Was ist der richtige Einstieg in die Hobbyastronomie?

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HeroAAX

Aktives Mitglied
Hallo,
ich bin vor kurzem erst auf dieses Rabbit Hole gestoßen und war sofort fasziniert.
Deshalb möchte ich mir jetzt auch einen Newton Reflektor zulegen.
Allerdings würde ich mir auch gleichzeitig gerne die Astrofotografie näher anschauen. Macht es Sinn ohne fotografische Vorkenntnisse und Equipment sofort in die Astrofotographie einzusteigen oder werde ich mehr Spaß haben, wenn ich es zuerst bei der visuellen belasse? Welches Budget brauche ich für den Einstieg und welche Kamera lohnt sich dafür?

Danke für eure Antworten!
Tobi
 
Hallo Tobi,

Standort und dortige Lichtverschmutzung sind erste Kriterien für die Ausgangsentscheidung zum Schwerpunkt "Visuell only, EAA*) oder Astrofotografie".
Dazu noch die Transportwege bzw. -möglichkeiten, die Du nutzen kannst z.B. Hochhaus, Auto, Bus & Bahnen, Fahrrad.
Danach können wir dann über Deine bevorzugten Beobachtungsobjekte und Dein Equipment reden.

Gruß,
Peter

*) EAA A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)”
 
Hallo Tobi,
gratulation zu diesem absolut süchtig machenden Hobby. Suche Dir unbedingt Gleichgesinnte in deiner Umgebung Sternwarte Verein oder ähnliches.
Es ist gleichzeitig das Zeitraubendste und frustrierenste Hobby das ich kenne.
Aber gerade weil es nicht so einfach ist und einem nicht alles zufliegt, schüttet jedes kleine Erfolgserlebnis die entsprechende Menge Endorfine aus ;-).
Es lohnt sich dranzubleiben aber Blind etwas zu kaufen ist definitiv nicht zu empfehlen. Da man zunächst noch gar nicht weiss wo die Stolpersteine sind und wo man überalll gegenlaufen kann. ;-)
Ausserdem muss man ja auch wissen was alles Möglich ist und wo die Grenzen sind. Und dann kommt da noch die eigene Erwartungshaltung die erst einmal kalibriert werden muss.

Genug geschafelt . Falls du an Astrofotografie interessiert bist.
Fotoguru - Frank - mit einer neuen Sendung mit der Maus für Astrofotografen ;-)
 
Macht es Sinn ohne fotografische Vorkenntnisse und Equipment sofort in die Astrofotographie einzusteigen oder werde ich mehr Spaß haben, wenn ich es zuerst bei der visuellen belasse
Moin Tobi,

ich denke es spielt keine große Rolle, falls Du nicht sowieso auch in die normale Fotografie einsteigen möchtest. Es macht aber bei dem zu beschaffendem Equipment einen Unterschied. Das fängt zum Beispiel bei einem Newton an, der für (spätere) Astrofotografie besser gleich in einer PDS-Version angeschafft werden sollte.
Auch wiegt z.B. eine DSLR eher mehr, als eine "echte" Astrokamera, was sich dann bei der benötigten Montierung auswirken kann.
Welche Kamera sich "lohnt" ist so nicht zu beantworten. Buget, Einsatzzweck, eigene Ansprüche,... Aber hier im Forum gibt es sehr viele Threads, die sich mit einenm Einstieg in die Astrofotografie beschäftigen. Einfach mal die Suchfunktion verwenden.

LG
Immo
 
Hallo Tobi,

das sind einfach viel zu wenig Infos.

Da stelle ich erst einmal Fragen:

- Welche Vorerfahrungen - Schon mal durch ein Teleskop gesehen ?
- Bedingungen vor Ort
Wo soll beobachtet werden ? Im Garten / Balkon, muss es transportabel sein ?

Astrofotografie
- Ist schon eine Kamera vorhanden ?
- Eher Deepsky oder Planeten / Mond

Dein max. Budget ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Tobi,

von mir auch ein Willkommen im Forum.

Da sind ja schon einige Informationen für Dich aufgelaufen.

Ob man gleich mit der klassischen Astrofotografie einsteigen soll oder nicht, da gibt es keine einhellige Meinung.
Der Eine schafft es, der Andere nicht oder nur schleppend mit viel Frust.
Hängt meines Erachtens von Deinen, wie hier schon erwähnt, Vorkenntnissen ab, nicht nur was das Beobachten und Teleskop angeht, sondern auch in der Fotografie.
Dabei ist aber zu beachten das Tageslichtfotografie wenig bis gar nichts mit der Abbildung des Sternenhimmels zu tun hat.

Dann halt das Budget. Klassische Astrofotografie geht ins Geld.
Da ist rein visuell genügsamer und auch das von Peter / @casati angesprochene EAA.

Für mich persönlich war der Weg über die rein visuelle Beobachtung hin zu EAA der "angenehmere" Weg, wenn auch nicht trivial.

Wie schon geschrieben wurde, gleichgesinnte suchen, Volkssternwarte, Forum intensiv durchstöbern, theoretische Grundlagenbeschaffung, ... ... ...
 
"Was ist der richtige Einstieg in die Hobbyastronomie?"
Offenbar - siehe dieses Forum - sieht das bei jedem ein wenig anders aus. Klar.

Generell: was kaufen, was einem gefällt - nicht nur, was andere einem sagen, was IHNEN gefällt.
Aber auch Argumenten zuhören.

Einstieg: mal visuell mit der Möglichkeit auch mal ein Foto zu machen. Also: parallaktisch, Teleskoptyp wäre m.E. egal. Brennweite so 400-700 und gut is. Ein Teleskop kann sowieso nicht alle Objekte gleich groß oder gleich hell zeigen, das betrifft uns alle gleichermaßen.

lg
Niki
 
Moin,

der beste Einstieg ist der in einen Verein oder die Mitarbeit in einer Volkssternwarte allgemein, damit Du nicht allein loslegen musst. Das vermittelt das erforderliche Grundwissen und vermeidet immens Frust.
Auf dem Weg kannst Du feststellen, was Dir Spaß macht und Dir DANN eine eigene Ausrüstung zusammenstellen. Allein mit einem nach Forenlektüre zusammengesuchten Equipment loszulegen führt in der Regel zu einem frustrierten Jammerthread in diesem (oder anderen) Foren nach dem Motto "Hab das Zeug aufgebaut, nix geht, was mach ich falsch?" - Das kann man sich getrost ersparen in dem man im Kreis Gleichgesinnter anfängt und damit praktische Hilfe von Anfang an hat.

CS
Jörg
 
"Was ist der richtige Einstieg in die Hobbyastronomie?"
Offenbar - siehe dieses Forum - sieht das bei jedem ein wenig anders aus. Klar.

Generell: was kaufen, was einem gefällt - nicht nur, was andere einem sagen, was IHNEN gefällt.
Aber auch Argumenten zuhören.

Einstieg: mal visuell mit der Möglichkeit auch mal ein Foto zu machen. Also: parallaktisch, Teleskoptyp wäre m.E. egal. Brennweite so 400-700 und gut is. Ein Teleskop kann sowieso nicht alle Objekte gleich groß oder gleich hell zeigen, das betrifft uns alle gleichermaßen.

lg
Niki
Guter Gedanke. Gerade was die Fotografie angeht mit nicht zu großer Brennweite anfangen. Jedes Teleskop hat seinen Himmel aber kleinere Brennweite machen den Einstieg leichter.
 
Hallo Tobi,

da ich nicht darüber spekulieren will, wie Deine Bedingungen sind, gehe ich nur darauf ein, was Du geschrieben hast. Du willst einen Newton kaufen, der visuell und fotografisch funktioniert. Da kommen zwei bewährte Kandidaten in Frage: Skywatcher 130/650 PDS und 150/750 PDS. Ich würde mit dem kleineren Modell anfangen, der Unterschied zum 150er ist nicht groß, aber in der Handhabung wirst Du Dich mit dem 130er leichter tun. Ich hab ihn auch und bin zufrieden mit dem Teil. Man kann prima damit beobachten und für Fotos taugt er auch. Darüber gibt es unzählige Berichte und Rezensionen im Netz. Allerdings bin ich mehr Refraktor-Fan und benutze meistens meinen kleinen ED-Apo für Fotos.

Unter den 130 PDS passt auch eine kleine Montierung, weil er unter 5 kg wiegt. Ich empfehle z.B. die Skywatcher AZ GTIX. Die hat GoTo und Nachführung, ist aber "nur" azimutal, daher für den Anfänger aber gut bedienbar und gerade für Newtons praktisch, weil Newtons auf parallaktischer Montierung etwas unpraktisch sind. Es gibt aber auch vergleichbare Montierungen von anderen Herstellern.

Zum Budget: Den PDS bekommst Du in beiden Größen gebraucht für 250,00 bis 300,00 EUR. Eine geeignete motorisierte Montierung mit Stativ bekommst Du für ca. 500,00 EUR, mit Glück auch günstiger. Für eine Astro-Kamera solltest Du 200-400,00 EUR einplanen. Mit welcher Du beginnst, ist fast egal am Anfang. Das hängt natürlich auch davon ab, was Du fotografieren willst. Ich kann für den Anfang die ZWO ASI 120 mc-s (230 EUR) empfehlen, die ist am besten für Mond und Planeten geeignet, kann aber auch für erste Schritte an hellen Deepsky-Objekten eingesetzt werden, allerdings wirst Du dann schnell Lust auf eine Kamera mit größerem Sensor bekommen. Dann kannst Du die 120 mc-s aber trotzdem später für eventuelles Guiding benutzen, die ist also auf keinen Fall ein Fehlkauf.

Du siehst, es werden sich immer neue Türchen öffnen, wenn Du erst mal begonnen hast. Wichtig ist aber, einfach mal anzufangen. Der Rest ergibt sich dann.

LG Olaf
 
Hallo Tobi,
herzlich willkommen hier im Forum und beim schönsten Hobby der Welt. Konkret zu deiner Frage: Es ist sinnvoll, wenn du dich in die visuelle Astronomie richtig einarbeitest, denn wenn du einmal fotografierst, hast du während der Belichtung Zeit, visuell zu beobachten. Grundsätzlich finde ich es schwierig, alleine den Einstieg zu schaffen. Einfacher ist es mit Kollegen, die alle Fehler schon selbst gemacht haben, die du sonst teuer bezahlen müsstest. Deshalb mein Rat: Besuche einen Astroverein/Volkssternwarte und probiere verschiedene Fernrohre, Montierungen, Astrokameras und Beobachtungsgebiete aus. Dort triffst du Astrokollegen, die gerne helfen, zeigen, vormachen und teilen. Manche davon haben auch Ausrüstung zu verkaufen, die du vorher testen kannst und günstig erwerben. Viel Erfolg bei deinem Einstieg.
CS Harald
 
Guten Morgen Tobi,

obwohl ich nicht alles gelesen habe, was meine Kollegen weiter oben ausgeführt haben, wollte ich Dir noch eine weitere Option mit auf den Weg geben, nämlich die des Gebrauchtkaufs. Auch ich habe erst kürzlich, vor rund einem dreiviertel Jahr, mit der Astronomie angefangen und bisher ALLES (bis auf einen Adapter, den ich schnell benötigte), gebraucht erstanden. Und ich bin dabei NIE angegangen, im Gegenteil! Sehr oft sind mir freundliche Leute sehr entgegen gekommen, wenn sie gemerkt haben, dass ich neu dabei bin. Wenn Du mal meine "Teleskopiker"-Beiträge liest, dann wird Dir klar, wie viel Zeugs das ist. Aber ich habe auch einen weniger wissenschaftlichen Ansatz, als so mancher meiner Kollegen hier.

Womit wir beim zweiten grundlegend wichtigen Punkt wären: Darüber, ob Du schlußendlich dabei bleiben wirst, entscheiden Deine persönliche Neugier und Begeisterungsfähigkeit. Ich kann mir mittlerweile ein Leben ohne Astronomie nicht mehr so richtig vorstellen - nach neuen Monaten! Das liegt aber daran, dass ich noch immer jedes Mal völlig verzaubert bin, wenn ich durch ein "altes" Instrument den Blick an den Himmel richte. Wobei die Faszination an den alten Instrumenten bei mir eine dominante Rolle spielt.
Das ist bei jedem anders. Vielleicht bist Du richtig heiß auf gute, selbst gemachte Fotos, oder willst irgendwelche Objekte eines Katalogs abklappern, keine Ahnung. Dann gehe zu einem Verein und lasse Dich dort "einnorden". Ich habe mich einfach fallen lassen und viel gelesen und das hat mir völlig gereicht.

Unterstrichen sei in diesem Zusammenhang auch nochmal der Hinweis von Niki (der mit der Teetasse - kleiner Insiderscherz ...), nur die Sachen zu kaufen, die Dir auch gefallen. Das mag momentan komisch klingen, hat aber mehr Bedeutung, als die meisten von uns zugeben würden.

Subsummiert: hör' Dich um, lese viel und/oder nehme Kontakt auf zu einem Astro-Verein, wenn Dir danach ist; oder zieh' es alleine durch. Kaufe Dir zwei gebrauchte Instrumente, einen Refraktor mit vielleicht 80 mm und einen Spiegel mit was-auch-immer, ein paar Okulare - und los geht's. Wenn Du hier hängen bleibst, kaufst Du Dir sowieso nochmal andere Teleskope und vertickst die ersten wieder - insofern ist es fast egal, was Du jetzt anschaffst.

Hinterdenke Dich nicht. Geh' Sterne pflücken, Bruder ...

Ursus
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön gesagt Ursus.
Da steckt viel Wahrheit drin.
Und ja, das Teleskop was man am meisten benutzt ist das Beste.
Und was nutzt man am meisten?
Das, welches man mag.
Vllt wegen des Aussehens, vllt wegen des Gewichtes, völlig egal.
Es ist ein Hobby, und das wird vom Spaß den man dabei hat, bestimmt.
Mach was dir Spaß macht.

LG
Olli
 
Ich bn schon gespannt wann sich Tobi wieder meldet.
Ohne weitere Infos kann ich da nichts empfehlen.

Ich weiß ja nur, dass es ein Newton werden soll.
Aber welche Öffnung ? Als Dobson oder mit Montierung auf Stativ.

Ohne Angaben zum Budget, Einsatzort usw... wird es schwierig.

Gruß,
Holger
 

Hallo Tobi,

Standort und dortige Lichtverschmutzung sind erste Kriterien für die Ausgangsentscheidung zum Schwerpunkt "Visuell only, EAA*) oder Astrofotografie".
Dazu noch die Transportwege bzw. -möglichkeiten, die Du nutzen kannst z.B. Hochhaus, Auto, Bus & Bahnen, Fahrrad.
Danach können wir dann über Deine bevorzugten Beobachtungsobjekte und Dein Equipment reden.

Gruß,
Peter

*) EAA A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)”
Hallo Peter,
die Lichtverschmutzung bei mir ist recht groß (Klasse 5 auf der Bortle-Skala), wehalb ich eine mobile Ausrüstung brauche. Ein Auto steht mir momentan nicht zur Verfügung, allerdings kann ich Ausrüstung unter 25kg (wenn sie robust genug ist) in Bus, Bahn, und zu Fuß mitnehmen.
Ich finde zwar DeepSky Objekte (Nebel, Galaxien etc.) spannender, möchte mich aber so früh noch nicht festlegen und am besten ein Teleskop nehmen, mit dem man auch Planeten betrachten kann.

LG
 
Ich bn schon gespannt wann sich Tobi wieder meldet.
Ohne weitere Infos kann ich da nichts empfehlen.

Ich weiß ja nur, dass es ein Newton werden soll.
Aber welche Öffnung ? Als Dobson oder mit Montierung auf Stativ.

Ohne Angaben zum Budget, Einsatzort usw... wird es schwierig.

Gruß,
Holger
Hallo Holger,
so genau weiß ich das auch noch nicht.
Da aber oftmals Dobson Teleskope zwischen 130mm - 200mm Öffnung und 650mm - 1200mm Brennweite für Anfänger empfohlen werden, würde ich auch etwas dazwischen nehmen. Es scheint, dass es zu diesen typischen Einsteigergeräten viel Infos und Hilfe im Internet gibt. Aktuell schaue ich auf ebay und anderen Plattformen (astroshop, teleskop-spezialisten etc.) nach Angeboten/ gebrauchten Teleskopen. Mein Budget liegt bei ca. 400€.

Lichtverschmutzung, Mobilität und Interessen habe ich im vorherigen schon beantwortet (sofern ich schnell genug bin ist das der Post über diesem).

LG
 
Hallo Tobi,

wie hier schon angeklungen, kannst Du mit jedem Teleskop starten, solange das System in sich stimmig ist.
Das das Teleskop zur Montierung passt, die Okulare zum Teleskop... ... ...

Ebenso gilt, jedes Teleskop hat seinen Himmel, heißt, mit jenem Teleskop kannst Du jene Objekte gut beobachten und mit einem anderen Teleskop andere Objekte gut beobachten.

Und bei Dir wohl sehr wichtig
allerdings kann ich Ausrüstung unter 25kg (wenn sie robust genug ist) in Bus, Bahn, und zu Fuß mitnehmen.
das es sehr transportabel ist und sich sicher und gut verstauen lässt.
Bis 25 Kg ist schon was. Da denke auch daran das das Zeugs spät Abends und Nachts wieder zurück muss.

Ich finde zwar DeepSky Objekte (Nebel, Galaxien etc.) spannender, möchte mich aber so früh noch nicht festlegen und am besten ein Teleskop nehmen, mit dem man auch Planeten betrachten kann.
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht, aber annähernd käme für mich ein Newton in 130/650 oder evtl. noch 150/750 und eine Alt/AZ Montierung in Betracht.

Da aber oftmals Dobson Teleskope zwischen 130mm - 200mm Öffnung und 650mm - 1200mm Brennweite für Anfänger empfohlen werden,
Für den Einstieg sind die Teile auch nicht schlecht.
aber "Der" Standarddobson, 200/1200, ist mit Öffis und zu Fuß nicht so der Knaller.
Kleinere Dobson, der so genannte Tischdobson, wie schon der Name sagt, braucht einen festen Unterbau, Tisch eben. Muss dann auch transportiert werden.

Da wäre für mich eine kleine Stativ Alt/AZ einfacher zu transportieren.

Da bleibt fast nur der Gebrauchtmarkt.
 
Hallo Tobi,
wer einem Anfänger ein Teleskop empfiehlt, hat keine Ahnung und berichtet bestenfalls wohlmeinend von den eigenen Erfahrungen. Ich empfehle noch einmal den Besuch eines Vereins oder einer Volkssternwarte. Dort kannst du nicht nur fragen, sondern probieren. Das ist gerade bei begrenztem Budget Gold wert.
Dass du ernsthaft mit 25kg Equipment rausfahren willst, könnte dir den Spaß am Hobby schnell verderben. Nur das Fernrohr ist gut, das auch benutzt wird.
CS Harald
 
Dobson Teleskope zwischen 130mm - 200mm Öffnung und 650mm - 1200mm Brennweite
Von Budget her würde das passen, vor allem gebraucht. Bei den gängigen Marken kann man da auch nicht so viel falsch machen.
Ein günstiges Angebote in deiner Nähe kann da viellecht den Ausschlag geben.

wehalb ich eine mobile Ausrüstung brauche
OH, das ist aber echt schwierig. Der Tubus ist da noch nicht mal das Problem aber gleichzeitig noch die sperrige Rockerbox würde ich nicht mit in den Bus nehmen.
Im Bollerwagen zu Fuß von zu Hause aus ein paar hundert Meter wäre OK oder mit dem Fahrradanhänger noch etwas weiter, aber im Bus, nein.

Ein kompakter Tischdobson könnte ich mir da noch vorstellen. Müsste dann vor Ort aber die Möglichkeit bestehen den irgendwo drauf zu stellen.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

Einen Dobson 150mm Öffnung und mit 25kg Gesamtgewicht

komisch, der enfache GSO:
Gesamtgewicht des Teleskopes: 17,1 kg (9 kg Tubus, 8,1 kg Basis)

Aber wie gesagt, Tubus und vor allem Rockerbox zusammen im Bus kann ich mir nicht vorstellen.

Wie sind eigentlich unabhängig von der Lichtverschmutzung die Möglichkeiten zur Beobachtung vor Ort ?

Egal welches Teleskop, die Hemmschwelle extra alles mit in den Bus zu nehmen wäre bei mir schon recht hoch, spontanes Spechtelvergnügen sieht anders aus.:p

Gruß,
Holger
 
Der Skywatcher ist mit 25kg angegeben.
Aber was in meinen Augen eher das Problem ist, ist die sperrige physische Größe.
Das ist eigentlich maximalnunpraktikabel XD

LG
Olli
 
Hallo Holger,
so genau weiß ich das auch noch nicht.
Da aber oftmals Dobson Teleskope zwischen 130mm - 200mm Öffnung und 650mm - 1200mm Brennweite für Anfänger empfohlen werden, würde ich auch etwas dazwischen nehmen. Es scheint, dass es zu diesen typischen Einsteigergeräten viel Infos und Hilfe im Internet gibt. Aktuell schaue ich auf ebay und anderen Plattformen (astroshop, teleskop-spezialisten etc.) nach Angeboten/ gebrauchten Teleskopen. Mein Budget liegt bei ca. 400€.

Lichtverschmutzung, Mobilität und Interessen habe ich im vorherigen schon beantwortet (sofern ich schnell genug bin ist das der Post über diesem).

LG
Hallo Tobi,

ich würde erstmal überhaupt nichts kaufen!

Mein Rat war ernst gemeint - schau Dich erstmal in aller Ruhe um besuch Telekoptreffen und Astrovereine und informiert Dich. Geld aus dem Fenster hauen ist in dem Hobby extrem einfach - und meistens extrem frustrierend, weil man als Anfänger noch nicht weiß, was auf einen zu kommt. Dann steht das ganze Geraffel da und landet nach ein paar Anstandsjahren bei eBay.

Wenn man mal praktisch ein paar Sachen ausprobiert und gesehen hat, hat man auch ein Gefühl für die Geräte, wie groß sie tatsächlich sind, wie das mit dem Aufstellen und einrichten geht, was man damit sieht und was nicht.

DANN macht m.E. die Anschaffung einer eigenen Ausrüstung Sinn, weil man das ganze dann nicht nur auf Hörensagen (Internet-Wissen) sondern auf eigene Erfahrung stellen kann.

Mir geht der Thread schon zu stark in Richtung Einkaufsführer. Schlepp mal probeweise 2 Kästen Milch ne halbe Stunde durch die Gegend - das sind 25kg. Das glaube ich beim Transport ohne Auto nur, wenn auf der Wiese daneben ein Dutzend lila Milka-Kühe stehen.
Im ÖPNV völlig unrealistisch, und manuell geschleppt schon erst Recht. Fotostativ, Kamera und vllt. ein Tracker glaube ich da schon eher. So eine Plackerei tut man sich ein oder zwei mal an, dann stellt man fest "O Sch... - ich seh ja gar nicht was ich im Forum immer seh, klappt ja alles nicht" und schon hat man einen neuen Staubfänger geboren.
Das ist kein Bashing sondern Erfahrung. Also klein Anfangen, schlau machen, und geordnet wachsen, aber nicht gleich nen Techniksaurier beischaffen, der dann wegen Unpraktikabilität zur Untätigkeit verdammt ist.

CS
Jörg
 
Hallo Tobi,
das wegfahren mit dem ÖPNV ist meiner Meinung nach ein sehr großes Hindernis für dieses Hobby.
Da kommt sehr schnell der innere Schweinehund, welcher dir einredet, zu kalt, zu schwer, zu hell, zu müde, zu spät, zu schlechtes Seeing usw.
Das Ende vom Lied wird sein, dass das Equipment in der Ecke verstaubt und du letztlich einer anderen Beschäftigung nachgehen wirst.
Wenn du bei dir zu Hause wirklich Bortle-5 erreichst ist das gar nicht so schlecht.
Trotz der Einschränkung kann man unter solchen Bedingungen mit einem etwas größeren Spiegel, z.B. mit einem 12" Newton, sehr schön Kugelsternhaufen auflösen und sich Planetarische Nebel ansehen.
Mit und ohne entsprechende Filter wie z.B. OIII, gibt es auch viele Nebelfetzen zu sehen.
Sonne, Mond und Planeten gehen so oder so und sind quasi unabhängig von der Lichtverschmutzung zu sehen.
Mein Tipp also, richte dich zu Hause, oder in Wohnortnähe ein, so dass du schnell einsatzbereit bis und mal schnell einen Blick riskieren kannst.
Viele Sternfreunde haben einen Dobson in ihrer Garage auf einem Rollbrett stehen, oder mit Schubkarrengriffen ausgestattet.
Rausrollen, Lüfter an, Okular rein und los geht's ;)
LG
 
Deep Sky aus der Stadt, das schreit nach 5,5nm Hbeta
Schau mal hier
Das Sonnensystem selbst hat auch viel zu bieten, Lichtverschmutzungsunabhängig.

LG
Olli
 
Hi Tobi,

aber schau Dir das mal praktisch an. Auf nahezu jeden Teleskoptreffen stehen Dobsons und andere Teleskope in allen denkbaren Formen rum, und mit freundlicher Kontaktaufnahme kann man meistens auch mal durchsehen oder mit dem Besitzer fachsimpeln. Das ist der einzige Weg bevor so ein Teil bei Dir rumsteht damit in Kontakt zu kommen. Auch ein 12 Dobs ist schon eine große Maschine die auch ihren Platz finden will. Wie gesagt, erstmal ansehen, Meinung bilden und DANN kaufen.

CS
Jörg
 
Hallo Freunde

weshalb ich eine mobile Ausrüstung brauche.
Nun, wenn man die Gerätschaften nachts herumschleppen muss so bleibt einem nicht anderes übrig als "kleine Brötchen zu backen".
Da bleiben dann allerdings nur drei Möglichkeiten:
entweder man greift zu einem kleinen, transportablen Tischdobson was einen Tisch und Stuhl vor Ort voraussetzt oder man nimmt eine ultra leichte Montierung mit einem 130 Newton oder 80mm F11-Refraktor was dann überall auch im Stehen noch geht. Die Kurzen "Refis" mag ich nicht so, die sind mir am Planeten zu "bunt". Die Nummer 822101 hat bei mir in Sachen Abbildung einen guten Eindruck hinterlassen denn dieser Refraktor ist schön leicht und ist am Planeten auch noch für eine 160er Vergrößerung gut. So was gab es vor Weihnachten für schmale 155 €. Die Montierung ist halt sehr wackelig aber das haben die ultra leichten Dinger leider nun mal so an sich. So ein Refraktor mit Montierung wiegt dann komplett so um die 5-7 kg dazu noch ein Satz leichter Okulare und das alles in einer entsprechenden Tragetasche. Sowas lässt sich dann an einer Hand noch relativ bequem tragen und man ist mobil und kann (fast) überall hin und seinem Handwerk nachgehen.
Ein 130er Newton mit Goto verlangt wieder nach Strom ist schon wieder merklich schwerer und sprengt in neu den vorgegebenen Preisrahmen von ca. 400€ bei weitem.
Ein 6" oder gar 8" Dobson mit 1,2 Meter Brennweite läßt sich nur im sitzen komfortabel bedienen. Aber wer soll den inklusive Sitzgelegenheit dann noch schleppen?
Mir währe das zu viel. Ist man Nachts zu Fuß unterwegs dann sind wir dann schnell wieder bei den "kleinen Brötchen" denn 25Kg durch die Gegend schleppen macht auf dauer keinen Spass! Und jedes Teleskop hat bekanntlich immer noch seinen Himmel.
Nur mit der Fotografiererei, als dritte Möglichkeit, wird es mit der leichten Montierung schwierig wenn nicht gar unmöglich. Da braucht man eine stabile Nachführung mit Stomversorgung und sehr kleiner Optik damit man alles noch tragen kann. Die Optik kann dann aber visuell leider nur noch sehr wenig bieten.
Das alles mal nur so als Denkanreiz.

Gruß Peter
 
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