wichtiges Einsteiger-Zubehör Deepsky zu einem 8" Dobson (Skywatcher 200/1200)?

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Fotobi

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Hallo Forum,

mein Name ist Tobias, ich lebe in einem Dörfchen zwischen Frankfurt und Gießen. Früher war ich öfter in Volkssternwarten, das ist dann während Oberstufe und Studiums weng eingeschlafen, inzwischen ist das Interesse am Weltraum durch meine Freundin wieder geweckt worden. Bisher erstmal nur bei guten Bedingungen mit bloßem Auge und 7x50 Fernglas, aber zum Geburtstag habe ich ihr gerade einen Skywatcher 200/1200 (nur mit Standard-Zubehör, 10er und 25er Plössel, 9x50 Sucher) geschossent. Einsatzbereich dürfte vor allem Deepsky werden, da vor allem Galaxien und Nebel. Klar, Mond, Planeten wollen wir auch mal anschauen, ist aber nachrangig. ISS noch, da sieht man ja mit dem Fernglas auch nur einen Lichtpunkt. Nichtmal die Werkzeugkiste konnten wir auflösen.

Jetzt geht es ans Zubehör. Dabei erstmal nur das Nötigste, und möglichst preiswert
  1. Verstellbarer Stuhl, klar, wichtigster Punkt. Empfehlungen?
  2. Machen Sternkarten noch groß Sinn, oder lassen sich die auch durch Apps ersetzen? (Das Telefon kriegt man ja auch recht dunkel..)
  3. Rotlichtfunzel ist vorhanden
  4. Mondfilter? Filter für Nebel?
  5. Justierhilfe? Ich habe noch nie einen Newton selber kollimiert
  6. Umkehrlinse. Ohne stelle ich mir die Nachverfolgung der ISS - oder ganz generell das Suchen und Nachschubsen - eher frustrierend vor. Oder gewöhnt man sich dran, wenn man das regelmäßig macht? Oder gar nicht erst mit Umkehrlinsen anfangen, sonst brauche ich ja später eine 2" für das unten geplante Weitwinkel. Die scheinen aber selten und teuer zu sein..
  7. Weitwinkel siehe unten, aber in preiswert und 1,25"?
  8. 2x Barlow oder einfaches 5mm Okular für Planeten?

Später soll dann noch etwas Luxus dazu:
  • 2" Weitwinkel. Aber welche Brennweite? Ohne Goto, ohne EQ sucht man mit einem Dobson ja eher intuitiv. Da stelle ich es mir großartig vor, ein Ultra-Weitwinkel zu haben mit dem man viel Himmel gleichzeitig überblicken kann, wenig Lichteinbußen hat, aber genug Vergrößerung um Spiralarme zu erkennen. Wunschdenken?
  • Fotografie: Da würde ich mir aber eher mal einen kleinen Refraktor mit EQ-Stativ kaufen, das macht vermutlich mehr Sinn als einen 200/1200 Newton auf ein Stativ zu stellen und nachzuführen. Auch preislich. Zumal man das dann auch gut als Reise- und Tages-Tele nutzen kann. Ausserdem wäre dann nicht das einzige Teleskop ewig belegt wenn man ein Foto macht.

Vielen Dank schonmal, auch für das Durchhaltevermögen, sind ja einige Fragen zusammengekommen..

LG, Tobias
 
Günstigste Lösung eines verstellbaren Stuhls ist wohl ein Leifheit Bügelstuhl.

Ich an Deiner Stelle würde als aller erstes den 9x50 Sucher durch einen Leuchtpunktfinder ersetzen. Am besten einen Omegeon Radiant oder ähnlichen und dazu einen (Occulum) Reiseatlas...

Gruß Horst
 
Hallo Tobias,

willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und zum neuen Instrument!

Für den Start ist der 8" ein super Instrument mit dem sich sehr viel entdecken lässt. Ich bremse Dich an dieser Stelle erstmal ein: Langsam, Du brauchst nicht alles Zubehör zu Start, eins nach dem anderen, testen, bewerten und dann weitersehen.

Kollimation eines Newton ist wichtig, hast Du ja auch schon erkannt. Hier würde ich zuerst meinen Fokus drauf legen.
Kauf Dir einen Concenter oder Laser. Die Justierweise mit beiden ist etwas unterschiedlich für die visuelle Nutzung ist das eine oder das andere ausreichend.
Horst nannte bereits den Rotpunktsucher, das kann ich nur unterschreiben. Die optischen Sucher empfinde ich als Krampf.
Bei den Mondfiltern gibt es ND oder Polarisationsfilter. Erstere sind farbecht, dafür in der Helligkeit nicht regelbar. Zweitere zeigen gelegentlich Farbe, sind dafür regelbar. Ich bevorzuge die Polarisatoren.

Eine Umkehrlinse brauchst Du nicht, das was da unter diesem Begriff am Markt angeboten wird ist meiner Meinung nach Schrott.

Bei den Okularen öffnest Du die Büchse der Pandora. Okulare sind Glaubensfrage, Präferenz und Wertanlage fürs Leben.
Die zwei Reversed Kellner aka Super Okulare sind für den Start ganz brauchbar. Wenn Du eine günstige Ergänzung zur Übersicht und für helle Bilder bei kleiner Vergrößerung möchtest, kauf ein 32 mm Plössl dazu. Mehr Feld geht bei 1,25" nicht. Das 40 mm Plössl bietet ein ähnliches Feld, etwas größere Austrittspupille und geringere Vergrößerung und würde auch gehen. Das 5 mm Plössl hat einen sehr kleinen Augenabstand, ggf. würde ich hier zu etwas anderem greifen.
Längerfristig würde ich Dir empfehlen einen wertigen Okularsatz in 2" aufzubauen. Hier kann man jedoch schnell mehrere Hundert oder gar Tausend Euro ausgeben. Sehr gut empfinde ich die 82° Okulare von Explore Scientific oder die APM Flat Field-Serie.
Starte erstmal mit dem was Du hast und entdecke den Himmel. Wenn Du die Möglichkeit hast eine Sternwarte und/oder Astronomieverein in Deiner Nähe zu besuchen und ggf. auch mal durch das ein oder andere Okular zu schauen, nutze diese Möglichkeit um Deine persönlichen Präferenzen bei den Okularen auszuloten. Bedenke Deine Wahl auch in Bezug auf Deine Filtergrößen.
Eine Barlow kann Deinen Okularsatz verkleinern. Man setzte Barlows gern ein um mit länger-brennweitigen Okularen Höchstvergrößerungen zu erzielen ohne den kurzen Augenabstand der kurz-brennweitigen Okulare als Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. Bei der Okularauswahl heute braucht man als visueller Beobachter meiner Meinung nach seltenst bis gar keine Barlow. Fotografisch ist das jedoch was anderes.

Fotografisch kann man auch mit dem Dobson etwas reißen! Ich würde erstmal mit Planetenfotografie am Mond und den Planeten beginnen. Mit einer EQ-Plattform geht auch DeepSky/EAA (Electronic Assisted Astronomy, Kurzzeitbelichtungen) mit dem Dobson.

CS, Ralf
 
Hallo Tobias,

von mir auch ein Willkommen im Forum.

Für den Start ist so ein Dobson wirklich klasse.
Der 203/1200-er kommt schon recht nah an die eierlegende Wollmilchsau ran.
Dieser Standard-Dobson ist noch gut transportabel und recht zügig aufgebaut.

Ich bin da bei Ralf @riff-raff ,
Starte erstmal mit dem was Du hast und entdecke den Himmel.
:y:

Verstellbarer Stuhl, klar, wichtigster Punkt. Empfehlungen?
Da ist die Empfehlung von Horst @Horst66 gut. Solch einen höhenverstellbaren Bügelstuhl habe ich auch, brauche ihn zwar nicht mehr, aber so ein Teil ist Gold wert.
Macht das Beobachten bequemer.

Machen Sternkarten noch groß Sinn, oder lassen sich die auch durch Apps ersetzen? (Das Telefon kriegt man ja auch recht dunkel..)
Wenn Du rein visuell beobachten willst, wirst Du das Smartphone nicht so dunkel bekommen wie es notwendig ist. Viele behelfen sich damit eine rote Folie über das Display zu legen/befestigen.

:y:

Justierhilfe? Ich habe noch nie einen Newton selber kollimiert
Ist leider in mehr oder weniger großen, regelmäßigen Abständen notwendig.
Besonders dann, wenn der Newton viel transportiert wird. Manche Newton sind justierstabiler als andere. Das bekommt man aber mit der Zeit raus und das justieren ist am Anfang etwas kniffelig, das gibt sich aber auch mit der Zeit.
Der erwähnte Concenter oder Laser sind die Hilfsmittel dafür. Eins von beiden reicht da. So weit ich weiß, muss der Laser aber auch erst justiert werden. Scheint von Haus aus nicht so der Knaller zu sein.
Es geht auch einfacher und sehr kostengünstig, die berühmte Filmdose mit Loch.

Ich bevorzuge auch die Polarisations-Mondfilter.
Was Nebel angeht, da gibt es Tabellen und Listen die zeigen welche Filter für welche Objekte.
Auch nicht immer ganz einfach. Ich kann Dir gerne, wenn ich sie in den Untiefen meines NAS finde ;), mal solch eine List zukommen lassen.

Umkehrlinse. Ohne stelle ich mir die Nachverfolgung der ISS - oder ganz generell das Suchen und Nachschubsen - eher frustrierend vor. Oder gewöhnt man sich dran, wenn man das regelmäßig macht? Oder gar nicht erst mit Umkehrlinsen anfangen, sonst brauche ich ja später eine 2" für das unten geplante Weitwinkel. Die scheinen aber selten und teuer zu sein..
Ach ja... die gibt es ja auch. Öhm... nicht wirklich notwendig
Ob die ISS mit einem Dobson einfach nachzuschubsen ist bezweifele ich. Das ist bei hoher Vergrößerung an Planeten schon eine Herausforderung.
Da macht es die Routine und Übung.

2x Barlow oder einfaches 5mm Okular für Planeten?
Barlows und da gute, die gehen in's Geld.
Da scheiden sich auch die Geister m.E..
Die einen schwören auf Festbrennweite, also passende Okulare, andere nutzen Barlows :unsure:.
Was auch genommen wird sind Zoom-Okulare.

Okulare ist wirklich die Büchse der Pandora.
Das ist alles recht individuell.
Mal als Richtschnur
- was für Aufsuchen/Überblick in 2", 32 bis 34 mm
- was für mittlere Vergrößerung, so zwischen 17 und 24 mm
- was für höhere Vergrößerung, 5 bis 14 mm
die Lücken dann nach Bedarf, Anspruch, Wünschen auffüllen.
Ich habe damals mit den Hyperions angefangen. Mit denen bin ich klar gekommen, auch an meinem Dobson.
Aber da besser der Empfehlung folgen eine Sternwarte/Verein zu besuchen und sich dort verschiedenes anzuschauen und auch durch zuschauen.

otografie: Da würde ich mir aber eher mal
Fotografisch kann man auch mit dem Dobson etwas reißen! Ich würde erstmal mit Planetenfotografie am Mond und den Planeten beginnen. Mit einer EQ-Plattform geht auch DeepSky/EAA (Electronic Assisted Astronomy, Kurzzeitbelichtungen) mit dem Dobson.
Mit Mond und Planeten habe ich auch angefangen. Lernen, üben, lernen, üben, ... ... ... ;)
Ach ja... da wäre noch, lernen und üben :D.

EAA, tja das ist das Stichwort schlechthin :cool:, aber da werde ich jetzt nicht viel zu sagen.
Da gibt es mehrere laufende Threads hier im Forum.
Kurz, ist mit einem Dobson mit einer EQ-Plattform machbar und mit tollen Ergebnissen.
.
 
7x50 Fernglas, aber zum Geburtstag habe ich ihr gerade einen Skywatcher 200/1200
Das ist doch ein ziemlich guter Anfang

  1. Machen Sternkarten noch groß Sinn, oder lassen sich die auch durch Apps ersetzen? (Das Telefon kriegt man ja auch recht dunkel..)
Das Teflon bekommst du nicht dunkel genug.
Ich mag den Deep Sky Reise Atlas sehr gern

Mond:
Möglichkeit 1
Drehbare Polfilter. Aber unbedingt drauf achten, dass die ordentlich Poliert sind, sonst ist der Verlust an Bildqualität deutlich.
Möglichkeit 2
ND Filter. Dämpfungswerte sind da fest, aber die Bildqualität ist idR viel besser.

Nebel
Von mild nach stark gefiltert gibts da CLS, UHC und dann OIII und H Beta.
OIII oder ein enger UHC ist als alleiniger Filter fur drn Anfang am sinnvollsten
Rechne hier mit 200€ pro Filter. Billig birgt hier ein großes Risiko, dass der Filter nicht die richtige Wellenlänge trifft und/oder scglechte Transmission hat.

  1. Justierhilfe? Ich habe noch nie einen Newton selber kollimiert
Bei F/6 und visuell reicht ein Laser völlig.
Dauert, wenn man es einmal raus hat, ne Minute.

  1. Umkehrlinse. Ohne stelle ich mir die Nachverfolgung der ISS - oder ganz generell das Suchen und Nachschubsen - eher frustrierend vor. Oder gewöhnt man sich dran, wenn man das regelmäßig macht? Oder gar nicht erst mit Umkehrlinsen anfangen, sonst brauche ich ja später eine 2" für das unten geplante Weitwinkel. Die scheinen aber selten und teuer zu sein..
Wenn du nicht vor hast, Vögel mit 200mm Öffnung zu beobachten, vergiss das einfach komplett.

  1. Weitwinkel siehe unten, aber in preiswert und 1,25"?
Weitwinkel als echter Winkel am Himmel und 1,25" geht nicht wirklich zusammen, da ware man auf 27mm Feld begrenzt, 2" lässt 46mm Feld zu.
Weitwinkel als subjektiver Winkel fürs Auge ist aber absolut möglich.
Weitwinkel und Billig geht leider nur in Schlecht.
Preiswert bedeutet nicht, dass der Preis klein ist.
Morpheus zB sind absolut preiswert, also die 250€ absolut wert.
Wieviel Grad Gesichtsfeld sind denn Weitwinkel für dich?
60°?
70°?
Noch mehr?
Für kleines Geld und moderaten Weitwinkel sind Artesky ED ihr Geld absolut Wert. Ziemlich gute Einsteigerokulare mit tollem Einblick, guter Schärfe, und einer breiten Auswahl an Vergrößerungen.
Gibts auch Baugleich von TS und Omegon, aber dann mit Aufpreis für den Namen.

  1. 2x Barlow oder einfaches 5mm Okular für Planeten?
Für hohe Vergrößerungen am F/6 Dobson sind zB Artesky ED Okulare ziemlich gut.
Eine Barlow kostet in gut soviel wie gute Okulare, und kurzbrennweitige Okulare mit gurem Augenabstand und Einblickverhalten haben ihre eigene Barlow im Okulardesign integriert, das verträgt sich oft nicht mit einer weiteren Barlow davor.

30-40mm.
Lacerta ED 40mm ist ein gutes Okular, besser als Hyperion 36 oder SWA 32 oder 38.
Das wäre was fürs maximale Feld.

Dann noch was im Bereich 30mm.
APM UFL 30 ist da als ganz hervorragendes Okular zu nennen.

LG
Olli
 
Erstmal vielen Dank an alle für die vielen Ratschläge und Informationen. Ich halte auf jeden Fall mal die Augen offen nach Volkssternwarte und Astrotreffen im Umkreis.
würde als aller erstes den 9x50 Sucher durch einen Leuchtpunktfinder ersetzen. Am besten einen Omegeon Radiant
Das ist wohl was dran. Nicht nur, dass es anscheinend forenweit unterstützt wird, es sind auch kaum Gebrauchte zu finden. Die Dinger müssen echt nützlich sein.
willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und zum neuen Instrument!
Danke, danke, ich richte es aus :)
Horst nannte bereits den Rotpunktsucher, das kann ich nur unterschreiben.

Bei den Okularen öffnest Du die Büchse der Pandora.
Hahaha, ja, QED. Das scheint - wie beim Fotografieren die Objektive - der Punkt wo's teuer (und manchmal persönlich) wird.
Mit einer EQ-Plattform geht auch DeepSky/EAA
Ja, sicher. Aber will ich wirklich wissen, was eine für ein 200/1200 Vollrohr-Newton brauchbare motorisierte EQ kostet?
Viele behelfen sich damit eine rote Folie über das Display zu legen/befestigen.
klingt gut, da wird sich zu Weihnachten sicher was auftreiben lassen..
Es geht auch einfacher und sehr kostengünstig, die berühmte Filmdose mit Loch.
Sehr schön. *Jetzt* sind wir bei einer Definition von Kostengünstig angekommen mit der ich mich anfreunden kann. Ich denke ich versuche erstmal das und stecke das Geld eher in den Rotpunkt-Sucher.
Was auch genommen wird sind Zoom-Okulare.
Das würde mir natürlich sehr entgegenkommen. Ich bin auch beim Fotografieren kein Festbrennweiten-Purist, und Zoom ist einfach praktisch. Was fängt man sich denn da für Nachteile ein?
oh... o.Ô dann wäre ich bei Filtern erstmal raus. Das wäre mehr als der Dobson gekostet hat, und in etwa das, was ich für ein gebrauchtes 2" Weitwinkel veranschlagt hätte.
Wenn du nicht vor hast, Vögel mit 200mm Öffnung zu beobachten, vergiss das einfach komplett.
reizen würd es mich natürlich schon, das mal auszuprobieren. Aber klar, viel Sinn wird das mit der Dobson-Montierung und bei dem Gewicht natürlich nicht machen. Vielleicht läuft mir ja mal ein Schnäppchen über den Weg.
Wieviel Grad Gesichtsfeld sind denn Weitwinkel für dich?
Was ich gelesen habe 80° für das maximal nutzbare Gesichtsfeld, und 100° für das Spacewalk-Feeling. Aber natürlich werde ich da Abstriche machen müssen, damit alles ins Budget passt.
Eventuell ein einfacheres 70-80° 40mm für die Übersicht (also Winkel und Preis priorisiert statt Verzeichnungs- und Farbfehlerfreiheit, will ja vor allem suchen), ..
und dann mal ein besseres 20mm oder 30mm 80° - 100° (wobei auch da Winkel, Lichtstärke und Preis vermutlich wichtiger wären als Verzerrungen und Ringe im Randbereich. Also vermutlich, da muss ich wirklich vorher mal viele Okulare probegucken.
Das wäre dann eine 40x Vergrößerung. Reicht das bereits, um die Spiralarme aufzulösen? Oder doch lieber in Richtung 20-25mm?

Günstigste Lösung eines verstellbaren Stuhls ist wohl ein Leifheit Bügelstuhl.
Ha! Endlich ein Zubehör-Teil bei dem meine Definition von "günstig" getroffen wird. Mein Konto macht mir gerade Vorschläge, wen ich hier noch nach Okularen fragen darf. :D

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Mal was anderes: Morgen hole ich den Dobson ab. Gibt es da eine Checkliste, was (und wie) man vor Ort direkt überprüfen sollte? Wäre doof, wenn ich erst beim nächsten Astro-Treffen erfahre, dass Spiegel so nicht aussehen sollten und der Vorbesitzer da wohl mit Scheuermilch und Stahlwolle.. (okok, ich hör ja schon auf.)
 
Hallo Tobias,

inzwischen ist das Interesse am Weltraum durch meine Freundin wieder geweckt worden.
du Glückspilz ;)
Machen Sternkarten noch groß Sinn, oder lassen sich die auch durch Apps ersetzen?
Die Freeware Stellarium hilft mir bei Planung und Beobachtung.

Justierhilfe? Ich habe noch nie einen Newton selber kollimiert
Inzwischen habe ich einen Concenter aber zu Beginn habe ich auch nur mit milchiger Okularkappe und mittigem Loch nach Prinzip Filmdose justiert.

ISS noch, da sieht man ja mit dem Fernglas auch nur einen Lichtpunkt.
Das geht z.B. mit deinem 25er Plössl auch visuell. Ich nehme die ja mit meiner kleinen Astrokamera auf und der Sensor ist winzig. Da muss ich die ISS schon genau ins Fadenkreuz des Suchers bringen und permanant dran bleiben.
Bei der vsuellen Verfolgung musst du erst mit dem Sucher die ISS am Rand so einstellen, dass sie dann ungefähr durch Fadenkreuz fliegen wird und dann schnell zum Okularauszug wechseln. Wenn da die ISS durch Bild huscht einfach mit dem Dobson gleichmäßig dran bleiben und die ISS im Bild halten.
Ja das geht, habe ich schon gemacht und besonders die Sonnensegel sehen klasse aus.

Ja, sicher. Aber will ich wirklich wissen, was eine für ein 200/1200 Vollrohr-Newton brauchbare motorisierte EQ kostet?
Mein manueller Selbstbau hat ca. 10 Euro gekostet:
plattform-240420cutkl.jpg

und was da mit kleiner Astrokamera und bei Mond und Planeten mit recht günstiger Baader Q-Turret Barlow möglich ist:

Gruß,
Holger
 
Sehr, sehr cool, Holger. Selbstbau wäre tatsächlich eine Möglichkeit, dann aber motorisiert, ich kann mir gar nicht vorstellen, was für eine ruhige Hand man braucht um solche Bilder mit manuellem Nachziehen zu erreichen.
einfach mit dem Dobson gleichmäßig dran bleiben
Entsprechend glaube ich dir das auch nicht so ganz. Also jedenfalls nicht den "einfach" Teil. Ich meine, ich probiere es natürlich aus, aber ich bin halt Einsteiger, und du machst das offensichtlich schon eine Weile. Naja, nachts auf dem Feld hört mich keiner Fluchen...
 
Was ich gelesen habe 80° für das maximal nutzbare Gesichtsfeld, und 100° für das Spacewalk-Feeling.
Oha, da gehst du ja dierekt an die technische Grenze, na dann schlachte schonmal die goldene Gans.
Wenn dich die 200€ für ordentliche Nebelfilter schon verschrecken ist DAS sicherlich nichts für dich.
Denn solche Okulare kosten einige Hundert Euro pro Stück.
Aber natürlich werde ich da Abstriche machen müssen, damit alles ins Budget passt.
ja, zB auf 60° runter zu gehen.

Eventuell ein einfacheres 70-80° 40mm für die Übersicht
Das ist technisch nicht moglich.
Bei 40mm Omularbrennweite ist ohne Verzeichnung bei 66° Schluss, mehr passt einfach nicht durch die Steckhülse von 2".
(also Winkel und Preis priorisiert statt Verzeichnungs- und Farbfehlerfreiheit, will ja vor allem suchen), ..
was bringt dir das große Feld, wenn 75% davon völlig unscharf sind?
Billig jst manchmal Teuer, da man Geld für etwas bezahlt hat, was den Zweck nicht erfüllen kann.
und dann mal ein besseres 20mm oder 30mm 80° - 100° (wobei auch da Winkel, Lichtstärke
30mm 100°....gibts als 3" Okular. Kostet nen schlappen Tausender.
100° haben auch ein super anstrengendes Einblickverhalten, damit muss man klar kommen.

Hast du überhaupt schon mal durch verschiedene Okulare geschaut und weißt, wie 60° 70° 80° 100° etc aussehen?
Tunnelblickgefühl stellt sich erst unter 50° ein.
60° ist schön wirklich alles andere als eng, eher angenehm gerahmt, 70° fühlen sich schon sehr weit und frei an, man nimmt den Rand bewusst kaum noch wahr, spätestens ab 80° ist der Rand aus dem bewussten Wahrnehmungsbereich raus.

und Preis vermutlich wichtiger wären als Verzerrungen und Ringe im Randbereich. Also vermutlich, da muss ich wirklich vorher mal viele Okulare probegucken.
Du musst deine Prioritäten und Vorstellungen wirklich noch mal überdenken.
Du willst die Limits dech technisch machbaren zum Aldi Preis.
Das was du willst gibt es einfach nicht. (Außer manche Ausnahmen, die dann aber sehr enttäuschend sind)
Als wolltest du ein 100 Zoll 8K Fernseher, aber es ist völlig okay wenn nur die inneren 20cm Farbe haben, der Rest darf schwarz weiß sein, und die letzten 20cm gern auch ohne Displaybeleuchtung, soll ja einfach nur groß sein, hauptsache Billig.
Ist nicht böse gemeint, aber du erwartest viel zu viel für das was du bereit bist zu investieren, da solltest du dir erstmal einen Überblick über das verschaffen, was es am Markt gibt und was das kostet.
Und ich denke du hast auch noch keine Erfahrungen damit gemacht, wie schlecht die Feldabbildung in Okularen sein kann und wie sich das auf die Beobachtungsqualität auswirkt Wenn man zB schon ab dem halben Feld einen planetarischen Nebel nicht mehr von einem Stern unterscheiden kann ist das ein Problem. Ein Sternhaufen der das Bild ausfüllt, ist im äußeren Drittel nur noch Lichtbrei.
Für eine nicht störende (aber immer noch vorhandene) Randunschärfe legt man schon gut Geld hin, perfekt ist nochmal eine ganz andere Liga.

Das wäre dann eine 40x Vergrößerung. Reicht das bereits, um die Spiralarme aufzulösen?
Das kannst du von einem 200mm Teleskop visuell generell nicht erwarten.

LG
Olli
 
Oha, da gehst du ja dierekt an die technische Grenze, na dann schlachte schonmal die goldene Gans.
;) oder den Goldesel in der Garage haben.

Wenn dich die 200€ für ordentliche Nebelfilter schon verschrecken ist DAS sicherlich nichts für dich.
Habe hier drei oder vier Filter liegen, das sind mal schlappe 500 bis 700 €.

Zumal die Preise ordentlich angezogen haben und sich dort ein klein bisschen weniger eingependelt haben.

Das kannst du von einem 200mm Teleskop visuell generell nicht erwarten.
Hmmm... :unsure: existiert überhaupt eine Vorstellung was man rein visuell beobachten kann und sieht?
Da Oben ist alles schwarz/weiß/gräulich, nix mit Farbe, bis auf ein paar wenige Objekte und davon einige wiederum erst mit viel Übung und Erfahrung.

Hast du überhaupt schon mal durch verschiedene Okulare geschaut und weißt, wie 60° 70° 80° 100° etc aussehen?
Ich habe 60° bis 82° Okulare. Die liebsten sind mir die 70°. Mal davon abgesehen das das 82° ein ziemlicher Brocken ist.

Das würde mir natürlich sehr entgegenkommen. Ich bin auch beim Fotografieren kein Festbrennweiten-Purist, und Zoom ist einfach praktisch. Was fängt man sich denn da für Nachteile ein?
Wie immer, das was im Geldbeutel ist.
Bei den kostengünstigen erkaufst Du Dir ein kleines Gesichtsfeld. Der wohl bekannte Tunnelblick. Zum Weitfeld spazieren gehen laden die nicht ein.
Gute Qualität schlägt sich halt im Preis nieder.

Das Beobachten hat halt mit Optikelementen zu tun und der Krempel in vernünftiger Qualität kostet leider.
 
das hatte ich fast befürchtet
Bei 40mm Omularbrennweite ist ohne Verzeichnung bei 66° Schluss

Hast du überhaupt schon mal durch verschiedene Okulare geschaut und weißt, wie 60° 70° 80° 100°
Ich werfe zugegeben auch recht ahnungslos mit Winkeln um mich. Was ich früher in den Volkssternwarten gesehen habe war meistens Tunnelblick, und exakte Winkel wurden da nie diskutiert. Wirklich gestört hat es mich nicht, aber die Vorstellung deutlich größere Winkel zu erreichen die so viel vom Gesichtsfeld ausfüllen, dass man sich eher wie vor einem Fenster oder Bullauge fühlt ist halt schon verlockend. Aber klar, dazu sollte ich erstmal ein paar Weitwinkel probeschauen. Ich sollte also "100°" mit "Spacewalk-Effekt" ersetzen und 70-80° mit "großes nutzbares Gesichtsfeld"
Du musst deine Prioritäten und Vorstellungen wirklich noch mal überdenken.
Meine Vorstellungen auf alle Fälle, die Prioritäten.. weiß nicht. Bei Objektiven höre ich den Leuten seit Jahrzehnten beim über Verzeichnungen meckern zu, selber stören tut es mich fast nie. Immer, wenn ich mal viel Architektur fotografiere denke ich wieder über eine Festbrennweite nach, ansonsten bin ich da ziemlich schmerzfrei. Aber das scheint ja in der Astronomie nochmal eine andere Größenordnung zu sein.
Und ich denke du hast auch noch keine Erfahrungen damit gemacht, wie schlecht die Feldabbildung in Okularen sein kann
Ja, da ist was dran.
Das kannst du von einem 200mm Teleskop visuell generell nicht erwarten.
Ja, 200mm sollen da schon an der unteren Grenze sein, aber die Hoffnung ist natürlich trotzdem da, dass man erste Strukturen in Deepsky Objekten erkennen kann und nicht nur matschige Flächen.
Bei den kostengünstigen erkaufst Du Dir ein kleines Gesichtsfeld. Der wohl bekannte Tunnelblick.
Ich fürchte, da muss ich viel probeschauen. Ganz billige müssten es ja nichtmal sein, man braucht ja dann deutlich weniger Okulare. In der Theorie schwer zu sagen was mich dann später mehr stört: Tunnelblick oder Okularwechsel. Beim Tunnelblick ist das Objekt schneller aus dem Blickfeld, aber beim Okularwechsel gibt man ihm dafür mehr Zeit.. hmm.. wie handhabst du das denn?
 
Mal was anderes: Morgen hole ich den Dobson ab.
(nur mit Standard-Zubehör, 10er und 25er Plössel, 9x50 Sucher)
Teste das auf jeden Fall erst einmal ausgiebig bevor du Geld für Neuanschaffungen im die Hand nimmst.
Die Okulare sind zwar kein High End Produkt aber wenigstens sind es sinnvolle Brennweiten, die sich auch vernünftig nutzen lassen.
Das F6 Teleskop ist da auch recht gutmütig.

Hoffentlich spielt das Wetter demnächst mal wieder mit damit du reichlich Erfahrungen sammeln kannst um dann gezielt nachzulegen.

Gruß,
Holger
 
200mm sollen da schon an der unteren Grenze sein, aber die Hoffnung ist natürlich trotzdem da, dass man erste Strukturen in Deepsky Objekten erkennen kann und nicht nur matschige Flächen.
Strukturen schon bei 200mm, spiralarme eher nicht. Bei M101 oder M51, seh ich durch aus spiralarme aber mit 414mm nicht 200mm . Ist auch abhängig von den Bedingungen vor Ort.
Hab den aber erst seit August und Wetter hat nicht so in die Karten gespielt
Was ich früher in den Volkssternwarten gesehen habe war meistens Tunnelblick, und exakte Winkel wurden da nie diskutiert.
Was heißt früher, Okulare haben sich sehr weiterentwickelt. Früher waren Orthos zumbeispiel die Planeten Okulare schlecht hin inzwischen ist man Weiter Orthoskopische Okulare haben ein extrem enges sichtfeld teilweise 30° vor allem früher.

Wie sich Okulare verhalten hat auch was mit dem Teleskop zu tun. Langsame Öffnugsverhältnisse f10,f15 als Beispiel haben weniger Probleme weil einge Fehler schwächer auftreten. Mit f4 brauchst absolute High end Okulare für ne gute Abbildung übers ganze Feld. Ich schaff immer mehr Televue... Für meinen 414/1868 f4,5 an.

Clear Skies
Felix
 
Beim Tunnelblick ist das Objekt schneller aus dem Blickfeld, aber beim Okularwechsel gibt man ihm dafür mehr Zeit.. hmm.. wie handhabst du das denn?
Ich habe schon länger kein Okular mehr zum Beobachten genutzt, außer kurz für das Alignment bei GoTo.
Mit GoTo ist auch der Wechsel des Okular nicht so problematisch, da Nachführung.
Warum ich keine Okulare mehr nutze?, ich betreibe EAA.

Ein Zoom hat einen gewissen Komfortfaktor. An Planeten einfach drehen und höher vergrößern hat schon was.
Aber, wie gesagt, Zoom's kosten halt.

Es ist aber nicht nur der Tunnelblick. Lichtverlust, Bildqualität kann leiden.
Ich habe aber nicht so die Erfahrung mit Zoom's. Es ist zwar eines vorhanden, habe es aber erst nur ein paar mal an einem kleinen Newton ausprobiert.
So übel war es dann nicht an Mond und Planeten.
Um einen Namen zu nennen, das Zoomokular Hyperion Universal Mark IV + Zoom-Barlowlinse.

Und dem kann ich nur zustimmen:
Teste das auf jeden Fall erst einmal ausgiebig bevor du Geld für Neuanschaffungen im die Hand nimmst.
Die Okulare sind zwar kein High End Produkt aber wenigstens sind es sinnvolle Brennweiten, die sich auch vernünftig nutzen lassen.
Das F6 Teleskop ist da auch recht gutmütig.

Hoffentlich spielt das Wetter demnächst mal wieder mit damit du reichlich Erfahrungen sammeln kannst um dann gezielt nachzulegen.
 
Nicht fürchten. Das ist völlig okay und nix schlimmes.
Hab auch bis 82° hier und nutze dennoch regelmäßig und mit Vergnügen Okulare bis runter zu 50°

Was ich früher in den Volkssternwarten gesehen habe war meistens Tunnelblick, und exakte Winkel wurden da nie diskutiert.
In der Regel 40°.
Orthos, Kellner, Huygens Okulare

Wirklich gestört hat es mich nicht, aber die Vorstellung deutlich größere Winkel zu erreichen die so viel vom Gesichtsfeld ausfüllen, dass man sich eher wie vor einem Fenster oder Bullauge fühlt ist halt schon verlockend. Aber klar, dazu sollte ich erstmal ein paar Weitwinkel probeschauen.
Ich sollte also "100°" mit "Spacewalk-Effekt" ersetzen und 70-80° mit "großes nutzbares Gesichtsfeld"
"Spacewalkeffekt", wie durch ein Bullauge, ja, das kenne ich sehr gut, und das geht schon mit 70° los!
Ein großer Augenabstand ist dafür durchaus wichtig, also immer auch nach diesen Angaben schauen bei den Okulardatem

Meine Vorstellungen auf alle Fälle, die Prioritäten.. weiß nicht. Bei Objektiven höre ich den Leuten seit Jahrzehnten beim über Verzeichnungen meckern zu, selber stören tut es mich fast nie.
Verzeichnung nicht mit Randunschärfe verwechseln!
Das sind völlig unterschiedliche Dinge. Ein Okular kann eine enorme Verzeichnung haben und dabei knackscharf bis zum Rand sein.

Ja, 200mm sollen da schon an der unteren Grenze sein, aber die Hoffnung ist natürlich trotzdem da, dass man erste Strukturen in Deepsky Objekten erkennen kann und nicht nur matschige Flächen.
Strukturen in Deep Sky Objekten siehst du damit in der Tat ziemlich viele, aber weder Farben noch Spiralarme.

Ich fürchte, da muss ich viel probeschauen.
Auf jeden Fall!
Lohnt sich

Ganz billige müssten es ja nichtmal sein,
Davon würde ich sowieso abraten, sonst verliert man noch die Lust
man braucht ja dann deutlich weniger Okulare. In der Theorie schwer zu sagen was mich dann später mehr stört: Tunnelblick oder Okularwechsel. Beim Tunnelblick ist das Objekt schneller aus dem Blickfeld, aber beim Okularwechsel gibt man ihm dafür mehr Zeit.. hmm.. wie handhabst du das denn?
Ich wechsle die Okulare.

Nur bei der Vogelbeobachtung negme ich ein Zoom, aber anders als Vögel laufen Sterne nicht einfach so spontan mal weg.

Es gibt auch Zooms mit Weitwinkel, aber das bezahlt man sowohl in Euro als auch in dem Kompromiss einer kleineren Zoom Range von 2x statt 3x

LG
Olli
 
Ist auch abhängig von den Bedingungen vor Ort.
Das ist auch so ein Thema welches über sehen oder nicht sehen entscheidet.
Störlicht, Lichtverschmutzung, Seeing, Transparenz um ein paar Dinge zu nennen.
Das kann einem schon das Beobachten verleiden.
Auch wenn viele das anders sehen, für mich ist im visuellen Bereich bei ca. 240-fach schluß mit lustig in D'land.
Die paar Tage im Jahr an denen mehr geht, rechtfertigen für mich nicht die Kosten für eine höchst Vergrößerung.

Vorgestern und letzte Woche dachte ich an zwei Abenden das es schön aufgeklart hat. Aber Pustekuchen, hatte Probleme mit Plate-Solven, da einfach zu viel Feuchtigkeit in der Luft war. Was dann schlussendlich in Nebel geendet hat.
 
So, endlich mal ein paar Tage, an denen man mehr sehen konnte als Wolken von unten.

Erstes Fazit:
  • Zoom ist eine feine Sache. Bei 20mm hat man einen deutlich besseren Überblick als mit dem Beigabe 10mm Okular, und mit einem kurzen Dreh ist man dann bei 7mm.
  • Stellarium ist sehr praktisch
  • An die spiegelverkehrte Abbildung kann man sich erstaunlich schnell gewöhnen
  • Aber ich brauche dringend jede Hilfe die ich kriegen kann beim Finden. Nächste Anschaffung: Omegon Radiant und ein Weitwinkel-Übersichts-Okular. 34 oder 36mm, 68° oder mehr, 2". Mal sehen, wass sich günstig finden lässt. Eventuell ein gebrauchtes Baader Aspherical 36?
Ausserdem: Irgendwie kriege ich das Teleskop nicht richtig scharf gestellt. Erst dachte ich, es müsse nur kollimiert werden, aber das scheint soweit zu passen. An den Okularen liegt es nicht, das Problem habe ich mit den beiden Set-Okularen und mit dem Zoom. Auch jetzt noch, nachdem Erdoberfläche und Teleskop genug Zeit hatten auszukühlen.
 
Günstigste Lösung eines verstellbaren Stuhls ist wohl ein Leifheit Bügelstuhl.
Hallo,

bei allen Bügelstühlen die ich kenne, muss man zur Verstellung der Sitzhöhe Schrauben lösen.
Das ist absolut unpraktisch und macht man genau ein einziges mal, und dann stellt man das Teil in die Ecke, weil es tierisch unpraktisch ist und nur noch nervt.
Ich weiß jetzt nicht, ob das speziell beim Leifheit anders ist, aber wenn das bei dem auch so ist, dann ist das rausgeschmissenes Geld.
Ich würde liebe etwas mehr Geld in die Hand nehmen und einen Beobachtungsstuhl (z. B. von Berlebach) kaufen, bei dem die Sitzfläche ohne Schrauberei in 2 Sekunden in der Höhe verstellt werden kann.
Ich bin mit meinem Umstieg von Bügelstuhl auf den Berlebach Nix II absolut glücklich.
Aber es muss ja nicht gleich der Nix sein, gibt es ähnlich und günstiger auch von anderen Herstellern.

VG
Günter
 
Beim Leifheit ist das ähnlich, da wird auch über eine Schraube/Stift die Sitzhöhe verstellt. Ob das aber rausgeschmissenes Geld ist, ist jedoch keine objektive Tatsache, sondern ein mehr subjektives Empfinden. Wie fast überall im Leben ist das Bessere der Feind des Guten. Und für was komfortableres als den Multisitz muß man auch gleich mindestens 4x soviel auf den Tisch legen...

Größter Nachteil ist für mich übrigens nicht die unkomfortablere Sitzhöhenverstellung (da brauch ich auch keine 10s für), sondern die etwas zu hohe Sitzpostion bei niedrigster Einstellung.

Gruß Horst
 
Hallo Tobias
Irgendwie kriege ich das Teleskop nicht richtig scharf gestellt
Dazu gibt es zwei Bemerkungen:
- Du hast nicht genug Stellweg am Fokussierer. Skywatcher hat in der Regel je einen Adapter für 1 1/4" und für 2". Da muß man immer auf den passenden wechseln.
Es kann auch sein das Du noch eine Verlängerung brauchst.
- Der Spiegel ist noch nicht an die Außentemperatur angepasst. Wenn Du das Teleskop aus der warmen Stube raus in die Kälte stellst wird sich der Spiegel verformen und dann kann es schon einmal 2-3 Stunden dauern bis der Spiegel seine optimale Form wiederfindet und erst dann eine vernünftige Abbildung abliefert.
ein Weitwinkel-Übersichts-Okular. 34 oder 36mm, 68° oder mehr, 2". Mal sehen, was sich günstig finden lässt. Eventuell ein gebrauchtes Baader Aspherical 36?
Das Aspherical ist bei F6 nicht so besonders "prickelnd" die zahlreichen Erfle auch nicht. Das Paracor 35 mit einer Feldblende von 44mm währe ein Versuch wert.

Peter
 
Das Paracor 35 ist ja ein Erbe der TMB Paragon, die Baader Aspheric ebenso. Der Linsenaufbau (3-1-1-1) ist identisch.
Schon bei den Paragon war das 35er das schwächste Glied in der Kette, weshalb das 31er Aspheric auch besser ist als das 36er.
Von Lacerta gibts das 40er, das ist wesentlich besser als das Aspheric 36 und ist von der AP auch noch gut nutzbar an F/6.
Wenn man dem die Feldblende rausschraubt (Linsendurchmesser sind ausreichend überdimensioniert) kommt man auf satte 47,5mm Feld.

LG
Olli
 
Ich habe einen Gebrauchten für 5€ bekommen, der muss erstmal reichen. Langfristig werde ich mir wohl mal was aus ein oder zwei alten Fahrrädern schweißen. Mit Schnellspanner zur Sitzverstellung, und weniger klapprig.

die etwas zu hohe Sitzpostion bei niedrigster Einstellung.
Da ist was dran. Momentan knie ich mich einfach hin, wenn ich mit dem Sucher etwas am Zenith suche, oder gleiche mit dem Oberkörper aus, aber als Anfänger habe ich noch so viele Baustellen.. denke, zuerst Telrad-Sucher, dann eventuell einen 90°-Einblick für den 9x50 Sucher, ein vernünftiges Überblicks-Okular, eine Abschattung für die blöde Straßenlaterne die mir in den Garten leuchtet, eine vernünftige Sternenkarte, und eine Tasche für den Tubus, und dann kommt irgendwann ein besserer Stuhl.

- Der Spiegel ist noch nicht an die Außentemperatur angepasst. Wenn Du das Teleskop aus der warmen Stube raus in die Kälte stellst wird sich der Spiegel verformen und dann kann es schon einmal 2-3 Stunden dauern bis der Spiegel seine optimale Form wiederfindet
Verd... danke, das dürfte es sein. Ich bin in meinem grenzenlosen Optimismus davon ausgegangen, dass eine halbe Stunde reicht. Aber nach einer Stunde draussen ist es langsam besser geworden. Muss den Tubus wohl doch im Gartenhäuschen lagern. (Warme Okulare machen hoffentlich nicht so viel aus, die würde ich ungern draussen lassen. )

Verstellweg habe ich in beide Richtungen genug, es ist mehr so, dass es zwischen leicht zu nah fokussiert und leicht zu weit fokussiert einfach nicht besser wird, egal was ich mache.

Schon bei den Paragon war das 35er das schwächste Glied in der Kette, weshalb das 31er Aspheric auch besser ist als das 36er.
Von Lacerta gibts das 40er, das ist wesentlich besser als das Aspheric 36 und ist von der AP auch noch gut nutzbar an F/6.
Ein 36mm oder 34mm fände ich halt spannend, weil damit rechnerisch das maximale wahre Gesichtsfeld abgedeckt sein sollte, und ich mit Barlow gleichzeitig ein brauchbares 17 oder 18mm für Deepspace-Objekte hätte. (Ja, bin günstig an ein 2"-Barlow gekommen. Jetzt muss nur noch der OAZ mitmachen..) Wahrscheinlich ist der Unterschied zu einem 31 oder 40mm gar nicht mal so groß, aber ~35mm wäre schon schöner. Gibt es in dem Bereich auch etwas Empfehlenswertes, das nicht gar so teuer kommt?


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Wie findet man eigentlich heraus, ob in einem Okular ein Barlow verbaut ist, oder nicht? In Weitwinkeln macht das ja eigentlich wenig Sinn, aber unter 21mm scheint das sehr häufig zu sein. Barlow + Barlow soll aber ziemlich schlecht sein, das muss ich ja mit einplanen, wenn ich den Barlow häufiger einsetzen möchte. Z.B. für mein 7,2-21,5mm Zoom, das als 3,6-10,7 für Planeten sehr viel mehr Sinn machen würde.

Oh.. und gibt es eine bezahlbare Neuauflage der Telrad-Sucher? (Omegon Radiant u. Ä.) AA-Batterien und die Baugröße scheinen mir mehr so 1990, heute müsste das doch mit LiPo, USB-Ladeanschluss und deutlich kleiner gehen.
 
Ein 36mm oder 34mm fände ich halt spannend, weil damit rechnerisch das maximale wahre Gesichtsfeld abgedeckt sein sollte,
Das gilt ja für das Lacerta ED 40 ebenso.
Das Hyperion 36 kommt übrigens auf 44mm Feld, das Lacerta auf 47mm.
und ich mit Barlow gleichzeitig ein brauchbares 17 oder 18mm für Deepspace-Objekte hätte.
Bzw dann ein 20er
Gibt es in dem Bereich auch etwas Empfehlenswertes, das nicht gar so teuer kommt?
So teuer wie was?
Das Lacerta und das Baader sind doch noch sehr günstig für den Brennweitenbereich.
Schau mal Panoptic 35 oder Panoptic 41 oder Pentax XW 40.
38mm SWA gibts noch mit maximalem Feld, aber das ist wie das Hyperion 36 an F/6 nicht wirklich ein Genuss.
Wie findet man eigentlich heraus, ob in einem Okular ein Barlow verbaut ist, oder nicht?
Wenn die unterschiedlichen Nrennweiten unterschiedlich lange Okularkörper haben, aber die Augenlonse und der Augenabstand immer gleich groß sind. Die jeweils längste Brennweite einer Serie hat dabei jedoch dennoch meist keine Barlow drin.
In Weitwinkeln macht das ja eigentlich wenig Sinn, aber unter 21mm scheint das sehr häufig zu sein. Barlow + Barlow soll aber ziemlich schlecht sein,
Jup, Augenabstand und Randvignettierung sowie Streulicht sind da gerne ein Problem.
das muss ich ja mit einplanen, wenn ich den Barlow häufiger einsetzen möchte. Z.B. für mein 7,2-21,5mm Zoom, das als 3,6-10,7 für Planeten sehr viel mehr Sinn machen würde.
Deswegen hier meine Empfehlung, eine telezentrische Barlow zu benutzen. TeleVue Powermates (außer 5x) zB, aber ich meine bei TS gibts auch Günstige, dann gibts das Problem nicht.

LG
Olli
 
Das gilt ja für das Lacerta ED 40 ebenso.
Ja, aber mit geringerer Vergrößerung und.. geringerer Lichtstärke(?, weil AP dann endgültig zu groß für meine Augen, oder?)
So teuer wie was?
Das Lacerta und das Baader sind doch noch sehr günstig für den Brennweitenbereich.
Neu für mich aktuell leider ausserhalb meines Budgets, gebraucht halte ich die Augen offen, da ist in der Brennweite aber gerade wenig zu finden. Wenn du also weitere Okulare empfehlen kannst nur zu, je mehr desto besser die Chance ein Gebrauchtes zu einem guten Kurs zu finden.
Wenn die unterschiedlichen Nrennweiten unterschiedlich lange Okularkörper haben, aber die Augenlonse und der Augenabstand immer gleich groß sind.
Klingt vernünftig, danke. Und was mache ich bei einem Zoom?
Deswegen hier meine Empfehlung, eine telezentrische Barlow zu benutzen.
Ok, danke. Und damit ist dann ein eingebauter Barlow im Okular kein Problem mehr? Dann müsste ich sogar auf der sicheren Seite sein.
 
Ja, aber mit geringerer Vergrößerung und.. geringerer Lichtstärke(?, weil AP dann endgültig zu groß für meine Augen, oder?)
Nein, die Lichtstärke kann nicht wieder weiniger werden, sondern bleibt "im schlimmsten Fall" einfach gleich.
Zu große AP, also wenn dein Auge nur 5mm öffnet, heißt nix weiter als dass du dann immernoch die selbe Helligkeit hast wie mit einem Okular das sowieso 5mm AP liefert, aber du hast einen besseren Überblick und ein angenehmeres Einblickverhalten, da man die danm überdimensionierte AP nichtvso schnell "verfehlt"
Man nutzt zwar dann in dem sinne nicht mehr die ganze Öffnung der Optik, aber 5mm AP an einem 200mm Teleskop sind genauso hell wie 5mm AP an einem 100mm Teleskop, nur das der Abbildungsmaßstab bei letzterem kleiner ist.
Wenn du also weitere Okulare empfehlen kannst nur zu, je mehr desto besser die Chance ein Gebrauchtes zu einem guten Kurs zu finden.
Kennen, ja, empfehlen aber nicht wirklich.
Das genannte Lacerta 40 ist wirklich schon das Beste, wenn man nicht etliche hundert Euro ausgeben will.

Klingt vernünftig, danke. Und was mache ich bei einem Zoom?
Mit den eventuellen Problemen leben

Ok, danke. Und damit ist dann ein eingebauter Barlow im Okular kein Problem mehr? Dann müsste ich sogar auf der sicheren Seite sein.
Jap, mit einer Telezentrik ist alles auf der sicheren Seite.

LG
Olli
 
Zu große AP, also wenn dein Auge nur 5mm öffnet, heißt nix weiter als dass du dann immernoch die selbe Helligkeit hast wie mit einem Okular das sowieso 5mm AP liefert, aber du hast einen besseren Überblick und ein angenehmeres Einblickverhalten, da man die danm überdimensionierte AP nichtvso schnell "verfehlt"
Ah, danke, dann hatte ich einen Denkfehler. Ich wäre davon ausgegangen, dass das im Hauptspiegel gesammelte Licht entweder auf 5mm fokussiert wird, oder auf 7mm, von denen man dann nur 5mm, also rund die Hälfte, in die Pupille kriegt während die andere Hälfte quasi danebengeht.
Kennen, ja, empfehlen aber nicht wirklich.
Das genannte Lacerta 40 ist wirklich schon das Beste, wenn man nicht etliche hundert Euro ausgeben will.
Wenn es nicht viel kosten darf dann währe das Lacerta 40mm ED-Okular (TMB Paragon alias Skywatcher Aero alias TS Paragon ED ) eine Möglichkeit.
Das hatte ich z.B. gemeint. Inzwischen kommt ja fast alles aus China und wird von für die Importeure gelabelt. Also wie hier z.B. 1, 2, 3 und.. 4?
Und weil nach Leuchtkreis-Sucher, telezentrischem Barlow und Zoomokular leider keine 170€ mehr im Budget sind, bleibt halt nur der Gebrauchtmarkt, und da habe ich halt mehr Chancen, wenn ich nach allen Marken Ausschau halten kann, unter denen das Model verkauft wurde. Eventuell fallen da ja sogar noch teurere Okulare in meine Preisklasse, da scheint zwischen 30% und 110% Neupreis ja alles möglich..
 
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