Teleskopbeobachtung über PC/Laptop

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cyber07

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Hallo zusammen,

gibt es Teleskope die man an einen PC/Laptop anschließen kann um das vom Teleskop erfasste Bild von Planeten, Sternen und Deep Sky Objekten auf dem Monitor des PC/Laptop wieder zu geben und evtl. das Teleskop auch per PC/Laptop zu steuern?

Ist das technisch irgendwie möglich ?
Wer weiß ob es so etwas gibt ?
Und wenn ja mit welchem Teleskop ?
Der Preis sollte sich nicht in zigtausende Euro wieder finden.

Bin selbst nicht fündig geworden.

DANKE im Voraus.

 
Servus Erwin,

Teleskope kann man nicht an den PC/Laptop anschließen. Allerdings kann man Kameras, die statt des Okulars in den Okularauszug getan werden, an den PC anschließen. Für Mond und Planeten ist das unkritisch, da geht fast jede Webcam. Schwierig wird es mit lichtschwachen deep-sky-objekten. Momentan ist der Preis/Leistungs-Favorit das hier: http://www.teleskop-express.de/shop...gkeits--Mond-Planetenkamera--Farbversion.html

Hab das selbst, eigentlich zum guiden, da geht aber viel mehr, Mond, Planeten und eingeschränkt sogar deep sky.

CS
Gottfried
 
Hallo Erwin,

klar kann man ein Teleskop und PC/Notebook miteinander "zusammenschließen". Vielleicht nur etwas anders, als es aus deinem Beitrag hervorgeht.

Mit einem Goto-Teleskop kann man über die USB-Schnittstelle des Rechners und einem geeigneten Planetariumsprogramm + z.B. ASCOM-Schnittstelle das Teleskop über Mausklick im Planetariumsprogramm steuern. Auch die Steuerung eines OAZ mit Motor-Fokus geht ebenfalls direkt über Rechner und Planetariumsprogramm, oder auch eine Sternwartenkuppel... Alles nur eine Frage der Schnittstellen, Software und verfügbaren Treiber.

Nur bin ich mir jetzt nicht sicher, ob du dies in deiner Fragestellung so meintest.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Erwin,

Ein Teleskop vom PC aus zu steuern ist kein Problem. Google mal nach "remote sternwarte". Dafür gibt es auch jede Menge vorgefertigte Lösungen bei den gängigen Astrohändlern. Voraussetzung ist eine Teleskopsteuerung mit einer entsprechenden Schnittstelle und Steuermöglichkeit. Stichworte ASCOM und LX200. Auch Kameras lassen sich über PC fernsteuern. So funktioniert z.B. die Remotesternwarte des Capella-Teams:
http://www.capella-observatory.com/

Was nicht geht, und das ist das was Dir wahrscheinlich vorschwebt, ist ein beobachtbares Bild auf den PC zu bringen. das liegt daran, dass es keine Kameras und Monitore gibt, die es in ihrer Leistungsfähigkeit mit dem menschlichen Auge und dem Gehirn aufnehmen können. Fotos von Deepskybildern entstehen durch lange Belichtungszeiten und noch längere Bearbeitung auf dem PC. Eine Kamera an den OAZ und dann schöne Nebel und Galaxien live auf dem Rechner sehen ist nicht möglich.
Auch bei Planeten funktioniert das nicht wirklich. Zwar etwas besser als bei Deepskyobjekten, aber immer noch nicht annähernd so gut wie mit dem freien Auge am Okular.

Klar, Du kannst ein waberndes Bild von ein paar Mondkratern auf den Rechner holen. Aber rechne nicht damit, dass Du damit irgendjemandem ein beeindruckendes Erlebnis bescheren kannst. Vor allem nicht Dir selbst.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Marcus,

Zitat von mettling:
Was nicht geht, und das ist das was Dir wahrscheinlich vorschwebt, ist ein beobachtbares Bild auf den PC zu bringen.

genau das war meine Frage, die Du damit beantwortet hast.
Fotografieren möchte ich nicht - nur beobachten. Und das, so war meine Frage, evtl. auch über PC/Laptop. Ich wollte quasi über PC/Laptop beobachten mit einer auch entsprechend guten Qualität bei allen Objekten, auch Deep Sky. Und das, so leuchted mir nun auch ein, ist so gut wie nicht möglich.
Und die Millionen die dafür nötig wären habe ich leider nicht. ;)

Danke für die Antworten !
 
Naja wo genau ist die Grenze zwischen beobachten am Rechner und Fotographie? Eine Videokamera macht auch nichts anderes als 30 Bilder die Sekunde zu schießen. Selbst wenn ich mit einer DSLR nur 30s belichte sehe ich auf dem Foto mehr als im Okular. Ist dann natürlich nicht "live" und irgendwie auch etwas völlig anderes als in ein Okular zu schaun ;)
 
hallo erwin,

ich würde das auch nicht so absolut sehen/verneinen. ich habe letztes jahr bei einer kleinen side-walk-astronomoy-aktion dem publikum per 4,5"refraktor, einer dmk41 und meinem netbook die videoastronomie erklärt. dabei wurden z.b. m13, m57 und saturn "live" (natürlich von der belichtungszeit abhängig)auf dem display gezeigt - und die leute waren erstaunt und begeistert. für viele unbedarfte ist der blick ins okular einfach ungewohnt und sie erkennen meist gar nix (aber sagen immer, dass sie was gesehen haben ;) )
dass das natürlich nur für hellere objekte gilt, sollte aber ebend auch klar sein.

vg ronald
 
Hallo Gottfried aus Sinzing,

Du hast also eine ALccd 5L IIc. Hast Du damit schon mal planetarische Nebel aufgenommen? Wenn ja, mit welchem *entfernt* und wie war dann die Qualität?

Bis denne
Andreas aus Bremen
 
Zitat von Ronald_Stenzel:
dass das natürlich nur für hellere objekte gilt, sollte aber ebend auch klar sein.
Das würde ich so nicht behaupten. Auch und gerade Objekte, von denen man visuell unter schlechteren (stadtnahen) Bedingungen überhaupt nichts sieht, sind mit ca. 30-60 Sekunden Belichtung (oder sogar mehr bei guter Einnordung, Guiding wär mir da zu unpraktisch) und einer empfindlichen S/W-CCD mit Binning durchaus nett anzuschauen.

Meine Atik 314 sieht jedenfalls an vielen Objekten deutlich mehr als mein Auge, das habe ich schon öfters verglichen ;) Da kein pretty picture rauskommen soll und einiges an Rauschen tolerierbar ist, kann man ja auch schön weit stretchen.

Den Liveeindruck unter dunklem Himmel kann das niemals ersetzen, aber es ist eine nette Spielerei.

cs,
Martin
 
Hallo Erwin,

ich steuere mein Teleskop zwar nicht per goto über pc, aber eine Kamera zum Anzeigen der Bilder kann ich empfehlen: die Watec ist empfindlich genug, um mit Belichtungszeiten von 10sek. auch deepsky sehr gut zu zeigen. An meinem C8 sogar besser als visuell! Auch Planeten sind mit der watec 120+ Steuerung mit kürzeren belichtungszeiten super möglich. Ich habe die watec schon oft für öffentliche Beobachtungen in unserer Sternwarte genutzt. Dazu kann man Teleskop und Beobachtungsmonitor räumlich trennen, was ich aber aus didaktischen Gründen nicht mache.

Grüße und CS

Roman
 
@ Roman

Hallo Roman, danke für Deine Info ! Der Preis für die Watec WAT 120N+ Deep-Sky Videokamera (Nachfolger der älteren Wat 120) liegt bei ca. 600 Euro und ist für mich auch akzeptabel (wenn auch weniger besser wäre). Nur lese ich, daß diese Camera hauptsächlich für Deep Sky und weniger für Planeten (Überbelichtung) geeignet ist. Gibt es in dieser Preisklasse eine CCD Camera die für beides gute Ergebnisse bringt ohne Einschränkungen hinnehmen zu müssen?
Die CCD Camera soll evtl. in Verbindung mit einem Meade LightSwitch ACF-8 GoTo Teleskop verwendet werden.
Ich bin absolut Neueinsteiger in dieser Materie und möchte vorerst nur beobachten und das wenn möglich u.a. auch über PC/Laptop. Deshalb mein Interesse an einer CCD Camera für diesen Zweck. Ich komme bei den ganzen Angeboten nicht mit den technischen Details zurecht was mich u.a. auch bei meiner Entscheidungsfindung verunsichert.
Es ist keine Bequemlichkeit von mir solche Fragen hier zu stellen sondern reine Unsicherheit bei meiner Suche.
Danke für das Verständnis.




 
Hallo Erwin,

die Steuerung der watec 120n+ verfügt über einen belichtungsmodus, der die Aufnahme von Planeten ermöglicht. Überbelichtung ist dabei nicht das Problem. Einen gewissen Nachteil könnte die Bildentstehung beim Chip der watec sein (interlaced statt progressive scan) Ich habe schon sehr gute Planetenbilder mit der watec gesehen. Die Frage ist halt, was die Kamera leisten soll. Willst Du damit nur beobachten (von Objekt zu Objekt) oder willst Du irgendwann mit den Astrofotos hier im Forum konkurrieren. Im letzteren Fall wirst Du um ein spezialisiertes Kamerasystem und andere Massnahmen nicht auskommen.

CS Roman
 
Hallo Erwin,

ich habe mit der watec genau das gemacht, was Du willst, allerdings habe ich die Objektpositionierung manuell vorgenommen. Ich habe z.B. ein paar Deepskyobjekte angefahren und dann noch Jupiter. In der Sternwarte haben wir sogar Sonne im Weisslicht live vorgeführt. Das schöne an der watec ist, dass Du mit der Handsteuerbox alle relevanten Parameter instantan einstellen kannst. Du solltest aber darauf achten, dass Du die 120n+ Variante kaufst, die Vorgängervariante unterstützt keine Planetenbelichtungszeiten.

Du hast halt dann ziemlichen Kabelsalat. :-) In Amerika gibt es für die Watec sogar eine Funksteuerung, heißt dann glaube ich Stellarcam III oder so ähnlich.

Die Fokussierung müsstest Du auch noch regeln. Von meade gab es meines Wissens nach auch mal einen Teteskopserver, wo man das Teleskop über Lan oder wlan steuern konnte.

Die watec gibt halt nur ein analoges signal aus. Zur Darstellung im livebildmodus habe ich meistens einen einfachen Monitor genommen. Via framegrabber geht aber auch Laptop/ PC.

Das Schöne an der watec ist, dass Du im livebild modus mit ca. 10 sek. Belichtungszeit am 8" SC z.B. schon Bilder siehst, die deutlich mehr zeigen als die visuelle Beobachtung. Vor allem in Stadtnähe. Ich habe lange Zeit kaum noch visuell beobachtet, weil die Bilder der watec viel besser waren. :-)


CS Roman
 
Hallo Erwin,

ich habe jahrelang Deep Sky Fotografie mit der Watec 120N (also nicht dem für Kurzzeitbelichtung erweiterten Nachfolgemodell 120N+) gearbeitet. Ich könnte dir per PN Einzelbilder à 10 Sekunden Belichtung von einigen Objekten schicken, damit du einen Eindruck gewinnen kannst, was die Kamera zeigt.

Auch bei öffentlichen Vorführungen (Astronomietag etc.) konnten die Deep Sky Objekte dem Publikum sehr schön auf dem Monitor live gezeigt werden.

Die Watec 120N+ (das + in der Modellbezeichnung ist wichtig) kann neben sehr kurzen Belichtungszeiten auch beliebig lange belichten. Sie hat dazu einen roten Taster am Bedienteil, der wie ein Drahtauslöser bei der alten SLR in der Stellung B funktioniert. Natürlich nehmen mit steigender Belichtungszeit auch das Rauschen und die Hot Pixel zu.

Schönen Gruß
Manfred
 
Hallo,
da hier die Watec so oft genannt wird...es gibt neue cmos Kameras,die erstaunlich empfindlich sind.
Ein Astrokollege hat eine ASI 120MC und hier einige Scrennshots eingestellt.Wohlgemerkt die ASI war am 50mm Sucher...

Diese cmos Kameras brauchen keinen Grabber und sind wesentlich günstiger.

Grüße Rainer
 
Hallo


Und mit den CMos waere sowas wie Realtime moeglich auf dem Laptop?
Mit welcher Software wird das realisiert?
Insgesamt finde ich das Thema hier sehr interresant!

Gruss

Peter
 
@ ALLE

Vielen Dank für Eure Unterstützung bisher !

Ich bin am Anfang meiner Suche nach solch einer Option der Beobachtung (keine Fotografie).
Natürlich besteht auch die Frage: mit welcher Kamera kann ich das umsetzen und wenn möglich auch kostengünstig.
Bei dem Meade LightSwitch ACF-8 GoTo Teleskop ist zwar eine Camera dabei, aber ob diese auch die Qualität bringt weis ich nicht.
Im Moment fällt mir nur die WAT 120N+ CCD Camera ein.
Sollte jemand hier im Forum eine entsprechende CCD Camera für einen solchen Zweck empfehlen können, soll er sich bitte melden.

Danke Euch !

 
Hallo Erwin,
was für eine Cam hast du denn?
Hier mal der Kernbereich von M42. Aufgenommen von einem Astrokollegen mit der ASI120 an einem SC8" mit 0,63 Reducer.

Leider hatte er keine Einzelframes mehr gespeichert...70x15 Sekunden

Grüße Rainer
 

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Hallo Rainer,
bei mir befindet sich alles noch im Aufbau: Das Teleskop (wie oben beschrieben) sowie das Zubehör (+ enstsprechende Software) und Kamera.
Ich möchte soweit es möglich ist die Option nutzen über PC/Laptop zu beobachten. Also keine Astrofotos in herkömmlichen Sinne.
Da ich technisch nicht soooo begabt bin, soll es einfach und gut zu bedienen sein.
Meine Frage war ja, mit welcher Kamera läßt sich das am besten umsetzen ohne gleich einen größeren Verlust an Qualität hinnehmen zu müssen. Muß es eine Viedeokamera sein oder eine normale CCD Kamera ? Ich weiß es nicht.
Direkt beim Händler fragen, da fehlt mir ehrlich gesagt im Moment das Vertrauen.
Bei Astronomen, ob Hobby-, Amateur- oder Profi- hier im Forum habe ich ein besseres Gefühl um eine Entscheidung treffen zu können, wenn ich die richtigen Infos erhalten kann.
Mal sehen ob ich hier weiterkomme mit meinem Thema.

Danke mal !

 
Hallo Erwin,

die Idee, statt mit dem Auge mit einer Kamera durch ein Teleskop zu schauen und sich die Bilder "live" auf einem Monitor anzusehen, ist verlockend.

Aber ich glaube, Du übersiehst etwas.

Das Teleskop muß aufgebaut und eingenordet werden. Für Fotografie bzw. Videografie wesentlich genauer als Pi mal Daumen nach Norden bei visuellem Spechteln. Auch mit dem Kompaß reicht das nicht. Dann muß bei einer Goto-Steuerung das Alignment gemacht werden. Damit später die gewünschten Objekte auch im Gesichtsfeld eines Übersichtokulares auftauchen.

Dann hat so eine Kamera ein ganz anderes Gesichtsfeld als ein Okular.

Stell Dir den Mond vor. Wenn Du mit dem Auge durch ein Okular schaust und den Mond formatfüllend siehst, dann erkennt die Kamera gerademal einen einzelnen Krater in der Bildmitte vom Okular. Alles drumrum sieht die Kamera nicht. Wenn jetzt der Mond "links oben" am Rand des Übersichtsokulares auftaucht nach einem Goto-Befehl, dann kannst Du ihn schön mittig holen, weil Du ihn mit dem Auge eben noch am Gesichtsfeldrand erkennst. Für die Kamera ist er aber unsichtbar, weil viel zu weit außerhalb vom Gesichtsfeld.

Du müßtets alos die Objekte erstmal mit dem Übersichtsokular genauestens in die Bildmitte holen, dann mit dem Fadenkreuzokular nochmal mittig zentrieren und dann vom Okular auf die Kamera wechseln. Neu scharfstellen.

Das Scharfstellen klappt aber nur, wenn das Objekt hell ist. Eine Galaxie oder ein Nebel, der 30 Sekunden Belichtungszeit braucht, bis er sichtbar wird, den kannst net scharfstellen... Denn Du siehst ihn im unscharfen Zustand ja net...

Um das Bild der Watec in den Rechner zu kriegen, ist "Technikverständnis" notwendig. Denn die liefert erstmal ein analoges Videosignal. Heute hat aber kein bezahlbarer, moderner Rechner einen analogen Videoeingang. Dazu mußt Du einen USB-Grabber verwenden. Nicht jeder angebotene Grabber überträgt das Signal der Watec, ohne es weiter zu verschlimmbessern. Die allermeisten Grabber auf dem Markt schrumpfen das Bild erstmal klein. :mauer:

Es ist nicht unmöglich, Dein Ziel zu realisieren, aber dazu benötigst Du viel Erfahrung mit Deinem Geraffel, Zeit/Geduld und auch etliches an Ausrüßtung (=Geld).

Je nachdem, welches Teleskop (Öffnung/Brennweite) Du verwendest und wie transparent Der Himmel ist, bekommst Du mit der Watec gaaanz grob etwa so ein Bild bei flächigen Objekten und der längsten Belichtungszeit, die sie zuläßt:

M27
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/5c0b33-1383926317.jpg

M51
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/eef221-1383926868.jpg

Wenn Du Dich statt Nebel und Galaxien auf Kugelsternhaufen stürzen möchtest, dann hättest Du eventuell mehr Erfolg. Denn die Sterne sind hell und schon bei kurzen Belichtungszeiten (4 Sekunden) kannst was erkennen.

M13
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/c51964-1383927003.jpg

Alle diese Bilder sind unbearbeitete Einzelbilder aus einem längeren Videostream und entstanden mit der DMK 31AF03.AS (ich hab keine Watec) und einem 150/750 Newton, den ich zusätzlich mit einer Shapleylinse auf f=4 gedrückt hab, damit mehr Licht ankommt. Die beiden obigen Bilder wurden mit 32 Sekunden Belichtungszeit ungeguidet aufgenommen, M13 mit nur 19 Sekunden.

So aus der Erinnerung raus hat die Watec bei langen Belichtungszeiten viele Hottpixel, produziert ungleichhelle Zeilen/Spalten, eventuell auch noch Verstärkerglühen. Meine Bilder sind wesentlich "glatter" als die der Watec.

Ob das bei Dir klappt, hängt jedoch wesentlich von der Lichtverschmutzung an Deinem Beobachtungsort ab. Denn wenn Du auch noch Filter dazwischen setzen mußt, wird die Belichtungszeit deutlich länger. So um 1-2 Minuten. Das packt dann die Watec nichtmehr...
 
Hallo Erwin,

die Sternenfee hat da leider ein paar Dinge angesprochen, die ich stillschweigend vorausgesetzt hatte. In der Tat ist das Handling in der Praxis nicht ganz ohne Erfahrung möglich. Vor allem das Objektzentrieren und Nachfokussieren ist nicht ohne.

Der visuelle Eindruck kommt aus den Bildern aber gut raus, wobei die watec empfindlicher ist. Wenn ich wüsste wie, würde ich mal ein Bild einstellen.

 
Hallo Fee,

Zitat von Sternenfee123:
Du müßtets alos die Objekte erstmal mit dem Übersichtsokular genauestens in die Bildmitte holen, dann mit dem Fadenkreuzokular nochmal mittig zentrieren und dann vom Okular auf die Kamera wechseln. Neu scharfstellen.

Das Scharfstellen klappt aber nur, wenn das Objekt hell ist. Eine Galaxie oder ein Nebel, der 30 Sekunden Belichtungszeit braucht, bis er sichtbar wird, den kannst net scharfstellen... Denn Du siehst ihn im unscharfen Zustand ja net...
klingt zwar sehr schwierig, doch kann man zwei Sachen vereinfachen:

Erstens das Zentrieren. Hier kann man Okularprojektion nutzen, um die wirksame Brennweite schnell zu ändern. Zum Einen kann man klassisch den Abstand von Okular zum Sensor ändern, zum Anderen kann man ein gutes Zoomokular einsetzen. Hier fällt mir das für Projektion gut vorbereitete Baader-Zoom ein.

Und zweitens das Scharfstellen. Man kann erst die Kamera ansetzen und an einem hellen Objekt scharfstellen. Einen Okularauszug nun klemmen. Dann nimmt man die Kamera ab und setzt das Aufsuchokular an. Dieses stellt man nur dadurch scharf, daß man es etwas aus dem Auszug herauszieht. Objekt aufsuchen und zentrieren. Okular gegen kurzbrennweitiges austauschen und wieder durch Verschieben des Okulars scharfstellen. Objekt zentrieren (Fadenkreuz im Okular hilft). Okular raus, Kamera rein. Das Bild ist scharf, eventuell muß aber zentriert werden. Spaß beim Beobachten!

Erleichtern kann man sich die Aktion mit Stopringen an den Okularen, hilfreich wäre ein Klappspiegel.

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

händisch gibt es sicher tausend Möglichkeiten, ich z.B. verwende eine Scheinerblende und einen Klappspiegel. Der Witz an Erwins Idee ist jedoch die Fernsteuerung, hier darf sich der Fokus nicht ändern. Andernfalls fällt mir nur ein ( ebenfalls ferngesteuerter) Motorfokus ein.

CS Roman
 
Hi All,

der Knackpunkt ist das "Fernsteuern". Mit Kamera (scharfgestellt) im OAZ muß man entweder neben dem Teleskop stehen und mit einem wirklich saugut justierten Sucher/Leitrohr das Objekt zentriert einstellen bzw über einen Klappspiegel das gewünschte Objekt zentrieren oder eine fest aufgestellte/eingescheinerte Montierung haben, die ein Objekt so gut anfährt, daß es gleich irgendwo im Gesichtsfeld der Kamera auftaucht.

Das wiederspricht dann aber dieser Anforderung:

Der Preis sollte sich nicht in zigtausende Euro wieder finden.

Hier mal ne hurtige Rechnung:
800 Euro aufwärts für Montierung/Stativ/Steuerung, 400 Euro aufwärts fürs Teleskop, 600 Euro für die Kamera + Grabber, dann noch PC/Laptop, W-Lan und 2. Rechner im Warmen zun ansehen...


 
Hallo Fee,

in einem Punkt muss ich Dir allerdings widersprechen: am C8 bei f/6,3 sehen die Bilder (Bsp. M51, M27) bereits nach 10sek. Belichtung deutlich besser aus als von Dir dargestellt.

CS Roman
 
Hi Roman,

in einem Punkt muss ich Dir allerdings widersprechen: am C8 bei f/6,3 sehen die Bilder (Bsp. M51, M27) bereits nach 10sek. Belichtung deutlich besser aus als von Dir dargestellt.

Wenn ich wüsste wie, würde ich mal ein Bild einstellen.

Bild z.B. hier als jpg hochladen, dann mit dem 4. Knopf in der Leiste auf das Bild verlinken.

Oder Bild direkt hier in den Thread über den Dateimanager hochladen und herzeigen.

Ich hab nun mal keine Watec, kann also nix anderes nehmen, als was ich hab (DMK)...

Einem blutigen Anfänger, der sich mit dem ganzen Kram nicht auskennt, würde ich diese Vorgehensweise aber keinesfalls empfehlen.

@Erwin:
zuerst solltest das Handwerk lernen, ehe Du das Meisterstück abliefern möchtest. Also Umgang mit Montierung lernen, Grundlagen Astronomie lernen, gucken lernen, Objekte finden statt suchen und dann mit der gesammelten Erfahrung ne Kamera reinstecken (und erstmal Frust ohne Ende erleben, ehe was klappt). ;)

Ne Kamera im Teleskop ersetzt nicht den Blick mit dem Auge. Sie kann den nur ergänzen...

 
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