Was kommt nach dem Dobson?

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Sunnyalex

Mitglied
Hallo liebe Leute.

Ich habe seit ein paar Jahren ein 8" Dobson.

Bisher habe ich immer nur visuell beobachtet.
Da ich inzwischen schon einiges im heimischen Garten beobachtet habe, suche ich jetzt nach weiteren Möglichkeiten.

Die Frage richtet sich vor allem an fortgeschrittene und Astro-Fotografen. Was meint ihr, so rückblickend, was lohnt sich und was nicht?

Z.B., lohnt es sich eine gebrauchte DSLR anzuschaffen und einen aus Adapter und dann in die Astro-Fotografie mit dem Dobson einzusteigen? Oder "muss" es direkt eine spezielle Astro-Kamera sein? Oder macht Fotografie mit dem Dobson eh gar keinen Sinn?

Und derzeit überlege ich noch einen Refraktor als zweites Teleskop anzuschauen. Kann man mit einer GoTo-Montierung sinnvoll visuelle beobachten, oder macht das keinen Spaß und ist nur für die Fotografie sinnvoll?

Ich suche einfach nach neuen/weiteren Betätigungen in der Astronomie und frage mich einfach, was wohl die nächsten Schritte sein können...


Vielen Dank für eure Meinungen.
Gruß,
Alex
 
Hallo Alex, ich bin kein Dobsonianer, bin einen umgekehrten Weg als Einsteiger gegangen und habe mir einen Refraktor auf einer Goto-Montierung gekauft. Aber hier gibt es viele, die auch mit dem Dobson und einer DSLR fotografieren. Das geht auf jeden Fall, es ist halt die Frage, was Du fotografieren willst. Deep Sky ohne Nachführung wird nichts werden. Mond und Planeten gehen aber auch ohne motorische Nachführung.

Natürlich macht Goto auch visuell Sinn, es ist halt bequem und lehrreich zugleich, wenn man trotz Goto versucht, die Zusammenhänge am Himmel nachzuvollziehen, was ja kein Problem ist und auch Spaß macht. Goto zeigt einem halt schnell den Weg, auch wenn man dann trotzdem noch manuell nachhelfen muss. Goto funktioniert aber nur dann gut, wenn man als User zu Beginn die Einrichtung richtig macht, also der Montierung sagt, wo sie ist und wohin sie zeigt. Aber auch das ist kein großes Ding. Bei einer AZ-Goto-Montierung ist das schnell erledigt und bei einer EQ-Goto-Montierung muss man halt das Polaralignment so sauber wie möglich hinbekommen, das ist etwas aufwändiger, aber auch schnell erlernt.

Wenn Du ohnehin ein zweites Teleskop kaufen möchtest, kann ich Dir zu einem kleinen Set mit Apo und Goto-Montierung (egal ob EQ oder AZ) nur zuraten. Damit kannst Du schnell gute fotografische Ergebnisse erzielen, und sei es nur zu Beginn mit EAA. Davon hast du sicher schon gehört, es wird hier im Forum in verschiedenen Threads diskutiert, hier zum Beispiel:



LG Olaf
 
und frage mich einfach, was wohl die nächsten Schritte sein können...
Mein letzter großer Schritt war es vor ein paar Jahren, der Nacht den Rücken zu kehren und mich auf Sonnenbeobachtung zu spezialisieren.
Ich bereue nichts.

derzeit überlege ich noch einen Refraktor als zweites Teleskop anzuschauen.
Wäre ideal dafür. Wenns dich richtig packt am besten Zwei davon.

Kann man mit einer GoTo-Montierung sinnvoll visuelle beobachten, oder macht das keinen Spaß und ist nur für die Fotografie sinnvoll?
Parallaktisch und/oder Azimutal MIT motorischer Nachführung macht visuell auf jeden Fall Spaß, (vor allem mit nem Refraktor, da man entspannt dahinter im Sitzen veobachten kann) und gibts quasi sowieso nicht ohne GoTo.

LG
Olli
 
Hallo Alex,
ein Dobsonaut ist schwer zu beeindrucken. Visuell wirst du vom Refraktor eher enttäuscht sein, es sei denn, du greifst richtig tief in die Tasche und kaufst Einen, der fast so groß ist wie dein Dobson. Fotografisch geht mit dem Dobson auch schon Einiges, aber nicht Deep Sky. Dafür brauchst du mindestens eine Nachführplattform oder eine kleine Montierung, die automatisch nachführt. Es muss keine Goto Montierung sein, die macht es aber leichter. Darauf eine DSLR mit Fotoobjektiv und es kann losgehen. Eine "richtige" Astrokamera brauchst du erstmal nicht. Für den Einstieg reicht vielleicht eine kleine Fotomontierung, wenn du einen Refraktor draufmachen willst, musst du etwas höher einsteigen, am preiswertesten wohl mit einer kleinen azimutalen Goto Monteirung.
CS Harald
 
Ich habe seit ein paar Jahren ein 8" Dobson.
Ich suche einfach nach neuen/weiteren Betätigungen in der Astronomie und frage mich einfach, was wohl die nächsten Schritte sein können...

Hallo Alex,

es ist halt die Frage was Du genau machen möchtest?!

Rein visuell könnte man auf 12 Zoll oder mehr gehen, wenn es um Fotografie geht würde sich halt eher ein ED Refraktor oder gar ein Apo anbieten.
Ich bin übrigens nicht so pessimistisch wie Harald, ein visueller Refraktor kann durchaus viel Spaß machen, man muss halt wissen was eine Öffnung leisten kann, ein 8 Zöller zeigt halt mehr als ein 3 oder 4 Zöller.
Beeindrucken kann halt auch eine gewisse Ästhetik des Bildes und die finde ich in einem guten Refraktor eher als in einem Dobson.

Andreas
 
Ich beobachte seit einem Jahr hauptsächlich mit Refraktoren, habe aber auch einen 130er Newton. Ich vermisse nichts. Klar, ein 200er Dobson zeigt mehr, aber mehr Spaß würde er mir trotzdem nicht machen, denn die Handhabung gefällt mir nicht, aber das ist eben Geschmacksache. Außerdem kann man kleine Apos gut mit in Urlaub nehmen und da schnell mit DSLR Fotos machen, auch am Tage.

Ich kann mir durchaus vorstellen, irgendwann auch mal einen Dobson zu kaufen, nur um eben diese andere Welt auch mal kennenzulernen. Umgekehrt würde es mir genauso gehen. Wenn ich schon einen Dobson hätte, würde ich nicht auf die Idee kommen, mir einen größeren oder kleineren Dobson zu kaufen, sondern würde eben die andere Welt der Teleskope kennenlernen wollen, und das sind dann eben kleinere Refraktoren, mit denen man fotografieren kann.

LG Olaf
 
Oder "muss" es direkt eine spezielle Astro-Kamera sein? Oder macht Fotografie mit dem Dobson eh gar keinen Sinn?
Doch da geht eine Menge, vor allem bei allen helleren Objekten. Du brauchst eine EQ-Plattform, da gibt es reichlich Selsbauanleitungen im Internet.
Mir war eine Kaufversion zu teuer, mein dürftiger Selbstbau hat mich gerade mal 10 Euro gekostet und maht so viel möglich:

Selbst ein wenig Deepsky ist damit möglich:

Gruß,
Holger
 
Was kommt nach dem Dobson? Ein größerer Dobson. :p

Ich bin vor ein paar Jahren von 8" auf 16" aufgestiegen. Das war wie eine neue Welt, die sich eröffnet hat. Deutlich mehr Details an kleinen und lichtschwachen Objekten. Flächige Nebelgebiete, die auf einmal Details und Helligkeitsunterschiede offenbarten. Wärend die Deepskybeobachtung mit 8" teilweise mehr ein Abhaken war, konnte ich mit einem Mal deutlich mehr erkennen.
Dazu kamen noch digitale Teilkreise, wodurch ich auch nicht mehr suchen musste, da ich die Objekte immer sofort im Gesichtsfeld des Übersichtsokulars hatte. Sehr komfortabel. Das Nachführen hat mich nie gestört, deshalb habe ich mir noch keine EQ-Plattform angeschafft. Aber so eine kommt vielleicht mittelfristig unter den Dobson.

Ein 16"er ist natürlich eine Hausnummer was die Größe angeht. Aber moderne Gitterrohrkonstruktionen sind stabil, schnell auf- und abgebaut und problemlos auch in Mittelklasseautos zu transportieren.

Bis dann:
Marcus
 
Ich würde auch mal gerne durch einen 12- oder 16-Zoll Dobson schauen, um mitreden zu können. Leider kenne ich in meiner Gegend niemanden, der einen hat. Dass ich einen solchen jemals besitzen werde, schließe ich allerdings aus. Aus Gründen. ?? An Planeten wäre ich wohl geflashed, bei DS würde ich allerdings die Farben vermissen. Wenn Wattebäuschchen Wattebäuchschen bleiben, nur größer werden, dann beobachte ich lieber mit Kameras. Aber die schiere Größe dieser Geräte ist eben auch ein Hindernis für mich.

LG Olaf
 
IAus Gründen. ?? An Planeten wäre ich wohl geflashed,
Hallo Olaf,

ich hab hier einen 18er, klar die Auflösung und die Vergrößerungen die man fahren kann sind schon enorm gut, wenn es denn das Seeing überhaupt mal zulässt und das ist recht selten.
Aber wirklich geflashed bin ich dann eher wenn ich durch meinen TMB/LZOS 130/1200 mm. schaue, nicht wegen höherer Auflösung oder mehr Details aber die ganze Ästhetik, der Kontrast der Planeten ist einfach imo in einem APO nochmal besser.

Der 18er ist halt ne Mords Deepsky Kanone, speziell für Mond und Planeten ziehe ich aber den TMB vor.

Andreas
 
Hallo Alex,
Z.B., lohnt es sich eine gebrauchte DSLR anzuschaffen und einen aus Adapter und dann in die Astro-Fotografie mit dem Dobson einzusteigen? Oder "muss" es direkt eine spezielle Astro-Kamera sein? Oder macht Fotografie mit dem Dobson eh gar keinen Sinn?
Also Astrofotografie fängt bei mir mit einer Kamera auf dem Stativ an.
Denn nach dem fotografieren kommt der ganze EBV Workflow der noch mal etliche Stunden an Arbeit bedeutet.
Denn mus man erst erlenen und beherrschen.

Der zweite Schritt wäre eine Nachführung der Kamera oder des Teleskopes.
  • Für die Kamera gibt es kleine handliche Löungen, die aber dann nur die Kamera nachführen.
  • Wird das Teleskop nachgeführt kann man die Kamera Huckepack auf das Teleskop montieren und so Fotos machen.
Willst du die DSLR direkt an das Teleskop montieren brauchst du einen 2" OAZ und genügend Backfockus !
Ich kenne deinen Dobson nicht, aber selbst wenn ein 2" OAZ schon verbaut ist, denke ich das der Backfokus nicht ausreichen wird.

Bei einer Astrokamera hast du das Problem nicht und es gibt genügend 1,25" Modelle.
Zudem hast du die Option EAA.
Mit einem 8" Dobson und einer EQ-Plarrform sollten schon tolle EAA Bilder machbar sein.
Sicherlich dauert es eine Weile bis alles läuft, aber danach hast du deutlich weniger Arbeit.

Manchmal taucht eine selbstgebaute EQ-Plattform im Biete Bereich auf. Ich meine eine vor ein paar Monaten gesehen zu haben.

Fotografierst du auch sonst oder würdest du jetzt mit der Astrofotografie einsteigen ?

Und derzeit überlege ich noch einen Refraktor als zweites Teleskop anzuschauen.
Für visuell: Wie empfindlich bist du gegenüber Farbfehlern / Farbsäumen ?
Wenn du so empfindlich bist wie ich, dann brauchst du ein Triplet. Die kosten mit ordentlicher Öffnung schon mal richtig viel Geld !
Was wäre denn der Einsatzzweck des Refraktor ?

Kann man mit einer GoTo-Montierung sinnvoll visuelle beobachten, oder macht das keinen Spaß und ist nur für die Fotografie sinnvoll?
Ja natürlich kann man mit einem Goto sinnvoll visuell beobachten.
Das suchen und finden der Obkjekte fällt nach dem einnorden weg.
Die angefahrenen Objekte bleiben im Fokus und man kann ganz entspannt beobachten oder das Okular wechseln ohne das "Objekt zu verlieren".
Alles andere ist wie mit deinem bisherigen Dobson !
Ich suche einfach nach neuen/weiteren Betätigungen in der Astronomie und frage mich einfach, was wohl die nächsten Schritte sein können...
Es wurden schon einige Themen ( mehr Öffnung, anderes/zweites Teleskop, Astrofotgrafie, EAA, Sonnenbeobachtung) angesprochen und wenn du in die Forumübersicht schaust wirst du sicherlich noch weitere Themen (z.B. astronomische Zeichnungen, "Fernglas-Beobachtungen" ) finden.

Welche Themen interessieren dich denn ?

Viele Grüße

Alexander
 
Wow! Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen.
Einen größeren Dobson schließe ich im Moment aus. Die 8" (1200 mm Brennweite) reichen mir für visuelle Beobachtung aus. In der Tat erhoffe ich mir bei Deep-Sky-Objekten mehr Details zu sehen, aber eben dann durch die Astro-Fotografie und nicht mehr visuell. Wobei ich das bisher immer besonders faszinierend fand, dass ich "mit bloßem Auge" (ok, und ein paar Linsen/Spiegeln) Objekte beobachten konnte, die unvorstellbar weit weg sind.

Willst du die DSLR direkt an das Teleskop montieren brauchst du einen 2" OAZ und genügend Backfockus !
Ich kenne deinen Dobson nicht, aber selbst wenn ein 2" OAZ schon verbaut ist, denke ich das der Backfokus nicht ausreichen wird.
Ja, das ist ein gutes Stichwort. Das hatte ich gar nicht so "auf dem Schirm". Ich verstehe aber, was du da ansprichst. Ich habe eine 2x Barlow-Linse (2"). Soweit ich es verstehe könnte es dann damit klappen, oder? Andererseits bin ich dann bei 2400 mm Brennweite, also f/12. Der Dobson ist von GSO, der "übliche" 8" Dobson. Ausgelegt für visuelle Beobachtung. 2" OAZ.

Zudem hast du die Option EAA.
Mit einem 8" Dobson und einer EQ-Plarrform sollten schon tolle EAA Bilder machbar sein.
EAA, den Begriff kannte ich noch gar nicht. Aber ich habe gerade darüber gelesen. Das ist genau das, was mir vorschwebt.
Zu der EQ-Plattform (die hatten auch andere hier zuvor erwähnt): das hört sich gut an. Ich kannte das auch noch nicht. Und es sieht gar nicht mal so komplex aus.

Fotografierst du auch sonst oder würdest du jetzt mit der Astrofotografie einsteigen ?
Also: ich fotografiere schon sehr lange. Ich hatte auch ~15 Jahre DSLRs. Allerdings habe ich das ganze Equipment vor einigen Jahren verkauft, da es einfach nicht mehr zu meiner Lebenssituation gepasst hat. Jetzt habe ich nur noch eine Panasonic-Kamera mit fest verbautem Objektiv. Die Thematik der Fotografie ist mir also grundsätzlich bekannt, ich kenne die Technik und kenne auch "gewöhnliche" digitale Nachbearbeitung von Fotos. Für die Astro-Fotografie würde ich (einfach weil ich es kenne) dann eine gebrauchte DSLR kaufen. Bei den Astro-Kameras kenne ich mich einfach gar nicht aus und ich sehe da Angebote von ~300 EUR bis 10.000 EUR. Und die technischen Daten lesen sich, im Vergleich dazu was ich von DSLR gewohnt bin, einfach so unverhältnismäßig schlecht. Eine gebrauchte DSLR mit >10 MP bekommt man ab 70 EUR. Die einfachen Astrom-Kameras scheinen nur S/W zu sein und haben wiederum <5 MP... und das für 300 EUR... lohnt sich das?


Für visuell: Wie empfindlich bist du gegenüber Farbfehlern / Farbsäumen ?
Wenn du so empfindlich bist wie ich, dann brauchst du ein Triplet. Die kosten mit ordentlicher Öffnung schon mal richtig viel Geld !
Was wäre denn der Einsatzzweck des Refraktor ?
Ja, da bin ich vermutlich leider sensibel. Vom Dobson bin ich schöne punktförmige weiße Sterne gewohnt. Auch bei der Fotografie früher war mir ein gutes Objektiv immer sehr wichtig.
Den Refraktor würde ich gerne visuell nutzen und auch für Deep-Sky-Fotos, in Verbindung mit einer GoTo-Montierung. Überwiegend zuhause oder wo ich mit dem Auto hinkomme, also nicht auf Reisen.
 
Hallo Alex,
deine Ansprüche werden dich einen Haufen Geld kosten. Um das in Grenzen zu halten, rate ich dir zu einer gebrauchten DSLR. Dabei solltest du entweder auf einen Klappmonitor achten oder gleich eine Bildbetrachtung auf einem externen Gerät (Handy, Tablet, PC) vorsehen. Ich habe drei Eos 600 da und bin sehr zufrieden. Wenn du die hast, solltest du probieren, ob sie mit deinem Dobson in den Fokus kommt. Falls ja, brauchst du nur noch eine Nachführplattform (Selbstbau oder gebraucht für ein paar hundert €). Falls du nicht in den Fokus kommst, ist ein kleiner Refraktor vielleicht sinnvoll, wobei deine Ansprüche einen FH nicht erlauben und dir wohl auch ein ED nicht reicht, es muss ein Vollapo her, der im günstigsten Fall unter 1000€ zu bekommen ist. Dazu eine kleine Goto Montierung mit etwas Spielraum nach oben (etwa 500€) für den Start. Der Spielraum ist da nicht mal groß. Sowohl beim Fernrohr als auch bei der Montierung gibt es nach oben keine Grenze.
Die stark unterschiedlichen Preise bei Astrokameras liegen an der Chipgröße, Pixelzahl, Pixelgröße, Kühlung oder ungekühlt, ausgewählter Chip usw.
In einer Astrozeitschrift war vergangenes Jahr ein Vergleichstest, Vollformat DSLR gegen Vollformat Astrokamera und der Tester musste feststellen, dass nur geringste Unterschiede zu erkennen waren (in der gedruckten Zeitschrift konnte ich keinen Unterschied erkennen).
EAA ist eine tolle Sache. Du kannst dem Foto bei der Entstehung zusehen und hast keine hohen Anforderungen an die Nachführung. In gewissem Masse ist eine Nachbearbeitung möglich und hier werden gelegentlich Fotos gezeigt, die schon ziemlich beeindruckend sind. Ich nutze EAA, wenn ich nicht alleine bin und Zuschauern das Ganze zeigen möchte, sonst eher nicht.
CS Harald
 
Hi,

also ich würde mich schon als EAA erfahren betrachten und will anmerken, dass DSLRs nicht gut für EAA geeignet sind.
Genau für so einen Zweck, nämlich Live-Stacking am PC, sind die Astrocams deutlich besser geeignet.

Ich empfehle daher sich genau über die Unterschiede zwischen einer Astrocam und einer DSLR zu informieren.
Astrofotografie mit einer DSLR oder einer Astrocam ist sehr unterschiedlich.

Anspruchsvolle Astrofotografie von Deep-Sky Objekten wird praktisch nur mit Astrocams gemacht.
DSLRs sind allerdings die bessere Wahl bei Gross-Feld Astrofotografie.

Gruß
Peter
 
Moin Alex!
Ich fotografiere auch mit dem Dobson, eine Nachführplattform kann man mit relativ wenig Aufwand und "Haushaltsmitteln" selber zimmern:
Damit ist, wie schon oben geschrieben wurde, Fotografie an Mond und Planeten möglich und auch EAA.
Nebenbei läuft bei mir ab und zu eine kleine Skywatcher Star Adventurer mit. Dort nutze ich eine EOS 500D, die ich astrotauglich gemacht habe.
Ab und an gibts auf dem Gebrauchtmarkt schon umgebaute DSLR für relativ kleines Geld.
Neben dem Dobson und der Adventurer hab ich auch noch ein C8 auf Goto-Montierung, das nutze ich aber fast ausschließlich für Sonnenbeobachtung.
Goto ist zwar bequem, aber das Auffinden der Objekte mit dem Dobson gehört irgendwie für mich mit dazu und macht im gewissen Sinne auch den Reiz aus.

Beste Grüße,
Micha
 
aber das Auffinden der Objekte mit dem Dobson gehört irgendwie für mich mit dazu und macht im gewissen Sinne auch den Reiz aus.
Ja genau. Das ist bei mir auch so. Ich habe diesen "Sternen-Atlas" + Telrad und für mich ist das mitunter das spannendste die Objekte zu suchen.

Danke für den Link zu der EQ-Plattform. Ich lese mir das mal durch. Ich denke wenn das Dobson nachgeführt werden würde, dann würde mir das schon sehr gut gefallen.
 
Nachtrag: diese Dobson-Nachführung hört sich für mich immer interessanter an.

Hat jemand zufällig "richtig gute" Anleitungen zum Bau?
Ich habe Zuhause eine Menge Werkzeuge für die Holzbearbeitung, insbesondere eine Oberfräse. Elektronik ist für mich auch kein Problem, ich kann eigene Platinen entwickeln und beschaffen. Ich habe gesehen, dass gekaufte Plattformen ab ca. 400,- Euro anfangen. Ich schätze mit dem Selbstbau wird man realistisch betrachtet auch bei >200,- liegen. Lohnt sich das wohl?
Wie geschrieben, eine Anleitung, idealerweise mit Zeichnungen und Schaltplänen wäre ganz toll.

Schöne Grüße
Alex
 
Hallo Alex

Das Hobby Astronomie bietet viele Beschäftigungsmöglichkeiten bzw. weitere Hobbys im Hobby.
Du könntest dich weiter spezialisieren z.B. auf die Planetenbeobachtung, oder auf die Sonnenbeobachtung.
Du könntest zum ATMler also zum Selbstbauer werden, oder zum Spiegelschleifer, oder zum Hobbytester, oder zum Astroreisenden z.B. zu Sonnenfinsternisen, Nordlichtbeobachter, du könntest dich künstlerisch betätigen, oder in die Jugend und Öffentlichkeitsarbeit gehen, in der VDS/VHS tätig werden uvm.

Manchmal braucht man auch eine Pause und neue Ideen kommen dann von ganz alleine.

Der Persönliche Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten ist oft auch sehr anregend für neue Betätigunsfelder.

Vielleicht auch mal weg vom Konsum denken und vom Optimierungswahnsinn, "was soll ich mir als nächstes kaufen"
Einmal überlegen was habe ich noch nicht gesehen?
Wenn du erst ein paar Jahre beobachtest hast du mM nach noch lange nicht alles gesehen. Oder wie oben geschrieben sich mit der Astronomie einmal anderweitig beschäftigen.

 LG
 
Auf der Seite von Reiner Vogel:
gibt es Aleitungen zum selber bauen, inkl. Vorlagen für die Segmente zum ausdrucken. Nach diesen Anleitungen habe ich meine Plattform gebaut.
Das teuerste war der Celestron-Nachführmotor, die restlichen Materialkosten schätze ich so auf 30-40€, also insgesamt unter 100€.
 
Hi,

also ich würde mich schon als EAA erfahren betrachten und will anmerken, dass DSLRs nicht gut für EAA geeignet sind.
Genau für so einen Zweck, nämlich Live-Stacking am PC, sind die Astrocams deutlich besser geeignet.

Ich empfehle daher sich genau über die Unterschiede zwischen einer Astrocam und einer DSLR zu informieren.
Astrofotografie mit einer DSLR oder einer Astrocam ist sehr unterschiedlich.

Anspruchsvolle Astrofotografie von Deep-Sky Objekten wird praktisch nur mit Astrocams gemacht.
DSLRs sind allerdings die bessere Wahl bei Gross-Feld Astrofotografie.

Gruß
Peter
Dass anspruchsvolle Astrofotografie praktisch nur mit Astrocams gemacht wird, stimmt natürlich nicht. Das kann man hier ja leicht in der Bildergalerie nachschauen. Astrocams sind eine Überlegung wert, wenn sowieso ein PC neben dem Fernrohr steht. Dann kann der Workflow etwas vereinfacht werden. Insbesondere das Thema "Bildqualität per Euro" gewinnen sicher die DSLR Kameras.
CS Harald
 
Hallo Alex,
diese Dobson-Nachführung hört sich für mich immer interessanter an.
Ich denke auch das dies der beste Schritt wäre.

Danach kannst du
  • komfortabler beobachten
  • Deine bereits vorhandene Panasonic-Kamera Huckepack auf das Teleskop montieren.
    Falls sie RAW-Bilder speichern kann und längere Belichtungszeiten möglich sind, kannst du so mal in die Astrofotografie "reinschnuppern".
    Meine Kamera hat auch ein festverbautes Objektiv und ist schon 10 Jahre alt. Schau dir mal meine Bilder von einem Stativ aus gemacht an.
  • mit einem Smartphone & entsprechender Halterung durchs Okular Mond, Planeten, helle Sterne & Sternhaufen fotografieren oder filmen (Astrovideografie)
  • mit einer Astrocam in die EAA einsteigen.
Schau mal in meinen Vorstellungsthread AlexKA.
Dort siehst du ein Beispielbild von der Andromedagalaxie mit einer 10 Jahre alten Kompaktkamera auf einem Stativ aufgenommen.
Auch meine Idee wie ich im Hobby Astronomie weiter vorgehen möchte.

Eine gebrauchte DSLR mit >10 MP bekommt man ab 70 EUR. Die einfachen Astrom-Kameras scheinen nur S/W zu sein und haben wiederum <5 MP... und das für 300 EUR... lohnt sich das?
Bei der Kamera kommt es nicht nur auf die Megapixel an. Du brauchste einen sehr rauscharmen & lichtempfindlichen Sensor.
Zudem haben Astrocams keinen IR-Filter und sie so konzipiert das sie mit einer externen SW via USB interagieren.

Die SVBony SV305 wurde z.B von casati in diesem Thread empfohlen.
Neu ca. 150 Euro und gebraucht entsprechend günstiger.
Und später kann man sie immer noch als Guiding-Kamera verwenden.
Hier ein parr EAA-Beispielbilder von casati.
Wenn es etwas besser sein soll, dann empfielt er die veLOX178c.

Jetzt im Augenblick würde ich an deiner Stelle weder eine gebrauchte DSLR noch eine Astrocam kaufen, sondern erst mal schauen eine EQ-Plattform zu bauen oder zu kaufen und danach mal auszuprobieren was denn mit deiner Panasonic bzw. mit dem vorhanden Smartphone & Halterung geht !

Vielleicht empfindest du den nachfolgenden Astrofotografie Workflow ja als viel zu aufwändig / zu zeitraubend ?

Viele Grüße

Alexander
 
Ich schätze mit dem Selbstbau wird man realistisch betrachtet auch bei >200,- liegen. Lohnt sich das wohl?
Da hast Du meine verlinkten Threads oben aber noch nicht gelesen. Mein dürftiger Selbstbau kostete mich nur 10 Euro und oben siehst du ja was mit so einer manuellen Plattform schon alles geht.

Ich würde dir auch eine kleine Astrokamera empfehen und nicht eine DSLR.

Gruß,
Holger
 
Mein dürftiger Selbstbau kostete mich nur 10 Euro und oben siehst du ja was mit so einer manuellen Plattform schon alles geht.
Sicher, Holger, deine Ergebnisse sprechen ja auch für Dich. Aber wie Alex oben geschrieben hat, ist er wohl holzverarbeitungstechnisch ganz gut ausgerüstet, warum die Plattform für wenige Euro mehr nicht in "schön" bauen?. Beispielsweise beobachte ich ab und zu auch noch visuell, da ist die motorische Nachführung Gold wert!

Die SVBony SV305 wurde z.B von casati in diesem Thread empfohlen.
Neu ca. 150 Euro und gebraucht entsprechend günstiger.
Und später kann man sie immer noch als Guiding-Kamera verwenden.
Ich habe sowohl die alte 305 als auch die 305m pro, also die Monovariante mit USB 3.0 und Guidinganschluss. Bei der günstigen 305 musste der fest eingebaute IR-Sperrfilter raus, da er Reflexe verursacht hat, ansonsten ist die Kamera für EAA und Planeten mit ROI prima, für Mond in voller Auflösung taugt das USB 2.0-Interface nicht, da die Framerate zu niedrig ist. Bei der pro muss man aufpassen, die gibts einmal mit integrierten IR-Sperrfilter und zum anderen mit einem AR-Fenster, welches auch NIR durchlässt. Ich habe letztere und bin mit der äußerst zufrieden.

Beste Grüße,
Micha
 
Hi,

nochmal zu EAA:

Der Dobson von Alex @Sunnyalex hat 1200mm Brennweite. Mit der SV305 kommt man dann mM für EAA auf ein viel zu kleines Feld. Einfach mal in der Sensor-View/Simulation für die üblichen DS-Objekte in Stellarium anschauen.
Genau diese schlechte Erfahrung habe ich mit der SV305 gemacht und dann die ASI294 mit dem viel grösseren Sensor gekauft. Mit der ging es dann super.
Für Planeten oder kleine Objekte mit Lucky Imaging ist die SV305 mM sehr gut geeignet.
Für EAA müsste man mM die SV305 mit einem Teleskop mit einer Brennweite unter 500mm betreiben.

Ich mache auch EAA mit einer EQ-Plattform von Astro Optik Martini und einem 12 Zoll Gitterrohr-Dobson. MM ist diese Plattform gerade wegen ihrer Einfachheit empfehlenswert. Ich finde auch, dass sie eine gute Basis für DIY Verbesserungen ist. Ich habe zB meine Plattform mit einem Schrittmotor ausgerüstet. Das ist eine super Sache, da man dann die Plattform ferngesteuert auch an einen genauen Punkt und auch wieder zurückfahren kann.

Zu Astrofotografie mit einer EQ-Plattform:
Es muss einem mM klar sein, dass aufgrund der Konstruktion in der Praxis nur Kurzbelichtungen unter 10s möglich sind.
Das ist aber für EAA überhaupt kein Problem, da man ja sowieso Live-Stacking zB mit SharpCap macht.
Wenn man aber jetzt hoch aufgelöste, sehr anspruchsvolle Astrofotos machen will, dann wird es schwieriger.
Es gibt aber auch (sehr teure) Plattformen die Guiding fähig sind.

Aufgrund der notwendigen Kurzbelichtungen fallen mM auch DSLRs raus und man sollte eine Astrocam benutzen, die sehr geringes oder gar kein Ausleserauschen hat.

Gruß
Peter
 
Vielen Dank für die ganzen tollen Hinweise und Erfahrungsberichte. Das ist genau, was ich mir erhofft hatte.

Also, für mich liest es sich insgesamt so, dass ich zunächst eine Nachführ-Plattform für meinen Dobson baue/anschaffe. Das wird sicherlich auch visuell noch mal mehr Spaß machen.

Damit würde ich dann auch mal fotografisch experimentieren, vielleicht mit der vorhandenen Kamera. Wenn es dann um die Anschaffung einer neuen Kamera geht, da würde ich noch mal lesen. Backfokus spricht gegen DSLR, wahrscheinlich würde es dann eine Astro-Kamera werden, die evtl. auch zukunftstauglich ist für Guiding/Stacking. Jedenfalls extra eine DSLR wieder anzuschauen, wenn auch gebraucht, scheint nur eingeschränkt sinnvoll zu sein.

Ich danke euch allen!
Schönen Sonntag,
Alex
 
Hallo liebe Leute.

Ich habe seit ein paar Jahren ein 8" Dobson.

Bisher habe ich immer nur visuell beobachtet.
Da ich inzwischen schon einiges im heimischen Garten beobachtet habe, suche ich jetzt nach weiteren Möglichkeiten.

Die Frage richtet sich vor allem an fortgeschrittene und Astro-Fotografen. Was meint ihr, so rückblickend, was lohnt sich und was nicht?

Z.B., lohnt es sich eine gebrauchte DSLR anzuschaffen und einen aus Adapter und dann in die Astro-Fotografie mit dem Dobson einzusteigen? Oder "muss" es direkt eine spezielle Astro-Kamera sein? Oder macht Fotografie mit dem Dobson eh gar keinen Sinn?

Und derzeit überlege ich noch einen Refraktor als zweites Teleskop anzuschauen. Kann man mit einer GoTo-Montierung sinnvoll visuelle beobachten, oder macht das keinen Spaß und ist nur für die Fotografie sinnvoll?

Ich suche einfach nach neuen/weiteren Betätigungen in der Astronomie und frage mich einfach, was wohl die nächsten Schritte sein können...


Vielen Dank für eure Meinungen.
Gruß,
Alex
Hallo Alex, keine Frage nach einem 8" Dobson kommt natürlich ein größerer Dobson. Lies dir dazu den genial geschriebenen Abschnitt im Buch von Kriege/Berry "The Dobsonian Telescope" durch, aber Achtung du wirst sofort vom Öffnungsfieber ergriffen.
Ich wechselte damals von 8"Newton auf 12" Gitterrohrdobson und würde das wieder so machen. Der 12" war ideal für Messiermarathons und auch für Mond/ Planeten.
CS Mike
 
Wenn es dann um die Anschaffung einer neuen Kamera geht, da würde ich noch mal lesen. Backfokus spricht gegen DSLR, wahrscheinlich würde es dann eine Astro-Kamera werden, die evtl. auch zukunftstauglich ist für Guiding/Stacking. Jedenfalls extra eine DSLR wieder anzuschauen, wenn auch gebraucht, scheint nur eingeschränkt sinnvoll zu sein.
Moin Alex

Ich verwende eine gebrauchte DSLRa von Canon an meinem 8“ Galaxy Newton / Dobson , der ja auch im taiwanesischen Guan Scheng Optik- Werk fabriziert wird . Der Crayford 2“ OAZ ist stabil genug den Image Train samt Projektionsadapter und Okular plus Kamera zu tragen .Das gesammte Bildfeld vom APS-C Sensor wird bei Okular-Projektion ausgeleuchtet und z.B. beim hellen Mond sind mit hohem ISO und kurzer Belichtung gute Aufnahmen möglich.
Vor kurzem habe ich auf dem Gebrauchtmarkt ein paar Rohrschellen und eine Prismenschiene für kleines Geld erworben und dem Newton umgeschnallt .Ein zusätzliches , gebrauchtes Gegengewicht fand sich auch schnell .
Dieser passt jetzt auf meine Goto Montierung und wird zur nächsten Neumond Phase auf Kugelsternhaufen ausgerichtet, ich bin gespannt.
Hast du was bezüglich EQ-Plattform erreicht?

CS Knut
 
Hallo,

Für meinen Teil sehe ich das ähnlich wie Mike. Eine größere Öffnung war für mich immer der nächste Schritt. Klassisches Krankheitsbild von Öffnungsfieder halt... Parallel hab ich mein Okularsortiment immer ausgebaut (aktuell Nagler/Delos/ Ethos....davon etliches gebraucht gekauft) und diverse Filter angeschafft. Vor allem hochwertige Okulare sind echt wichtig. Ich startete jedenfalls als 10jähriger mit einem 4 cm Tasco Refraktor. Es folgte ein 114 mm Newton auf Super Polaris und dann ein 8-zöller auf EQ6. Dann bin auf den Dobson gekommen und nun bei 18 Zoll angelangt... An eine Nachführplattform hab ich auch schon manchmal gedacht - prinzipiell keine schlechte Idee find ich.

Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Spaß mit diesem wunderschönen Hobby.

CS, David
 
Hallo,

was könnte nach dem Dobson kommen?
Das Hauptproblem ist die Länge und das Gewicht, wenn die Öffnung noch größer werden soll, richtig?
Den Hauptspiegel sollte man daher entweder hauchdünn und als aktive Optik oder mit Waben herstellen.
Den Fangspiegel könnte man leicht konvex formen und somit die Brennweite verkleinern. Das ist für das klassische Spiegelschleifen natürlich sehr schwierig, aber wenn man den SPiegel mit CNC herstellen könnte, wäre eine komplexere Oberfläche vermutlich kein Problem.

Gibt es hier jemand, der Optiken mit CNC herstellt?

KH, Claus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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