Zum Mitmachen: Klassiker mit kleinen Öffnungen (bis 79 Millimeter)

Ursus corpulentus

Aktives Mitglied
Liebe Glasaugen,

bis 79 mm und keiner mehr! Wider dem Öffnungswahn! :ROFLMAO:

Nein, im Ernst, Klassiker kann hier beides heißen: gemeint habe ich eigentlich a) klassische Beobachtungsobjekte, aber es können gerne auch b) klassische Teleskope sein.

In meinem Fall war's heute Abend beides: Der a) Orionnebel und die Plejaden mit dem b) Telementor - heraus kam c) eine faustdicke Überraschung!

Über meine Schwäche für den Telementor habe ich ja erst unlängst berichtet. Dabei hatte ich ihn im Reigen seiner ganzen Nachfolger (in hoher Kadenz) irgendwie ... aus den Augen verloren. Vorhin, als ich seit längerem mal wieder durch ihn hindurch in den Himmel sah, wurde mir das schlagartig bewusst. Gut - gebucht für den Urlaub war er sowieso. Einfach, weil ich ihn mal wieder nutzen wollte. Doch so ein Rest an Zweifeln waren doch noch dagewesen ("Vielleicht nehme ich besser doch den kurzen Apo mit ...", so Sachen).
Seit einer halben Stunde nicht mehr.

Trete ich um diese Zeit auf mein Dach, dann springt mir Orion fast auf den Kopf und die Plejaden rufen nur etwas weiter südlich: "Hiiiieeeeer sind wir!"
Es war naheliegend, sich die beiden Klassiker in dem alten Scherben mal anzusehen.

Telementor 63/840, f/ 13,3 komplett orignal montiert mit originalen Zeiss 40-H, 25-O und 16-O Okluaren. Zusätzlich noch ebenfalls einzöllige Spectros aus der ersten und zweiten Serie in 7,5 und 5 mm Brennweite.
Ursenhausen, 23.00 Uhr loc, +2°C, windstill, mäßig feucht und leicht dunstig, Himmel klar, Mond hinter dem Haus, Seeing III. Akzeptable Bedingungen.

Orionnebel
So unspektakulär der Telementor aussieht, so funktional ist er.
Das 40er Okular wird statt des Konus' - in den wiederum die Okularaufnahme geschraubt wird - in die Verlängerungshülse am Helikalauszug eingeschraubt. Ist zwar ein klein wenig Fummelei (was bei vielen heute wahrscheinlich gar nicht mehr geht! - mir aber egal ist), dafür ist die Konstruktion völlig simpel, perfekt zu Ende gedacht (ohne zusätzliche Anbauteile oder Zwischenringe) und hochfein verarbeitet; Konstruktion: 12 von 10 Punkten.

Die optische Qualität des Okulars hat mich spontan verzaubert, ohne Witz. Der erste Eindruck war wirklich nichts weniger als zauberhaft. Klingt komisch, okay, aber mir fällt kein besseres Wort ein. Die Sterne lagen wie kleine Brillanten auf einem schwazen Kissen (ich weiß, wie abgedroschen das klingt; deswegen spare ich mir jetzt auch den "schwarzen Samt" - aber das war halt wirklich mein Eindruck!).
Im 40er Okular (21-fach mit 3 mm AP) sprang mir das Trapez in Form dreier, unterschiedlich farbiger Sterne sofort ins Auge. Der vierte kam beim zweiten Blick aber noch beim direkten Sehen. Die Farben waren deutlich unterscheidbar. Nebelstrukturen waren erkennbar aber nur in einem relativ begrenzten Bereich. Im 25-H (34-fach mit 1,9 mm AP) war das Bild gut und scharf, doch die Farben verblassten stark. Die Nebelstrukturen waren nicht besser aufgelöst als im 40er - nett, doch gänzlich unspektakulär. Das 16-O hat mich enttäuscht. Es war irgendwie verwaschen. Vielleicht sollte ich es mal putzen ... :rolleyes:

Richtig geflasht aber haben mich dann die beiden Spectros, die ich schon länger mal am Telementor ausprobieren wollte.
Nach dem verblasenen Bild im 16er Zeiss habe ich eher unwillig das 7,5er in die Okularaufnahme gesteckt, als mich die nebelige Struktur von M42 regelrecht ansprang - fast mit der Maximalvergrößerung des Geräts, wohlbemerkt! (112-fach mit 0,6 mm AP). Das hatte ich wirklich nicht erwartet, mit der Vergrößerung noch so feine Nebelstrukturen zu sehen. Die Transparenz der Okulare ist ziemlich beeindruckend.
Der Vollständigkeit halber (doch mit noch weniger Erwartung) probierte ich auch noch das 5er, und siehe da - auch in ihm waren (mit 168-facher Vergrößerung bei 0,4 mm AP) noch deutliche Nebelschlieren zu erkennen, wenn auch nicht mehr so hell.

Ich schwöör' bei mein' Dreier BMW, Alder!!
Aber gedacht hätte ich es wirklich nicht.

Plejaden
Hier war es im Prinzip dasselbe Setup: Ein Trapez mit unterschiedlich hellen und farbigen Sternen, jedoch ohne Nebel.
Es gibt eine Dreiergruppe unterschiedlich heller Sterne, die in verschiedenen Farben leuchten. Im 40er Okular (21-fach mit 3 mm AP) waren die Farben - weiß, rötlich und gelblich - deutlich unterscheidbar, was den Anblick wirklich besonders machte. Im 25-H (34-fach mit 1,9 mm AP) schien das Bild noch einen Hauch schärfer, was aber daran liegen kann, dass die Farbigkeit bei Weitem nicht mehr so gut sichtbar war. Das 16er war , wie oben, ein vermutlich schmutzbedingter Totalausfall. Die Spectros waren auch hier wunderbar scharf und kalt in ihrer Abbildung, aber bei Weitem nicht so beeidruckend, wie beim Orionnebel.

Fazit:
Ich weiß jetzt wieder, warum ich immer gesagt habe, der Telementor wäre das letzte Gerät, das vom Hof geht!
Zunächst hat man überhaupt nicht den Eindruck, mit einer Apertur von nur 63 Millimetern zu arbeiten. Die Optik ist für mein Dafürhalten noch immer weit oben mit dabei, vor allem, wenn man die passenden Okulare einsetzt. Am langsamen Achromat mag das nicht die Hauptrolle spielen, doch wie an jedem Teleskop bringen erst richtig gute Okulare das volle Potenzial des Teleskops zum Tragen. Die Zeiss Okulare sind ja seit jeher über jeden Zweifel erhaben (sagen manche), und die sind auch gut (sofern sie sauber sind).
Aber selbst die Spectros scheinen sehr, sehr gut zu funktionieren mit dieser Optik. Und dann gibt es ja auch noch die alten Fingerhüte von Pentax und Tak.

Ich werde auf jeden Fall dranbleiben - in 70 Tagen geht es nach Griechenland. :cool:

Schönen Abend,
Urs
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Urs,

danke für Deinen lebhaften Bericht. Das ist eine prima Sache, sich mit kleinster Öffnung zu begnügen und das hier im Forum zu vertreten. Das nimmt sicher viele Leute mit die nicht in der Welt der Großdobsons mitmachen können oder wollen - mich eingeschlossen!

Die Dreiergruppe in den Pleiaden, von der Du sprichst, steht direkt westlich von Alcyone. Auch ich benutze sie häufig als Indikator für die Farbreinheit eines Teleskopsystems. Die subtilen Kontraste farblich zu "knacken" macht eine eigene Freude.

Ebenso manchmal leicht, manchmal überraschend schwierig ist die Farbdifferenzierung im Sternpaar South 437 AB, C, welches ein Viertel Grad westlich von Alcyone mitten in den Pleiaden steht. Die vorausfahrende westliche Komponente C hat eine hübsche rötliche Färbung. Solche Sichtungen entschädigen dafür, dass ich die Pleiaden-Nebel aufgrund meines Himmels nur selten sehe.

Übrigens steht Uranus aktuell nur einige Grad südlich der Pleiaden. Uranus wäre doch auch mal interessant, gerade von der Farbigkeit her! Das Sternpaar 13 und 14 Tau steht ein wenig östlich von Uranus. Es bietet einen Farbkontrast zwischen kaltblau und warm und ist eine Hilfe um den Fokus sauber zu treffen (das ist an Planeten mit kleiner Öffnung schwierig weil der Planet im Verhältnis zu einem Stern aufgebläht wirkt). Am Besten für das Fokustuning den kaltblauen Stern nehmen da dessen Färbung jener von Uranus ähnlicher ist.

63mm Öffnung müssten neben der Farbwahrnehmung bei geringer Vergrößerung (für mich Cyan) auch reichen, um bei 100x die Scheibengestalt von Uranus zu erkennen, gerade im Vergleich zu 13/14 Tau. Es wird nie langweilig!

Beste Grüße, Christopher
 
Servus Urs,

ich habe zwar einen sehr großen Dobson, aber ich gehe trotzdem auch sehr gerne mit kleinem Gerät (dann meist Fernglas) raus zum Beobachten. So ein kleiner Refraktor ist sicher was Feines. Dein Bericht zeigt das ganz deutlich. Danke für's virtuelle Mitnehmen.

Liebe Grüße,
Christoph
 
Lieber Urs,

danke für Deinen Bericht!

Ich habe ja hier und da schon geschrieben, dass ich immer wieder begeistert bin vom Telementor.
Ich erinnere mich z.B. noch gut, wie ich mir mal mit dem 25-H den Vollmond angesehen habe. Das war das schönste Bild vom Mond, dass ich bisher durch ein Teleskop gesehen habe. So klar und trotz nur 34x so viele Details, ich hatte den Eindruck alles wiederzuentdecken, was ich vorher bei höheren Vergrößerungen und doppelter Öffnung beobachtet hatte. Das ist mir irgendwie im Gedächtnis geblieben.

Meine ersten Himmelserkundungen habe ich mit dem alten Jenoptem 10x50 von meinem Opa gemacht. Damit habe ich vor etwas mehr als zwei Jahren zum ersten Mal die galileischen Monde gesehen, das war sowas wie die Initialzündung für die Astronomie bei mir. :giggle:

IMG_2184.jpeg
IMG_2555.jpeg

Schnappschüsse mit dem Smartphone durchs Jenoptem…

Freundliche Abendgrüße in die Runde und danke für die Eröffnung dieses Fadens!

Felix
 
Moin zusammen!

Sobald es hier im Norden (irgendwann mal (R)) wieder einen klaren Himmel geben sollte, werde ich mich auch hinter meine kleineren Refraktoren setzen. Ich habe hier einen Dörr "Danubia AT-6", einen Tasco 9-TE (beide "Circle-T, Japan), sowie den Vixen 60M (alle drei FH 60/700 mm) im Bestand.

Zwischenfrage:
Definieren wir "Klassiker" hier als "Teleskope, die nicht merh hergestellt werden"? - Das halte ich so für sinnvoll...
 
Damit sind solche Klassiker wie die 80/1200er FH u.a. von Vixen, Tasco und Meade aus dem Rennen...
Eben.

Drauf gekommen bin ich wegen eines anderen Threads "Mond mit kleiner Öffnung" oder so ähnlich bis - schnall' Dich an! - "150 mm".
150 Millimeter Öffnung gelten als klein?!
Nein!

Deswegen die Begrenzunmg - aber die ist natürlich nicht in Glas gemeißelt.

Schöne Grüße,
Urs
 
Moin.

Ich habe mir vor ein paar Jahren auch einen kleinen 60/360 Fraunhofer zugelegt, und war sehr überrascht was der zu leisten vermag. Mit OIII-Filter hat er mir einen der schönsten Nordamerikanebel meines Lebens gezeigt. Da mir aber der Farbfehler zu groß war, habe ich mir dann konsequenterweise einen 60/360 Apo von TS gekauft. Auf einem leichten Stativ ist er seitdem eines meiner meistgenutzten Teleskope. Für Weitfeld im Deepsky ist er toll und ermöglicht an Mond, Sonne und Planeten gewinnbringende Vergrößerungen bis 120x. Das ist nicht viel, klar. Aber Spaß bringt es dennoch und das ganze Setup samt Stativ und Atlas passt in einen kleinen Rucksack.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo und einen guten Morgen an alle hier ...

Ich hatte ja schon ... hier etwas ( passendes ? ) zum Thema kleine Optik ( 50 / 200 ) gepostet. Ergänzend dann noch einges was auch in dieser Abfolge hier einen Eindruck vermittelt, ( zumindest für mich ) warum auch kleine Ausrüstung / Optik Spass machen kann.

Dort sind einige meiner, zeitlich beobachtbaren, Klassiker aufgeführt.

Ich habe auch noch 61/250 mm und 72/420 mm " Gerätschaften ". Alle 3 nutze ich oft und gerne. Via Goto oder von Hand. Goto ohne Polarissicht. Alles immer dann via Starhopping. Für mich ist dabei auch der Weg das Ziel, welcher mir Spass bereitet !

Die kontinuirliche, Beobachtung auf meinem Stadtbalkon ist leider nicht so oft möglich. Entsprechend ist für mich schnell nutzbare Ausrüstung wichtig um in kurzen " Sichtfenster " überhaupt etwas tun zu können. Aktuell konnte ich z.B., wegen Nebel , Wolken, Wetter fast schon 6 Wochen keinen " Stern " mehr sehen. Nun gut, 1 , 2 mal ganz kurz tagsüber die Sonne :).

Wenn dann mal nachts wieder " klare Zeiten " sind ist oft die Möglichkeit die begehrten Objekt zu beobachten vorbei, da sie nicht mehr, bzgl. ihrer Position zu erreichen sind.

Auch ist der Platz auf dem Balkon im 3.ten Stock nicht besonders gross. All dieses hatte mich vor ca. 10 Jahren dazu bewogen meine grossen Optiken zu verkaufen und mit weniger, mehr Spass zu haben.

Schnell beobachten zu können ist für mich wichtiger als die lange Rüstzeit zur Nutzung einer grossen Ausrüstung.

Ich habe alles beschriebene bisher nicht bereut ... Warum ?
Astronomisches Hobby ist ( für mich ) mehr und vielfältiger als " nur " grosse Ausrüstung zu nutzen oder besitzen.
Gruss an alle sendet
Marco
 
Hallo,

als ich mit dem Hobby vor 4 Jahren angefangen habe, dachte ich auch, dass ich zumindest einen großen Refraktor benötige. Ich hab dann einen langen 5-Zoll Achro von MEADE gebraucht gekauft und sofort wieder verkauft. Unbedienbar. Dann ging ich auf 4-Zoll, aber auch der war mir noch zu groß. Ich bin dann bei 70-80 mm hängen geblieben und hab im letzten Herbst einen Askar 91F gekauft, um etwas mehr Brennweite für Galaxien zu haben. Das Ding ist die absolute Obergrenze dessen, was mir Spaß macht, aber so genau richtig. Visuell nutze ich einen kleinen 70/474 ED. Der 91er wäre auch sehr geeignet, hab ich aber noch nicht ausprobiert. Der 70er reicht mir, auch als Reiseteleskop sehr schön, visuell und fotografisch. Ich versuche es immer wieder, aber jedes Mal wird mir klarer, dass ich visuelles Beobachten nicht lange aushalte. Meine Augen fangen an zu tränen, ich finde auch keine bequeme Haltung beim Beobachten, die ich mal 30 Minuten am Stück aushalten könnte. Das ist der Grund, warum ich damals schnell auf EAA und Fotografie umgeschwenkt bin, und da sind kleine Optiken vorteilhafter als große. Ich bin sogar soweit, dass ich große Weitfelder attraktiver finde als hochaufgelöste Nahaufnahmen. Also, ich bin wirklich Fan von kleinen, aber feinen Optiken.

CS Olaf
 
Liebe Glasaugen,

wie schön, dass ein paar an dem Faden "hängenbleiben"!

Ich habe spät im Leben und vor nicht allzu langer Zeit mit einem klassischen, japanischen 60er-Röhrchen aus dem letzten Jahrhundert angefangen; und es geliebt.

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Ich habe es noch heute (- es passt so gut zur Inneneinrichtung ... :LOL:), benutze es aber fast nicht mehr.

Dann fanden mich in erster Linie ein paar ältere deutsche Schulfernrohre und ein paar 3.5-zöllige Japaner:

P1010755korr.JPG P1020500korr.JPG

Viele Klassiker später - aktuelles Material hat mich tatsächlich so gut wie nie interessiert - bin ich vor Kurzem bei einem 4-zölligen Tak von 1985 gelandet und habe damit meine persönliche "letzte Ausbaustufe" erreicht (Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es mit einem handelsüblichen Refraktor noch so viel besser sein kann, dass es mir auffällt). Aber oben angekommen, habe ich just wieder umgedreht, weil ich den Tak nicht im Auto durch halb Europa kutschieren will, Platz hin oder her (Zusammen mit den passenden Okularen ist das Zeug fast so viel wert, wie mein Auto. Sie - Autos - waren mir nie wichtig*). Und dann bin ich buchstäblich über den Telementor gestolpert (im Dachzimmer), und so ist der Beitrag enstanden.

Und sonst, außerhalb des Urlaubs? Wenn ich beispielsweise am Okular zeichnen möchte, greife ich jetzt zum Tak, gar keine Frage. Ist ja auch irgendwie logisch - man will normalerweise möglichst viel Öffnung.
Oder eben, man hat mal wieder Lust auf ein Erlebnis wie früher (der "erste" Saturn als Comic: :saturn: = :oops: ). Aber selbst der olle Tasco ist wirklich richtig gut! Leider nutze ich ihn fast gar nicht mehr, weil er - und jetzt kommt's nämlich - der zu nahe an den ganz Kleinen liegt. Warum, wenn ich richtig was Sehen möchte, sollte ich einen 80er nehmen, wenn der 100er daneben steht? Oder halt einen 60er aus Nostalgiegründen.

Ich mache das immer wieder, und zwar wenn ich a) physisch drüber stolpere, oder b) mir ein (weiteres!) vernachlässigtes Instrument im Vorbeigehen ein schlechtes Gewissen macht ("Duuuuu, ich muss mal 'raus!"), oder c) weil ich igrendeinen anderen Furz im Hirn habe (die meisten hängen irgendwie mit Okularen zusammen).

Blalala ...

Ich muss jetzt aufs dach. Der Okularrevolver und die restlichen Spectros' gekommen.
Weitermachen!

Schöne Grüße,
Urs




*So habe ich noch nie eine/n Mark/Euro für Aluminiumfelgen ausgegeben, kein Witz!
 
.... mit einem klassischen, japanischen 60er-Röhrchen aus dem letzten Jahrhundert angefangen; und es geliebt.

Den Anhang 533418 betrachten
Hallo Urs ...
Exakt dieses Teleskop auf Deinem Foto war mein erstes. ( vor ganz vielen Jahren ( 30+? ) ... :unsure:
An das Jahr kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber an die Beobachtung.
Der Saturn wars ...:y:
Aus dem Dachfenster raus.
Noch heute ein Erlebnis welches ich nie vergessen werde !
Gruss
Marco
 
Noch heute ein Erlebnis welches ich nie vergessen werde !
Genau davon rede ich!
Und da hat etwas Kleines zum Durchgucken und ohne Elektronik völlig gereicht.
Finde ich ... kann aber jeder machen, wie er will. :)

Ich habe gerade Jupiter in der Mangel. Es ist ziemlich beeindruckend, was die sozialistische Einheitsmöhre (:love:) und die alten einzölligen Fingerhüte aus Helvetien da rauskitzeln.

Vielleicht später mehr, ... live vom Dach.

Schöne Grüße,
Urs
 
Liebe Miniaturglassammler,

es war wieder ein typischer Beobachtungsabend bei Ursens ... :rolleyes:
Sämtliche Parameter (außer denen der Ausrüstung) schenke ich mir, weil er nur eine halbe Stunde gedauert hat. Während ich im Haus zum Pinkeln war (kurz vor 20.25 Uhr, wie mein Beitrag oben verrät), hat es draußen hurtig zugezogen. Aber: die halbe Stunde vorher habe ich die Spectros mit dem Telementor am Jupiter ausprobiert - im Okularrevolver. Und der war die eigentliche Überraschung.
Doch der Reihe nach.

Besagter 4-Revolver ist der Bottleneck des Systems "Telementor" (zu dem übrigens auch noch die einfache Montierung und das passende Stativ im Paket gehört). Weil er entsprechend teuer ist, habe ich anfangs die Ausgabe gescheut. Außerdem fand ich ihn immer irgendwie umständlich, ohne, dass ich ihn je selbst ausprobiert habe. Aber nach einem ersten Test heute Abend bin ich restlos begeistert. Alles ist sehr gut aufeinander abgestimmt und erst dieses Zubehör verhilft - mit den entsprechend hochwertigen Okularen, selbstverständlich - zum vollen Sehgenuß am Telementor! Und der ist beachtlich.

Zunächst fällt die hochwertige Verarbeitung und das gut durchdachte Gesamtkonzept ins Auge: alles ist logisch aufgebaut, gut erreichbar (das koplette Teil ist um seine eigene Achse in Längsrichtung rotierbar, was einem die nächtliche Gymnastik auf dem Dach erspart), und mit guten Passungen. Die Mechanik läuft spielfrei und stramm genug, ohne zu viel Widerstand. Punktlandung!

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Und - das Bild im Okular ist aufrecht und seitenrichtig; was für ein Luxus!

Der einzige echte technische Nachteil ist in diesem speziellen Fall, dass die Spectros Okulare nicht in den Fokus kommen, wenn man sie komplett in die Hülsen steckt. Aber wenn man sie etwas oben rausgucken lässt, passt es problemlos. Nicht besonders elegant, ja, aber auch nicht dramatisch. Einzig - man muss aufpassen, dass man sie bei der Fummelei im Dunkeln nicht aus Versehen runterwirft. Es sind im Vergleich wirklich kleine Okulare.

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Die Originalhülsen aus Plastik habe ich gegen Aluhülsen mit 1.25'' Aufnahmen getauscht, was das Teil sehr vielseitig macht. Neben meinen geliebten einzölligen Fingerhüten, die mittels hochwertigen Tak-Adaptern genau und vor allem sicher in die größeren Hülsen passen, gibt es dadurch Platz für Übersichtsokulare mit eineinviertel Zoll Durchmesser. Und das originale 40er Huygens Okular (was wie zu erwarten war, ebenfalls sehr gut ist!) wird direkt in den Korpus geschraubt - ohne Spezialadapter, ohne viel Federlesens ... eine so einfache wie absolut praktikable Lösung. Das ganze System funktioniert tadellos ohne klemmen und klappern.

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Genußvoller habe ich im Dunkeln noch nie Okulare gewechselt. Fazit: Viel geboten ohne jeden Schnick-schnack - das mag der Urs!

Urspünglich wollte ich eine gebrauchte Basis für 275 Euro plus 70 Euro für die Hülsen ausgeben. Doch als ich einen praktisch nagelneuen Revolver mit den 1.25''-Alu-Hülsen für 450 Euro angeboten bekam, habe ich ihn genommen (der letzte, der mir in ähnlich gutem Zustand angeboten worden war, sollte vor zwei Jahren 850 Euro (!) kosten). Und das war eine goldrichtige Entscheidung. Wenn ich ihn nicht runterwerfe, kann ich ihn irgendwann vererben.

Der erste Verdacht von gestern Abend hat sich bestätigt - diesmal an Jupiter -, die kleinen Spectros sind richtig gut im Telementor.

P1130021.JPG

Ich spare mir jetzt die ganzen überschwenglichen Adjektive wie, beeindruckend, wunderschön oder messerscharf, möchte jedoch anmerken, dass ich Jupiter in dieser Größenklasse auch nicht ansatzweise jemals so bedingungslos lebendig gesehen habe!
Tatsächlich. Und zwar in allen Brennweiten:
Die Bänder erschienen bei knapp 35-facher Vergrößerung, bei 42-facher Vergrößerung wurden sie unübersehbar und farbig und bis 112-fach wurde das Bild nicht deutlich schlechter. Erst bei 167-fach wurde es verwaschen, was aber vermutlich zum Teil auch am Seeing lag, das nicht wirklich gut war heute Abend.

Schade, dass es zugezogen hat, denn ich glaube, dass mit dem Kaliber noch ein paar schöne Sachen am Himmel zu entdecken sind.

Andererseits: Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, oder?!
Noch 68 Tage bis Griechenland. Wo der Skorpion komplett zu sehen sein wird. :giggle:

Schöne Grüße,
Urs
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin!

Ja, nun wird es aber langsam Zeit, neben Absichtserklärungen und Gerödel-Vorstellungen endlich auch Taten (!) folgen zu lassen.
Also her mit den Beobachtungsberichten! :love: :y:
 
Geh doch mit gutem Beispiel voran. Wie wäre es mit einem Beobachtungsbericht von dir?

Was mich betrifft, verweise ich auf meinen Fernglasbericht hier im Forum ( mit 42 mm Öffnung, aber natürlich binokular).

Liebe Grüße,
Christoph
 
Lieber Kollege!

Du hast immer sehr gute Ratschläge für mich. Der Letzte drüben im Blauen Forum ergab ein nettes Antwortschreiben meinerseits an deinen Mitmoderator Stathis. Also laß es lieber.

An einem B-Bericht meinerseits wird es sicher nicht scheitern, nur ist hier über Kiel seit Wochen kein Stern zu sehen. Es ist nur grau, kalt und es weht ein fieser Ostwind. Daran wird sich auch in den nächsten Tagen nichts ändern. Aber ich bin nicht untätig gewesen: heute Morgen konnte ich einen Vixen 50L ergattern, der mich nächste Woche erreicht. :) Auf den Spargel war ich schon seit Jahren scharf... :love:

> verweise ich auf meinen Fernglasbericht hier im Forum ( mit 42 mm Öffnung,

Tja, es geht hier im Thema aber eher um klassische Kleinteleskope, als um Ferngläser.
 
Ich hoffe, dass es hier auf dem Beobachtungsbrett um das Erleben der Nacht und des Nachthimmels geht.
Christopher
 
... Andererseits: Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, oder?!
Noch 68 Tage bis Griechenland. Wo der Skorpion komplett zu sehen sein wird. :giggle:

Schöne Grüße,
Urs
Es ist wichtig, sich freuen zu können ...
Über Ausrüstung, Beobachtung, Vorhaben und / oder was auch immer !
Vorweg oder im Nachhinein ist dabei recht egal :).
Entsprechend freut mich Deine Begeisterung dafür.
Gruss
Marco
 
Tja, es geht hier im Thema aber eher um klassische Kleinteleskope, als um Ferngläser.
Servus winnie,

schade. Im Eröffnungsbeitrag lese ich: "Nein, im Ernst, Klassiker kann hier beides heißen: gemeint habe ich eigentlich a) klassische Beobachtungsobjekte, aber es können gerne auch b) klassische Teleskope sein.". Wenn du nachdefinierst und Ferngläser als nicht klassische Teleskope (was mich auch wundert) ausschließt, dann nehme ich an, dass du den Thread übernommen hast. Letzten Endes wird das der Threaderöffner sicherlich klarstellen. Dein Benehmen im Nachbarforum hat hier nichts zu suchen. Mach sowas, wenn, dann bitte per PN.

Ja, nun wird es aber langsam Zeit, neben Absichtserklärungen und Gerödel-Vorstellungen endlich auch Taten (!) folgen zu lassen.

Ich fand auch die "Gerödel-Vorstellungen" interessant, Da du "endlich" Taten sehen willst, dachte ich mir "schön, aber warum dann nicht auch von dir". Ist aber wurscht. Nur Streit möchte ich nicht haben. Wenn dich mein "dann mach doch mal selber" so triggert, dann tut mir das natürlich leid. Hätte ich nicht erwartet. Daher bitte: wenn, dann per PN ;)

Servus beinand,

ich möchte jetzt selber aktiv vorangehen und zwei Beobachtungen des Kaulquappennebels (IC 410), eine des Flaming Star Nebels (IC 405, Caldwell 31) und als drittes drei (aller guten Dinge sind drei) des Rosettennebels (NGC 2244 i.w.S.) beisteuern, für mich drei klassische Objekte, die sehr bekannt sind:

IC 410 (Kaulquappennebel):
Fernglas 9 × 42: "Westlich der Fliegenden Elritze ist hier eine große Aufhellung zu sehen, die erstaunlich auffällig ist. Ich vermute, dass es sich hier um den Emissionsnebel und nicht (nur) den Offenen Sternhaufen handelt, da die Aufhellung schon sehr groß ist." Beobachtet am 22.2.2023, fst 6,0 mag, bei Dettenschwang, ca. 700 m.

Fernglas 20 × 60: "Die Quappen habe ich natürlich nicht gesehen, aber der Nebel an sich ist schon auffällig. Eine große, diffuse Aufhellung im 20 × 60. NGC 1893, der Offene Sternhaufen darin, war nicht wirklich auszumachen. Er geht in dem diffusen Nebel unter." Beobachtet am 16.12.2023, Messung mit SQM-L: 21,2 mag/arcsec^2, bei Dettenschwang, ca. 700 m.

IC 405 (Flaming Star-Nebel):
Fernglas 20 × 60: "Ich hatte ihn früher schon mal im 9 × 42 versucht, da aber nichts gesehen. Jetzt, mit dem großen Fernglas war auch der Flaming Star-Nebula erkennbar, aber diffuser, schwächer als der Nachbar mit den Kaulquappen. Trotzdem ein Erfolg." Beobachtet am 16.12.2023 (siehe oben, beide Objekte in einer Nacht bei gleichem SQM-L-Wert), bei Dettenschwang, ca. 700 m.

NGC 2244 i.w.S. (Rosettennebel):
Fernglas 9 × 42: "Im Fernglas ist eine schwache, aber gut kenntliche, große Aufhellung zu erkennen. Mit Mühe kann man Helligkeitsunterschiede im Nebel erahnen. Im Zentrum steht der auffällige Offene Sternhaufen NGC 2244 im engen Sinn, dessen hellesten." Beobachtet am 21.2.2023, fst 6,2 mag, bei Dettenschwang, ca. 700 m.

Fernglas 9 × 42: "Der Rosettennebel war im 9 × 42 gut erkennbar. Indirekt natürlich, aber die nördliche Kante war deutlich wahrnehmbar, der Sternhaufen darin ist natürlich dominierend, aber man erkennt den Nebel inklusive Umrissen." Beobachtet am 29.11.2024, SQM-L: 21,3 mag/arcsec^2, Vorarlberg, Bregenzer Wald, Hinterhopfreben, 1000 m

Fernglas 20 × 60: "Der Nebel ist in dieser Nacht kaum zu erkennen, mehr zu erahnen als wirklich zu sehen. Der Himmel war offenbar nicht transparent genug." Beobachtet am 16.12.2023. SQM-L: 21,2 mag/arcsec, bei Dettenschwang, ca. 700 m.

Interessant finde ich da, dass ich in der gleichen Nacht (16.12.2023 die beiden Nebel im Fuhrmann, also IC 405 und IC 419 gut erkennen konnte, da aber der Rosettennebel schwierig war. Die Nacht war zwar dunkel, aber die Transparenz war nicht optimal.

Ich mag Beobachtungen mit kleinen bis sehr kleinen Öffnungen und finde solche Threads daher spannend. Danke @Ursus corpulentus Dem Öffnungswahn bin ich dennoch etwas verfallen. Trotzdem nutze ich oft auch ganz bewusst kleine Öffnungen und habe daher viele Beobachtungen mit dem Fernglas dokumentiert.

Liebe Grüße,
Christoph
 
Hallo liebe Leute ...
anschliessend an mein " Freudeposting " möchte ich Euch an meiner heutigen, astronomischen Freude teilhaben lassen.

Es ist eine astronomische " Tagesfreude ", wobei ich hoffe dass diese auch hier " Interesse " findet. Das Beobachtungsobjekt ist 100% ein Klassiker welche in diesem Faden ja " gefordert " sind ... :)

Zunaechst jedoch wie heute Morgen alles anfing.
Eigentlich wie immer seit Wochen. Wolken und Nebel, also schlechtes Wetter.

Da ich jedoch ein positiver Mensch bin und gerne und viel Fotografiere dachte ich, na dann machen wir halt heute mal Nebelmotive am Rhein ( da wohne ich ), da ich schon lange keine Fototour mehr unternommen hatte.

Nach 2 Stunden dann das " unglaubliche ", alles weg, Nebel Wolken .... die Sonne war zu sehen !

Also ab nach hause und die kleine Ausrüstung auf den Balkon gebracht. Fotostativ, Gimbalmontierung, Refraktor 61/250 mm, Baader Filterfolie und Solar Continuum.-Filter ist war / die Basisausrüstung.

Die Okulare, wie fogt : TMB Nachbauten 9/6/4/2,5 mm. Ausserdem "NoName" Farbfilter Gelb und Neodymium.

Die Sonnenbeobachtung konnte beginnen.
Mein Ziel war es zu schauen welcher Filter bei welcher Okularnutzun gut funktioniert. Da ich die Filter Gelb undNeodymium ( seit Weihnachten ) nicht ausprobieren konnte. Den Solar Continuum nutze ich seit sicher ? >15 Jahre. Er ist immer noch prima, bzgl. Abbildungsleistung und für mich bei der Sonnenbeobachtung / Fotografie das Mass der Dinge.

Für viele (?) wird die Kombination F4 und Sonnenbeobachtung recht ungewöhnlich erscheinen. Manch andere (!) waren bei Teleskoptreffen erstaund wie gut der kleine Baader Refraktor mit dem Solar Continuum.- abbildet. Dieses nur vorweg, bzw. darum geht es mir auch nicht. " Ich " bin optisch/technisch damit zufrieden, das ist ( für mich ) wichtig. ;)

Jeder sieht die Welt eh nur mit seinen Augen.

Nun dann lieber zur Klassiker.-Beobachtung. Zum einen die Gesamtsonne und auch im Detail die AR 4366. Der Solar Continuum ist an allen verwendeten Okularen einfach der Beste. Das hatte ich auch so erwartet. Interessant war für mich, wieviel besser ...

Besonders bei den kurzen Okularbrennweiten 2.5 bis 4 merkt man es deutlich. Bei 6 und 9 hat er natürlich auch die Nase vorn, jedoch arbeiten hier sowohl Gelb.-und Neodymium auch recht gut.

Gelb wird ja eh meist wegen Farbfehler bei schneller Refraktoroptik empfohlen, was auch deutlich positiv in der Abbilding zu sehen war. Überrascht war ich vom Neodymiumfilter welcher bei 6 und besonders 9 mm gut funktioniert und den Kontrast tasächlich verbessert hat.

Je nach Seeing habe ich mich dann etwas länger mit der AR 4366 beschäftigt. Hier waren dann die 4 mm und 2.5 mm Okulare gefragt.
Hier ist der Gelb und auch der Kontrastfilter dem 540nm Schmallbandfilter absolut unterlegen. Bei beiden arbeitet der Solar Continuum absolut klasse und zeigt seine ( für mich ) hohe Qualität / Abbildunsleistung.

Bei 4 und 2.5 mm konnte ich ( in Momenten absolut ruhiger Luft ) toll die Ausdehnungen / Abgrenzungen auch bei kleiner Penumbra und auch eine Lichtbrücke in AR 4366 erkennen. Auch Randverdunklung und Fackelgebiete konnten deutlich gesehen werden. Die tasächlichen Strukturen der Photosphäre sind nstürlich erst mit " mehr " Öffung zu sehen sein bzw. tatsächlich zu erkennen.

Man kann halt nicht alles haben ... :)

Nach 2 Stunden Beobachten, Ausprobieren und Vitamin D - Sonnentanken war dann auch zeit für Kaffee und Kuchen ...
... eine weitere Freude :cool:

Was ich heute also auf jeden Fall hatte, war Spass mit kleiner Ausrüstung, Astronomie und Technik ...
... kurz gesagt : Freude !

Gruss
Marco
 


3 - ... Ich mag Beobachtungen mit kleinen bis sehr kleinen Öffnungen

4 - ... finde solche Threads daher spannend.
Hallo Christoph ...
1,2,3,4 :cool:
- Fernglasbeobachtungen sind immer prima
- Ganz in der Nähe ( Wessling ) war ich im Urlaub
- Jedes Teleskop hat seinen Himmel
- Abseits des " Mainstream " ist es oft interessanter ...
Gruss
Marco
 
Immer wieder ein interessantes Thema mit den kleinen Gerätschaften.
Zwar ist mein kleinstes, einäugiges Instrument noch kein wirklicher Klassiker, es kam vor ca. 20 Jahren auf den Markt. Trotzdem hierzu eine kurze Beobachtung mit dem Nikon Spektiv ED50 A, 50mm Öffnung, Zoomokular 13-40x:
Saturn vor wenigen Wochen. Schon ab mittlerer Vergrößerung war der Ring als ganz feine Linie zu erkennen. Die Optik begeistert mich immer wieder durch Farbreinheit und Schärfe. Mit ca. 600g Gewicht kann man es immer dabei haben und überfordert auch kompakte Stative nicht. Ideal auch, um mal ganz schnell festzustellen, ob das Seeing für größere Kaliber taugt.
 
Hey Martin,

ED mit 50 - klingt doch nach einem richtig guten Plan!

Ich habe es eben mal gegoogelt .. sieht zwar aus wie Sexspielzeug :LOL: (dafür sieht meine Sternwarte aus, wie wenn sie von Toi-Toi oder Dixi aufgestellt worden wäre :ROFLMAO: ), aber: wenn ich denke, wie viel Freude mir der kleine Teleminor mit 50 mm Öffnung macht, und das Ganze dazu noch farbrein - cool!

Danke für's Teilen und schöne Grüße,
Urs
 
bis 79 mm und keiner mehr! Wider dem Öffnungswahn! :ROFLMAO:
Hm Urs....
also bin ich wohl mit 80 mm ED raus... schade. Wobei, der 80/600 SW-China-ED ist auch schon über 20 Jahre alt und gehört m.E. zur 1. Generation der ED's aus dem "Reich der Mitte". Mal was aus meinem Beobachtungsbuch aus dem Jahr 2024 von meinem Erfurter Pendler-Balkon:

"Spontan aufgebaut, um einen Blick auf Jupiter zu ergattern, Recht gutes Seeing. Am Anfang nur das 9er Baader Genuine Ortho (V = 67fach) genutzt.
Zunächst drei Monde (Ganymed, Kallisto, Europa). NEB und SEB deutlich und erahnt, noch mehr Strukturen. GRF nicht sichtbar. Aber einen Mondschatten mittig auf dem SEB. Somit befand sich Io vor Jupiter. Den Mond selbst aber nicht gesehen. Habe die 2fach APM – Barlow genutzt bei max. 7er Genuine Ortho= 171fach. Bild wurde flau, regelrecht grieselig. Seeing erlaubte aber blickweise noch den Mondschatten. Ca. 17.20 Uhr UT trat Io neben die Jupiterscheibe und wurde sichtbar. Beeindruckend, wie schnell das geht. Zunächst nur eine Beule am Rand. Minuten später stand er deutlich getrennt neben Jupiter.
Beste Ansicht mit der 2fach-Barlow und dem 9mm-Genuine Ortho = 134fach. "

Ich hoffe, ich durfte das ;).

Klaren Himmel
wünscht Guido
 
bis 79 mm und keiner mehr! Wider dem Öffnungswahn! :ROFLMAO:

Wir 80mm Plebs sind raus :cry:, aber irgendwo muss die Grenze sein.
Einzige Chance wäre mein altes 60mm Tasco aus der Kindheit zu entstauben und sehen, ob man es irgendwie auf eine moderne Montierung bekommt.... hmm, wäre interessant was man damit sehen kann, damals wegen dem extremen Wackelstativ nicht viel (außer Mond).

clear skies
Martin
 
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