TS 25x100 vs. Spektiv 22-67x100

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Sonst liest man oft, dass es bis zu einer AP von etwa 4mm sinnvoll ist, Filter zu verwenden. Das wäre bei einem 80er dann 20-fache Vergrößerung, was realistisch (und auch mit 1,25“ Okularen) erreichbar ist.

Hallo Sebastian, hallo Dieter,

meiner Erfahrung nach hängt das v.a. davon ab, WELCHE Filter man verwendet: Verwende ich an meinem 127/1500 Maksutow (bekanntlich nicht das lichtstärkste Gerät) etwa den mäßig schmalbandigen UHC-Filter von Castell (den ich sehr empfehlen kann), so kann ich am Orion-Nebel noch ziemlich hoch mit Gewinn vergrößern. Auf die AP brauche ich da nicht sonderlich zu achten, wobei klar ist, dass es irgendwann zu dunkel wird und der Kontrast ohne Filter ähnlich gut oder besser wird - in diesem Übergangsbereich könnte man auch Breitband-Deep Sky-Filter versuchen.

Nehme ich hingegen den harten UHC- oder mehr schon O III-(?) ähnlichen Orion Ultrablock (filtert auch Rot komplett weg), so bin ich tatsächlich auf die Minimalvergrößerung festgelegt, die ich mit einem 40mm-Okular in 1,25'' noch erreichen kann. Ähnliches wird für die O III-Filter gelten, zumal für die härtesten Varianten. V.a. mit den letztgenannten wird man unter den besagten 4mm AP wohl tatsächlich wenig Erfolg haben (u.a. deshalb besitze ich gar keinen).

Fazit: 20-fach ist für viele Objekte, so eben auch den Orionnebel, noch etwas wenig Vergrößerung. Mit einem nicht zu schmalbandigen Filter kann man jedoch auch mit einem 80mm-Refraktor deutlich höher vergrößern: 40-50-fach, mit Breitband-Filter oder ohne auch mehr.

Viele Grüße,
Herbert
 
Hallo Herbert,

danke für die Tipps. Meine Überlegungen gehen jetzt in Richtung kleinem ED (70-80mm Öffnung), der Farbreiner ist. Ich möchte nämlich auch noch Landsachaftsbeobachtungen machen. Da gibt es ja auch genug Auswahl um einen ins Grübeln zu bringen, welchen man sich zulegen soll...

Filter kommen dann später wohl dazu, wenn ich etwas Erfahrung mit der neuen Optik habe.
 
Hallo Dieter,

gerne! 80mm Öffnung halte ich schon für hilfreich. Ohne Not würde ich mich nicht auf 70mm beschränken, wenn man auch etwas Deep Sky-Beobachtungen betreiben möchte.

Viele Grüße,
Herbert
 
Ja das glaub ich Dir.

Ich wundere mich immer, wenn davon berichtet wird, dass mit so nem kleinen ED Sachen gesehen werden, die sonst eigentlich mit größeren Teleskopen gesehen werden. Liegt das an den qualitativ besseren Gläsern, die einfach mehr Licht durchlassen, oder ist das eher Einbildung/Wunschdenken?
 
Sehen und sehen... Ich sehe mit (2x) 71mm sehr viele Objekte am Nachthimmel, wobei es aber eben oft beim Erkennen bleibt. Einen Kugelsternhaufen in Einzelsterne aufzulösen ist mir z.B. noch nicht gelungen. Dennoch ist der Spaß beim Beobachten groß und nicht selten wundere ich mich, wie wenig mehr andere Beobachter in ihren deutlich größeren Teeskopen zu sehen scheinen.

Ich glaube, man kann als Einsteiger auch mit kleiner Öffnung lange Spaß haben. Und so ein 70-80er kann später immer noch als Weitfeldgerat seine Aufgaben behalten, wenn man auf was Größeres umsteigt.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Ja das denke ich auch. Beim 120/600er Startravel reizt halt die Öffnung zu den kleineren ED`s. Kompromisse muss man halt immer eingehen, aber ich denke mit nem 70-80er ED komme ich meinen Vorstellungen wohl am ehesten Nahe.
 
Hi Diba
wenn ich Deine Anforderungen in all den Beiträgen lese möchte ich Dir, spätestens wegen der Landschaftsbeobachtung dazu raten 2 Teleskope zu kaufen.
Für die Landschaft wäre ein Refraktor mit Amiciprisma, quasi das Pendant zu einem Spektiv, em ehesten geeignet. Je nachdem was Du beobachten willst, ist die Frage was kann das vorhandene 15x70 Fernglas nicht am Tag? Was vermißt Du?
Andererseits lese ich von heller Terasse, einfachem Aufbau mehr sehen wollen im Bereich Deepsky und das Thema Farbfehler. Nun ein 120/600 hat Farbe und wäre damit für mich für die Landschaft außen vor und am Himmel eigentlich nur bei kleinen Vergrößerungen ggf. denkbar. Mit dem 15x70 solltest Du aber schon einen gefühlten Eindruck von ca 100 mm Öffnung monokular haben. Da bringen 120 mm mit Farbfehler keinen großen Mehrwert, weswegen kleinere EDs im Rennen sind. Die kleinen EDs sind i.S. Kontrast sehr gut, insbesondere als FPL 53 Doublet mit moderatem f/ und so auch fast vollkommen farbfrei. Aber fernglasgroße Felder wie es die Naturbeobachtung durchaus fordert, bekommt man kaum hin. Der 72/432 Fotoline geht hier noch, aber für DS auf der subobtimalen Terasse ist das zu wenig Öffnung. Ein Kreislauf..
Für die Natur, so ein Fernglas nicht reichen sollte, wäre ein kleines Spektiv oder ein 72/432 Apo daher eine Möglichkeit. Für Deepsky, würde ich lieber 6" f/5 z.B. als Skywatcher PDS w/ 2" OAZ nehmen und als Montierung eine Skytee. In der Summe bist Du dann noch unter dem Limit von 1000 und hast m.E. mit der Kombo Deine Forderungen besser abgedeckt. Vllt eine Idee für Dich
CS
 
Hi Antares,

danke für deine Ratschläge:)

Mit dem Fernglas bin ich sehr zufrieden, nur wünschte ich mir dann doch mal auch mehr Vergrößerung. Deshalb halte ich mittlerweile, einen kleinen ED zum Einstieg als die für mich Eierlegene Wollmichsau;)

Vorteile: Klein, Kompakt, schnell Aufgebaut, kurze Auskühlzeit, kaum Farbe, höhere Vergrößung noch möglich, schnelles Spechteln möglich, in der Nacht und am Tage benutzbar.

Nachteil: Deep Sky nur begrenzt möglich wegen der kleinen Öffnung

Ich möchte ihn nur Visuell benutzen, habe nicht viel Platz zu Hause und weiß das ich irgendwo Abstriche machen muss. Deswegen denke ich, dass ein 80er ED zum Einstieg für mich das Beste ist. Ein Mak bietet mir wahrscheinlich ein zu kleines Gesichtsfeld und ich möchte schon diesen Spacewalk Effekt haben. Mit einem Newton und Dobson kann ich mich im Moment noch nicht anfreunden.

Montierung soll auf jeden Fall eine Azimutale werden. Dachte an die AZ 4 von Skywatcher, bin da aber für Vorschläge im Rahmen meines Budget (um 1000€ für alles) offen. Okulare brauch ich ja auch noch...
 
Deshalb halte ich mittlerweile, einen kleinen ED zum Einstieg als die für mich Eierlegene Wollmichsau
Hi
wenn Dir klar ist, dass der kleine ED bei Übersichtsvergrößerungen ggf. sogar weniger wie das Fernglas zeigt - binokular sehen die meisten mehr - kann man das machen. Man begrenzt den ED dann aber auf hohe Vergrößerungen, die er aber aufgrund der geringen Lichtmenge kaum ausspielen kann, konkret heißt das, dass Mond und Planeten zur Opposition gewinnbringend im Bereich von max. ca. 100-130 fach bei einem 80iger machbar sind.
Ich glaube, nochmal Vergleichsbeobachtungen machen, ist ein guter Rat für Dich ;)
CS
 
Vielen Dank für die ganzen Ratschläge hier. Auch wenn man hinterher gar nicht mehr weiß wo einem der Kopf stehto_O;)

Immerhin weiß ich das es ein Refraktor auf ner Azimutalen Montierung werden wird. Und wahrscheinlich noch einer, an den ich vorher gar nicht gedacht habe;):)

Nee im Ernst, werde alles Für und Wider gegeneinander abwägen und dann schau ich mal was dabei herauskommt:cool:
 
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