Verwirrender Markt für kurze Refraktoren

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Hallo Tommy, Andreas und Matthias,

danke für eure Antworten, die ja alle in eine ähnliche Richtung gehen. Ich denke es ist nicht ganz deutlich geworden, aber ich möchte erstmal nur mit der Photographie durch meine Teleobjektive beginnen. Dafür suche ich eine passende Montierung, die so klein und leicht wie möglich, aber auch so stabil wie nötig ist. Zukunftstauglich im Sinne von "Weiterverwendung mit größeren Optiken" soll sie nicht sein, weil sie auch in Zukunft nur für folgende Zwecke dienen soll:

- Astrophotographie mit Teleobjektiven, maximal 300mm (Gesamtgewicht Kamera/Objektiv unter 1kg)
- Visuelle Beobachtung mit kleinem Refraktor als Reisemontierung, evtl. später kleinem Mak für Planeten
- Motorische Bewegung für photographische Zwecke (Zeitraffer)

Wenn ich also über das Stadium der Photographie mit meinen Teleobjektiven hinaus gewachsen bin steht auf jeden Fall eine größere Montierung auf dem Plan, ich dachte an die Richtung HEQ5 (vom Gewicht her) aufwärts. Welche vernünftige Montierung es dafür sein soll kann ich mangels Erfahrung nicht sagen, nach allen Berichten sollte die NEQ3 dafür aber sehr gut zu gebrauchen sein. Viel höher will ich vom Gewicht eigentlich auch nicht gehen, denn dann wird sie im Zweifel doch wieder zu Hause bleiben - das wäre ganz schlecht.

Ob es nun unbedingt direkt schon der Refraktor sein muss ist ein anderes Thema. Gut möglich, dass ich mir die Sache mit dem Reisedobson nochmal durch den Kopf gehen lasse, und den astrophotographischen Sprung auf ein Teleskop erstmal weiter nach hinten schiebe. Trotzdem ist es nicht verkehrt, sich auch darüber bereits Gedanken zu machen.

Wenn ich irgendwo komplett falsch liege, korrigiert mich einfach. Vielleicht mache ich mir auch ganz falsche Vorstellungen, dann müsste ich aber meine komplette Herangehensweise überdenken :)

Liebe Grüße
Sascha
 
Hallo Sascha,

von der kompletten Herangehensweise rede ich wohl von Anfang an... Du scheinst es ansatzweise zu bemerken, aber wenn ich kleiner Reiserefraktor und kleiner Mak für Planeten lese, scheinen gewisse Vorstellungen doch sehr fest im Kopf verankert zu sein. So ein kleiner Spezialist ist eben vor allem klein aber nicht Leistungsfähig.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

anstatt ständig nur darauf hinzuweisen, dass bei meinen Vorstellungen etwas schief läuft wäre es für mich sinnvoller, wenn du einfach mal konstruktiv deinen konkreten Vorschlag in meinem Fall nennst.

Denn eben weil ich weder eine feste Vorstellung im Kopf hatte noch irgendwelche Ahnung von der Materie besaß habe ich mich hier gemeldet und dieses Thema gestartet:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...687/Zukunftstaugliche_Einsteigerau#Post920687

Ich kann mich nur nach denen richten, die mir hier weiterhelfen wollen. Davon scheinen viele eine andere Meinung zu haben als du, das muss nichts heißen, aber zumindest bemühen sie sich, mir zu helfen.

Zum Thema klein und leistungsfähig habe ich im übrigen eine ganz eigene Einstellung: "Es ist nicht wichtig, wie leistungsfähig eine Ausrüstung ist. Wichtig ist nur, welche Leistung sie tatsächlich bringt." Und letzteres hängt eben von vielen Faktoren ab, oft genug reicht schon der Punkt, ob man sie überhaupt mit nimmt oder nicht (das merke ich in der Photographie ständig). Eine motorisierte Montierung brauche ich für meine irdischen photographischen Experimente auf jeden Fall und ich fände es gut, wenn ich damit gleich mehrere Fliegen erschlagen könnte, wie etwa den kleinen Planetenbeobachter für meine Frau (mich interessieren Planeten gar nicht).

Konstruktive Vorschläge sind weiterhin gern gesehen, auch wenn diese in eine komplett andere Richtung gehen.

Ratlose Grüße
Sascha
 
Hallo Sascha,

ich versuchs nochmal anders. Die kleine Montierung sollte zumindest Motoren haben, die eine fototaugliche Nachführung erst möglich machen. Nun ist es so, das dieses die EQ2 eben nicht kann (meiner Meinung nach). Daraus folgt das du schon etwas besseres brauchst. Die sind allerdings schon etwas größer und auch schwerer (z.B. EQ3, Celestron CG4 , ...). Dann ist noch die Frage wie findest du deine (Deep-Sky-Foto-)Objekte. Durchs Live View, oder Sucher bestimmt nicht. Also vielleicht doch eine Monti mit Goto ?
Also selbst wenn du "nur" mit Teleobjektiven fotografierst, wird eine EQ2 sicher nicht reichen. Siehe schon die Posts von Karsten und Volker.
Zum visuellen hat Sven schon den richtigen Weg gezeigt, bzw. versucht dir die Grenzen etwas bildhafter zu machen. "Klein und leicht" ist hier eben auch schon das spezielle. Damit fährt man als Ergänzungsgeräte für den jeweiligen Zweck eben gut, aber als Hauptgerät gibt es eben doch Alternativen mit mehr Öffnung und Leistung, was für das visuelle eben gebraucht wird. Für Fotos reichen im Prinzip auch 60mm Öffnung, weil du eben lange genug Licht sammeln kannst. Für das visuelle ist hier eben Öffnung gefragt, zumal dich Planeten weniger interessieren (obwohl hier auch Öffnung bevorzugt werden muß).
Ich hoffe ich konnte etwas weiter helfen
 
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Hallo Tommy,

von der EQ2 habe ich mich gedanklich auf jeden Fall schon getrennt, die NEQ3 werde ich mit und ohne Goto mal genauer anschauen, genauso wie die hier genannten Alternativen.

Das klein und leicht in der Regel gerade hier eher eine Ergänzung darstellt ist mir nicht nur bewusst, sondern auch so gewollt. Denn die Zielvorstellung ist ja ein größeres Gerät auf einer ebenso größeren Montierung, was angeschafft wird, sobald ich genug Erfahrungen gesammelt habe und das Hobby weiter betreiben möchte. Zu dem Zeitpunkt soll dann meine Erstausstattung weiterhin einen sinnvollen Zweck erfüllen.
Und als solch einen sinvollen Zwecke sehe ich bei der Montierung die Nutzung für den visuellen Einsatz unterwegs, für die irdische Photographie speziell im Bereich des Zeitraffers oder eben auch als Basis für meine Frau, deren Interesse eher in Richtung Planeten geht und der ich gern einen kleinen 4 oder 5 Zoll Mak dafür spendiere (laut Deep Sky Brothers Tabelle eine gute Kombination für's visuelle).

Ob es jetzt bei mir nun ein Apo sein muss, oder ob es da noch andere Wege gibt ist die andere Frage. Im anderen Thread und auch hier in diesem hatte man mir einen hochwertigen Refraktor als spätere Widefield-Ergänzung empfohlen. Wenn du da einer anderen Meinung bist, ich bin für entsprechende Alternativen immer offen. Nur brauche ich schon konkrete Ansatzpunkte. :)

Dank und Gruß
Sascha
 
Hallo Sascha,

ok nun meine Empfehlung. Ich schicke voraus das ICH das so sehe. Jede Jeck es anders.

1. aus deinem anderen Thread -- Varainte 1. Warum : Deine Frau kann ihren Begehren nach Planeten zumindest ausreichend nachgehen. Die Bedienung ist einfach. Aufbauen kein Thema. Ob es nun 6" oder 8" Dobson sein soll entscheidet eben das Gewicht. Der Preis ist im Grunde nicht der Rede wert. Billiger gehts kaum, wenn in irgendeiner Form optische Leistung die Forderung ist.


2. Eine Montierung der GP-Klasse oder Clones. LXD-75 , Celestron-CAM , .... o.Ä. Mit diesen Montis der mittleren Größe kannst du ein Newton bis 6" fotografisch betreiben. Refraktoren bis ca. 4" ,oder sehr leichte und kurze auch bis 5". Warum : Weil dir das fotografieren mit Teleobjektiven, schon nach kurzer Zeit zu wenig ist. Die Handhabung der Geräte die ich genannt habe, halte ich für den (2-3 Jahre) Lernprozess durchaus gut beherrschbar. Du brauchst sowieso diesen Zeitraum, um aus den Photonen die du sammelst, brauchbare Bilder zu machen (EBV !!!!!). Dir gehen mit diesen Geräten die (Foto-)Ziele so schnell nicht aus.

3. Hast du einen kleinen Spezialisten (z.B. 80/480) gekauft, kannst du zum Schnellpechteln fast jedes stabile (Foto-)Stativ oder AZ-Montierung , oder EQ nehmen.

Jetzt bin ich aber auch am Ende meiner Weisheiten. Bedenke das dir hier auch jemand ein GANZ ANDEREN RAT gibt. Letzlich bleibt nur dein Bauchgefühl.
 
Hallo Tommy,

danke für deine Empfehlung. Das jeder seine eigene Vorstellung von einer Umsetzung hat und es daher auch stark divergierende Meinungen gibt ist klar. Ich muss sehen was ich daraus mache, es zeigt in meinen Augen aber auch, dass letztlich viele Wege zum Ziel führen.

Für mich stellt sich bei deiner Variante die Frage, wie ich da eine Reiseausrüstung (die ich gern im Herbst mit in die Schweiz nehmen würde) integrieren kann. Der Reisedobson ist finanziell ein ganz anderes Kaliber als ein normaler Dobson, die Einsteiger-Photoausrüstung genauso wie ein normaler Dobson hingegen zu groß und sperrig.

Ich werde da nochmal in mich gehen
Liebe Grüße
Sascha
 
Hallo Sascha,

ich will nicht mit einer Empfehlung jetzt nochmal daherkommen,
dieses Bild soll lediglich dazu dienen, wie "groß" oder endspr. klein schon eine 60er Öffnung ist.

Nur um ein Gefühl für die Größenverhältnisse zu bekommen.

Vielleicht hilft es Dir weiter.


Grüsse Manfred
 

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Hallo Manfred,

danke für das Bild. Ich hatte mir einige Geräte bereits bei einem Händler angeschaut und war Anfangs überrascht, wie Groß diese waren. Das Internet täuscht da doch sehr. Aus dem Grund bin ich auch von dem Gedanken abgekommen, mir irgendeinen 10 Zoll Newton auf einer NEQ6 anzuschaffen - das würde mir zumindest am Anfang jeglichen Spaß rauben, weil ich zur Zeit noch auf Mobilität angewiesen bin.

Liebe Grüße
Sascha
 
Hallo Sascha,

da ich kein Reisefreak bin, stelle ich eine vielleicht etwas merkwürdige Frage:
Wie weit müsstest Du eine Reisemontierung tragen? Kannst Du mit dem Auto nicht bis zu der Stelle fahren, auf der sie aufgebaut wird?

Gruß

Ronald
 
Hallo Ronald,

bei der Reisevariante ist das Problem nicht der kurze Transport zwischen Fahrzeug und Aufbauort, sondern vielmehr der Platzbedarf während An- und Abreise. Ich habe nicht vor, irgendwelche speziellen Astroreisen zu unternehmen, aber da wir gerne im Urlaub unsere Ruhe haben und die Natur lieben sind wir öfter in Gegenden, in denen es sich lohnt, das Teleskop mitzunehmen. Und da muss es eben zusammen mit dem sonstigen Gepäck in den Kofferraum passen.

Ein Reisedobson, gerade wenn er Fluggepäcktauglich ist, dürfte da die optimale Lösung sein. Nur beschränke ich mich damit eben auf die visuellen Beobachtung. Der Apo wäre die Kompromisslösung - und gerade deswegen vielleicht auch nicht optimal.

Gruß
Sascha
 
Servus Sascha,

kenne seit geraumer Zeit fast alles, was Monti-mäßig auf dem Markt ist. Wenn Du wirklich hochwertige Bilder machen möchtest, muss bei den langen benötigten Belichtungszeiten im deep-sky Bereich alles mehrmals stabiler sein, als man das anfangs glauben möchte. In der Nähe von München treffen sich Astrofotographen bei gutem Wetter am Taubenberg, dort sieht man aber keine EQ3, keine EQ5. Viele benutzen Montis von der EQ6 aufwärts, Losmandy G11 usw um mit kleinen Apos zu fotographieren.
Meiner (für die Welt unbedeutenden) Meinung nach reicht die mögliche Genauigkeit der kleineren Montis wirklich nur für kurze Brennweiten (EQ3~300mm, EQ5~500mm, rein schätzomativ), und das auch nur mit autoguiding. Das bedeutet, Du brauchst eine Stromversorgung, ein Laptop, einen Tisch, einen Stuhl, Tee, Brotzeit, warme Kleidung usw.... Da spielt die Montierung an Gewicht eine eher untergeordnete Rolle. Für meinen Teil habe ich mich vom Traum der mobilen Astrophotographie verabschiedet, da die nötigen Belichtungszeiten für mich ambulant nicht gehen. Hab jetzt ne Säule mit Stromversorgung und nem 60kg Achsenkreuz im Garten. Wg. Astrophotographie wegzufahren ist für Ballungsraum-Bewohner unerläßlich, wird aber ne Menge Arbeit machen.
Ein anderer Weg wäre die Astrotrac, mit der im Gegensatz zu den kleinen EQs schon viele vorzeigbare Bilder entstanden sind. Allerdings ist das wieder ein Spezial-Fototeil und nicht ganz billig. Da reicht dann aber die entsprechende Säule, in die sich alles verpacken läßt oder ein Fotostativ mit Getriebeneiger und die DSLR mit entsprechenden Tele.

Leider kann ich Dir da nix anderes mitteilen, aber Foto mal eben so ist wirklich schwierig.

Viele Grüße,

Gottfried
 
Hallo Mike,

das ist ein ganz normaler Getriebeneiger von Manfrotto, und zwar der Junior 410.

Er ist leicht (ca.1kg), super stabil und lässt sich in drei Achsen selbstarretierend verstellen. Ausgerüstet ist er mit der großen Bodenplatte auch für Mittelformatkameras geeignet.

Da die Bodenplatte immer am Tak verbleibt, klicke ich ihn auf den Neiger wie eine Fotokamera.


Grüsse Manfred
 
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Hallo Gottfried,

danke für deinen Beitrag, allerdings glaube ich, du hast mich missverstanden. Um Photo mal eben so geht es mir nicht, im Gegenteil ist mir durchaus bewusst, was für ein Aufwand für die höchste Qualität (im Amateurbereich) geleistet werden muss. Soweit habe ich mich schon informiert, und mich selbst daher nach der anfänglichen Euphorie erstmal nach unten korrigiert. Das langfristige Ziel will ich sicher nicht aus den Augen verlieren (auch wenn ich mir eine G11 wohl nie werde leisten können), und beim Hausbau in ein paar Jahren wird definitiv auch die Astronomie berücksichtigt.

Ob ein direkter Einstieg auf einem sehr hohen Niveau sinnvoll ist weiß ich nicht, ich kann es nur aus den Bereichen ableiten, die ich kenne. Und da würde ich niemandem empfehlen, direkt mit einer Fachkamera ins Feld zu ziehen, sondern erstmal mit kleineren, aber bereits sehr gut nutzbaren Modellen wie einer hochwertigen Kompaktkamera oder neuerdings CSC Erfahrungen zu sammeln und die Grundlagen zu verstehen. Langfristig ist diese dann als deutlich mobilere Variante neben einer größeren Kamera, sei es eine große DSLR oder darüber hinaus eben Fachkameras, immernoch sinnvoll zu gebrauchen, so dass man eben nichts doppelt angeschafft hat.
Genau solch eine Lösung suche ich für die Astrophotographie. Eine Variante, die mir den Einstieg ermöglicht, mit der ich ein paar Jahre Erfahrung sammeln kann, die aber eben auch langfristig einen sinnvollen Einsatz ermöglicht.

Ich hatte gehofft, ein hochwertiger aber bezahlbarer, kleiner Refraktor wäre solch eine Lösung. Es mehren sich aber die Stimmen, die dagegen sprechen. Alternative Lösungen werden gern angenommen :)

Schöne Grüße
Sascha
 
Hallo Sascha,

missverstanden hab ich Dich nicht, bloss meinte ich auch vor ein paar Jahren, mit einer Vixen Superpolaris (GP bzw. EQ5 Vorläufer) mit 2-Achssteuerung könnte ich mal eben mit e200 von Kodak und 2 Meter Brennweite schöne Fotos machen. Gab aber nur Frust.
Deshalb rate ich Dir für den kleinen Refraktor, welcher ist fast schon egal, Dir muss er gefallen, Bildfeldebnung muss sein, was gescheites als Unterbau zu kaufen. Und das einzige mir bekannte Gerät, was nicht affenschwer ist und nicht Computer und dicke Akkus braucht ist der Astrotrac. Vielleicht teurer, als Du erst wolltest, aber das Teil fasst sich auch gut an (find ich wichtig), und ist kompromisslos kompakt. Wenns nicht Dein Hobby wird, ist der Wiederverkaufswert auch entsprechend. Als Zubehör gibts nicht nur die Säule sondern auch ne DEC-Achse, dann wirds ne richtige Monti.
Mit EQ3-5 wirst Du nicht wirklich glücklich werden, da einfach die Präzession fehlt.
Alternativ zum Refraktor würde ich Dir einen Newton, 150/750 mit guten Okularauszug und Komakorrektor empfehlen. Da hast Du bei gleichen Gewicht mehr Öffnung und mehr Licht, visuell auch mehr Auflösung.

Herzlich,

Gottfried
 
Hallo Sascha,

sind nun so ca. 3 Monate vergangen, da wollte ich doch zu gerne mal wissen, auch aufgrund der etwas 'hitzigen' Diskussion hier, für was Du dich nun letztendlich endschieden hast?


frdl. Grüsse
Manfred
 
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