Zeigt her eure Refraktoren - der "Ich liebe Refraktoren Thread"

Hallo allerseits,

nachdem Hannes sich getraut hat, hier mal wieder etwas älteres und einfaches einzustellen, möchte ich auch meine am häufigsten benutzten Linsen vorstellen.

1. Der 70/500 von Sky-Watcher lief mir mal extrem günstig zu. Ich finde ihn in der Abbildung erstaunlich gut. Auf der Castor II mit Kurbelstativ ist er schnell geschnappt und sehr benutzerfreundlich. Hier schaut er heute gerade mit Penta Prisma nach den Sonnenflecken. Wenn es gerade mal aufreißt ist er die erste Wahl. Er kann alles ganz gut und so bis 70fache Vergrößerung stört mich der Farbfehler nicht wirklich.

2. Der Revue 1015 stammt aus der Mitte der 60er Jahre. Auf einem Stadtflohmarkt in Schwabach war mir zuerst die Holzkiste aufgefallen, dass es auch das Fernrohr mit allem Zubehör aus Opas Nachlass dazu gab; da konnte ich nicht widerstehen. Die zugehörigen Okulare waren deutlich besser als das, was später mit den Quelle Fernrohren angeboten wurde. Leider komme ich mit 1 1/4" Okularen nicht in den Fokus, so liegt das maximal zugängliche Gesichtsfeld bei gut 1°. Den Sucher habe ich durch einen Selbstbau ersetzt, das ist aber sofort rückbaubar! Dafür kann ich das Rohr samt Stativ in einer Hand nach außen tragen. Mond, Jupiter, Venus, Saturn und etliche Doppelsterne machen viel Spaß. Beim Schauen entsteht sofort wieder das Bild, das mich vor 60 Jahren beim Blick durch solche Röhren begeistert hat.

3. Den Lichtenknecker 70/1000 verdanke ich Astrokollegen aus den Niederlanden. Er stammt aus der Mitte der 80er Jahre, als Lichtenknecker in Belgien ansässig war. Ich habe ihn samt Montierung auf einen fahrbaren Untersatz gesetzt. Das stabilisiert das Stativ enorm und macht ihn schnell einsatzbereit. Die wunderbare Optik zeigt alles an Mond und Planeten, was man von 70mm Öffnung erwarten kann. Bereits eine ganze Mars Opposition habe ich mit diesem Rohr zugebracht und war immer wieder erstaunt, was alles zu sehen war. Mond und Sonne sind damit auch ein Genuss.

4. Der Kosmos R54 war ein Dachboden Fund, dessen Okularende (eindeutig Kosmos) mich aus einem Gerümpel Haufen auf der ATT anlachte. Mit € 20,- und etwas Restaurierungsarbeiten war ich dabei. Bei 54/1000 ist Farbfehler kein Thema. Das Zenit Prisma ist das Original mit dem speziellen Anschluss am Okular Auszug. Die Okularaufnahme wurde durch eine für 1 1/4 Zoll ersetzt (voll rückbaubar), damit ich neuzeitliche Okulare verwenden kann.
Leider habe ich die originale Säule mit dem Universalgelenk nicht, so montiere ich dieses schöne Gerät auf eine AZ3. Baujahr ist wohl 1961 oder 62.

Sterne gucken wie früher ist schön, auch dann, wenn etliches größeres zur Verfügung steht.

CS Gerhard
 

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Sehr schöner Faden!

Ich bin schon ein paar Jahrzehnten dabei und habe schon viele Refraktoren besessen, aber viele auch wieder verkauft.
Ttotzdem sammelt sich sich so einiges an und ich musste mal durchzählen und komme auf 6 Refraktoren im Moment zwischen 60mm und 150mm. Darunter mein erstes richtiges Teleskop als 15 jähriger von 1979, ein 60mm /1000mm Fraunhofer aus Japan.
Ich denke ich werde hier alle mal zeigen, aber nicht aufeinander, dass wäre wohl ein bisschen viel.

Seit bald einem Jahr ist mein meist genutztes Teleskop ein TS 125 SD auf einer Giro Ercole und einem EQ 6 Stahstativ. Das ist noch gut zu transportieren und der Zweilinser ist schnell startklar. Die Optik gefällt mir besser als erwartet. Damit geht erstaunlich viel, auch in der vergangenen Jupitersaison, bis 250x super!
Es ist mein momentanes Lieblingsteleskop.
 

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Hallo zusammen,

dann stelle ich gerne noch meinen aktuellen Refraktor vor: ein Esprit 120 auf einer Losmandy G11.

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Ich arbeite mich damit in die Astrofotografie ein, da ich bisher v.a. visuell und mit EAA unterwegs bin.

Das Guiding mit dem OAG ist noch suboptimal - aber das ist ein Thema für sich.

CS Thomas
 
Wow,

für das Gefährt, brauchst du bestimmt eine Zulassung und ein eigenes Nummernschild!:)

Ich hatte ja ebenfalls schon den normalen TS 101/f11 und den TS 101/f11 ED und war von der Optik begeistert, deiner legt da noch eine Schippe drauf !

Optimiert hatte ich den ED, mit Baader M68 Verlängerungen und Clicklock, da es mir auf die Dauer zu riskant war, nachts das Tubuselement mit dem feinen Gewinde, an und wieder abzuschrauben, für Binonutzung.

Ein schönes Gerät, ein richtig schöner langer Refraktor!

Bilder von meinen ehemaligen anbei, sowie von meinem aktuellen 90/900 Acuter, mit für Binonutzung gekürztem Tubus, Baader Steeltrack und Clicklock, passenden Rohrschellen und praktischem Tragegriff.

CS, Wolfgang

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Ich habe jetzt mal den ED 70/420 mit Folie und Eigenbau Stativ mit dem 80/480 mit Keil verglichen.
Der erste macht Dank Folie ein gelbes ziemlich dunkles Bild. Beim Zweiten macht ein Polfilter Sinn und die Auflösung ist deutlich besser. Nachführung und Stativ sind auch besser. Das Upgrade hat sich gelohnt.
Ob die bessere Auflösung am Teleskop oder am Keil liegt, kann ich nicht sagen.
 

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Hallo Leute.

Vielen Dank für eure Teilnahme hier. Es ist einfach wunderbar so viele schöne Refraktoren zu sehen.
Nur weiter so. Es macht echt Spaß zu lesen und zu sehen womit ihr so arbeitet.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Andreas
 
Hallo zusammen

Immer wieder tolle Himmelslupen, Was die alles zeigen, wenn die im Einsatz sind.

Da sind Pflege und Aufbewahrung wichtig.

Manfred
 
Hallo!

Das hier ist mein erstes "fertiges" Telskop, denn ich hatte vorher schon mit LEGO, Brillenlinsen, einem zerlegtem Fernglas und Papprohren experimentiert.

Dieser hier ist das Apollo-Spezial-Teleskop von Quelle. Im Katalog damals konnte man die Grösse der Optik nicht erkennen und ich hatte gehofft, dass es ein 75er ist, aber es war dann doch nur ein 60/910mm Refraktor.

Von der Bildqualität war ich sehr enttäuscht. Man konnte Castor nicht trennen und auch epsilon Lyrae war nicht wirklich so till wie man es von einem 2-Zöller erwarten würde. Im "Fernrohr des Sternfreundes" galten diese Objakte als relativ leicht. Nach einigen Jahren habe ich dann doch erkennt dass die Optik recht schlecht war. AM besten sind das 22er Kellner Okular und der 6x30 Sucher. Ich aber es später als Anflugstelle für den Wellensittich verwendet und danach war es als Dekoration im Tonstudio und nach weiterm Umzug stand es in unserer Astrogruppe als Demo für diverse Erklärungen bei Vorträgen.

Erst in der Corona Zeit habe ich durch Zufall im Internet gelesen, wie man das Objektiv vielleicht richten könnte und ich habe erstaunlicherweise das Problem gelöst und das Gerät hat jetzt eine sehr scharfe Abbildung. Man gut, dass ichdamals nicht die Flinte ins Korn warf. Seidem steht es in der Sternwarte. Ach ja, inzwischen weiss ich auch, wie man den Sucher fest bekommt, trotz dass der nur drei Schrauben hat.

Mit dem Gerät kam ein 4mm Okular, was eigentlich unbrauchbar war. Aber in den 90ern habe ich einen 55/440mm FL bekommen und da konnte man mit diesem SR-4mm tatsächlich beobachten. In der Bildmitte ist Mars extrem scharf zu sehen. Am Bildrand versagt das Okular aber immer noch völlig. Über die Mittenschärfe war ich dennoch recht erstaunt.

Das Gerät braucht etwas Pflege, aber ich will es behalten, denn ich habe es immerhin schon fast 50 Jahre.

Tom.
 

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Hier auch einmal mein Refraktor-Equipment: Takahashi FS102, Acuter ED 90/900 (für Sonne), ED 127/952 Carbon (mein Universalgerät) und Skywatcher 120/600mm als Sucher mit dem 31mm Nagler (19x). Auf dem ersten Bild sind noch der Intes Micro MN68 (Planeten) und im HG mein Ulugh Beg, 14" Lomo Dobson von AOM (leider verkauft aufgrund des Gewichts).
 

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hier mein TS-CF-180, beobachte rein visuell, der Vinten 30 ist dafür bestens geeignet und noch lange nicht am Limit, was mich erstaunt hat.
 

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Hallo

Mein Meade Refraktor 6" LXD 75 auf EQ6 Schwarz. 18 Jahre alt, sehr gut und robust, wie neu.

Manfred
 

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ich bin leider wetter- und krankheitsbedingt erst ein paar mal dazu gekommen durchzusehen. Dazu brauchte es einiges an Zeit bis ich alles zusammen hatte, da ich vorher mit dem APM-Bino ja praktisch nur ein paar Okulare brauchte. Alles andere fehlte, vom Zenitspiegel bis zum Binoansatz mit dem richtigen GWK, die Halterung für das Zielsystem von Celestron, Sucherschuh, Keilplatte für den Vinten, Transporttasche, Koffer für die ganzen Okulare (über 30 Stück), Bollerwagen, usw. und dazu muss man ja auch erst recherchieren welches Equipment am besten dazu passt und ich habe auch noch Teile anfertigen lassen wie beispielsweise die Drehteile für die Gegengewichte für die ich wiederum erst die richtige Länge ermitteln musste.

Jedenfalls das was ich bisher am Mond, der Sonne und am Jupiter gesehen habe war großartig. Ende letzten Jahres stand ich vor der Entscheidung kaufen oder warten auf Gelegenheiten bzgl. LZOS/TEC. Es sollte das noch maximal mobile Gerät werden das man noch tragen kann, kein Teil sollte schwerer sein als maximal 20kg. Ich habe dann mit Wolfi vereinbart dass Teleskop auszuprobieren und bei nicht gefallen zurück zu geben und bin damit nach Köln zu Matthias Wirth gefahren weil ich mir selber nicht zugetraut habe die Qualität einzuschätzen und was soll ich sagen, ich habe es gekauft weil es gehalten hat was das Zertifikat versprach.

viele Grüße
Willy
 
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ich bin leider wetter- und krankheitsbedingt erst ein paar mal dazu gekommen durchzusehen. Dazu brauchte es einiges an Zeit bis ich alles zusammen hatte, da ich vorher mit dem APM-Bino ja praktisch nur ein paar Okulare brauchte. Alles andere fehlte, vom Zenitspiegel bis zum Binoansatz mit dem richtigen GWK, die Halterung für das Zielsystem von Celestron, Sucherschuh, Keilplatte für den Vinten, Transporttasche, Koffer für die ganzen Okulare (über 30 Stück), Bollerwagen, usw. und dazu muss man ja auch erst recherchieren welches Equipment am besten dazu passt und ich habe auch noch Teile anfertigen lassen wie beispielsweise die Drehteile für die Gegengewichte für die ich wiederum erst die richtige Länge ermitteln musste.

Jedenfalls das was ich bisher am Mond, der Sonne und am Jupiter gesehen habe war großartig. Ende letzten Jahres stand ich vor der Entscheidung kaufen oder warten auf Gelegenheiten bzgl. LZOS/TEC. Es sollte das noch maximal mobile Gerät werden das man noch tragen kann, kein Teil sollte schwerer sein als maximal 20kg. Ich habe dann mit Wolfi vereinbart dass Teleskop auszuprobieren und bei nicht gefallen zurück zu geben und bin damit nach Köln zu Matthias Wirth gefahren weil ich mir selber nicht zugetraut habe die Qualität einzuschätzen und was soll ich sagen, ich habe es gekauft weil es gehalten hat was das Zertifikat versprach.

viele Grüße
Willy
Vielen Dank Willy für Deine Erläuterungen und Deine ersten Beobachtungsberichte. Das klingt ja alles sehr gut.
Viel Spaß mit dem schönen Teleskop!
Jürgen
 
habe noch eine Sache zum Handling der Okularwechsel und ZS und Bino beim Beobachten kreiert. Ich weiß nicht wie es Euch damit geht, mir ist z.b. das Aufstehen zum Okularwechsel lästig und ein Konzentrationenskiller. Das "Okularrondell" ist auf einem kugelgelagerten Drehkranz geschraubt und lässt sich mit einem Finger bewegen. Wird einfach beim Aufbau vor dem Refraktor oben drüber auf die dafür am Stativ verschraubten Winkel gelegt.
 

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Hallo Willybott

Für mich ist es kein Problem. Okular wechseln ob in der okularkiste, Okularkoffer, egal ob ich ein Deepsky höher ergrösere, oder die Vergrößerung runter setz.

Es dauert 20 Sekunden und ich hab es Okular und Hektik in der Hand.

Manfred
 
Ich habe zwar auch viel zu viele Okulare, aber meistens brauche ich für den jeweiligen Einsatz doch nur drei bis vier davon gleichzeitig an einem Beobachtungsinstrument. Für Planeten z.b. das 3-6mm Nagler Zoom, ein 12,5mm Ortho und ein 30mm Baader Plössel. Eventuell noch ein 2" für DeepSky und eine Barlow.
Dafür habe ich eine spezielle, relativ kleine Bauchtasche. Die finde ich ideal, die Okulare sind warm und griffbereit. Ich finde sie blind und sie fallen nicht von irgendwelchen Ablagen herunter.

Viele Grüße
Jürgen
 
ja, kommt natürlich immer auf die persönliche Situation an. Ich beobachte im Sitzen und verwende Weitwinkelokulare, weil ich ja auch manuell nachführe und dann auch meistens paarweise für's Bino. Je nach Seeing taste ich mich auch immer heran an die optimale Vergrößerung. Wenn ich die Okularkoffer dann an einem Platz in der Nähe stehen habe und für jeden Wechsel aufstehen muss ist das für mich einfach umständlich. So fasse ich einfach vor mich und habe alle Utensilien die ich brauche incl. der z. Z. 27 Okulare. :)
 
Deshalb liebe ich die riesige Ablageplatte aus Post #47...
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Langt prinzipiell auch am Bino, wobei ich da auch nur drei bis vier Pärchen im Einsatz habe, und die Zubehörkoffer meist in Reichweite sind. Wobei das Rondell natürlich noch etwas aufgeräumter ist für 27 Okulare:eek:
 
Ich habe gerne meine im Koffer nebendran, muss aber aufstehen, da ich recht gerne schwenke auf der soliden manuellen Monti.
Im Prinzip je nach Monat im Jahr reichen mir dicke 2 unterschiedliche visuell.
Die Brennweite kommt auf den Monat an, mit Filter/ohne macht dann die Definition bei bescheidener Öffnung.

Viele Stunden habe ich nur mit einem einzigen Oku Mono gemacht(im Sweetspot), darum auf dem Feld habe ich heute nur nen kleinen Fotorucksack mit.

Gut beim Bino nehme ich gerne mehr mit. :LOL:

Wenn mir die Augenklappen runter gehen bleib ich gleich eh dort auf`m Feld und schnarch noch meine Runde(unterm Baum im Schatten morgens ;))

Clear skies!:),
- Martin
 
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