Teleskop für Astrofotografie / Deep-Sky (Einsteiger)

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Ich finde gerade für Anfänger ist eine Goto Montierung soweit ein Setup zum elektronischen Polar Alignment und ein Plate Solving enorm hilfreich.

Als ich angefangen hab gab es sowas nicht, und ich bin stundenlang im Himmel umher gestolpert ohne was zu finden.
 
Hallo in die Runde :) ,

man korrigiere mich bitte, wenn ich etwas überlesen habe oder nicht mitbekommen habe, ist denn schon was zum Budget gesagt worden?
Wenn ich von dem in der ersten Anfrage angegebenen Systemen ausgehe, das Bresser mal außen vor gelassen, dreht es sich wohl um 2000,- bis 2500,. €.
Wenn ich von den 2000 ausgehe, steht dann nur die EQ6-R auf der offenen Dachterrasse :cool:.
Gehe ich von den 2500 aus, kommt da ein 150/750 PDS Newton drauf, fertig. Sicherlich eine gut, stabile Kombination und auch Foto tauglich.
Abber... ;)
das steht dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dauerhaft auf der Dachterrasse. Auch nicht verkehrt, da ja die Bedingungen recht gut sind.

Dennoch, nach wie vor und wiederholend, kleiner anfangen.

jedoch jetzt möchte ich gerne anfangen mit Astrofotografie/Deep-Sky bzw. einem Teleskop! :)
warum immer gleich in die komplexe Astrofotografie einsteigen?
Sind da die schönen, tollen Bilder die überall zu sehen sind, der Vater des Gedanken, ohne sich über den Aufwand, der da betrieben werden muss, zu informieren?

Über das Grundwissen informiere ich mich derzeit noch jedoch bin ich leider mit dem Teleskop kauf etwas überfordert, da man doch wirklich viel Geld investieren kann für eins. Dafür dachte ich mir, ich melde mich in einem Astronomie-Forum an und frage euch nach Rat! :)
wenn man schon bei der Wahl des Teleskop überfordert ist, wie schaut es dann aus, wenn das ganze Fotogeraffel dazu kommt?

Hier sind viele gute Vorschläge gekommen, wie man es kleiner, praktikabler angehen kann.
Wie man sich Informationen, Volkssternwarte, Bücher etc., beschaffen kann.

Da wir jetzt, leider erst im Laufe des Thread erfahren haben welche vor Ort Bedingungen herrschen, würde mich das leider notwendige Budget auch interessieren.

Hoffe da auf baldige Rückmeldung von Yannick.
 
Vielleicht so? ;)
 
Aber, da geb ich Dir natürlich recht, es kann passieren, dass so mancher recht schnell die Lust verliert, wenn er keine schnellen Ergebnisse sieht.

Also ein Vereinsmitglied hat das mal auf den Punkt gebracht: Wenn es keine Montierungen mit Goto gäbe, hätte er erst gar nicht mit dem Hobby angefangen!
Ich habe da eine klare Meinung, wer zu schnell die Lust verliert, hat Astronomie (Astrofotografie) auch nicht verdient. Soll was anderes suchen.
Bin grundsätzlich auch total für GoTo (eine AM5 mit Asiair ist schon geil), kann mir aber wiederum nicht vorstellen, die Objekte und deren ungefähre Position nicht zu kennen. Das wäre irgendwie kein ernsthaftes Interesse an Astronomie.
Und vielleicht die Leute nicht zu sehr ausbremsen oder auf Umwege schicken. Wenn einer direkt größer einsteigt und es doch nichts wird, hat er halt Pech gehabt.
Von total unsinnigen Investitionen werden die Interessenten eh reichlich gewarnt.
 
da fällt mir ein Lösung von einem anderen Hobby-Astronom ein.
Der hat seine EQ6 mit samt der Ausrüstung (12" Newton & Astrokameras) auf ein "Pony" gesetzt, so das er den ganzen Aufbau wie ein Einkaufswagen aus dem Gartenhäuschen auf die Gartenterasse rollen kann. Dauert keine 5 Minuten bis alles einsatzbereit ist.
Wenn er fertig ist, rollt er das komplette Equioment wieder in Gartenhäuschen.

Wäre so etwas bei dir auch machbar ?
Servus,

funktioniert bei mir leider so nicht, weil
1) Dachterrasse,
2) ist von Wohnung zu Terrasse ein blöder Übertritt mit ca. 15cm Höhe

Trotzdem Danke für den Vorschlag :)

Grüße
Mathias
 
Das wäre irgendwie kein ernsthaftes Interesse an Astronomie.
Ach so, ich vergaß zu erwähnen, dass er tatsächlich kein großes Interesse an Astronomie hat, zumindest nicht an der beobachtenden Astronomie. Er kommt halt aus der „fotografischen Ecke“ und sein Bestreben sind einfach schöne Bilder. Der Rest ist ziemlich egal. Tja, jeder hat halt so seine eigene Motivation. Wer bin ich, diese infrage zu stellen? Wir betreiben schon ein Hobby, bei dem man wirklich seeeeehr frustrationstolerant sein muss und nicht jeder hat die Geduld (und/oder Zeit) sich monatelang mit kleinen Problemen herumzuschlagen, v.a. wenn man nicht so recht weiß, wo die eigentlich liegen. In besagtem Fall hat sich mir bzw. uns (dem Verein) die Frage gestellt, wie weit Hilfe gehen soll und wieviel Entwicklungsleistung ein Ratsuchender selbst erbringen soll. Mit tatkräftiger Unterstützung hat er dann recht schnell wirklich schöne Bilder gemacht. :)
Generell ist in der Nachwuchsarbeit zu beobachten, dass, dem Zeitgeist entsprechend, immer schneller Resultate erwartet werden. Jugendliche finden Astronomie durchaus interessant und sind von den Bildern begeistert. Irgendwann kommt dann die Frage, „was man denn machen muss“, um solche Bilder zu bekommen. Wenn man denen dann damit kommt, dass sie dich erstmal jahrelang Wissen anlesen und mit dem bloßen Auge oder einem Fernglas am Himmel zurecht finden müssen und dann vielleicht mit einem kleinen Refraktor auf einer azimut. Montierung…, werden die Gesichter lang und das war’s dann. Dieser Weg, der vielleicht vor 70 Jahren der gängige war (schon auch aus Mangel an Alternativen) , funktioniert heute einfach nicht mehr. Man muss Interessierte heute da abholen, wo sie mit ihren Wünschen stehen. Also nicht ausgetretene Pfade aus Großvaters Zeiten anpreisen, sondern erklären, wie sie das, was sie machen wollen, zügig erreichen. Und wenn einer unbedingt mit einem 8“ oder 10“ Newton anfangen möchte (und Hand aufs Herz: wer von uns hätte nicht gerne mit so einem Gerät begonnen?!) dann finde ich es kontraproduktiv, ihn davon abbringen und stattdessen einen winzigen Refraktor andrehen zu wollen. Da ist dann der Frust auch vorprogrammiert und das Teil verstaubt in einer Ecke, zumal es ja wenig Platz wegnimmt.
Wenn wir uns also hinstellen und sagen, dass Einsteiger, die nicht unbedingt jahrzehntelang eine Eselsgeduld aufbringen um den „klassischen“ Weg zu absolvieren, Astrofotografie eben nicht „verdient“ haben, wird es, so befürchte ich, in unseren Vereinen ziemlich leer werden.

Euch allen einen schönen Abend
Oliver
 
Hi,
das ist, wenn mal herausgefunden wurde,wie der Mensch tickt, alles richtig.
Meist wird nach dem „ich kann alles“ Gerät für praktisch kein Geld gefragt und
wenn man wirklich beraten will ist nur die Person selbst entscheidend.
So muss halt das wirklich mögliche eingegrenzt werden.
Dann werden sie mit der Investition auch glücklich.
Alternative Wege aufzuzeigen, ob „klassisch“ oder „modern“ ist eine
gemeinsame Aufgabe.

Viele Grüße
Klaus
 
Hallo Oliver,

Tja, jeder hat halt so seine eigene Motivation. Wer bin ich, diese infrage zu stellen?
ich kann da jetzt nur für mich sprechen.

Das Beobachten, über den Weg rein visuell und manuell montiert, über GoTo parallaktisch zu Alt/AZ GoTo, mit verschiedensten Teleskopen, Newton, Refraktor FH, MC und SC, mit dem jetzigen Stand EAA, ist ein Teilaspekt für mich, am Interesse der Astronomie.
Ich beobachte gern, mit all seinen Tücken ;), aber genauso gern lese ich Bücher über Astronomie. Von populärwissenschaftlich bis auch speziellere Bücher.
Michio Kaku
Guido Tonelli
Hawking
Florian Freistetter
... ... ...
gerne auch ältere, antiquarische Bücher und zur Historie der Astronomie.

Jeder schafft sich da wohl seinen eigenen Zugang zur Astronomie.
 
Hallo Oliver,

Wenn man denen dann damit kommt, dass sie dich erstmal jahrelang Wissen anlesen und mit dem bloßen Auge oder einem Fernglas am Himmel zurecht finden müssen und dann vielleicht mit einem kleinen Refraktor auf einer azimut. Montierung…, werden die Gesichter lang und das war’s dann.
also wenn du so argumentieren willst, wäre dann nicht Vaonis Stellina die beste Empfehlung ?

Kein langes Suchen nach der richtigen Montierung, der richtigen Kamera, der Software .... kein herumgefrickel bis alles läuft, kein Frust bei ovalen Sternen oder bei falschem Fokus.
Aufstellen, loslegen und Fotos machen lassen !
Soweit ich das mitbekommen habe, kann man auch die einzelnen Fotos abspeichern lassen und später selbst mit entsprechenden Programmen bearbeiten.

Viele Grüße

Alexander
 
Hallo Alexander,
das wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert! D.h. ich würde es zumindest ansprechen, da ich das Prinzip toll finde. Mit einer Empfehlung wäre ich allerdings vorsichtig, da ich selber die Geräte nur vom Hörensagen bzw. Lesen kenne, noch nie damit gearbeitet habe und daher keine wirkliche Hilfe leisten könnte. Ich weiß auch nicht, wie aussagekräftig bzw. repräsentativ die paar Bilder, die ich bisher gesehen habe, sind. Mit Empfehlungen beschränke ich mich lieber auf Geräte, von denen ich halbwegs eine Ahnung habe. Wie z.B. weiter oben Newton auf HEQ5 oder AVX.
Viele Grüße
Oliver
 
also wenn du so argumentieren willst, wäre dann nicht Vaonis Stellina die beste Empfehlung ?

Kein langes Suchen nach der richtigen Montierung, der richtigen Kamera, der Software .... kein herumgefrickel bis alles läuft, kein Frust bei ovalen Sternen oder bei falschem Fokus.
Aufstellen, loslegen und Fotos machen lassen !
Soweit ich das mitbekommen habe, kann man auch die einzelnen Fotos abspeichern lassen und später selbst mit entsprechenden Programmen bearbeiten.
So sehen die Fotos, die man davon findet, aber auch aus.
 
Bisher haben mich die Fotos der Vaonis und Unistellar, die ich im Internet gesehen habe, auch nicht überzeugt, der Geldeinsatz ist dafür zur Zeit noch zu hoch. Mal abwarten, wie sich der DWARF bei den Kunden bewährt. Das Ding kostet zumindest nicht viel, da stimmt dann das Preis/Leistungs-Verhältnis vielleicht eher. Die teuren Smartscopes finde ich zur Zeit noch nicht attraktiv. In ein paar Jahren könnte das anders aussehen, die werden sich sicherlich steigern und auch preiswerter (nicht unbedingt billiger) werden. Aber für 2000 oder mehr Euro kann man sich ein konventionelles Set zusammenstellen, das bessere Bilder macht und trotzdem für den Anfänger schnell erlernbar ist.

LG Olaf
 
Bei 80mm muss man eben länger belichten als mit 150mm oder 200mm.
Das stimmt so nicht.

Auf die Energiestromdichte hat, das Teleskop alleine betrachtet, im wesentlichen das Öffnungsverhältnis einen Einfluss. Die Öffnung an sich ist für die Belichtungszeit erst mal egal. Die kommt erst ins Spiel, wenn du mit der kleinen Öffnung dasselbe Sampling wie mit einem größeren Teleskop gleicher Blendenzahl erreichen wisst. Dann musst du mit kleiner Öffnung entweder mit der Pixelgröße runter oder mit der Brennweite hoch, was die benötigte Integrationszeit jeweils deutlich erhöht.

Aber die niedrige Integrationszeit ist bei Stellina halt auch das Geschäftsmodell. Damit sollst du ja viele Objekte beobachten und die Ergebnisse abspeichern können. Der Vorteil ist die große Menge an einfach erstellten Bildern. Der Nachteil ist, dass ich keins davon in mein Wohnzimmer hängen wollte.

Man kann die Daten aber wohl auch runterladen und normal stacken und bearbeiten. In dem Album gibt es auch ein paar Bilder, die mit dem vollen Besteck bearbeitet wurden (APP, PI, PS).

So wie das hier von M92. Das sind immerhin >2h: M92 mit der Vaonis Stellina - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community
Das M13 Bild wurde fast 3h belichtet. Das ist für die Objekte schon ordentlich.

Jetzt mal als vergleich zwei Bilder, die ich vor kurzem mit einem 80mm Apo und einer ASI533 aufgenommen habe, 30 bzw. 10s, ohne Guiding, ohne Kühlung, ohne passenden Flattener, jeweils ca. 40min. Bearbeitet mit Siril und Gimp, also auch nicht gerade den Profi Tools.

Wenn du bisschen rumknipsen willst um die Bilder am Handy zu zeigen, ist Stellina für dich perfekt, wenn du so Bilder wie unten willst, musst du den klassischen Weg gehen. In 10 Jahren mag das anders sein, heute führt da aber noch kein Weg drum rum.
1675610139288.png

Für die beiden Bilder braucht man weniger als die Hälfte des Stellina Budgets. Hier ist noch eins von M92 und M13 aus der Galerie, dass ich in etwa mit dem Stellina Budget gemacht habe. Das ist dann schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und zwar unabhängig davon, ob da die Stellina Bilder mit APP, PI und PS bearbeitet wurden oder nicht.
 
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
In den Startlöchern steht ja schon der große Bruder der Stellina: Vaonis Hyperia
Und 61MP ist auch eine Hausnummer, die nicht jeder ausrufen kann.
Das ist ja krass :)

Wenn das dann auch wirklich die gezeigten Bilder in der Qualität ausspuckt, wäre das eine echte Option. Da ist sogar die CA an den Sternen perfekt korrigiert. Das würde mit den besten Leuten weltweit mithalten können. Ich bin aber skeptisch, ob die Bilder einfach so da raus kommen und nicht separat gestackt und bearbeitet wurden. Dazu sind mir die zu perfekt.

Mit fast 80kg am Stück aber eher etwas stationäres.

Ab 45000$, bei uns dann wohl eher 60000€. Da wird der TE noch ein paar Jahre sparen müssen :D
 
Es gibt aber Leute, die das zahlen können.

Für die Aufnahme in dem Thread hier kostet die Kamera alleine schon so 60k€ und der Rest mindestens nochmal das selbe...
 
:oops: Krass!!!

Meine Armut kotzt mich an… :cry:
 
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