Schwach recherchiert,Herr Vixenuser!
Hi Vixenuser,
Diese Aussage ist absurd.
Es war gerade der Auftrag (von Seiten der Akademie der Wissenschaften Anfang der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts) an D.D. Maksutov, ein farbfehlerfreies langbrennweitiges und kompaktes katadioptrisches System zu schaffen, das zudem komafrei sein sollte.
Wenn es "Farbfehlerfrei" sein soll darf er keine Lichtbrechenden Elemente verwenden,das ist Physik.
Es ist also völliger Unsinn zu schreiben, daß "zu erwarten war", daß katadioptrische Systeme einen Farbfehler zeigen werden, nein, richtig ist, daß Sie konzipiert und gebaut worden sind, um den Farbfehler bis auf kleinste Reste zu beseitigen !
Im Gegenteil,M.Leckel hat schon ganz Recht mit seiner Aussage.
Ein System,welches
kleinste Reste eines Farbfehlers aufweist ist nicht
Farbfehlerfrei .
Deshalb braucht ja man eine Korrekturplatte mit voller Öffnung für den Cassegrain, ein kleines Mangin-Element im Strahlengang wie beim VMC von Vixen erfüllt die obige Forderung nicht.
Auch du ahnst es nicht,hier irrt "Vixenuser",der vielleicht mal ein gutes Buch wie den Rutten/van Veenrooij nicht nur zitieren sondern auch lesen und am besten auch verstehen sollte,gleich zweifach!!
Das VMC hat keinen
Manginspiegel !
Nie gehabt,macht auch keinen Sinn,ist einfach Blödsinn,lies auf S.132 was das ist,oder frag M.Leckel,der kann es dir erklären.
Und selbstverständlich brauche ich auch keine Korrekturplatte in voller Öffnung.
Auch nicht für "
den Cassegrain ",sondern für eine Cassegrain-Version mit sphärischen Hauptspiegel.
Dort muß ich die
sphärische Aberration wegkorrigieren,das kann ich aber entweder
vor dem Spiegel durch einen full-size Korrektor oder
nach dem Hauptspiegel mit einem subaperture-Korrektor.
Siehe
hier:
Dieses von Field entworfene System hat Vixen übernommen und es funktioniert ganz ausgezeichnet,mag es nun den Gregory-Mak oder Rumak-Anhängern gefallen oder nicht.
Aber um dir noch einen kleinen Leckerbissen hinzuwerfen:
Um die Korrektur mit dem Fullsizekorrektor zu erreichen sind geringere Brechkräfte nötig als beim Subaperturekorrektor.
Bevor du daraus aber vorschnell falsche Schlüsse ziehst,der kleine Korrektor wird zweimal durchlaufen,das relativiert die benötigten Brechkräfte dann wieder.
Kannst du ja mal probeweise ausrechnen...
Bis dann in einem ellenlangen Thread hier auf astronomie.de nachgewiesen wurde, daß es sich bei dem VMC allenfalls um einen Field-Cassegrain Typus handelt, der hinsichtlich seiner optischen Leistungsfähigkeit dem echten Maksutov deutlich unterzuordnen ist, wenn man z.B. die außeraxiale Koma betrachtet ( Rutten/van Venroji Telescope Optics Chapter 11 Page 103 ff).
Bla-bla,hatten wir schon.
Auf Seite 103ff handeln Rutten/van Veenrooij die Mak-Familie ab,und wenn du mal S.105 aufschlägst,dann siehst du oben die lausigen Spotdiagramme eines Maksutov-Cassegrains mit einem Krrektor in voller Öffnung.
Sieht schlimm aus,nicht wahr?So wie bei einem 8"f/6 Newton,nur hat der dann wenigstens keinen "Farbfehler".Um die außerachsiale Koma zu beseitigen reicht offensichtlich kein Fullsizemaksutovkorrektor,es braucht schon etwas mehr!
Dies zu rechnen war das Verdienst des von dir gern zitierten aber offensichtlich nicht verstandenen Rutten.
Der zusätzliche Freiheitsgrad durch einen separaten Fangspiegel nit vom Korrektor unabhängigen Krümmungsradius ermöglicht erst die Beseitigung der außerachsialen Bildfehler(!)
Und nun wird deutlich,warum das VMC,so wie kürzlich im Praxistest,sowohl was Farbe als auch Abbildung im Feld betrifft,überzeugen kann:
Hier sind die erforderlichen Freiheitsgrade so wie beim Rumak vorhanden.
Dies und die gekonnte Umsetzung in der Serie entscheidet über die Abbildung.
Es ist letztendlich nicht verwunderlich, daß das VMC so empfindlich in die Kritik geriet, denn gerade die Vorzüge des reinen Maksutov (mit Korrekturplatte voller Öffnung) werden durch das VMC-Konzept vollkommen zunichte gemacht:
Nein,es kam in die Kritik,weil es eine Konkurrenz zu etablierten Systemen ist.
- Maksutov: keine Obstruktion durch Fangspiegelstreben / VMC: starke Obstruktion durch Fangspiegelstreben
- Maksutov: hervorragende Farbkorrektur im visuellen Spektrum / VMC: Farbfehler durch Spärochromasie des Korrekturelements in Verbindung mit dem HS.
Oh weh,wieder geht es drunter und drüber:
Die
Obstruktion durch die Fangspiegelstreben kannst du getrost vergessen,angesichts der Größe der real existierenden zentralen Obstruktionen.
Die Streben verursachen selbstverständlich wie beim Newton Spikes,deren Einfluß auf die Kontrastübertragung viel geringer ist,als Kleinechsen für möglich halten.
Ich empfehle mal wieder die Lektüre eines Postings von Mario_II ,diesmal beim Astrotreff:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=1925
Aber weiter:
Der Maksutov hat keine "
hervorragende Farbkorrektur ",was willst du denn bei einer Spiegeloptik an Farbe "korrigieren"?!
Nein,der Maksutov hat,sofern er nicht ein zu
großes Öffnungsverhältnis oder eine bei gegebenem Öffnungsverhältnis eine
zu große Öffnung (!) hat nur einen FArbfehler,der unter der Auflösungsgrenze bleibt und deshalb vernachlässigbar ist,so wie beim VMC.
VMC: Farbfehler durch Spärochromasie des Korrekturelements in Verbindung mit dem HS.
Was bitte soll der Hauoptspiegel in dem Zusammenhang?!
Das ist wieder einmal Blödsinn,falls eine Sphärochromasie vorhanden wäre,die über die Airy-Disc hinausginge (was sie aber offensichtlich nicht macht),dann nur wegen des Lichtbrechenden Elementes.
- Maksutov: hervorragendes außeraxiales Verhalten selbst weit außerhalb der optischen Achse (30mm) / VMC: wie bei jedem Cassegrain schon 10mm "off-axis" deutliche visuell sichtbare Aberrationen.
Wieder falsch:
Sieh dir die Spotdiagramme des Gregory-Mak an,so schlecht ist kein klassischer Cassegrain gleicher Öffnung und gleichen Öffnungsverhältnisses!
Nur der
Rumak hat hier die Nase vorn,also keine unzulässigen Verallgemeinerungen.
Das VMC zeigt 10mm außerhalb der Achse
keine "deutlich visuell sichtbaren Aerrationen".
Am besten man vergleiche einmal die Spot-Diagramme des Gregory-Maksutovs mit einem Rumak-Design auf Seite 105 des Fachbuchs Telescope-Optics/Rutten-van Venroji und ziehe dann noch die Spot-Diagramme eines klassischen Dall-Kirkham hinzu, als Vertreter des klassischen Cassegrains.
Mann ich könnte ausflippen,wieder nur pseudowissenschaftlicher Wortmüll!
Auf S.105 wie so oft schon von mir erwähnt siehst du einen miesen Maksutov (Gregory) und einem guten Maksutov (Rumak).
Ein Dall-Kirkham ist kein klassischer Cassegrain!
Ein klassischer Cassegrain hat einen Parabolischen Hauptspiegel und einen konvex-hyperbolischen Fangspiegel.
Ein Dall-Kirkham hat einen ellypsoiden Hauptspiegel und einen sphärischen Fangspiegel.
Letzterer hat nichts mit einem VMC zu tun,dies ist ein eigenständiges Sytem mit speziell dafür gerechnetem Korrektor.
Das VMC von Vixen ist ein Verlegenheitsdesign wie der Dall-Kirkham ("Mewlon") von Takahashi....
Nein,das VMC sowie das Mewlon sind vollkommen verschiedene Konstruktionen.
Das VMC ist auch kein Verlegenheitsdesign,sondern ein anderes Design,mit Vorteilen und Nachteilen.
Die kürzliche Beobachtung mit dem VMC offenbarte den gegenüber einem gleichgroßen Rumak vorhandenen
Vorteil :
Das VMC ist offen und kann daher schneller auskühlen als ein nicht aktiv belüfteter Rumak gleicher Größe.
So war trotz fallender Temperaturen und den damit einhergehenden Problemen Mond- und Planetenbeobachtung bis über die sinnvolle Maximalvergrößerung möglich.
Ein selbst nur 6" großer unbelüfteter Rumak bot bei vergleichbaren Bedingungen ein jämmerliches Bild,erst nach über 2 (!) Stunden war es bei stark fallenden Temperaturen wirklich gut.
Dies soll als Beispiel dienen,warum trotz der Spikes durch die Spinne ein VMC bei bestimmten äußeren Bedingungen besser als ein Rumak sein kann,während dieses bei anderen Bedingungen dann vor dem VMC sein kann.
...da die stark gekrümmte Korrekturplatte so schwer herzustellen ist.
Nee,das ist easy,Null problem in einer Großserie,genau deshalb werden die rein sphärischen Mak`s ja gemacht,weil die rein sphärischen Flächen sehr leicht in guter Qualität herstellbar sind.Wenn dann noch das Design (Rumak) stimmt und die Fertigungspräzision auch in der Serie,die Details (voll Kollimierbar,brauchbare Fassungen,...)
dann ist so ein Mak auch in der Praxis gut,wenn das Wetter stimmt.
So,nun noch eine persönliche Frage:
Ist es dir nicht peinlich dich vor hunderten Lesern lächerlich zu machen,indem du aus guten Büchern falsch oder unpassend zitierst sowie deine Unkenntnis der von dir gerne angeführten Teleskopdesigns zur Schau stellst?
Oder ist es dir egal,glaubst du das VMC mit schlechten oder falschen Argumenten schlecht machen zu können?
Dein Problem hier on-Board ist,daß es hier Forenteilnehmer gibt,die wirklich etwas von Teleskopen verstehen.
Viele von denen haben
vorzeigbare Ergebnisse vorzuweisen,wie M.Leckel,
dessen Marsbilder du lapidar als
in Anbetracht der verwendeten Optik recht ordentlich
bezeichnest.Hast du den Mumm deine Bilder dagegen zu stellen?
Oder nimm den zu deinem Glück in den Urlaub aufbrechenden Alois,der würde dir etwas von Teleskopdesign erzählen können.
Oder Mario Ries,der zu deinem Glück zur Zeit keinen Internetanschluß hat.
Und einige weitere,manche haben sich ja schon zu Wort gemeldet.
Und denkst du wirklich,die vielen Leser hier würden etwas auf die Aussagen eines Users geben,den niemand hier kennt und der nichts vorzuweisen hat?
Ich denke,daß man da lieber einem M.Leckel vertraut,der neben langer Erfahrung mit hochwertigen Teleskopen unterschiedlicher Bauweise (Apo,Lomo-Newton,Intes-Mak) auch einige extrem gute Bilder vorzeigen kann,siehe seine Homepage.
Denkst du wirklich,daß hier irgendjemand etwas auf die offensichtlich mißratenen Aussagen eines "Vixenuser" gibt,der mal 3 kleine Vixenteleskope sein eigen nennt,später dann ein VMC,in der Diskussion mit M.Leckel dann angeblich ein SCT,früher gar mehrere(!) ins Feld führt,kein Bild zeigen kann,niemand der persönlich bezeugen kann,daß er gar existiert und ein Teleskop justieren kann,denkst du also,daß irgendjemand auf deine Aussagen etwas gibt??
Karsten
(Stiftung gesunder Menschenverstand e.vau)