Zusammenfassung: SC contra Mak (5")

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Re: 5" SC contra MAC

hallo Logi,

der Newton/Dobson ist auf jeden Fall das universellere und potentere Instrument. Danke für die Blumen, ich beobachte immer auch defokussierte Sterne weil ich praktisch immer auch gleich einen kurzen Sterntest mache, um die Justage und Allfälliges zu checken.

Für mich als Tropen/Flugreisender kommt ein Newton leider nicht in Frage wegen der Grösse und dem Gewicht. Auch ein kompakter Hofheim zB hat mindestens 8kg und ich habe noch Kameras, schwere Schuhe für die Lava-Walks und sonstiges Kramuri dabei. Und als Spektiv ist er unbrauchbar.

Da liegt mir das C5 als one-for-all Leichtgewicht auf Fotostativ am ehesten im Schnittpunkt der Anforderungen, obwohl ich zu Hause sehr selten damit beobachte - eigentlich nur tagsüber mit Binoansatz um gefiederte Freunde nahe zu bekommen.

Es ist aber so, dass Astronomen überall ein sehr kommunikatives gastfreundliches Völkchen sind und viele sich freuen, wenn man mit einer Anfrage zur Mitbeobachtung kommt. Aktuell braucht es nur eine Pizza als Mitbringsel, und ein Sternfreund auf Hawaii rollt mir seinen 16" aus der Garage. Es ist wirklich eine wunderbare Gemeinschaft, und ich bin schon gespannt auf die Erlebnisse im Schatten des Mauna Kea.

Die Musik im weitesten Sinn als Bewegung (nicht nur als Dichteschwingung der Luftmoleküle) ist die Grundlage von allem, so kann man es sehen. Bloss davon leben ist etwas schwierig - ich tröste mich dass auch hier Qualität und Erfolg nichts miteinander zu tun haben ;-) aber Spass machts schon :-)))

lg Tommy
 
Re: 5" SC contra MAC

Moin Tommy,

daher denke ich, dass ich irgendwann auch mal "was Kleines" anschaffen werde. Aber: Das mit den Einschränkungen bei den Newtons für Bino ärgert mich schon ein wenig, denn eigentlich bin ich auch Ästhet und hätte gern so ein Teil. DAS ginge mit den SCs nun eher gut... aber man kann eben nicht alles haben. Vor allem nicht alles gleichzeitig. Erstmal möchte ich richtig was sehen mit dem Dobson.

@Musik: Für mich ist es das schönste Hobby auf der Welt, wenngleich meine Klampfen seit Monaten genervt in der Ecke stehen, weil sich zurzeit alles um dieses verdammte Himmelszelt dreht... :blush:

Lieben Gruß von

Logi
 
Re: 5" SC contra MAC

hallo Logi,

mit einem Flex Dobson kannst du auch ein Bino ohne GWK verwenden, man muss nur den Hut nicht ganz ausfahren, schon geht der Brennpunkt durchs ganze Bino. Allerdings liegt dann der FS näher am HS und ist etwas zu klein um das ganze Licht vom HS aufzusammeln, aus einem 10" wird etwa ein 8". Das ist aber immer noch eine schöne Möglichkeit günstig zu einem Grossfeld-Bino zu kommen.

Im Deepsky Bereich sieht man am selben Gerät allerdings mehr mit monokularem Einblick, abgesehen von der Vignette. Aber so ein Kugelsternhaufen im Bino ist schon was Schönes. Bei Planeten beobachte ich fast nur mehr mit Bino, und da kannst du mit GWK zum Lichtwegausgleich auch den vollen Durchmesser nutzen.

lg Tommy
 
Re: 5" SC contra MAC

Hallo Markus,

Zitat von night_rider:
selbst am C5 die Vignettierung nicht so bewußt wahrnimmt (d.h kein ganz offensichtlicher Helligkeitsabfall zum Rand hin) wenn man nicht explizit darauf achtet ist das richtig? Das Einblickverhalten ist beim TSWA42 prinzipiell etwas unruhiger :biggrin:

1) ja. 2) am Apo ist das TSWA42 o.k. , es muß also am C5 liegen.

Zitat von tommy_nawratil:
die Gründe warum das C5 auf die Reise mitkommt und nicht einer meiner Apos - das C5 sammelt wesentlich mehr Licht und ist dazu noch leichter.

Hallo Tommy,

C5 2300g, 32cm Länge, 15cm Durchmesser
80/480 Apo 2400g, 36cm Länge, 9cm Durchmesser

das schenkt sich nicht viel. Ja, der C5 sammelt mehr Licht, aber er zeigt nicht mehr. Mit dem 5mm Oku am Apo sehe ich mehr Details am Jupiter und am Mond als mit dem C5 und irgendeinem meiner Okus. Ich behalte es zur Zeit noch als Spektiv, aber wenn es jemand haben möchte ,verkaufe ich es gerne.

Gruß Uwe
 
Re: 5" SC contra MAC

Hallo Uwe,


Zitat von Radfahrer:
am Apo ist das TSWA42 o.k. , es muß also am C5 liegen

Ist komisch, das Einblickverhalten am Okular sollte eigentlich relativ unabhängig vom Teleskop sein. Kann mich aber auch irren und das Öffnungsverhältnis spielt hier doch eine Rolle. Ich hab so etwas aber zumindest noch nie beobachtet.

Zitat von Radfahrer:
Mit dem 5mm Oku am Apo sehe ich mehr Details am Jupiter und am Mond als mit dem C5 und irgendeinem meiner Okus.

Mit 80mm Öffnung und nur 96-facher Vergrößerung? So ein "Wunderteil" hätt ich dann auch gern! Am Mond zeigt der Apo sicher das knackigere Bild das glaub ich dir. Bist du sicher das dein C5 ordentlich justiert ist oder hast du evtl. eine Gurke erwischt? Also ich hab mit den 80mm Refis nicht so viel Freude weil mir da einfach die Öffnung abgeht, einen Apo hatte ich bis jetzt allerdings noch nicht.
 
Re: 5" SC contra MAC

hallo Uwe,

ich wiederhole mich jetzt schon mehrfach in diesem Thread, liest denn niemand meine Posts, also nochmal in aller Deutlichkeit:

Das C5 zeigt nicht mehr am Planeten als ein 80mm ED Apo, aber es zeigt mehr im Deepsky Bereich bei mittleren APs. Auf Reisen bin ich meist auf sonst unsichtbare Objekte am Südhimmel aus. Mein 88/498 WO hat 3,2kg und zeigt da weniger - er bleibt deshalb zu Hause. Mein 90/600 Triplet hat ca 3,5kg und zeigt weniger - er bleibt zu Hause. Da bräuchte ich auch mehr als ein simples Fotostativ.

Es kommt also auf die Prioritäten an - andererseits zeigt das C5 auch nicht weniger als ein 80mm Apo am Planeten. Meins hat übrigens ein Riesen"loch" in der Schmidtplatte, ist also keineswegs perfekt.

Bis dann, aloha!

Tommy



 
Re: 5" SC contra MAC

Zitat von night_rider:
Das Einblickverhalten ist beim TSWA42 prinzipiell etwas unruhiger, das 32er ist da meines Erachtens viel besser.

Zitat von Radfahrer:
am Apo ist das TSWA42 o.k. , es muß also am C5 liegen

Zitat von night_rider:
Ist komisch, das Einblickverhalten am Okular sollte eigentlich relativ unabhängig vom Teleskop sein. Kann mich aber auch irren und das Öffnungsverhältnis spielt hier doch eine Rolle. Ich hab so etwas aber zumindest noch nie beobachtet.

Die zentrale Fangspiegelabschattung von obstruierten Optiken kann hier durchaus eine negative Rolle spielen, vor allem bei Mond- oder auch bei Tageslichtbeobachtungen mit langbrennweitigen Okularen, also bei großer AP: die Pupille des Auges verengt sich dann so sehr, dass sie im Fangspiegelschatten steht und nur noch ein kleiner Bruchteil der gesamten Austrittspupille wirksam wird. Wie viel vom Nutzlicht dabei ins Auge gelangt, hängt dann kritisch von der genauen Augenstellung ab, mit anderen Worten, das Einblickverhalten wird "unruhig". Zur Vermeidung derartiger Schatteneffekte sollte man bei Mondbeobachtungen das Licht mit Dämpfungsfiltern reduzieren, oder mit höherer Vergrößerung, also mit kleinerer AP arbeiten.






 
Re: 5" SC contra MAC

Hallo Peter,

Danke für die Erklärung, klingt logisch, besonders am hellen Mond könnte das durchaus zutreffen!

@Tommy: Glaub auch das das C5 zumindest gleich viel zeigt wie der Apo wenn es denn in Ornung ist, Bei DS sowieso.
 
Re: 5" SC contra MAC

Hallo Markus,

Zitat von night_rider:
Mit 80mm Öffnung und nur 96-facher Vergrößerung? So ein "Wunderteil" hätt ich dann auch gern! Am Mond zeigt der Apo sicher das knackigere Bild das glaub ich dir. Bist du sicher das dein C5 ordentlich justiert ist oder hast du evtl. eine Gurke erwischt? .

also mal der Reihe nach. Ich besitze zu meiner Mittelformatkamera unter anderem ein Spiegelteleobjektiv und kann darüber nichts negatives sagen. Deshalb war ich beim Kauf meines ersten Teleskops, dem C5 nicht voreingenommen. Dazu habe ich mir unter anderem das Baader Zoom 24-8mm und und die 7 und 5mm Planetarys gekauft. Das bei 8mm Schluß war ( 5er und 7er konnte ich nie gewinnbringend einsetzen ) habe ich als normal hingenommen. Den TS Apo habe ich gekauft, weil ich mehr Feld wollte. Die Überraschung war, das er bei 96-fach wirklich mehr zeigt, als das C5. Jupitermondschatten mit dem Apo geht, mit dem C5 konnte ich in einmal mit Mühe und Not ahnen, weil ich wusste, dass er da sein muß.
Daß das C5 nicht gut justiert und/oder schlecht ist, der Verdacht beschleicht mich, seit ich durch den 114/900 Vixen Newton eines Kollegen geschaut habe.
Ich habe im Leben schon zu viel verschlimmbessert, daß ich mich an die Optik traue. Und wie soll man, speziell als Anfänger, eine gute von einer schlechten Optik unterscheiden?

Gruß Uwe
 
Re: 5" SC contra MAC

Hallo Uwe,

Schau mal ob der Fangspiegelschatten am defokussierten Stern schön exakt mittig sitzt. Zu den optischen Flächen kann man ohne Test ohnehin nicht viel sagen. Hast du das Instrument gebraucht oder neu beim Händler gekauft? Wenn das Gerät schon einmal zerlegt wurde und die Schmidtplatte nicht in der selben Orientierung zum Hauptspiegel wieder eingebaut wurde könnte es auch zu einer Verschlechterung der Abbildungsleistung kommen. Hast du die beiden Teleskope auch schon am selben Abend paralell vergleichen können?

 
Re: 5" SC contra MAC

Servus Uwe,

also wenn das C5 nicht mal die Jupitermondschatten eindeutig zeigt, dann ist das Gerät nicht in Ordnung. Die pechschwarzen Schatten konnte ich mühelos mit meinem SW MAK 127 erkennen, Gleiches würde ich vom C5 erwarten.

Franz
 
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