Was kommt nach dem Dobson?

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Das Hauptproblem ist die Länge und das Gewicht, wenn die Öffnung noch größer werden soll, richtig?
Den Hauptspiegel sollte man daher entweder hauchdünn und als aktive Optik oder mit Waben herstellen.
Redest du vom VLT? ;)

Den Fangspiegel könnte man leicht konvex formen und somit die Brennweite verkleinern. Das ist für das klassische Spiegelschleifen natürlich sehr schwierig, aber wenn man den SPiegel mit CNC herstellen könnte, wäre eine komplexere Oberfläche vermutlich kein Problem.
Gibt es hier jemand, der Optiken mit CNC herstellt?
CNC hat keine Genauigkeit und erzeugt auch keine glatte Oberfläche im Nano Bereich, höchstens für einen Rohling.
Kann man Glas überhaupt mit einer CNC Fräse bearbeiten? Geht mM auch nicht.
Also Quatsch. ;)

Gruß
Peter
 
Redest du vom VLT? ;)


CNC hat keine Genauigkeit und erzeugt auch keine glatte Oberfläche im Nano Bereich, höchstens für einen Rohling.
Kann man Glas überhaupt mit einer CNC Fräse bearbeiten? Geht mM auch nicht.
Also Quatsch. ;)

Gruß
Peter
... ist ein bisschen Off-Topic, aber: Ja, doch, man kann "Glas" fräsen - es gibt Infrarotroptiken, die so hergestellt werden. Aber da reden wir von anderem Material (u.a. Germanium) und auch anderen Genauigkeitsanforderungen - weil die verwendeten Wellenlängen um den Faktor 10 bis 20 länger sind...
Aber wenn wir schon einmal bei exotischen Spiegelherstellungsmethoden sind: Selektives Auftragen reflektierender Schichten geht schon seit gut 30 Jahren, entsprechend lang sind solche Spiegel auch schon im Amateurbereich zu haben - aber die dafür erforderliche Dünnschicht-Bedampfungsanlage will sich keiner in den Hobby-Keller stellen... Und teuer ist sie auch. Also - der zeitgenössische ATM´ler muss weiterhin Schleifmittel schippen und die Rohlinge kreisen lassen.

CS,
Stefan
 
CNC hat keine Genauigkeit und erzeugt auch keine glatte Oberfläche im Nano Bereich, höchstens für einen Rohling.
Kann man Glas überhaupt mit einer CNC Fräse bearbeiten? Geht mM auch nicht.
Also Quatsch. ;)
Dem muss ich wiedersprechen!
Glas kann man nicht CNC drehen oder fräsen in dem Sinne wie Metall aber man kann es CNC schleifen. Das ganze ist extrem teuer und aufwendig, da der Schleifkörper ein negativ Werkzeug benötigt an dem Kontur/Radien eingeschliefen wird. Das negativ Werkzeug besteht meist aus Diamant.
Wir schleifen so bei uns sehr aufwendige 3D Konturen die im 0,001mm Bereich liegen und extrem glatt sind.

Gruß Thomas
 
Nö, ist mal eben um den Faktor 10 zu ungenau für sichtbares Licht, sepbst wenn man nur Lambda/4 möchte.
Für IR Anwendungen aber durchaus ausreichend, je nach dem wie weit man mit den Wellenlängen geht.
Setzt man Lambda/4 an, so wäre das eine ausreichende Qualität für 4000nm

LG
Olli
 
Die 0,001mm bezogen sich auf die Kontur nicht auf die Oberflächenrauheit.
Außerdem muss es möglich sein Glass so glatt zu schleifen, GSO und Co schleifen ihr Spiegel ja Industriel.
Super, ist das so ähnlich wie Konturfräsen, wobei man einen konvexen Fräser mit einem Krümmungsradius nimmt, um 3D-Oberflächen zu erzeugen?

Sicher kann man beim Schleifen erst einmal eine kleine Rauhigkeit in Kauf nehmen. Vielleicht geht das sogar mit Laserablation. In einem 2. Prozess kann man dann Polieren und die Rauhigkeit reduzieren. Nur muss Polieren auch mit einer CNC gemacht werden, damit der Anpressdruck konstant bleibt. Was meint Ihr dazu?

Claus
 
Die 0,001mm bezogen sich auf die Kontur nicht auf die Oberflächenrauheit.
Was meinst du damit? Wie groß sind eure Werkstücke? Könnt ihr z.B. einen 20 cm Parabolspiegel in 1 my RMS Genauigkeit fräsen? Wie könnt ihr das messen?
Selbst das wäre für für sichtbares Licht um ca. Faktor 10 zu ungenau, wie Olli bereits geschrieben hat. Ein guter Teleskopspiegel hat je nach Anspruch einen Gesamt Konturfehler von ca. 20-50 nm RMS auf der Wellenfront, auf der Oberfläche ist das entsprechend 10-25 nm RMS.
Außerdem muss es möglich sein Glass so glatt zu schleifen, GSO und Co schleifen ihr Spiegel ja Industriel.
Die machen das aber nicht mit einer CNC Fräse, sondern Old School mit einer klassischen Spiegelschleifmaschine.
Übrigens ist GSO (und andere asiatische Massenhersteller) keine besonders gute Referenz für hohe Glätte einer Optik. Das können Amateure auf Pechhaut mit Poliermittel viel glatter.
Den Fangspiegel könnte man leicht konvex formen und somit die Brennweite verkleinern.
Der Fangspiegel muss bei einem Newton in hoher Genauigkeit plan sein. Ein konvexer Fangspiegel in 45° Anordnung erzeugt Astigmatismus.

p.s. Habt ihr schon mal einen Spiegel geschliffen? Sicher nicht, sonst wüstet ihr, wie abwegig eure Ideen sind. Klar gibt es computergesteuerte Poliermaschinen - unsymmetrische Oberflächen wie z.B. die 6-eck Spiegelsegmente für das ELT können nur so gefertigt werden. Habt ihr ein Ahnung, wie aufwändig das ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Angenommen man könne die Oberfläche des Fangspiegels in optischer Qualität beliebig wählen, könnte man dann Astrigmatismus unter einem Reflektionswinkel von 45° minimieren?
Ja, könnte man. Man müsste ihn astigmatisch schleifen, sodass er den Asti durch die sphärische Form kompensiert. Warum sollte man sich so etwas antun? Nach dem Motto: Warum einfach wenn's auch kompliziert geht?
 
Hallo Stathis,

Glas kann man nicht CNC drehen oder fräsen in dem Sinne wie Metall aber man kann es CNC schleifen.
Ich habe weiter oben ja schon geschrieben das man Glas nicht drehen oder fräsen kann sondern nur schleifen weil einfach zu hart ist.

Die 0,001mm beziehen sich auf die Konturabweichung und nicht auf ich Oberflächengenauigkeit, wobei die Oberfläche bei dieser kleinen Toleranz um einiges genauer sein muss da sonnst die spitzen der Oberflächenrauheit aus der Kontur ausbrechen. Das ganze muss mindestens um den Faktor 50 kleiner sein und sind wir dann bei deinen 50nm.

Im übrigen sprach ich von Metallbearbeitung und nein Glas habe ich noch nicht geschliffen.

Gruß Thomas
 
Hallo Thomas,
ich fürchte, wir reden aneinander vorbei. Ist auch immer mehr Offtopic hier. Wenn ihr die Sache genauer betrachten möchtet, vielleicht besser ein separates Thema im Optikforum aufmachen.
 
Hallo Thomas,
ich fürchte, wir reden aneinander vorbei. Ist auch immer mehr Offtopic hier. Wenn ihr die Sache genauer betrachten möchtet, vielleicht besser ein separates Thema im Optikforum aufmachen.
Natürlich gibt es hier Überschneidungen, aber "off-topic" ist das nicht. Es geht um das Leiterproblem eines großen Dobsons.

Das Größenproblem (Leiter) eines Dobsons mit großer Öffnung könnte man eben durch einen konvexen Sekundärspiegel lösen. Es wäre dann eine Kombination aus Newton und Cassegrain und vermeidet jeweils die Probleme des Anderen:
(1) Einblick vorne am und nicht hinter dem Tubus wie beim Newton - das ermöglicht die bekannte kompakte Dobsonsche Montierung,
(2) Kurze Bauweise wie beim Cassegrain - dadurch keine Leiter für visuelle Beobachtung nötig.
Mit CNC wäre die Herstellung ja quasi automatisch, manuell würde ich so etwas nie machen wollen. Oder vielleicht kann man eine klassische Schleifmaschine mit einem Schrittmotor modifizieren, so dass der Druck auf die obere Glasplatte vom Rotationswinkel abhängig gemacht werden kann? Oder besser man schleift mit einer kleineren Platte als unten. Oder mit gar keiner Platte, sondern mit einem Kissen?

Sicher könnte man vielleicht auch einen f/2 Dobson versuchen zu bauen. Bei einer Einblickshöhe von 1,70m könnte man dann Spiegeldurchmesser von 850mm erreichen, was ja schon sehr beachtlich wäre. Das Öffnungsverhältnis scheint jedoch mit f/4 wohl am Limit, wenn man nicht ständig nachjustieren möchte und böse Aberrationen tolerieren möchte.

Claus
 
Hi Claus @fuetti ,

um die Einblickshöhe eines Dobsons zu reduzieren brauchst du keinen besonderen Fangspiegel.

Man kann beim Newton den FS auch in einem flacheren Winkel wie 90 Grad montieren.
Bewirkt überraschenderweise, so weit ich weiss, keine Verschlechterung des Felds.
Das machen ja die Low-Rider Dobson schon seit Jahrzehnten.

Dann gibt es noch die Konstruktion, nach dem der Strahl von einem Spiegel senkrecht zurückgeworfen wurde, an der Höhenachse mit einem zusätzlichen Spiegel senkrecht auszuleiten. Weiss gerade nicht wie die Konstruktion heisst. Da muss man sich nur an die Höhenachse setzen. Das haben besonders Amerikaner mit Riesenspiegel, grösser 20 Zoll schon gemacht.

Du erfindest gerade das Rad neu. ;)

Gruß
Peter
 
Hallo Claus,

Ich gebe Stathis Recht das es etwas Off topic ist.
Ich möchte aber noch ein paar Worte zu meinen Aussagen schreiben da mir ein Fehler unterlaufen ist!
Ich habe bei der Umrechnung von μm in nm mit dem Faktor 100 gerechnet es ist aber der Faktor 1000, sprich 1μm=1000nm. Das schaffen Schleifmaschinen so nicht!

Oder vielleicht kann man eine klassische Schleifmaschine mit einem Schrittmotor modifizieren, so dass der Druck auf die obere Glasplatte vom Rotationswinkel abhängig gemacht werden kann? Oder besser man schleift mit einer kleineren Platte als unten. Oder mit gar keiner Platte, sondern mit einem Kissen?
Das ist viel zu ungenau, damit kannst du höchstens grob vorschleifen.

Ich habe mal unseren schleif Guru gefragt was ein 500mm Spiegel Kosten würde.
Er meinte für die Bearbeitung (Schleifen, Polieren) 4000€ + die Kosten für Rohling, Spannvorrichtung, Schleifwerkzeuge ec sind dann so 6000€ bis 8000€ für einen fertigen Spiegel, der noch beschichtet werden muss.

Gruß Thomas
 
Hallo zusammen, hallo Claus,

es geht auch ohne Leiter und mit recht großer Öffnung. Probleme mit “Aberrationen“ habe ich auch keine bei meinem 22“ F3,3. ;)

Dieser ist zusätzlich mit einem Goto Alt-AZ System ausgerüstet. Damit sind sogar punktförmige DS-Aufnahmen im Fokus bis ca. 20s möglich ohne jede zusätzliche Nachführkontrolle. Das ist jetzt nicht die Welt, aber mit den heutigen fortschrittlichen Methoden der Bildbearbeitung sind da schon einige nette Ergebnisse möglich. Allerdings habe ich mich schon seit längerer Zeit der visuellen Beobachtung verschrieben. Die Investitionen gehen daher eher in Richtung hochwertiger Okulare bzw. Komakorrektoren. Meine Astrokamera habe ich schon seit längerer Zeit verkauft.

Selbstverständlich ist das alles nicht für ein paar wenige Euros zu haben, jedoch ist es zumindest für mich klar geworden, dass man sich nach Jahrzehnten der astronomischen Beobachtung wenn irgend möglich Träume realisieren sollte, ohne allzu viele Kompromisse einzugehen. Irgendwann kommt man dann fast automatisch auf ähnliche Lösungen, welche ich für mich gefunden habe. Natürlich legt jeder seine Schwerpunkte je nach Beobachtungsziel für sich anders fest.

Glücklich kann sich derjenige schätzen, der in der Lage ist, sich seine „Traumoptik“ oder auch Montierungen selbst preiswert herzustellen. Ich bin nicht dazu in der Lage.

Die Ansprüche und Ziele wechseln allerdings im Laufe einer langen Periode, d.h. was vor 20 Jahren gut für mich war, muss es nicht zwangsläufig heute auch noch sein. Dazu kommt der technische Fortschritt und Neuerungen in Zusammenhang mit unserem schönen Hobby. Es führt dann evtl. ohne weiteres dazu, dass man sein Equipment komplett umstellt.

Die Dinge sind eben „im Fluss“ und nicht in Stein gemeißelt.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Werner,
Probleme mit “Aberrationen“ habe ich auch keine bei meinem 22“ F3,3.
sag mal was für einen Komakorrektor benutzt du da eigentlich ?

Damit sind sogar punktförmige DS-Aufnahmen im Fokus bis ca. 20s möglich
Benutzt du einen Field-Rotator oder wie "umgehst" du die Bildfrelddrehung ?

Selbstverständlich ist das alles nicht für ein paar wenige Euros zu haben, jedoch ist es zumindest für mich klar geworden, dass man sich nach Jahrzehnten der astronomischen Beobachtung wenn irgend möglich Träume realisieren sollte, ohne allzu viele Kompromisse einzugehen
Ich denke das jeder diese Entwicklung auf die eine oder andere Weise macht.
Am Anfang eher weniger Geld ausgeben, weil man nicht weiß ob man dem Hobby verbunden bleibt.
Danach steigert man sich und probiert verschiedenes aus, bis man seinen "Heimathafen" gefunden hat, egal wie dieser im Detail aussieht.

Wobei diese "Entwicklungsreise" meiner Meinung nach auch etwas sehr Schönes ist.

Viele Grüße

Alexander
 
Hallo Alexander,

da bin ich ganz bei dir. :y: Diese Reise hat etwas sehr schönes und schenkt einem Zufriedenheit und Harmonie.

Ich verwende den TV Parracor Typ 2 sowie die komakorrigierende Düring Barlow. Einen Field-Rotator braucht man da nicht, zumal bestimmte Programme beim Stacking die Bildfelddrehung ausgleichen. Je nach Position am Himmel tritt Bildfelddrehung ohnehin erst nach mehreren Minuten Belichtung auf. Da Einzelbilder max. ca. 20 Sekunden lang sind, wirst du die Bildfelddrehung auf Einzelrohbildern nicht bemerken.

Bei visueller Beobachtung ist das alles natürlich ohne Bedeutung.

Viele Grüße
Werner
 
An herkömmlichen Ansätzen bin ich natürlich nicht interessiert. Sie sind mir durchaus bekannt.
Low-Rider ist eine Lösung, jedoch mechanisch nicht trivial. Man braucht zusätzliche Streben. Desweiteren muss man den Fangspiegel näher an den Hauptspiegel setzen, damit man den Fokus schräg außerhalb hinbekommt. Das führt zu Abschattung, was ja gerade visuell nicht gewünscht ist.

Ein Nasmyth führt zu einem zusätzlichen Abschattungsproblem und Verlusten durch eine zusätzliche Reflektion.
Auch müssen hier 3 Spiegel justiert werden und zusätzliche Halterungen im Strahlengang angebracht werden.

Das ist nicht sehr elegant, finde ich.
Einen konvexen diagonalen Fangspiegel hingegen habe ich noch niergendwo gesehen.
Man kann solche asphärischen Spiegel durchaus herstellen, siehe:

Weiß zufällig jemand wie man das macht?
Ich finde das absolut faszinierend!

Claus
 
Ich suche einfach nach neuen/weiteren Betätigungen in der Astronomie und frage mich einfach, was wohl die nächsten Schritte sein können...
Hallo Alex,

also ich kann Dir statt Dobson einen schönen Maksutov und/oder Maksutov-Newton empfehlen insbesondere für Mond und Planeten.

Damit kannst Du sowohl visuell - besonders auch mit einem Bino- genießen als auch Astrofotografie betreiben. Im Forum finden sich spektakuläre Ergebnisse auch mit DSLRs.

Es muss nicht immer ein größerer Dobson sein. Sonst auch mal bei einer Sternwarte in der Nähe unterschiedliche Teleskope testen.

CS Thomas
 
Einen konvexen diagonalen Fangspiegel hingegen habe ich noch niergendwo gesehen.
Nach hunderten Jahren Teleskopentwicklung und Technologiestand 21tes Jahrhundert sollte einem das allein Antwort genug sein.

Du willst den Fangspiegel und die Baulänge gering halten aber ein moderates Öffnungsverhältnis und große Öffnung haben?
Hab da eine Idee ohne Optik-Krebs.
Leg den Primärfokus eines F/4 Gerätes gerade ein paar mm außerhalb der Tubuswand und verbaue eine Koma Korrigierende Barlow fest im inneren Ende des Auszugsrohres.

Man kann solche asphärischen Spiegel durchaus herstellen, siehe:

Weiß zufällig jemand wie man das macht?
Ich finde das absolut faszinierend!
Verwechsele Asphären nicht mit nicht-rotationssymmetrischen Flächen!
Eine Parabel oder Hyperbel oder Ellipse ist eine Asphäre.
Was du hier Vorschlägst, ist ein Gebilde welches quer eine andere Krümmung als Längs hat, dabei ist durch den 45° Anordnung auch noch ein Ende weiter weg vom HS als das andere, jeder der schonmal einen Cassegrain fokussiert hat, weiß was eine Abstandsänderung bewirkt. Das HS ferne Ende erzeugt eine kürzere Effektivbrennweite als das Hauptspiegelnahe Ende des FS, von drn Unterschiedlichen Fokuspunkten ganz zu schweigen.
Selbst wenn man eine solche Form fertigen könnte, die Off Axis Aberrationen wären aus der Hölle, wenn es überhaupt einen Sinnvollen Fokus gibt.
Nicht ohne Grund versuchen Schiefspiegler den Winkel so klein wie nur irgend Möglich zu halten und gleichzeitig eine sehr lange Bauweise und langes Öffnungsverhältnis, um das irgendwie in den Griff zu bekommen.

LG
Olli
 
Nach hunderten Jahren Teleskopentwicklung und Technologiestand 21tes Jahrhundert sollte einem das allein Antwort genug sein.
"Was der Bauer nicht kennt..." - Deine Einstellung teile ich nicht. Das hätte Leute wie Kepler auch sagen können. Tut mir leid, wir haben heute ganz neue teilweise auch Amateuren zugängliche Möglichkeiten in der Optikentwicklung und sollten sie nutzen, um Neues zu wagen.
Du willst den Fangspiegel und die Baulänge gering halten aber ein moderates Öffnungsverhältnis und große Öffnung haben?
Hab da eine Idee ohne Optik-Krebs.
Leg den Primärfokus eines F/4 Gerätes gerade ein paar mm außerhalb der Tubuswand und verbaue eine Koma Korrigierende Barlow fest im inneren Ende des Auszugsrohres.
Diese Lösung wurde bereits oben aussortiert. Dies angesprochene Lisenoptik ist aufwändig herzustellen. Nachteile einer Korrekturlinsenoptik sind Einbußen bei der Farbreinheit und Verluste+Streulicht durch Reflektionen an den zahlreichen optischen Flächen der Linsen.
Verwechsele Asphären nicht mit nicht-rotationssymmetrischen Flächen!
Eine Parabel oder Hyperbel oder Ellipse ist eine Asphäre.
"Sphäre" heißt "Kugel". Eine nicht-rot.-sym. Spiegel ist keine Kugel, somit ein asphärisches optische Element.
Was du hier Vorschlägst, ist ein Gebilde welches quer eine andere Krümmung als Längs hat, dabei ist durch den 45° Anordnung auch noch ein Ende weiter weg vom HS als das andere, jeder der schonmal einen Cassegrain fokussiert hat, weiß was eine Abstandsänderung bewirkt.
Diese Problem sollte auch beim klass. Newton auftreten, tut es aber nicht. Aus dem gleichen Grund wird es bei meinem Vorschlag nicht auftreten. Ich besitze einen Cassegrain. Dort wird durch Verschiebung des HS fokussiert, ich habe nie Probleme damit gehabt.

Das HS ferne Ende erzeugt eine kürzere Effektivbrennweite als das Hauptspiegelnahe Ende des FS, von drn Unterschiedlichen Fokuspunkten ganz zu schweigen.
Selbst wenn man eine solche Form fertigen könnte, die Off Axis Aberrationen wären aus der Hölle, wenn es überhaupt einen Sinnvollen Fokus gibt.
Kann man sie nicht mit der Spiegelform korrigieren? Das ist hier die zentrale Frage. Ich muss wohl doch eine Optik-Simulationsprogramm besorgen und erlernen und schauen, was passiert.
Nicht ohne Grund versuchen Schiefspiegler den Winkel so klein wie nur irgend Möglich zu halten und gleichzeitig eine sehr lange Bauweise und langes Öffnungsverhältnis, um das irgendwie in den Griff zu bekommen.
Ein Schiefspiegler hat einen bzgl. des Hauptspiegels außeraxialen Strahlengang, was bei meinem Vorschlag definitiv nicht der Fall ist, daher ist der Vergleich nicht zutreffend. Möglicherweise könnte man aber auch beim Schiefspiegler die Korrekturlinse aussparen, wenn man den Hauptspiegel oder den Fangspiegel asphärisch (nicht-rot.-symmetrisch) formen würde.

Endbemerkung: Heute kann man mit CNC-Maschinen beliebige Oberflächen formen, was Newton, Cassegrain, Schmidt und Kutter noch nicht konnten. Die Herstellung beliebig geformter asph. Optik gibt es noch nicht sehr lange.

Man sollte diesen neuen Freiheitsgrad nutzen, um ganz neue Optiken auszuprobieren. Da die Dobsons an ihre Grenzen gekommen sind, gibt es vielleicht hier neue Wege, das Konzept weiter zu führen und einen kompakten, lichtstarken und dennoch handlichen, mechanisch robusten "Hyper-Dobson" zu bauen. Es gibt hier zahlreiche Spiegel und Linsenschleifer, deren Kompetenz ich leider nicht habe und mangels Platz und Zeit nicht zeitnah erwerben kann. Vielleicht sprechen meine Vorschläge jemanden von den Profis hier an.


Viele Grüße, Claus
 
Ich besitze einen Cassegrain. Dort wird durch Verschiebung des HS fokussiert, ich habe nie Probleme damit gehabt.
Der Strehl sowie der Gaußfehler und auch die Systembrennweite ändert sich dabei dennoch, auch wenn du damit keine Probleme hast.

Ansonsten kann ich deine Überlegungen durchaus nachvollziehen und finde das auch alles sehr interessant.

Aber wie gesagt, dass bei heutigen Möglichkeiten immer noch niemand solche Anordnungen gewagt hat, hat gute Gründe

LG
Olli
 
Leg den Primärfokus eines F/4 Gerätes gerade ein paar mm außerhalb der Tubuswand und verbaue eine Koma Korrigierende Barlow fest im inneren Ende des Auszugsrohres.
Dazu kann man höchstens ergänzen daß es heute auch noch schneller als f4 geht.

Diese Lösung wurde bereits oben aussortiert. Dies angesprochene Lisenoptik ist aufwändig herzustellen. Nachteile einer Korrekturlinsenoptik sind Einbußen bei der Farbreinheit und Verluste+Streulicht durch Reflektionen an den zahlreichen optischen Flächen der Linsen.
Zum ach so gewinnbringenden Weglassen von Linsen ist bei Intercon Spacetec von Takahashi etwas zu lesen: Takahashi TOE

Ich kann nur sagen schneller Newton + komakorrigierende Barlow funzt super, egal ob die aktuelle von Gerd Duering gerechnete Barlow oder eine der älteren Klee-Barlows. Ach ja, und KKs funktionieren auch ohne die genannten Probleme.


Viele Grüße Felix
 
Ich denke, die Geister scheiden sich einfach daran, sehr schnelle große Optiken in sehr guter Qualität mit vertretbarem Aufwand herzustellen. Die benötigte Zeit hierzu steigt rapide je nach „exotischem“ Öffnungsverhältnis an und am Ende bleiben nur ein paar ganz wenige Optikfreaks übrig, welche eine u.U. mehrjährige Arbeit zur Vollendung eines seltenen „Kunstwerks“ auf sich nehmen.

Man muss ja nur mal beispielsweise schauen, wie viele Hersteller es gibt, die überhaupt große Parabolspiegel mit F3,5 und schneller anbieten. So viele sind das definitiv nicht und auch ein Carl Zambuto weiß, warum er schon seit Jahren Optiken ab erst ab F4 und langsamer anbietet. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Der Strehl sowie der Gaußfehler und auch die Systembrennweite ändert sich dabei dennoch, auch wenn du damit keine Probleme hast.

Ansonsten kann ich deine Überlegungen durchaus nachvollziehen und finde das auch alles sehr interessant.

Aber wie gesagt, dass bei heutigen Möglichkeiten immer noch niemand solche Anordnungen gewagt hat, hat gute Gründe

LG
Olli

Kein Problem! Du musst ja nicht mitdenken und mitdiskutieren, bleib beim bequemen Althergebrachten und erfreue Dich an den durchaus sehr beeindruckenden Ergebnissen der heutigen Technologien. Es gab vor 40 Jahren sicher auch gute Gründe KEINE optischen Halbleitersensoren zu bauen, denn wer lötet schon 1 Million Fotodioden auf eine doppelseitige Leiterbahn, reiner Unsinn, nicht wahr? ;-)

Ich wende mich an die Leute, die diese guten Gründe aushebeln wollen und die auch die intellektuelle Herausforderung lieben, oder die über außergewöhnliche handwerkliche Fertigkeiten und Möglichkeiten verfügen, wo es bei mir und den meisten von uns leider mau aussieht. Sonst würde ich es ja selber machen ;-)

Prost, Claus
 
Ich denke, die Geister scheiden sich einfach daran, sehr schnelle große Optiken in sehr guter Qualität mit vertretbarem Aufwand herzustellen. Die benötigte Zeit hierzu steigt rapide je nach „exotischem“ Öffnungsverhältnis an und am Ende bleiben nur ein paar ganz wenige Optikfreaks übrig, welche eine u.U. mehrjährige Arbeit zur Vollendung eines seltenen „Kunstwerks“ auf sich nehmen.

Man muss ja nur mal beispielsweise schauen, wie viele Hersteller es gibt, die überhaupt große Parabolspiegel mit F3,5 und schneller anbieten. So viele sind das definitiv nicht und auch ein Carl Zambuto weiß, warum er schon seit Jahren Optiken ab erst ab F4 und langsamer anbietet. ;)

Viele Grüße
Werner

Cassegrains haben immer sehr lichtstarke Haupspiegel, so z.B. hier f/3:


Sie sind ohne Probleme erhältlich.

Carl Zambuto sucht, wie die meisten, den Markt und nicht die Innovation.
 
Tut mir leid, wir haben heute ganz neue teilweise auch Amateuren zugängliche Möglichkeiten in der Optikentwicklung und sollten sie nutzen, um Neues zu wagen.
Wenn du so überzeugt bist, dann gib doch einem Spieglehersteller einfach einen Auftrag und Bau das Teleskop selbst !
Der TE wird wohl kaum deine Lösung als "Ersteinsetzer" übernehmen.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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