Was ist euer Lieblingsfernglas mit WOV Effekt ?

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Ich hatte mal das Noctivid 10x42 (allererste Generation), ich kam mit dem Einblick nicht klar. Das ist sehr individuell, insofern möchte ich Dein "merklich besser" relativieren, für mich war es nicht so. Vielleicht ist die 8x Variante auch besser. Ich bin kurzsichtiger Brillenträger.
"Merklich besser" bezog sich jetzt mal zunächst nur auf die Optik obwohl ich auch glaube dass das Noctivid von der Verarbeitung "merklich" über den MHG liegt.
Das Einblickverhalten ist immer etwas subjektiv, hängt halt von mehreren Faktoren ab, ich bin weitsichtiger Brillenträger und habe mit den Noctivids keine Probleme, man muss es halt selber probieren...
hm, da wäre ich vorsichtig, die Konzeption in Hinsicht auf den Einsatz wäre hier zu berücksichtigen.
Naja Zeiss hat ja kein Geheimnis gemacht das sich die HT zunächst mal an die Jäger richten, der Unterschied zwischen einem RF/HT und einem HT ist halt die Ballistik die im rechten Tubus vorhanden ist, dieser hat dadurch einfach weniger Transmission, für manche halt sichtbar und optisch dürfte das pure HT nicht schlechter sein als das RF, für welchen Zweck jetzt auch immer.

Andreas
 
Ein Carl Zeiss Jena "Jenoptem" 10x50 MC, als Lehrling damals, für 365 Mark der DDR im Zeiss Geschäft in Gera gekauft. Begleitet mich nun schon seit über 40Jahren, dank der hervorragenden Qualität.
 
Das alte Leitz Trinovid 10x40. Das ist unglaublich klein und leicht bei dem Format, und zeigt noch dazu ein tolles Bild, relativ gesehen zum Baujahr. Ähnlich das alte Zeiss Dialyt 10x40B. Deswegen hatte ich mich auch für das Leica Retrovid interessiert, aber ob des Fiaskos bei der Markeinführung habe ich davon Abstand genommen.

Das war so ziemlich mein erstes Fernglas, über das ich damals als Leitz (Mikroskop) Sammler gestolpert bin.

Klein, leicht und sexy, ja auf jeden Fall.
Aber optisch hat ihm so ziemlich jedes Glas, das ich danach hatte ziemlich den Rang abgelaufen.
Aber wie Du sagst, zur damaligen Zeit...

Grüße Jochen
 
Was ist euer Lieblingsfernglas mit WOV Effekt ?
Ich täte ja gerne antworten, aber ich weiß nicht, was ein WOV-Effekt (sic!) sein soll. Witwen opfern Vlamingos? Wieder ohne Vührerschein? Walküren ohne Vermehrungsmöglichkeiten? Wortlose Ober-Vandalen? Weiße Ober-Voltarer? Wahre Offenbacher Vußballfans? Warme Ochsenschwanz-Vuppe? Warmer Obst-Vaft? - Man sieht, ich komme nicht drauf, oder jedenfalls nicht innerhalb der Deutschen Sprache.

Oder, Halleluja, doch. Der Fadenersteller ist Freund des Hamburger SV, also ist das Kürzel aufzulösen in "Wieder ordentlich verloren". Gut und schön, aber was für ein Effekt soll das nun sein? Ich gestehe also, verwirrt zu sein und wahrscheinlich gibt es eine Forumsregel, die da sagt, die Überschriften von neuen Fäden solten eindrücklich und selbsterklärend daherkommen.

Im Ernst:

Vielleicht möchte der Fadenersteller aber einfach nur wissen, was passiert, wenn man durch ein Fernglas guckt. Da habe ich Erhellendes beizutragen, ich bin immer wieder überrascht, wie viel mehr man sieht und wie schön ruhig das in meinem Canon 10 mal 30 ist. Den gleichen Effekt, nämlich Sterne und Nebel ruhig zu sehen, habe ich aber auch mit meinem billigst 10 mal 50, aufgeschnallt auf ein Stativ. Für mich liefert gerade das kleine Canon einen idealen Zwischenschritt zwischen Blosäugigkeit und Teleskop. Die sechs Grad Gesichtsfeld passen perfekt zu den 5, 7 Grad bei meinem Kurzrefraktor mit Panopticum oder wie das heißt, somit ich das Fernglas sehr gut als Quasi-Sucher benutzen kann. Mir ist die beschriebene Kombination Fernglas-Teleskop sehr angenehm. Trotzdem werde ich beim Kurzaufenthalt nächste Woche im Gebürg außer den Ferngläsern nichts weiteres Teleskop-Optisches mitnehmen. Warum? Ganz einfach, beim Bequemlichkeitswettbewerb schlagen Ferngläser die teleskopische Konkurrenz um Längen. Meine Ferngläser (Verngläser?) wollen und sollen keine Konkurrenz zu den Teleskopen sein, deshalb ist das 10 mal 30 für mich ideal und der Effekt beim Durchsehen ist groß genug, daß beim Aufenthalt auf der berühmten einsamen Insel dieses mir genügte.

Klare Vnächte

Hans
 
An sich stört mich an Ferngläsern eigentlich die kleine Vergrößerung, die es mehr zu Nahgläsern macht aus meiner Sicht, obwohl die Andromedagalaxie ?
Michael,

jetzt ganz in Ernst, wobe ich weiß oder hoffe, die Nordeutschen im allgemeinen und die Hosteiner im speziellen seien hart im Nehmen (eigerne Erfahrung, Ehefrau ist aus Eutin). Für mich sieht es so aus, als würde beim Astonomisieren sich das Blatt von den illusorischen großer und größeren Vergrößerungen langsam Richtung klein und kleiner wenden. Deutlich beispielsweise bei cloudy nights, und ich bin dabei: Niedrigvergrößerung ist das, was ich will. Bei meinem 103-mm-Vixen schaffe ich 20- bis 114-fach, bei meinem Großfeld-Reiserefraktor sind wir bei 12- bis 60-fach. Und das reicht (mehr kann ich natürlich hinbasteln, ein passender Refraktor ist da, aber es bringt mir nichts, Mondkrater schaue ich mir im Bilderbuch an). Ich gehe gerne am Himmel spazieren, von Goto habe ich mich langsam aber sicher verabschiedet und so bleibe ich bei mir freundlichen wirklichen Gesichtsfeldern zwischen 4 und knapp sechs Grad. Hineinvergrößern mit den entsprechenden Okularen kann ich bedarfsweise dann immer noch. Beim Fernglas reicht mir alles um die sechs Grad oder mehr.

Mittlerweile sage ich also, im Gegensatz zu den Kaufhaustelekopbewerbern: Die Vergrößerung kann nicht klein genug sein.

Schönen Gruß

Hans
 
Hallo zusammen.

Bekanntlich habe ich das Astronomiehobby beendet (eifrige Mitleser meiner Threads, oder wo ich gepostet habe wissen das) und schaue nur noch mit "relativ" kleinen Ferngläsern in Flora und Fauna, u.a. ab und an auch in die Sterne.

Auch wenn ich nicht mehr intensiv Astronomie betreibe (beobachte), das mit lesen hier hatte ich mir aber bewahrt, nebst Antworten nach besten Wissen und Gewissen hier einzustellen und selber auch den einen oder anderen Thread zu schreiben.

Aber langsam wird es Zeit für mich auch mein Engagement hier im Forum zu beenden.

Es passt für mich nicht mehr hier, die Zeiten haben sich gewandelt.

Man soll aufhören wenn es am schönsten ist, den Zeitpunkt habe ich verpasst.

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Michael, schade aber auch nachvollziehbar, wenn sich Interessen ändern.

Zum Thema:
für mich mein gutes, altes 7x50w aus Jena, was ich mit einer der letzten Seriennummern erwerben konnte. Es gibt optisch und mechanisch bessere Ferngläser, wovon ich mich bei einigen Teleskoptreffen überzeugen konnte. Habe ich im Feld immer dabei und freue mich jedesmal, wenn ich damit freihändig am Himmel spazierengehe und es richt herrlich nach Leder.

Gruß THomas
 
Bin mit meinem Lichter 15 x 80 (ca.40J. alt) sehr zufrieden. Bin nur momental binokular etwas gehandicapt. Es steht die zweite Katarakt-OP an. Dann endlich wieder gleiche Brennweiten auf den Augen.
 
Also mein letzter WOV-Effekt ....
(für Hans, der wohl immer noch sucht: WOV = Wonders Of Visual) :)
... war das Pentax Papilio II 6,5x21. Einen Grund habe ich hier (2. Absatz) beschrieben. Durch die geringe Beobachtungsentfernung, die gegenüber "normalen" Ferngläsern doch unüblich ist, entlockt es einem zusätzlich auch ein WOW.
Wer es nicht kennt sollte es einmal probieren, es schmeckt vorzüglich.

CS Frank
 
Falls man das 1er Papilio findet, geht das auch - wasserdicht braucht man z.B. bei Insektis nicht, ich hab beide gehabt. Bei Regen sind meine bevorzugten Ziele (Blauflügel-Sandschrecken) eh abgetaucht. Ich komme auf 50cm ran, mit KL und dem damit möglichen korrigierten Visus.
 
Hm, um das Papilio bin ich auch schon oft virtuell herumgeschlichen...
Welches würdet ihr denn für den Nahbereich und Insekten empfehlen, das 6,5er oder das 8,5er?

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Unter dem Nachthimmel ist das WOW Fernglas für mich das DOCTER Porro 8x56.
Beim Tageslicht ist es das DOCTER Porro 7x50, sehr kontrastreich auch für die Objekte, die weit in der Ferne sind.

Ferngläser benutze ich seit etwa 60+ Jahren. Momentan habe ich nur eine stark reduzierte Sammlung,

Liebe Grüße,
Jiri
 
Hallo Michael,

Mein letzter WOW Moment ist noch gar nicht so lange her. Ich habe mir im März das Canon IS 15x50 zugelegt. Die Optik ist nicht auf aller höchstem Niveau, eher so Durchschnitt, aber die 15fache Vergrößerung mit der Bildstabilisierung ist echt WOW.
Als ich dann den ersten richtigen Beobachtungsabend nur mit dem Glas machte habe ich einfach mal "drauf gehalten" nach Süden. Angefangen mit M22, dann zu M24, weiter zu M18, M17 und M16 und schließlich zurück zu M8.
Danach musste ich mich erstmal im Handy vergewissern ob die Positionen zu dem passen was ich da gesehen habe.
Von meinem Kowa mit 8fach Vergrößerung war ich diese Detail Vielfalt und deutliche Sichtung nicht gewöhnt, da war es ehr immer nur ein erahnen.

Gruß und CS
Thomas
 
Danke Manne, Morgen kann ich mir dann selbst ein Bild davon machen :)

Grüße Jochen
 
Ich konnte beide lange testen und habe mich auch für 6,5-fach entschieden.
Einmal ist das Bild etwas heller, hat einen größeren Schärfebereich und wackelt nicht so, wenn man aus der Hocke heraus beobachtet.

Gruß Frank
 
Ein teurer thread :)
Beim 3D Glas war ich schon kurz davor, beim Papilio konnte ich mich jetzt nicht mehr beherrschen...

Bisher war mein Canon 10x42IS das Glas für die kurze Distanz.
Aber es sind halt doch 2.5 Meter
OK, 10x ist auch etwas mehr und für Tiere mit Fluchtreaktion hat das auch seine Vorteile.
Jetzt bin ich auf das 6,5x Papilio sehr gespannt...

Grüße Jochen
 
Moin.

Einen Wow-Effekt hatte ich, als ich zum ersten Mal durch ein Swarovski 10x42 EL geschaut habe. Ich kannte vorher nur Mittelklassegläser. Ja, wow. :p
War mir dann aber doch zu teuer, ich bleibe bei meinem 8x42 von Ddoptics.

Regelmäßige Wow-Effekte beschert mir aber mein Leica 8x20 Ultravid. Das hat zwar die dem kleinen Format geschuldeten Einschränkungen in Sachen Gesichtsfeld und Lichtstärke. Aber dafür ist die Optik perfekt und es ist so klein und leicht, dass ich es bei den täglichen Spaziergängen mit meinem Hund immer dabei habe. Und dadurch konnte ich schon so viele tolle Dinge beobachten, die ich ohne das Glas nie gesehen hätte. Einfach weil ich ein größeres Glas nicht immer mitführen würde.
Höhepunkt war letztes Jahr, als ich zwei Seeadler beobachtet habe wie sie eine Ente geschlagen und dann gefressen haben. Eine echte Zufallsbeobachtung bei einem Spaziergang, bei dem ich ein größeres Glas nicht dabei gehabt hätte. DAS nenne ich einen Wow-Effekt. :D

Bis dann:
Marcus
 
Das Papilion ist angekommen - WoW ;-)

Das ist ja fast schon eine Stereolupe...
Macro im Livestream sozusagen :)

Ich bin froh mich für das 6,5er entschieden zu haben, mehr Zittern und weniger Schärfentiefe wollte ich nicht haben.
Extrem nett um vom Gartenstuhl aus die nähere Umgebung zu erkunden.
Das Gadget zeigt bestimmt auch im Museum sonst unsichtbare Details.

Nochmals Danke für den Tip und diesen Thread!

Jochen
 
Hallo Jochen, viel Spass mit dem Pentax, irgendwann kaufe ich mir sowas auch noch..aber eine andere Frage..Stichwort Augenmuschel am Canon IS 15x50..und Kürzung derselben durch schneiden oder was auch immer..wenn ich mich nicht irre hast Du diese Augenmuschel OP bereits hinter Dir..ich habe Bilder von Deinem Glas gesehen auf denen die Wulst akurat entfernt wurde..wie bist Du dabei vorgegangen ? Mit Skalpell, gebogener Schere oder auf welche Weise? Ich frage deswegen weil ich das ganze Unterfangen für ziemlich gewagt halte und man eigentlich nur eine Chance dabei hat..sonst ist die Augenmuschel hinüber..und einen graden Schnitt am Gummi hinzugekommen halte ich für sehr schwer..ich möchte halt das Risiko minimieren und frage deshalb einen erfahrenen Benutzer..bitte um Entschuldigung das ich das Thema des Threads etwas verfehle..viele Grüße Olaf
 
Danke Olaf!

Ich habe das mit einer gebogenen Nagelschere gemacht.
So kann man Schritt für Schritt vorgehen und so lange nachschnippeln, bis es passt.

Zwischenzeitig hatte ich die Augenmuscheln ganz entfernt um die Swaro Booster montieren zu können und jetzt habe ich Aftermarketteile aus China drangeklebt, die recht gut sind, deutlich besser als die Originalen.

Dennoch, die mit der Nagelschere angepassten waren mit Abstand die beste Lösung, ich würde es wieder machen.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen, besten Dank :y:sich also an die gewünschte Form langsam heran schnippeln..das hält das Risiko natürlich in Grenzen und klingt sehr vernünftig..viele Grüße Olaf:)
 
Hallo Olaf,

dennoch muss man beherzt und mit Vertrauen an die Sache herangehen, fast so wie beim Onlinekauf von Fluidheads von dubiosen Franzosen :)
Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Grüße Jochen
 
Ich denke das traue ich mir zu..noch bin ich kein Tattergreis.. zu Rolf sage ich jetzt aber nichts..ich finde den ganz in Ordnung..danke nochmals :) Grüße Olaf
 
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