TS 140/910 Triplet für visuelle Beobachtungen – lohnt sich das?

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Es stimmt ?
Ehrlich gesagt überzeugt mich der 6-Zoll-Refraktor am wenigsten. Das einzige, was es auszeichnet, ist der relativ niedrige Preis im Vergleich zu den größeren 160 mm + Refraktoren, die
sind wegen der Vergrößerung der Blende unverhältnismäßig teurer. Wenn der Preis nicht wäre, würde ich 140 F/7 bevorzugen oder direkt auf 180 mm F/7 umsteigen

Grüße, Zbigniew
Also ich liebe ja CinaApos… ;) das liegt daran, dass ich schon vor 45 Jahren in Astrokatalogen (Lichtenknecker) geblättert habe und von großen Fernrohren träumte, z.B.. 70mm/1000mm FH. Kostete damals mit Montierung und MttenzweyOkluaren 4000DM, also wert heute 6000€…
Aus China kostet heute sowas 600€, als Halbapo. Ein Halbapo 150mm f15:oops:lag damals bei ca. 25000€. Dank der chinesischen Entwicklung kann sich nun der Amateur einen 150mm Ed Doublett ab 2500€ leisten und einen 12“ Dobson ab 900€… eine tolle Entwicklung für uns kleinen Amateure.

Aber oberhalb von 6“ APO wird es nicht nur teuer für das Fernrohr, sondern auch für die Montierung, eigentlich nur noch stationär zu gebrauchen.
Ganz ehrlich, ich bin eigentlich ein Refraktorfan, aber ab dieser Größenordnung würde ich auf Spiegelteleskope setzten.

Ich habe einen 6“ APO und einen 12“ Dobson von GSO, etwas optimiert. Dieser 12“ Dobson für 900€ schlägt meinen 6“ LZOS in jeder Diszinplin am Himmel deutlich.

Ich muss aber zugeben, trotzdem mehr mit den Refraktoren zu beobachten… ;-)
 
"Aber oberhalb von 6“ APO wird es nicht nur teuer für das Fernrohr, sondern auch für die Montierung, eigentlich nur noch stationär zu gebrauchen"

das kann man so pauschal nicht sagen.
Kommt auf das Gewicht an, alles bis um die 15kg-17kg denke ich ist transportabel.
 
Also ich liebe ja CinaApos… ;) das liegt daran, dass ich schon vor 45 Jahren in Astrokatalogen (Lichtenknecker) geblättert habe und von großen Fernrohren träumte, z.B.. 70mm/1000mm FH. Kostete damals mit Montierung und MttenzweyOkluaren 4000DM, also wert heute 6000€…
Aus China kostet heute sowas 600€, als Halbapo. Ein Halbapo 150mm f15:oops:lag damals bei ca. 25000€. Dank der chinesischen Entwicklung kann sich nun der Amateur einen 150mm Ed Doublett ab 2500€ leisten und einen 12“ Dobson ab 900€… eine tolle Entwicklung für uns kleinen Amateure.

Aber oberhalb von 6“ APO wird es nicht nur teuer für das Fernrohr, sondern auch für die Montierung, eigentlich nur noch stationär zu gebrauchen.
Ganz ehrlich, ich bin eigentlich ein Refraktorfan, aber ab dieser Größenordnung würde ich auf Spiegelteleskope setzten.

Ich habe einen 6“ APO und einen 12“ Dobson von GSO, etwas optimiert. Dieser 12“ Dobson für 900€ schlägt meinen 6“ LZOS in jeder Diszinplin am Himmel deutlich.

Ich muss aber zugeben, trotzdem mehr mit den Refraktoren zu beobachten… ;-)
Ich hatte ein GSO 12 Zoll und ein 7 Zoll Intes MN-71. Ich habe auch durch ein Meade SN 10 Zoll geschaut. Ich würde innerhalb von 10 Zoll bleiben. Wenn der 180-mm-Refraktor in der Nähe wäre, brauche ich nichts anderes.
Ein Freund von mir hat einen 26-Zoll-Newton und ich habe ihn mir ein paar Mal angesehen. Im Fall des DSO hat mich außer den Details von M42, wie sie auf den Bildern aussahen, nichts anderes fasziniert. Umso überraschter war ich, die Planeten Mars und Jupiter in 300-facher Vergrößerung zu sehen. Sehen war nicht mehr erlaubt. Sehr scharfe Details, aber zu viel Helligkeit. Ich hatte damals eine TS 125/975 neben mir und bei ca. 180x war das Bild wolkig. Ich verstehe es bis heute nicht. Ich habe immer gelesen, dass die Sicht durch größere Teleskope eingeschränkt ist und umgekehrt.
Über dieses Erlebnis hinaus bevorzuge ich jedoch die Abbildung aus dem Refraktor oder Fernglas.

Grüße, Zbigniew
 
Hallo Zbigniew,
das die Chinesen so einen APO hinbekommen und das in guter bis sehr guter Qualität, daran habe ich gar keinen Zweifel.
Denk nur mal an alle jetzigen APOs welche aus China kommen die haben zum Teil Strehls von 0.95-0.98.
Die Serienstreuung ist zwar auch höher, dass darf man auch nicht verschweigen, so kann man auch mal einen mit Strehl 0.90 erwischen, oder vielleicht nicht so gut zentriert, die Tendenz zeigt jedoch klar nach oben.
Daher würde ich einen Tester deines Vertrauens suchen und das Rückgaberecht mit dem Händler vereinbaren, Händler wollen ja verkaufen.
Wie das in Polen ist weiß ich nicht, es gilt ja auch das EU-Recht, von daher sehe ich keine Probleme.
Mit dem 7" APO ist es wie vor 10-15 Jahren mit all den 3-6" APOs, da glaubte auch keiner an die China APOs und es wurde nur nach Haaren in der Suppe gesucht und heute sind sie zur Normalität geworden.
Der China 7" APO ist Realität geworden und das passt eben nicht jedem, ist auch verständlich.
LG
 
Daher würde ich einen Tester deines Vertrauens suchen und das Rückgaberecht mit dem Händler vereinbaren, Händler wollen ja verkaufen.
Wie das in Polen ist weiß ich nicht, es gilt ja auch das EU-Recht, von daher sehe ich keine Probleme.
In Polen gibt es leider keinen Shop, der die Überprüfung und Einstellung der Optiken anbietet, wie es Teleskop Spezialisten tut. Der größte Refraktor, den ich persönlich sehen konnte, ist der William Optics 156mm Fluorostar. TS- und Takahashi-Refraktoren sind käuflich zu erwerben, werden jedoch alle auf Bestellung gefertigt. Da sie nicht auf Lager sind, handelt es sich eher um einen unumkehrbaren Kauf, bei dem Sie sich Ihrer Wahl zu 100 % sicher sein müssen.

Grüße, Zbigniew
 
Hallo,

Wenn ich zwischen dem APM 140/980-Dublett und dem TS 140/910-Triplett wählen wollte, welches der beiden wäre optisch besser?

Grüße, Zbigniew
 
Ich glaube wir drehen uns so langsam im Kreis und haben bald alle Fernrohre durch... ;-)

Jetzt musst Du wohl langsam alleine eine Entscheidung treffen. Wir sind gespannt...:)
 
Die sogenannte Analyse-Paralyse
 
Du hast weiter oben einen TOA 130 erwähnt. Der wäre nahezu perfekt, ohne Zweifel und "schlaflose Nächte".
Einzige zwei Nachteile: 1. teuer; 2. stabile Montierung erforderlich.
 
Hallo zusammen,
hier ist der APM 140 f/7 beschrieben.
Demnach ist der irgendwo bei Polystrehl +/- 0.90.
Interessant ist der Hinweis zur Beschichtung, um den violetten Farbraum zu unterdrücken.
LG
 
Interessant ist der Hinweis zur Beschichtung, um den violetten Farbraum zu unterdrücken.
da steht etwas weiter unten auch etwas zum "TS 125mm f7,8 apo puzzle"

Zitat:

In all, unless the TS Photoline uses some off-chart, custom lanthanum glass - which would be expensive - it is likely that it employs similar selective absorption coating as the one described under #10. The end result is a well performing telescope, and it is what matters.

Zitat Ende

Also: custom lanthanum glas oder Violettfilter-Beschichtung, das ist hier die Frage...

Einige Beispiele weiter wird auch der 120 Evostar beschrieben jetzt versuche ich erst mal die Eigenarten der verschiedenen Designs zu begreifen...

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,
abschneiden statt korrigieren ist eben auch eine Möglichkeit.
Interessant wären mal Transmissionskurfen solcher Objektive zu sehen, dass sieht vielleicht aus wie bei Filter?
Auch würde mich der Hochvergrößerungsbereich solcher APOs interessieren, wie es da farblich aussieht?
LG
 
Der Farbfehler zeigt sich manchmal nicht unbedingt durch farbige Ränder an harten Kontrastkanten.
Bei APOs mit einem etwas geringeren Polystrehl kann man gelegentlich im Hochvergrößerungsbereich beobachten, dass das Bild nicht mehr so weiß wirkt und die Farben quasi zu einem einheits braun oder gelb verwaschen.
Das hatte ich zum Anlass genommen mir mal die Krater in der Gegend der Apollo11 Landestelle mit dem 125 f7,8 SD Apo anzuschauen: Collins und Aldrin waren bei dem herrschenden Sonnenstand und leichtem Seeing nur als Pünktchen sichtbar, Amstrong war bereits als Krater zu erkennen. Am deutlichsten bei 108x (9mm Nagler T1) und kaum anders im 7mm Pentax XL (139x). Im 6,7mm Meade UWA 4000 (145x) war das Bild etwas "wärmer" dürfte auch an der nicht so guten Transmission im blauen beim alten UWA liegen. Interessant: im 5mm XL (195x) und im 4,8mm T1 (203x) war der Kontrast etwa gleich wie im 6,7mm UWA. Bei Gelegenheit werde ich das wiederholen und mal schauen wie weit sich die Vergrößerung hoch treiben läßt. Allerdings habe ich keinen Vollapo zum Vergleichen, ist also subjektiv ungenau... ;)

Ein Farblängsfehler durch Farbsäume war nicht sichtbar aber atmosphhärische Dispersion und auch die laterale Farbe der Okulare einwandfrei zu erkennen.

Viele Grüße Felix
 
Mit "Hausmitteln", also ohne optische Bank und Interferometrie, ist immer noch der Sterntest nach Suiter mit einem 4mm Abbe Ortho an Wega das Mittel der Wahl...
Jup, noch aussagekräftiger wirds in kombination mit einem Ronchisterntest, gern mit RGB Filtern.
So ein Ronchi offenbart zusammen mit dem klassischen Sterntest sehr präzise, welcher Fehler in welcher Zone vorhanden ist, und zeigt auch gut Farblängsfehler und Gaußfehler an.

LG
Olli
 
Hatte dort mal etwas dazu geschrieben wie ein Stern im 125 SD Apo aussieht war aber nicht Wega sondern ein schwächerer möglichst weiß wirkender. Mir persönlich reicht das so ein Ronchi und RGB Filter habe ich nicht _affeaugen:

Viele Grüße Felix
 
Hallo,

Ich bin gestern von der Astronomie-Rallye zurückgekommen.
Den größten Eindruck hinterließ bei mir der Refraktor-Apo LZOS 175/1400. Brillante Bilder von Planeten und Sternhaufen. Auf dem zweiten Platz neben dem LZOS 175 landete das Newton 250 mm F/7 mit handgefertigter Optik. Ähnliche Details zu Jupiter und Saturn, obwohl die Schicht auf dem Spiegel 15 Jahre alt ist und etwas Staub gesammelt hat. An dritter Stelle würde ich TOA 130 geben. Sehr scharfe und detaillierte Bilder, aber bei hohen Vergrößerungen mangelt es an Helligkeit. Bei einem Durchmesser von 130 mm handelt es sich um einen schweren Refraktor.
Zusammenfassend würde ich den Apo 180 F/7 bevorzugen. Immer noch tragbar, aber für mein Budget zu teuer.
Wahrscheinlich werde ich mich für den leichten Apo-TSA-120-Refraktor und die Newton-Konstruktion mit 10-12 Zoll F/7-8 in einem leichten Gehäuse mit handgefertigter Optik entscheiden.

Grüße, Zbigniew
 
Hallo Zbigniew,
F/7-8 am Newton macht man heute eigentlich nicht mehr, dass macht nur den Tubus unnötig lang, bringt evtl. Probleme bei der Einblickposition und ist thermisch evtl. schlechter zu kontrollieren.

Auch braucht es keine so kleine Obstruktion, alles unter 20% ist vom Obstruktionslosen Teleskop bei sehr guter Spiegelqualität so oder so nicht zu unterscheiden.
Zumal man ab f/5 ebenfalls unter 20% kommen kann wenn man das will.

Ich habe das selbst mehrere Jahre getestet, die Thermik spielt eine viel größere Rolle als die Obstruktion.
Auch hat man heute eine viel größere Auswahl von Zubehör welches mit der Koma von schnellen Newton zurechtkommt.
Maximal f/6 und das auch nur bis 10".
LG
 
Hallo Zbigniew,
F/7-8 am Newton macht man heute eigentlich nicht mehr, dass macht nur den Tubus unnötig lang, bringt evtl. Probleme bei der Einblickposition und ist thermisch evtl. schlechter zu kontrollieren.

Auch braucht es keine so kleine Obstruktion, alles unter 20% ist vom Obstruktionslosen Teleskop bei sehr guter Spiegelqualität so oder so nicht zu unterscheiden.
Zumal man ab f/5 ebenfalls unter 20% kommen kann wenn man das will.

Ich habe das selbst mehrere Jahre getestet, die Thermik spielt eine viel größere Rolle als die Obstruktion.
Auch hat man heute eine viel größere Auswahl von Zubehör welches mit der Koma von schnellen Newton zurechtkommt.
Maximal f/6 und das auch nur bis 10".
LG
Gibt es größere technische Schwierigkeiten beim Bau eines Newton 12 Zoll F/6?

Grüße, Zbigniew
 
12" f/6 gibt es glaube ich nicht Serienmäßig, es wäre quasi eine Sonderanfertigung.
Ich kenne f/5,3 von OrionUK der hatte ein FS mit 54mm also 18% Obstruktion.
Der machte ein sehr gutes Bild.

Das Problem entsteht vielleicht durch die Nachführung?

Bei einer EQ-Plattform baut diese nochmals 10-15cm höher und durch die Drehung steht der OAZ übertrieben gesagt einmal Richtung Zenit, also nochmal höher, oder zum Boden, was zu Hals Verrenkungen führen kann und mit Bino zu Problemen beim Einblick.
Auch das drüber beugen über den Tubus kann sehr anstrengend werden, weil man das Teleskop nicht berühren darf, sonst wackelt das Bild.

Paralaktisch würde ich Visuell auch nicht empfehlen was min. eine EQ-6 eher eine EQ-8 wäre, da würde mich persönlich einmal der Preis, sowie Auf- und Abbau ausbremsen, auch das Einblickverhalten lässt zu wünschen übrig, da bräuchte man dann Rotationsrohrschellen.

Bleibt noch Servocat, oder Skywatcher synscan goto Rockerbox.

Bei 1800mm Brennweite muss man entweder etwas größer gewachsen sein oder man braucht einen Tritt oder Leiter.
LG
 
12" f/6 gibt es glaube ich nicht Serienmäßig, es wäre quasi eine Sonderanfertigung.
Ich kenne f/5,3 von OrionUK der hatte ein FS mit 54mm also 18% Obstruktion.
Der machte ein sehr gutes Bild.

Das Problem entsteht vielleicht durch die Nachführung?

Bei einer EQ-Plattform baut diese nochmals 10-15cm höher und durch die Drehung steht der OAZ übertrieben gesagt einmal Richtung Zenit, also nochmal höher, oder zum Boden, was zu Hals Verrenkungen führen kann und mit Bino zu Problemen beim Einblick.
Auch das drüber beugen über den Tubus kann sehr anstrengend werden, weil man das Teleskop nicht berühren darf, sonst wackelt das Bild.

Paralaktisch würde ich Visuell auch nicht empfehlen was min. eine EQ-6 eher eine EQ-8 wäre, da würde mich persönlich einmal der Preis, sowie Auf- und Abbau ausbremsen, auch das Einblickverhalten lässt zu wünschen übrig, da bräuchte man dann Rotationsrohrschellen.

Bleibt noch Servocat, oder Skywatcher synscan goto Rockerbox.

Bei 1800mm Brennweite muss man entweder etwas größer gewachsen sein oder man braucht einen Tritt oder Leiter.
LG
Der Newton 250/1750 hatte ein 170 cm langes Rohr und es war recht angenehm, ihn im Stehen zu beobachten. Bei 190 cm musste ich mich nicht viel bücken.
Schlimmer noch, wenn man sich hinsetzt

Grüße, Zbigniew
 
Ich habe vergessen hinzuzufügen, dass der Newton 250 F/7 ein redundantes Kohlefaserrohr mit einem Durchmesser von 350 mm hatte, sodass vom Rand des Spiegels bis zur Rohrebene ein Abstand von 50 mm bestand, um den Einfluss von Wärme zu reduzieren Luft im Spiegelbereich. Wenn ich mich recht erinnere, wurde eine dreiarmige Spinne mit Fangspiegel und einem Hindernis von 17 % verwendet. Bei sehr guten Bedingungen lag Newton trotz leichtem Staub auf dem Spiegel nahe bei LZOS 175 und die Effizienz der Beschichtungen wurde vom Eigentümer auf etwa 80 % geschätzt, da sie vor mehreren Jahren aufgetragen wurden


Grüße, Zbigniew
 
sodass vom Rand des Spiegels bis zur Rohrebene ein Abstand von 50 mm bestand, um den Einfluss von Wärme zu reduzieren Luft im Spiegelbereich
Ein größerer Tubus allein bringt noch nicht viel, er ermöglicht lediglich der Kaltluft, welche von oben in den Tubus absinkt, sich nicht so stark mit der Warmluft des Hauptspiegels zu vermischen.
Im "Idealfall" entstehen dadurch weniger Tubusseeing Bewegungen.

Das Hauptproblem, der zu warme Hauptspiegel, die "Wärmebatterie" ist damit leider nicht gelöst.
Der Hauptspiegel bildet nach wie vor eine Grenzschicht aus und erzeugt so vor sich eine Luftlinse und Tubusseeing.

Diese warme Luftlinse hat einen anderen Brechungsindex als die Kaltluft im Tubus, dadurch wird die Wellenfront quasi versetzt weggebrochen noch bevor sie den Spiegel trifft.
Durch das Reflexionsgesetz (Winkelvedopplung) wird die Wellenfront dann versetzt und zerknittert zum Fangspiegel reflektiert.

Hier mal ein Foto der Grenzschicht.

Solange solche fetten Luftschlangen im Sterntest zu sehen sind, ist der Spiegel nicht angepasst und das Teleskop kann sein Potenzial nicht zeigen.

Ich vermute mal das der Newton keine Lüfter hatte?
LG
 
Ein größerer Tubus allein bringt noch nicht viel, er ermöglicht lediglich der Kaltluft, welche von oben in den Tubus absinkt, sich nicht so stark mit der Warmluft des Hauptspiegels zu vermischen.
Im "Idealfall" entstehen dadurch weniger Tubusseeing Bewegungen.

Das Hauptproblem, der zu warme Hauptspiegel, die "Wärmebatterie" ist damit leider nicht gelöst.
Der Hauptspiegel bildet nach wie vor eine Grenzschicht aus und erzeugt so vor sich eine Luftlinse und Tubusseeing.

Diese warme Luftlinse hat einen anderen Brechungsindex als die Kaltluft im Tubus, dadurch wird die Wellenfront quasi versetzt weggebrochen noch bevor sie den Spiegel trifft.
Durch das Reflexionsgesetz (Winkelvedopplung) wird die Wellenfront dann versetzt und zerknittert zum Fangspiegel reflektiert.

Hier mal ein Foto der Grenzschicht.

Solange solche fetten Luftschlangen im Sterntest zu sehen sind, ist der Spiegel nicht angepasst und das Teleskop kann sein Potenzial nicht zeigen.

Ich vermute mal das der Newton keine Lüfter hatte?
LG
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung der thermischen Phänomene im Inneren.
Wird die offene Gitterstruktur ohne festes Rohr und die Verwendung von Quarzglas im Hauptspiegel anstelle von FLOAT ein Fortschritt bei der Reduzierung thermischer Barrieren sein?
Das Interesse am Newton 250 war größer als am Mewlon 210. Newton lieferte bessere Bilder und war stabiler als Mewlon, was aufgrund seiner geringeren Größe und kürzeren Bauweise sehr seltsam ist.


Grüße, Zbigniew
 
Wird die offene Gitterstruktur ohne festes Rohr und die Verwendung von Quarzglas im Hauptspiegel anstelle von FLOAT ein Fortschritt bei der Reduzierung thermischer Barrieren sein?
Die Gittertuben haben wie alles auf dieser Welt ihre Vor- und Nachteile.
Ich habe schon Gittertuben gesehen, da wanderte der Laserpunkt beim Schwenken richtig Horizont um fast 2cm aus der Mitte.

Oder beim Einsatz von schwerem Zubehör rutschte der Tubus durch usw.
Auch braucht man eine Streulicht und Seeing Abschirmung (Socke), sonst gelangt die Körperwärme und die Atemluft in den Strahlengang und man hat wieder Seeingprobleme.

Gittertuben müssen also mechanisch gut gebaut sein, einmal für die Justage und sie müssen für die Socke, Taukappe und Binokular gebaut bzw. austariert sein, damit sie das Gleichgewicht halten können und gleichzeitig leichtgängig bleiben.

Hier ein Video wie sich exemplarisch die Ausatmung bei offener Bauweise auswirken kann.

Der Vorteil von Gittertuben ist, dass man sehr große Öffnungen besser transportieren kann.
Da muss jeder selbst abwägen was für ihn das Sinnvollste ist, bis 12" sehe ich beim Volltubus keine Probleme.

Das Spiegelträgermaterial hat im Amateurbereich für die gängigen Öffnungen von 8-24" keine so große Bedeutung.
Es macht im Falle von Quarz und Zerodur die Spiegel erstmal deutlich teurer.
Und es bietet in erster Linie gewisse Eigenschaften für den Herstellungsprozess.

Floatglas wird heute eigentlich nicht mehr verwendet, außer vielleicht im Anfänger Bereich.
Ich kenne jedenfalls keinen Hobbyschleifer der das Risiko eingeht und Monate seines Lebens verschwendet nur um festzustellen das der Spiegel Astigmatismatisch geworden ist weil das Glas nicht getempert wurde.

Optische Gläser oder Glaskeramik haben bestimmte technische Eigenschaften, sie sind meist getempert und haben dadurch weniger bis keine inneren Spannungen.
Auch dehnen sich Optische Gläser wie BK7, Pyrex weniger aus, Glaskeramik wie Zerodur garnicht, was bestimmte Vorteile beim Herstellungsprozess bietet.
Quarz und Zerodur haben auch eine größere Härte als z.B. Floatglas.
Auch hier bieten die Glashersteller unterschiedliche Qualitätsstufen an.

Vieles davon spielt quasi nur eine Rolle für den Hersteller und dessen Fertigungsprozess, am Ende kann man Strehl 0.99 sowohl in einen Pyrex als auch in einen Zerodur oder Quarz Spiegelträger polieren.

Der Unterschied liegt dann nur darin das der Zerodurträger diese Strehl 0.99 immer hat, während der Pyrex durch einen Kälteschock etwas Über- oder Uterkorretur zeigen kann und vielleicht dann nur Strehl 0.94 zu Beginn der Beobachtung zeigt.

Das Trägermaterial hat jedoch keinen Einfluss auf die Grenzschichtbildung, hier spielt allein die erwärmte Masse die Hauptrolle!
Was Bedeutet, auch ein Zerodur oder Quarz Spiegel bildet eine Grenzschicht aus.

Weil die Grenzschicht und das Tubusseeing denn Strehl deutlich stärker herunter drücken als eine leichte Über- oder Uterkorretur, spielt das Trägermaterial für uns quasi keine große Rolle.
Allenfalls für die Fotografie um weniger nach fokussieren zu müssen.

Daher ist es leider ein Irrtum zu glauben, dass man mit Quarz oder Zerodur keine thermischen Probleme mehr hat.
LG
 
Die Gittertuben haben wie alles auf dieser Welt ihre Vor- und Nachteile.
Ich habe schon Gittertuben gesehen, da wanderte der Laserpunkt beim Schwenken richtig Horizont um fast 2cm aus der Mitte.

Oder beim Einsatz von schwerem Zubehör rutschte der Tubus durch usw.
Auch braucht man eine Streulicht und Seeing Abschirmung (Socke), sonst gelangt die Körperwärme und die Atemluft in den Strahlengang und man hat wieder Seeingprobleme.

Gittertuben müssen also mechanisch gut gebaut sein, einmal für die Justage und sie müssen für die Socke, Taukappe und Binokular gebaut bzw. austariert sein, damit sie das Gleichgewicht halten können und gleichzeitig leichtgängig bleiben.

Hier ein Video wie sich exemplarisch die Ausatmung bei offener Bauweise auswirken kann.

Der Vorteil von Gittertuben ist, dass man sehr große Öffnungen besser transportieren kann.
Da muss jeder selbst abwägen was für ihn das Sinnvollste ist, bis 12" sehe ich beim Volltubus keine Probleme.

Das Spiegelträgermaterial hat im Amateurbereich für die gängigen Öffnungen von 8-24" keine so große Bedeutung.
Es macht im Falle von Quarz und Zerodur die Spiegel erstmal deutlich teurer.
Und es bietet in erster Linie gewisse Eigenschaften für den Herstellungsprozess.

Floatglas wird heute eigentlich nicht mehr verwendet, außer vielleicht im Anfänger Bereich.
Ich kenne jedenfalls keinen Hobbyschleifer der das Risiko eingeht und Monate seines Lebens verschwendet nur um festzustellen das der Spiegel Astigmatismatisch geworden ist weil das Glas nicht getempert wurde.

Optische Gläser oder Glaskeramik haben bestimmte technische Eigenschaften, sie sind meist getempert und haben dadurch weniger bis keine inneren Spannungen.
Auch dehnen sich Optische Gläser wie BK7, Pyrex weniger aus, Glaskeramik wie Zerodur garnicht, was bestimmte Vorteile beim Herstellungsprozess bietet.
Quarz und Zerodur haben auch eine größere Härte als z.B. Floatglas.
Auch hier bieten die Glashersteller unterschiedliche Qualitätsstufen an.

Vieles davon spielt quasi nur eine Rolle für den Hersteller und dessen Fertigungsprozess, am Ende kann man Strehl 0.99 sowohl in einen Pyrex als auch in einen Zerodur oder Quarz Spiegelträger polieren.

Der Unterschied liegt dann nur darin das der Zerodurträger diese Strehl 0.99 immer hat, während der Pyrex durch einen Kälteschock etwas Über- oder Uterkorretur zeigen kann und vielleicht dann nur Strehl 0.94 zu Beginn der Beobachtung zeigt.

Das Trägermaterial hat jedoch keinen Einfluss auf die Grenzschichtbildung, hier spielt allein die erwärmte Masse die Hauptrolle!
Was Bedeutet, auch ein Zerodur oder Quarz Spiegel bildet eine Grenzschicht aus.

Weil die Grenzschicht und das Tubusseeing denn Strehl deutlich stärker herunter drücken als eine leichte Über- oder Uterkorretur, spielt das Trägermaterial für uns quasi keine große Rolle.
Allenfalls für die Fotografie um weniger nach fokussieren zu müssen.

Daher ist es leider ein Irrtum zu glauben, dass man mit Quarz oder Zerodur keine thermischen Probleme mehr hat.
LG
Vielleicht wäre ein über der Spiegeloberfläche montierter Ventilator in der Lage, die Luftblase auszublasen und die Luft im Rohr zu vermischen?

Grüße, Zbigniew
 
Daher ist es leider ein Irrtum zu glauben, dass man mit Quarz oder Zerodur keine thermischen Probleme mehr hat
Du hast die Fakten zu den Spiegelsubstraten sehr schön beschrieben!
Ich habe einen 16-Zöller aus BK7 gehabt, der einen ziemlich guten Spiegel hatte aber aufgrund der Dicke von ca. 43mm ist er dieser Form ständig nachgelaufen und hat sie nur im konstant temperierten Keller erreicht. Für mich macht BK7 nur für kleine Spiegel Sinn und mir kommt sowas nicht mehr ins Haus. Daher hat mein 12er einen Quarzspiegel bekommen der, zusammen mit einer saugenden Lüftung und rückseitig (bis auf den Lüfter) abgeschlossenen Tubus, bei nicht zu großer Temperaturdifferenz praktisch sofort einsatzbereit ist.
Die relative Fokusstabilität ist ein schöner Nebeneffekt aber Dank Motorfokus heute nicht mehr so wichtig wie früher.
Beste Grüße,
Burkhard
 
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