Zeiss Refraktoren....

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Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Quanten,
Wenn im IS-Test die Auskühlzeit des TMB mit 2 bis 3 Stunden (Mittel = 150 Minuten) und jene des TSA mit 30 bis 40 Minuten angegeben wird (Mittel = 35 Minuten), so hat der TMB also etwa 4,3 mal länger gebraucht. Da müssen aber schon ganz erheblich verschiedene Delta-Ts resp. Messungenauigkeiten im Spiel gewesen sein! Und wer weiss, vielleicht war der TMB dabei gar nicht benachteiligt, sondern um denselben Faktor bevorteilt (die Chancen dafür stehen 1 : 1), und der Quotient wäre dann 4,3 im Quadrat, also um die 18. In Anbetracht dieser "Fehlerrechnung" ist demzufolge die Auskühlzeit des TMB zwischen 1 mal und 18 mal länger als jene des TSA :-0...
:-) Beat Fankhauser
 
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Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Beat , Hallo Jürgen

lebt weiter in eurer Fantasiewelt. Vermutlich wisst ihr gar nicht was ausgekühlt bedeutet.

Allein ein Alutubus braucht länger zur Temperaturanpassung als Ihr schildert.

Es gibt Kataloge mit Zahlen, Daten Fakten, die euch besser belehren können als ich.

Ein 63 mm Telementor schafft es mit seinen nur 63 mm als 2 Linser auch nicht bei 13° Unterschied in 30 minuten voll ausgekühlt zu sein.

Voll ausgekühlt heißt die sphäriche Korrektur änmdert sich überhaupt nicht mehr, kein 2 Linser 4" schafft dies in einer 1 Stunde bei 13° Unterschied, keiner , wer was anderes behauptet weiss schlichtweg nicht was ausgekühlt heißt.

Bereits Rucks Pleiger mußte die kleinen 4" Apos über 3 Stunden warten lassen bis er Sie testen konnte

Was solls, ich lass euch euren Frieden und Irrglauben

solong
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Markus,
Zitat-1: "Lebt weiter in eurer Fantasiewelt."
=> Das ist nicht unsere Fantasiewelt, sondern Aussage des Interstellarum-Tests.
Zitat-2: "...voll ausgekühlt"
=> Keine Ahnung, ob im Test die Zeit gemessen wurde, bis die Teleskope "voll" ausgekühlt waren, aber doch wohl wahrscheinlich bis zu einem VERGLEICHBAREN Grad an Auskühlung.
Zitat-3: "Ich lass euch euren Frieden und Irrglauben"
=> Wer andern "Irrglauben" unterjubelt, ist ein Mensch mit inquisitorischen Tendenzen.
Viele Grüsse: Beat Fankhauser
 
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Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Markus,

Hallo Beat , Hallo Jürgen

lebt weiter in eurer Fantasiewelt. Vermutlich wisst ihr gar nicht was ausgekühlt bedeutet.

ich wäre an Deiner Stelle etwas vorsichtiger mit solchen unverschämten Behauptungen gegenüber Sternfreunden mit langjähriger Beobachtungserfahrung.

Nun zu Deinen theoretischen Betrachtungen:

Voll ausgekühlt heißt die sphäriche Korrektur änmdert sich überhaupt nicht mehr

Nun zur praktischen Betrachtung eines Beobachters: Das eine völlige thermische Anpassung länger dauert, ist jedem von uns klar. In mancher Nacht, wenn die Temperatur stetig fällt, wird es immer eine gewisse Temperaturdifferenz geben. Aber die entscheidende Frage für uns als Beobachter ist doch, nach welcher Zeit ist die Temperaturanpassung so weit fortgeschritten, dass hochvergrößernde Beobachtungen mit der entspechenden Qualität möglich sind. Und genau hier ist das Problem des TMB 115/805. Er braucht dafür verdammt lang, für meinen Geschmack zu lange. Warum kannst Du diese Tatsache nicht einfach akzeptieren? Warum empfindest Du das immer wieder als ein "Niedermachen" der TMBs? Auch andere Teleskope haben natürlich Auskühlzeiten, aber eben oft kürzere.

Auch ein 2 Linser braucht bei 26° über 2 Stunden bis er " vollkommeen" ausgekühlt ist, kann ich jederzeit jedermann zeigen, kein Problem. Alles andere sind Wunschdenken und sonst nichts, sorry.

Bleibt bitte auf dem Boden der tatsachen, das haben du Jürgen und Ralf leider verloren
Wenn Du dann ausgerechnet den Vixen FL 102 und den Tak FS 102 und noch andere Zweilinser hier vorführen willst, ist das einfach lächerlich. Selbst mein größerer Tak FS 128 kühlt schneller aus als der TMB 115. Hier ist jeder Zweilinser gnadenlos überlegen.

Bereits Rucks Pleiger mußte die kleinen 4" Apos über 3 Stunden warten lassen bis er Sie testen konnte

Um welche Tests ging es hier genau? Da ich P. Rucks gut kenne, möchte ich mich doch darüber mal aus erster Hand informieren.
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Markus,

Bereits Rucks Pleiger mußte die kleinen 4" Apos über 3 Stunden warten lassen bis er Sie testen konnte

Ich kenne weder den Test von Pleiger noch seine Ergebnisse. Wenn aber ein 4" Apo drei Stunden Auskühlzeit benötigt, würde das bedeuten, dass er bei den in der Praxis auftauchenden Temperaturschwankungen niemals ein thermisches Gleichgewicht während einer Nacht erreichen wird(Das ist ja manchmal das Problem einiger unbelüfteter Schmidt-Cassegrains).Dann solltest Du aber besser gar keine Apos mehr anbieten.
Wie lange sich meßtechnisch Temperaturschwankungen nachweisen lassen ist aber für den Sternfreund auch nicht interessant, sondern nur wie lange sie höchste Vergrößerungen nicht zulassen. Zumal ich mir auch noch vorstellen kann, dass in einem nichtbelüfteten Labor die Auskühlzeit unter Umständen viel größer ist, als bei auch nur leichtem Wind draußen.
Ich kann nur sagen, dass in der Praxis der Vixen FL in den von mir geäußerten Zeiten so weit ausgekühlt ist, das Beobachtungen mit Vergrößerungen bis zu 0,5AP verlustfrei möglich sind.

Die ständige Verunglimpfung von Sternfreunden deren Erkenntnisse Dir nicht in den Kram paßt ist wenig hilfreich, genauso wenig, wie Du jeden ernsthaften Test, der nicht die von Dir gewünschten Ergebnisse enthält für Quatsch erklärst.

Viele Grüße, Jürgen
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo zusammen,
ich bin jetzt im Ruhestand und habe keine Probleme, die Auskühlzeit abzuwarten. Also her damit mit diesen praxisuntauglichen APOs. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Dietmar, hallo Leute,
ich bin jetzt im Ruhestand und habe keine Probleme, die Auskühlzeit abzuwarten. Also her damit mit diesen praxisuntauglichen APOs.

ich hab aber längere Erfahrung mit meinem Ruhestand. Folglich sollten die Refaktoren erst bei mir aufgestellt wwerdem. So in 5 - 10 Jahren könnte ich dann vielleicht einen Bericht abliefern...dann wärest du dran <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

By the way, ich hab nun auch den Bericht von Ronald Stoyan über die fraglichen Apos in interstellarum 52 gelesen. Ich meine den Artikel
"Alleskönner für Puristen. Drei Apochromatische Refraktoren im Vergleich."

Leider hab ich auch darin nichts über vergleichbare Messungen zur Auskühlzeit gefunden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />.

Gruß Kurt
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Kurt,
die Auskühlzeiten 2-3h TMB, 30-40min TSA und 3/4 h Williams stehen so drin. Da ich besser lesen kann, sollte ich den Bericht in einigen Jahren abliefern ....
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Kurt,
Aber die Resultate hast Du doch wohl gefunden, oder darf ich Dir die Seitenzahlen angeben?
Diese Resultate quantitativ GENAU zu verleichen, würde sicher zu weit gehen. Aber wenn vom einen Refraktor eine mehr als 4-fache Auskühlzeit angegeben wird, so dürfte zumindest qualitativ der Groschen doch wohl fallen! Zumal die lange Auskühlzeit noch gesondert hervorgehoben wird.
Beat Fankhauser
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Dietmar, Hallo Beat,

die Auskühlzeiten 2-3h TMB, 30-40min TSA und 3/4 h Williams stehen so drin.

Aber die Resultate hast Du doch wohl gefunden, oder darf ich Dir die Seitenzahlen angeben?
Diese Resultate quantitativ GENAU zu verleichen, würde sicher zu weit gehen. Aber wenn vom einen Refraktor eine mehr als 4-fache Auskühlzeit angegeben wird, so dürfte zumindest qualitativ der Groschen doch wohl fallen! Zumal die lange Auskühlzeit noch gesondert hervorgehoben wird.

Natürlich hab ich all das auch gelesen. Aber als leicht Sachkundiger bezüglich allerlei Messtechnik (incl. Berufsausbildung 42 Dienstjahre) mit hab ich gelernt, dass man Messreultate nur dann sinnvoll vergleichen kann wenn die Randbedingungen weitgehend übereinstimmen. (Das lernt man übrigens schon im ersten Ausbildungsjahr als physiklaborant o. ä.) Man findet nur die Angaben Zitat:

„TMB...sehr lange Auskühlzeit“
Takahashi... sehr kurze Auskühlzeit“

„Erstaunlich war die enorm lange Auskühlzeit des Teleskops - für 20°C Temperaturdifferenz zwischen Zinmmer und Terasse wurden zwei bis drei Stunden benötigt...“

Wo wird hier ein Kriterium genannt nach dem man auf das Ende der Auskühlzeit schließen kann?
Standen die beiden anderen Refraktoren gleichzeitig beobachtungsbereit daneben?
Wie waren die meteorologischen Verhältnisse wie Windgeschwindigkeit, Traparenz des Himmels, Luftfeuchte und Temperaturgradient der Luft am Aufstellungsort und das seeing?

Fortsetzung Zitat:

„Saturn zeigte ein einzigartig klar definiertes Bild bei 272x, ...- bereits nach einer von 30 – 40 Minuten...“

dazu der gleiche Fragenkatalog wie oben, ebenso zu Zitat:

„...Probleme mit der Temperaturanpassung hat das Teleskop nicht, so dass es bereits nach einer guten Dreiviertelstunde seine volle Leistung zeigen konnte.“

Der gesamte Artikel ist für meinen Geschmack ähnlich laienhaft wie die Diskussion hier. Er hat einfach nichts mit Messtechnik zur Quantifizierung der Auskühlzeit zu tun. Meinetwegen spekuliert mal schön weiter, aber mir reicht es. Es wäre nur nett, wenn mir jemand noch erklären würde was denn die Diskussion mit der Übeschrift des Threads zu tun hat: „Zeiss Refraktoren...“.

Noch einen zum Abschluss: Wer wie Herr Stoyan, der Verfasser des Artikels schreibt, Zitat: " Saturn zeigte ein einzigartig klar definiertes Bild bei 272x... "
spricht, der sollte ein neues Buch schreiben, Themenvorschlag: "Steigerung der Knackschärfe durch Übervergrößerung bei modernen Kleinrefraktoren..." oder so etwas in der Art <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />.

Gruß Kurt
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Der gesamte Artikel ist für meinen Geschmack ähnlich laienhaft wie die Diskussion hier. Er hat einfach nichts mit Messtechnik zur Quantifizierung der Auskühlzeit zu tun.

Hallo Kurt,

da stimme ich Dir völlig zu.

Und um hier nicht nur zu krtitisieren: ich habe 32 Berufsjahre in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) verbracht, was natürlich bedeutet, dass Messbedingungen und Messunsicherheiten meinen Berufsalltag geprägt haben. Auch die Physik kam dabei wirklich nicht zu kurz.

Und da muss ich mich - genau wie Du - schon sehr wundern, mit welcher Festigkeit hier physikalische Unmöglichkeiten verbreitet werden, und zwar auch von - selbsternannten? - Experten.

Und was die Testberichte angeht: ich selber habe an die 100 wissenschaftliche Veröffentlichungen verfasst. Von einem Astrotest erwarte ich als von Laien für Laien geschrieben keine Wissenschaftlichkeit, aber wenigstens Logik in der Interpretation der Ergebnisse.

Andreas
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Beat

Das ein Dreilinserteleskop länger braucht zum Auskühlen, als ein Zweilinser und das ein größeres Instrument länger braucht als ein kleineres, liegt in der Natur der Sache und daran will ich mich auch garnicht aufhalten.

Nur erscheinen mir diese Angaben im IS-Test etwas zu salop gefasst!

Alleine schon die Angabe von 2-3h!?
Also eine ganze Stunde Toleranz ist schon heftig, eine genaue Angabe über die genaue Auskühldauer wäre doch aussagekräftiger gewesen.
Das der Takahashi schneller auskühlt erscheint mir logisch, da er auch eine kleinere Öffnung und somit auch das kleinere Mateialvolumina besitzt. Sinnvoller wäre gewesen, den TAK mit dem TMB 100/800 zu vergelchen, da es noch nie einen 115mm TAK gegeben hat.
Doch das nun der TSA mit drei Linsen quasi genau so schnell ist wie sein Vorgängermodell der FS 102 gibt mir auch zu denken.
Und das dann der WO mit 45min quasi ebenfalls genau so schnell ist mit größerer Öffnung wie der TSA ist auch komisch.
Das alles erscheint mir doch etwas "schnell schnell" abgehandelt worden zu sein!

2-3h das brauch nicht einmal mein 130 f/9 im Winter, zumal für mich Auskühlzeiten eh keine Rolle spielen, da ich nicht wegfahren muss zum beobachten.

Gruß Uwe
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Zitat Kurt: "Wo wird hier ein Kriterium genannt nach dem man auf das Ende der Auskühlzeit schließen kann?
Standen die beiden anderen Refraktoren gleichzeitig beobachtungsbereit daneben?
Wie waren die meteorologischen Verhältnisse wie Windgeschwindigkeit, Traparenz des Himmels, Luftfeuchte und Temperaturgradient der Luft am Aufstellungsort und das seeing?"
=> Eingangs schreibt Ronald Stoyan in seinem Testbericht, dass die drei Refraktoren in einem Dutzend Testnächten über einen Zeitraum von drei Monaten ausgiebig visuell geprüft worden seien. Da er ein erfahrener Beobachter ist, nehme ich seine Aussage erst mal ernst und würde mir nicht anmassen, sein qualitatives Urteil ("Erstaunlich war die enorm lange Auskühlzeit des (TMB-) Teleskops"), leichthin in Frage zu stellen, und zwar auch dann nicht, wenn es allfälligen vorgefassten Meinungen meinerseits zuwiderlaufen würde. Und auch ohne "Windgeschwindigkeit" sowie ein Dutzend andere Parameter zu heischen. Zumal Stoyans diesbezügliches Urteil hierzulande schon längst von den Spatzen (im wahrsten Wortsinn:) in den Himmel gepfiffen worden und daher längst keine Neuigkeit mehr ist. Wenn er mit diesen Instrumenten ein Dutzend Nächte beobachtet hat (und zwar von Januar bis März!), dann hat er ganz bestimmt etwas zum Thema Auskühlzeit zu sagen, und zwar auch dann, wenn sein Befund einigen Leuten und wirklichen oder potentiellen Besitzern nicht in den Kram passt. Ich persönlich lege grossen Wert darauf, dass ein mittelgrosser Apo wesentlich kürzere Auskühlzeiten hat als z.B. ein Spiegelteleskop. Denn genau hier liegt doch einer seiner grossen Vorteile. Aber zwei bis drei Stunden? Da könnte ich mir ja gleich einen Spiegel zulegen...
Zitat Quanten: "Das(s!) ein Dreilinserteleskop länger braucht zum Auskühlen, als ein Zweilinser und das(s!) ein größeres Instrument länger braucht als ein kleineres, liegt in der Natur der Sache".
=> Wieso eigentlich Dreilinser versus 2-Linser? Alle 3 getesteten Refraktoren waren ja 3-Linser. Und dass ein Öffnungsunterschied von 115 versus 102 mm einen solch exorbitanten Unterschied in den Auskühlzeiten ausmachen sollte, ist doch lächerlich.
Beat Fankhauser
 
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Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Beat,

=> Eingangs schreibt Ronald Stoyan in seinem Testbericht, dass die drei Refraktoren in einem Dutzend Testnächten über einen Zeitraum von drei Monaten ausgiebig visuell geprüft worden seien. Da er ein erfahrener Beobachter ist, nehme ich seine Aussage erst mal ernst und würde mir nicht anmassen, sein qualitatives Urteil ("Erstaunlich war die enorm lange Auskühlzeit des (TMB-) Teleskops"), leichthin in Frage zu stellen,

OK ist schon recht. Weil es der Herr Stoyan war braucht er keine annähernd nachvollziebare Dokumentation zu seinen gewichtigen Aussagen vorzulegen. Dem glaubst Du wahrscheinlich so wie so alles. Ich muss mich dem aber nicht unbedingt anschließen.

Ich persönlich lege grossen Wert darauf, dass ein mittelgrosser Apo wesentlich kürzere Auskühlzeiten hat als z.B. ein Spiegelteleskop. Denn genau hier liegt doch einer seiner grossen Vorteile. Aber zwei bis drei Stunden? Da könnte ich mir ja gleich einen Spiegel zulegen...
Nun schalt mal Deinen Verstand wieder ein und versuche mitzudenken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />.
Selbstverständlich hättest Du mit einem Spiegelteleskop vergleichbarer Größe (so 4- 5" Öffnung) z. B. nach Newton, oder weil refraktorähnlicher nach Kutter so gut wie gar keine Auskühlprobleme und dazu absolut keine Farbprobleme. Mit etwas Aufwand (Zwangsbelüftung und Zerodur, Quarz o. ä.) kannst Du selbst bei einem 10" und 12" Newton sowie Cassegrain das Thema Auskühlzeit vergessen, weil praktisch sofort voll einsetzbar. Das weiß ich nun mal von meinen Selbstbauten. Einiges dazu hab ich übrigens dokumentiert.

Gruß Kurt
 
Temperaturanpassung von Zerodurspiegeln

Hallo Kurt,

Mit etwas Aufwand (Zwangsbelüftung und Zerodur, Quarz o. ä.) kannst Du selbst bei einem 10" und 12" Newton sowie Cassegrain das Thema Auskühlzeit vergessen, weil praktisch sofort voll einsetzbar. Das weiß ich nun mal von meinen Selbstbauten. Einiges dazu hab ich übrigens dokumentiert.

ja das kann ich voll bestätigen. Dein 10" Zerodurspiegel, als Newton oder als
Nasmyth-Cassegrain jeweils mit Zwangsbelüftung war nach kürzester Zeit mit
300x einsetzbar. Sehr beeindruckend und ein Plädoyer sowohl für Glaskeramik
(hält die Form) als auch für die Zwangsbelüftung (entfernt die Warmluft aus
dem Tubus).

IS-Test:
Hab mir ein Exemplar schicken lassen. Was mir da sauer aufstößt ist daß der
William Optics Apo im Text als "Fluorit" bezeichnet wird, doch der hat eine
Linse aus FPL 53 Glas, keineswegs aus Fluorit-Kristall!

Viele Grüße,Karsten
 
Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Zitat: "hättest Du mit einem Spiegelteleskop vergleichbarer Größe (so 4- 5" Öffnung) z. B. nach Newton, oder weil refraktorähnlicher nach Kutter so gut wie gar keine Auskühlprobleme und dazu absolut keine Farbprobleme."
Lieber Kurt,
Nun ja, da kämen wir ja vom Hundertsten ins Tausendste...
Glaube mir, obwohl ich nicht ein geschickter Instrumentenbauer bin so wie Du, so beobachte ich doch auch schon weit über 40 Jahre und habe (wie auch Du) mit unzähligen Spiegeln und Refraktoren beobachtet und weiss also ebenfalls (so wie Du) wovon ich spreche. Und ich wiederhole gerne, dass ich meine Wahl (längst), und zwar aus einer ebenfalls recht "wissenden" Position heraus, getroffen habe, aus vielen der Gründe, die hier schon unzählige Male diskutiert worden sind. Und bin sehr glücklich dabei :-). Ganz so wie Du!
Und niemand wird mich (persönlich) zu gleich grossen oder 50 % grösseren Spiegeln überreden können, da bin ich völlig resistent (geworden). Übrigens sind die Refraktoren hier in der Schweiz (ganz ähnlich wie in Amerika) schwer im Kommen!
Von Bald-Pensionär zu Pensionär grüsst Dich:
Beat Fankhauser, Schweiz
 
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Re: Temperaturanpassung von Dreilinsern

Hallo Beat,
... Und niemand wird mich (persönlich) zu gleich grossen oder 50 % grösseren Spiegeln überreden können, da bin ich völlig resistent (geworden)...

...das war auch nicht eine Absicht. Nur die Meinung solche Spiegel hätten grundsätzlich ernsthafte = langdauernde Temperaturproblem wollte ich nicht einfach so stehen lassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Gruß Kurt
 
Re: Feldblendendurchmesser

Stundenlange Auskühlzeiten für die genannten Kleinoptiken? Erstaunlich. Wie lange braucht denn dann ein 40cm-Spiegel mit 42 mm Dicke, mit dem die hochaufgelösten Mondfotos in der genannten Interstellarum-Ausgabe gemacht wurden? Das ist doch ein richtiger Klotz, der mehrere Nächte zum Auskühlen bräuchte ... . Ich hatte mit diesem nicht zwangsbelüfteten Brocken aus Pyrex noch nie ernsthafte Probleme diesbezüglich. Eure Diskussion scheint mir - mit Verlaub - an den Haaren herbeigezogen.

Ansonsten, Frage an die Kenner (die noch Wert auf eine gewisse Neutralität legen): Gibt es heute bessere Refraktoren als die neuen TOA's von Takahashi? Würde mich wundern, wenn die alten Zeiss da mithielten - alleine schon wegen der Transmission/Vergütung. Das sind doch eher Liebhaberstücke, oder ...?


Gruß Rolf
 
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Re: Bessere Refraktoren als TOA`s

Hallo Rolf,
mit Deinem Beitrag sorgst Du dafür dass er wieder von vorne beginnt. Du schreibst:

"Ansonsten, Frage an die Kenner (die noch Wert auf eine gewisse Neutralität legen): Gibt es heute bessere Refraktoren als die neuen TOA's von Takahashi? Würde mich wundern, wenn die alten Zeiss da mithielten - alleine schon wegen der Transmission/Vergütung. Das sind doch eher Liebhaberstücke, oder ...?"

Daraus folgere ich dass Du selber die TOA`s als die besten hältst, und sofort pfefferst Du in Richtung ZEISS. Mann, es wurde doch schon so oft geschrieben dass alle diese APO`s in der selben Liga spielen...und ZEISS spielt da immer noch mit---in der ersten Reihe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Die Diskussion "wer ist der beste" ist doch unsinnig, denn die sind alle gut

Gruß Achim
 
Re: Bessere Refraktoren als TOA`s

Meine größte Enttäuschung gegenüber ZEISS ist:
Selbst ein Land wie die DDR war eher in der Lage seine Hobbyastronomen mit guten Teleskopen wie die ZEISS Telementor auszustatten als ZEISS Jena heute.
Sind wir mal ehrlich und ziehen das bittere aber wahre Resumee.
Zeiss hat den Hobbyastronomen den Rücken gekehrt.
Deshalb bin ich nicht willens, Liebhaberpreise für Produkte einer nicht mehr lieben Firma zu zahlen.
Auf den Punkt gebracht: Zeiss ist für mich unten durch.
Aber ich bin kein Mensch der nicht verzeihen kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.
Also, gebt Gas ihr Pappnasen und zeigt dem Rest der Welt was Deutsche Wertarbeit ist !!!
 
Re: Bessere Refraktoren als TOA`s

Hallo Jadran,

Dein "Aufruf" nach Jena gefällt mir, damit kann ich mich anfreunden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Gruß Achim
 
Re: Auskühlzeit....

Hallo Kurt,
ich bin auch der Meinung dass diese Diskussion an den Haaren herbeigezogen ist. Sind wir doch ehrlich, wie läuft denn ein Beobachtungs Abend ab? Man schaut sich den Himmel an ob es sich "lohnt aufzubauen".
Wenn Nein: ist Fernsehen (TV) angesagt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />
Wenn Ja: dann geht es los: <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Stativ raustragen, Montierung raustragen, Monti auf Stativ, Gewichte auf Monti, Steuerung anstöpseln, Kabel verlegen, Okulare bereitstellen, das ganze ausrichten, Teleskop auf die Monti, Deckel runter......das dauert gut und gerne 1/2 Stunde. Vorher habe ich aber meinen Refraktor schon da liegen und der "freut" sich auf die kommende Nacht.
Ich habe 2 und 3 Linser von 80 bis 130 mmm. Nach einer Stunde, spätestens, sind alle betrebsbereit (da ist auch ein TMB 115 dabei) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />


Gruß Achim
 
Re: Auskühlzeit....

Hallo Achim,

Ich habe 2 und 3 Linser von 80 bis 130 mmm. Nach einer Stunde, spätestens, sind alle betrebsbereit (da ist auch ein TMB 115 dabei)

wenn das so ist, dann hat der gute Herr Stoyan eben Blödsinn verzapft mit seinen 2 - 3 Stunden Auskühlzeit. Warum sich der Markus Ludes dem auch noch anschließt bleibt mir allerdings schleierhaft.

Übrigens, bei meinem 12" Cassi geht das Aufbuen viel schneller. Das liegt wahrscheinlich daran dass ich weniger Kabel habe :cool

Gruß Kurt
 
Re: Bessere Refraktoren als TOA`s

Zitat: " ...dass alle diese APO`s in der selben Liga spielen..."
Hallo Achim,
Nein, das ist leider nicht der Fall! Z.B. habe ich gerade vor 2 Wochen einen 105er-Willi am Stern getestet, der war nun wirklich nicht auf dem Niveau eines Spitzenapos.
Nein, das ist also nun wirklich nicht der Fall.
Beat Fankhauser
 
Re: Bessere Refraktoren als TOA`s

Achim,

ich gehe davon aus, dass die TOA's die zur Zeit besten Linsen für Hobbyamateure sind. Das jedenfalls hört man aus berufenem Munde (nicht von Verkäufern, die sowieso nur das erzählen, was sie interessiert). Es wäre doch erstaunlich, wenn die heutigen Vergütungstechniken nicht besser wären als die zu Zeiten, als die legendären Zeiss-Apos gebaut wurden. Wenn nicht, dann wäre das ein Armutszeugnis für die Industrie von heute.
Es wäre schön, wenn man solche Fragen leidenschaftslos ansprechen könnte, ohne dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, schließlich sind wir nicht mit einer Marke, wie sie auch heißt, verheiratet.

Gruß Rolf
 
Re: Bessere Refraktoren als TOA`s

Hallo Beat,

ich dachte in der Tat nur an die (alt)bekannten Marken wie Taka, Vixen, TMB, AP und Zeiss u.s.w.

Marken wie William zeigen da noch zu viel "Streuung" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Gruß Achim
 
Re: Auskühlzeit....

Lieber Kurt,

wenn es das schöne Teil ist das ich auf dem ITV gesehen habe, dann trete ich gegen Dich an und schlage einen Wettbewerb vor nach dem Motto "Wer baut schneller auf". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />
Ich bin sicher dass ich den gewinne <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Gruß Achim

P.s. als alter Modellflieger/bauer gefällt mir Dein Teleskop sehr gut. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" />
 
Re: Auskühlzeit....

Hallo Achim,

Ich habe 2 und 3 Linser von 80 bis 130 mmm. Nach einer Stunde, spätestens, sind alle betrebsbereit (da ist auch ein TMB 115 dabei) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Meine Erfahrungen:
Ich habe 2 und 3 Linser von 50 bis 128 mm. Nach einer Stunde, spätestens, sind alle betriebsbereit (außer der TMB 115 war immer der Letzte und oft nicht in dieser Zeit dabei) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />


Hallo Kurt,

wenn das so ist, dann hat der gute Herr Stoyan eben Blödsinn verzapft mit seinen 2 - 3 Stunden Auskühlzeit. Warum sich der Markus Ludes dem auch noch anschließt bleibt mir allerdings schleierhaft.

Um mal mit Deinen eigenen Worten zu antworten:
OK ist schon recht. Weil es der Achim (APQtor) war braucht er keine annähernd nachvollziebare Dokumentation zu seinen gewichtigen Aussagen vorzulegen. Dem glaubst Du wahrscheinlich so wie so alles. Ich muss mich dem aber nicht unbedingt anschließen.

Ich möchte damit weder Dich noch Achim persönlich angreifen, aber warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Ich finde den Testbericht auch an manchen Stellen nicht so gelungen, z.B. die Übervergrößerungsprobiematik, aber deshalb Ronald Stoyan so runterzuputzen halte ich für nicht fair. Er ist zweifellos ein erfahrener Beobachter und wird nicht leichtfertig irgend etwas schreiben. Ich glaube es wäre auch besser solche Tests lieber als Erfahrungsberichte zu bezeichnen, wenn sie überwiegend auf Beobachtungserfahrungen beruhen und Tests sollten wirklich auf exakten physikalischen Messungen beruhen. Allerdings bin ich auch skeptisch, bei einigen Interferogrammen und Ronchigrammen, ob sie mit der nötigen Sorgfalt und Professionalität erstellt wurden.
Ich kann nur sagen, dass sich die von Stoyan angegebenen Werte mit meinen Erfahrungen weitgehend decken. Selbst Markus Ludes stimmt mir hier zu:

Hallo Ralf

bei 26° Unterschied bei einem 3 Linser und nur 2 Stunden bist du verdammt schnell, das ist keineswegs langsam, sorry aber ein anderer 3 Linser schafft dies auch nicht schneller


Interessant ist jedenfalls, das die Angaben hier so streuen.
 
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