe ich dem Händler eine Frist gesetzt und gleichzeitig um Stornierung des Auftrags gebeten.
Direkt nach meiner Mail kam dann auch der Rückruf mit der Info, dass der TSA wegen Dejustage wieder nach Japan zurückging und die früheste Lieferung nun erst Ende Juni möglich sei. Ärgerlich – aber den „Braten“ hatte ich vorher schon gerochen. Parallel hatte ich mich deshalb bereits nach Alternativen umgeschaut und von einigen Usern wirklich tolle Angebote erhalten. Ganz eng in der Auswahl waren ein LZOS bei Stuttgart und ein TEC bei Berlin. Kurz danach bekam ich sogar noch ein Angebot für einen gebrauchten TSA. Dann stand plötzlich das Angebot für einen neuen TOA-130 im Raum: 21 % unter Liste und kostenlose Lieferung. Ja, Grab and Go ist das natürlich nicht mehr – das Teil ist bockschwer. Aber eben auch einfach brutal geil.

Jetzt geht es nur noch darum, die passenden Schellen und die richtige Schiene zu organisieren. Die PrimaLuceLab-Schellen in 155 mm sind aktuell überall ausverkauft. Von Lacerta gibt es welche in 156 mm, allerdings ist die passende Schiene derzeit ebenfalls out of stock.
Ich muss jetzt mal schauen, ob die Lacerta-Schellen mit der PrimaLuceLab PLUS Losmandy-Schiene 350 mm kompatibel sind. Schön wäre es, denn die AM5N ist da und alles wartet auf den ersten Einsatz :)
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Brilliante Entscheidung!
 
Glückwunsch zum Neuerwerb.

Aber man sieht wieder, heutzutage muss man einfach flexibel bleiben 👍

Ich wünsche weiterhin viel Vorfreude und klaren Himmel 🌃

Happy Weekend aus Hamburg
 
Glückwunsch! der TOA ist optisch Referenzklasse wenn man bereit ist das Gewicht zu handhaben und der Optik genügend Zeit zur Anpassung gibt.
 
Hallo Chris.
Auch von meiner Seite Glückwunsch zum tollen Teleskop!


Vorab:
Mit dem TOA130 habe ich persönlich keine Erfahrungen.
Kenne nur Berichte darüber und die technischen Daten.

Sowohl für TSA120 als auch für TOA130 brauchst Du ein wesentlich stabileres Stativ, z.B. Berlebach Planet.

Noch ein paar allgemeine Hinweise, die für Deinen Wechsel vom TSA120 zum TOA130 wichtig sein könnten:
-- Aufgrund von Gewicht und Hebel könnte die AM5 grenzwertig sein, vor allem ohne Gegengewicht. Könnten sich evtl. mal Nutzer der AM5 zu äußern.
-- Die lange Auskühlzeit vom TOA130 widerspricht eigentlich Deiner Anforderung an "Beobachtungsort: meist im Wald oder spontan vom Balkon".


Gruß Harald
 
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