Welches 100 mm 90° Fernglas?

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Hallo sunspot,

ist damit nicht das Optimierungsangebot der Fa. Wellenform gemeint?
Denn dieses wäre eine kostenpflichtige Zusatzleistung mit Umbau der Objektivfassung und keinesfalls im Grundpreis des Fernglases enthalten.

Ich finde das nun angebotene Werkzeug als ein sinnvolles Zubehör. Bei Ferngläsern mit kleineren Objektivdurchmessern konnte ich die Justage mit einfachen Mitteln bewerkstelligen. Bei Gewinderingen mit 100mm Durchmesser ist das nicht ganz so einfach.
Obwohl mein Lunt-Glas mit dem 5mm Baader Hyperion ein deckungsgleiches Bild zeigt, werde ich mir das Werkzeug einmal bestellen und es testen.

Viele Grüße
Frank
 
Hallo Frank - nein ! Das was ich schrieb war eine Werbeaussage vom Hersteller. Die Fa. Wellenform war seinerzeit noch nicht mit Maßnahmen betraut worden ...
 
Hallo Sunspot

deine Aussage ist leider nicht richtig so wie Sie von dir dargestellt wird,. denn meine Aussage war keine Werbeaussage , sondern eine erste Beschreibung des ersten Testexemplares.
Beim ersten Exemeplar das wir zum Testen erhielten schrieb ich einen Kommentar und auf den Beziehst du dich, nicht auf die Serienproduktion die danach kam.

Beim ersten Exemplar konnte mann beidseitig den ganzen Fronttubus 360° drehen, sodaß die exzentrisch gelagerte Optik sich mitdrehte. Der Hersteller, United Optik, wusste nicht was ich damit meinte, bis ich es ihm per Bild erklärte. Der meinte daraufhin, dies kann nur durch einen Mangel möglich sein. Dieser Mangel bestünde darin das die inneren Schrauben die beide Tubusteile miteinander verbinden wohl bei diesem Testexemplar nicht richtig festgeschraubt waren. Das dürfte so jedoch nicht sein , deswegen wurde bei der Serienprodukt durch den Hersteller darauf geachtet, das diese Scxhrauben fest gedreht waren, sodaß danach ein Rotieren des vorderen Tubus nicht mehr möglich war.
 
Die anderen Verkäufer haben es noch nicht alle gemerkt, siehe hier. Zitat: "... Durch einfaches Verdrehen einer Fassung von außen optimiert man die Justage zu 100 % auf die Augen des Beobachters. Das geschieht während der Beobachtung und dauert nur wenige Sekunden. Das Resultat ist dann eine perfekt justierte Optik, die auch Vergrößerungen bis 150fach erlaubt, ohne Doppelbilder". Vielleicht sollten Sie denen mal stecken, dass nur noch bis 100x garantiert wird und die Justage etwas aufwendiger ist ;-).
 
Hier wird gesagt, das Glas liefere 3 Grad Feld. Dafür müsste, bei 550mm Objektivbrennweite, das Okular eine Feldblende von 28,8mm haben. Welches Okular ist gemeint? Das 24mm Panoptic ist das nicht: 27mm Feldblende, 2,815 Grad Feld.
Interessierte Grüße, Christopher
 
Nach den Besprechungen hier ist vielleicht ein Beobachtungsbericht mit dem APM 100 ED Apo interessant. Gestern habe ich von Born/Darss in MV (54° n.B.) beobachtet. Das SQM-L zeigte zwischen 21,1 (Milchstraße im Schwan) und 21,3 (Richtung Draco). Die IR-Temperaturen waren: Zenith -6°, Nadir 15,2°. M33 konnte ich mit bloßem Auge nicht erkennen, M15 aber erahnen. Dies wurde mit dem Fernglas überprüft: Anpeilen des vermeintlichen Ortes brachte in der Tat den Kugelsternhaufen in die Gesichtsfeldmitte. Die Beobachtungsbedingungen entsprachen Bortle 4. Es wehte ein recht starker, böiger Wind.

Zu Beginn (kurz vor 0:00 Uhr) wurden mit 24 mm Panoptic die Gasnebel im Schützen inspiziert. M8 befand sich in nur 9° Höhe, jedoch knapp oberhalb einer praktisch undurchsichtigen Dunstbank am Südhorizont. Der Sternhaufen links, sowie die beiden markanten, übereinander stehenden Sterne rechts des Dunkelbandes waren schwach, aber auffällig neblig hinterlegt. Angesichts der Horizontnähe und des daraus resultierenden flauen Gesamteindrucks kamen sofort die OIII-Filter zum Einsatz. Der Nebel zeichnete sich damit sehr deutlich mit seinem Kerngebiet ab und gewann an Struktur. Ich schätze die sichtbare horizontale Ausdehnung auf ca. 40’, die vertikale auf ca. 25’. Das senkrechte Dunkelband war sehr auffällig. M20 war hingegen auch mit Filtern sehr unscheinbar. Die Dunkelbänder waren nicht wirklich erkennbar. Im Gegensatz dazu strahlte der Kernbereich von M17, immerhin 15° über Horizont, sehr hell. Sehr klar war das spiegelverkehrte, nach links umgefallene „L“ zu sehen (Länge ca. 15’), das noch mit einem leicht nebligen Halo hinterlegt war. Dieser Kernbereich verfügt offenbar über eine sehr hohe Flächenhelligkeit. Dies wurde bei M16 anders festgestellt. Nur nach einigem Hinsehen ließ sich bei dem ca. 18° hoch stehenden Emissionsnebel die Form eines nach links unten fliegenden Adlers ausmachen. Der eingebettete Sternhaufen NGC6611 war hingegen sehr auffällig. Insgesamt litten alle diese Nebel unter erheblicher horizontnaher Aufhellung sowie eingeschränkter Transmission, am meisten natürlich M8.

Als nächstes Objekt wurde der Wildentenhaufen M11 anvisiert. Mit 25° Höhe lag er bereits vollständig außerhalb der Horizontaufhellung und der Dunstschicht, so dass er herrlich eingebettet in die Milchstraße der Schildwolke als helle neblige Verdichtung imponierte, die sich bei genauerem Hinsehen als aus unzähligen feinsten Lichtpunkten bestehend erwies. Sehr auffällig war ein sehr heller, weißer Stern etwas unterhalb des Zentrums, offensichtlich im Vordergrund. Durch Okularwechsel von 24 mm Panoptic auf 12,5 mm Docter UWA konnte der ästhetische Eindruck noch erheblich gesteigert werden. War auch vorher schon die „Wildente“ gut erkennbar gewesen, war sie danach noch besser in ihren Umrissen auszumachen, und durch den nun auch in der Haufenfläche besser durchscheinenden Himmelshintergrund bei fast ähnlich nadelstichartigen Sternen wie in den Panoptic ergab sich der oft beschworene Anblick von „Diamantenstaub auf schwarzen Samt“. Zweifellos konnten die hervorragenden Docter-Okulare hier mit dem fast 2° großen Gesichtsfeld wesentlich zum Seherlebnis beitragen. Dennoch bestand der Wunsch, den Haufen noch größer zu sehen, und so wanderten die 7 mm Pentax XW in die Auszüge. Auch dieser Anblick war ästhetisch sehr befriedigend, denn durch eine etwas höhere Grenzgröße und die nun ca. 80x Vergrößerung wurde der Haufen scheinbar vollständig aufgelöst. Da er an die 3.000 Sterne enthält, war das in Wirklichkeit natürlich nicht der Fall, aber die hunderte feinster Lichtpunkte mit pechschwarzem Himmel dahinter erweckten den Eindruck. Insgesamt ein ästhetisch sehr befriedigendes Objekt!

Das APM-Gerät wurde nun wieder mit den Panoptic bestückt und auf den Cirrus-Nebel gerichtet. NGC6992/6995, die „Knochenhand“ war deutlich ohne Filter sichtbar. Der „Sturmvogel“, NGC6960 war hingegen nördlich von 52 Cygni nur zu erahnen, südlich davon unsichtbar. Unsichtbar blieben natürlich auch die übrigen Teile des Supernova-Überrestes. Deswegen wurden wieder die OIII-Filter in die 24 mm Panoptic geschraubt. Dies änderte den Anblick dramatisch. Sehr hell und strukturiert stachen nun „Knochenhand“ und „Sturmvogel“ hervor, letzterer jetzt natürlich in seiner ganzen Pracht. Auch NGC6974 war nun schwach aber deutlich erkennbar. Insgesamt erinnerte der Anblick stark an die bekannten Fotos. Der „Schwanz“ des „Sturmvogels“ war nun deutlich in zwei Filamente unterteilt, denen sich nach gründlichem Studium sogar hauchzart noch ein drittes zugesellte. Auch der „Schnabel" zeigte Faserung, ebenso natürlich die Knochenhand. Ein Wechsel auf 12,5 mm Docter erwies sich als kontraproduktiv. Die Detailerkennung sowie der Gesamteindruck waren schlechter als in den Panoptic. Insgesamt war der Cirrus-Komplex ein phantastischer Anblick - es handelt sich um ein Objekt, das man sich immer wieder gern zu Gemüte führt.

Nachdem die OIII-Filter ja bereits wieder in die Panoptic geschraubt waren, erfolgte ein kurzer Schwenk zum Nordamerika-Nebel (NGC7000). Dieser war natürlich insgesamt sehr auffällig und zeigte sogleich vollständig seine charakteristische Form. Die „Golf von Mexico-Region“ war auch ohne Filter recht deutlich erkennbar. Auch hier waren die 24 mm Panoptic erste Wahl, andere Okulare wurden erst gar nicht versucht. Mit diesen Okularen ist wegen des großen Gesichtsfelds generell das Auffinden aller einigermaßen flächigen Objekte kein Problem. Nur beim Katzenaugennebel musste ich zum „Star-Hopping“ greifen, da ich ihn bei nur 23x ständig mit Sternen verwechselt und übersehen hatte. Nur lohnte sich der Aufwand für den Anblick kaum.

Die OIII-Filter blieben im Einsatz, denn ich wollte die Himmelsregion nicht ohne einen Blick auf M27 verlassen. Dieser war zwar auch ohne Filter deutlichst sichtbar und zeigte seine Hantelform, aber ich war natürlich auf Strukturen aus. Mit OIII-Filtern in den 12,5 mm Docter war der hantelförmige Bereich extrem hell, und auch die Ohren waren sehr auffällig. Gleichzeitig waren sie so ausgedehnt, dass der Nebel quer zur Hantelachse deutlich breiter war als längs dazu, also stark elliptisch erschien. Im recht uniform sehr hellen Hantelbereich waren wenig interne Strukturen erkennbar. Vielleicht wäre hier ein Filter mit schmalerer Bandbreite als der eingesetzte Lumicon OIII angezeigt. Angeblich sollen die Lumicon ja bei 12 nm, die Baader hingegen bei nur 9 nm Halbwertsbreite liegen. Vielleicht hätte ich auch mit den 3,5 mm Pentax XW auf 157x gehen sollen. Nächstes Mal!

Das Fernglas richtete sich nun auf den Kugelsternhaufen M92 im Herkules. Diese Objektklasse ist sicherlich nicht die Stärke des Gerätes. Trotzdem wurden bei 157x (Pentax XW) die Randbereiche des sehr symmetrisch aussehenden Haufens aufgelöst. Die Gesamthelligkeit blieb dabei ausreichend. Da viele im Moment aufgelöste Sterne wegen ihrer Lichtschwäche nicht gehalten werden konnten, schien sich der Anblick des Haufens ständig zu verändern. Ich hatte zeitweise den Eindruck, in eine Art Trichter zu sehen. Am vorliegenden Objekt lies sich auch die Wirkung des binokularen Sehens sehr gut studieren. Schloss ich ein Auge, so erschien M92 als radial schwächer werdender Nebelfleck, der mit wenigen, höchstens einem Dutzend aufgelösten Sternen übersprenkelt war. Öffnete man das zweite Auge wieder, so wurde der Nebel sofort granulär, und die Anzahl der wahrgenommenen Einzelsterne vervielfachte sich.

Beobachtet man schon Kugelsternhaufen im Herkules, darf natürlich M13 nicht fehlen. Auch im APM Apo-Fernglas ist das ein faszinierender Anblick. Bei 157x sind über der granulierten Nebelfläche mehrere Dutzend Einzelsterne erkennbar, die sich in charakteristischen Ketten vom Zentrum nach außen schrauben - ein im Vergleich zu M92 ganz anderer Anblick. Leider erinnere ich mich noch gut an M13 in meinem längst verkauften Meade 10“ SCT - da kann das Fernglas nur abstinken. Für einen Vierzöller ist der Anblick aber wegen binokularer Summation sensationell.

Mit dem nächsten Objekt wird die Milchstraße verlassen: M31 erscheint im Feld der 24 mm Panoptics. Die schwachen Außenbereiche der Galaxie durchmessen das Gesichtsfeld, sind aber so fein, dass sie öfter durch Bewegen des Fernglases wieder in den Fokus der Wahrnehmung genommen werden müssen, nachdem die Augen sich auf den Kernbereich fixiert haben. Nach eingehendem Studium der Galaxie zeigen sich beide Staubbänder im oberen rechten Quadranten. Hinter einer wahrgenommenen Strukturierung der rechten Peripherie könnte u.a. NGC206 gesteckt haben. Die beiden Begleitgalaxien waren natürlich sehr auffällig.

M33 war recht enttäuschend. Mehr als ein großer, aber blasser Nebelfleck war nicht auszumachen. Überhaupt bin ich erstaunt, wie hell die Umgebung hier dort ist. Wo sind in Deutschland die Borte 3-Gebiete? Bortle 1 und 2 gibt es ja in ganz Europa nicht mehr.

Als nächstes erfolgte ein kurzer Blick auf M15. Dieser Kugelsternhaufen kam jedoch auch bei 157x nicht über das Stadium „granulierter Nebel“ hinaus, obwohl er auch noch bei 157x recht hell wirkte.

Den Abschluss (gegen 2:20 Uhr) bildete der Doppelhaufen h&Chi. Der Anblick in den 24 mm Panoptic war absolut phantastisch. AD Persei zwischen den Haufen, sowie RS Persei in Chi waren sehr deutlich orange. Zahlreiche weitere Sternfarben konnten in beiden Haufen unterschieden werden. Der Anblick in den 12,5 mm Docter war ästhetisch deutlich unterlegen. Auch wenn der Doppelhaufen ein „Brot und Butter“-Objekt ist: der bombastische Anblick im APM Apo gehört für mich zum besten, was die Amateurastronomie hergibt.

Nach meinem Eindruck ist der Einsatz von 24 mm Panoptic-Okularen an diesem Gerät sehr lohnend. Umso bedauerlicher ist es, dass die Problematik der falschen Austrittspupillen und dadurch diejenige der Vignettierung durch zu kleine Blenden existiert. Es wird daher verständlich, dass manche Nutzer lieber gleich auf 2“-Selbstbaulösungen auf Matsumoto-Basis setzen wollen.
 
Hallo Stephan,

ein toller Bericht, der zeigt, was so ein Glas unter gutem Himmel zeigen kann - und wo seine grenzen sind.

Im Grossen und ganzen deckt sich das mit meinen Erfahrungen mit dem 125mm Doppelrefraktor.
Natürlich habe ich da, wie Du schon richtig sagst, einen gewissen Vorteil durch die 2" Okulare, die mir 3,4° Feld bei 85° Eigengesichtsfeld oder 2.1° Feld bei 100° Eigengesichtsfeld zeigen.

Auch für mich ist damit der Doppelhaufen h&Chi bisher das Beeindruckendste, was ich je im Okular (oder besser den Okularen) gesehen habe. Von diesem Anblick konnte ich mich stundenlang nicht lösen, er ist unglaublich schön.

Kein Vergleich zum Anblick im Doppel C8, hier ist das Feld viel zu klein um auch nur eine annähernde Ästhetik zu entwickeln.

Du schreibst auch viel über Kugelsternhaufen, die auch zu meinen Lieblingsobjekten gehören.
Natürlich ist M13 auch mit 2 mal 125mm Refraktoröffnung hübsch, aber mir fehlt es da an Helligkeit, Brillianz und Auflösung.
So wie Du hierbei den Vergleich zum 10" SCT hast habe ich ihn zum 12.5" Dobson, in denen der KS wesentlich besser zur Geltung kommt, aber halt nur mit einem Auge.
Meine Versuche mit Binoansätzen waren hierzu leider nicht hilfreich, aber der Anblick im Doppel C8 lässt den 12.5er Dobson weit abgeschlagen zurück.
Damit ist M13 so hell, brilliant und fein aufgelöst, wie ich mir das wünsche, diese Objekte benötigen einfach mehr Öffnung um zu glänzen, selbst wenn diese Obstruiert ist.

Deine Begeisterung für das 12,5er Docter kann ich nachvollziehen, auch wenn ich noch nie durch eines geschaut habe.
In den US Foren werden diese Okulare ja auch als best match für die üblichen Grossferngläser gefeiert.
Ich nutze in diesem Bereich die 13er Ethos, welche auch ganz phantastische Anblicke bieten, allerdings habe ich damit nur noch 1.6° Feld und die AP beträgt nur noch 2mm
Die mit Abstand schönsten binokularen Anblicke bieten mir aber ganz klar die 17mm Ethos und noch mehr sogar die 32mm Kasai, welche Dir im APM leider versagt bleiben :-)

Grüsse Jochen
 
Zur Auflösung des Wellenform-optimierten APM 100 ED Apo 45° bei Tagbeobachtungen: Das folgende Schild wurde an einem Abend mit außergewöhnlich ruhiger Bodenluftschicht aus 560 m Entfernung (GPS-Messung) mit den Vergrößerungen 157x (Pentax XW 3.5) und 220x (Nagler T6 2.5) beobachtet. Die Lesbarkeit der Schrift durch das Gerät entsprach der Abbildung. Wir konnten den linken Teil der untersten Schrift eindeutig lesen, den rechten haben wir richtig geraten. Wir sind dann zum Schild gegangen und haben die Höhe der Schrift am untersten Schildrand gemessen.

Link zur Grafik: http://www.cloudynights.com/uploads/gallery/category_323/gallery_232695_323_1471.jpg

Die Höhe der Großbuchstaben der Schrift am unteren Schildrand beträgt 12 mm. Unterstellt man als Voraussetzung zur Lesbarkeit eine Matrix von 3x4 Pixeln für den Buchstaben, so entspricht ein Pixel 3 x 3 mm. Der Sehwinkel pro Pixel betrug dann atan(3/560000)*3600"=1,1".
 
Hallo zusammen,

heute hatte ich zum ersten mal die Gelegenheit, meine Fernglas-Okular-Kamera Adaption am Mond zu testen. Nachdem ich in den letzten Tagen schon Trockenübungen an Hausdächern und einem Sendemast machen konnte, bin ich, neben den visuellen Beobachtungen, nun auch vom fotografischen Ergebnis überzeugt.
Die Adaption besteht aus dem 45° Lunt ES100ED Fernglas (Baugleich mit dem APM 100 APO ED), einem 5mm Baader Hyperion Okular und einer alten Canon Powershot A620 Kompaktkamera (also keine Spiegelreflex). Dabei muss erwähnt werden, dass es das Baader Okular schafft, den Kamerachip ohne Vignettierung auszuleuchten. Ich habe also den opt. Zoom der Kamera nicht benutzt.

Viele Grüße
Frank

Hier die Fotos
(110-fache Vergrößerung, nur mit IrfanView in der Bildgröße verändert. Mondfoto um 21:50 Uhr vom aufgewärmten Balkon aus gemacht, Mond in ca. 25° Höhe)

Link zur Grafik: http://i432.photobucket.com/albums/qq42/eisenmeteorit/Astro/IMG_2877_zpsttua07s2.jpg

Link zur Grafik: http://i432.photobucket.com/albums/qq42/eisenmeteorit/Astro/IMG_0390_zpspu998qfe.jpg

Link zur Grafik: http://i432.photobucket.com/albums/qq42/eisenmeteorit/Astro/IMG_0393_zps30ntogfh.jpg

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also wenn das den visuellen Eindruck widergibt, ist man mit diesem Fernglas aber sehr weit weg von einem Apo. Schau Dir doch mal die harten Kontraste am Mondrand oder an dem Mobilfunkmast bzw. den Kabeln an.
 
Welche harten Kontraste meinst Du?
Was ich sehe ist weich, flau und hat einen Farbsaum.

Jochen
 
Bitte bedenkt:
Das visuelle Bild ist natürlich wesentlich besser als ein Foto mit einer kleinen Digiknipse, aber auch stark von der korrekten Einblickposition abhängig. Verändere ich diese, erscheinen bei der Beobachtung ebenfalls diese leichten Farbsäume. Allerdings an Okularen, die wohl nicht auf eurem Wunschzettel stehen.
Wer von euch würde mir den mal so ein Superokularpärchen für Vergleichszwecke ausleihen? Natürlich nur mit einem Steckdurchmesser von 1,25"! Ich könnte wetten, dann an einem klaren Wintertag auch entsprechend bessere Aufnahmen posten zu können.

Nun habe ich ja schon einige 100mm Großferngläser "durch" (Vixen, Gigant, APM Semi Apo) und durfte auf dem letzten ITV u.a. auch das Highlander an der Sonne testen ..... die Geldausgabe für dieses Fernglas hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Und nein, ....ich bin mit Markus weder verschwägert noch verschwängert ; )

Viele Grüße
Frank
 
Nach meinem Dafürhalten ist die Mondaufnahme nicht 100%ig scharf. Der rote Rand unten dürfte angesichts des niedrigen Ekliptikverlaufs atmosphärische Refraktion sein. Was die blauviolett umrandeten Kabel des Fernmeldemasts angeht: das ist schon so im APM 100 ED "Apo". So sieht das bei mir auch durch Pentax XW 3,5 aus, und die sind nicht aus der Ramschkiste. Im Fernglas sind China-f/5,5 ED-Objektive verbaut, keine LZOS. Natürlich kann man die Abbildungsleistung nur beurteilen, wenn man die verwendeten Okulare bzw. die Entfernung des Objekts kennt. Das Seeing spielt dann auch noch eine Rolle.
 
Und die anderen beiden Bilder findest Du scharf?
Ich finde weder die Backsteine oder Dachziegel scharf, noch die rostigen und verzinkten Flächen beim dritten Bild.
Ganz mies sind aber aber die Schrauben an der Flanschverschraubung im unteren Bereich.

Dennoch muss man das Glas mit anderen käuflichen 1,25" Grossferngläsern von der Stange vergleichen und auch deren Preise mit im Blick haben.
Dann muss jeder selbst entscheiden, ob ihm das Preis-Leistungsverhältnis passt, oder ob er Perfektion will und dafür noch tiefer in die Tasche greift (oder selbst baut)

Auf jeden Fall ist es eine Bereicherung des Marktes, sozusagen der Nachfolger des alten und in die Jahre gekommen "semi APO"
Im Vergleich zu diesem halt es halt den dreifachen Preis, und ich frage mich, ob die Leistung da mitgeht...
Wenn ich mir dann ansehe, was mich zwei wirklich gute EDs im Bereich von 100mm kosten und was die zeigen, ist die Rechnung für mich persönlich klar.
Aber nicht jeder will oder kann ein wenig basteln.

Grüsse Jochen
 
Bericht zur Wellenform-Modifikation „Blenden von 23 mm auf 25 mm auffräsen“: Diese Veränderung habe ich wegen der starken Vignettierung der 24 mm Panoptic durch die nun serienmäßig verbauten 23 mm-Blenden durchführen lassen. Im Vorfeld hatte ich schon festgestellt, dass selbst die serienmäßigen 23 mm-Blenden die falschen Austrittspupillen bei Verwendung der 24 mm-Panoptic nicht blockieren können. Vielmehr ist es so, dass tagsüber schon bei geringfügig verwinkeltem Einblick diese falschen Pupillen als grelle Balken im Bild in Erscheinung treten. Nachts kommt es beim Durchschwenken von Sternfeldern häufig zu geisterhaften „Lichtreflexen“, bei denen es sich ebenfalls um Auswirkungen der falschen APs handelt. Im Extremfall stehen sogar helle Balken im Gesichtsfeld, und zwar dann, wenn die falsche AP einen helleren Stern enthält, und da reichen schon 3.0 m und aufwärts. Dies gilt alles für die serienmäßigen 23 mm-Blenden. Bei diesen kommt es nachts selbst in den 12,5 mm Doctor gelegentlich noch zu Artefakten beim Durchschwenken von Sternfeldern. Um die Vignettierung der 24 mm Panoptics zu reduzieren, hat Jörg Kneip zunächst die inneren 23 mm-Blenden meines Glases auf 25 mm aufgefräst. Der Effekt war jedoch nach seiner Mitteilung nicht sehr groß. Daraufhin wurden auch die 23 mm-Schlussblenden im Okularauszug auf 25 mm erweitert. Da immer noch erhebliche Vignettierung zu verzeichnen war, entschloss sich Herr Kneip, die letzten Blenden auf 27 mm zu erweitern. In diesem Zustand (innere Blenden 25 mm, letzte 27 mm) habe ich das Gerät erhalten. Zunächst ist festzustellen, dass die 24 mm Panoptic immer noch vignettieren. Eine Erweiterung der Schlussblenden auf 27 mm reicht gerade eben aus, um überhaupt die 27 mm-Feldblenden der 24 mm Panoptic als Gesichtsfeldgrenze sichtbar werden zu lassen. Der Gesichtsfeldrand ist dann immer noch erheblich stärker gegenüber dem mittleren Feld abgedunkelt, als man gerne sähe. Dafür verschärft sich das Problem der falschen APs außerordentlich. Tagsüber gibt es nun für die 24 mm Panoptics nur noch eine einzige, genau definierte Einblickposition, die weitgehend frei von extrem störenden, grellen Artefakten durch diese falschen APs ist. Schon bei der kleinsten Abweichung stören die Artefakte das Bild erheblich. Die noch halbwegs artefaktfreie Einblickposition ist tagsüber nur schwer zu treffen und entspricht auch nicht der sonst optimalen Einblickposition. Nachts kann man trotzdem phantastische Bilder sehen, wie z.B. von h&Chi, bei denen keinerlei Artefakte auffallen, man kann aber auch beim Durchmustern der Sommermilchstraße wahre Artefaktfeuerwerke erleben, inklusive Bildausschnitte, die man verlassen muss, weil die Artefakte jeden Genuss zerstören. Jörg Kneip hat mir 25 mm-Einlegeblenden zugesandt, mit denen ich die 27 mm-Endblenden wieder auf 25 mm abblenden kann. Diese bringen jedoch gegenüber der Situation mit 25 mm Innenblende und 27 mm Außenblende keinen Vorteil. Jede Reduktion falscher APs wird linear mit zusätzlicher Vignettierung erkauft, jede Reduktion der Vignettierung linear mit zunehmenden, äußerst störenden Artefakten durch falsche Als.

Markus Ludes hat hier viel über den „bestimmungsmäßigen Gebrauch“ des Fernglases erzählt: geringe bis mittlere Vergrößerung usw. Leider sorgen die falschen APs dafür, dass der Einsatz geringer Vergrößerungen problematisch ist. Ich halte das Glas insoweit für eine Fehlkonstruktion. Ich glaube, ähnliche Erkenntnisse wurden im „cloudynights“-Forum auch schon ventiliert. Jede(r) die Anschaffung des APM 100 ED Apo Erwägende muss wissen, dass sowohl bei niedrigen (<23x) als auch hohen (>100x) Vergrößerungen Probleme auftauchen. Dabei sind diejenigen bei geringen Vergrößerungen die gravierenderen, weil Durchmustern von Sternfeldern bei geringen Vergrößerungen die Paradedisziplin der Großferngläser ist, und die dort viel verderbenden falschen APs des APM-Geräts bisher nicht effektiv bekämpft werden können. Was bringt eine Blende, wenn man anschließend sein Okular nur noch extrem vignettiert einsetzen kann? Was bringt eine Reduktion der Vignettierung, wenn dafür ein Artefakt-Feuerwerk zum Abbruch der Beobachtung animiert? Die Ludessche Aussage, andere Ferngläser hätten auch falsche APs macht es für mich dabei nicht besser. Bitte dringend nachbessern!

@Jochen: Nö, die anderen Bilder sind in der Peripherie auch nicht scharf. Die Randunschärfe kann aber durch seine Billigokulare kommen, ich habe sie in den Pentax XWs nicht. Nur der blaue Rand ist bei den kurzbrennweitigen ED-Objektiven unvermeidlich, wenn man hoch vergrößert.
 
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Hallo Janapier, Jochen und alle anderen,


es tut mir leid wenn auch unser Glas nicht perfekt ist, genausowenig wie andere doppelt so teure Gläser nicht perfekt sind. Ebenso glaube ich nicht das Jochens verbaute BORG ED ne bessere Abbildung oder Farbkorrektur haben ( ich habe Borg Jahrelang verkauft und dann wegen mieses Qualität zusammen mit anderen Händlern aufgegeben da BORG nicht der Lage war nachzubessern ).

Wenn dieses Glas eine Fehlkonstruktion ist, dann sind es auch andere die ebenso eine falsche AP besitzen , incl. meines Glas von der Nobelfirma Sw..aus Österreich welches als 56 mm schon 2500 Euro kostet, also lasst die Kirche im Dorf. Und , well , auch mein Kowa Highländer hat eine solche falsche AP, nur kann man an meinem Koaw kein Panoptik mit 27 mm Blende einsetzen, sodaß es dort kaum jemand auffällt.

Die Zufriedenheitsquote der Käufer liegt bei über 98 % ...auf die restlichen 2 % können wir keine Rücksicht nehmen, denn die Perfektionierung würde eine komplette Neukonstruktion bedeuten, in der deutliche größere Prismen zum Einsatz kommen müssten, wodurch alles neugebaut Konstruiert werden müsste , das Glas deutlich größer und schwerer und teurer würde.

Dies überlasse ich dem nächsten Händler der ein solches Projekt in Angriff nimmt, man nennt sowas Fortschritt und es muss immer Verbesserungsmöglichkeiten geben, sonst haben wir Stillstand.

Ihr habt nun viele Meinungen und Beobachtungserfahrungen und Modifizierungserfahrungen gemacht, sodaß Ihr euch dafür oder dagegen entscheiden könnt, schlieslich gibt es ja ausreichend Alternativen, Jochen kann euch hier sicherlich was besseres Liefern.
 
Zitat von MLudes:
(...) die Perfektionierung würde eine komplette Neukonstruktion bedeuten, in der deutliche größere Prismen zum Einsatz kommen müssten, wodurch alles neugebaut Konstruiert werden müsste , das Glas deutlich größer und schwerer und teurer würde.

Dies überlasse ich dem nächsten Händler der ein solches Projekt in Angriff nimmt, man nennt sowas Fortschritt und es muss immer Verbesserungsmöglichkeiten geben, sonst haben wir Stillstand.

Grundsätzlich ist das APM 100mm 90° Fernglas eine attraktive Neuerung in einem auf weiten Strecken phantasielosen Markt. Wenn ich nicht bereits ein Kowa Highlander Fluorit besitzen würde, hätte ich schon längstens ein APM 100mm angeschafft. Das Highlander ist ein "keeper", aber der zusätzliche Erwerb des APM 100 ist für mich durchaus vorstellbar, hauptsächlich aufgrund der freien Okularwahl im APM.

Eine Perfektionierung des APM 100mm mit grösseren Prismen würde ich befürworten und viele von uns (inkl. der Schreibende) wären bereit, dafür auch einen höheren Preis in Kauf zu nehmen. Klar Daumen rauf für eine modellgepflegte "Mark-2-Variante" des APM 100mm 90°.

Gruss,
Stephan
 
"...Probleme auftauchen. Dabei sind diejenigen bei geringen Vergrößerungen die gravierenderen..."

Wenn das so ist, dann eben nicht.

Gruß Rolf
 
Hallo in die Runde,

die hier beschriebenen, individuellen Erfahrungen sind
ohne Zweifel nützlich zur Beurteilung des APM-APO Bino
100mm 45°/90°. Allerdings können sie eine eigene
Beobachtung mit dem Gerät zur Meinungsbildung nicht
annähernd ersetzen.

Jeder, der Interesse an dem Gerät hat und die Optik
vernünftig beurteilen möchte, muss damit beobachten, und
zwar die Objekte, die er auch später damit beobachten
möchte.

Ich könnte ja auch zum Besten geben, dass ich ca. 100
APO-Binos justiert und optisch getestet habe und ich das
Bino aus dieser Erfahrung heraus als eine sehr gelungene
Fernglaskonstruktion sehe. Aber dann ist der Einzelne
auch nicht weiter als vor ca. 10 Postings. Es wurde ja
schon mehr als genug über die Optik geschrieben, was den
meisten hier fehlt ist selber durchzuschauen.

@Jochen
du solltest wirklich vorsichtig sein mit der vermeintlich
besseren Farbkorrektur deines 125F6,4 Borg (Pentax) ED 2-
Linser. Aus meiner messtechnischen Erfahrung weiß ich,
dass solch eine Kombi bei der Beurteilung vom
Farblängsfehler als guter Achromat klassifiziert wird und
bei der Korrektur des farbabhängigen Öffnungsfehlers
(Gaußfehler) nicht sonderlich gut abschneiden wird.

Freundliche Grüße, Jörg Kneip

 
Zitat von Wellenform:
...Ich könnte ja auch zum Besten geben, dass ich ca. 100
APO-Binos justiert und optisch getestet habe und ich das
Bino aus dieser Erfahrung heraus als eine sehr gelungene
Fernglaskonstruktion sehe. Aber dann ist der Einzelne
auch nicht weiter als vor ca. 10 Postings. ....

Insbesondere dann nicht, wenn nicht klar ist, was zur Urteilsfindung 100x gemacht wurde. So oft bei 183x die 23 mm-Version kollimieren hilft vielleicht nicht so viel bei der Beurteilung falscher Austrittspupillen versus Vignettierung bei 23x.

Aus meiner Sicht gelungen sind die Rechnung/Korrektur der Objektive und die Transmission des Geräts (Vergütung). Was Murks ist, wissen wir ja auch schon von ML/JK (siehe oben): die Objektivfassungen und die Prismengröße. Ach ja, und die Nichtverwendbarkeit der Montierung "Miyauchi-Style" wegen verbauten Schwerpunkts.

Auf der Haben-Seite wäre da noch das kompakte Package von 7 kg für ein 100 mm BT.
 
Nein, Markus, ich kann nichts besseres liefern, weil ich weder Händler noch Hersteller bin.
Ich kann nur anregen nachzudenken und zu rechnen und gebe gerne Ratschläge, wenn jemand den Weg des Eigenbaus gehen will.
Das ist übrigens nicht schwieriger als der Bau eines Dobson, ganz im Gegenteil...
Marvin hat gerade gezeigt wie es mit zwei 115mm TMB geht und einen Thread darüber geschrieben.
Bleibt man bei 100mm EDs und 1,25" liegt man preislich auf dem Niveau eines nachträglich optimieren APM, qualitativ lässt man es aber weit hinter sich.
Legt man noch etwas drauf und gönnt sich 2" und etwas mehr Öffnung ist man in einer völlig anderen Dimension und trotzdem preislich noch sehr weit von den seitenverkehrt abbildenden Binoptik APO Binos entfernt.

Wie Janapier richtig sagt sind geringe Vergrösserungen und weite Felder die Paradedisziplin eines Binos oder Doppelteleskopes und genau hier zeigt das APM wegen der zu kleinen Prismen leider deutliche Schwächen - wie ich finde ein wirkliches Drama :-(

Für Vergrösserungen jenseits 100x gibt es wahrlich besser geeignete Instrumente, warum man das APM (wie auch andere Grossferngläser und Doppelteleskope) immer wieder daran misst ist mir schleierhaft.

Jörg, die Grenzen eines f/6,4 ED Zweilinsers sind mir durchaus bewusst, dennoch muss man einen gewissen Kompromiss eingehen, wenn man nicht Unsummen von Geld ausgeben will und dennoch viel Öffnung mit möglichst wenig Brennweite (weite Felder) haben will.

Dennoch gehe ich davon aus, dass die Japaner hier in Sachen Glas und Linsen bessere Arbeit abliefern als die Chinesen, zumindest sehe ich keine solchen Farbsäume am Mond und meine Bilder sind bis 100x (mehr interessiert mich bei diesem Instrument nicht) auch knackscharf.

Der ganz grosse Vorteil meines Gerätes ist, dass ich Spiegel statt Prismen einsetze.
Dadurch habe ich keinerlei Vignettierung und bringe auch kein zusätzliches Glas (Farbe) in den Strahlengang.
An genau diesem Problem kranken sämtliche kommerziell hergestellten Grossferngläser

Grüsse Jochen
 
Hallo an Alle,
wenn man Franks Bilder mal genau anschaut, ist sofort zu sehen, das die scharfe Bildebene bei dem Fermeldemast wesenlich weiter mastwärts liegt als die Schrauben unten, die gar nicht im Fokus sind. An den Schlauchschellen aus Edelstahl kann man die Löcher zählen und dort sind auch die Schrauben scharf abgebildet, ebenso der Bereich der kleinen Kabelrolle rechts der Mitte; ähnlich ist es bei dem Hausgiebel, wo die Schärfeebene hinter dem eigentlichen Giebel und den Steinen liegt (Ziegelkante rechts, Details auf dem ersten Firstziegel; diese Bild ist ausserdem überbelichtet, was feine Details killt). Bei dem Mondbild stimmt der Focus nicht oder es ist schon Bewegungsunschärfe drin (verwackelt/ Erdrotation???).
Also -mal genau hingucken und dann sieht man, dass sein Glas im Rahmen eines f.5,5 EDs sehr gut abbildet.
Gruß Michael
 
Hi Jochen

leider muss ich Dir teilweise widersprechen.

Die zu kleinen prismen sind für über 98% der Käufer kein Problem, somit ist es kein Drama. Bei meinem Swarovision, meinem Kowa Highlander, meinem Steiner ED gibt es überall diese falsche AP und alle Gläser sind kein Drama. Das Drame machen eine handvoll Leute daraus, die meinen die positiven Eindrücke der anderen 98% Besitzer niedermachen zu machen.

Die ED Optik ist auf den Einsatz der Prismen optimiert, das hat mir auch Dick Buchroeder beim Nachrechnen bestätigt, somit ist auch diese deiner Aussagen dabene, aus Unerfahrung , und verallgemeinerung.

Die nachteile des Spiegelbino's verheimlichst du uns allen aber, warum eigentlich ?
- diese sind Staub die in den Tubus eindringen können
- diese sind Feuchtigkeit die in den tubus eindringen können
- diese sind zunehmende Spiegelverschmutzung, somit zunehmender Kontrastverlust

last not least mein persönlich größter Nachteil eines Spiegelbinos: es kann am Tage keine 3-D Beobachtung liefern, es zeigt lediglich 2 unterschiedlich entfernte Bilderebenen und dies mag kein echter Fernglasbeobachter....man muss sowas mögen, nicht jeder mag sowas, ich selbst mag dies gar nicht.
Ein echtes Bino wie das APM leidet nicht unter diesen dramatischen nachteilen :-)...nur mal so nebenbei zum Plus/Minus.

Die alten Borgs die wir noch vertrieben , darunter auch die 125 er gingen zu 90% zurück nach Japan und konnten nie zufriedenstellend ausgetauscht werden. Zu gerne würde ich von deinen beiden Optiken mal einen Sterntest sehen ....na traust du dich ?
 
Hallo Michael,

meine Bildbeschreibung zum Mond sagt ja auch etwas über den Aufnahmeort aus. Natürlich sorgt ein aufgewärmter Balkon nicht für die beste Luftruhe. Denn von den ca. 15 Aufnahmen bei identischer Fokuseinstellung war dies die beste Aufnahme. Nicht zu vergleichen mit dem visuellen Bild.

Wie Du weiterhin richtig anmerkst, liegt der untere Teil des ca. 300m entfernt liegenden Mastes nicht im Fokus. Auch, weil der Blickwinkel zum Mast leicht aufwärts gerichtet ist und ich den zentralen Teil im Fokus hatte.

Ein weiterer Punkt ist, den richtigen Schärfepunkt an dem kleinen Kameradisplay zu finden.
Trotzdem war (und ist) es mir wichtig zu zeigen, dass auch mit einer einfachen Kamera solch schöne Aufnahmen an diesem Fernglas machbar sind. Kein Vergleich zu meinen vorherigen Großferngläsern.
Nicht jeder in diesem Forum kann oder möchte sich die teuren Okulare leisten und ist mit den 2500€, die ich für das Fernglas bezahlt habe und für die es momentan auch angeboten wird, am Ende der Fahnenstange angekommen.
Inkl. der zwei neu gekauften ES-Okularpaare 16mm und 20mm (punktförmige Sternabbildung bis fast zum Gesichtsfeldrand –hätte ich nicht für möglich gehalten-), dem gebrauchten Hyperion-Okularpaar 5mm, einem Alu-Nivellierstativ aus dem Baumarkt und einer Montierung eines umgebauten Leitz-Bundeswehr-Richtkreises (alles sehr stabil, leicht, Platz sparend und fein verstellbar), liege ich bei einem Gesamtpreis von 3100€. Die Kamera gibt es mit Filter-Adaptertubus bereits für 50€.
Visuell bin ich überwiegend mit den niedrigen Vergrößerungen unterwegs, aber an Mond und Sonne (hier passen übrigens die Filterfassungen der Russentonne wunderbar mit den Gewinden der Lunt/APM-Geräte überein) macht es mit den höheren Vergrößerungen (bei mir bis 110x) richtig Spaß.

Viele Grüße
Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

dass über 90% der Borgs Schrott sind/waren ist doch ebenso Humbug wie die Aussage, dass 98% Deiner APM Binos perfekt sind.

Ich persönlich kenne 3 Borg ED Teleskope und alles sind top.
In den Amiforen wird von den Dingern auch nur geschwärmt.
Bei den 150/1000 gab es Probleme, deshalb wurde die Produktion damals auch nach nur wenigen produzierten Geräten gestoppt.

Bei einem Spiegelbino kann Staub in den Tubus eindringen?
Wenn man den von Matsumoto auf dem EMS installierten Schutzfilter entfernt ja.
Aber immerhin hat man die Möglichkeit ihn beim Beobachten zu entfernen und sich so eine Glasfläche im Stahlengang zu sparen.
Bei Deinen Binos sind diese Schutzgläser fest verbaut und führen deshalb immer zu einem Verlust, der sich nicht vermeiden lässt. (Zumindest war das bei meinem AMP 100mm Semi Apo so)

Feuchtigkeit kann in den Tubus eindringen?
Wenn der Tubus im Wasser liegt ja, aber warum sollte man so etwas tun?
Sind Deine 100er APM denn 100% Wasserdicht und Stickstoffgefüllt?

Kontrastverlust durch Spiegelverschmutzung?
Das ist doch wieder Punkt 1) - Staub im System.
Kann man durch den Filter auf dem EMS verhindern und ich habe auch gehört, dass man Spiegel auch reinigen kann, ansonsten dürfte ja auch niemand mehr Zenitspiegel verwenden...

Warum sollte sich die Umlenkung des Lichts durch Spiegel von der durch Prismen unterscheiden?
Dem Auge und Hirn ist es völlig egal, wie die Umlenkung bewerkstelligt wird, das Ergebnis ist abgesehen von der durch Prismen eingebrachten CA identisch.

Dann müsste sich ja auch der visuelle Eindruck unterscheiden je nachdem ein Zenitspiegel oder Zenitprisma benutzt wird.
Weshalb sich der Seheindruck unterscheiden sollte insbesondere kein 3D Effekt sichtbar sein sollte erschliesst sich mir nicht.
Ich sehe mit dem Doppelborg bei Tag sehr wohl 3D, genau wie mit anderen Ferngläsern auch.
Aber ich gestehe, dass ich mir das mit den seitenverkehrten Bildern bei den Binoptik nur schwer vorstellen kann ;-)

Ich habe als rein visueller Beobachter leider kein fotografisches Setup für einen Sterntest, aber ich werde daran arbeiten, zumal es ja auch Interesse an Bildern von Sterntests meiner orangenen Celestrons gibt.
Also Sterntest Bilder meiner Borgs sehr gerne, dauert aber noch.

Grüsse Jochen
 
Hallo in die Runde,

@janapier
Sie wissen sehr genau, dass ich die Ferngläser, die ich
justiere auch am Himmel teste, deshalb verstehe ich Ihre
Anspielung nicht? Einen "Justageaffen" der nur an der
optischen Bank sitzt und bei 183x justiert ist eine falsche
und sehr arrogante Vorstellung von meiner Arbeit.

Ihre Testreihen zu Vignettierung versus Reflexen sind
für Sie persönlich so ok, können aber nicht für alle
Beobachter übernommen werden, weil die Empfindlichkeit bzgl.
dieser Eigenschaften bei Weitem nicht einheitlich ist.

Sie beobachten doch mit 2,5mm Nagler-Okularen durch diese
vermeintlich schlechten Objektivfassungen. Was soll dann die
Kritik an den Fassungen? Eine echte Dejustage wegen der
Fassungen durch den Transport unter 150facher Vergrößerung
ist erst 2mal bei 100 verschickten Ferngläsern vorgekommen.
Die Fassungen sind nicht perfekt aber bei Weitem nicht
schlecht und für ein Fernglas sehr gut.

@Jochen
dass aktuelle Optiken aus China den vergleichbaren
Kontrahenten aus Japan meistens unterlegen sind kann ich
nicht bestätigen. Die von mir getesteten APOs und EDs aus
China (26 Stück, 15 Verschiedene) waren alle bei Grün
(546nm) beugungsbegrenzt, 23 lagen über Strehl 0,90, einer
bei Strehl 0,98 und einer sogar bei Strehl 0,99. Die 31
getesteten japanischen Optiken (10 Verschiedene) waren alle
beugungsbegrenzt (bei Grün 546nm), 29 lagen über Strehl
0,90, einer bei Strehl 0,98, keiner bei Strehl 0,99.


Freundliche Grüße, Jörg Kneip
 
@Jörg Kneip
Meine Kritik an den Fassungen verstehen Sie nicht? Da muss ich mich aber sehr wundern. Haben Sie diesen Thread, in dem Sie hier posten, nicht gelesen, in dem Markus Ludes unter Post #1165226 folgendes geschrieben hat: "Die Optiken an sich sind Beugungsbegrentzt (sic) sitzen aber in einer Fassung die nach unserem dafürhalten nicht optimal ist, da hierdurch die Optiken gestaucht werden können, was eben zu Asti führen kann oder auch Achskoma"? Mit "uns" waren ja wohl Herr Ludes und Sie selbst gemeint? Aber korrigieren Sie mich, wenn ich mich irre. Jedenfalls werden Sie sich ja wohl an die Abbildungsleistung meiner Objektive im Urzustand erinnern, sowie an die Art und Weise, wie Sie sie optimiert haben. Wenn das nichts mit problematischen Fassungen zu tun hatte, können Sie es hier ja hier noch einmal genau erklären. Ich kann mich jedenfalls sehr genau an die €150,- erinnern, die ich Ihnen dafür bezahlt habe, dass Sie vergeblich versucht haben, eines meiner Objektive in seiner ab Werk nicht justierbaren Fassung so zu zentrieren, dass die Abbildungsleistung meines anderen Objektivs erreicht wird. Da waren dann eben noch mal €250,- fällig, und in einer justierbaren Fassung hat es dann funktioniert. Herr Ludes kann sich ja hier gerne mal dazu äußern, warum manche Gläser plötzlich nicht einmal mehr justierbare Fassungen haben.

Ihre These, verschiedene Beobachter nähmen optische Fehler in unterschiedlichem Grad als störend war, kenne ich ja schon. Das mag so sein, aber sobald objektiv messbare Parameter sich verschlechtern, so dass die Geräteleistung dann objektiv fällt, braucht man meines Erachtens von Subjektivität nicht mehr zu reden. Gestern habe ich das Glas mit 24 mm Panoptic in der Dämmerung zur Beobachtung der örtlichen Fauna genutzt. Dabei beobachtete ich eine schon recht dunkle Landschaft gegen einen noch recht hellen Horizont. Da hatte ich ständig die falschen Pupillen als kontrastmindere Balken vor der Landschaft im Bild, denn es gab ansonsten keine vernünftigen Einblick mehr. Einen messbaren Kontrastverlust in wesentlichen Bildbereichen können Sie hier keinem als "nicht für alle Beobachter übernehmbar" verkaufen.

Sie können heute mit Recht darauf verweisen, dass ich nun mit 2,5 mm Nager-Okularen beobachten kann. Dies ist nur möglich, weil Sie meine Objektive optimiert haben. Ich habe hier und anderswo stets betont, wie gut Sie das hinbekommen haben. Dabei sollte jedoch auch nicht in Vergessenheit geraten, dass ich das Glas gekauft habe, als 150x Vergrößerungsfähigkeit garantiert wurde. Dass die in einem meiner Tuben nicht gegeben war, wissen Sie selbst am besten. Dass dann, nach meinen Kauf, während das Glas bei Ihnen war, der Sie im Auftrag des Herrn Ludes beurteilen sollten, ob ein Garantiefall vorliegt, die garantierte Vergrößerung auf 100x gesenkt wurde, und Sie dann erklärten, es läge kein Garantiefall vor, da man ja bis 100x vergrößern könne, lässt vielleicht viele hier im Forum kalt, denn sie sind im Umgang mit Händlern und deren Mit- und Zuarbeitern abgebrüht. Ich aber kann persönlich sagen, dass mir das Wort "Arroganz" viel besser auf einen solchen Vorgang zu passen scheint, als auf irgendeine imaginierte Vorstellung anderer Leute von Ihrer Arbeit, egal ob an der optischen Bank oder beim Test am Himmel.

Und somit kommen wir wieder zum Ausgangspunkt: Was haben Sie denn beim Testen der 100 Gläser am Himmel bezüglich der falschen Pupillen und der Kunst der Fernglaskonstruktion festgestellt, was Sie uns hier jetzt mitteilen wollen?



 
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