..??..TS halbiert Skywatcher-Preise..??.

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Dass Qualität und deren Sicherung viel kostet, ist mir klar.

Hier geht´s ja nicht um Angebote einzelner Produkte.

Ich kapiere noch immer nicht, wie es möglich ist, die Produktreihe eines Herstellers plötzlich um bis zu 50% (!!!) senken zu können...bei gleichen Kosten für den Händler.

Da muß die Spanne ja völlig weg sein, oder ? Was ist dann der Sinn einer solchen Aktion ??

Franz
 
Hallo Felix!

Ich kann dir in allem nur Recht geben. Absolut meine Meinung!

Cls

JohanneZ

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Epsilon 160 f/3,3
G8 Montierung
ST-10XE
 
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Hallo Franz,

Markus Ludes schrieb etwas von 3% bis 7% "Gewinnspanne",die eigentlich keinen Gewinn mehr möglich macht...
Er schrieb auch "aber man muß ja dabeibleiben"...
Als letztes"Es ist und bleibt ein Teufelskreis....."
Das alles bringt es so ziemlich auf den Punkt! Was dabei auf Dauer herumkommt? Discounter ohne qualifizierte Beratung, die mit dem saublöden Spruch "Geiz ist geil" glauben "Werbung" machen zu können/müssen.
Ob sich das jemals wieder ändert??? ich sach mal "gute Besserung!"

Viele Grüße (und leider nix mit CS im Tal...)Felix

P.S.:JohanneZ, fast schon schade ausgerechnet in diesem Punkt Zustimmung zu bekommen,aber scheint nicht nur mir auf den Geist zu gehen....
 
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Hallo,

das Argument, eine Prüfung aller Teleskope sei zu teuer, ist nur eine Seite der Medaille.

Auf der anderen Seite (der Medaille) versprechen die Händler Eigenschaften, die nur ein bestimmter Prozentsatz der Ware tatsächlich erfüllt. Der Kunde hat aber Anspruch darauf, das zu bekommen was beworben wird.

In der Realität bedeutet das, dass zumindest ein Teil der Händler in Kauf nimmt, den Kunden teilweise schlechte Ware zu liefern, in der Gewissheit, dass ein großer Teil ohnehin nicht in der Lage ist, aus eigener Kraft Beweise für die Nichteinhaltung der Eigenschaften zu liefern.

Wie nennt man so was gleich wieder...???

... etwas überspitzt dargestellt, aber sicher nicht ganz falsch!

Gruß Klaus
 
Hallo Franz,

Ich kapiere noch immer nicht, wie es möglich ist, die Produktreihe eines Herstellers plötzlich um bis zu 50% (!!!) senken zu können...bei gleichen Kosten für den Händler.

na dann mal nachgedacht, ein entsprechend großer Händler mit vielen Produkten und einer entsprechenden Mischkalkulation setzt bestimmte Artikel auf EK oder ganz in die Nähe davon,

1. vieleicht ist er so kundenfreundlich und möchte nur Gutes tun

oder

2. Mitbewerber mit kleinerer Produktpalette oder mit Hauptstandbein in der Produktpalette klein zu halten oder oder komplett weg zu drücken um eigene Marktanteile zu sichern

vieleicht gibt es auch noch weitere Gründe, mir fällt nur keiner mehr ein
 
Hallo Klaus,

du bringst ein Punkt auf den ich etwas näher eingehen möchte.

Es gab mal ne Zeit da wurde Synta durch die Fa. Bresser eingeführt. Damals gab es stabile Preise, wir Händler hatten unsere 20 bis 25% Marge und mit Bresser im Rücken eine Firma die Bediehnungsanleitungen mit lieferte und die sofort einen auch für Händler kostenlosen Austausch in die Wege leitete, wenn ich als Händler anrief und sagte, dieser Fraunhofer hat Achs-Koma oder Asti. Damals machte die Sache noch spaß.

dann wurde Bresser ersetzt , es gab keine Bediehnunganleitungen mehr, keinen Service, keine kostenlose Reperaturen oder Ersatzteile und blos keine Reklamationen, sonst gab es ganz einfach keine Ware mehr.
Nun ich mußte mir anhören ich bin der einzige der Reklamiert und stellte tatsächlich fest, das die Kundschaft gar nicht wusste auf was ich achtete und jegliche fehlerhafte Teleskope kaufte und auch hier auf Astronomie über alles lobte.
Mir ging der Glauben verloren, also was tun, so wie die Ware reingeht rausschicken , wie es alle tun , oder diese Produktpalette aus dem Program streichen ?

Nun da ja fast alle Kunden hochzufrieden waren, fiel die Antwort einfach aus, weitermachen, Teleskope mit zu kleinen Blenden, mit Koma, mit Asti verkaufenm wie alle , und glaub es oder nicht, es gab fast nie ne Reklamation.

Vor 10 Jahren war es fast unmöglich sowas im Markt zu Plazieren , heute ist es normal , heute gehen Apos mit miesester Optik aber tollem Tubusdesign an den Mann und einen Tag später liest man Lobeshymnes vom Kunden auf den Foren.

Also ehrlicch , wer Qualitätskontrolle will und dafür bezahlt bekommt Sie, die große Mehrheit will den günstigsten Preis und sonst nichts.

Richtig , China wird in gewissen Bereichen besser, aber es gibt sie immer noch, die F/5 Refraktoren mit 2" Auszügen und zu langen Auszugrohr und zu engen Innenblenden und sie werden noch immer gekauft und noch immer gelobt.

Was soll man sagen oder tun ? Kopf in den Sand stecken und Job an den Nagel hängen, weil man nicht dahinter steht , oder weitermachen und Kunden beliefern die einem oftmals noch in Foren Danken, das man ihnen fehlerhafte Ware verkauft hat ?

Die fettten Tage sind vorbei, auch Händler sind froh noch etwas Umsatz zu machen , naja wartet mal ab das wird noch richtig spannend :-)

das war das Wort zum Mittwoch , und bitte , stürtzt euch nicht wieder auf mich, nur weil ich mal die Klappe aufmache und ein wenig Wahrheit rauslasse.

dankeschön :-)
 
Hallo Wolfi, Markus und alle anderen,

erstmal vielen Dank für die offenen Worte in bezug auf das Qualitätsbewusstesein der Kundschaft und die heute möglichen Gewinnspannen.

Wenn es sich denn so verhält wie geschildert, dann ist die Forderung nach überprüfbaren allgemeinen Mindeststandards wohl wirklich unrealistisch. Das sollte aber niemanden daran hindern, für einzelne Geräte Prüfzertifikate anzubieten. Dies beträfe natürlich vor allem die obere Mittelklasse, sagen wir Marken wie William, TAL oder Orion UK; bei den billigen Herstellern lohnt es sich nicht, und bei den ganz teuren sollte es überflüssig sein.

Was die Qualität einer Marke oder eines Modells per se angeht, kann man sich ja bestens im Internet orientieren, dafür bräuchte es keine Optiktests. Aber da (außer vielleicht bei einigen Edelmarken) die Serienstreuung bzw. mangelhafte Qualitätskontrolle des Herstellers jeden Kunden treffen kann, wäre es doch sehr zu wünschen, daß grundsätzlich ein individueller Optiktest gegen Aufpreis zu bekommen ist. Vielleicht könnte man die Kosten ja sogar noch etwas aus dem Massengeschäft subventionieren.

Ich hätte jedenfalls kein Problem damit, z.B. für ein Tausend-Euro-Gerät sechzig oder achzig draufzulegen, wenn ich dafür ein aussagekräftiges Prüfzeugnis bekäme. Das dürfte von mir aus auch gerne vom Händler selbst kommen, sofern der nicht anderweitig als unseriös aufgefallen ist.

Jopari
 
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hallo alle,

danke für diese Zeilen, Markus, ich denke das spiegelt das sehr gur die Händlersituation und Zwickmühle wieder.

Die Prüfung durch den Händler ist wie ich meine nicht besonders sinnvoll:

1. wenn man schon das Produkt anzweifelt, dann ist ein Händlertest auch nicht zweifelsfrei.

2. was macht der Händler wenn er feststellt ein Produkt ist nicht optimal? Soll er den Skywatcher nach China zurückschicken? Das ist im Preis gar nicht drinnen, ausserdem wird er von den Chinesen ausgelacht. Soll er dem Kunden das Zertifikat schicken samt Vermerk "ist nicht so dolle"? Soll er es einem anderen Kunden, der unwissender ist, verkaufen? Das ist für beide eine Zumutung. Bleibt also nur die Mülltonne.

Diese Marktsituation, die ja auch aud anderen Branchen bekannt ist - ich sag mal PC-Hardware - ist durch den enormen Preisdruck entstanden. Da sind wir selber schuld dran. Der Markt ist nicht moralisch, und er regelt sich nicht selbst.

Trotzdem, es war noch nie möglich annehmbare Qualität zu so einem Preis zu bekommen. Nur sollte man informiert sein, wie man eine komplette Gurke erkennt. Nicht immer einfach (siehe zB Sven Wiensteins "Gurkenproblem" - wo isser eigentlich abgeblieben?).

lg Tommy
 
Hallo Markus,

danke für Deine offene Antwort, vielleicht bin ich zu idealistisch veranlagt - oder ich gehe zu sehr von meinen eigenen Vorstellungen aus und sehe nicht, was die meisten anderen wollen.

Grüße Klaus
 
Hallo Tommy,
eine optionale Händlerprüfung ist dennoch sinnvoll: es gehört schon ein gehöriges Maß an krimineller Energie dazu, einen Test zu fälschen - vorher nimmt man als Händler wohl einfach ein anderes Gerät aus dem Lager, in der Hoffnung, ein besseres Einzelstück zu erwischen. Die Absicht, Gurken zu verschicken, möchte ich auch keinem Händler unterstellen - es handelt sich eher um eine unbewusste Tat, da ja niemand das Gurken-Teleskop getestet hat, das ausgerechnet z.B. an mich verschickt wird.

Warum ist der Himmel heute abend eigentlich schon wieder bewölkt?

Gruß Klaus
 
Die wirklichen Kosten für einen echten Test kann man ja kalkulieren und mitteilen, nur verabschiedet euch davon für 60 bis 80 Euro einen test zu bekommen, mit dem Ihr Hausieren gehen könnt. Dafür bekommt Ihr Tests von Amateuren die jenachdem durchaus ordentlich durchgeführt sein könnten.

ich bin ganz einfach der Meinung , jeder vernünftige Händler sollte einen künstlichen Stern besitzen und dazu entweder eine entsprechende Wegstrecke oder Kollimator und dem Kunden bei Abholung die bBegutachtung anbieten zusammen mit dem Buch Startesting oder der Software Aberrator, damit kann jedem kunden gezeigt werden was er bekommt, sofern der Verkäufer selbst was davon versteht. Viele verstehen leider nichts davon, damit gibt es ein neues Problem.

Eine echte Firma die sich für soolche Fälle anbietet, wie damals Pleiger kann davon aber nicht leben, also ???

Nochwas : meiner persönlichen Meinung nach gehört Skywatcher zu den besseren Chinesen, die waren es die es als erste fertigbrachten mit dem 80 und 100 ED konstant gute Qualität mit perfekter Zentierung zu Liefern, noch immer Hut ab davor.

dann nochwas, ganz egal was ihr denkt, aber W.O. gehört optisch leider noch immer nur in die zweite Klasse , nur ganz wenige seiner Modelle sind optisch durchschnittlich ok.

 
Guten Morgen,

führt euch doch mal die Diksussionen zum Theme "Welches Instrument soll ich kaufen" vor Augen. Mehr als 200€ darf es nicht kosten, und man will damit fotografieren. Ein Händler muss - ob er will oder nicht - einen solchen Markt bedienen.

Ein erfahrener Sternfreund, der ein hochwertiges Instrument kauft, hat selbst genügend Möglichkeiten, zumindest schwere Fehler zu erkennen. Und wenn es mit dem Sterntest ist. Händler und Astronom kennen sich in der Regel, es wird nicht um die letzten 50€ gefeilscht, und das Geschäft läuft ganz anders ab. Also wird auch dieser Markt vernünftig bedient.

Letzten Endes bekommen wir (die Käufer) das, was wir wollen. Das was vom Markt verlangt wird, bietet dieser an. Mit einer kleinen Verzögerung vielleicht.

Wir haben das Rückgaberecht nach Fernabsatzgesetz. Jeder Anfänger kann sein neues Instrument zu einer Sternwarte tragen und dort umsonst eine Bewertung auf mittlerem Niveau erhalten. Das reicht eigentlich. Wer Sy*** und Ta*** kauft, bekommt definitiv keine Oberklasse.
 
Hallo,

einige Dinge im Astromarkt sind schon "verwunderlich".
Fangen wir mal damit an, das einfachstes Zubehör wie kleine Adapter, Schrauben und Hülsen und solcher Kram zu Preisen verkauft werden die nicht nachvollziehbar sind. Aber beim Obi um die Ecke kosten 5 Schrauben M5 x 30 auch 2,50 !!
Am übelsten stoßen mir immer Preise für Gegengewichte auf ! Diese Preise sind einfach lächerlich.

Jetzt lassen wir mal das Niedrigpreisegment außen vor und betrachten den Durchschnittlichen Hobbyastronomen der relativ gut weiß was er möchte. Und da möchte ich gerne Uwe massiv widersprechen. Wir Käufer bekommen nicht was wir wollen. Wenn dem so wäre gäbe es kaum das Selbstbauboard und die tausenden von immer gleichen Fragen und Problemen.
Reflexionen, Tuben zu eng, Spiegelzellen Müll , Wackelklemmen und Schellen, keine wirksamen Lüfter und und und .....

Die Lösungen der Probleme sind jedem klar und teilweise einfach umzusetzen. Nur die Händler scheinen es nicht zu sehen oder können die Hersteller nicht zwingen diese Dinge abzustellen.
Von Refraktoren habe ich keine Ahnung. Schauen wir mal den klassichen Newton an, den man von der Stange kaufen kann.

Da werden Geräte zur Astrofotografie verkauft oder tauglich erklärt, die es nicht sind.
Immer das Gleiche. Auszug Schrott, zu schwer, wabbelige Tuben die sich schon unter der Last einer DSLR verbiegen. Fangspiegelspinnen oder OAZ's, die gelinde gesagt als "lustig" zu bezeichnen sind werden verkauft, aber nicht für das taugen was wir brauchen und bezahlen würden.
Viele Selbstbauer machen es doch vor und zeigen was wir brauchen.
Wer einen guten Newton zur Fotografie haben will muss den selbst bauen oder optimieren. Oft mit nur geringem Aufwand !
Warum werden keine bezahlbaren Newtons mit steifem Tubus und ordentlicher Fangspiegelspinne gebaut. Ich erwarte keinen Carbontubus für 100 €, aber es gibt auch andere Materialien die deutlich billiger wären und tausend mals besser als Alu sind. Vor einiger Zeit wurden solche Geräte angekündigt und ich war sehr gespannt drauf weil ich auch eine haben wollte. Als ich dann die Preise sah war für mich sofort klar, daß ist zu teuer.
Aber wo sind den die Dinge die wir brauchen ? Z.B. einen bezahlbaren Koma Korrektor für Digitale Fotografie.

Ich bin der Meinung wir bekommen nicht was wir brauchen und wollen.

Grüße

Richard
 
Hallo,

von einigen Händlern wurde hier richtiges geschrieben, das ich unterstützen und nachvollziehen kann:
- Da werden Preise gemacht, um die Mitbewerber vom Markt zu drängen.
- Bei bestimmten Preisen darf es keine Beratung mehr geben, das widerspricht den Gesetzen des Marktes.

Ich vergleiche das mal mit Juwelieren:
Der eine geht in den Laden, in dem das Schaufenster vollgerammelt ist mit Ramschware, nicht Gold, sondern vergoldet. - Macht aber auch was her, zumindest optisch.
Der andere geht zu einem "echten" Juwelier, karges Sortiment, aber Marken, die man möchte. Voll in Gold und echt teuer. Vielleicht nicht einmal so hübsch wie beim Mitbewerber. Aber nette und freundliche Bedienung und eine ordentliche Garantie, die der Ware entspricht. Und nicht so viele Kunden im Laden, die immer das gleiche sagen: da und dort gibt`s das aber billiger...
- Weil eine Rolex oder Patek Phillippe in Hamburg genausoviel kostet wie in Paris oder München. Da achten die Hersteller darauf mit Argusaugen. Wer ausschert ist weg aus dem Verkauf.

Also liegt`s an den Herstellern, denen solch ruinösen Geschäftstaktiken gleichgültig sind. Es ist ihnen egal, wann wer pleite geht.
Und daher führe ich solche Marken erst garnicht.

CS
Winfried
 
hallo Winfried,

gewisse Astro-Hersteller achten sogar sehr darauf, dass man in EU das Doppelte zahlt wie in US. Es rattern ja auch nicht die Preise für TMB und Tak runter.

Einfache Leute wie ich freuen sich aber, jetzt auch eine Armbanduhr zu besitzen zu können die tickt und halbwegs was anzeigt... Die Zeit ist ja dieselbe.

nix für ungut, Tommy
 
Berberich!

Du haust aber ganz schön auf die Tonne mit Deinem seit knapp zwei Wochen bestehenden Nebenerwerb als ICS-Filialist. Daß Du kein Skywatcher anbietest bzw. anbieten wirst, ist nach Deinen Bemerkungen der letzten anderthalb Jahre über der Marke und Deinen Anfeindungen ggü. den entsprechenden Händlern in den A.de-Foren sowieso sonnenklar. Also, was soll der Kommentar hier?
Es geht um die Skywatcher-Preisgestaltung, und nicht darum, wo dabei die Edelmarken und Mitbewerber abbleiben. Die sind nämlich außenvor.

Geh zurück in den Astrotreff und zieh da Deine Show ab, danke!
 
Ich persönlich würde z.B. öfter mal ein Gerät aus dem Billigsegment (Skywatcher und Co.) kaufen - für mich selbst, aber auch z.B. zum Geburtstag oder Weihnachten an einen Interessierten verschenken - wenn ich wüsste, dass das Gerät in Ordnung ist und eine gute Abbildung hat. Da man aber hier mehr oder weniger die Katze im Sack kauft und ich auch keine Lust habe, die Geräte zig mal umzutauschen, lasse ich es ganz sein.

Ich finde, zumindest ein einfacher Sterntest (von einem Fachmann!) müsste sein - auch für ein 100,- Gerät. Wie man diesen Aufwand finanziell berücksichtigt, kann ich nicht sagen.

Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

eine künstlichen Stern bekommt man für weniger als EUR 100. Ich habe für mich die Konsequenz aus der ganzen Misere gezogen und mir selbst so einen gekauft. Zusammen mit dem Buch von Harold Suiter kann man sich damit selbst helfen und zumindest grobe Fehler finden.

Grüße Klaus
 
hallo Michael,

einen künstlichen Stern braucht man nicht zu kaufen, den kann man sich selbst basteln: Eine weisse LED Lampe in eine Schachtel legen, mit einer Nadel ein Loch reinmachen und ein Okular 5cm davorlegen (zb ein 24mm Hyperion). Das Lichtpünktchen aus ca 8m Entfernung mit dem Refraktor betrachtet, ist wie ein künstlicher Stern. Je weiter das Okular von der Schachtel weg ist, desto feiner wird es.

Diese Methode ist nicht geeignet SCTs und ähnliches zu testen, weil die ein unendlich entferntes Pünktchen brauchen. Sonst hagelts sphärische Aberration.

lg Tommy
 
Hi allerseits,

es wurde ja schon erwähnt:
Eigentlich hat die entsprechende Qualitätskontrolle beim Hersteller ("Zusammenschrauber") zu erfolgen, so dass nur Teile in die Läden kommen, die einer mehr oder weniger engen Toleranzbreite ("Streuung") entsprechen.

Früher hatte fast jedes Teil (ich rede mal von anderen Branchen, bin ja noch Astro-Frischling) seinen Generalimporteur, der wiederum dem Hersteller gegenüber doch einen gewissen Einfluss geltend machen konnte, alleine wegen der Grösse der Chargen, die er orderte. Mir sind aus anderen Branchen Fälle bekannt, wo eine ganze Schiffsladung wieder gen Osten ging, nachdem eine erste Auslieferung an die Händler und dann an die Kunden prompt schon nach wenigen Tagen zum "Rückläufer" wurde.

Heute sieht das auch in anderen Branchen ganz anders aus ... es werden so gut wie keine Generalimporteure "auserkoren" sondern die (etwas grösseren) Händler - dank weltweitem eBusinnes und verbesserter Logistik - direkt beliefert:
Teile und herrsche!

Der einzelne Händler hat dem Hersteller gegenüber so gut wie keinen Einfluss mehr ... im Gegenteil würde ich mal sagen: die Hersteller haben immensen Einfluss auf die Händler und dem, was sie ihnen "gönnen".

Mein Fazit: Es braucht eigentlich keinen "Ladentest" oder "08/15-Zertifizierung" durch den Verkäufer wenn schon an der "Quelle" auf entsprechende Qualität geachtet wird ... selbst bei sog. "Ramschware" - auch dort kann man best. Toleranzen einhalten, so dass erst gar keine echten "Gurken" in Umlauf geraten.

Anstatt dass die Händler sich hier gegenseitig "zerpflücken" , sollten sie sich lieber zusammenschliessen, und dort, wo sie es für notwendig erkennen, so geballten Druck auf die Hersteller ausüben. Aber ob bei den Händlern (noch) soviel Solidarität zusammenzukriegen ist, dass sie als Verbund/Verband "auftreten", wage ich nach den "Vorkommnissen" und "Auftritten" der letzten Wochen und Monate arg bezweifeln ...
 
Also ich verstehe die Welt nicht mehr!!!

Einerseits werden da Preise um 50% reduziert ohne mit der Wimper zu zucken (und mir kann keiner erzählen, dass die Händler jetzt drauflegen) und zusätzlich gibt ein bekannter deutscher Händler weiter oben offen zu, das wissentlich Schrott an die Kunden verkauft wird, weil es ja eh keiner merkt und der Händler das Zeug ja beim Hersteller nicht reklamieren kann.

Also irgendwo hört doch Alles auf! Sind wir jetzt jahrelang in beiden Punkten (überzogene Preise und miese Qualität) über den Tisch gezogen worden???

Also ich für meinen Teil habe hiermit beschlossen, in nächster Zeit keinen Cent mehr in irgendwelches Astroequipment zu stecken. Ich bin für meine Bedürfnisse zufrieden ausgestattet und werde mir die weitere Entwicklung dieser Situation in Ruhe ansehen.

Gute Nacht!

Carsten

 
Hallo Markus,

ich hatte zumindest nicht erwartet, dass echte Gurken als einwandfreie Ware auf den Markt gebracht und dann gehofft wird, dass niemand etwas merkt.

Auch wenn alle das machen (was ich nicht bezweifle) und du es nun zugegeben hast (was ich auch anerkenne), ist es dem unerfahrenen Kunden gegenüber trotzdem unfair.

Und wenn sowas im Kleinen (Skywatcher) anfängt, wer weiß, ob diese Methode nicht auch bei anderen Produkten angewendet wird??!!

Viele Grüße

Carsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Was wird einem denn überhaupt zugesichert? Wird z.B. bei allen Skywatcher-Geräten eine beugungsbegrenzte Abbildung zugesichert? Wüsste ehrlich gesagt nicht, wo das steht. D.h. dann aber, dass man im Prinzip hier alles verkaufen kann, wo man irgendwie durchgucken kann.

Nehmen wir z.B. die neuen Billgautos aus China: Zumindest auf das Crashverhalten bezogen, sind hier einige Fahrzeuge auf dem Stand von vor 10 Jahren oder gar noch davor, d.h für heutige Verhältnisse Schrott. Oder z.B. Audioartikel für wenig Geld (habe gerade noch ein CD/Kassettenradio für 25,- in der Hand gehabt). Den Klirrfaktor möchte ich hier mal lieber nicht wissen...

Aber als was will man "Schrott" definieren?

Man könnte höchstens bemängeln, dass eine zugesicherte Qualität nicht eingehalten wird. Aber was wird denn im Billigsegment überhaupt zugesichert?

Grüße
Michael
 
Hallo Carsten,

es wird immer toller. Ich lese hier nur noch amüsiert mit. Erst Krieg der Sterne, dann Krieg der Händler.

Was kommt danach?

Baader hat mal früher Ruskin zitiert, so im Wortlaut, wer nicht genug Geld ausgibt, erhält schlechte Ware. Wenn er sie 2x kauft, weil die Qualität nicht genügt, hätte er auch einmal was richtiges kaufen können.

- Und genau das ist meine Meinung zu Skywatcher, auch wenn es ein "Winnie" nicht mehr hören mag, genausowenig, wie ich seine Kommentare lesen mag.

CS
Winfried
 
hallo Winfried,

das Verhältnis ist etwas anders: für einen 4" TMB bekomme ich 10 Skywatcher derselben Grösse, und immerhin 4 Astro-Professional ED's.

Deine unterschwellig gebrachte Annahme, wer mehr zahlt bekommt auch kein dejustiertes Objektiv, ist nicht richtig. Man muss nicht Baaders Gebietsschutz-Apothekerpreise zahlen um etwas brauchbares zu bekommen.

Wer den Apothekerpreis zahlt ist nur zu faul sich zu informieren.

lg Tommy
 
Hi,

Winfried, kennst du wirklich keine Menschen die mit ihren Skywatchergeräten auf Jahre hinaus glücklich sind und sich keineswegs nach wenigen Wochen oder Monaten für dumm verkauft fühlen und ein neues Gerät kaufen?

Ich kenne sehr viele solcher Leute, schreibt es mangelnder Erfahrung zu (was bei einigen mit Sicherheit nicht zutrifft!) aber es ist wohl eine ungerechtfertigte Verallgemeinerung wenn du die Marke Skywatcher mit Schrott der ohnehin schnellstmöglich ersetzt wird bezeichnest. An Diskussionen zu Preisen und dem Vergleich mit höherwertigen Geräten kann und will ich mich nicht beteiligen aber die Kirche sollte im Dorf bleiben, die Streuung mag immens sein (ich hörte von einem Gerät > 200€ OTA von dem es nahezu ausgeschlossen ist ein gutes Exemplar zu bekommen) aber an vollständigen Schrott mag ich durch viele erfahrene Sternfreunde die mit ihren SKW zufrieden sind, sowie meine Blicke durch solche, sowie Fotos die durch diese Geräte entstanden sind nicht glauben...

(Ich bin mit Herrn Skywatcher weder verwandt noch verschwägert) :/

Grüße Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ganz so hart habe ich es auch nicht gemeint.

Ich selbst habe auch schon geschrieben, daß jemand, der mit diesem Hobby anfängt, mit einem 150/1200 sicherlich glücklich ist und damit Dinge sieht, die er sich zuvor nicht einmal vorgestellt hat. Man darf diese Geräte einfach nicht unterbewerten.

Trotzdem kostet auch ein Skywatcher Geld, und ansich nicht wenig. Jetzt mal nicht gleich mit einem Zeiss oder Takahashi verglichen, das sind zwei Welten.

Aber sowohl als Händler, als auch ganz speziell als Kunde darf ich erwarten, für mein teuer erspartes Geld einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten. Was teuer ist entscheidet das Einkommen. Das sieht bei einem Schüler/Studenten anders aus als bei einem Manager. Wenn am neuen Mercedes etwas defekt ist, dann ist das genauso schlecht wie beim russischen Billigauto. Ich kaufe etwas und das muß in Ordnung sein.

Manche Händler, gerade die bekannten aus der Bucht, bewerben aber ihre Billiggeräte als Super-Duba-Monster-professionelle Gerätschaften, die alles können. - Und stehen damit in der Pflicht ihrer Käufer. Gut, das sind keine reinen Astrohändler, aber DIE machen`s manchmal genauso!

Also keine reine Abwehr von Skywatcher, sondern eine Einforderung an den Hersteller, ordentliche geprüfte Ware zu liefern. Ansonsten kann man diese Geräte nicht mehr ruhigen Gewissens anbieten.

CS
Winfried

 
Hallo Winfried,

Zitat von Berberich:
Ansonsten kann man diese Geräte nicht mehr ruhigen Gewissens anbieten.
Da wird der Fritze jetzt aber schlecht schlafen ... :totlach2:
Für einen, der vor gerade drei Wochen oder so als Astro-Filialist eingestiegen ist, haust Du wirklich toll auf die Tonne - fast so gut wie der Neuhändler, der sich selbst zum größten Sky-Watcher-Verkäufer weit und breit erklärt: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr?

Gruß+cs,
Dietmar
(der mit seinen Skywotschern für deeen Preis in einem Hobby, das weder das einzige noch das teuerste ist, leidlich zufrieden ist - und die Preise waren schon bisher ab und zu extrem niedrig, je nachdem, was ein Händler so absetzen mußte. Außerdem: Sind die hier verteufelten Syntas nicht oft genug Einstiegsdrogen für einen sonst längst stagnierenden bis eingetrockneten "Hai-End"-Markt?)


P.S. @alle: In den USA habe ich gerade miterlebt, wie die US-typisch spritsaufenden Geländewagen wie Sauerbier mit einer "Sprit 2,99$/Gallone für drei Jahre"-Garantie angeboten werden - könnte man dieses tolle Vermarktungskonzept nicht irgendwie im Astromarkt analog umsetzen? ?) :cool:
 
Hallo,

der oben erwähnte John Ruskin war ein englischer Sozialreformer, lebte von 1819 bis 1908 und hat folgendes festgestellt:

"Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und ein wenig billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Wenn Sie dies tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres mehr zu bezahlen."

An dieser Feststellung ist sicherlich etwas wahres dran!

Grüße Klaus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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