Hallo Nicolas,
Zitat von DaDare:
Kurz zusammen gefasst, was ich habe.
-Canon 40D
-ein stabiles Carbon Stativ
-riesen Wissenshunger(!)
-nicht soo viel Ahnung
-Dorf ohne Stadt in der nähe
-schöner offner Platz nur gefühlte 300 meter entfernt
-PC mit Photoshop + lightroom (hier nochmals ein Dank an meinem Bruder

)
Was Fehlt mir [...]
...eigentlich nix

Du kannst direkt mit der Fotografie beginnen. Mit dem Buch von Stefan Seip bin ich recht schnell voran gekommen, es ist nicht schlecht um über den Daumen die Parameter der Kamera in die richtige Richtung zu bringen.
Fang einfach mal (Kamera mit Objektiv) mit Sternfeldern, niedriger Blendenzahl und niedriger Brennweite an und baue hier Deine Erfahrung aus. Knips mal ordentlich Mond bei verschiedenen Phasen oder bastle Dir ein schönes Panorama der Sommermilchstrasse.
Diese Aufgaben würden Dich schon über Monate beschäftigen und Du hast noch keinen Cent ausgegeben, allenfalls für einen gescheiten Kugelkopf, einen programmierbaren Fernauslöser oder als Fokussierhilfe eine Bahtinovmaske (kann man aber auch später noch anschaffen, für den Anfang tuts auch Liveview und Digitalzoom)
Ich bin nicht so ganz sicher, warum man Dir als Einsteiger mit klarem Schwerpunkt auf Fotografie zu einem Teleskop mit 1000mm Brennweite geraten hat und dazu noch auf einer Montierung, die allenfalls visuell noch ausreichende Ergebnisse erzielt, außer, die Neuauflage der EQ5 wäre deutlich besser getrickt als die alte Version, die ich habe.
Gut, normalerweise geht man meist die Sache umgekehrt an, also erst mal Himmel kennenlernen, visuell mit der Technik vertraut machen und eben letztlich auch was finden am Himmel und dann erst knipsen. Ich denke, ohne Dir das Unterfangen explizit ausreden zu wollen, Du stellst Dich verdammt vielen Hürden auf einmal wenn Du ein Teleskop kaufen und gleich damit in die Deepskyfotografie einsteigen willst und es besteht eine nicht unerhebliche Wahrscheinlichkeit, daß die Sache so aufgezogen in die Hose geht.
Also wenn schon eine Montierung der EQ5-Klasse, dann lieber mit dem nächst kleineren Teleskop, dem 6" f/5, der liefert genug Licht und stellt aufgrund des kürzeren Hebels und Öffnungsverhältnisses geringere Anspüche an die Montierung.
Dabei würde ich dann zu Beginn so vorgehen, daß ich die Kamera Piggyback mit einem ~300mm Tele aufsatteln würde. Das Teleskop als Suchhilfe für Deepskyobjekte, die Kamera eben dann zum Knipsen. Das aber nur mal als Beispiel, es gibt sicher noch andere sinnvolle Kombinationen.
Ich selbst habe mit einem 120/600er Refraktor auf der EQ5 angefangen als ich von Objektiv auf Teleskop gewechselt bin. Der 120er FH-Refraktor ist aber zunächst als visuelles Richfieldgerät konzipiert und wird aufgrund seines Farbfehlers, den ich etwas mit einem Filter dämpfen kann nicht gerade als Fotomaschine empfohlen. Da ich ihn aber ohnehin da hatte und mir zunächst die Erfolgserlebnisse mit dieser 'kurzen' Brennweite reichen benutze ich ihn auch, zudem war er recht preisgünstig zu kriegen.
Jou, haste mal gelesen, was der Autor da für ein Equipment angibt? Da füllt schon die Montierung allein Dein Bugdet.