Transmission im nahen UV bei Refraktoren

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Hallo Michael,

nochmal für mein Verständnis gefragt: Der ND 0,6 Filter, den du verwendest, ist das ein Frontfilter oder wird der am Objektiv kameraseitig eingeschraubt (so kenne ich das von meinem Leica MR 8/500)?

Grüße Markus
 
Hallo Markus,

der ND 0.6 ist ein Frontfilter, der vor das Objektiv geschraubt wird. Er hat einen Durchmesser von ca. 105mm.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

ok, danke. Ich habe gerade mal geschaut, aber einen ND0,6 Filter finde ich in meiner benötigten Größe nur von B+W, aber der macht im UV schon wieder rasch zu. Das wollen wir ja gerade nicht. Mich wundert ja, dass das funktioniert. Bei ND0,6 kommt ja immer noch 1/4 der Sonnenenergie in das Objektiv, zum IR hin meistens noch deutlich mehr. Der Hauptspiegel bei nem f/5,6 Objektiv dürfte wohl so um die f/1,5 liegen. Da sollte es beim Sekundärspiegel schon gut warm werden, oder? Ich weiß nicht, ob ich das riskieren würde…

Grüße Markus
 
Ich habe mutig meine Hand in den Fokus gehalten und es wurde nicht mal warm. Von daher passiert da deutlich weniger als man annehmen sollte. Das hätte ich auch nicht gedacht, aber der fehlende Brandfleck spricht ja für sich ;)

Der Filter war beim Rubinar dabei, daher habe ich ihn jetzt einfach mal genutzt. Es ist noch Recht hell bei 390nm von daher lässt er anscheinend noch ordentlich was durch. Erst bei ca. 375nm wird's finster. Bei den ND Filtern von Hoya ist es knapp, aber bei 390nm geht es schon ganz gut da sie recht steil aufmachen. Mein Problem ist ja auch nicht, (mehr) das es im UV zu dunkel ist. Es sind die Abbildungsfehler die mich ärgern.

Viele Grüße
Michael
 
Jaja, das verstehe ich schon, aber der Sekundärfokus ist ja nicht das Problem, sondern der Primärfokus. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du dort deine Hand hattest… ;)

Aber gut, es scheint ja bei dir zu funktionieren. Ich muss da mal noch drüber nachdenken, wie ich das bei mir löse. An sonsten wäre ja auch ein reines Spiegelsystem möglich, z.b. ein 6“ RC oder CC. Da hat man zwar auch nen Sekundärspiegel, aber wenn der nicht geklebt ist, dann könnte er das aushalten. Da ist auch das primäre Öffnungsverhältnis etwas gutmütiger. Dafür sind die Systembrennweiten wieder relativ lang, was einen großen Spalt erfordert. Naja, da muss ich mich mal noch etwas mit beschäftigen, wie das zu lösen ist…

Grüße Markus
 
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du dort deine Hand hattest… ;)
Aber ja, genau dort hatte ich n meine Hand. Genau dieser Test wird auch vorgeschlagen. Wenn Du Deine Handfläche länger als 30s in den Primärfokus halten kannst ist alles gut. Ich gebe aber zu, ich habe ein einig gemogelt. Zuerst habe ich mit der Thermografie Kamera ein Bild von der Sonne auf schwarzer Pappe im Primärfokus gemacht. Erst als klar war, das die Temperatur noch zu hoch ist, habe ich meine Hand hingehalten.

Viele Grüße
Michael
 
Das heißt, du hast vorne den Korrektor und den Fangspiegel abgebaut um deine Hand in den Primärfokus vor den Hauptspiegel halten zu können, und hast das ganze auch noch auf eine Art und Weise geschafft, dass deine Hand dabei keinen Schatten auf den Hauptspiegel geworfen hat?

LG
Olli
 
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Es gab ja schon Forums Teilnehmer hier wie im Nachbarforum die einen Versuch hatten einen 6"CC mit Herschelkeil zu berteiben. Leider ist dann die Info ausgegangen, soweit ich das nachverfolgen konnte.
Anscheinend waren die Resultate nicht so toll wie ich das persönlich denke/tippe, zwecks dem notwendigen Kontrast/Qualität dieser Teleskope.
Persönlich mache ich das nicht mit meinem 6"RC oder 5.5"Mak wie der Russentonne direkt auf die Sonne, denke dabei den Sensor der Kamera permanent zu schädigen ohne mindestens obligatorisch einem Herschelkeil dazwischen oder mit Baader Foto-Folie vorne drauf.
Hatte schon mehrfach beim stöbern YT Videos gefunden wo jemand ohne Filterfolie den Shutter seiner DSLR ein Loch eingebrannt hat, dahinter bei dem Sensor wird es auch sicher nicht glimpflich aussehen.

Ich bin schon mal gespannt in wie weit das geht, oder ob noch ein par bezahlbare Filter Vorschläge aufkommen für den UV Bereich, vorzüglich vorne am Lichteintritt.

Im Frühjahr/Sommer/Herbst bei wärmeren Wetter in meiner Gegend hatte ich schon schwere bedenken überm Baader 2"Herschelkeil mit ND0.6/0.9 und verschiedenen Barlow's(normale 2Linser wie TZ), bei den internen >+55ºC bei meiner ASI432MM am Sensor. Dieses Jahr möchte ich mir eine Kühlung extern anbauen versuchsweise an der Cam, oder doch ne gekühlte holen die dann zu langsam ist von den FPS her.

Hatte auch schon ein internes Fokussier Element eines teuren 6k€ 105mm Fluorit Teleobjektiv in der Hand eines Wassersport Fotografen, das ernsthaften Schaden genommen hatte intern auf der Vergütung auf dem dritt letzten Element vorne. :oops:

Clear skies,
- Martin
 
Sorry, ich glaube wir reden hier aneinander vorbei oder ich verstehe nicht ganz was das eigentliche Thema ist. Ich habe das Rubinar nicht zerlegt sondern meine Hand dorthin gehalten, wo sonst der Spalt bzw. der Sensor der Kamera ist. Durch den Spalt fällt mir wenig Licht. 10my lassen da nicht viel Leistung passieren. Daher mache ich mir um den Sensor der Kamera keinerlei Sorgen, der ist ja noch hinter den Kollminator, dem Gitter und dem Objektiv. Der Spalt soll keinen Schaden nehmen, daher soll es dort nicht zu heiß werden. Das Gehäuse ist aus ASA gedruckt. Mehr als 50°C wären da schlecht. Deshalb der Test mit der Hand. Das Bild des Objektivs wird ja auf den Spalt fokussiert, da soll es nicht zu heiß werden und das ist auch nicht der Fall.

Bei einem Herschelkeil wird die Energie ja erst ganz am Ende ausgeleitet. Bei meinem ND Filter wird schon ganz vorne 'gebrenst', noch bevor irgendetwas konvergiert.

Viele Grüße
Michael
 
Sorry, ich glaube wir reden hier aneinander vorbei oder ich verstehe nicht ganz was das eigentliche Thema ist. Ich habe das Rubinar nicht zerlegt sondern meine Hand dorthin gehalten, wo sonst der Spalt bzw. der Sensor der Kamera ist.
und da ist der Sekundärfokus, der Primärfokus ist da, wo der Hauptspiegel ohne Fangspiegel das Licht bündeln würde.

LG
Olli
 
Hallo!

Nachdem ich mit Refraktoren irgendwie auf keinen grünen Zweig kam (zumindest bei geringen finanziellen Einsatz) und auch die 500/f5,6 Russentonne nur wenig besser war, habe ich es mal mit einem Tipp probiert, den Acuter Maksy zu testen. Mit etwas über 100€ sicherlich die günstigste Alternative und so wurde bestellt und ein Adapter gedruckt. Das ganze ist dann sehr leicht und klein, der Mak erstaunlich scharf und mit einem ND4 Filter von Hoya vor der Öffnung konnte ich es dann gestern tatsächlich (bei nicht idealen Bedingungen) mal kurz testen. Die Wolkenlücke hat so gerade für eine Aufnahme gereicht. Da die Brennweite von 750mm es nicht mehr zulässt die Sonne als ganzes auf den Spalt zu bekommen wurde je fünf Scans zu einem Bild kombiniert. Und was soll ich sagen, bisher war es das beste, dass ich mit dem Sol'ex im nahen UV zustande gebracht habe :

Sonne Ca_smal.jpg

Es bedarf sicherlich noch etwas Übung und Optimierung der Parameter, aber der Weg erscheint mir vielversprechend.

Viele Grüße
Michael
 
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