Teleskop für Mondbeobachtung

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Zitat von b_schaefer:
Man kann die APM-Geräte von der Firma Wellenform spezifisch für höhere Vergrößerungen „optimieren“, also kollimieren lassen. Dann sollen sie bis 180-fach vertragen statt der sonst angegebenen 100-fachen Vergrößerung.
Ob Deine Augen das dann auch so sehen, ist halt die nächste Frage. Jeder schielt da ein wenig anders.

Ich habe heute zwischendurch immer mal wieder mit 120-facher Vergrößerung zum Mond geschaut. Das macht schon Spaß, auch vom Großstadtbalkon aus. Allerdings waberte es ganz schön, einäugig oder mit deutlich höherer Vergrößerung wäre das heute eher nix gewesen.

Viele Grüße,
Sebastian

Super Info, danke, Sebastian!

Damit rutscht das APM wohl raus. Trotz der höheren Auflösung und Bino denke ich, dass mir der Gewinn bei der Vergrößerung gegenüber meinem 80mm für den Kapitaleinsatz dann doch zu gering ist. Auch wenn das Handling ein großer Pluspunkt wäre.

Auch ich genieße die Tage mit gutem Seeing aus meinem Garten. :-)

Liebe Grüße Klaus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Weshalb rutscht es dann raus ?

Die vernüftige / sinnvolle / max Vergrößerung ist ja bei allen Teleskopen leicht zu errechnen.

Bei 120mm Öffnung ist mehr Vergrößerung nicht mehr gewinnbringend.

Willst Du mehr, brauchst Du mehr Öffnung !

Mehr Öffnung als Refraktor geht noch im Preisrahmen.

Das wird dann alles aber auch ganz schnell unhandlich.

mfg
Roland


 
Zitat von Felix42:
Hallo Klaus,
...

Deshalb eine Frage: würdest Du das Gerät in der Wohnung lagern? Nutzung vom Balkon/Garten/freies Feld und kannst Du das Teleskop vorher etwas auskühlen lassen?

Die Maksutovs von Intes oder Intes Mikro sind teilweise mit Lüfter zu haben was die Auskühlphase drastisch verkürzt! Ansonsten ist es für relativ spontanes Beobachten hilfreich wenn man das Teleskop relativ kühl lagern kann gerade wenn man wie am Mond hohe Vergrößerungen nutzt sonst kann es sein daß das Tubusseeing mehr stört als das lokale Seeing.

Viele Grüße Felix

Hi, Felix!

Ich beobachte überwiegend aus meinem Garten (Lagerung im Wintergarten). Bisher habe ich es so gehalten, dass ich mein Spektiv etwa 1 Stunde vor der geplanten Beobachtung in den Garten gestellt habe. Das könnte ich natürlich ausweiten, falls dies erforderlich ist.
Eine Lagerung in der Gartenhütte wäre zwar auch möglich, aber ich glaube, dass eine solche in der Wohnung schonender? und sicherer ist!

Liebe Grüße Klaus
 
Hallo Klaus,


das sind schon sehr gute Voraussetzungen viel anders wirst Du das bei 6"....8" auch nicht handhaben müssen.

Zitat von astrod:
Willst Du mehr, brauchst Du mehr Öffnung !

Genau so ist es! Wenn Du die gleiche AP wie beim 80er Spektiv ansetzt brauchst Du für die doppelte sinnvolle Vergrößerung etwa die doppelte Öffnung wenn die Qualität des Teleskopes vergleichbar ist. Das läßt sich beliebig skalieren.


Viele Grüße Felix
 
Hi!

Nur damit ich nichts falsch verstanden habe:

Eine gute Abbildungsqualität ist bis zum doppelten des Objektivdurchmessers zu erwarten (bei gutem Apo sogar darüber hinaus).

Beim APM 120 wären das dann eigentlich 240x und nicht die empfohlenen 100x (nach Pimpen ev. 180x) lt. Sebastian.

Mit meinem Spektiv 81mm habe bei gutem Seeing (leider nicht sehr oft in Wien) bei 125x ein (für mich) sehr zufriedenstellendes Bild; entspricht etwa dem 1,5fachen Durchmesser.

Deshalb rechne ich mit einer nutzbaren 200x Vergrößerung an guten Tagen und sollte mit dem APM ja sorgar noch Reserven haben.

Oder habe ich was falsch verstanden?

Liebe Grüße Klaus
 
Hallo Klaus,

was Felix dir da sagt hatte ich bis letzten Sommer jederzeit überprüfbar in einem Telekop.
Der etwas seltsame Newton aus dem Link zum Aufsatz über Binoansätze, also der mit dem Kasten in der Mitte ist/war meine

Mythossäge

Das ist ein 12" und ein 6" Newton in einem Gerät.

Drei mal darfst Du raten, welcher Spiegel bei 150fach, bei 200fach, bei 250fach....und bei korrekter Bedienung beider Öffnungen (!!!!-sehr wichtig) immer mehr zeigte, obwohl der 150er Spiegel von der optischen Qualität her zur Oberklasse (0,9 Strehlpunkte + X) zählt und der 12er eher Mittelklasse (um beugungsbegrenzt, 0,8 Strehlpunkte) ist.

Es ändert sich daran auch nichts, wenn ich diesen

Link zur Grafik: https://*entfernt*/images/PICS/img_0957.jpg

visuell durchoptimierten, hervorragenden 6" f/6 neben den 12er stelle, okay, auf dem Balkon wird das eher nix. :/

Vergiss die 2x D mit APO und die maximal 1,5 x D mit Newton oder was immer man dir darüber erzählt oder aus alten Büchern abschreibt.
Bei qualitativem Gleichstand kannst du in der gleichen Öffnungsklasse auch die gleichen Vergrößerungen FÜR DICH gewinnbringend einsetzen.

Es kommt darüber hinaus auf Deinen Visus und nicht auf Dein Teleskopssystem an, welche Vergrößerung Du für welche Detailauflösung benötigst.
Ab Vergrößerung gleich 1 X D-Öffnung liefert die (jede) Optik alles was sie auflösen kann.
Mit sehr guten Augen siehst Du diese aufgelösten Details an 150 mm Öffnung mit 150fach mit etwas schlechteren Augen mit 180fach und mit noch schlechterem Visus brauchst Du gegebenenfalls 200fach und mehr oder siehst halt grundsätzlich weniger.
Das liegt dann unter Anderem daran, dass Dir ab 200fach aufwärts zunehmend das Licht ausgeht und deine Augen auf Dunkelsehen umstellen.

Das setzt am Mond sicher etwas später ein als am Mars und ist, z.B. bei kleinen Telekopen durchaus ein Argument für ein Echtbino, weil dort die Öffnung eben zwei mal da ist und die Aufteilung des Lichts über den Strahlenteiler des Binoansatzes entfällt.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Klaus,

dann kannst Du mit Deinem Spektiv auch bis 160-fach gehen....

Ob das in der Praxis wirklich was bringt, ich wage es zu bezweifeln.
(ich sehe da an Land bei mir schon mehr Probleme und vor allem keinen Zugewinn an Details )

Bei der 1:1 (Öffnung zu Vergrößerung) Vergrößerung macht das halt mehr Spaß - da reicht das Licht.
Ja, manchmal geht auch etwas mehr, keine Frage.

Aber am Mond soll es ja ein entspanntes Beobachten sein.

mfg
Roland
 
Entspanntes Beobachten ist das Stichwort. Ich persönlich finde es äußerst unspannend und wenig komfortabel, Details an der Leistungsgrenze meines Sehapparates rauszukitzeln. Ich hätte das gerne ruhig etwas größer präsentiert, dann sehe ich es einfach leichter. Daher ist mir erstmal schnuppe, mit welcher Öffnung am Mond die angesprochene 300-fache Vergrößerung erreicht wird. Wobei es da natürlich Grenzen gibt, oberhalb von 2xD oder andersrum gerechnet eben unterhalb von einer AP von 0,5mm hört der Spaß meistens auf. Am Mond geht einem da aber eben noch nicht „das Licht aus“. Das ist auch nicht aus irgendwelchen Büchern, sondern ein Erfahrungswert.

Bei Deep Sky ist das völlig anders, hier brauche ich die Öffnung einfach auch für Licht. Ich habe M35 in meinem Kleinbino bei ca. 90-fach nicht mehr wiedergefunden, weil es da einfach zu dunkel wird. Im C9 sah es zur gleichen Zeit super aus und im C11 nochmal deutlich sichtbar besser. Aber wenn man dann dort das 7mm Okular bemüht, wird es auch im großen Eimer langsam dunkel.

Ich weiß echt nicht, warum hier wieder die allgemeine Öffnungsbelehrung herausgeholt wird. Es wurde doch nicht angezweifelt, dass man mit mehr Öffnung auch mehr sieht. Aber wenn man es vielleicht kompakt und handlich haben möchte, dann muss man sich am Mond nicht unbedingt mit Öffnung überschlagen. Da macht es mir sehr viel mehr Spaß, mit beiden Augen zu schauen, als Krater zu zählen. Das hat mein verblichener Ex-Chef sowieso professioneller gemacht...

Viele Grüße,
Sebastian

 
Hallo Sebastian,

Zitat von b_schaefer:
........
Ich weiß echt nicht, warum hier wieder die allgemeine Öffnungsbelehrung herausgeholt wird. Es wurde doch nicht angezweifelt, dass man mit mehr Öffnung auch mehr sieht.......

deshalb

Zitat von Klaus_Wien:
.....
Nur damit ich nichts falsch verstanden habe:

Eine gute Abbildungsqualität ist bis zum doppelten des Objektivdurchmessers zu erwarten (bei gutem Apo sogar darüber hinaus).

Beim APM 120 wären das dann eigentlich 240x und nicht die empfohlenen 100x (nach Pimpen ev. 180x) lt. Sebastian....

ist es für den Threadstarter wichtig.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Klaus,



ich meinte: wenn Du statt 125x eine Vergrößerung von 250x haben möchtest brauchst Du damit die AP gleich bleibt auch eine doppelt so große Öffnung. Ich persönlich nutze einen 80mm Volksapo gelegentlich mit 4,8mm Nagler =125x am Mond aber nicht mehr, bei Jupiter und Deepsky fast immer weniger.

Die AP ist am Mond letztlich egal da der immer hell genug ist aber sie ergibt sich aus dem Verhältnis Öffnung in mm/Vergrößerung. Ist das gleiche wie die Angabe 1,5x D oder 2xD ist nutzbar und was da nutzbar ist ist sehr subjektiv weil vom eigenen Auge abhängig.


Viele Grüße Felix
 
Danke, den Beitrag hatte ich glatt übersehen.

Ja, es ist eine Krux mit den Verallgemeinerungen... Ich schrieb ja schon, daß ein Fernglas mit Prismen eher noch etwas mehr Bildfehler produziert als ein Teleskop, daher finde ich die Herstellerangaben zur maximalen Vergrößerung da schon sinnvoll gewählt.

Aber ich kann verstehen, dass einem das am Mond vielleicht nicht ausreicht. Vor allem nicht für den geplanten Kapitaleinsatz.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo nochmal,

dieser kleine Diskurs zu den Grundsätzlichkeiten angewandter Öffnungsgrößen muss ja nicht nur die Aussage "viel hilft viel" bringen und in der Empfehlung zu 12 Zoll Öffnung plus X enden.

Wenn ich lese, dass Klaus mit dem 81er Spektiv + Binoansatz bei 125fach zu -für ihn- sehr zufriedenstellenden Ergebnissen kommt, dann hat er, sagen wir mal mit 220fach an einem optisch gleichwertigen und noch recht handlichen 150er Teleskop + Binoansatz ganz sicher seine Ziele erreicht oder gar übertroffen.

Auch für diese Erkenntnis ist mein Beispiel mit 150 mm und 300 mm Öffnung im Direktvergleich ja durchaus zu gebrauchen.

Ganz nebenbei würde in dem Fall und im Vergleich dann noch die selbst zu gewinnende Erkenntnis geboten, dass das 150er Teleskop schon bei 125fach deutlich mehr zeigt als das 81er.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Klaus,


mal ganz grundsätzlich: deutlich mehr sehen würdest Du am Mond mit einem 5..6" Apo oder einem guten Spiegelteleskop mit 6...8". Solide montieren läßt sich bei dem Budget beides und für eine solide Ausstattung mit Bino und Okularen reicht es auch.

Die Gretchenfrage ist: wieviel ist "deutliche Leistungsteigerung"? Dem einen reicht am Mond 200x oder 250x der andere will bei passenden Bedingungen alles was geht. Refraktor oder egal?

Nach dem was Du schreibst kann es sein daß Du mit einem 6" ED auf parallaktischer Montierung glücklich wirst denkbar ist aber auch ein 8" SC in Gabelmontierung oder ein Newton im Extremfall als 10...12" Dobson auf EQ-Plattform.

Alles ermöglicht den Einsatz eines Binoansatzes, Du hast eine Nachführung und je nach Öffnung eine SEHR deutliche Leistungssteigerung.

Da spielt auch mit was Dir vom Handling her sympathisch erscheint und wo Dich der zu erwartende Aufwand nicht bremst.


Viele Grüße Felix
 
Lieber Felix, lieber Günther, lieber Roland, lieber Sebastian!

Wenn ich eure Beiträge richtig interpretiere, dann sind für eine 200fache Vergrößerung mit vollem Zugewinn an Auflösungsvermögen auch 200 mm Öffnung nötig. Hab ich es?

Übrigens werde ich heuer 50, also werde ich wohl schon eine höhere Vergrößerung benötigen, um die Auflösung voll nutzen zu können.

Um das Thema Apo ev. abzuschließen, bitte noch um Meinungen zu:

Der größte Apo im Rahmen meines Budgets wäre dann wohl 120mm (z.B. 120/840 ESPRIT APO; auch wg der hohen Tragkraft des Auszuges.)
https://www.astroshop.de/skywatcher...120-840-esprit-120ed-professional-ota/p,22944

Mit einem 4mm Okular käme ich dann auf rd 200x bei einem Auflösungsvermögen von rd. 1“ mit einer AP von 0,6mm. Was gegenüber meinem bisherigen Spektiv mit 1,5“ (AP 0,65mm bei 125x) ja (hoffentlich) eine echte Verbesserung der Details bringen würde?!

Was mir auch noch sorgen bereitet, ist, dass mit einem Amici/Umkehrprisma zwar eine Bildaufrichtung möglich ist, aber das Zenitprisma das Bild aber offenbar seitenverkeht abbildet. Gibt es dafür eine Lösung? Und das alles mit Binoaufsatz.

Liebe Grüße Klaus









 
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Hallo Klaus,

kerine Frage, so ein 120/840er Skywatcher Esprit ist ein guter Refraktor und wäre eine entscheidende Verbesserung gegenüber Deinem derzeitigen Spektiv.
Das bestätigt sich auch z.B. hier

http://interferometrie.blogspot.de/2015/11/120840-skywatcher-esprit.html

Deine Sorge um die Abildungsorientierung ist bei astronomischen Anwendungen m.E. unbegründet, ein Amiciprisma anstelle eines Zenitspiegels (welchen ich einem Prisma vorziehen würde) könnte das zwar beheben, da kenne ich aber nichts Bezahlbares, was nicht der Abbildungsgüte abträglich wäre, während es sehr gute, bezahlbare Zenitspiegel durchaus gibt.

Das wäre m.E. auch bei SC, MAK und Co zu beachten.

Dass ich ganz persönich eine solche Ausgabe für ein Teleskop mit 120 mm Öffnung nicht tätigen würde, steht auf einem anderen Blatt.

Ich würde, wenn ich nicht schon einen 12-Zöller hätte, einen guten 10" Dobson nehmen, der mir(!) am Mond mehr bieten würde und darüber hinaus noch viel mehr und für den Rest einen herrlichen Astrourlaub z.B. auf a Palma buchen.
Aber das ist halt anderer Anspruch und eine völlig andere Herangehensweise und daher keinesfalls als übertragbar oder gar als Rat anzusehen.

Gruß
*entfernt*

 
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Hallo Klaus,

der Esprit ist ein Gerät für Fotografie. Ich würde Dir für visuelle Beobachtung eher einen zweilinsigen Apo zu nehmen. Schau Dir doch mal den APM SD140 an.

Viele Grüße,
Marcus
 
Hallo Klaus,


sicher eine Möglichkeit gerade bei den 5-6" Apos gibt es mittlerweile reichlich Auswahl. Interessant sind zwei ich glaube relativ neuen FPL-53 + Lanthanglas Refraktoren hier der größere mit 125mm Öffnung: https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p10133_TS-Optics-PhotoLine-125-mm-f-7-8-FPL53-Lanthan-Apo---2-5--Auszug.html

Da würde ich aber noch mal ganz explizit nach Erfahrungen fragen die mit dem jeweiligen Gerät gemacht wurden bzw. nach Empfehlungen zu alternativen Apos dieser Größe. Da gab es in letzter Zeit einige interessante neue Geräte.


Heute? Herzlichen Glückwunsch! :/


Viele Grüße Felix
 
Hallo,

wenn irgendwie die Möglichkeit besteht geh doch mal zu einem Astrostammtisch oder so etwas. Du bist ja jetzt offenbar reichlich verunsichert, da kann der persönliche Austausch nicht schaden. Vielleicht kommt dann auch der Geschmack für mehr als den Mond und dann investiert du den Sack Geld womöglich doch lieber ganz anders.

VG
Klaus
 
Ich kann den Wunsch nach aufrechter, seitenrichtiger Darstellung gut verstehen. Aber mit einem Binoviewer scheint es wirklich unpraktisch, das (hochqualitativ und preiswert) zu realisieren.

Statt eines Amici könnte man ein einzelnes 2“ EMS Aufrichtsystem verwenden (kostet allerdings ein Vielfaches). Die besten Binoviewer scheinen tatsächlich umgebaute Mikroskopteile zu sein. Leider will Denis Levatic seinen Umbauservice einstellen...

Da Herr Ludes von APM derzeit sowohl in die Fertigstellung von Bino-Teleskopen mit EMS-Aufrichtern einsteigt und gleichzeitig ein Hauptimporteur von Intes-Micro-Teleskopen ist, könnte man ihn ja mal fragen, was er von der Idee eines Binoskopes aus zwei Intes Maks hält. Wird auf jeden Fall günstiger, kompakter und leichter als ein Bino aus ähnlich großen Refraktoren.

Viele Grüße,
Sebastian

 
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Hi!

Vielen Dank an alle für die Anregungen zu Geräten und vor allem die Tipps (z.B. dass ein zweilinsiger APO für die visuelle Beobachtung auch ausreicht)!

Da habe ich für die kommende Woche ja schon einiges Material aufzuarbeiten.

@Klaus: Da hast du sicher nicht ganz unrecht. Ich hatte als Einsteiger halt gehofft, dass im Forum einige Mondsüchtige unterwegs sind, und durch meine (glaublich ziemlich konkreten) Angaben einige Modelle, mit Vor- und Nachteilen aus der eigenen Erfahrung, genannt werden.

Scheinbar sind die Möglichkeiten doch wesentlich größer. Was die Recherche natürlich spannender, aber auch aufwändiger macht.

Und ich bin kein Stammtisch-Fan, vielleicht sollte ich dies nochmal überdenken.

Liebe Grüße Klaus
 
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Zitat von b_schaefer:
Ich kann den Wunsch nach aufrechter, seitenrichtiger Darstellung gut verstehen. Aber mit einem Binoviewer scheint es wirklich unpraktisch, das (hochqualitativ und preiswert) zu realisieren.

...

Viele Grüße,
Sebastian

Hi, Sebastian!

Das Bino ist mir wirklich wichtig!

Hat ev. jemand Erfahrung mit diesem (damit würde der Zenitspiegel ja entfallen):

Baader 2" / 90° Astro Amici-Prisma mit BBHS ® Beschichtung
(https://www.baader-planetarium.com/...tro-amici-prisma-mit-bbhs-r-beschichtung.html)

Liebe Grüße Klaus
 
Aus praktischer Erfahrung kann ich da nichts beitragen. Allerdings gibt es ein paar theoretische Überlegungen.

Die (haltbare) Silberverspiegelung ist der richtige Ansatz. Normale Amicis basieren auf Totalreflexion und handeln sich damit eine Phasenverschiebung durch den Goos-Hänchen-Effekt ein. Fernglasprismen minimieren diese Quelle von Abbildungsfehlern mit einem Phasenkorrekturbelag, der ist allerdings in der Astrowelt noch nicht angekommen, wahrscheinlich weil Amiciprismen einfach keine allzu große Rolle spielen.
Eine Metallbeschichtung verhindert diesen Effekt, war in der Vergangenheit aber oft die Ursache von Alterungserscheinungen durch Korrosion. Inzwischen scheint das besser kontrollierbar zu sein.

Was bleibt, ist die Dachkante, die an hellen Objekten zu Spikes führen kann, die Oberflächengüte und der Glasweg. Dieser müsste im optischen Design einkalkuliert werden, was bei Teleskopen normalerweise nicht der Fall ist. Im Bino stecken meist auch noch Prismen und so hat man am Ende einen Haufen Glas-Luft-Übergänge und Spiegelflächen, die alle in bester Güte poliert sein müssten. In der Summe kostet das alles Auflösung bzw. Abbildungsqualität.

Dennoch ist das verlinkte Baader-Amici sicher eines der besten verfügbaren. Allerdings auch zu einem stolzen Preis (ähnlich einem vergleichbaren EMS übrigens).

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo Klaus,

ich denke Deine Prioritäten sind zusammengefasst ungewöhnlich, so dass unter all den Mondsüchtigen wenige zu finden sind, die alles so umgesetzt haben. Bino nutzen sehr viele, egal ob mit Bino-Adapter oder Bino-Teleskop. Bino mit korrekter Bildorientierung findet man hingegen kaum, denn das ist bei allen Beobachtungen jenseits des Feldstechereinsatz kaum gefragt. Das deutet sich schon darin an, was zum Amici gesagt wurde: "bei Hobbyastronomen nicht angekommen". Das liegt sicher nicht daran, dass man nicht wüsste, was eine P* Beschichtung am Dachkant eines Feldstechers leistet.

Ich würde der Bildorientierung eine niedrigere Priorität einräumen bzw. diese Anforderung einfach fallen lassen, denn damit entspannt sich das ganze optische System (siehe die Beiträge vor mir) und es gibt dann viele Sternfreunde, die ihre erfolgreichen Systeme einbringen können. Mich persönlich stört eine veränderte Bildorientierung nicht. Es kann vorkommen, dass ich beim Vergleich zwischen gleichzeitig aufgebautem Newton, Cassegrain und Refraktor wechsle. Die Bildorientierung fällt natürlich auf, aber es stört die Beobachtung nicht, denn es ist letztendlich dieselbe Landschaft, auf die man blickt.
Die Priorität auf beidäugiges schauen hingegen teilen sehr viele Sternfreunde und das ist auch problemlos in hoher Qualität erfüllbar und zwar mit einer Vielzahl an optischen Systemen. Das stellt eher die frage, wie nah man denn 'ran möchte, denn ein Bino-Adapter stöpselt sich letztendlich in einen Zwölfzöller genauso einfach wie in einen Fünfzöller, und wenn man dem aus den Weg gehen will, dass eine perfekte Korrektur den Glasweg im Prisma berücksichtigen muss: Ein GWK mit entsprechendem verlängerungsfaktor vor dem Prisma drückt den Fehler bald unter die Beugungsgrenze. Wer eine f/4-Optik (also eine extreme Wahl) mit einem 3x GWK ausrüstet, schickt f/12 durch die Prismen, was eben deutlich im unkritischen Bereich liegt. Man kann sich vorstellen, dass es mit f/6 dann sowas von unkritisch wird... Das zeigt sich in der Praxis vor allem dadurch, dass an solchen entspannten Kombinationen eine simple (aber hochwertige) Barlow den echten GWK prima vertreten kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Klaus,


Zitat von Klaus_Wien:
Ich hatte als Einsteiger halt gehofft, dass im Forum einige Mondsüchtige unterwegs sind, und durch meine (glaublich ziemlich konkreten) Angaben einige Modelle, mit Vor- und Nachteilen aus der eigenen Erfahrung, genannt werden.

Ich bin Mondsüchtig würde Dir aber mit Erfahrungen zu meinen Newtons wenig bei der Auswahl eines bestimmten Refraktors helfen können. Als ich meinen hauptsächlich am Mond und Planeten eingesetzten Newton vor etwa 10 Jahren restauriert/fertig gebaut habe gab es praktisch kaum bezahlbare farbreine Refraktoren ab 4" da sind in den letzten Jahren etliche Neuheiten erschienen - und Dir hilft da nur explizit nach Erfahrungen mit bestimmten Modellen zu fragen wenn es für Dich definitiv auf einen APO hinausläuft.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Klaus,

Zitat von Klaus_Wien:
Aber warum wären SC oder Mak besser beim Eisatz eines Bino besser?

Mit einem ACF oder EDGE HD bekommst du eine komafreie Optik, die recht viel Öffnung und Brennweite bei kompakten Maßen bietet. Einer der größten Vorteile bei der Verwendung von Binosätzen ist die Hauptspiegelfokusierung, damit hast du enorm viel Spielraum in Sachen Backfocus und kommst auch mit einem Bino definitiv in den Fokus. Das kann bei anderen Teleskop schon mal problematisch werden. Haken an der Sache, durch die hohe Obstruktion nimmt der Kontrast ab, aber ganz ehrlich, wenn ich mit meinem 8" ACF mal am Terminator entlangwandere, oder auch mal die Planeten ins Okular nehme, kann ich mich nicht über mangelnde Kontraste beschweren... Es geht mit einem ebenso großen Newton mit kleinerem Fangspiegel zwar besser, aber das ist bei Mondbeobachtungen stöhnen auf höchstem Niveau!
 
Hallo Markus,

es wird sehr leicht vergessen, die Sache mit der Obstruktion einzuordnen. Im Endeffekt lässt sich der Kontrastverlust durch Obstruktion mit wenigen Prozent Öffnungszuwachs wieder wettmachen. Bei einem korrekt funktionierenden 9" SC wird man also mit einem 8" Newton kaum dagegen anrennen können. Man wird aber immer wieder auf Situationen stoßen, in denen letztendlich die sorglose Handhabung eines Fünfzöllers auf den Umgang mit einem Achtzöller übertragen werden soll. Und beim Versuch, einen Achtzöller maximal auszunutzen, hört der Leichtsinn auf und man muss sich mit ein paar "Umgebungsvariablen" aktiv auseinandersetzen. Beobachter, die das nicht wollen, propagieren andere Optiksysteme und schieben's gerne auf die Obstruktion...

Übrigens, nochmal zum ACF und zum Newton: Nicht zu unterschätzen ist, wie sorglos man f/10 oder auch noch f/8 durch die Prismen schicken kann. Wer baut denn bitte einen f/8 Newton größer als mit 6" Öffnung? 8" f/8 habe ich mal auf dem ITT gesehen. War optisch toll! Bei mir liegt auch noch ein 8" f/9 Spiegel und wartet auf Umsetzung...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

klar kann man mit einem Zoll mehr Öffnung den Kontrastverlust ggü. einem kleinerem Newton wettmachen, aber der Vollständigkeit halber sollte dann auch erwähnt werden, dass der Kontrast eines 8" ACFs in etwa dem eines 5" ED APOs entspricht, der aber wiederum deutlich weniger Auflösungsvermögen im Vergleich zum 8"er hat... und um wirklich bei hohen Vergrößerungen in Momenten ruhigen Seeings das Maximum aus dem ACF herauszukitzeln müssen wirklich alle "Umgebungsvariablen" passen und das fängt bei der Temperatur schon an.

Was ich eigentlich mit meinem Beitrag oben sagen wollte: Mit einem ACF oder EdgeHD bekommt man für Mondbeobachtungen mit Bino ein grundsolides Gerät. Ergänzung: Vorausgesetzt die "Umgebungsvariablen" passen!
 
Hallo zusammen,

mich bringt ja der Begriff Mondbeobachtung unweigerlich zu Phillip Fauth, klar, der wurde ja auch in einme Nachbarort von mir geboren.

Phillip Fauth war einer der letzten großen Mondkartographen bevor die Fotografie Einzug in die Astronomie gehalten hatte, mal salopp gesagt. Fauth hatte für seine Beobachtungsprojekte ein Schupmann Medial genutzt, was man natürlich heutzutage kaum anraten kann mangels Angebote auf dem Markt. Kutter hatte zu jener Zeit einige Schupmann Teleskope gebaut, bevor er dann die heute noch vertretenen Schiefspiegler gebaut und weiter entwickelt hatte.

Das bringt mich zu dem Schluss, für Mond und Planeten hier den Schiefspiegler ins Beratungsrennen zu geben. Am verbreitesten dürften die Geräte von AOK Swiss sein, wobei ich meine, dass AOK keine Kutter mehr baut. Also, Klaus, wnen Du mal die Gelegentheit hättest, durch einen Kutter Schiefspiegler zu schauen, solltest Du das unbedingt nutzen, das Teleskop könnte gut in Dein Beuteschema passen und wer weiß, vllt taucht ja auf dem Gebrauchtmarkt wieder mal einer auf, hin und wieder soll das ja mal passieren.
 
Hallo Markus,

naja, der Zmek'sche Kontrastdurchmesser ist eine Art Sicherheitswert. Konkret und begründet wurde dieser Einschätzung schon mehrfach widersprochen. Sollte man nicht dran festhalten. Außerdem wählte Zmek keinen ED-Apo mit Restfarbfehler sondern eine ideale Öffnung, also minimal besser als ein Vollapo. Naja, man muss ja schon froh sein, wenn der Kontrastdurchmesser für den Vergleich mit einem Achromaten "anerkannt" wird. Weiter darf man speziell bei der Mondbeobachtung einwenden, dass sehr viele Strukturen mit hohem Kontrast wiedergegeben werden.

Insofern und alles in allem braucht man daran nicht soviel Gedanken zu verschwenden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Markus,

Zitat von Sodiac:
..... dass der Kontrast eines 8" ACFs in etwa dem eines 5" ES APOS entspricht......

wie passiert denn so was?

Bei allem was ich praktisch gesehen und erfahren habe sind die Obstruktionsverluste bis in diese Öffnungsklasse hinein locker mit einem Zoll mehr Öffnung zu kompensieren.
Da das ACF extrem obstruiert ist und ich keines persönlich kenne gebe ich sicherheitshalber mal ein halbes Zoll zu.

Gruß
*entfernt*

 
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