Zoom Spektiv 20-60x60 mit 45° Einblick bei Lidl

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Nabend!

Habs mir heute auch gekauft, ich konnte einfach nicht widerstehen...
Die Verarbeitung ist ok fürs Geld, da kann man nicht meckern. Und die Optik ? Naja, die Wolken und der Regen hier in Bielefeld sehen schon mal gut aus, Nachbars Weihnachtsstern im Fenster auch. Also abwarten... Ich wünsche allen viel Spaß mit dem Teil !

MfG, Gunnar
 
Nabend Coyote!

Naja, ich bin handwerklich nicht gerade der Überflieger und dementsprechend wenig Erfahrung habe ich mit Bastelei. Aber ich habe mir vorgenommen, zwischen den Jahren endlich mal meinen großen Dobson (und evtl. den ein oder anderen kleinen) zu "pimpen". Mal schaun, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle. :D

Also hier in Frankfurt ist gerade Dauerregen mit (gefühlt) 5 dicken Wolkenschichten angesagt. O.o

Ich hoffe, die Sonne bei dir am Mittag hat die Hoffnung auf klaren Himmel nicht umsonst geweckt.

CS

Carlo
 
Noch ein kleiner Tipp für diejenigen, welche das Objekt auseinandernehmen wollen: Falls man den "Konterring" etwas lockerer schrauben will (zwecks Vermeidung von Verspannungen der Linse), kann es passieren, dass beim nochmaligen Entfernen des Objektivs der "Konterring" im Tubus bleibt und die Linse einem entgegenkommt. Ist mir gestern nach dem Schwärzen passiert. Aber zum Glück keine bleibenden Schäden :schwitz:

Ansonsten war das Schwärzen des vorderen Teils inkl. Linsenkanten recht problemlos. Die Antireflexfarbe von Berger hält soweit sehr gut, nachdem ich das Plaste mit feinem Schleifpapier angerauht habe.
 
Ups, hatte gerade das gleiche Malheur und auch nochmal Glück gehabt!
Der Vorteil, wenn man alles auseinandernehmen kann, ist klar die absolute Tuningoption........

MfG, gunnar
 
Zitat von stendek:
Der Vorteil, wenn man alles auseinandernehmen kann, ist klar die absolute Tuningoption........
Mir fehlt nur noch der Ansatz, das Okular vom Spektiv vernünftig zu demontieren :) Dann würde ich mal testhalber 1.25" Okulare probieren und gleich noch das Originalokular innen schwärzen :biggrin:
 
Hallo,

ich war heute Abend kurz mit dem Spektiv unter einer größeren Wolkenlücke, nur mit einem Photostativ.

Ich habe mir Jupiter angeschaut, die beiden Hauptwolkenstreifen waren zu erahnen und der nachfolgende Teststern brachte es zutage: Astigmatismus. Bei 60x deutlich ausgeprägt, ich werde das Teil heute Nacht ebenfalls zerlegen und hoffe, daß Entspannen der Linse dem Asti abhilft.

Sula Bulungi, wie man im fernen Uganda so sagt,

Coyote

 
Hallo,

ich melde mich auch nochmal in Sachen Spektiv, hänge an meinen Bericht noch einen kleinen Videotest bei Tage an...

Heute morgen bot sich die Möglichkeit für ein Stündchen auf das heimische Feld zu fahren und das Spektiv nochmal in der Natur auszuprobieren. Dabei hatte ich auch eine Digiklemme zur afokalen Fotografie und eine kleine Kamera um Videoaufnahmen durch das Spektiv anzufertigen.

Die Wetterbedingungen waren leider alles andere als ideal: Wolken verhinderten wirkliche Fernblicke, Nebel zog über die Berge und der Wind war recht böig, was sich an zitternden Bildern niederschlug.

Zum Video, einfach aufs Bildchen klicken...

Link zur Grafik: http://2.bp.blogspot.com/-pnZXvs29G-8/UM8CUQ1f2LI/AAAAAAAACd4/LVfgzNOk4VY/s1600/testaufbau_01.JPG

Viele Grüße Benny
 
scheinbar billig - aber leider sehr schlecht einsetzbar

Hallo Leute,

habe mich hier seit langem nicht mehr gemeldet, da ich wenig neues zu berichten hatte. Nach den zum Teil sehr optimistischen Äußerungen über das "Lidl-Spektiv" hier möchte ich doch auch noch meine eigenen Erfahrungen einbringen - die deutlich weniger optimistisch und eher "mist isch" sind:

1) ich hatte das Gerät gekauft, weil ich bisher kein Spektiv habe. Das absolut unbrauchbare Zoom-Okular wollte ich "irgendwie" durch meine schönen 1 1/2" Astro-Okulare ersetzen.

Erste Tests bestätigten: bei 20fach ein Witz von Gesichtsfeld (ca. 25° scheinbares entsprechend dem wahren angegebenen Gesichtsfeld von 29m auf 1000, damit "findet man den Mond kaum"). Bei 40fach Kompromiß: ca. 50° scheinbares Gesichtsfeld, aber da ist mit Pupille 1,5 das Bild schon viel zu dunkel für den Einsatz als Spektiv bei Tageslicht - Mond geht natürlich noch, auch bei 60fach, aber so groß ist der gar nicht. Saturn könnte interessant sein...
Bei 60fach tolles Gesichtsfeld aber leider mit Pupille 1 außer Mond eigentlich nichts mehr so richtig gut anzuschauen.
Also: das Okular taugt überhaupt nichts (wie erwartet, ist auch nicht mal auf einer einzigen Fläche der 4 Linsen in 3 Gruppen vergütet). Prismenkasten und Objektiv sehen dagegen nicht schlecht aus, der Innenfokus ist "schick".

2) Das Auseinandernehmen ist nicht ganz problemfrei, man muß am Stativadapter das Objektivrohr abschrauben (einfach)und im Prismenkasten dann 4 (bei mir waren nur 3 eingebaut) kleine sehr lange Kreuschlitzschrauben (nicht die, mit denen die Prismen befestigt sind) ausdrehen, dann teilt sich der Prismenkasten in ein vorderes Metallteil und eine Halbkugel mit dem Okular dran. Um das Okular zu entfernen, genügt es, den letzten Plastik-Schraubring Richtung Prismen (den kleinen hinter dem beweglichen Negativglied = konkavlinse, nicht den, mit dem die Konkavlinse befestigt ist) abzuschrauben, dann kann man es gegen den Widerstand des "China-Klebfetts zur Überbrückung weiter Fertigungstoleranzen" nach außen herausziehen (das habe ich leider auch erst am Schluß entdeckt, als ich alles auseinander hatte).
Das Okularrohr läßt sich NICHT von außen abschrauben (hat eine Sicherungsnase!), aber von innen mit einem Plastik-Schraubring (dem äußersten).

3) Großes Erfolgserlebnis: das Okularrohr hat gerade 1 1/2"- das hatte ich nicht wirklich zu hoffen gewagt! Proben mit verschiedenen Okularen ergaben nach Entfettung mit Petroleum: Plössl 35mm wird vignettiert (Sehfeld beschnitten), Kellner 25mm gut, Bertele 17,5mm SUPER! Antares UltraPlössl 10mm auch sehr gut, Ortho 9mm gefiel mir aber besser. Vergrößerungen bei einer geschätzten Objektivbrennweite von 350mm etwa 10 bis 35fach, klares, helles Bild.

4) Ernüchterung: kein Fokus auf unendlich mehr möglich, Einstellbereich etwa 3m bis 10m. SCH.......!!!!!!! Hätte ich mir denken können, da das Negativglied im Zoomokular den Fokus nach hinten verlängert. Wer da noch weiter machen will, braucht ein neues einschraubbares Okularrohr. Denn das Objektivrohr läßt sich nirgends kürzen, ohne die notwendigen Plastikgewinde auf wenige Gänge zu reduzieren oder den Stativadapter zu "opfern", es ist ca. 1cm zu lang. Das Okularrohr zu kürzen nützt für die meisten meiner Okus nichts, da sie dann auch nicht weiter rein gehen (das Okularrohr verengt sich im unteren Teil stark).

Also Fazit: das Teil "sieht zwar interessant aus", ist für mich aber ganz einfach unbrauchbar - als Spektiv genauso wie als Fernrohr zum überallhin mitnehmen. Für deutlich mehr Geld bekommt man manchmal gebraucht ein wesentlich besseres Fernrohr (das "Weltbild" für 60€ ist allerdings auch nicht mein Fall - auch fast alles unbrauchbar außer dem viel zu kleinen und kurzbrennweitigen Objektiv und dem Okulartrieb- und das "Lidl" für 100€ mit richtiger Monti gibt es wohl schon lange nicht mehr, das "Lidl-Fernglas" 10x50 für 20€ auch nicht).

Lösungsvorschläge: da es immer einen Ausweg gibt: ich werde vielleicht noch probieren, mit einer kleinen Negativbrennweite (Brillenglas eines Kurzsichtigen, den ich erst noch finden muß) die Objektivbrennweite zu verlängern, entweder irgendwo im Objektivrohr oder hinter dem letzten Prisma. Oder ein längerbrennweitiges Objektiv suchen - habe da noch einiges in verschiedenen Ferngläsern.

Wer eine bessere (einfache) Lösung findet, sollte sie hier posten!

Gruß
 
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Hallo Coyote: der Astigmatismus wird sich wahrscheinlich wie bei meinem vom nicht zentrischen Verkleben der 2 Objektivlinsen herleiten - die sind etwa um 2-300my versetzt.

Gruß
 
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Hi hanz,

Ernüchterung: kein Fokus auf unendlich mehr möglich, Einstellbereich etwa 3m bis 10m. SCH.......!!!!!!! Hätte ich mir denken können, da das Negativglied im Zoomokular den Fokus nach hinten verlängert. ... Wer eine bessere (einfache) Lösung findet, sollte sie hier posten!

Barlow-Element an 35er Plössel ranfrickeln? ?)

Durch die Barlow wird der Brennpunkt nach außen gelegt und Du kannst eventuell auf "unendlich" fokussieren...

 
Hallo Sternenfee,

das meinte ich mit "Negativglied" vor dem Okular bzw. dem Brillenglas - eine Barlow in 1 1/4" geht nicht, weil sie auch zu dick ist und daher nicht weit genug ins Oku-Rohr hineingeht, man müßte schon die Linse rausmachen und nach dem letzten Prisma vor dem Okularrohr befestigen (eine Barlow muß die Linse VOR dem Fokus des Objektivs haben, sonst geht's nicht).

Trotzdem danke für den Vorschlag

Kleine Korrektur des ersten Beitrags: Sehfeld 20x ist etwa 30°, nicht 25° (läßt sich jetzt nicht mehr korrigieren)
 
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Zitat von Sternenfee123:
Ernüchterung: kein Fokus auf unendlich mehr möglich, Einstellbereich etwa 3m bis 10m. SCH.......!!!!!!! Hätte ich mir denken können, da das Negativglied im Zoomokular den Fokus nach hinten verlängert. ... Wer eine bessere (einfache) Lösung findet, sollte sie hier posten!

Barlow-Element an 35er Plössel ranfrickeln? ?)

Durch die Barlow wird der Brennpunkt nach außen gelegt und Du kannst eventuell auf "unendlich" fokussieren...
Habs grad probiert: Barlowelement einer 2x Barlow an 40mm Plössl und 32mm Plössl reicht immernoch nicht :confused: Bei Verwendung der Barlow im "Normalbetrieb" gehts ebenfalls nicht. Da fehlt doch noch ein ganzes Stück. Vielleicht fällt mir noch was ein, wie ich dass Objektiv etwas nach hinten setzen kann ?)

@Hanz: Danke für die Beschreibung zwecks Zerlegung des Spektivs :super: Das mit dem Abschrauben des vorderen Tubus dachte ich mir auch schon, ging aber etwas schwerer, sodass ich mir da nicht mehr so sicher war.
 
Hallo Blackbert:
das war der Hauptgrund, wieso ich den Beitrag gepostet hab: ich hab beim Versuch, das Okurohr von außen abzubekommen, das Gewinde des inneren Schraubrings beschädigt und für die Anleitung zum Ausbau des Zoom-Okus dasselbe erstmal unnötigerweise komplett zerlegt.
Viel Erfolg noch beim Basteln!
 
Hallo Hanz,

das mit dem Asti ist mir auch aufgefallen. Ein lockern der Verschraubung brachte keine Verbesserung. Allerdings tritt der Effekt mehr bei hellen Objekten auf. Ansonsten finde ich die Abbildung (gemessen am Preis) ganz i.O. Mit dem Gesichtsfeld habe ich allerdings keine großen Probleme. Mit ja Orthos am Dobson gewöhnt ;)

Hab das Spektiv jetzt auch wieder fein säuberlich zusammengebaut und werde es erstmal so lassen. Nicht dass ich es noch kaputtbastel.

Bekommst du dein Spektiv eigentlich wieder hin?

Gruß, Robert
 
Hallo Hanz,

danke für Deine Mühe und dem Wissen wie man das Ding am besten weiterzerlegt. Letzteres habe ich nicht vor, es soll ja nur als erstes Telesköpchen für die Kinder dienen, auf einer Pipemount, die ich gerade baue.

Ich habe den Tubus zerschraubt, dh. Objektivfassung ab und den Objektivhaltering ausgeschraubt. Der saß ja vielleicht fest, das Festschrauben muß ein Arbeiter als Kraftsport betrieben haben! Leider kam ich noch nicht zu einem weiteren Test wegen dem Wetter. Ich habe auf die Kante des Objektivhalteringes, die gegen die Linse stößt, mit Expoydharz drei kleine Streifen schwarze Veloursfolie als Polster geklebt, den Ring soweit wieder eingeschraubt, daß er so gerade eben die Linse hält ohne Druck auszuüben und den Haltering dann ebenfalls mit drei Tropfen Expoxydharz in 120° Abstand in der Objektivfassung festgeklebt. Nach dem Trocken dann einfach den Rest wieder übergeschraubt und nun warte ich auf einen weiteren Test.

Grüße, Coyote

Nachschrift:
Da fällt mir gerade ein, in einem meiner ATM-Bücher habe ich vor Jahren mal gelesen, wie man verkittete Linsen löst und sie mit Kanadabalsam wieder zusammenkleistert. Mal schauen, ob ich das in meiner Bibliothek wiederfinde. Ich habe ja noch das Zweitspektiv für mich. Weiß jemand, wo man Kanadabalsam herbekommt? Wohl nicht beim Lidl.

 
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Hi,

da unten in Uganda gibt's keinen Sturm, nur Regenzeit und Trockenzeit. Da kann das Wasser durch die Pipemount gleich ablaufen. Meine Großneffen wohnen da unten, zwei Fingerbreit überm Äquator.

2" Fittings habe ich noch in keinem Baumarkt gesehen, die muß man wohl bestellen. Aber 1.25" reicht für ein Spektiv auch.

Gruß Coyote
 
Erfolg unter Zerstörung des Zoomokulars!!!

Nun habe ich es doch noch geschafft, aber zur Nachahmung empfehle ich die Vorgehensweise nur versierten Bastlern, die das Ding sonst ob seiner optischen Leistung in die Tonne treten würden (und einige 1 1/4" Okus zwischen 25 und 5mm als Ersatz haben).

Es geht so: die fehlenden 1,2cm (errechnet aus 1/f = 1/b + 1/g mit f=350mm und weitester möglicher Fokus 10m) stimmten ziemlich genau und werden so "eingespart":

1) Okular ausbauen, Okularrohr ausbauen
2) am Okularrohr sind unter einem Gummiring zwei Madenschräubchen versteckt, die wir öffnen und nun das Okularrohr in 2 Teile auseinanderschrauben (ich nenne sie jetzt "Schraube" und "Mutter")
3) die "schraube" wird am Gewindeende so abgesägt (Laubsäge), daß der innen enge Teil wegfällt, jetzt kann man die Okus ganz durchstecken
4) die "Mutter" wird ebenfalls abgesägt und zwar auf der Höhe der beiden Madenschrauben, so daß nur noch der Innengewindeteil übrig bleibt - jetzt ist sie wirlich nur noch eine Mutter.
5) die bisherigen Maßnahmen brachten ca. 6mm, die restlichen 6mm bekommt man, wenn man das Okularrohr ("Schraube") am Ende ohne Gewinde um 6mm kürzt.

Nun wird die "Schraube" bis zum Anschlag ins Gehäuseanbauteil gesteckt und mit der "Mutter" von innen befestigt.

Ich finde, der Aufwand hat sich gelohnt, ich vermisse das "grottenschlechte" Zoom in keiner Weise und werde das Spektiv wohl in der Ferienwohnung im Allgäu deponieren mit zwei alten Kellner Okus 25mm für deep sky und Natur sowie 6 mm für Mond, Planeten (ergeben 14x mit Pupille 4 und 58x mit Pupille 1).
Ich finde bereits diese "miesen" Kellners (waren bei meinem ersten 114/900er Newton dabei) bringen wesentlich mehr als das Einbau-Zoom 20-60x (das obendrein noch mit dem verschiebbaren Negativglied ziemlich gewackelt hat).

Ich habe übrigens dabei noch eine Linse entdeckt: das Negativglied ist verkittet, also doch insgesamt 5 Linsen in 3 Gruppen. Wer das extrem flaue Bild des Zooms (Streulicht) verbessern will, sollte an diesem Negativglied die sehr breite geschliffene Kante schwärzen, ich denke das bringt mehr als beim Objektiv, die anderen Kanten im Okular sind sehr schmal und daher keine Streulichtquellen.

Die 1 1/4"Okus sitzen recht stramm im Rohr, so daß ich auf eine Sicherungsschraube verzichten kann.

Gruß
 
Hallo Coyote,

Kanadabalsam wurde früher von den Mikroskopleuten verwendet zum Einbetten der Präparate, gabs bei Kosmos in Stuttgart- aber ich denke die Mikroskopierer haben inzwischen sicher was anderes besseres. Kannst ja mal an einem medizinischen Institut fragen.
Wenn Du das Objektiv riskieren willst, kannst Du es in heißem Wasser erhitzen und probieren, ob sich die Linsen dann gegeneinander verschieben lassen. Ich würde es aber selbst nicht riskieren wegen möglicher Blasen, die dann zwischen den Linsen entstehen könnten aus allerlei zersetzten Bestandteilen.
Mein Eindruck ist sowieso, daß die Qualität des Objektivs schon im Lieferzustand die des Okulars (das Du ja dran lassen willst) um Klassen übertrifft.

Gruß
 
Hallo Leute,

auch ich habe mir das besagte Spektiv bei Lidl besorgt, einfach um ein neues Spielzeug in meiner bisher dürftigen Sammlung an lichtsammelden und vergrößernden Gerätschaften zu haben. Nun bin ich aufgrund ausstehender Erfahrung noch ein ziemlicher Laie was Optik und Bastelei an jener angeht. Ich möchte aber trotzdem die beiden Hauptprobleme ansprechen, die ich mit dem Spektiv habe und fragen, wie ich sie eventuell beheben könnte. Vielleicht steht die Antwort auch bereits hier im Thread, dann habe ich nicht bemerkt dass sie für meine Probleme relevant ist, also schonmal Sorry im Voraus. :)

1. Bei einer ersten Mondbeobachtung vor ein paar Tagen ist mir ein Spiegelverkehrter Zwilling des Mondes im Gesichtsfeld aufgefallen. Dieser Zwilling bewegte sich je nach Einblickverhalten quer durchs Bild und verschwand erst, als ich mein Auge extrem dicht ans Okular drückte. Diese geisterhaft anmutende Erscheinung hatte zwar auch ein gewissen Charme, dennoch würde ich gerne wissen, ob und wie ich diesen Teufel vielleicht austreiben könnte! Offensichtlich handelt es sich dabei um eine Reflektion!? Ist sie mit den hier beschriebenen Schwärzungsmethoden einzudämmen? Oder handelt es sich eventuell um ein gravierenderes Problem?

2. Beim Fokussieren an dem kleinen Rädchen wackelt das Bild hin und her. Bzw. es reicht, dass ich am Fokussierrädchen wackel um meine Abbildung zu verschieben. Das ist zwar für eine feine Nachführung im kleinen Maßstab hilfreich^^, beim Erfassen und Fokussieren eines Objektes aber eher hinderlich.
Habe ich einen Wackelkontakt in der Optik oder ist dieses "Spiel" des fokusbestimmenden Elements des Spektivs bauartbedingt und nicht zu vermeiden? Mir kommt es jedenfalls so vor, als säße da etwas zu locker. Kann ich, und wenn ja wie, das theoretisch beheben?

Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich mich (vermutlich auch aufgrund meiner mangelnden Erfahrung mit anspruchsvolleren Optiken) am Anblick des Mondes durch das Spektiv durchaus erfreuen konnte. Zumindest erschien er mir angenehmer als durch mein FirstScope (mit den mitgelieferten Standardobjektiven) und um längen entspannter als durch den (geschenkten) Astrolon Refraktor :D.

Liebe Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,

1) wenn die Spiegelung verschwindet beim rangehen mit dem Auge ans Okular könnte vielleicht eine längere Gummiaugenmuschel (sowas wie an den Ferngläsern) helfen, probier mal die mitgelieferte mit einem einem zum Kreis geformten Daumen +Zeigefinger zu verlängern, um zu sehen ob das hilft

2) der Fokus wird verstellt, indem innen ein Prisma des Umkehrsystems gegen das andere verschoben wird (weiter weg - näher) und so der optische Weg des Lichts verlängert oder verkürzt. Wenn das wackelt, kann es an verschiedenem liegen, schraub mal auf der Höhe des Stativadapters das Objektivrohr ab, dann kannst Du innen sehen, was sich bewegt bzw wackelt.

Gruß
 
Hallo Alex,

das wackeln dürfte nichst mit dem Fokussieren zu tun haben, sondern auf lapperigen Unterbau schließen lassen. Selbst auf dem nicht ganz instabilen Revue Stativ wackelt das Bild ordentlich beim Scharfstellen - du musst dir immer bewusst machen, daß jede Bewegung bei einem vergrößernden Optik um den Faktor der Vergrößerung MIT vergrößert/verstärkt wird.

Viele Grüße Benny
 
Hallo Hanz,

vielen Dank für deine Vorschläge, ich werde das einfach mal bei gelegenheit ausprobieren und berichten. Bisher hat mir einfach der Mut gefehlt ein funktionierendes Produkt auf nicht dafür vorgesehene Art und Weise zu behandeln^^. Aber da es mich auch bei Nichtgelingen nicht umbringen wird, werd ichs einfach mal versuchen.

Hallo Benny,

danke auch für deinen Beitrag. Also das normale Verwackeln lässt sich eindeutig von dem, durch das Berühren des Fokussierrädchens hervorgerufene, unterscheiden. Ich habe das Spektiv übrigens seit heute auch auf einem Fotostativ mit Kugelkopf montiert. Kann aber nichts zu der Qualität des Statives aussagen (erscheint mir aber nicht so ganz mies). Jedenfalls beobachte ich zum einen das "Einzittern" des Bildes aufgrund der Instabilität der gesamten Montierung, als auch ein "Verschieben" des gesamten Sichtfeldes durch Berührung des Fokussierrädchens. Das ganze hat mehr so eine Art "Klapp-Effekt". Patsche ich von oben drauf, wandert das Sichtfeld nach unten (und bleibt dort), andersherum genauso. :)

Liebe Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen,

dass Wackeln beim Fokussieren hat folgenden Grund: Der Fokussierung läuft über eine Gewindestange. Auf der Rückseite wird die ganze Prismenhalterung nur durch einen Stift gehalten, welcher in einem etwas zu großem Loch endet. Genau dort ist eben Spiel und daher wackelt das. Wenn man bis zum Anschlag fokussiert, wird man auch eine dauerhaft Verkippung sehen. Da schlägt die Prismenhalterung im Gehäuse an und verkippt.

Gruß, Robert
 
Guten Abend allerseits,

ich habe vorhin das Spektiv nach dem Entspannen des Objektives getestet. Resultat, wie User hanz schon befürchtet hat, NEGATIV.
Keine Verbesserung der Abbildung feststellbar, nach wie vor deutlicher Astigmatismus. Zumindest sah der Jupiter wie ein Scheibchen aus und nicht wie eine Banane. Aber Sternfelder sind ok, auf dem Mond kann man die größeren Einzelheiten sehen, es wird für die Kinder ihre erste optische 'Erleuchtung' sein und zunächst ausreichen.

Da ich ja zwei Spektive habe kann ich an dem zweiten Exemplar in Ruhe rumdoktern. Ich muß mich mal schlau lesen, wie und womit man heutzutage verkitteten Linsen zu Leibe rückt. Sollte dies noch etwas bringen kann ich den Kindern beim nächsten Aufenthalt in Uganda die Linse umtauschen.

Falls nicht besorge ich ein anderes Anfängerteleskop für sie, aber vorerst reicht das Spektiv allemal. Ich hoffe der Zoll filtert die Pipemount nicht als Rohrbombe ab!?

Grüße Coyote

PS: Das zweite Exemplar kann ich leider erst ab dem 24.12. testen, wenn der Weihnachtsmann es freigibt. :/


 
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Motiviert von der relativ positiven Bewertung auf taunus-astronomie.blogspot.de hatte ich auf ebay für nur 18,01 Euro plus VK ein neuwertiges Spektiv AURIOL 20-60x60 erworben. Schon beim 1. Test zeigten sich Mängel:

> Unterer Bildrand milchig,
> 100%-ige Scharfstellung nicht möglich und
> Fokussierknopf wackelt, die darüber befindliche Gummikappe war nicht mehr festgeleimt.

Damit war schnell klar: Gerät geht zurück und Ersatz wird erbeten – können ja exemplarische Fehler gewesen sein. Verkäufer sehr schnell reagiert und Ersatz geschickt. Da war zwar der Fokussierknopf i. O., aber der milchige Rand und das Scharfstellungsproblem auch vorhanden!

Fazit: Leider auch das Ersatz-Spektiv retourniert und um eine Erfahrung reicher! Da ich bis 100mm ja einige preiswerte Spektive nutze muß ich klar sagen, daß erst ab ca. 80mm Objektivdurchmesser so ein Gerät interessant ist. „Kleinere“ haben einfach zu dunkle Abbildungen bei höheren Vergrößerungen – wohlgemerkt, ich rede von PREISWERTEN!

Vielleicht spielt aber auch mein Alter von 58 Jahren eine gewisse Rolle – da sind die Augen auch schon „etwas angeschlagen“.

Uns allen wünsche ich ein geeignetes Beobachtungswetter bei Tag und Nacht – je nach Interessenlage.

Peter aus Sachsen
 
Hallo,

aus gegebenem Anlass:

Im vergangenen Jahr habe ich mir das Spektiv ja gekauft und intensiver getestet. Jetzt ist ein Jahr vergangen und das selbe steht wieder im Lidlheftchen.

Habe ich es viel benutzt in den vergangenen 12 Monaten?

Jein :D Astronomisch steht zu viel anderes Equipment zur Verfügung, aber am Tage habe ich es doch immer mal wieder hervorgeholt und auf mein großes Stativ gestellt für Naturbeobachtungen, dafür halte ich es gemessen am Preis nach wie vor für tauglich, astronomisch bleiben die Einschränkungen die auch schon vor einem Jahr galten und wie der Bericht von Peter nochmal zeigt: Die starke Streuung!

Ich werde es mir wahrscheinlich dieses Jahr nicht noch einmal holen, aber ich werde es mir nicht nehmen lassen, mal eine Handvoll Kästchen aufzumachen und nach groben Fehlern zu schauen - das empfehle ich auch jedem der vor hat sich das Ding neben den Käse und die Nudeln in den Einkaufswagen zu legen.

Parallel gibt es auch das Zoomfernglas wieder, ich habe wirklich gehofft, dass es stattdessen mal wieder das "alte" Meade/Bresser 10x50 gibt, was zwar auch unter Qualitätsstreuung leidet aber im Grundsatz sinnvoller ist... mal schauen, vielleicht nehme ich das mal mit und auseinander.

CS Benny
 
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