Zeiss Dialyt 8x56 oder.............

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VierZollLinse

Aktives Mitglied
Hallo,

jetzt habe ich auch einmal eine Frage ;)
Aus Prospekten kann man Informationen, nicht aber Erfahrungen sammeln.
Ich suche eine Ergänzung zu meinem 8x32 Glas für die Tierbeobachtung im Dämmerungs,-bzw. Nachdämmerungseinsatz,
sowie für die Himmelsbeobachtung.

Mir schwebt auf Grund der marktüblichen Angebote das klassische Zeiss Dialyt 8x56 vor.
10fach und Porrobauweise kommen auf Grund der AP <5 und „auch Tierbeobachtung“ nicht in Frage, da ansonsten zu schwer und zu groß.

Hat jemand dieses Glas in der Astrobeobachtung im Einsatz? Für ein paar Erfahrungswerte wäre ich dankbar. Die meinen mit diesem liegen zu weit in der Vergangenheit.
Das Speziforum für FG war aufschluss,-in diesem Fall nicht aber besonders hilfreich.

Auch Aussagen zum bekannten 7x42 oder gar Skipper 6x42 nehme ich gern an,
wie auch Alternativen bis ~ 1100€. Danke vorab.
 
Hi,

ich will nur darauf hinweisen dass ein 10x56 sehr wohl eine AP > 5 hat, sicher ein Tippfehler.

8 x 56 macht AP = 7, das solltest Du Dir sehr gut überlegen. Selbst in der tiefen Dämmerung geht die EP des Auges sicher nicht auf 7 mm rauf. Vergangene Woche war ich Fledermäuse beobachten mit meinem Nikon 10x56 Monarch. Licht war bis kurz vor Dämmerungsende kein Problem, aber 10-fach war nicht gut für die flinken "Mäuse". Da würde ich Dir also zustimmen, für die Beobachtung beweglicher Objekte ist es eher ungeeignet, und auch noch recht schwer.

Astro: Wer hat schon so einen dunklem Himmel, dass er AP 7 ausnutzen kann? Für Astro ist das Nikon sehr gut geeignet.

Ich würde eher auf 8x42 gehen. Neben den üblichen Verdächtigen soll das Docter 8x42 ED für rund 800 Euro ganz gut sein. Ich glaube, hier nutzen das einige. Vielleicht meldet sich ja noch jemand?

Grüße
Andreas
 
8X56 scheint mir für Astronomie auch ein wenig zu viel zu sein.

Conquest 8X50? Oder Restbestäde des Swaro SLC 8x50?

servus - sep
 
Zitat von R_Andreas:
Hi,

ich will nur darauf hinweisen dass ein 10x56 sehr wohl eine AP > 5 hat, sicher ein Tippfehler. .........

Andreas,
danke für den Hinweis, stimmt selbstverständlich, nur so hatte ich es nicht gemeint. Ich habe eben die 10x ausgeklammert und nur die 8x in Betracht gezogen. Schlecht formuliert-sorry.

Ja, wenn man näher drüber nachdenkt, AP7 scheint zu groß und überflüssig. Die 42er Platzhirsche wie ein "altes" Ultravid oder evtl. ein 8x50 Trinovid, Minox und Meopta......... schwere Angelegenheit.

@sep
Conquest 8X50
hm,........ für die gebotene Leistung zu teuer.
 
Hallo Dominique,

so schwer ist die Angelegenheit gar nicht..

Die Neueren Minox und auch die Meopta-insbesondere die Meostar B 1-Glaeser sind eine hervorragende Wahl.Sie sind nicht mehr so weit von der Premium Liga entfernt..

Im Zweifelsfall wuerde ich ein aelteres "Leica" nehmen,beispielsweise das 8x42 BA oder BN Trinovid,da kann man nicht viel falsch machen
;)

Gruss

Mike S
 
Hallo,

die alten Trinovids finde ich auch super. Technisch schon auf dem aktuellen Stand und gebraucht rel. günstig zu bekommen. Die paar Prozent Transmissionsunterschied sieht man sowieso nicht.

Sehr guter Hinweis Mike!

Eine 10x50 wäre vielleicht auch noch ein guter Kompromiss, da kommt doch einiges mehr an Licht rein, als bei einem 42ger.

Grüße
Andreas
 
Jetzt bietet mir jemand ein Skipper 6x42 Dialyt an -NEU !
Gemein, da in diesem Zustand und auch abseits meiner Ansinnung eine sündhafte Verführung.
 
Zitat von leicam62003:
10fach und Porrobauweise kommen auf Grund der AP <5 und „auch Tierbeobachtung“ nicht in Frage, da ansonsten zu schwer und zu groß.

...man muss nicht lange philosophieren, ein 10x50 Porro ist für den genannten Zweck am besten geeignet, vorzugsweise ein weitwinkliges wie die Jenaer. Wenn diese vorab augeschlossen sind bleibt nur zweite Wahl.
Zu "schwer und zu groß" kann ich auch nicht vollständig nachvollziehen, wenn ich etwas beobachten möchte und erstklassige Seheindrücke erwarte, macht es keinen Sinn sich an ein paar gramm mehr zu stören, das Ergebnis zählt und da ist man doch froh auf ein erstklassiges Porro zurückgreifen zu können.

Ein Astronom würde auch nicht sagen, ich möchte die Ringe des Saturn einzeln sehen aber ein großes Fernrohr lehne ich ab.

Grüße
 
Zitat von stefan_r:
Zitat von leicam62003:
.........
Ein Astronom würde auch nicht sagen, ich möchte die Ringe des Saturn einzeln sehen aber ein großes Fernrohr lehne ich ab.

Grüße

Ein Astronom läuft auch nicht durch die Gegend, ein Tierbeobachter schon. Ferner erwähnte ich nicht Detailanforderung-aber deine Anmerkung ist ja generell auch nicht verkehrt, nur subjektiv, dass ist legitim.
8x mal für meine Zwecke und Ansinnen absolut passend. Sogar evtl. 7x42
Dachkante mit Vorliebe, Porro nicht abgeneigt.
Vll. lassen sich die Anforderungen aber nicht in einem Glas vereinen. Auch ein 7x45 Zeiss steht noch aus-ansich ideal-vll. der beste oder zumindest ein guter Kompromiss.
 
...Ja gut, wie dem auch sei, ich empfehle jedenfalls eine 50er Öffnung nicht zu unterschreiten wenn das Haupeinstazgebiet in den Abendstunden bzw. der Dämmerung liegt. Und die 50er Öffnung korrespondiert nach meinem Empfinden am besten mit einer weitwinkligen 10fach Vergrößerung.

PS: Wusstest du, dass es auch DEKAREM 10x50 Gläser mit Magnesium Body und einem Gesamtgewicht von 900g also gute 100g leichter als die Standards gibt oder naja gab? Aber das nur nebenbei denn ich glaube du suchst etwas "moderneres".

Grüße
 
Zitat von stefan_r:
.............

.......... ich glaube du suchst etwas "moderneres". Grüße

ne, nicht ganz. Ich suche ein Glas, welches in der aktiven Beobachtung keine Händlingsprobleme beim Fokusieren hervorruft.
Bei relativ kleinen Händen, kann bei einem 10x50 Porro der Akt den Mitteltrieb zu erreichen recht anstrengend werden.
Oder?
Wird oft in der Begeisterung für gute alte Porros vergessen, glaube ich.
 
hmm... wirf doch mal einen Blick durch ein Olympus DPS I 8x40 mit 8,2° Sehfeld. Ein handliches, kompaktes Porro, sehr robust und gut verarbeitet mit (gemessen an den hier genannten Dachkanten) mindestens gleichwertiger Abbildungsschärfe und einem Gewicht von 700g. Farbsäume kein Thema. Für Naturbeobachtungen ideal. Habe in Pommern damit Rohrsänger beobachtet und es hat nichts gefehlt.

Habs mir vor einigen Wochen gekauft und behalten, weil gut. Nur da wirst du deine 1000 euro nicht los ...

Grüße
 
Zitat von leicam62003:
Ich suche eine Ergänzung zu meinem 8x32 Glas für die Tierbeobachtung im Dämmerungs,-bzw. Nachdämmerungseinsatz,
sowie für die Himmelsbeobachtung.

Hallo Dominique,

kurz und schmerzlos: Tiere in der Dämmerung oder Himmelsbeobachtung? Für ersteren Zweck ist ein 8x56 oder 7x50 ideal, wenn Deine Pupillen bis 7mm im Dunkeln öffnen. Für letzteren 10x50. Ist also eine Frage der Prioritäten.

Steve
 
Zitat von steve11:
kurz und schmerzlos: Tiere in der Dämmerung oder Himmelsbeobachtung? Für ersteren Zweck ist ein 8x56 oder 7x50 ideal, wenn Deine Pupillen bis 7mm im Dunkeln öffnen. Für letzteren 10x50. Ist also eine Frage der Prioritäten.

Durchschnittlich größtmöglicher Pupillendurchmesser in Abhängigkeit vom Alter: (Quelle: Brandt)

30 Jahre > 7mm
40 Jahre > 6mm
50 Jahre > 5mm
60 Jahre > 4mm

kann sich dann jeder selbst einordnen.

Und mit 8x56 oder 7x50 Gläsern guckt man in der Regel in die "Röhre", was ich nun gerade in der Dämmerung als absolutes nogo bezeinen würde. Dämmerungsgläser benötigen vor allem Öffnung und Sehfeld und zwar reichlich um der Netzhaut was ordentliches anzubieten.

Grüße
 
Zitat von stefan_r:
Und mit 8x56 oder 7x50 Gläsern guckt man in der Regel in die "Röhre", was ich nun gerade in der Dämmerung als absolutes nogo bezeinen würde. Dämmerungsgläser benötigen vor allem Öffnung und Sehfeld und zwar reichlich um der Netzhaut was ordentliches anzubieten.

Hm, Millionen Jäger und auch ich sehen das anders ;). Welches Modell schwebt dir denn so vor? Deine AP-Tabelle ist überholt, weil zu schematisch.

Steve
 
Ein Dekarem kann das hervorragend, oder ein Zeiss West 10x50... eben die letzten guten Porros die gebaut wurden.

Und laut der neueren Quelle bezüglich der Pupillenweite kommen also auch 50 Jahrige noch bis 5mm aber sonst passt das schon recht gut... sind ja auch nur Durchschnittswerte.
 
Hallo Dominique,

mir steht der Vorläufer des Zeiss 8x56, das Hensold Wetzlar 8x56 in neuester Version (Gummiarmiert mit rausdrehbaren Augenmuscheln) zur Verfügung. Es ist ein feines Glas, sehr lichtstark (bin 47, habe jedoch in der Dämmerung mit dem 8x56 ein deutlich helleres Bild als mit dem 10x50 Pentax und dem 12x50 Eschenbach, die mir auch zur Verfügung stehen). Auch der Kontrast des alten Dialyt ist hervorragend. Dürfte bei Zeiss mittels modernerer Vergütung eher noch besser sein. Das Bildfeld ist etwa auf Plössl Niveau, als um die 50° scheinbar. Die Randschärfe ist nicht perfekt, geht aber völlig in Ordnung. Ich möchte dies Glas nicht missen, weder bei Tier- noch bei Astronomie-Beobachtungen.

Viele Grüße,

Gottfried
 
Der Link von Andreas zeigt sehr schön, dass die Pupillengröße individuell zu klären ist. Bei aller Ostalgie (hört das denn hier nie auf?) und Vorliebe für die Gläser, die man gerade einmal besitzt: Für jemand, der annähernd über 7mm Pupillengröße verfügt, zeigt ein Fernglas mit ebensolcher AP im Vergleich zu einem anderen Modell mit kleinerer AP grundsätzlich ein deutlich helleres und auch kontrastreicheres Bild bei der Naturbeobachtung mit wenig Licht. Kennt man seine maximale Pupillengröße, kann man das dazu AP-mäßig am besten passende Fernglasformat aussuchen. Natürlich ist ein weiteres scheinbares Sehfeld gerade auch in der Dämmerung angenehm. Das kann man dann als Zweitkriterium in die Auswahl einfließen lassen, wenn das optimale Format feststeht.

Steve
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von stefan_r:
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Und mit 8x56 oder 7x50 Gläsern guckt man in der Regel in die "Röhre", was ich nun gerade in der Dämmerung als absolutes nogo bezeinen würde. Dämmerungsgläser benötigen vor allem Öffnung und Sehfeld und zwar reichlich um der Netzhaut was ordentliches anzubieten.

Grüße

hm, mir ist ein schwacher Beweis oder Beleg lieber als eine starke Behauptung ;) Vll. sollte man den Begriff Dämmerungsglas-Dämmerungsleistung mal im Verbund mit dem historischen und optischen Hintergund klären.

Wie auch immer, muss hier auch nicht geklärt werden, dafür gibt es gute Beiträge in anderen und ggf. auch in diesem Forum.
Ein 10x50 ist sicher eine gute Wahl, doch die von mir angesprochene "sperrige Handhabung" wird wieder mal ignoriert-warum auch immer. Porros sind kein Heilmittel, der Markt orientiert sich eben anders. Sie beherbergen auch nicht das in sich, was ihnen m.E. immer so zugesprochen und D-Kanten abgesprochen wird. Fachliteratur spricht da eine ausgewogene Sprache. W.E.Schön Beitrag aus 2005/6 (?) auch. Außerdem bedauere ich auch, dass es keine dem Stand der Technik angepassten Porros mehr gibt. Wie erwähnt, ab einer bestimmten V/Ö sind sie einfach bauartbedingt zu unhandlich-ohne wenn und aber-leider.

Mein 10x42 Ultravid zeigt in der Dämmerung Reserven, kleine, mehr aber nicht. Ich empfinde schon, dass ihm sub. betrachtet recht schnell das Licht ausgeht. Vll. bildet die Kombo 8x50 den besten Kompromiss.
 
Hallo Dominique,

Zitat von leicam62003:
Ich suche eine Ergänzung zu meinem 8x32 Glas für die Tierbeobachtung im Dämmerungs,-bzw. Nachdämmerungseinsatz,
sowie für die Himmelsbeobachtung.

ich habe dasselbe Problem so gelöst: Carl Zeiss Jena Octarem 8x50 B und Kowa Genesis 8x33 :biggrin:

Link zur Grafik: http://i99.photobucket.com/albums/l297/selenograph/octaremkowa.jpg

Die 8-fache Vergrößerung ist für mich die optimale Freihandvergrößerung. Deshalb für Dämmerung und Astronomie das Carl Zeiss Jena Octarem 8x50 B, sowie das Kowa Genesis 8x33 tagsüber für Natur, Ornithologie, Insekten, Blüten und unterwegs.
Das Carl Zeiss Jena Octarem 8x50 B ist mein Lieblingsfernglas. Es wurde in den 1990er Jahren bei Docter noch einige Zeit als Nobilem 8x50 B weiter gebaut.
Jan Münzer beschreibt die Eigenschaften des Fernglases hier sehr treffend. Und Holger Merlitz schrieb einmal hier im Forum: "Ich habe das Octarem empfohlen, weil es 1985, bei seiner Einfuehrung, das beste Handfernglas der Welt war, und das schliesst alle damaligen Spitzenoptiken von Zeiss (West) und Leica mit ein. Jena hatte damals alle Register gezogen, um dieses Fernglas (und seinen 12x Bruder, Dodecarem) zu entwickeln."
 
Zitat von selenograph:
...Deshalb für Dämmerung und Astronomie das Carl Zeiss Jena Octarem 8x50 B, sowie das Kowa Genesis 8x33 tagsüber für Natur, Ornithologie, Insekten, Blüten und unterwegs...

... Holger Merlitz schrieb einmal hier im Forum: "Ich habe das Octarem empfohlen, weil es 1985, bei seiner Einfuehrung, das beste Handfernglas der Welt war, und das schliesst alle damaligen Spitzenoptiken von Zeiss (West) und Leica mit ein...

Und so deckt sich die Empfehlung von Ralf doch erstaunlich gut mit der meinen und auch er greift auf ein Spitzenporro aus den 80ern zurück wo wohl der Zenit des Porrofernglasbaus liegt.

Ich denke es geht dabei nicht um Ostalgie (Steve) sondern um Fernglaseigenschaften. Es mit Ostalgie abzutun ist parteiisch und sinnlos.

Grüße
 
Soll heißen, Gläser die von Zeiss Jena zu "Ost"zeiten hergestellt wurden, werden nicht aufgrund irgendwelcher Ostalgie Heimatgefüle für gut befunden sondern aufgrund ihrer Eigenschaften als Fernglas ansich.

Da fand ich es etwas unfair wie Steve versuchte die Porroempfehlung aufgrund von "Ostalgiegetue" zu disqualifizieren. Zudem hatte ich auch die 80er Jahre Zeiss West Porros mit auf der Liste...

Grüße
 
Zitat von stefan_r:
Soll heißen, Gläser die von Zeiss Jena zu "Ost"zeiten hergestellt wurden, werden nicht aufgrund irgendwelcher Ostalgie Heimatgefüle für gut befunden sondern aufgrund ihrer Eigenschaften als Fernglas ansich.

..........

na denn, keine Lavine lostreten.

Was ist mit dem Fernglas Zeiss 10 x 50 Serie 25, welches gearde in der Bucht angeboten wird-Leistung wird wie zum Neuzeitglas eingestuft?
 
Was ist denn die "Bucht" ?? sorry


Ich denke die Serie 25 ist irgendeine Jubiläumsgeschichte und zeigt keine besonderen Voteile gegenüber anderen Zeiss West 10x50 gleicher Baureihe.

Die Vergütung dieser Gläser ist nicht so brilliant und Lichtstark wie bei Neuzeitgläsern.

Ralf's Empfehlung zum Octarem wäre wohl die bessere Wahl. Diese Serie wurde von Docter auch nochmal auf ein Nobilem 10x50 erweitert, aber wohl nur kurze Zeit. Mein Vater hat noch ein solches Glas und es ist wie auch das Octarem wirklich Feinstarbeit in Optik UND Mechanik.

Grüße
 
Sorry, wollte niemand auf den Schlips treten. Eigentlich wollte Dominique ja ursprünglich kein Porroglas. Ich persönlich bevorzuge übrigens eigentlich auch Porrogläser. Nicht aus optischen Gründen - diese Annahme ist trotz häufig gebetsmühlenartiger Wiederholung in diesem Forum schon lange überholt - sondern, weil sie bei mir besser in der Hand liegen. Auf Ostalgie kam ich, weil ich mir anders keinen Reim darauf machen kann, dass einige offensichtliche Tatsachen bei Oldtimer-Empfehlungen immer wieder ignoriert werden. Der Hauptnachteil der genannten alten Gläser ist deren veralteter Stand bei der Vergütungstechnologie. Es dürfte wohl unbestritten sein, dass eine möglichst hohe Lichtransmission bei Dämmerungs- und Nachteinsatz ein entscheidender Vorteil ist. Es ist für die allgemeine Naturbeobachtung auch hilfreich, wenn die Transmission die natürlichen Farben nicht verfälscht. Moderne Vergütungen verbessern in der Regel auch den Kontrast. Die mir bekannten CZJ-Gläser hatten jedoch einen mehr oder weniger deutlich ausgeprägten Gelbstich. Es dürfte klar sein, dass nicht wasserdichte gebrauchte Ferngläser mit Außenfokussierung vor dem Kauf gründlich auf Fungus und anderen inneren Beschlag geprüft werden sollten. Porrogläser sind auch stoßempfindlicher als Dachkanten. Man sollte sich deshalb auch ein Bild vom Justagezustand machen. Ich weiß aber auch aus eigener Erfahrung, dass ein gut erhaltenes CZJ 10x50 (mein Bruder besitzt ein solches) eine wunderbare Sternabbildung hinbekommen kann und ein herrlich weites Sehfeld liefert, dass freilich mit Brille etwas beschnitten wird. Ansonsten gibt es ja durchaus einige der älteren Modlle in moderner Ausführung bei Docter. Die haben ein 8x56 und ein 7x50, die sicher nicht zu den schlechtesten Geräten am Markt gehören.

Ich selbst stehe übrigens gerade vor der gleichen Frage wie Dominique. Ich besitze bereits ein sehr gutes 10x50. Meine Augen öffnen noch bis 7mm. Daher weiß ich aus direktem Vergleich mit 8x56 und 7x50-Ferngläsern, dass diese mir einfach deutlich mehr zeigen und zwar, je nach Mondphase, die ganze Nacht hindurch. Für mich ist dieser Helligkeitsunterschied sogar noch im Verleich zu einem 8x50 sichtbar. Ich favorisiere das 7x50-Format, weil es in der Regel ein weiteres Sehfeld als ein 8x56 hat. Oft sucht man in der Nacht die Gegend nach Tieren ab (z.B. am Astro-Beobachtungsplatz, wenn wieder einmal die Wolken stören) und das weitere wahre Sehfeld erhöht die Trefferwahrscheinlichkeit.

Steve
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Kinners, wat seid ihr niejehrig! Na gut, wenn's denn sein muss: Ich hätte gerne ein 7x50 Porro (aus haptischen Gründen), das über das Sehfeld des Miyauchi verfügt, die Bildebnung des Fujinon zeigt, die Transmission des Zeiss und den Mitteltrieb des Docter hat. Ach so, gute Schutzdeckel sind auch wichtig, wegen des ewigen Taus in der Nacht. Und wasserdicht. Alles klar?

Steve
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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