Teleskop für Fotografie

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Philipp1988

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hallo liebe Leute, ich habe schon lange im Internet nach einer Lösung gesucht doch dieses Thema ist glaube ich etwas zu Komplex. Darum suche ich jetzt euch auf in der Hoffnung hier Hilfe zu finden.
ich erläutere mal was mein Anliegen ist:

Ich habe mir eine Camera (Canon EOS 600D) zugelegt und auch schon ein paar schöne Fotos vom Sternenhimmel gemacht. jetzt möchte ich aber gerne diese Camera an mein Teleskop anbringen und weis garnicht ob das überhaupt mit jedem Modell Funktioniert, ob man da spezielle Teleskope braucht, wenn ja welche dafür gut wären, was ich für Adapter brauche?

Beobachten möchte ich damit Planeten sowie deep sky objekte.

ich hatte mal ein Refraktorteleskop (hatte Top Schärfe) welches Leider zu Bruch gegangen ist und habe nun von Celestron das First Scope (Reflektor und schlechtes Bild) das aber auf sonem blöden drehteller steht, also ein neues würde ich mir eh kaufen wollen.

vielleicht habt ihr ja gute empfehlungen für mich. Preis dachte ich so an 250€ bis aller höchstens 300€

ich hoffe hier gibt es jemanden der mir da helfen kann aber ich glaube ich bin hier an der richtigen adresse. ich sage schonmal DANKE
 
Hallo Philipp!
DS benötigt eine völlig andere Ausrüstung als Planeten!
Im ersten Fall ist das A und O eine stabile parallaktische Montierung und ein Teleskop mit schnellen Öffnungsverhältnis.
Für Planeten möglichst eine Nachführung, eine lange Brennweite und auch eine andere Kamera.
In jedem Fall wirst Du mit Deinem Budget nicht mal ansatzweise hinkommen.
Sorry, aber so ist es.
Eine Möglichkeit wäre wenn Du Dir eine vernünftige Montierung kaufst und Deine Kamera direkt darauf befestigst und ersteinmal Langzeitbelichtungen mit Deinen vorhandenen Objektiv (en) versuchst.
Damit lassen sich auch schon nette Ergebnisse erzielen.
Gruß und CS Christoph
 
Hallo Philipp,

sehe es genauso wie Christoph.

Wenn dein Hauptanliegen die Fotografie ist, dann würde ich das Geld in eine entspr. parallaktische Montierung investieren und in die notwendigen Schienen, die du brauchst, um deine Kamera darauf zu befestigen. Evtl. noch einen intelligenten Fernauslöser, der Intervall+Langzeit kann, wenn du nicht mit dem Laptop daneben sitzen magst. Evtl. noch ein Sucher zum Einnorden/Alignment

Damit wirst du Ergebnisse erzielen.

Ansonsten ist das Budget viel zu gering, leider.

gruß

Ulrik
 
Hi Philipp,

Du hast leider völlig falsche Vorstellungen zum Budget, wenn Du wirklich Deeosky-Objekte (Galaxien, Planetarische Nebel, Emissions- und Reflexionsnebel sowie Sterhaufen) fotografieren möchtest.

Das geht prinzipiell mit jeder DSLR. Aber Du benötigst dazu eine Montierung mit Nachführmotoren und einen Autoguidereingang an der Steuerung. Dann eine empfindliche Guidingcam, mußt einen Sucher so umbauen, daß Du sie daran anschließen kannst, einen Laptop mit PHD oder Guidemaster und dann entweder Teleobjektive oder ein Teleskop. Die Belichtungszeiten liegen dabei zwischen 5 und 20 Minuten pro Einzelbild. Dann viele davon. Mehrere Stunden. Dann beginnt die Bildbearbeitung mit der Kalibrierung (Darks, Lights, Flats, Bias), dem Stacken und schlußendlich mit dem
Stretchen des Bildes. Für ein fertiges Astrobild gehen meist 2,3 oder nochmehr Nächte mit Belichtungen drauf. Und ebenso viele Stunden bei der Bildbearbeitung vor dem PC.

Zum Fotografieren von Planeten brauchst auch ne ordentliche Montierung mit Motoren, aber kein Guiding. Dafür mußt die Brennweite vom Teleskop auf 3-4 Meter aufplustern, damit man auf den winzig kleinen Planetenscheibchen etwas erkennen kann. Da ist der rießengroße Chip der DSLR eher hinderlich. Da nimmt man Kameras mit kleinem Chip, die dafür sehr empfindlich sind. Und dann werden in sehr schneller Folge unkomprimierte Bilder aufgenommen - meist als Video. So ca. 2-3 Minuten lang. Diese "pi mal Daumen" 2000 Bilder werden dann ebenfalls durch Software gejagd. Nur die besten (scharf, unverzerrt aber verrauscht) werden übereinandergelegt und dadurch verschwindet das Rauschen. Nach dem Stacken wird dann geschärft und am Kontrast und der Farbe geschraubt.

Weil Du kein Guiding brauchst und das Gesichtsfeld winzig ist, fallen da die Kosten für Guidingcamera, Komakorrektor oder Flatner weg und Du brauchst "nur" eine Barlow-Linse und ne Planetenwebcam. Ist wesentlich billiger zu realisieren als Deepsky-Fotografie, kostet aber immernoch rund 1500 Euro, wenn Du noch nix hast...

Das Firstscope ist weder für Deepsky-Fotografie noch für Planetenfotografie zu gebrauchen. Sorry, das sind die traurigen Fakten.

Wesentlich günstiger wird es, wenn Du Dich einer Beobachtergruppe/Verein/Sternwarte anschließen und dort vorhandene Geräte nutzen könntest. :Trost:
 
Hallo Fee!

Zitat von Sternenfee123:
Du benötigst dazu eine Montierung mit Nachführmotoren und einen Autoguidereingang an der Steuerung. Dann eine empfindliche Guidingcam, mußt einen Sucher so umbauen, daß Du sie daran anschließen kannst, einen Laptop mit PHD oder Guidemaster
Wenn man heute auch meist per Autoguider nachführt, man muß dies nicht prinzipiell. Kurzbrennweitige Aufnahmeoptik, langbrennweitiges Leitfernrohr, eventuell noch eine Barlow, Fadenkreuzokular - selbst bei feinpixeligen Digitalkameras sollte die Genauigkeit dann ausreichen.

Für viele Emissionsnebel, einige offene Sternhaufen und M 31 genügen Teleobjektive oder kurzbrennweitige Apochromate, dann kann die Leitoptik ebenfalls moderat ausfallen.

Grüße

fquadrat
 
Hi!

Astrofotografie mit günstigem Budget geht - wenn man schon ein paar Dinge hat. Für kurze Brennweiten gehen Nachführeinheiten wie der
  • NanoTracker von Baader (auf Celestron-Deutschland ist dieses Beispielbild von mir, ich konnte das Teil mal für Baader testen - für kurze bis mittlere Brennweiten und Sternfeldfotografie eine feine Sache),
  • die Vixen Polarie (teuer, aber gut),
  • der iOptron SkyTracker oder
  • der AstroTrac (haben wir im Verein - taugt auch für längere Brennweiten und war die erste dieser Reise-Fotomontierungen - hab ich eine vergessen?).
Gibt's in der Regel beim Astrohändler deines Vertrauens oder zu Dumping-Preisen bei einem großen Online-Buchhändler. Preisklasse 250-1000 Euro. Oder du baust dir eine Barndoor-Montierung/Astro-Frust-Montierung.

Das Problem: Du brauchst neben der reinen Nachführung ein stabiles und halbwegs hohes Fotostativ mit (außer beim iOptron) Neigekopf und zusätzlich auf jeden Fall einen stabilen Kugelkopf. Allein dafür kann dein Budget schon draufgehen, und du deckst nur Brennweiten von Weitwinkel bis zwischen 50 und 300mm ab. Wobei 300mm schon sportlich sein kann.
Planeten gehen damit nicht bzw. nur als Stern in Stimmungsaufnahmen oder Sternfeldaufnahmen.

Dazu empfiehlt sich für Sternfeldfotografie noch ein Cokin P830 Weichzeichner (kaum noch zu finden, neulich hab ich hier noch einen ergattert, dazu kommt der Filterhalter. Damit geht nochmal ein Fuffi weg. Und dann noch ein programmierbarer Fernauslöser für die Kamera - nochmal eine Handvoll Euro. Der Weichzeichner bläht die hellen Sterne auf, sodass die Sternbilder besser zu erkennen sind. Feine Sache.

Aber für Fotografie durch das Teleskop brauchst du zu allererst eine stabile Montierung mit Motoren (ja, geht prinzipiell auch ohne - aber dann solltest du ein zusätzliches Leitrohr haben, um manuell nachzuführen - und die Montierung muss wieder ein Stück tragfähiger sein) und Polsucher. Dazu kommt das Teleskop mit Adaptern. Mondfotografie geht einfacher, da die Ansprüche an die Montierung nicht so hoch sind - aber wenn du auf Deep Sky raus willst, kannst du mindestens einen Tausender einplanen (bei Neukauf, Gebrauchtkauf lohnt sich). Oder du besuchst die nächste Sternwarte, wie Sternenfee schon empfohlen hat.

Oder du besorgst dir ein gutes Staiv mit Kugel- oder besser Neigekopf (macht die Hälfte deines Budgets aus), einen (möglichst programmierbaren) Fernauslöser (ansonsten drückst du halt alle paar Sekunden auf den Auslöser) und machst Strichspuraufnahmen, die du mit Startrails (Freeware) kombinierst.

Ach ja: Hier auf Astronomie.de gibt's noch ein paar weitere Infos zur Astrofotografie: http://www.astronomie.de/bibliothek/artikel-und-beitraege/astrofotografie/1-teil-einstieg-in-die-astrofotographie/

Gruß,
Alex
 
Ach herje..... :( das habe ich mir alles etwas einfacher vorgestellt. Aber danke für die vielen antworten.
Trotzdem wundert mich was man alles braucht. Denn ich hatte im November bereits den Jupiter beobachtet und ein tolles Bild bekommen. Sogar die rot und gelb färbung und die Monde erkannt. Ich dachte da ne kamera anzuschließen sei das einfachste daran. Zumal ich mich frage warum ich bei nem planeten 5min belichten soll. Und 2000 Bilder durch nen Programm jagen soll. Icj will ja keine profibilder sondern einfach nur das man etwas drauf erkennt. Das hat sogar mitm handy vors Okular halten geklappt.

Ok das mit den deep sky objekten verstehe ich da würde ich abstriche machen.

Aber ich bin auch nur Einsteiger und binngrade etwas schockiert das das gleich von anfang an so teuer ist.
 
Hallo Philipp,

was du durchaus machen kannst mit deinem Budget ist bspw. Mondfotografie. Es wird auch möglich sein, durch das Okular einen Planeten zu fotografieren. Das Ergebnis wird - wie du schon sagst - halt ein buntes Bild eines Planeten sein (beim Mond kannst du mit Einzelaufnahmen weitaus bessere Ergebnisse erzielen, ohne daß du ein Video machen musst).

Du wirst aber gerade bzgl. Planeten eben nichts erreichen, was annähernd dem entspricht, was du hier in den Galerien siehst.

Und um deine Frage zu beantworten: gerade bei der hohen Vergrößerung, die du bei Planetenfotografie anwendest, ist dein größter Feind das Seeing. Du wirst also den Planeten nur als wabernde Masse auf einem Bild festhalten können. Wenn du viel Glück hast, erwischst du genau den Moment, wo das Seeing besser ist, und du hast ein schärferes Bild. Und um hier den Faktor "Glück" auszuschließen, machst du eben 2000 Bilder, und lässt die Software aus diesen Bildern die schärfsten heraussuchen, stacken, schärfen. Damit kommst du auch noch lange nicht direkt zu einem Profibild, sondern erstmal zu einem schönen Planetenbild.

So etwas ist durchaus übrigens schon ohne Nachführung, sondern mit "Nachschubsen" möglich, je nach Software registriert diese jedes Einzelframe. Ich habe damit an einem normalen Dobson schon Jupiter aufgenommen. Das Ergebnis war "okay", aber nichts besonderes. Trotzdem hat mir diese Nacht unheimlich Spaß gemacht, und die Tatsache, daß überhaupt ein Ergebnis rauskam, war für mich grandios.

Wenn es dir rein um Mond und Planeten geht, dann kannst du durchaus Ergebnisse erzielen...Deep-Sky kannst du mit der Ausnahme von ganz wenigen Objekten wahrscheinlich vergessen.

Wir wollen dich hier keineswegs abschrecken, das war nicht Sinn der Übung. Es ist aber denke ich wichtig, zu wissen, was möglich ist und (im vornerein) was nicht. Das vermindert Frust!

Du kannst durchaus bspw. mit einem Dobson anfangen. Mit entspr. Equipment (was gar nicht so teuer sein muss) kommst du in den Fokus, oder du fotografierst durch das Okular. Dazu gibt es Klemmen für die Kamera, oder je nach Okular - bspw. bei den Hyperions - die Möglichkeit die Kamera mit einem Adapter direkt am Okular aufzuschrauben. Mond geht damit und wird sogar richtig Spaß machen, Planeten wird schon schwieriger.

gruß

Ulrik

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Philipp1988:
Denn ich hatte im November bereits den Jupiter beobachtet und ein tolles Bild bekommen. Sogar die rot und gelb färbung und die Monde erkannt. Ich dachte da ne kamera anzuschließen sei das einfachste daran. Zumal ich mich frage warum ich bei nem planeten 5min belichten soll. Und 2000 Bilder durch nen Programm jagen soll. Icj will ja keine profibilder sondern einfach nur das man etwas drauf erkennt. Das hat sogar mitm handy vors Okular halten geklappt.
Und das klappt auch mit Deiner DSLR. :)

1992 habe ich Aufnahmen mit einer damals natürlich analogen SLR auf Film gemacht. Von 37 Aufnahmen waren zwei in Ordnung. Die Belichtungszeiten lagen im Sekundenbereich.

Eine der wichtigsten Regeln für die Astrofotografie habe ich von einem erfahrenen Kollegen gehört, der (mit Ausnahme von Film und Kamera) dieselbe Ausrüstung benutzte: "Machen!"

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
Ah ok danke für diesen Tip. Sagt nicht Yoda auch sowas in der art "es gibt kein versuchen, tue es oder lass es" Dann werde ich das mal in angriff nehmen. Bloß 3 Fragen habe ich noch:
1. Für Planetenbeobachtung Spiegel oder Refraktor?
2. worauf muss ich achten bezüglich brennweite, öffnung etc.
3. Kann man die kamera mittels adapter einfach anschließen? Oder muss das Teleskop spwzielle vorrichtungen haben?

Danke
 
Steht alles z.B. hier

Daneben gibts von Stefan Seip ein kleines Büchlein "Himmelsphotographie" (Kosmos Verlag) für ein paar Euro, da steht für einen Anfänger viel drin.

Matthias
 
Danke Feldstecher,

Der Link ist ja klasse. Ich werde mich mal da durchlesen und alles was nicht geklärt wird frage ich hier nochmal.
Bis hierhin wurden auch alle andern fragen gut beantwortet.

Danke für die hilfreichen antworten
 
Hi Philipp,

Ach herje..... :( das habe ich mir alles etwas einfacher vorgestellt.

es ist zu schaffen, aber es kostet. Je nachdem, welche Ansprüche Du stellst, geht auch mit begrenztem Budget und DSLR was.

Trotzdem wundert mich was man alles braucht. Denn ich hatte im November bereits den Jupiter beobachtet und ein tolles Bild bekommen. Sogar die rot und gelb färbung und die Monde erkannt. Ich dachte da ne kamera anzuschließen sei das einfachste daran.

mechanisch? ja, das ist einfach. Kameraobjektiv weg, Adapter ran und in den Okularauszug stecken. :)

Aber dann gehen die Probleme los. Kommst Du in den Fokus? Wie groß wird Jupiter auf dem Chip abgebildet? ?)

Wenn Dein Teleskop 1 Meter Brennweite hat, ist z.B. der Vollmond ca. 10 mm groß auf dem Chip. Bei einer Chipfläche von 22,2 x 14,8 Millimeter (Canon) ist also in der "Höhe" vom Chip noch 1/3 schwarzer Himmel drum rum.

Jupiter hat je nach Entfernung von uns aber nur 1/30 bis 1/50 des Vollmonddurchmessers.

Zum besseren Verständnis hier das Gesichtsfeld einer Canon am Vollmond und dann an Jupiter. Das Gesichtsfeld ist der rosafarbene Rand, nicht das kleine Rechteck innendrinn (das ist das Gesichtsfeld meiner Guidingcam)...

Für mich wäre der nicht mal Stecknadelkopfgroße Jupiter unbefriedigend.

Wenn Du mit dem Auge beobachtest, nimmst für den gesamten Mond ein langbrennweitiges Okular (=kleine Vergrößerung), für den Jupiter dagegen sicherlich ein sehr kurzbrennweitiges Okular (= hohe Vergrößerung)

Wenn Du den Jupiter mit hoher Vergrößerung fotografieren möchtest, dann brauchst mehr Brennweite. Entweder per Okularprojektion oder mit Barlow-Linse.

So ab etwa 3 Meter kommen dann die Bänder (aber ohne Einzelheiten!) dabei raus. Durch das Vergrößern wird das Bild aber dunkler. Also mußt länger Belichten. Und bei längere Belichtung schlägt das Seeing zu. Also hast viel Ausschuß.

Zumal ich mich frage warum ich bei nem planeten 5min belichten soll.

So hab ich das nicht geschrieben. Eine Einzelbelichtung von Jupiter hat einen Wert um 1/30 Sekunde oder so. Und davon machst so viele Belichtungen, wie Du in 2 oder 3 Minuten hinbekommst... Jupiter dreht sich sehr schnell um seine Achse. In rund 10 Stunden einmal. Damit mann keine Unschärfe durch weiterrotierte Details bekommt, darf man nur Aufnahmen aus einem 2-3 Minuten langen Zeitraum nehmen.

Und 2000 Bilder durch nen Programm jagen soll.

Wenn Du mit dem Auge durchs Okular guckst, hast ja auch nicht dauernd einen knackscharfen Jupiter. Der wabert und schwabbelt. Und zwischendrinn sind ein paar Sekundenbruchteile, wo er richtig knackig ist. Bei den Aufnahmen ist es genauso. Das Stackingproggy schmeißt die schlechten Bilder weg und nimmt nur die guten...

Icj will ja keine profibilder sondern einfach nur das man etwas drauf erkennt. Das hat sogar mitm handy vors Okular halten geklappt.

dann mach Mond- und Planetenbilder mit dem Handy. ;)

Ok das mit den deep sky objekten verstehe ich da würde ich abstriche machen.

das mußt Du leider auch. Setz einfach die Kamera mit Weitwinkelobjektiv auf die Montierung und belichte spaßeshalber einmal ein Stück Milchstraße mit Horizont. Oder ein Sternbild. Mit Drahtauslöser, 30 Sekunden lang. Dann guck, was auf dem Bild drauf ist.

Möglicherweise reicht es Dir ja. Ich hab mal so ein Bild auch mit angehängt...

Aber ich bin auch nur Einsteiger und binngrade etwas schockiert das das gleich von anfang an so teuer ist.

nun ja, das was ich mit "Materialschlacht" unter Astrofotografie verstehe und das, was Du Dir vorgestellt hast, das ist wie der Unterschied zwischen "Schnorcheln mit Brille und Flossen" im nächsten Weiher und "Rifftauchen mit Gasflasche" in der Südsee.

Ich will Dich nicht entmutigen, muß Dir aber ehrlicherweise sagen, daß meine Art der Deepsky-Fotografie eben ihren Preis hat.

Sternbilder knipsen geht dagegen mit Bordmitteln... ;)

 

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Nachtrag,

weil ich blos 3 Dateien anhängen kann:

aus vielen Einzelbelichtungen mit 30 Sekunden kannst z.B. sowas machen:
 

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Wow das letzte ist natürlich echt geil. Hasst du die bilder dann wie übereinander gelegt oder was? Finde ich echt gut. Ich werde mich dann da mal rantasten so nach und nach.

Mit der Camera an sich habe ich das schon gemacht. Hab sie aufm stativ gehabt und übers Tablet fernausgelöst. Fand ich ganz praktisch weil ich dann gleich noch ein bischen den Kontrast ändern konnte ujd die RGB wertw ändern konnte. Da habe ich dann ein bischen mit den einstellungen rumprobiert um zu sehen was am besten ist. Blende, iso usw.
 
Hi!

StarTrails (oben bereits verlinkt) addiert Einzelbilder zu solchen Strichspuren. Ziemlich offene Blende und einen ISO-Wert mit erträglichem Rauschen verwenden.

Gruß,
Alex
 
Hi Philipp,

für das letzte Bild hab ich 100 Bilder a 30 Sekunden mit dem festgeklemmten Drahtauslöser bei Blende 4.5, ISO 800 mit 18 mm Brennweite aufgenommen. Allerdings war das noch mit der 400D, da hatte ich dann zwischen den Bildern etwa 3 Sekunden Pause, weil die Daten auf die Karte geschrieben wurden.

Dann alle Bilder überlagert (Funktion Hellses Pixel), das wars. Super easy, keinerlei Bildbearbeitung außer kleingeschrumpft, damit es hier gezeigt werden kann.

Wenn Du dunklen Himmel hast, kriegst das auch hin. :)

Bei aufgehelltem Stadthimmel dagegen kriegst viel weniger Sterne, dafür aber die gesamte Lichtverschmutzung drauf. :(
 
Ja das habe ich auch schon gemacht leider vom balkon. Es war stockeduster und ich habe 1 1/2 minuten belichtet. Auf dem bild war der Himmel dann ganz Orange. Sah aber auch ganz gut aus weil die Sterne noch durchgingen. Habe dann nochn bischen Rot raus genommen und hatte nen nen schöne übrrgang vom Orangenen Horizont ins dunkle blau.
 
So, bin jetzt durch den Link von Feldstecher auf dieses Teleskop gestoßen. Wie gesagt es ist mein erstes teureres und will mal fragen ob das für den anfang ganz ok ist und ob sich vllt jemand mit dem modell auskennt.

Oder vielleicht abt ihr ja noch eine idee worauf ich noch achten sollte. Es liegt jedenfalls voll im Budget und wenn ihr meint ihr wisst noch etwas bis 100 Euro was sich noch lohnt anzuschaffen sagt ruhig bescheit.
 
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Hier ist mal das Bild von dem ich erzählt hatte mit dem Streulicht und der RGB Bearbeitung bei der ich den rotton raus genommen habe. leider ist es auch unschärfer geworden.
 

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Hallo Philipp,

das von Dir ausgesuchte Teleskop ist ein Fraunhofer. Ein 2-Linser. Das bedeutet, daß Du immer an hellen Objekten (Mond, hellen Sternen, Planeten) einen Farbsaum hast. Und die Farben werden in unterschiedlichen Fokuspunkten abgebildet. Du kannst also nicht für alle Farben gleichzeitig wirklich scharf stellen. Ob Dich das stört, kann ich nicht beurteilen. Mich würde es kirre machen.

Dann hat es nur einen 1 1/4" Okularauszug. Mit ner DSLR bekommst da deutliche Vignettierung. Der Okularauszug hat keine Untersetzung, damit ist scharfstellen zwar nicht unmöglich, aber es wird ein echtes Gedultspiel. Und ob der OAZ das Gewicht vom Camcorder oder der DSLR hält, ist fraglich.

Die Montierung, die unter dem Teleskop sitzt, ist aus meiner Sicht mit dem Hebel von dem 1 Meter langen Teleskop überfordert. Es wird nicht herunterfallen, aber es zittert beim Scharfstellen wie ein Kuhschwanz. Oder bei jeder Berührung. Oder wenn auch nur der leiseste Windhauch geht.

In der Beschreibung zum Teleskop steht weder was von Beugungsbegrenzter Abbildung, noch ist eine Tragekraft (= zulässiges Gewicht von Teleskop + Gegengewicht) angegeben. Dann steht im Text, "Eine der beiden Rohrschellen bietet Ihnen sogar eine Aufnahme für Ihre Kamera."

Welche Rohrschellen? Auf dem Bild ist eine Prismenklemme fest mit dem Tubus verschraubt, ich seh da keine Rohrschelle.

Wenn Du statt des Teleskops nur die Kamera auf eine kurze Prismenschine setzt und sie mit einem lichtstarken Weitwinkel- oder Normalobjektiv bestückst, kannst mit dem optional angebotenen Motor vermutlich Belichtungszeiten von etwa 2 Minuten realisieren.

Damit wären unter dunklem Himmel Milchstraßenpanoramen/Sternbilder machbar.

Und "Handybilder" vom Mond oder Planeten durch das Teleskop. Mehr nicht.

Aus meiner Sicht: laß die Finger von dem Teil. Das ist ein Spielzeug, das für Kinder zur Mondbeobachtung taugt. Du wirst damit keine Freude haben.

Ich weiß, das klingt jetzt niederschmetternd. Aber so ist es nun mal. Eine Montierung, die wirklich für Astrofotografie im Deepsky-Bereich durch ein Fernrohr taugt, kostet mit Motoren und Steuerung ohne Teleskop rund 750 - 1000 Euro. Und für ein farbreines Teleskop mußt dann auch nochmal mindestens 400 Euro aufwärts rechnen...

Falls Du Dich damit anfreunden könntest, nur mit Fotoobjektiven den Himmel zu fotografieren, geht es etwas günstiger:

Montierung

Und wenn es dann irgendwann doch durch ein Teleskop sein soll, käme alls allerbilligste Lösung entweder

dieses oder dieses in Frage für Mond/Planeten bzw.
ein kleiner Refraktor wie der oder der für Deepsky auf der von mir vorgeschlagenen Montierung in Frage.

 
Hallo Philipp

Schöner Himmelsausschnitt.
Denke bei allem Frust daran, es ist deine eigene Aufnahme.
Ich erkenne viel auf dem Bild. Sehr schön der Delphin.
Den größten Teil des Adlers, wenn ich die Nebelschwasen
weg denke sehe ich auch Albireo. (schönster Doppelstern
nach Graffias) Nur schade dass man den Farbunterschied
auf den Bildern nicht erkennen kann.
Mach weiter so, es wird schon.

Gruß Anton
 
Hallo Philipp,

Ich gebe Fee recht, du wirst zu sehr schönen Ergebnissen kommen, wenn du deine Kamera erstmal auf eine gescheite Montierung stellst! Damit kannst du dich in die Thematik sehr viel frustfreier einarbeiten! Fokussieren, Belichtungszeit, Darkframes etc.

Und du wirst mit dieser Kombi viel mehr Objekte - auch im Deep Sky Bereich - finden, die du schon sehr schön ablichten kannst. In wenigen Wochen steht Orion parat, wo du mit einer schönen Montierung, DSLR und Objektiv schon sehr ansehnliche Fotos machen kannst.

Natürlich wird dann "erstmal" Planeten und Mond ziemlich flach fallen, aber aus Erfahrung glaube ich, daß du mehr Spaß und bessere Ergebnisse haben wirst, als wenn du mit geringem Budget mit einem günstigen Teleskop dran gehst.

Schau auch mal ins Biete-Board, vielleicht muss ja die Montierung nicht neu sein? In wenigen Tagen wird meine Celestron CAM GT dorthin wandern (ein EQ5-Klon). Du findest dort immer wieder Montierungen, die etwas taugen und nicht zuviel kosten, und die auch für die Zukunft das ein oder andere Teleskop tragen können. Mit motorisierter Nachführung etc.

Wir wollen dir hier nix ausreden oder vermießen, nur Frust vermeiden.

gruß

Ulrik
 
Hallo Fee,

Zitat von Sternenfee123:
das von Dir ausgesuchte Teleskop ist ein Fraunhofer. Ein 2-Linser. Das bedeutet, daß Du immer an hellen Objekten (Mond, hellen Sternen, Planeten) einen Farbsaum hast. Und die Farben werden in unterschiedlichen Fokuspunkten abgebildet. Du kannst also nicht für alle Farben gleichzeitig wirklich scharf stellen. Ob Dich das stört, kann ich nicht beurteilen. Mich würde es kirre machen.
Die Teleskopdaten deuten auf einen geringen Farbfehler hin. Faustregel: Blendenzahl>=3*D(in Zoll)
90 mm entsprechen 3,54 Zoll, multipliziert mit drei gibt das die Blendenzahl 10,63. Die Brennweite sollte somit mindestens 957 mm betragen. Die 1000 mm sind also ausreichend.

Das heißt nicht, daß kein Farbsaum auftritt, er ist aber erträglich.

Dann hat es nur einen 1 1/4" Okularauszug. Mit ner DSLR bekommst da deutliche Vignettierung.
Bei Nicht-Vollformat-Sensoren ist die aber nicht so schlimm.

Der Okularauszug hat keine Untersetzung, damit ist scharfstellen zwar nicht unmöglich, aber es wird ein echtes Gedultspiel.
Geht aber noch. Ich habe bei Teleskop-Öffnungsverhältnissen von 1:5, 1:8, 1:15 und 1:20 (hier mit Okularprojektion) an verschiedenen Okularauszügen fokussiert. Sieht man von 1:5 ab, war keine Untersetzung beteiligt. So schwierig ist das nicht. Allerdings würde ich bei einer (D)SLR auf einen Stern oder Mond scharfstellen und dabei eine Sucherlupe benutzen.

Mit dem Rest Deines Postings hast Du IMHO allerdings Recht.

Grüße

fquadrat
 
Und wieder nen schritt zurück. Was ist denn nun wichtiger? Teleskop oder montierung? Im Grunde bin ich genau so ein Anfänger wie die Kinder. Ich habe zwar Viel Ahnung in der Astronomie. Von der Funktion von Xenonionen im vakuum über die gravitationsaufhebung bei doppelsternsystemen und masseausgleich von gasriesen bis hin zur Raumkrümmung durch die 4 Dimension bin ich der meinung dass sogar ICH hier einigen ne menge beibringen könnte. Aber kommt die beobachtung ins spiel bin ich absoluter Neuling und brauche kein großes profizeugs sondern was zum reinfuchsen. ICH WEIß ihr habt da andere ansprüche. Und wollt mir gutes empfehlen. Aber ich bin damals 2007 mit meinem ersten Auto (peugeot 106) ober glücklich gewesen und würde heute wo ich ein richtiges Auto fahre jedem von dem 106 abrabraten weil da nix gepasst hat und weils einfach mal ne dumme dreckskarre war.

Versteht ihr was ich mit dem gleichnis meine?

Trotzdem danke für die hilfe um die ich gebeten habe. Ich weiß ihr wollt nur mein bestes. :D
 
Hallo Philipp!
Eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Somit ist beides wichtig. Aber: eine Montierung ist die Basis und wenn es da hapert kann auch das beste Teleskop nichts mehr retten. Insofern würde ich keinesfalls Abstriche an der Montierung machen, eher beim Teleskop.
Das kann man später immer noch gegen ein besseres austauschen.
Das ist auch der Grund warum ich von deinem letzten Link abraten würde.
Gruß und CS Christoph
 
Sehe ich auch so. Die Händlerangaben (falls angegeben), was an Tragekraft möglich ist, sollte man kritisch überprüfen. Die Leute hier im Forum helfen einem gut weiter aufgrund etlicher Erfahrungswerte.

Ich habe es immer so gemacht, dass ich zum Gewicht des zu montierenden Teleskops immer noch ein paar Kilo deaufgepackt habe, um auf Nummer Sicher zu gehen. Dann hat man ja auch sicherlich noch das eine oder andere Zubehör, was auch berücksichtigt werden will. Allein bei den Okularen kann schon mal 1 kg dazukommen.
 
Hallo Philipp,

dann nutz doch mal deine Möglichkeit, Wissen aufzunehmen, und les dir die Antworten hier drin durch.

Wie Christoph schon schreibt: du verlinkst wieder ein Teleskop (übrigens vollkommen abseits des genannten Budgets) auf einer Montierung, wo es wenig Perspektive gibt.

Evtl. ist es vielleicht sinnvoll, daß du die Erfahrung machst, und dir so ein Teleskop anschaffst. Denn mehr als Empfehlungen geben, können wir hier auch nicht.

gruß

Ulrik
 
Zitat von tuo42:
dann nutz doch mal deine Möglichkeit, Wissen aufzunehmen, und les dir die Antworten hier drin durch.

Das versuche ich ja das was mir geraten wurde worauf ich achten solle steht in der herstellerangabe

Zitat von tuo42:
du verlinkst wieder ein Teleskop (übrigens vollkommen abseits des genannten Budgets) auf einer Montierung, wo es wenig Perspektive gibt.

Ich habe es auf grund der Montierung verlinkt weil die mir etwas stabiler schien und ich davon aus ging dass der höhere Preis durch die Montierung kommt. Ich bin auch mit dem Budget höher gegangen weil mir nahe gelegt wurde, da mehr zu investieren. Ich will mir bloß keine für 750,- kaufen weil mir das einfach zu heftig für den anfang ist.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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