Welcher ADC? Astro Physiks oder was anderes?

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Die7er

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Hi in die Runde.
Was sagt ihr zum Thema.
ZWO ist mir zu Umständlich...
Gutekunst zu teuer...

Was beleibt?
 
Nun, 3 Teleskope mit 3 Filtern (RGB) und 3 Kameras, synchron aufnehmen, fertig. :cool:
Dispersion ist dann nur mehr ein leises Wort aus der Vergangenheit der Astrofotografie...

lg
Niki
 
Ich nehme mit Mono auf und habe aktuell einen ADC vor dem Filterrad. Grünkanal und vor allem Blaukanal sind viel besser/ schärfer als ohne! Deshalb, auch bei Mono ist ein ADC/ADK eine gute Wahl. Optische Baulänge 27mm, Durchlass beträgt ~23mm. Handhabung ist mit Wasserwaage und Skala sehr gut. Das Auswandern beim Verstellen ist beherrschbar und stört nicht. Bei gezogener ROI an Jupi bewegt er sich beim Verstellen etwas nach oben, bleibt aber im gezogenem Ausschnitt! Ich verwende den aktuellen ZWO NEW 1.25 ADC . Optik ist ein 6 Zoll Maksutov. Brennweite variiert von 5700-4640mm.
VG Frank
 

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einfach ein paar Jahre warten, dann stehen Jupiter und Saturn wd. höher :)
2023 Jupi bei +50° Alt
2024 Jupi bei +59° Alt
2026/2027 Jupi bei +59° Alt
dann sinkt er wieder tiefer, Auch bei diesem höheren Stand beträgt die Dispersion laut Tabelle= 1 Bogensekunde. Aktuell ist sie 2,5 Bogensekunden. Der ADC ist auch da von Vorteil für Teleskope >6 Zoll.
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Thema "Atmosphärische Dispersion" hat sich hier seltsamer weise nie wirklich durgesetzt.

Das liegt meiner Meinung nach daran das dieses Thema auch heute noch meistens mehr als Fotografisches Problem angesehen wird, welches mit dem LRGB-Verfahren teilweise umgangen werden kann.
Auch kommen die Planetenfotografen durch die Bildbearbeitung mit einem "kostengünstigen" ADC, mit zwei einfachen Keilen zu sehr guten Ergebnissen.
Somit ist das Problem quasi gelöst?!

Visuell stellt sich das Thema je nach Instrument etwas komplexer dar und wird meiner Meinung nach oft auch bagatellisiert.

Vermutlich gibt es deshalb keinen großen Markt für ADCs?

Es gibt anscheinend nur wenige Planetenbeobachter die den Nutzen, oder die Notwendigkeit eines ADC erkannt haben.
Dabei ergibt sich die Notwendigkeit eines ADC allein schon aus der Tatsache, dass der passionierte Planetenbeobachter vielleicht keine Jahrzehnte warten möchte, bis wieder mal für 3-4 Jahre optimale Bedingungen herrschen?

In den USA und den dortigen Foren hat sich das Thema schon mehr durchgesetzt, bzw. wird dort anders Diskutiert.
So empfiehlt dort ein bekannter APO-Hersteller zu allen seinen APOs einen ADC als wichtiges Zubehörteil.

Wenn man einen ADC richtig konstruiert, also ohne Bildversatz, so braucht man 4 Keile und wenn man diesen noch mechanisch Benutzerfreundlich baut, so das die Einstellung der Keile synchron abläuft, gibt es z.Z. nur zwei Hersteller Gutekunst und Greatstar.
Dazu wird hier noch eine sehr hohe optische Qualität garantiert

Die ADC mit nur zwei Keile, erzeugen je nach Teleskop, durch den Bildversatz mehr oder weniger Koma und Astigmatismus und die Einstellung der Keile zueinander passiert nicht automatisch synchron sondern "manuell" über eine Strichmarkierung.

Da die Nachfrage anscheinend sehr gering ist, bleibt der Markt sehr überschaubar.
Somit werden Händler wie Gutekunst und Greatstar auch weiterhin nur geringe Stückzahlen fertigen lassen und dabei auf Qualität setzen.
Und für die Fotografen scheint der ZWO ausreichend zu sein.

Somit hat man bei den ADCs nur die Wahl zwischen teuer und perfekt, oder preiswert mit Kompromissen.

Vielleicht gibt es irgend wann einmal einen Hersteller der einen guten ADC zu akzeptablen Preisen anbieten kann?
Meiner Meinung nach ist der ADK von Greatstar die erste richtige Alternative zum ADC von Gutekunst.
Zwar mit kleineren optischen Durchlass, aber ebenfalls optisch und mechanisch perfekt.

Gruß
CS
 
Danke für diese Erklärung und deine Empfehlungen...
Wie siehst du den Pierro Astro?
 
Die ADC mit nur zwei Keile, erzeugen je nach Teleskop, durch den Bildversatz mehr oder weniger Koma und Astigmatismus und die Einstellung der Keile zueinander passiert nicht automatisch synchron sondern "manuell" über eine Strichmarkierung.
Darf man fragen welchen ADC du aktuell verwendest? Bei meinem ADC von ZWO überwiegen die Verbesserungen des Planetenbildes, gegenüber den eventuell eingeführten Koma/Asti!
Kann mir auch vorstellen, das ZWO einen Vierkeiler anbieten würde, wenn es profitabel wäre?!
VG Frank
 
Hallo,
ich habe seit kurzem den Omega ADC und sehe eine deutliche Verbesserung bei Jupiter und Saturn. Nicht nur sind die Farbränder fast verschwunden, erkenne ich auch mehr Bänder auf Jupiter und Saturn mit einem 8 Zoll Cassegrain.
Gibt es bei den teuren Exemplaren noch eine Steigerung? Lohnt sich die Investion?
Grüße
 
@ Dieter; Ja, ich hatte die Vorläuferversion MkII und ein guter Fraund den Mark III.
Der Mark II hatte auch noch die Hebelchen, der Mark III hat nun einen Drehknopf und gleichzeitig
wird der als Drehebel benutzt - alle sehr easy. Und er hat sehr gute Prismen, die auch UV (Venus) durchlassen.
Die Performance als ADC ist sehr gut.
@ fuetti: Ja, denn alle ADCs mit 2 Prismen führen einen Astigmatismus in den Strahlengang ein; nicht viel, aber bei hohen Vergrößerungen
erkennbar.
Die teuren von Greatstar und Gutekunst machen das nicht.

Gruß Michael
 
@Dieter: Die atmosphärische Dispersion entsteht immer senkrecht zum Horizont, da man ja gewissermaßen in der Lufthülle wie in einer
Linse aus Gas sitzt. So sollte der ADC immer so ausgerichtet sein, dass die Prismen das entsprechend korrigieren.
@ Mike: Das kannich nicht beantworten; glaube ich aber nicht......

Viele Grüße Michael
 
Die atmosphärische Dispersion entsteht immer senkrecht zum Horizont, da man ja gewissermaßen in der Lufthülle wie in einer
Linse aus Gas sitzt. So sollte der ADC immer so ausgerichtet sein, dass die Prismen das entsprechend korrigieren.
d.h. Ich suche mir eine Linie die in Waage ist? Aber was muss dazu parallel sein? Sorry, aber ich stehe total auf dem Schlauch :(
 
Nehmen wir mal an, Dein Fernrohr zeigt nach südosten und ca 15° nach oben. Du hast den ADC korrekt eingebaut, also
vor dem Zenitspiegel und dem Okular und ggfs. nach einer Barlowlinse. Nun stellst Du die beiden Hebel mittig genau gegenüber in dem Bereich, wo sich die beiden
Schlitze für die Bewegung der Prismen überschneiden (Nullstellung). In dieser Nullstellung sollten die Hebel senkrecht nach oben zeigen.
Nun kannst Du durch das Verdrehen der Prismen (ich mache das immer symmetrisch zueinander) die Farbsäume elimieren, soweit es geht.
Stehen sich die Hebelchen um 180° gegenüber, ist die maximale Gegendispersion erreicht; das braucht man aber eigentlich nie.
Mit der Feinbewegung der Montierung muss man den Versatz des Bildes nachkorrigieren, damit man das Objekt nicht verliert.
Man muss während einer Beobachtungsnacht diese Prozedur mehrmals machen, wenn es nach einer/zweier Stunden nicht mehr gelingt, die
atmosphärische Dispersion auszugleichen, weil sie schief ligt zum Fernrohr; bei einer parallaktischen Montierung. Bei einer Alt/Az- Montierung reicht einmal und dann ggfs. nur ein Nachregulieren mit den Hebelchen, wenn das Objekt höher kommt und die atmosphärische Dispersion weniger wird (bei Deinem C 9 kann das bis zu 40° Altitude sein, dass man sie noch merkt).
Ein bisschen spielerisches Austesten der Funktion an "verschleimten" Abenden mit einem hellen Stern 1. oder 2. Größe hilft enorm.

Viele Grüße Michael
 
Hier eine einfache Erklärung.
Stell dir einen Dobson vor, also Azimutal montiert.
Nun willst du Jupiter beobachten und stellst diesen ein.
Dann schenkst du das Teleskop leicht auf und ab, also von Zenit zu Horizont und umgekehrt.
Nun wandert Jupiter vielleicht von links unten nach rechts oben.
Auf diese Achse richtest du den ADC aus.
Entweder mit Einstellknopf oben, oder unten in Achsrichtung.
Beim Gutekunst und Greatstar kannst du die Prismen einfach durchdrehen bis das Spektrum passt.
Beim ZWO gibt es oben und unten.

Ich kenne Fotografen die paralaktisch arbeiten, die haben sich ein Gestell gebaut mit einer Wasserwaage, halten das kurz in den Strahlengang.
Dadurch entsteht ein horizontal ausgerichteter Schatten im defokussierten Planetenbild, worauf sie den ADC ausrichten.
Das Bild im Newton steht ja Kopf und wenn der OAZ schräg steht ist der Horizont entsprechend auch schräg.

Um den ADC richtig einstellen zu können brauchst du eine Horizontlinie.

Gruß
CS
 
@Mikoka ... ich habe nur 1 Hebel. Pierro Astro MKIII
Und sorry ich bin zu blöd dafür....
ADC Hebel in Mittelstellung und senkrecht zur Horizontlinie?
Bevor ich mich hier komplett zum Affen mache, vielleicht per Unterhaltung? :)
 
siehe: Pierro Astro ADC MK3 Atmospheric Dispersion Korrector M


Wichtiger Winweis zur Benutzung:

Für die richtige Wirkung muß der Korrektor richtig zum Horizont orientiert sein. Das ist üblicherweise dann der Fall, wenn der Griff des Kompensators parallel zur Horizontlinie im Okularauszug liegt.

Durch Drehen des Griffs kann man nun die Prismen so verdrehen, daß sich ihre Wirkungen nicht mehr aufheben. Sollte das Bild schlechter werden, muss in die jeweils andere Richtung verstellt werden.

Zu beachten ist, daß sich bei parallaktisch montierten Teleskopen im Laufe der Zeit die Lage zum Horizont ändert, das muß natürlich beachtet werden.

(Zitat aus obiger Webseite)

lg
Niki
 
Dann ist das beim PierroAstro Mk III anders als beim ZWO.
Also Hebel nach links oder rechts 90° zum Zenit und dann die Prismen drehen, bis alles gut ist.

Danke Niki

Viele Grüße Michael
 
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