Martin_Raabe
Aktives Mitglied
Ergebnis aus Versuch 2
Hallo,
ich will euch mal wieder auf Stand bringen was die Getriebemanufaktur angeht.
Inzwischen sind die beiden Schneckengetriebe (RA und DEK) fertig. Oder besser gesagt, es ist je 1 Stk. aus der Kellerarbeit hervorgegangen (ob ich wirklich fertig bin... siehe unten).
So sieht das RA-Getriebe im eingebauten Zustand aus:
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/ramess1.jpg
Oben die Schneckenwelle, gelagert in Messing-Buchsen als Gleitlager, die in Alu-Lagerböcken eingeklebt sind. Am rechten Ende der Schneckenwelle sitzt ein kleines 50er Schneckenrad (Modul 0,5 von Mädler). Dieses wird über eine kleine Welle mit aufgeklebter Schnecke angetrieben. Diese Welle läuft beidseitig in Miniatur-Kugellagern. Ein kleiner Schrittmotor (aus einem Laptop-Drucker, evtl. doch zu schwächlich) treibt über eine 15/30er Zahnradkombination die Welle an.
Auf dem linken Ende der Schneckenwelle sitzt eine Wellenmutter, die zur Einstellung des axialen Spiels der Schneckenwelle dient. Der linke Lagerbock ist das Festlager, der rechte das (axiale) Loslager.
Unterhalb des Schneckenrades auf der Stundenachse ist ein Teil der Hebelplattenkupplung zu sehen, mit der später die Achse geklemmt wird (wo das "R" drauf ist).
Unterhalb des Rades lugt übrigens bereits eine Ecke der halbmond-förmigen Platine der späteren RA-Elektronik hervor.
In diesem Foto ist der Messaufbau dargestellt, mit dem ich den periodischen Fehler gemessen habe. Der bereits von früher bekannte Drehgeber (schwarzes Gehäuse) sitzt auf einer extern befestigten Linearführung, hat ein Reibrad, und wird von ein paar Gummis gegen den Umfang der Kupplungsscheibe gedrückt, und wird entsprechend bei Drehung der Achse mitgenommen.
Noch ein paar Details:
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/ravorg1.jpg
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/raworm1.jpg
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/raworm2.jpg
Das RA-Getriebe habe ich inzwischen auch eingeschliffen. Die gleiche Methode wie oben beim Kremp-Rad beschrieben (15u-Alox in Vaseline, 20 Umdrehungen mit Akkuschrauber-Unterstützung).
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/ralaepp1.jpg
Ziemlich gespannt war ich natürlich auf den periodischen Fehler, den das Teil jetzt produziert. Und der ist gar nicht mal so erfreulich:
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/pe_112.jpg
Die y-Achse ist in Drehgeber-Inkrementen skaliert. Man erkennt einen Pendelfehler mit ca. 5 Inkrementen Höhe, das entspricht 32,5 Bogensekunden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />
Freundlicher geschrieben immer noch +/-16".
Dieser Fehler sah vor dem Läppen exakt gleich aus, in Höhe und Verlauf. Obwohl das Läppen den gefühlten Schneckenlauf deutlich geschmeidiger gemacht hat, war der Einfluß auf den PE nicht erkennbar. Das kann eigentlich nur bedeuten dass der PE auf einen _axialen_ Pendelfehler der Schnecke zurückzuführen ist. Es scheint dass die Genauigkeit meiner Drehmaschine beim Gewindeschneiden dieses Problem verursacht hat!
Der Fehler von +/-16" entspricht einem Axialfehler des Gewindes von ca. +/- 6um.
Das Rad scheint ziemlich gut zu sein, nur die Schnecke nicht! Die 2. vorhandene Schnecke für DE zeigt übrigens exakt das Gleiche.
Der recht sinusähliche Verlauf des Fehler brachte mich auf die Idee einen Gegen-Sinus durch gezieltes radiales Versetzen des kleinen Vorgetriebe-Schneckenrades zu erzeugen. Dabei kommt folgendes raus:
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/pe_115.jpg
Der PE reduziert sich also auf ca. die Hälfte ( +/- 8,2"), verdoppelt aber seine Frequenz.
Jetzt ist natürlich Guter Rat teuer, wie ich weiter verfahren soll. Zur Auswahl stehen:
- versuchen die Schnecke mit höherer Präzision zu fertigen. Das würde bedeuten ich müsste an meine Drehe eine Kugelrollspindel dranbasteln, um das Gewinde genauer zu schneiden. Und diese Spindel qualitativ hochwertig an die Hauptspindel ankoppeln (Übersetzung 1:2). Eine solche Spindel hätte ich rumzuliegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
- versuchen den Fehler mit "PEC" zu erschlagen. Hier würde ich dann aber schon eine fest parametrierte Kurve in der Steuerung hinterlegen, die den Sinus wirklich gleichmäßig durchfährt. Für sinnvollen Betrieb wäre ein Nullpunktgeber auf der Schneckenwelle erforderlich. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />
- irgendwie mechanisch was tricksen? So wie mit dem versetzten Vorgetriebe...? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" />
- einfach mal so lassen und glücklich sein? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />
Was meint Ihr dazu? Habe gerade den Blues... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />
Viele Grüße
Martin
Hallo,
ich will euch mal wieder auf Stand bringen was die Getriebemanufaktur angeht.
Inzwischen sind die beiden Schneckengetriebe (RA und DEK) fertig. Oder besser gesagt, es ist je 1 Stk. aus der Kellerarbeit hervorgegangen (ob ich wirklich fertig bin... siehe unten).
So sieht das RA-Getriebe im eingebauten Zustand aus:
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/ramess1.jpg
Oben die Schneckenwelle, gelagert in Messing-Buchsen als Gleitlager, die in Alu-Lagerböcken eingeklebt sind. Am rechten Ende der Schneckenwelle sitzt ein kleines 50er Schneckenrad (Modul 0,5 von Mädler). Dieses wird über eine kleine Welle mit aufgeklebter Schnecke angetrieben. Diese Welle läuft beidseitig in Miniatur-Kugellagern. Ein kleiner Schrittmotor (aus einem Laptop-Drucker, evtl. doch zu schwächlich) treibt über eine 15/30er Zahnradkombination die Welle an.
Auf dem linken Ende der Schneckenwelle sitzt eine Wellenmutter, die zur Einstellung des axialen Spiels der Schneckenwelle dient. Der linke Lagerbock ist das Festlager, der rechte das (axiale) Loslager.
Unterhalb des Schneckenrades auf der Stundenachse ist ein Teil der Hebelplattenkupplung zu sehen, mit der später die Achse geklemmt wird (wo das "R" drauf ist).
Unterhalb des Rades lugt übrigens bereits eine Ecke der halbmond-förmigen Platine der späteren RA-Elektronik hervor.
In diesem Foto ist der Messaufbau dargestellt, mit dem ich den periodischen Fehler gemessen habe. Der bereits von früher bekannte Drehgeber (schwarzes Gehäuse) sitzt auf einer extern befestigten Linearführung, hat ein Reibrad, und wird von ein paar Gummis gegen den Umfang der Kupplungsscheibe gedrückt, und wird entsprechend bei Drehung der Achse mitgenommen.
Noch ein paar Details:
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/ravorg1.jpg
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/raworm1.jpg
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/raworm2.jpg
Das RA-Getriebe habe ich inzwischen auch eingeschliffen. Die gleiche Methode wie oben beim Kremp-Rad beschrieben (15u-Alox in Vaseline, 20 Umdrehungen mit Akkuschrauber-Unterstützung).
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/ralaepp1.jpg
Ziemlich gespannt war ich natürlich auf den periodischen Fehler, den das Teil jetzt produziert. Und der ist gar nicht mal so erfreulich:
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/pe_112.jpg
Die y-Achse ist in Drehgeber-Inkrementen skaliert. Man erkennt einen Pendelfehler mit ca. 5 Inkrementen Höhe, das entspricht 32,5 Bogensekunden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />
Freundlicher geschrieben immer noch +/-16".
Dieser Fehler sah vor dem Läppen exakt gleich aus, in Höhe und Verlauf. Obwohl das Läppen den gefühlten Schneckenlauf deutlich geschmeidiger gemacht hat, war der Einfluß auf den PE nicht erkennbar. Das kann eigentlich nur bedeuten dass der PE auf einen _axialen_ Pendelfehler der Schnecke zurückzuführen ist. Es scheint dass die Genauigkeit meiner Drehmaschine beim Gewindeschneiden dieses Problem verursacht hat!
Der Fehler von +/-16" entspricht einem Axialfehler des Gewindes von ca. +/- 6um.
Das Rad scheint ziemlich gut zu sein, nur die Schnecke nicht! Die 2. vorhandene Schnecke für DE zeigt übrigens exakt das Gleiche.
Der recht sinusähliche Verlauf des Fehler brachte mich auf die Idee einen Gegen-Sinus durch gezieltes radiales Versetzen des kleinen Vorgetriebe-Schneckenrades zu erzeugen. Dabei kommt folgendes raus:
Link zur Grafik: http://www.astroselbstbau.homepage.t-online.de/pe_115.jpg
Der PE reduziert sich also auf ca. die Hälfte ( +/- 8,2"), verdoppelt aber seine Frequenz.
Jetzt ist natürlich Guter Rat teuer, wie ich weiter verfahren soll. Zur Auswahl stehen:
- versuchen die Schnecke mit höherer Präzision zu fertigen. Das würde bedeuten ich müsste an meine Drehe eine Kugelrollspindel dranbasteln, um das Gewinde genauer zu schneiden. Und diese Spindel qualitativ hochwertig an die Hauptspindel ankoppeln (Übersetzung 1:2). Eine solche Spindel hätte ich rumzuliegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
- versuchen den Fehler mit "PEC" zu erschlagen. Hier würde ich dann aber schon eine fest parametrierte Kurve in der Steuerung hinterlegen, die den Sinus wirklich gleichmäßig durchfährt. Für sinnvollen Betrieb wäre ein Nullpunktgeber auf der Schneckenwelle erforderlich. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />
- irgendwie mechanisch was tricksen? So wie mit dem versetzten Vorgetriebe...? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" />
- einfach mal so lassen und glücklich sein? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />
Was meint Ihr dazu? Habe gerade den Blues... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />
Viele Grüße
Martin