Unterschiedliche Preise je nach verwendetem Gerät

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

[...Verzögerungen sind immer ärgerlich. Vor Allem, wenn es um Teleskope, Montierungen und Zubehöre geht, bei deren Beschaffung wir gern eine recht infantile Ungeduld an den Tag legen.
Und ich nehme mich da nicht aus...]

Ungeduldig bin ich gar nicht, es ist schlechtes Wetter, ich habe viele andere Dinge zu tun. :-)



[...Wir sind, was den Zugang zu den Waren, Verfügbarkeit und Lieferprocedere angeht, derart verwöhnt, dass wir vergessen, was von unserer Entscheidung bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir das, an was unser Herz gerade hängt, in den Händen halten, alles passieren muss...]

Das mag alles stimmen, aber letzten Endes ist das für den Kunden nicht relevant.
Das ist Sache des Händlers.


[...Wenn Du dann sagst: „10 Tage heißt 10 Tage, sonst war’s gelogen. Basta.“, dann machst Du Dir das in meinen Augen etwas zu einfach...]

Lass mich kurz überlegen.... nein, mache ich mir nicht.
Ich habe nur die Info, die der Händler mit gibt.
Die ist verbindlich, wenn ich den Kaufvertrag abschließe. :-) Sie zählt zu den Bedingungen, unter denen der Vertrag zustande kommt.
Wenn ich meinem Kunden sage, er bekommt die Bilder dann und dann, kann ich nicht bei Ablauf der Frist sagen: "Och, schaffe ich doch nicht, vielleicht in 4 Wochen."
Dann wäre ich pleite und hätte einen schlechten Ruf weg.
Ich kann mir sowas nicht leisten.



[...Abgesehen davon, dass es eigentlich immer heißt „voraussichtlich in x Tagen“ musst Du Dich immer fragen, wer diese Aussage macht....]

Nein, muss ich nicht, als Kunde schließe ich einen Kaufvertrag ab und kann verlangen, dass verbindliche Aussagen eingehalten werden.
Wenn da steht "1 - 2 Wochen" (und nicht "voraussichtlich", "vielleicht", "evtl.", "mindestens", "könnte sein") dann ist 1 Woche das Minimum und 2 Wochen sind das Maximum. Das ist sehr eindeutig.


[...Du bekommst diese Aussage von Deinem Händler...]

Hier liegt das Problem, ja.



[... Und der hat die Information wiederum von seinem Vorlieferanten. .....usw....]

Bestimmt ist das so.
Das ist für den Kunden aber genauso irrelevant und nicht nachvollziehbar wie die Frage, wer die Farbe für den Tubus produziert. ;-)
Der Kunde bezahlt für eine Leistungserbringung.



[...Wenn ich etwas liefern soll, das ich nicht habe, frage ich bei meinem Vorlieferanten die Lieferzeit an, und gebe diese Information dann an meinen Kunden weiter. Klappt das dann nicht pünktlich, weil mein Vorlieferant (oder irgend ein Anderer in der oft langen Wertschöpfungskette ) ein Problem hat, dann werde ich doch nicht automatisch zum Lügner, oder?...]

Doch.
Wenn Du etwas liefern sollst, was Du nicht hast, und auch nicht weißt, wann es kommt, oder von dem unsicher ist, wann es kommt, kannst Du nämlich GAR keine verbindlichen Lieferzeiten nennen. Dann musst Du schreiben: "Lieferzeit unbekannt."
Falls Du´s doch tust, machst Du eine Angabe wider besseren Wissens, und sagst damit bewusst die Unwahrheit, um von Deinem Kunden schon mal die Kohle abzuziehen, in der Hoffnung, dass der das Spiel möglichst lange mit sich machen lässt. :-)
Du weißt nicht, wann Du liefern kannst, nennst fiktive Daten und sackst die Kohle ein: Das ist unlauter.
Hi Dietmar!


[...Anders sieht das natürlich aus, wenn Liefertermine verbindlich zugesagt sind...]

Das waren sie in der Tat: "1 - 2 Wochen."
Dann muss nach 2 Wochen die Ware raus gehen, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Solange hat der Händler ja auch schon mein Geld.



[...Aber welcher Händler, der Ware aus China, USA oder sonst einem fernen Land bezieht, wird verbindliche Termine nennen, bevor die Ware auf dem Hof steht?
Ich kenn keinen...]

Ich könnte Dir einen nennen, der das immer wieder tut. ;-) ;-)

Es gibt aber einen sehr ehrlichen Händler, aus dem Großraum München, die sind "Spezialisten" auf ihrem Gebiet.
Der sagt auf der Homepage keinerlei Lieferzeiten zu.
Und wenn man anruft (und man erreicht immer jemanden), sagt er: "Wir können Ihnen nicht sagen, wann die Ware kommt, wir wissen es selbst nicht. Sie können gerne bestellen, aber wir können absolut Ihnen kein Lieferdatum nennen." Zitat von vor ein paar Tagen. :-)

DAS ist ehrlich, oder?
Ich finde das toll.
Dann bestelle ich und warte gerne, oder lass es eben. :-)
Aber es ist ein sehr fairer Umgang miteinander, da kann sich ein anderer 10 Scheiben von abschneiden. :-)


Und jetzt endlich mal CS! :-)

Viele Grüße
Thomas
 
Wir sind, was den Zugang zu den Waren, Verfügbarkeit und Lieferprocedere angeht, derart verwöhnt,

Dem muss ich - aber nur aus ideologisch-philosophischen Gründen - widersprechen. Da unsere Wirtschaftssysteme aus Produktions-Steigerung und Konkurrenzdruck bestehen, hat die Konsumgesellschaft die Unternehmen angehalten, immer schneller, besser, billiger etc. zu sein, ergo hat man uns seitens des Internet-Handels (oder sollte man sagen vor allem dank Amazon & Co?) die 14-Tage-Stornofrist und die schnellstmögliche, kostenlose Belieferung ("prime") in die Wiege gelegt.

Die Kaufhemmung sollte so möglichst umgangen und der Wille, zu einem Händler aus Fleisch und Blut zu gehen gebrochen werden. Ergo sind wir nicht verwöhnt, sondern das Marketing der Giganten hat uns darauf trainiert, möglichst nur mehr bei Ihnen zu kaufen, weil wir dann morgen die Ware samt Rückgaberecht vor der Tür stehen haben. :coffee:

Man hat uns m.E. also nicht verwöhnt, sondern versklavt. Weil wer heute - freiwillig - zu anderen ( als diesen angeblich optimalen und unschlagbaren) Bedingungen kaufen möchte, muss demnach einen an der Waffel haben - das ist die Botschaft dieses (erfolgreichen) Geschäftsmodells.

lg
Niki
 
Hallo,
der kurzen Einlassung von Niki ist kaum etwas hinzuzufügen. Lediglich, wenn ein gewisser Servicebedarf ins Spiel kommt haben lokale Händler noch wirksame Vorteile, die dem Kunden etwas Wert sind.
Kurze Lieferzeiten haben mal als tolle Verbesserung im Warenverkehr begonnen. Aber heute rechnen wir so fest mit einer kurzen Lieferfrist, dass wir uns darauf verlassen und in Stress geraten, wenn es doch mal länger dauert. "Versklavung" ist da sehr treffend.

Die Differenzierung nach verwendeten Endgeräten wird immer beliebter. Tatsächlich wüsste ich auch keinen Grund, warum das illegal sein sollte. Ein Händler darf von Kunde zu Kunde unterschiedliche Preise machen. Die Kunden dürften sogar direkt nebeneinander stehen. Ein Recht auf Preisgerechtigkeit oder -gleichheit gibt es nicht. Das nennt man "Abschöpfen der Konsumentenrente". Preise werden schon lange nach Region oder nach Gehalt gestaffelt. Wenn heute das Endgerät eine Rolle spielt ist das eben so. Wenn ich als Kunde das aber nicht gut finde, kann ich dem Händler das zeigen, indem ich häufiger woanders kaufe (was ich tun würde). Erfahrungsgemäß sind wir aber Schafe. Wenn der Preis beim fiesesten Händler auch nur einen Euro unter dem beim nettesten Typen der Welt liegt, gewinnt Ersterer. Wer mal bei Idealo gelistet war weiß, dass man nur von Platz 1 aus wirklich gut verkauft. Ab Platz 3 wirds finster.
Ebenso darf er natürlich Tagespreise machen (auch im Minutentakt). Warum nicht?

Wenn ein Händler angibt, das Gerät sei bis zu einem bestimmten Zeitpunkt lieferbar und das erweist sich als falsch, kann ich ihm als Kunde danach eine angemessene Frist setzen (man sagt so 2 Wochen sind fair). Liefert er dann auch nicht, kann man vom Kauf zurücktreten.

Gruß
Sebastian
 
Hey,
Abhilfe ist: lokal im Geschäft zu sagen "Ich will". Dann bestellt das Geschäft und ich hole ab. Kann ein Fotoladen sein, oder vll Saturn oder Mediamarkt.
In anderen Teilen der Welt, zB Neuseeland, gibt es weder Amazon, noch 24-h Lieferung. Das geht auch. Dann ist die nationale Auswahl eben klein und Import teuer und uU langwierig, sodass man das eher bleiben lässt. Das ist auch gut fürs Klima, für Rohstoff- und Wasser-Sparen, für den Artenschutz.

Peace
Silver
 
Nun, ich habe mal mit einem Freund einen der ersten, frühen Online-Shops in A eingerichtet, bevor Geizhals groß wurde. Bis dahin wurden im Geschäft Dinge wie ein A0-Plotter mit Traumspannen verkauft. Im Einkauf kostete ein bestimmtes Ding - sagen wir - damals umgerechnet etwa 7.000 Euro, bei etablierten Händlern im Verkauf etwa 13.000,-. Als wir das zu etwa 9.000,- anboten verkauften wir an einem Tag 3 Stück davon an Architekten. Seitdem sind die Spannen ins Bodenlose gesunken, teilweise lagen sie bei 0,7 Prozent, unter 0,5 nahm der Rechner den Artikel aus der Liste.

Zudem eröffneten Betrüger ihre neuen Geschäftszweige, Retouren wurden ins Regal gelegt und wieder ausgeliefert, bloß war statt einer Videokamera ein Haufen Metall drinnen, gut verpackt, um das akkurate Verkaufsgewicht zu simulieren. Verpackungen waren äußerlich stets unversehrt, die Profis arbeiteten mit Scheinadressen, kurzlebigen Konten, etc.

Nicht umsonst vernichten Amazon & Co Retouren im Milliardenwert, bevor sie Leute anstellen, die das Zeug öffnen und händisch alles kontrollieren, bis zu beigelegten Kleinteilen. Diese Vernichtung im zweistelligen Prozentbereich ist heute Usus und stört keinen mehr. Im Gegenteil. Wir lassen uns doch jeden Gac* zusenden, um ihn mal anzugucken, oder bestellen 3 Okulare, um 2 wieder zurückzusenden. Ist ja kein Problem.

Auch wenn wir den Planeten retten wollen und zur billigsten Tanke rollen, bei unseren eigenen Bedürfnissen sind uns Retouren nicht nur egal, wir protzen auch damit, dass wir uns alles ins Wohnzimmer zur Ansicht schicken lassen. Ein Dummkopf, der es heute anders macht, oder? Auch wenn das Zeug dann angetapst ist oder von einem Großlieferanten eingestampft wird... ist doch egal.

Diese ganzen Hintergrundprozesse dürfen wir nicht vergessen, wenn wir uns wundern, wie erfinderisch die Preisgestaltung heute geworden ist. Hier wird jede Chance auf Optimierung genutzt, und sei es im Cent-Bereich und mittels Rückgriff auf das anfragende Betriebssystem. Und trotzdem wie auch deshalb - glaubt mir! - werden nur einige wenige, riesige Unternehmen übrig bleiben. Alibaba und Amazon werden mit Drohnen-Netzen die Welt versorgen und dann, Leute, dann machen DIE die Preise. Denn Konkurrenz gibt es dann keine, und die Kohle landet sicher nicht bei den Herstellern, sondern verbleibt im System des Großverteilers.

Also Kopf hoch, es kommt noch viel dicker, als heute mit Geizhals und Engerät-Kontrolle. :coffee:

lg
Niki
 
Ich finde diese Masche, absichtlich zu viel zu bestellen und dann anschließend das meiste wieder zurück zu senden, unmöglich. Man überlegt doch vorher, was man gerne möchte, bestellt das und dann gibt es bis auf Beschädigungen keinen Grund, es zurück zu senden. Und wenn man sich nicht sicher ist, wie beispielsweise bei Kleidergrößen, dann kauft man es halt im Laden. Das finde ich eh schöner. Man kann in Ruhe schlendern, ausprobieren, nebeneinander halten und mit allen Sinnen begutachten.

Und wenn etwas partout nicht passt, finde ich die Möglichkeit zur Retour toll, mehr aber nicht. Mittlerweile muss man die Kosten für den Rückversand oft selber zahlen. Tja.... Warum nie!? Blöd aber, dass auch die darunter leiden, die ehrlich einkaufen und nur im Fall der Fälle etwas zurück senden.

Ich habe noch nie etwas zurück geschickt, weil ich nur das bestelle, was ich nach reichlicher Überlegung auch haben möchte. Einmal mussten fast Lampenschirme dran glauben. Die passten nicht auf meine Leuchten, was auch nirgends in der Beschreibung ersichtlich war. Da ich Leuchte und Schirme im gleichen Shop bestellte, ging ich davon aus, dass sie passen. Kurz vor der Retour hatte ich die Idee, die Löcher aufbohren zu lassen. Das hat mich zwar wieder Geld gekostet, aber dafür habe ich jetzt die Schirme, die mir gefallen (weswegen ich sie auch bestellt habe ;)).

Zugegebenermaßen habe ich auch schon bei Amazon bestellt, weil es dort Sachen gibt, die es sonst nirgends gibt. Ansonsten meide ich diesen Laden aber, gehe lieber lokal einkaufen oder bestelle sie und lasse mir die Waren ins Geschäft liefern zum Selbstabholen.

PS.:
Amazon ist nicht immer günstiger. Im Gegenteil. Warum sich diese Mär noch hält, ist mir unklar.
Und die Sachen, die billiger sind, sind eher.... naja.... billig halt. :)
 
Gerade im Astronomie Bereich. Ist die Auswahl bei Amazon nicht groß vorallem bei hochwertigen Produkten und oft teuerer. Hab noch nie eine Montierung,ein Teleskop, ein Okular... Bei Amazon gekauft.

Ganz anders zbsp. teleskop Express, die bieten für Personen, welche in einem Verein Mitglied sind auch noch Rabatte

Gruß Felix
 
Hallo zusammen,
damals (in den 60gern) großen Versandhäuser......hat mitunter 2, 3 Wochen gedauert
ja, Neckermann hat immer 3 Wochen gedauert.
Wer im August im Urlaub war und hat dann seinen Diafilm im Fotoladen abgegeben hat seine Dias nach 6 Wochen erhalten.
Das sind eben zwei Seiten der Medaille. Damals gab´s noch Preisbindung bei allen Waren und Kundenfeundlichkeit und -Service war im Handel selten. Noch vor 20 Jahren war es ein Akt der Gnade, wenn der Verkäufer von oben herab gesagt hat " wir können ihnen die Ware bestellen " ( gemeint war, kauf halt was wir dahaben )

Gruß Uwe
 
Ja, war so - kann mich erinnern, dass, als ich 1982 meinen ersten eigenen Telefonanschluss "beantragt" habe und ich mich erdreistete, nach nur 8 Wochen höflichst beim Fernmeldeamt erkundigt habe, wann das Ding denn geschaltet würde, ich zur Antwort bekommen habe "sie müssen eben warten, es dauert solange wie es dauert"
 
......das kann Dir heute noch ganz genau so passieren.....

CS

Dietmar
 
Ist das ernst gemeint?
Bei den vielen Anbietern?
 
Entschuldigt die Abweichung vom Thema, aber wenn ich die Beiträge hier so lese, muss ich an ein altes russisches Sprichwort denken:

Uns geht es eigentlich so mittel. Zwar schlechter als letztes Jahr, aber definitiv besser als nächstes.

Viele Grüße
Sebastian
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben