Vorankündigung Explore Scientific 25mm 100° Okular

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Bresser_GmbH

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Hallo,

wir freuen uns das neue Explore Scientific 25mm 100° Okular vorstellen zu können. Wir erwarten erste Stückzahlen des Okulars Ende Juni/Anfang Juli.

0218425 25mm 100° Explore Scientific Okular - UVP 659,00€

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo

Das hört sich ja interessant an. Kannst Du vieleicht auch schon was zu dem 5,5mm 100° ES sagen das in den Staaten bald erscheinen soll ?

Beste Grüsse
André
 
Hallo,

finde ich auch hochspannend, wie man die 100° durch eine 2" Steckhülse quetschen will. Hat irgendwie was von den Kollegen des CERN die meinten, ihre Neutrinos seien schneller als die Lichtgeschwindigkeit - und am Ende war nur ein Stecker in der Messapparatur locker. Ich will jetzt aber nicht spekulieren, was bei den ES Leuten evtl. locker ist.


Andreas
 
Hallo Sven,

derzeit gibt es nur zwei Exemplare. Ich werde eines davon vorraussichtlich auf der NEAF mit nach D nehmen. Dann kannst Du ja auf der ATT oder dem ITV mal durchgucken.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo André,

zum 5,5mm habe ich noch keinen Liefertermin - ich spekuliere mal Photokina. Grundsätzlich ist es so: Alle Artikel erscheinen weltweit gleichzeitig. USA wird nicht früher beliefert wie wir. Aber Scott kümmert sich um die Okulare, deswegen hat er in der Regel die Prototypen, und die zeigt er natürlich auch anderen. Mit anderen Neuentwicklungen ist das eben anders - die große Montierung konnte man auf der AME angucken, bevor das erste Exemplar letztes Jahr auf der NEAF zu sehen war.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,

durchgucken gern, wohl aber nur auf dem ATT. Es wird aber in beiden Fällen kaum die Möglichkeit für eine Sterndurchlaufmessung geben. Ich hatte halt gehofft, ihr hättet so einen Wert in der Schublade. Finde ich nicht ganz unwichtig. Den Andreas ignorier ich mal, sonst reg' ich mich nur unnötig auf.
Ich hatte ursprünglich mal errechnet, dass ausgehend von der Verzeichnung eines 13mm Ethos bei ca. 26mm Brennweite und 100° das 2" Format voll wäre. Daher die Frage, ob das bei Eurem 25mm so ziemlich so ist. Für mich wäre das ein Kaufargument, denn damit wäre es für 2" Geräte das vom Feld her finale 100° Okular. Annehmbare Randabbildung vorausgesetzt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

in der Schublade haben wir den Wert nicht - das hat einfach damit zu tun, daß das ja ein "nicht realer" Wert ist, also nicht der reale Feldblendendurchmesser, sondern der, der sich ergibt wenn man die Formel verwendet. Wenn wir nur eines da haben, dann kann ich Dir natürlich keines leihen. Aber sprich mich doch einfach im Juni noch mal an. Du könntest aber auf das ATT ein 2" Okular mit maximalem Gesichtsfeld mitbringen, und dann die Gesichtsfelder vergleichen.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,

keine schlechte Idee. Wenn das nur nicht so Glasbausteine wären! Ich werde mal schauen, ob ich Zaunpfähle zähle. :)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Tassilo

Danke für die Info für das 5,5mm 100°. Photokina ? Da muss ich mich wohl noch ein wenig gedulden. Aber Vorfreude ist die schönste Freude! :biggrin:

Grüsse
André
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also zerlegt und vermessen haben wir das ES 25 auf der WSP vor ein paar Wochen nicht, aber gegen Ethos und 26 mm Nagler getestet, im großen Dob, im C14 und mittleren Apo schon.

Das ES 25 scheint 100° zu beitzen, die Verzeichnung ist Vergleichbar mit Ethos 21 mm. Das Einblickverhalten beim ES 25 ist was mich fasziniert hat. Bisweilen war unter den UWA das Leitz 30 mm 88° mein Favourite, aber das ES setzt noch eines Drauf und ist eines der komfortabelsten UWA Okular durch das ich je durchgeschaut habe.

Die Abbildungsgüte ist mit Nagler 26 und Ethos 21 vergleichbar, mit ganz geringem Abstrich in der Transmission, hier Punktete Tele Vue noch minimal, aber mir wurde gesagt, das bei der Serie vielleicht noch eine Transmissionsverbesserung zu erwarten sei.

Das ES 25 hat jedoch noch etwas ... es ist ein Anreiz an Al Nagler über ein Ethos 25 nachzudenken.

Wer mehr als 82° möchte und das bei ca. 25 mm Brennweite , zu einem bezahlbaren Preis, wird vom ES 25 begeistert sein
 
Zitat von Sven_Wienstein:
es wäre sicher spannend, den effektiven Feldblendendurchmesser zu erfahren
Zitat von R_Andreas:
finde ich auch hochspannend, wie man die 100° durch eine 2" Steckhülse quetschen will. Hat irgendwie was von den Kollegen des CERN die meinten, ihre Neutrinos seien schneller als die Lichtgeschwindigkeit - und am Ende war nur ein Stecker in der Messapparatur locker. Ich will jetzt aber nicht spekulieren, was bei den ES Leuten evtl. locker ist.
Man braucht sich doch nur die bekannten Feldblenden und Brennweiten der TV Ethos Serie anzuschauen, dann kann man sich schnell davon überzeugen, dass ein 100° Feld bei einer Brennweite von 25 mm in einer 2" Steckhülse durchaus möglich ist.

Vor einem Jahr wurde hier schon mal über die maximal mögliche Brennweite bei einem Feld von 100° spekuliert:

Ethos, größere Brennweite möglich?

Ich zitier hier noch mal, was ich damals dazu schrieb:


>>> Wenn man die nominellen Parameter der bis jetzt existierenden Ethos Okulare fortsetzt und von einer maximalen Feldblende (fb) von 45 mm in 2" ausgeht, dann kommt man auf eine maximale Brennweite (f) von 26 mm:

...... f ........ fb ....... SGF ...... SGF
... (mm) ... (mm) .... (nom.) .... (*)

..... 3.7 .... 7.04 ..... 110° .... 109.0°
...... 6 ..... 10.4 ..... 100° ..... 99.3°
...... 8 ..... 13.9 ..... 100° ..... 99.6°
..... 10 ..... 17.7 ..... 100° .... 101.4°
..... 13 ..... 22.3 ..... 100° ..... 98.3°
..... 17 ..... 29.6 ..... 100° ..... 99.8°
..... 21 ..... 36.2 ..... 100° ..... 98.8°


..... 26 ...... 45 ....... 100° ..... 99.2°

wobei der in der letzten Spalte aufgeführte SGF(*) Wert nach der Formel

SGF(*) = fb/f * 180°/π

berechnet ist.

Ein 26 mm Ethos ist also durchaus vorstellbar und möglich. <<<


Ein 25 mm ES Okular mit einem Feld von 100° hätte dann theoretisch eine effektive Feldblende von

fb = f * SGF/57.3° = 25 mm * 100°/57.3° = 43.6 mm

Gruß, Peter


 
Hallo Peter,

endlich mal einer der das SGF mit der korrekten Formel berechnet. :super:
Mir stößt das auch immer sauer auf wenn hier beim Okular mit der Tangens Formel gerechnet wird und dann schreit man Verzeichnung oder unterstellt dem Hersteller kein korrektes SGF angegeben zu haben.

In Wirklichkeit hat man nur mit der falschen Formel gerechnet, eine leider sehr verbreitete Unsitte.
Anscheinend hält sich diese trotz deiner Aufklärung sehr hartnäckig so dass ich es auch mal mit einem anderen Ansatz probieren möchte welcher den Freunden des Tangens entgegen kommt.
Eventuell verstehen Sie es ja dann.

Wie Du schon schreibst ist der Unterschied bei kleinerem SGF (50° oder weniger) marginal aber bei den sehr großem SGF um die es hier geht wird dieser ganz erheblich und man sollte sich gefälligst bemühen hier eine vernünftige Berechnung vorzunehmen bevor man Verzeichnung schreit.

Wer sich nicht von der Tangens Formel lösen kann für den soll hier mal ein Weg beschrieben werden.

Berechnung SGF eines Okular mit 21mm Brennweite Feldblende 36,2mm

Anstatt das Pferd von hinten aufzuzäumen solle man erst mal das Wahre Gesichtsfeld bei entsprechender Feldblende anhand eines Beispiels bestimmen.

Nehmen wir mal 1000mm Brennweite für das Teleskop dann ergibt sich mit der Tangensformel.

GF = 2x arctan ((d/(2f))
GF = 2x arctan ((36,2/(2x1000)) = 2,074°

Schritt 2 Vergrößerung

V = f obj / f oku
V = 1000 / 21 = 47,62

Schritt 3 SGF berechnen

SGF = wahres GF x Vergrößerung
SGF = 2,074° x 47,62 = 98,76°

Wie man sieht kommt man so auch auf das gleiche Ergebnis wie nach Peters Formel
SGF = d/f oku x 180 / Pi
SGF = 36,2 / 21 x 180 / Pi =98,76°

Eventuell ist aber meine ´Herangehensweise über das Wahre Gesichtsfeld etwas anschaulicher, wenn gleich natürlich deutlich umständlicher.
Ich hoffe aber es kann jetzt jeder nachvollziehen.

Wen ich das Pferd von hinten aufzäume und die Tangesformel am Okular anwende käme ich auf ein gänzlich anderes Ergebnis
Alpha = 2x arctan ((d/(2f oku))
Alpha = 2x arctan ((36,2/(2x21)) = 81,52°
Das macht immerhin 98,76 – 81,52° = 17,24°

Es ist unsinnig hier 17,24 ° Verzeichnung zu schreien!
Man muss schon die Sinnvolle Art der Berechnung vornehmen!
Peter hat den Unterschied hier sehr schön beschrieben.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...046/Re_Ethos_gro_ere_Brennweiten_m#Post800046

Ich hoffe mal das man sich das endlich mal hinter die Ohren schreibt
Was zählt ist letztlich das Wahre GF was mir das Okular mit einer bestimmten Feldblende an meinem Teleskop zeigt.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Zusammen,

welches n fehlt hier? Dann stellt doch die Zauberformel mal dar. So wird sie auch anhänger finden.
Allerdings... dass eine Verzeichnung auftritt lässt sich nicht leugnen. Am Rand spielt man Rugby, nicht Fußball.

Clear Skies
Sven
 
Mich würde mal der Augenabstand interessieren. Wenn das wieder nur 14mm sind, ist es für uns Brillenträger unbrauchbar.

CS,
Peter
 
Hallo Markus,

"es ist ein Anreiz an Al Nagler über ein Ethos 25 nachzudenken" - Das hat er doch schon, und hat daraufhin auch verkündet man könne das nicht bauen (Das habe ich allerdings nur aus 2. Hand, der Orginallink fehlt mir). Geht vieleicht auch nicht mit einem Ethos-ähnlichen Design. Das 25mm besitzt aber eine Weiterentwicklung, die mit einer Linse weniger auskommt - bei gleicher Leistung und mit erweitertem Brennweitenbereich.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Sven,

keines es muss Pi heißen.

Dann stellt doch die Zauberformel mal dar. So wird sie auch anhänger finden.

Die Formel beruht auf den Beziehungen im sogenannten Einheitskreis, es geht hier also um den Radiant mit der bekannten Beziehung
1rad = 360°/2Pi oder 180°/Pi = 57,2957….°

Das ist kein Zauber sondern eine allgemein übliche Beziehung die einem eigentlich bekannt vorkommen sollte.
Wir arbeiten hier also mit einer Sphäre anstatt einer Ebene.
Warum ist das die korrekte Basis für die Berechnung das SGF eines Okulars?
Wir haben nun mal „nur“ die Brennweite des Okulars als Ausgangsmaß
Das setzt eine gekrümmte Fläche voraus denn eine Planfläche hat keine bzw. eine unendlich große Brennweite.
Nur eine gekrümmte Fläche vereinigt alle Strahlen in einem Brennpunkt.

Es ist daher unzulässig im Zusammenhang mit einer in Relation zum betrachteten Durchmesser bzw. Radius gesehen kleinen Brennweite einfach eine Ebene und die Brennweite als Abstand von derselben anzunehmen.
Eine Ebene vereinigt nun mal nicht alle Strahlen im Abstand der Brennweite in einem Punkt.
Man darf hier also bei Arbeit mit dem Tanges daher auch nicht einfach die Brennweite als Abstand zur betrachteten Ebene (Durchmesser Feldblende) annehmen.

Ist die Brennweite wesentlich größer wie der betrachteten Durchmesser bzw. Radius ist dies aber zulässig da der Unterschied hier verschwindend klein wird.
Deshalb komme ich im oben von mir vorgerechneten Beispiel auch mit der Tangensformel im betrachteten Beispiel mit den 1000mm Brennweite auf das korrekte Ergebnis bezüglich des Wahren Gesichtsfeldes und daraus resultierend auch bezüglich des SGF des Okulars mit der betrachteten Feldblende.

Auch bei etwas kleinerem SGF des Okulares kommt man mit dem Tangens bei Betrachtung der Okularbrennweite noch sehr nah an das richtige Ergebnis.
Wenn also das Pretoria eines Herrn Klee mit 50° SGF auch nach der Tangensformel bei Betrachtung von Feldblende und Okularbrennweite recht nah an diese 50° kommt liegt das nicht an der Kunst eines Herrn Klee sondern schlicht an dem mit 50° relativ kleinen SGF.
Die zunehmende Diskrepanz beider Rechenansätze die erst oberhalb von 50° SGF spürbar wird ist völlig unabhängig vom Design!

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

ich mag eine Menge Zeug machen, aber Pi als n zu schreiben weil es einen Hauch von Ähnlichkeit gibt, scheint mir doch frevliges Tun zu sein. Es gibt ja nun hilflose Gesten wie "sz" stat "ß" (welches eigentlich ein Beta ist). Mal gucken, was dieser Editor mit dem echten &#960; so macht.

Nun mal zur Rechnerei. Wenn man sich das Bildfeld eines Teleskopes anschaut und dabei ein geebnetes Bildfeld annimmt, dann ist die Anwendung des Tangens anschaulich klar.
Fragt sich allerdings, warum dem Okular kein solch geebnetes Bildfeld zugesprochen wird, alldieweil es doch lediglich umkehrt, mit anderer Brennweite, was das Teleskop tat: Aus quasi parallelen Lichtstrahlen über eine Fläche verteilt wird ein Strahlenkegel mit Brennpunkt geformt - bzw. aus eben einem solchen werden wieder parallele Lichtstrahlen über eine (andere) Fläche gemacht.

Und wird sollten festhalten: Ganz anschaulich ist der Mond am Rand eines Ethos, ES, Nagler Typ 5, Typ 6,... nicht rund. Man sieht ein Ei. Verzeichnung ist vorhanden.

Ich möchte nicht auf der gern von mir gewählten Tangens-Beziehung bestehen, aber ich möchte gerne die Formeln begründet anwenden. Das fehlt mir in dieser Herangehensweise noch. Ich könnte mir jetzt durchaus vorstellen, dass hier eine Argumentation über z.B. die Kreuzung der Strahlenbündel in der AP folgt - aber die würde ich halt gern mal hören. Zum Formelverständnis, denn es nützt ja nichts, Formeln nur nachzubeten.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von Sven_Wienstein:
ich mag eine Menge Zeug machen, aber Pi als n zu schreiben weil es einen Hauch von Ähnlichkeit gibt, scheint mir doch frevliges Tun zu sein. Es gibt ja nun hilflose Gesten wie "sz" stat "ß" (welches eigentlich ein Beta ist). Mal gucken, was dieser Editor mit dem echten &#960; so macht.
Dann probier doch mal, was der hiesige Editor aus der Kreiszahl 'pi' so alles produziert: &'xx'; ('xx' = pi):

Arial: ................................... π
Book Antiqua: ....................... π
Gothic: ................................. π
Courier New: ......................... π
Georgia: ............................... π
Microsoft Sans Serif: ............... π
System: ................................ π
Times New Roman: ................. π
Verdana: ............................... π

Ich hab nun wirklich keine Lust, bei jedem mathematischen Symbol auch noch nach der besten Schrifttype zu suchen.
Irgendeiner wird es immer missverstehen. Eigentlich sollte der Sinn des Symbols hier ja sofort aus dem Zusammenhang folgen

180°/π

 
Peters Formel ist die korrekte Formel für das Gesichtsfelds eines Okulars ohne angular magnification distortion. Kann man sich auch ganz einfach klar machen, wenn man mal ein bisschen drüber nachdenkt. Winkel wird proportional in Winkel übersetzt.

Die tangens Formel von Dir entspräche dem Gesichtsfeld eines Okulars ohne rectilinear distortion.

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo Sven,

Ich möchte nicht auf der gern von mir gewählten Tangens-Beziehung bestehen, aber ich möchte gerne die Formeln begründet anwenden. Das fehlt mir in dieser Herangehensweise noch.

eine Erläuterung findest Du in Rutten / Venrooij Telescope Optics S. 169
Für astronomische Zwecke gilt die Formel 16.3.2
Achtung Beta ist in Radiant anzugeben!!!
Es ist die „Zauberformel“ die auch Peter angibt.

Zitat von P_E_T_E_R:
fb = f * SGF/57.3° = 25 mm * 100°/57.3° = 43.6 mm
Die Gegenrechnung über das Wahre Gesichtsfeld am konkreten Teleskop

Nehmen wir an Du hast eine Optik mit 1000mm Brennweite, das Okular hat 25mm Brennweite und das SGF soll 100° sein.
Dan hast Du eine Vergrößerung von 1000/25 = 40fach.
Das Wahre GF müsste also hier wenn das Okular ein SGF von 100° haben soll 100° / 40 = 2,5° sein.
Das macht nach dem Tanges bei 1000mm Brennweite eine Feldblende von

Y= 2* tan (2,5° / 2) * 1000 = 43,6mm

Du siehst die 43,6mm Feldblende zeigen Dir genau das Wahre GF welches ein Okular mit 25mm Brennweite und 100° SGF an der jeweiligen Optik zeigen muss.
Es wird also absolut nichts künstlich aufgeblasen!

Grüße Gerd
 
Vielleicht hilft ja die angehängte Grafik, die Unterschiede zwischen rektilinearer und winkeltreuer Abbildung bei einer Vergrößerung von 100x zu visualisieren. Dabei ist α der wahre Winkel am Himmel und β der scheinbare Winkel hinter dem Okular ...
 

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Wir arbeiten hier also mit einer Sphäre anstatt einer Ebene.
Warum ist das die korrekte Basis für die Berechnung das SGF eines Okulars?
Wir haben nun mal „nur“ die Brennweite des Okulars als Ausgangsmaß
Das setzt eine gekrümmte Fläche voraus denn eine Planfläche hat keine bzw. eine unendlich große Brennweite.
Nur eine gekrümmte Fläche vereinigt alle Strahlen in einem Brennpunkt.

Das ist nur dann richtig, wenn das Okular nach Winkelbedingung konstruiert ist. Wenn man nur die Brennweite des Okulars kennt, ist das allerdings eine Annahme. Genauso gut könnte man annehmen, dass es nach Kreisbedingung oder Tangensbedingung konstruiert ist. Ein Okular muss nicht zwangsläufig eine kugelschalige Brennebene besitzen, es gibt z.B. Planokulare für 60° und mehr SGF.

Für ein Okular nach Winkelbedingung kann man vom SGF auf das wahre Feld mit WGF=SGF/V schließen, wenn die Brennebene des Objektivs (hier des Teleskops) genauso gekrümmt ist wie die des Okulars. Falls dies nicht so ist (wovon beim Teleskop auszugehen ist - es hat eine in erster Näherung plane Brennebene), wird die Brennebene des Objektivs auf die sphärische Brennebene des Okulars projiziert. Bei Annahme einer planen Brennebene des Objektivs, führt dies schließlich (neben Randunschärfe) zu Einführung einer kissenförmigen Verzeichnung, deshalb ist das WGF kleiner als über die Beziehung WGF=SGF/V berechnet. Will man bei gegebener planen Brennebene eine winkeltreue Abbildung des Gesamtsystems erzielen, bleibt nur, das Okular nach Tangensbedingung zu konstruieren.

Holger Merlitz hat unter Zuhilfenahme älterer Untersuchungen am Beispiel des Fernglases gezeigt, dass man für eine physiologisch winkeltreue Abbildung auch die Eigenschaften des Auges einbeziehen muss. Ein nach Tangensbedingung arbeitendes afokales Gesamtsystem aus Okular und Objektiv wird von den meisten Benutzer als leicht tonnenförmig verzeichnet wahrgenommen.

Original geschrieben von: P_E_T_E_R
fb = f * SGF/57.3° = 25 mm * 100°/57.3° = 43.6 mm

Die Gegenrechnung über das Wahre Gesichtsfeld am konkreten Teleskop

Nehmen wir an Du hast eine Optik mit 1000mm Brennweite, das Okular hat 25mm Brennweite und das SGF soll 100° sein.
Dan hast Du eine Vergrößerung von 1000/25 = 40fach.
Das Wahre GF müsste also hier wenn das Okular ein SGF von 100° haben soll 100° / 40 = 2,5° sein.
Das macht nach dem Tanges bei 1000mm Brennweite eine Feldblende von

Y= 2* tan (2,5° / 2) * 1000 = 43,6mm

Du siehst die 43,6mm Feldblende zeigen Dir genau das Wahre GF welches ein Okular mit 25mm Brennweite und 100° SGF an der jeweiligen Optik zeigen muss.
Es wird also absolut nichts künstlich aufgeblasen!

Das ist nicht richtig.

Der Durchmesser der Feldblende nach fb = f * SGF/57.3° = 25 mm * 100°/57.3° = 43.6 mm liegt auf der als Kugelschale ausgebildeten Brennebene des Okulars ist also sphärisch gekrümmt.

Der Durchmesser der Feldblende nach Y= 2* tan (2,5° / 2) * 1000 = 43,6mm liegt in der Ebene.

Letztlich führt die Abbildung der planen Kreisfläche auf die der sphärisch gekrümmten zu der etwas leienhaft als "aufgeblasen" bezeichneten Verzeichnung.

Jens
 
Hallo Jens,

Für ein Okular nach Winkelbedingung kann man vom SGF auf das wahre Feld mit WGF=SGF/V schließen, wenn die Brennebene des Objektivs (hier des Teleskops) genauso gekrümmt ist wie die des Okulars.

die Krümmung der Brennebene des Objektivs ist in Bezug auf die Verzeichnung der Kombination Objektiv / Okular eher vernachlässigbar.
Selbst wenn wir Optiken mit vergleichsweise sehr starker Krümmung des Bildfeldes betrachten ist der mit dem Okular betrachtetet Ausschnitt der Sphäre so winzig das in Bezug auf Verzeichnung kein wirklich praxisrelevanter Unterschied zwischen der Projektion Sphäre zu Planfläche besteht.

Nehmen wir mal eine schon relativ heftige Krümmung des Bildfeldes von R=200mm und betrachten die oben erwähnten ebenfalls recht extremen 43,6mm Feldblende dann sind das 43,6 / (2*200*3,14) = 3,47%
Das ist immer noch relativ wenig und hier hab ich wie gesagt schon einen Extremfall angenommen.
Meist beobachten wir ja mit deutlich kleinerer Feldblende und die Bildfeldwölbung des Objektivs ist in der Regel auch deutlich schwächer ausgeprägt.

Will man bei gegebener planen Brennebene eine winkeltreue Abbildung des Gesamtsystems erzielen, bleibt nur, das Okular nach Tangensbedingung zu konstruieren.

Holger Merlitz hat unter Zuhilfenahme älterer Untersuchungen am Beispiel des Fernglases gezeigt, dass man für eine physiologisch winkeltreue Abbildung auch die Eigenschaften des Auges einbeziehen muss.

Leider verwechselst Du hier was.
Nach Tangensbedingung bekommt man keine Winkeltreue sondern eine geradlinige Abbildung!
Ein Fernglas sollte nach Möglichkeit auch keine winkeltreue Abbildung haben sondern eben eine geradlinige.
Beides geht nicht!

Ein nach Tangensbedingung arbeitendes afokales Gesamtsystem aus Okular und Objektiv wird von den meisten Benutzer als leicht tonnenförmig verzeichnet wahrgenommen.
Das mag sein, unser Gehirn ist hier ohnehin zu einer gewissen Kompensation fähig.
Wer von einem Röhrenmonitor mit gewölbter Bildfläche auf einen Flachbildschirm umgestiegen ist wird wissen was ich meine.
Außerdem ist auch die Netzhaut unserer Augen gekrümmt.

Letztlich führt die Abbildung der planen Kreisfläche auf die der sphärisch gekrümmten zu der etwas leienhaft als "aufgeblasen" bezeichneten Verzeichnung.

Wir leben nun mal in einer dreidimensionalen Welt und auch der Himmel ist keine Planfläche.
Eine Projektion auf eine solche kann unmöglich sowohl geradlinig als auch winkeltreu erfolgen.
Man muss sich entscheiden.
Für Terrestrische Zwecke wird man die geradlinige Abbildung bevorzugen.
Für Astro Zwecke die winkeltreue Abbildung.
Wenn wir Koordinaten am Himmel angeben dann sind das immer Winkel.
Wenn wir scheinbare Größen von Objekten angeben sind das Winkel.
Wenn wir das Gesichtsfeld für unser Teleskop angeben dann ist das ein Winkel.
Wenn wir Koordinaten Messen sind das Winkel die wir messen.
Deshalb ist es für Astro wichtig eine winkeltreue Abbildung zu haben.

@sven
Wie weit bist Du denn nun mit der Lektüre der genannten Seite?
Wer das Buch nicht hat, hier ein Link zu einem Auszug mit dem wesentlichem Inhalt.

http://www.televue.com/engine/TV3_page.asp?id=113&plain=TRUE

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

ich bin zwar mit der Seite fertig, mache mir aber noch Gedanken. Allerdings bleibt es pragmatisch betrachtet immer noch eine Tatsache, dass der Mond ein Ei im Nagler ist. Reduziere ich die 82° auf das, was nach Feldblende und Tangens rauskommt, würde das wohl das Ei ausgleichen.
Ich habe aber das Gefühl, dass dieser Eiermond nur gerade schöngeredet werden soll, indem man eine winkeltreue Abbildung als verzeichnungsfrei darstellen will.
Jedenfalls wird im Rutten etwas zu salopp hingestellt, dass man astronomisch Winkeltreue möchte. Denn ein Nagler ist eigentlich nicht für Beobachtungen gedacht, bei denen es auf Winkeltreue ankäme.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Allerdings bleibt es pragmatisch betrachtet immer noch eine Tatsache, dass der Mond ein Ei im Nagler ist. Reduziere ich die 82° auf das, was nach Feldblende und Tangens rauskommt, würde das wohl das Ei ausgleichen.
Ich habe aber das Gefühl, dass dieser Eiermond nur gerade schöngeredet werden soll, indem man eine winkeltreue Abbildung als verzeichnungsfrei darstellen will.
Hallo Sven und allerseits,

also, dieses Gerücht vom Eiermond im Nagler kann ich überhaupt nicht bestätigen. Theoretisch macht es ohnehin keinen Sinn, und praktisch konnte ich es an keinem meiner 82° Naglers (17 mm uund 22 mm) verifizieren. Ein Ethos besitzte ich nicht, das mögen andere überprüfen.

Al Nagler notes:

For reference, the maximum angular magnification distortion of the 13mm Ethos is no more than 1% at any point in the 100° field.


Zum Bildanhang: Kein Mond, sondern die runde Laterne am Nachbarhaus, jeweils afokal hinter dem Okular photographiert:

(a) Tak FS102 + TV Nagler 22 (Lampe mittig)

(b) wie (a) (Lampe am Bildfeldrand)

(c) Tak FS102 + FFC + TV Nagler 22 (Lampe am Bildfeldrand)

 

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Hallo Peter,

ich kenne jetzt wieder das 22er Nagler nicht, aber beim 31er Nagler wird der Mond am Rand definitiv ein Ei und laterale Farbe kommt auch (sieht man bei deinen letzten Bild auch beim 22er ein wenig).
Wer das am 31er Nagler kritisiert, möge es tun, ich tus nicht, denn für solche Beobachtungen kauft man kein Nagler.
Das ist aber hier nicht Thema, sondern die schlichte Tatsache, dass das tatsächlich am Himmel erreichbare Gesichtsfeld bei all diesen extremen Weitwinkelokularen unter Berücksichtigung des verwendeten Teleskops nicht 82° oder 100° entspricht, sondern merklich kleiner ist.
Daraus ziehe ich den Schluss, dass bei der Berechnung der Feldangaben Bildfeldwölbung/Verzeichnung im Spiel sein muss.

Bilder sind immer schwierig zu bewerten. Ich frage mich, ob tatsächlich das volle Bildfeld, wie es das Auge aufnehmen kann im Bild ist oder ob das durch die Position der Kamera der Rand abgeschnitten ist.
Die Deckenlinien sind im Original sicher gerade!?
Im Bild sind sie es nicht.

Gruß
*entfernt*
 
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