Hendi*
Aktives Mitglied
Hallo Bastler,
ich habe jetzt seit ein paar Monaten mein Skywatcher 130/900 Newton und Zubehör drumherumgefrickelt wie Bluestar-Rockerbox aus Recyclingholz und Sonnenfilter.
Zwischendurch war mal wieder Infraschallmessung und Meteorscatter von VHF-Radars wieder interessanter, aber jetzt ging es weiter.
Ich besitze ein USB-Mikroskop (Andonstar A1), das eine Scherbe von vielleicht 6-7 mm Diagonale als Bildsensor hat mit einer eingeschraubten Vorsatzoptik (Vorne Loch und Linse, hinten rosa Filter, vmtl. UV/IR Block). Dieses sollte, gewissermaßen als Nulltarifkamera, in den Primärfokus.
Da ich den Hauptspiegel nicht einfach mit Styropor beflocken wollte mit irgendeiner crappy Frickelhalterung, musste ein 3D-gedrucktes Halterchen her, das die Spannkraft der Spannschrauben des OAZ auf das rohrförmige Gehäuse des Mikroskops übertragen muss. Also fix Openscad installiert und losgelegt. Heraus kam diese Zeichnung:

Fix einen Makerspace-Kollegen gefunden der es mir mit einem 3D-Drucker (FDM) ausgibt, und beim nächsten Wiedersehen die Überraschung: Durchmesser statt Radien angegeben
Na prima, überarbeitet und wieder ausgedruckt, schon besser:

Aha, über das Mikroskop passt es schonmal! Und im OAZ klemmt es auch ein wenig, ungefähr wie es soll.
Also flugs raus und nächtliche Erprobung:

Durch eine dünne Wolkendecke war der Mond doch einigermaßen zu sehen, andere Sterne funkelten - das verspricht starkes Seeing! Und will man nicht viel sehen? Ach nein, diese Sorte nicht....
Aber doch Mond ins Visier genommen, zunächst im 6x30 Sucher und - nix. Wo ist er? Fast zwei Vollmonddurchmesser vom Markierfinger im Sucher entfernt wurde es in der Kamera hell, mit ziemlich weit rausziehen und entfernter Optik kam die Mondoberfläche in den Focus. Mit Farbstich (bestimmt wegen fehlendem Blockfilter) und einem Mond, der ständig von der lichtempfindlichen Fläche flüchten wollte, hat dann ein Filmchen doch geklappt:
Video bei Youtube
Was flutscht da bei Sekunde 25 vorbei?
Und wieder Mal ein Erfolgserlebnis mit Lowtech,
Grüße,
Hendrik
ich habe jetzt seit ein paar Monaten mein Skywatcher 130/900 Newton und Zubehör drumherumgefrickelt wie Bluestar-Rockerbox aus Recyclingholz und Sonnenfilter.
Zwischendurch war mal wieder Infraschallmessung und Meteorscatter von VHF-Radars wieder interessanter, aber jetzt ging es weiter.
Ich besitze ein USB-Mikroskop (Andonstar A1), das eine Scherbe von vielleicht 6-7 mm Diagonale als Bildsensor hat mit einer eingeschraubten Vorsatzoptik (Vorne Loch und Linse, hinten rosa Filter, vmtl. UV/IR Block). Dieses sollte, gewissermaßen als Nulltarifkamera, in den Primärfokus.
Da ich den Hauptspiegel nicht einfach mit Styropor beflocken wollte mit irgendeiner crappy Frickelhalterung, musste ein 3D-gedrucktes Halterchen her, das die Spannkraft der Spannschrauben des OAZ auf das rohrförmige Gehäuse des Mikroskops übertragen muss. Also fix Openscad installiert und losgelegt. Heraus kam diese Zeichnung:

Fix einen Makerspace-Kollegen gefunden der es mir mit einem 3D-Drucker (FDM) ausgibt, und beim nächsten Wiedersehen die Überraschung: Durchmesser statt Radien angegeben

Aha, über das Mikroskop passt es schonmal! Und im OAZ klemmt es auch ein wenig, ungefähr wie es soll.
Also flugs raus und nächtliche Erprobung:

Durch eine dünne Wolkendecke war der Mond doch einigermaßen zu sehen, andere Sterne funkelten - das verspricht starkes Seeing! Und will man nicht viel sehen? Ach nein, diese Sorte nicht....
Aber doch Mond ins Visier genommen, zunächst im 6x30 Sucher und - nix. Wo ist er? Fast zwei Vollmonddurchmesser vom Markierfinger im Sucher entfernt wurde es in der Kamera hell, mit ziemlich weit rausziehen und entfernter Optik kam die Mondoberfläche in den Focus. Mit Farbstich (bestimmt wegen fehlendem Blockfilter) und einem Mond, der ständig von der lichtempfindlichen Fläche flüchten wollte, hat dann ein Filmchen doch geklappt:
Video bei Youtube
Was flutscht da bei Sekunde 25 vorbei?
Und wieder Mal ein Erfolgserlebnis mit Lowtech,
Grüße,
Hendrik