Vixen Mini-PORTA-Montierung + MAK für's Fahrrad?

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Hallo Sven,

Zitat von Sven_Wienstein:
Was von meinen Geräten transportabel in Frage kommt, ist der 90/1250 Mak genauso wie die 100/1000 Russentonne. Auch einen 114/500 (Parabol-Version) habe ich öfters zur Verfügung.
Letzterer sollte als relativ universelles Teleskop für den angegebenen Einsatz eine gute Wahl sein: transportabel durch geringe Abmessungen und Gewicht, weitwinklig durch geringe Brennweite, planetentauglich durch relativ hohe sinnvolle Vergrößerung, recht DS-fest durch mehr Öffnung als bei einem 80-mm-ED.

Grüße

fquadrat
 
Hi fquadrat,
Zitat von fquadrat:
Zitat von Sven_Wienstein:
Was von meinen Geräten transportabel in Frage kommt, ist der 90/1250 Mak genauso wie die 100/1000 Russentonne. Auch einen 114/500 (Parabol-Version) habe ich öfters zur Verfügung.
Letzterer sollte als relativ universelles Teleskop für den angegebenen Einsatz eine gute Wahl sein...
Jein.
Mit gutem Spiegel ist es zwar vielleicht sogar DAS Reiseteleskop und macht Lust auf mehr, wie bessere Ausschwärzung, 2" OAZ etc. - und als Richfielder selbst ohne Standortverlagerung eine sehr interessante Ergänzung zum 8" Dobson.
Aber für die einzige Bedingung - muss mit Fahrrad transportabel sein - wäre mir das zu wenig. 1,2km zu Fuß (Höhenmeter) - ja, natürlich. Da wird soeiner auch demnächst meinen 90mm Mak ersetzen.

Als "Alf" würde ich zuerst auf die 6" Reisedobsons von der Stange schielen. Dann würde mir klar werden, dass es ein paar km von meinem Garten gar nicht soooo arg besser ist. Dann würde ich den Garten im weitesten Sinne optimieren. Geht das nicht, würde ich meinen bereits vorhandenen 8" Dob in nen Reisedobson umbauen oder zumindst einen geeigneten Fahrradanhänger anschaffen bzw. umbauen. Im Rucksack ist das sicherlich ein Monster, bei dem man sogar auf die Höhenangabe bei Brücken und Unterführungen achten muss - im Anhänger aber auch nicht mehr als ein Kind. Und manche fahren damit sogar Zwillinge durch die Gegend.

cs
Jürgen
 
Guten Morgen,

Jürgen ich weiß nicht, ein F/4,4 Newton mit 114mm und vergrößertem Fangspiegel für 2" als Richfielder - wie oft muß man den nachjustieren, wie teuer werden die Okulare, die man gegen die Koma bräuchte, und mit welcher Kontrastleistung könnte man bei dieser Obstruktion noch rechnen? Vielmehr als 70mm werden das nicht sein, irgendwo gibt es diesen Online-Newton-Rechner. Abzüglich Reflexionsverluste... Da dürfte Dir bei niedrigen Vergößerungen doch jedes billigere und leichtere 70er Astrofernglas deutlich mehr Feld, Licht und Kontrast beim Beobachten bieten, plus Binoeffekt. Und währenddessen könnte Dein kleiner Mak solange für Planeten auskühlen.

Gruß,
Mathias
 
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Hallo Christian,

ich wollte Dir noch antworten:
Zitat von Christian_S2:
Bei der von Dir und mir verwendeten Formel wird eine obstruierte Optik mit einer nicht obstruierten Optik verglichen. Warum beziehst Du noch zusätzlich Reflexionsverluste mit ein, die müssten doch eigentlich bereits implizit in einer solchen Formel berücksichtigt sein?
Ja. Das waren sie mal... Aber genau in diesem Punkt hat sich die Situation heute geändert:
Verglichen werden sollen laut Formelbeschreibung Teleskope gleicher Qualität. …
Da liegt der Hase im Pfeffer. Als Zmek seine halbempirische Formel zur Kontrastwiedergabe aufstellte, umd damit die Planetenleistung obstruierter Spiegel über den Daumen abzuschätzen, (Titel: Rules of Thumb for Planetary Scopes, 1993 in Sky and Telescope) konnte er beim Punkt gleiche Qualität von einer Situation ausgehen, die heute nicht mehr zutrifft. Zum einen setzte er voraus, dass man den Reflexionsverlust am Fangspiegel vernachlässigen könnte, weil auch am Refraktor ein Zenitspiegel- bzw. -prisma zu verwenden wäre und zum anderen nahm er an, dass man dem Reflexionsverlust des Hauptspiegels ebenso vernachlässigen könne, weil es in der Summe einen gleichhohen Verlust an den Glas/Luft-Übergängen eines Refraktors gäbe. Das traf damals, Anfang der 90er Jahre auch beides zu:

Während es bei kleineren Linsendurchmessern für den Massenmarkt -Foto- Mikroskopobjektive usw. - damals schon weitgehend Standard war, multizuvergüten, war das wegen der hohen Kosten und kleinen Bedampfungsanlagen bei den größeren Linsen von Teleskopen mit ihren kleinen Serien noch nicht so, erst recht nicht bei Einsteigergeräten. Viele auch hochwertige Refraktoren aus der damaligen Zeiten hatten nur einfache Blauvergütungen, oft pro Schicht nicht besser als 2 - 2,5%, manche auch nicht so hochtransmissive Gläser und damit am Ende Verluste bis 10%. Also konnte Zmek das vernachlässigen, weil die Verluste am Refraktor in gleicher Höhe lagen wie bein Newtonhauptspiegel im Durchschnitt heute noch. Das aber hat sich geändert, selbst Einsteigerrefraktoren sind in diesem Punkt deutlich verbessert wie ich im Beitrag weiter oben vorgerechnet hatte, weil das reflexmindernde Entspiegeln inzwischen viel billiger geworden ist.

Bei Newtons dagegen hat sich die Reflektivität der Verspiegelungen seither kaum geändert - und wenn überhaupt, dann nicht im Einsteigerbereich, sondern nur gegen Aufpreis bei höherwertigen Geräten. Alu reflektiert maximal 92%, mit Aufpreis und ein paar zusätzlichen Schichten über dem Alu kommt man auf 94%, einfache Modelle aus dem Massenmarkt bleiben deutlich unter 90%. Höherreflektive Dielektrische Spiegel haben einen komplizierten Schichtaufbau, das käme hier nicht nur zu teuer, sie zeigen auch eine deutliche Winkelabhängigkeit und ein welliges spektrales Profil, was beides mit größerer Fläche sehr stark zunimmt und dann sichtbar würde. Auch kann ihr bisweilen kristallähnliche Struktur mehr Streulicht hervorrufen. Deshalb lohnt das bislang nur bei Zenitspiegeln, ansonsten stiege der Beschichtungsaufwand immens.

(Empfindlichen Beobachtern scheint etwas von den o.g. Effekten aber auch bei kleinen Zenitspiegeln schon aufzufallen, es gibt entsprechende Berichte. Und es gibt auch Messungen, die z.b. klar zeigen dass viele Hersteller tricksen, und die beworbenen 99% eines ZS nur an einigen wenigen Stellen im Spektrum erreichen, während dazwischen Täler mit kaum 90% liegen, so dass der Durchschnitt nur bei ca. 95% liegt. Gerade ausreichend, um gegenüber den klassischen 92% Aluvarianten einen schwachen Helligkeitsvorteil zu erkennen und die Kunden anzulocken. Aber vermutlich nicht ausreichend, um gegen einen guten spektral viel glatteren Metallspiegel anzukommen, wie er von teuren Herstellern immer noch angeboten wird, oder bei genügend niedrigem Öffnungsverhältnis ein gutes multivergütetes Prisma, bei dem der Verlust auf unter 1% gedrückt werden kann. Richtig gute dielektrische Spiegel mit hoher Bandbreite, wie sie in Industrie und Forschung eingesetzt werden, sind in ZS-Größe für 100 Euro nicht zu haben. Soviel nur am Rand zu einer anderen alten Diskussion, zu der mir seinerzeit die Lust verging.)

Man kann also davon ausgehen, dass schon bei Einsteiger-Refraktoren heute im Mittel die Transmission am Objektiv um 5-6% höher liegt als damals, und sie am Zenitspiegel um etwa genauso viel gestiegen ist, während beim Newton die Lage weitgehend unverändert blieb. Deshalb kann man bei Zmeks halbempirischer Formel zum Kontrastdurchmesser für obstuierte Spiegel umgekehrt heute durchaus einen 10%igen Reflexionsnachteil veranschlagen, der damals einfach noch nicht bestand.

Noch was: selbst wenn die 20% Beobachtungskontrast (Zmeks andere Voraussetzung) ein astronomisch häufigerer Wert sind, als Du annimmst, auch bei Deep Sky, sollte man es beim Vergleichen m.E. nicht allein auf den Kontrastdurchmesser reduzieren. Das hatte ich auch nicht getan, sondern die Äquivalentflächen für Lichtsammelvermögen und Auflösungsvermögen ebenfalls in Anschlag gebracht, wobei man über die Gewichtung sicher streiten kann. Wahrscheinlich sind Dir nur die niedrigen Kontrastzahlen ins Auge gestochen, und Du hast die Gesamtbewertung, die von den beiden anderen Werten ja deutlich nach oben gezogen wird, nicht mehr im Sinn. Kontrast/Helligkeit und Auflösung lassen sich wahrnehmungspsychologisch nicht streng trennen und bedingen sich gegenseitig, auch wenn man diese Faktoren zum überschlägigen Rechnen wie hier auseinanderhält. Ihre Divergenz bei Spiegeln macht den Vergleich mit Linsensystemen so schwierig und ist deshalb, wie hier, einigen oft willkommener Anlass zum Streiten und Dampf ablassen... :biggrin:


Gruß,
Mathias
 
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Lieber Mathias,

das ist doch schon wieder Unsinn. Gerade redet man darüber, dass die Öffnung transportabler Maks so groß nun auch nicht ist, hochobstruiert sind Maks naturgemäß auch, wenn auch je nach Auslegung nicht so sehr, wie ein 114/500, und schwerer als ein passend ausgelegter Newton sind die Dinger allemal. Wo soll denn da nun der Vorteil durch einen Mak liegen?
Und ein Feldstecher? Ja, der liefert dann auch eine Feldstecher-Vergrößerung. Schön, aber ich denke nicht jeder stellt sich entspannte Deepsky-Beobachtung so vor. 10x50 freihand geht ja noch, 10x70 ist nicht jedermanns Sache und selbst wenn, dann bleibt zwischen 10x und der Einstiegsvergrößerung eines typischen Maks ja auch noch eine Differenz. Beim 90/1250 startest Du mit einem 40mm Okular bei 32x und Tunnelblick, ein größerer Mak mit 1500mm Brennweite und nicht voll ausgeleuchtetem 2" Feld startet mit 27x und noch mehr Tunnelblick.
Man kann sich als Newton 130mm f/5 anschauen und 150mm f/5 und hat dabei noch nicht so krasse Einschränkungen bei der Okularwahl. Zumal man für die Deepsky-Beobachtung wohl ohnehin zu Weitwinkel-Okularen tendiert. Da bekommt man alles an Beobachtungswünschen in ein Gerät hinein. Kann man das Gerät als 150/900 auslegen, hat man eine ausreichend kleine Obstruktion, Justagetoleranzen und als Einstiegsvergrößerung 25x bei 67° scheinbarem Feld und reale Himmelsausschnitte von mehr als 2,5° sind drin. Maximalvergrößerung problemlos bei Jupiter um 215x und schneller ausgekühlt als ein 4" Mak allemal. Warum dann zwei Halbheiten als Lösung mitschleppen? Selbst wenn man eine 130/650 Optik in vernünftiger Bauweise (Parabolspiegel, Mechanik) anstrebt, ist das immer noch im Vorteil.

Clear Skies
Sven
 
Ach lieber Sven,

statt Dich gleich beleidigend aufzuregen, lies doch erstmal nach worum die Unterhaltung gerade ging. Oder musst Du schon wieder Deine ätzende Taktik einschlagen und etwas absichtlich so missverstehen, dass Du diesen selbstkonstruierten Unsinn anprangern willst, den Du aber dem anderen in die Schuhe schiebst? Ich hab Jürgen keinen kleinen AP-schwachen und im niedrigen Vergrößerungsbereich tunneligen Mak empfohlen. Der Punkt war nur, dass er schon so einen 90er Mak besitzt und nun überlegt, ob er den gegen einen 2" 114 F/4,4 Newton austauschen soll. Dass man mit dieser Auslegung vielleicht DAS alleinige Reiseteleskop schlechthin gefunden hätte, wie er mutmaßt, halte ich jedenfalls eher für Wunschdenken. Mal ganz davon abgesehen, dass günstige Okulare, die am Mak ausreichen, an so einem Gerät einbrechen.

Gruß,
Mathias
 
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Hi Alf,

mit einem Mak und der riesigen Brennweite nimmst Du Dir die Möglichkeit von großem Gesichtsfeld.
Mit dem 114er Newton hast Du viel Feld aber das Problem im Preiswertbereich der Teleskope zu sein, wo Du nur mit viel Glück ein Gerät bekommst, das wirklich einen ordentlichen Parabolspiegel hat, der auch mal 200fach kann. Meist ist es nicht so.

Was auch immer Du nimmst an parallaktisch oder auch mit Porta etc, es wiegt mehr, braucht mehr Platz und leistet weniger als ein kleiner Reisedobson.

Mit 4,1 Kilo Gesamtgewicht, kann man einen 150/750mm Newton als Reisedobson haben.
Guckst Du: http://deepsky-brothers.de/Reisedobson.htm

Ich denke das könnte die Lösung sein, die Du suchst.
CS
 
Hallo Armin,

da sind wir wieder bei dem alten Problem.
Ziemlich hohe Kosten oder Wille zu erheblicher Eigenleistung beim Bau eines geeigneten Teleskops.
Wenn es den 114/450er, den ich aus den genannten Punkten heraus ebenfalls recht kritisch sehe, als 114/660er mit Parabolspiegel zu kaufen gäbe (so wie ich ihn als Machbarkeitsstudie gebaut habe), wäre ein kleines, preiswertes, farbreines Teleskop mit Weitfeld- und Planeteneignung deutlich unproblematischer zu empfehlen.
Interessanter Weise hält ein 114/450er unter Wahrung der Objektivität und Einhaltung der vergleichbaren Parameter bei der Beobachtung des feinsten (lichtschwächsten) Sterns im Feld mit einem 100/600er FH-Refraktor mit.
Dieser Refraktor war wiederum in allen Belangen deutlich besser als alle vergleichbaren Refraktoren aus China (102/500).
Das hatten wir nach der "Papierform" so nicht erwartet, zeigt aber, dass
1. Fertigungsschwächen nicht vor einem Teleskopsystem Halt machen, sondern alle ohne Unterschied und gleichermaßen und auch das Zubehör betreffen.
2. die bereits einmal verlinkten Grafiken zur MTF die Realität sehr gut abbilden:
http://www.telescope-optics.net/polychromatic_psf.htm
http://www.telescope-optics.net/obstruction.htm

Okay, wenn ein 6" Reisedobson möglich wäre, ist einzig die Weitfeldoption ein klein wenig eingeschränkt.
Wenn nicht und angenommen, der 130/650er erweist sich ebenfalls als nicht praktikabel, dann wird es ziemlich schwierig.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Günther,
so ein 6" Reisedobson ist für unter 400 EUR machbar.
Rechne mal 179,- beim Händler der Newton, 140 EUR der Kineoptic HC2 und 50 EUR ein größerer FS = 369 EUR.
Beim Newton sind Rohrschellen dabei, ein Sucher und am Ende ein FS mit Spinne und der Tubus mit HS Halter, der übrig geblieben ist. Verkaufen wir dies alles für 69 EUR, hast 300,- EUR netto weg.
Bauteile im Baumarkt Holz, Schrauben und Stangen kosten keine 100 EUR, so dass Du Arbeitszeit nicht eingerechnet, für ca 350 EUR einen solchen Dob bauen kannst.

Für 450-500 ginge sogar ein 8" f/5 Reisedobson.

Die Porta und der Refraktor oder Mak oder 114er dazu kosten auch neu zusammen an die 400 EUR.
CS
 
Hallo Armin,

die Rechnung für den Selbstbauer ist klar ud auch sehr überlegenswert. Ich habe ja den 150/900er für meine Bedürfnisse passend gemacht, man kann das sehr gut machen, wenn man eben kann und will.
Naja, ich schätze, der Alf hat mindestens seinen Thread aufgegeben.

Gruß
*entfernt*
 
Ne ne bin noch da und hab mich noch bissl weiter umgeschaut.

Das perfekte transportable Teleskop gibts halt nicht, ein Newton ist halt der beste Kompromiss von allem.
Planeten und kleine helle DSO.

Als Monti würde ich jetzt ne Skywatcher AZ4 nehmen.
Ist kaum schwerer wie die Porta II, kostet aber nur rund die Hälfte.
Die Feinverstellung wird eh nich viel bringen da man bei AZ beide Achsen bedienen muss zum nachführen.

Als Teleskop den Explorer-130PDS oder halt doch ein Heritage 130?
Das Heritage hat den Vorteil das man es locker in nen Rucksack bekommt, dafür kein 2" OAZ, kein 1:10 und ist halt offen.
Qualitativ sieht es nicht so "hochwertig" aus wie das 130PDS.

Oder aber ein Explorer-130P SupaTrak ... ?
Wiegt keine 8,5 KG, Nachführung zumindest für visuell aber kein 2" OAZ. Fangspiegel ist aber genau so groß wie beim PDS.


Einen f5 Refraktor kann man sich dann bei bedarf immernoch mal zulegen und auf der Monti nutzen.

Alles nicht so einfach^^

Gruss
alffrommars
 
Hi Alf,

wenn's nur um's möglichst niedrige Gewicht für ein "Rucksack-Instrument" geht, kommst Du an 1,25" Equipment nicht vorbei.

Ich persönlich habe mich letztes Jahr dagegen für einen 2" OAZ entschieden, weil ich mir alle Okular-Optionen offenhalten wollte; insbesondere wegen langbrennweitiger Okulare (20-36 mm) für großflächigeres Deep Sky Beobachten.

Deine Entscheidung hängt m. E. halt nun davon ab, ob Du nur den einen Rucksack-Anwendungsfall optimieren willst oder im Hinterkopf auch ein künftiges, größeres 2. oder 3. Instrument mit deutlich mehr Öffnung / Brennweite oder gar Vollformat-Astro-Fotografie hast.

 
Naja nen 25 bzw 35mm 2" Okular habe ich ja schon für mein Dobson mit dem ich DSO mache ... gestern aus der "Stadt" raus M51 aufgesucht.
Sieht man halt leider nur ganz schwach die beiden, hellen Kern und etwas nebeliges drumherum. Da fehlt die dunkelheit auf dem Lande.
Da war Andromeda schon besser zu sehn. Sind aber auch meine ersten beiden Galaxien bisher.

Also vll. doch besser direkt zu nem Widefield Refraktor gereifen für den Anfang ?
Für DSO brauchts ja nich so ne hohe Vergrößerung, und davon gibts mehr wie die paar Planeten.

Gruss
alffrommars
 
Hallo Alf,

Ich hatte wie schon erwähnt den 130PDS auf einer Porta und das ist schon fein. Und insbesondere die Feinverstellung fand ich sehr gut, weil man bei hohen Vergrößerungen doch deutlich präziser nachführen kann. Aber der Preis ist natürlich nicht ohne. Ich habe meine seinerzeit gebraucht gekauft.

Die beste Lösung wäre natürlich der von Armin beschriebene 6"-Reisedobson. Ich habe selbst einen und der würde mit Okularen und allem drum und dran in einen Rucksack oder eine Satteltasche passen:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=171549
Ich habe ihn für Alltagsbeobachtung auf ein kurzes Stativ gesetzt, dadurch kann ich bequem im stehen beobachten. Das würde auch noch auf den Gepäckträger passen. Aber so etwas gibt es nicht von der Stange, da ist Selbstbau angesagt. Und da ich selbst nicht so der Selbstbauer bin, habe ich den Kleinen einem Vereinskollegen abgekauft, der ihn selbst gebaut hatte.
Das ist auch der Grund warum ich ihn Dir nicht eher vorgeschlagen habe, ich denke Du bist auf der Suche nach einer Lösung die Du neu und komplett kaufen kannst.

Alternativ zu AZ-4 und Porta würde ich noch die GSO GsAZ vorschlagen:
http://www.teleskop-express.de/shop...tierung-mit-Schneckengetriebe---bis-8-kg.html
Nicht ganz so teuer wie die Vixen, aber ebenfalls sehr gut und sogar noch etwas universeller einsetzbar.

Es bleibt schwierig:
Marcus
 
Naja beim selbstbau bin ich sicher nicht so geschickt :D

Wer soeinen hat verkauft ihn nicht, und ein bauen lassen wäre dann auch zu teuer durch die Arbeitsstunden.

Gruss
alffrommars
 
Hallo Alf,

wenn wir mal bei 130/600 bleiben, dann bietet Dir ein 2" Okularauszug mit entsprechenden Übersichts- und Weitfeldokulraren die Möglichkeit, maximal ein 3,5° großes Feld abzudecken (zu sehen), während Du mit 1 1/4" maximal auf 2,3° kommst.
Der scheinbare Vollmonddurchmesser beträgt 0,5°
Die Breite des Daumens, an der ausgestreckten Hand in den Himmel gestreckt, deckt 2° Feld ab,
die Faust ohne Daumen etwa 8°
mit Daumen 10°
alla fünf finger voll gespreizt etwa 20°.
Damit hast Du eine Vorstellung davon, das ist der Gesichtsfeld- und Abstandsrechner für Praktiker und Starhopper.

Zu den Auswirkungender Obstruktion linke ich mal wieder auf die bereits von Obstruktions- und Farbfehlerauswirkungen auf die MTF bekannte bekannte Ausarbeitung.
Dort wird an Jupiter simuliert. Ziemlich unten, tolle Bilder:

http://www.telescope-optics.net/telescope_central_obstruction.htm

Diese tollen Bilder der oberen Reihe siehst Du mit 130mm Öffnung nicht, aber Du kannst die Einbußen (großer FS/kleiner FS) abschätzen. die untere Reihe simuliert Öffnungsverkleinerung, da kannst Du näherungsweise auf das letzte Bildchen rauskommen.
Damit im Hinterkopf oder auch am Bildschirm nebendran gehst Du nun zum Teleskopvergleich an Jupiter von BioViever:

http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_jupiter.htm

Dort schaust Du zwischen 114/900er Newton und 150/750er Newton (das wäre der 6" f/6 Reisedobson).
Mit kleinem FS am 130er kannst Du mehr in Richtung 150er schielen, mit großem FS tendiert es in Richtung 114/900er.

Das wären also Deine Möglichkeiten und Bino hat auch den 120/600er FH, sogar zwei mal (mit und ohne Filter) zur Auswahl.
Deinen 8-Zöller gibt es da auch was Dir
1. die Überprüfung gestattet, ob und in wie weit Du schon daran kratzt und
2. Überlegungen ermöglicht, ob es nicht sinnvoll wäre, den Dicken ab und zu doch irgendwie in eine Gegend zu schlörren, wo man gute Sicht hat.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Günther,
Zitat von *entfernt*GMS:
...
2. Überlegungen ermöglicht, ob es nicht sinnvoll wäre, den Dicken ab und zu doch irgendwie in eine Gegend zu schlörren, wo man gute Sicht hat...
deshalb hab ich etwas weiter oben vorgeschlagen, gleich den vorhandenen 8" zum Reisedobson umzubauen. Einerseits ist 6" für meinen Geschmack schon etwas zu nah an 8", hätte aber nen besseren Himmel, andererseits dürfte der Umbau eines vorhandenen 8" auch nicht teurer werdn, als der eines erst noch zu beschaffenden 6".
Mittlerweile gehe ich aber davon aus, dass Alf nichts großartig optimieren oder gar umbauen möchte.

cs
Jürgen
 
Hi Zusammen,

vielleicht ist das Beste, geduldig auf ein passendes Gebrauchtangebot für so einen Reisedobson zu warten. Allerdings würde ich das auf f/5 oder f/6 beschränken. f/4 ist zu problematisch bezüglich der Okulare.

Clear skies
Sven
 
Zitat von alffrommars:
Naja nen 25 bzw 35mm 2" Okular habe ich ja schon für mein Dobson mit dem ich DSO mache ... gestern aus der "Stadt" raus M51 aufgesucht.
Sieht man halt leider nur ganz schwach die beiden, hellen Kern und etwas nebeliges drumherum. Da fehlt die dunkelheit auf dem Lande.
Da war Andromeda schon besser zu sehn. Sind aber auch meine ersten beiden Galaxien bisher.

Also vll. doch besser direkt zu nem Widefield Refraktor gereifen für den Anfang ?
...

Mir war nicht bewusst, dass Du schon einen 8" Dobson hast.

Wenn Du den nicht auf Reise-tauglich umbauen oder wie von Sven vorgeschlagen, irgendwann gebraucht erstehen willst, wäre ein "Richfielder" sicher auch eine gute Lösung.
Ich selbst überlege, mir irgendwann zusätzlich einen kleinen 80 bis 90 mm Refraktor mit ca. 500-600 mm Brennweite zum Schnellspechteln mit ordentlichem 2 bis 3" OAZ zu holen. Da gibt es interessante, weil mechanisch u. optisch ziemlich gute APOs bzw. ED APOs.
 
Hallo Peter,

da Du nicht wusstest, dass er einen 8" f/6 Dobs hat, weißt Du auch sicher nicht, dass er am Standort vom "Sichtfenster" her keinen guten Blick auf Planeten hat und daher dafür auch mobil sein muss.
Zu groß mit fetttem Farbfehler ist nicht gut, zu klein mit zu geringer Auflösung ist nicht gut, zu teuer ist nicht gut.

Gruß
*entfernt*
 
Für Galaxien etc. braucht man ja wieder viel Öffnung und das macht nen APO / ED für mich wieder uninteressant da viel zu teuer.

Keine Ahnung ob die das viele Geld am Ende wert sind?
Generell ist alles [zensiert] teuer geworden wenn man die Preise vor nem guten Jahr vergleicht ?)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Günther und Alf,

stimmt, an das mit dem schlechten Sichtfenster erinnere ich mich nun wieder dunkel. Der Thread ist auch schon etwas älter... ;-)

Ja, das liebe Geld und die Astro-Preissteigerungen: 2-3 Tage nach meiner Einstiegsbestellung im Sommer 2015 haben alle Händler in D bei gleichem Lieferumfang den Preis um rund 350,- angehoben.

Zurück zum Thread:
Sieht für mich nach einer "schmerzhaften", aber notwendigen Spar-Runde für Alf aus.
 
Zitat von Delyon:
...ich kenne das Problem des Teleskoptransports ohne Auto (Wohne mitten in einer Zweimillionenstadt und kutschiere meine Teleskope mit öffentlichen Verkehrsmitteln meist knapp 100 Kilometer weit in die Alpen)......

und offene Sternhaufen sind ein ästhetischer Genuss aus nadelfeinen Diamanten....

auch mit Bus und Bahn noch super transportabel (Ich habe ihn sogar regelmäßig nach der Anreise mit dem Bus noch über eine Stunde den Berg hinaufgetragen, kein Problem)....


Hallo Fabian,

ich muss das jetzt loswerden:
Danke für Deine interessanten und schönen Beitrag in diesem leider entgleisten Thread!
Es ist toll mit welchem Einsatz Du dieses schöne "Hobby" betreibst.
Ich bekomme meist den Ar... nicht hoch genug um meine Tonne auf den Balkon zu schleppen, geschweige denn sie 100 km weit mit Bahn und Bus zu transportieren. Ok, bei mir winken als Belohnung auch nicht die Alpen ☺

Ich wünsche Dir viiiiele klare Nächte und immer das passende Teleskop!

Christian
 
Hallo Alf,

beim Thema ED und Apo hat man gute Chancen, durch Auswahl des falschen Gerätes auf teure und doch zu billig gekaufte Weise zu verhungern. So ein Gerät hat seine schönen und guten Seiten, wenn es so ausgelegt ist, wie man es haben will, und dabei eben die gestellten Anforderungen bezüglich des Farbfehlers erfüllt.

Schaut man aber auf die Leistungsfähigkeit, bekommt man wirklich große und auch teure Probleme, mit einem gut konstruierten und beherrschten 8" Spiegel gleichzuziehen. Da kann man noch so viel dran herumnörgeln, aber ein gut gebauter 200/1200 mit gutem Spiegel und einem Belüftungskonzept benötigt als Gegenspieler etwas im Rahmen eines 7" APO. Und selbst hochobstruiert: Ein gutes 8" SC versägt einen 130mm APO, wenn man das SC dahin bringt, seine Leistungsfähigkeit bezüglich Auskühlung/Belüftung und auch bezüglich Serienstreuung zu beweisen. Wobei man Serienstreuung auch bei APOs definitiv hat und einberechnen sollte. Es gibt da bei derart teurem Equipment einfach zu viele Glaubensfragen, weil man bei derartigen Investitionen einfach glauben will, dass das zweifellos gut sein muss. Nun... dafür gibt es haufenweise Vergleiche und Gegenbeweise. Übrigens gleichgelagert ist auch, dass man aus einem Munde die Warnung vor Koma und teuren Okularen für den f/5-Newton hört, während gedankenlos ein f/5-Achromat empfohlen wird, der das Okular genauso fordert und mit mehr Bildfeldwölbung zuschlägt.

Wenn Dir also danach ist, solche Deepsky-Beobachtungen zu machen, dann würde ich schon nach 8" Öffnung tendieren und die ist einzig mit einem Reisedobson wirklich transportabel an den Start zu bringen. Ein Freund von mir hat sich vor Jahren halb von mir überreden zu lassen, einen gebrauchten Nidderau Reisedobson zu kaufen. Der ist mit irgendwas bekanntem baugleich - egal, inzwischen ist der auch schon 3x Umgebaut. Aber das war eben ein 200/1200 Reisedobson und wenn dadurch der vorhandene 200/1200 obsolet wird, müsste man das doch finanziell abgewickelt bekommen! Das einzige, worauf man bei diesen Geräten ggf. achten muss, sind teilbare Stangen - es sei denn, man lässt die irgendwie nach oben aus dem Rucksack gucken. Aber teilbar ist glaube ich besser. Dazu gehört dann ein kleiner Sitzt, was so ein Baumarkt-Klapp-Blechhocker genauso sein kann, wie so ein Angler-Faltdings oder diese Ausklapp-Teleskopsitze mit Fahrradsattel oben drauf.
Den Aufbau und die Justage würde ich bei Regenwetter erst im hellen, dann im dunklen Zimmer trainieren und dann geht das vor der Beobachtung ohne Ärger von der Hand.
Ich würde allerdings drauf achten, dass es sich um eine Konstruktion mit 8 Stangen handelt, die Dreiecke bilden. Alles mit geraden Stangen wird für Anläufe auf Planeten die Justage nicht wirklich halten.
Ich war mit dem Gerät im letzten Sommer im Schwarzwald-Urlaub und da hätte ich keinen Millimeter Öffnung abgeben wollen. Ich hätte diverse Biss-Spuren am Knie, wenn ich da mit 80mm Öffnung gestanden hätte!

Clear Skies
Sven
 
Naja Selbstbau bzw. Umbau ist leider ausgeschlossen.
Zwei linke Hände^^


Ich denke ich bleibe bei der AZ4 + 130PDS und / oder 120er Achro hängen.
AZ3 wäre leichter aber man muss das Teleskop dann immer festschrauben anstelle es schnell zu klemmen.

Wie lang ist der 120/600 Skywatcher nun wirklich?
Mal steht 50cm da (was ich kaum glaube) und mal 66cm?
Und sind dann die passenden Schrauben irgendwo dabei?
Die Gewichtsangaben sind anscheint auch reinea Lotto, aus den Sternen gegriffen?

Generell ist da immer ne Prismenschiene dabei bei OTA?


Schade das man nirgends rausbekommen wird was die Monti von dem Skywatcher Teleskop AC 70/700 Mercury AZ SynScan GoTo trägt.
Wäre ne günstige GoTo Montierung und das Mercury fliegt weg ... aber die ist kleiner wie das "Original".

Man muss halt Kompromisse eingehen und die Eierlegendewollmilchsau für meine Bedürfnisse gibt es halt nicht.

Nur so nebenbei, das ganze soll zum Schnellspechteln sein und nebenher. Der die das Dobson kommt auch ab und zu in die Landschaft nur eben nicht so oft wie ich möchte / kann.
Daher die Nummer mit dem Fahrradteleskop!

Gruss
alffrommars
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

die verschiedenen Gewichts- und Längenangaben beim 120 FH hängen davon ab, welche Teile gemessen wurden. Die massive Taukappe (Durchmesser 145mm) ist fest aufgesteckt, sie kann zwar mit etwas Krafteinsatz abgezogen werden, ist aber normalerweise nicht so vorgesehen. Neben Deckeln für Objektiv und OAZ werden ein ca. 2cm langes 2"-1,25" Reduzierstück mitgeliefert und 2 Rohrschellen, aber _keine_ Prismenschiene. So ergeben sich ca. folgende Werte:

OTA mit Taukappe und Reduzierstück und Rohrschellen: 3,9kg / 65cm

OTA dto. ohne Rohrschellen: 3,5kg

OTA ohne Taukappe und Reduzierstück: 50cm, Gewicht keine Ahnung, vermutlich um die 3kg. Evt. könnte man also eine leichtere Kunststofftaukappe nehmen, aber dann wird das Ganze zunehmend hecklastig.

Die Skywatcher SynScan Monti ist soweit ich weiß weitgehend baugleich mit der Nexstar SLT, evt. hat die also das gleiche Stativproblem mit den weichen Plastikmuffen... Tragkraft des Arms ist bei der SLT 3,5kg bei 90cm Hebel, entsprechend ca. 5kg bei 60cm Hebel. Den FH 120 packt sie also noch einigermaßen, braucht aber schon ca. 2 sec Ausschwingzeit.

Zu den Bildchen bei Binoviewer: meiner zeigt um den Jupiter einen ca doppelt bis dreimal so weiten, aber dafür etwas schwächeren Blauviolettsaum als dort, und der Planet selbst erscheint nicht so relativ farbneutral, sondern ohne Farbunterschiede scheußlich grüngelb, dafür aber nicht ganz so weich. Hat man diesen Schlag in die Magengrube weggesteckt, erkennt man auf der grünen Scheibe bei gutem Seeing recht viele dunklere, aber mit deutlichem Kontrast abgesetzte Details, etwa vergleichbar mit der Schärfe der Bildchen vom 150/1200 Newton. Nur halt eben eingebettet in diesem widerlichen Einheits-Grün oder Gelbgrün, was mit zunehmender Beobachtungsdauer aber etwas erträglicher wird, vermutlich weil das Auge einen Weißabgleich versucht. Wer bei sowas schreiend wegrennt, muß zum teuren ED-Apo oder zum 130er oder 150er Newton greifen.

Bei DeepSky sind die Sterne um das Trapez im Orion-Nebel herum im FH auch bei 130fach noch scharf, und der Kontrast im "Gewölk" gut, bei Kugelsternhaufen kann man je nach Helligkeit bis ca. 100fach gehen, bevor die blauen Säume zu viel Kontrast kosten - hier geht an einem 150er/F5 Newton ein Tick mehr, bei Galaxien herrscht nach meinem Empfinden dagegen weitgehend Gleichstand. Sollte man aber alles erst mal selber ausprobieren, jedes Auge kann verschieden sein, auch im spektralen Kontrastempfinden. Am Tag dagegen ist in mittleren Entfernungen für meinen Geschmack bei 50x Schluß, mit manchen Okularen geht auch noch 60x. Es hängt aber auch vom Motiv ab, bei höheren Entfernungen können z.B. Strukturen am Horizont (Aussichtsturm, Funkmasten etc.) auch mit deutlich mehr Vergrößerung bei weit über 100x noch relativ scharf und kontrastreich wiedergegeben werden, weil der Blausaum dann förmlich "verfliegt".

Auch wenn die Serienqualität normalerweise heute gut zu sein scheint, bei Neukauf würde ich einen seriösen Händler wählen, der das Ding vor Auslieferung nochmal checkt und notfalls nachjustiert, was auch für den manchmal zu kippeligen OAZ gilt. Und wenn man geschickt den Tubus/OAZ innen an ein paar Stellen mit Veloursstreifen auskleidet, steigt der Kontrast nochmal sichtbar an. Ein Planetenkiller wird's aber never ever.

Gruß,
Mathias
 
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Hallo Alf,

nimm die 66 Zentimeter mal als gegeben hin und zwar mit eingefahrenem OAZ und ohne Zenitspiegel, den Du für sinnvolle Beobachtungen durchaus benötigst.

In Schönrechnungen fehlen solche Kleinigkeiten häufig und zwar nicht nur in der Länge (mein ZS packt z.B. 7 cm drauf), sondern auch beim Gewicht.
Gewichtstechnisch kommt zum, ZS wohl aus rein praktischen Gründen auch noch ein Okular hinzu, ein Sucher kann leicht (billiger Peiler) sein, muss aber nicht.
Man rechnet also im Normalfall, bei jedem Teleskop und fairerweise eher 1000 Gramm Zubehörgewicht drauf als 500 Gramm runter, nimmt die Länge und damit den Hebel praxisgerecht konfiguriert und schaut sich dann die Herstellerangaben zur Tragfähigkeit von Monti und Stativ an.
Davon nimmt der Praktiker nochmal lieber 20% (besser mehr) weg als 10% mehr draufpacken zu wollen, denn die Hersteller sind in ihren Angaben zur Tragfähigkeit IMMER überaus optimistisch.

Lediglich beim Transport hat eine abnehmbare Taukappe einen Nutzen, leider war sie bei den Geräten die ich aus dieser Produktkette kenne nicht abnehmbar, auch nicht mit Gewalt. Andere schaffen das (ist wohl Serienstreuung), z.B. auch der Vater dieses Threads

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=171656

Der Thread ist interessant, weil er recht ehrlich die Gründe für das regelmäßig und fast ausnahmslos schlechte Abschneiden dieser Optiken in der Praxis aufdeckt, nein eigentlich nur mal sattsam Bekanntes benennt. Die Anleitung zur Verbesserung kann ich hingegen nicht empfehlen, ich gehöre zu den Kritikern des zu risikoreichen Vorgehens mit fragwürdigem Erfolg, außer man hätte nun wirklich eine extremst schlechte Optik erwischt und keine Rückgabemöglichkeit.

An der Stelle nun mal der Schwenk zu den Azimutalen Einarmgabeln auf Stativ, möglichst mit GoTo.
Schau mal hin! Ein Teleskop welches bis in den Zenit druchschwenken soll darf hinten nur max 20 cm über den Drehpunkt hinausragen.
Die Abbildungen verraten schon, das wird mit Refraktor und Reflektor nichts, zumal man die frühere Rohrschelle (Teleskop verschiebbar) durch Prismenschiene/Klemmung ersetzt hat (starr).
Da erstaunt sogar mich, dass der Hersteller der von Dir genannten Montierung so realistisch ist, nur einen 102/500er Refraktor zuzumuten.
Der ist das oberste Limit, ebenso wie der 130/600er Newton, wobei der größere, universellere und leistungsstärkere Newton sogar preislich günstiger liegt.
Der Newton hat den kürzeren Hebel, die günstigere Gewichtsverteilung und erfordert unabhängig von sitzender oder stehender Beobachtungsposition immer eine geringere Stativhöhe, weil der Einblick (außer bei absoluter Horizontbeobachtung) deutlich höher liegt.

In der Summe sind 102/500er Refraktor und 130/650er Newton also je nach Sichtweise gleich schlecht oder gut auf einer Skyscan GoTo aufgehoben.
Ein 120/600er Refraktor ist deutlich über Limit und wer mir nicht glaubt, mag den Herstellern glauben die ihn so nicht anbieten. Das kann sich aber schnell ändern, wenn Bedarf angemeldet wird. Für die ist sinnvoll, was sich verkaufen lässt. Was Du siehst interessiert die wenig.

Sollte Dich die uneingeschränkte Erreichbarkeit des Zenits interessieren, heißt es auch bei anderen azimutalen Lösungen genau hingeschaut.

Die Idee von 6" oder 8" Reisedobson, eventuell sogar Umbau des eigenen Teleskops (eisern sparen und machen lassen, z.B. Dieter Martini) ist schon nicht so leicht auszuhebeln, denn alles andere wird auch nicht billig oder sehr kompromissbehaftet.
Andererseits ist ein kleines transportables Zweitteleskop bei fast jedem aktiven Beobachter mit Geräten ab 8" aufwärts zu Hause, was halt bei Leuten mit 20" Zöllern schon mal dazu führt, dass ein 8-Zöller der kleine Transportable ist.

Sollte es so ein Skywatcher oder Chelestron Teil werden, dann bedenke, dass die Elektronik (in meinem Fall) weder Frost noch Feuchtigkeit mochte und dann gerne mal ausfiel.

Erwärmst Du Dich nicht für den 130er Newton darauf, dann verzichte auf gute Planetenbeobachtung, lass den reinen Richfielder 120/600mm ohnehin aus und nimm den leichteren, kürzeren und mit noch weiterem Feld aufwartenden 4-Zöller.
Dabei gilt, was schon Fabian (Deylon) ansprach.
Je kleiner die Öffnung, um so wichtier ist ein wirklich guter, ein sehr guter Himmel.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Alf,

Ich habe den Vorgänger der kleinen Skywatcher Gotomonti hier. Ist noch von Celestron, aber die Technik ist die gleiche. Ich habe eben mal probeweise den 130PDS da drauf geschnallt. Die Kombination wackelt wie ein Lämmerschwanz und in Zenitnähe stößt der Tubus ans Stativ. Und wenn ich mir vorstelle da noch ein schweres 2"-Übersichtsokular rein zu stecken... :smiley63:

Ich rate davon ab. Wenn Skywatcher die Monti in Kombination mit einem 5"er anbietet, muss der wesentlich leichter als der 130PDS sein. Deshalb würde ich auch nicht den 120/600er drauf tun, der ist ähnlich wuchtig und dürfte die Monti ebenfalls überfordern.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Marcus,

ja so ist das.
Der zu den GoTo Montierungen angebotene 130/650er Newton ist tatsächlich etwas leichter als der recht massive PDS, hat m.E. auch einen kleineren FS (Vorsicht, nicht gesicherte Annahme aus der Erinnerung heraus), ist aber darauf immer noch grenzwertig. Genau so grenzwertig wie ein 102/500er Refraktor mit praxisbezogener Ausstattung.
Ich hatte den 100/600er manchmal drauf, wenn mal eine Vergleichsbeobachtung anstand, z.B. zum 114/450er Newton oder zum 114/660er Dobs. Der 100/600er ist schwerer und etwaslänger als ein Skywatcher 102/500er. Scharfstellen war da schon ein Akt.
Den 120/600er SW kann man darauf komplett vergessen.

Gruß
*entfernt*
 
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