Zeigt her eure Refraktoren - der "Ich liebe Refraktoren Thread"

Salve Martin!

Ja, sehr leicht und nach meiner Meinung eine vorzügliche Optik.
Zum Vergleich habe ich selber noch den kleineren Bruder, in dem Fall in einem Celestrontubus.
Da war aber der Auszug, trotz gleicher Bauart schlechter zu optimieren. Ich denke, ob Orion oder Celestron, die Auszüge wurden von Vixen gefertigt.
(Ich hatte auch mal einen Vixen 80M, der nicht schlecht war.)
Dem kleineren habe ich damals einen Crayford-Auszug verpasst.
Hier mal in Kombination mit dem PST.

Nicht wundern, der Sonnenfilter ist in die Tauschutzkappe eingesteckt und so nicht sichtbar. :cool:

VG Hans-Jürgen

PS: Vor Jahren bei einem Teleskoptreffen hatte mir ein Besitzer eines Zeiss AS100/1000 eingestanden, dass ihm der Anblick des Saturns im FL80S besser gefallen hätte...

Hallo, die Zeiss-AS sind nicht so gut wie die Vixen FL. Viele AS zeigen einen deutlichen Blausaum. Typisch für die FLs ist das aussgesrpochen "weisse" Weiss (klingt komisch, ja?) Man sieht es schon beim Anschauen von terristrischen Objekten, wie Fernsehantennen oder ähnliches. Mit einem Antiblasaum Filter kriegt man das weg, aber dann ist das Bild auch gelblich. Und mein Lichtenkencker HA 100/1500 ist kaum besser als deren hauseigene FH, finde ich. Aber vielleicht haben die mir damals was falsches geliefert...

Mein jetziges Topinstrument in dieser Grössenklasse kommt aus Taiwan und ist schwarz-rot, aber es ist eigentlich kein Fernrohr sondern ein Foto-Instrument.
Tom.
 
Nachtrag: Original-Drehknopf, da müsstest du eine Knebelschraube von Vixen kaufen - ich denke, die gibt's noch, im Gegensatz zu alten Zeiss-Artikeln.
Augenscheinlich handelt es sich nicht um ein Gegengewicht der T-Mont, sondern um eines der Vixen-GP oder SP.
Beide unterschiedlichen Gegenmassen sind in meinen Fotos gut zu sehen...
Das Vixen-Teil ist größer, hat einen Einstich in der Mitte, die Bohrung der Knebelschraube ist nicht mittig und hat eine größere Teilausbohrung, damit man das Gewicht über die Abschlussschraube schieben kann. Eindeutig Vixen.

Da hast Du vollkommen recht, das hatte ich ganz vergessen. Das ist ein Gegengewicht der Vixen GP2. Ein Original von Zeiss habe ich auch noch, aber das gehört zu meiner 2. T-Montierung (mit blau lackiertem Sockel und orangenen Abdeckkappen an den Feintrieben).
 
Hallo Tom,

da hast du vollkommen Recht!
Die Abbildung der FL102/920 war auffällig "rein weiß" , ich habe ehlich gesagt in keinem Refraktor zuvor und auch danach die Polkappen am Mars so deutlich gesehen wie in dem Vixen.
Weder ein FS102 eines Kollegen, noch mein FS152 hatten diese auffällige weiße Härte, auch die Astrophysics welche ich nun verwende zeigen die Polkappen so eindeutig was den farblichen Kontrast angeht...
Ich will damit aber nicht behaupten, dass ein 5 oder 6" Refraktor nicht mehr Deatils zeigt als ein 4" ;-)

vg Martin
 
Die Abbildung der FL102/920 war auffällig "rein weiß" , ich habe ehlich gesagt in keinem Refraktor zuvor und auch danach die Polkappen am Mars so deutlich gesehen wie in dem Vixen.
Ja genau! Sogar in der Beobachtung aus dem Fenster mit dem FL 55mm und der Billigokularscherbe "SR 4mm" konnte die Polkappe beobachtet werden.

Bei grösseren Optiken braucht man so einen Kompensator für die Farbkorrektur durch die Erdatmosphäre (ich komme gerade nicht auf die Produktbezeichnung von z.B. ZWO). Im grossen Schiefspiegler lassen sich diese Farbprobleme damit komplett wegmachen.

Tom.
 
Da hat sich vorhin folgender Fehler eingeschlichen:

Die AP-Refraktoren zeigen NICHT diesen starken farblichen Kontrast (Härte) und sind farblich deutlich "wärmer" in der Abbildung. Getestet hatte ich das jeweils mit dem selben VernonScope Zenithspiegel und den selben Pentax XW Okulare.

vg Martin
 
Bei grösseren Optiken braucht man so einen Kompensator für die Farbkorrektur durch die Erdatmosphäre (ich komme gerade nicht auf die Produktbezeichnung von z.B. ZWO).
Du meinst einen ADC (Atmospheric Dispersion Converter)? Der ändert aber nichts an der Färbung ("warm"/"kalt") vom Bild, sondern bringt dann was, wenn du auf einer Seite blaue und auf der anderen rote Ränder hast (selbst wenn die so dezent sind,d ass du sie visuell kaum wahrnimmst).

Der ADC lohnt sich bei mir aber schon am ED80/600, wenn die Planeten niedrig genug stehen.

Beste Grüße,
Alex
 
Du meinst einen ADC (Atmospheric Dispersion Converter)? Der ändert aber nichts an der Färbung ("warm"/"kalt") vom Bild, sondern bringt dann was, wenn du auf einer Seite blaue und auf der anderen rote Ränder hast (selbst wenn die so dezent sind,d ass du sie visuell kaum wahrnimmst).

Ja genau. Bei sehr farbreinen Optiken, wie Schiefspiegler, sieht man diese "Ränder" wie du sie beschreibst recht auffällig und störend. Bei anderen Optiken wie auch SCTs "merkt man das nicht so". Die Farbgebung des Gesamtbildes ändert sich eigentlich auch etwas, wenn die Strukturen recht klein sind und sich mit anderen Strukturen mischen. Man kann das ausprobieren indem man ein gutes Jupiterbildes etwas unscharf macht, damit es "teleskopischer" aussieht, und dann zB in Photoshop die drei Farblagen RGB ganz leicht verschiebt.
Tom.
 
Die AP-Refraktoren zeigen NICHT diesen starken farblichen Kontrast (Härte) und sind farblich deutlich "wärmer" in der Abbildung. Getestet hatte ich das jeweils mit dem selben VernonScope Zenithspiegel und den selben Pentax XW Okulare.

Bei unserem Vergleich in den 90ern stellte sich heraus, dass die Astro-Physics Refraktoren dazu neigen, bei gewissen Okularen eine Art Blaustich zu zeigen, den wir uns nicht erklären konnten. Besonders die sonst guten Vixen Lanthan Okulare f=30mm - so ein creme-weisses Okular aus den 90er Jahren - wollte am 6 Zöller nicht funktionierten, doch am Zeiss APQ aber sehr wohl. Allerdins gab und gibt es sehr viele Okulare am Markt die mit bestimmten Teleskopen nicht passen wollen.

Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei unserem Vergleich in den 90ern stellte sich heraus, dass die Astro-Physics Refraktoren dazu neigen, bei gewissen Okularen eine Art Blaustich zu zeigen, den wir uns nicht erklären konnten. Besonders die sonst guten Vixen Lanthan Okulare f=30mm - so ein creme-weisses Okular aus den 90er Jahren - wollte am 6 Zöller nicht funktionierten, doch am Zeiss APQ aber sehr wohl. Allerdins gab und gibt es sehr viele Okulare am Markt die mit bestimmten Teleskopen nicht passen wollen.

Tom
Hi Tom,

ein Vergleich mit einem Televue Everbright und Vixen LVWs hatte das selbe Ergebnis wie mit dem VernonScope und den XWs..., auch Fujijamas und Baader Genuine Othos bilden weicher ab als im Vixen FL102...

Die AP Refraktoren haben meines Erachtens grundsätzlich eine "wärmere" Farbdarstellung, zumindest meine EDF Geräte, wobei sie aber auch bei sehr harten Kontrasten im Höchvergrößerungsbereich keine Farbränder produzieren.
Mein Nachbar hat einen Edelstahlkamin mit Einfassung und da siehst du sofort jeglichen Farbsaum zum Himmelshintergrund :),

PS. Zeit, das ich mich wieder für so eine Röhre umsehe ;-), in 4" habe ich zur Zeit gar nix mehr...

lg Martin
 
aus den alten Tagen kann ich noch kleine Beiträge leisten. Celestron Onyx auf einer AYO...
Hallo Dominique,
besten Dank fürs Zeigen des Celestron Onyx. Jetzt weiß ich endlich, von welchem Gerät der Auszug stammt, den ich mir an den FL80S (#314) adaptiert habe.
Durch den kleinen Durchmesser der Welle lässt er sich feinfühlig verstellen. Ich persönlich finde den visuell völlig ausreichend, der Verkäufer aber offensichtlich nicht.
Wie empfindest oder empfandest du das?
Übrigens, eine AYO habe ich auch. Die ist für mein Dafürhalten die Referenz für AZ-Montierungen dieser Größe.
Da setze ich meinen MK67 zur Not auch ohne GG drauf, wenn es auf die Transportmasse ankommt. Mit GG geht's natürlich besser.
Das ist eine Schnellspechtelkombi, mal eben irgendwohin schwenken, oder hochvergrößert mit zwei Fingern einen Planeten nachführen...

VG Hans-Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hans-Jürgen.

ICH empfand erste einmal die optische Leistung des Gerätes Onyx 80EDF f/6,25 wirklich gut. Wenn auch nicht komplett frei von CA, dennoch, in Summer eine wirklich tolle Abbildungsleistung in Kontrast und Transmission. Ralf Mündelein hat mich damals zum Gerät verleitet und die Aussagen haben sich bestätigt.
Wie auch immer.
Der Auszug, ich habe gerade einmal in den Prospekt geschaut, single-speed Crayford-style focuser, spielfrei (Reibrad auf Gleitschiene) und fein übersetzt. Allerdings hatte ich die Erfahrung, in steiler Winkelstellung musste die Klemmschraube Hilfe leisten. Je nach Okular und Gewicht drehte das Reibrad durch und der Fokus konnte nicht angefahren werden. War aber nur bei gewichtigen Okularen der Fall.
Um die Frage final zu beantworten, sehr gut nutzbar, wenn der Besitzer ein wenig auf das Gewicht der Okulare achtet.
ICH empfand auch die Verarbeitung als sehr vorbildlich-ein schönes G&G Geräte. Aufbewahrungskoffer, ein schönes Paket!
 

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...... okay, als auch bekennender Linsenfreund und seinerzeit ermangelten Angeboten von Modellen, habe ich mich selbst an das Werk gemacht und Modelle von Teleskopen im ungefähren Maßstab von 1:10 in unserer sehr bescheidenen Werkstatt angefertigt.
Neben Schiefspiegler, oder ESO Teleskopen, Balkenmontierung..... hier ein Refraktor auf deutscher Montierung. Das Modell konnte in den bekannten Achsen bewegt werden und ja, auch hier schlug der Tubus an der Glockensäule an :) Die Möglichkeit zum Wechsel von Optiken hatte ich seinerzeit auch berücksichtigt.
Hoffentlich dürfen die Bilder in den Faden - vll. mal ein kleine Abwechslung :)
(( Muss die Negative nochmals richt gut scannen-analoge Zeiten eben - wenn die anderen System auch hier her dürfen......?)

Ref_1.JPG



Ref_2.JPG
 
Hier:


ist übrigens noch ein Link zu einem (gewissermaßen) neuen Refraktor zum Zeigen von mir ...f/16!

:giggle:
 
Dann will ich auch mal.

Ich bin mit meinem TS 130/910 sehr zufrieden. Ich nutze ihn vorwiegend visuell und sitze damit entspannt auf der Terrasse.
Egal ob als PST-Umbau mit Bino für H-Alpha Sonne oder nächtlich für verschiedenste Beobachtungsziele, immer super scharfe Bilder.

20221217_175926.jpg


20221218_115927.jpg


Grüße, Mario
 
Hier meine beiden Taks (TSA 120 ud Mewlon 210) auf einer AYO Montierung. Besonders der TSA liefert mir sehr schöne Beobachtungen und neuerdings auch Fotos (EAA). Trotz der Vorzüge der digitalen Beobachtung zieht es mich immer wieder zur rein visuellen Astronomie zurück. Unvergleichlich die nadelpunktförmigen Sterne oder der Schatten eines Mondes auf Jupiter. Eindrücke, die mir bleiben, auch ohne sie auf Fotos gebannt zu haben.

CS Wolfgang
 

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Ok, von mir auch ein paar von meinen Refraktoren. Alle kann ich nicht zeigen, sonst müsste ich einen neuen Thread aufmachen :)
Mein ältester Selbstbau Spindler & Hoyer 100 F10 auf Selbstbau Montierung 1974 (noch als Teenager)
S&H_100_1000mm_1974.jpg

Telementor (war ein Geschenk von "drüben", leicht umgebaut
Telementor.jpg
Telementor_AP.jpg

Coronado SM60 Double Stack
Coronado_SM60_Doubblestack.jpg

Celestron ED 80 600mm Grab&Go
Celestron ED80_GuG.jpg

Der Rest hier ist alles Selbstgebaut
ED80 600mm Sonnenteleskop
ED80_600mm.jpg

Spindler&Hoyer 80 310mm Sonnenteleskop
S&H_80_310mm.jpg

Spindler&Hoyer 100 F10
S&H_100_1000mm.jpg

wird fortgesetzt
 
Aktuell bin ich dabei, alte Diakästen durchzusehen und Erinnerungen einzuscannen. Dabei kamen mir diese beiden Bilder von 1996 wieder in die Finger.
Aufgenommen im Boyden Observatory nahe Bloemfontein in Südafrika. Ich konnte damals Kontakt zu einem holländischen Astronomen aufnehmen, der Doppelsterne vermessen hat. Er freute sich sehr über unser Interesse und zeigte uns u.a. diesen 33cm Clark Refraktor, mit dem wir am Abend den Jupiter fast im Zenit beobachteten, hier mein Sohnemann unter dem Trumm.
Jetzt fiel mir in den Bildern der gar nicht so kleine Sucher auf, so ein Gerät hatte ich als Schüler Anfang der 70er auch einmal, wohl von Quelle oder Neckermann, Marke weiß ich leider nicht mehr. Wenn ich mich recht erinnere, ca. 70mm und mit fest verbautem Zoomokular. Leider ohne Möglichkeit eines Winkeleinblicks, darum war das für Astro nicht so gut zu gebrauchen und wurde irgendwann wieder verkauft.

RSA-20250225_16232088_0127.jpeg

1996_SuedAfrika-117.jpeg
 
Hallo,

vor fast 20 Jahren durfte ich mal den Clark Refraktor (60cm Öffnung) der Sternwarte in Rio benutzen. Das Gerät ist zwar beeindruckend, die lokalen Bedingungen inmitten der Stadt in unmittelbarer Nähe des Fußball Stadions waren aber katastrophal. Beim Bau der Sternwarte Ende des 19 Jahrhunderts ließen sicher noch eine gute Nutzung des Gerätes zu; nicht umsonst baut man Großsternwarten seit gut 100 Jahren an anderen Standorten.

CS Gerhard
 
Dieses Schicksaal betrifft ja bedauerlicherweise die meisten innerstädtischen Sternwarten. In der Sternwarte Frankfurt am Main gibt es einen historischen Zeiss Refraktor
https://www.physikalischer-verein.de/dateien/RMS_Kuppel_Beobachtung.jpg
mit 210 mm / 3100 mm, der von Hochhäusern und Lichtquellen umgeben ist. Als die Sternwarte erbaut wurde, war sie das höchste Gebäude weit und breit.
 
Hallo, zum durchschauen oder zum Fotos knipsen?
Tom
Hi Tom,

ich mache eigentlich ausschließlich visuelle Beobachtung. Ich habe zwar eine Astrokamera und auch eine Nikon mit Flattener/ Flattener+Reducer für meine Refraktoren aber fotografiert habe ich bis dato noch nie damit🙈.
Was ich aber beim nächsten klaren Himmel starten werde sind Mond und Planeten zu fotografieren - so mal der Plan.

vg Martin
 
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