zwei extreme ONTC Newtons in Planung mit F/2,85

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Hier ein Beispiel mit der Auswertung
Input 632,8nm
Output 532nm
Es handelt sich selbstverständlich um das gleiche I-Gramm welches beiden Auswertungen zugrunde liegt!
 

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    AtmosFringe_632_532.jpg
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Ich hatte ja hier schon mal drauf verwiesen sich auch mal mit anderen Programmen zu beschäftigen.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...029/Re_Unabhangige_Selbstkontrolle#Post928029

Die Demo von AtmosFringe sollte man sich mal runterladen.

http://www.astro-physics.com/products/accessories/software/atmos/atmosfringe.htm

Leider machen das Leute die hier gerne belehren wollen trotz des damaligen gutgemeinten Hinweises nicht.
Na ja vielleicht ringen Sie sich doch mal dazu durch, das würde zukünftige Peinlichkeiten bezüglich des Lesens solcher Auswertungen ersparen und man würde auch nicht der Schnapsidee verfallen das die Output Wellenlänge grundsätzlich immer mit jedem Programm und in jeder Auswertung 550nm beträgt.
Wer das behauptet erzählt schlicht Blödsinn.

Hier sollte man auch mal Seinen Blickwinkel etwas erweitern und erkennen das die Visuelle Anwendung nur ein Bereich von vielen in der Optik ist.
Und speziell Amateurteleskope sind sogar nur eine kleine recht unbedeutende Nische im weiten Feld der Optik.
Es gibt in Wissenschaft und Technik vielfältige Einsatzmöglichkeiten optischer Komponenten welche in den unterschiedlichsten Spektralbereichen zum Einsatz kommen.
Sich hier Prinzipiell beim Strehl auf 550nm festzulegen wäre völliger Unsinn.

Wenn das bei OpenFringe so gemacht wurde dann nur deshalb weil dieses Programm in erster Linie für Amateure und hier speziell die Spiegelschleifer geschrieben wurde.
Speziell Dafür macht das in der Tat auch Sinn.
Aber selbst hier könnten für Spezialgebiete auch andere Output Wellenlängen interessant sein.
Ein Zygo zb. hat einen ganz anderen Anspruch und ein wesentlich breiteres Einsatzspektrum.
Daher legt man sich hier bei der Output Wellenlänge auch nicht stur auf 550nm fest.

Aber zurück zu PV, RMS und Strehl
Nur wenn PV und RMS in Nanometer und nicht in Wellenlänge angegeben werden spielt die Wellenlänge keine Rolle.

Srtrehlangaben sind generell immer von der Wellenlänge Abhängig, selbstverständlich auch bei Optiken ohne Gaußfehler also Spiegeloptiken!
Sie können bei solchen Optiken aber Problemlos in jede beliebige Wellenlänge umgerechnet werden.
So wie es auch OpenFringe macht indem es immer auf 550nm umrechnet oder wie es AtmosFringe für eine frei wählbare Output Wellenlänge macht.

Das lässt sich aber auch von Hand Simpel über den RMS in Lambda erledigen der dann wieder in Strehl umgerechnet wird.

Ein Spiegel mit einem RMS von 20 Nanometern
hat bei der Wellenlänge 632,8nm einen RMS von 20/632,8 = 1/31,64 Lambda was einem Strehl von 0,961 entspricht.
Bei 532nm Wellenlänge hat der gleiche Spiegel mit den 20nm RMS einen RMS in Lambda von 20/532 = 1/26,6 Lambda was einem Strehl von 0,946 entspricht.

Bei Optiken mit Gaußfehler also jene mit Wellenlängenabhängiger sphärischer Korrektur kann man diese Rechnung selbstverständlich nicht machen.
Hier muss Input und Output Wellenlänge identisch sein da sich die Sphärische Korrektur für von der Messwellenlänge abweichende Wellenlängen nicht bekannt ist.

Das sollte sich aber Jedem mit simpler Logik von selbst erschließen.
Auch ohne belehrende Erklärung.

Grüße Gerd
 
Hallo Wolfi,

Karsten, vor allem an Dich auch ein herzliches Dankeschön für Deine Erklärung.. eigentlich logisch aber manchmal ist man so in der Denkweise verhaftet ...
für diese in Teilen schlicht falsche und somit nur Verwirrung stiftende Erklärung von Karsten musst Du Dich nicht bedanken.
Du hast es Volkommen richtig gemacht wenn Du auf die Messung bei Rot (üblicherweise 632,8nm) hinweist da dies eben im Gegensatz zu der falschen Behauptung von Karsten eben doch wichtig ist.
Denn Üblicherweise sind beim Zygo In und Output Wellenlänge identisch und die Output Wellenlänge ist somit üblicherweise dort nicht 550nm.

Vergleiche die Strehlwerte ein und desselben Spiegels in meiner obigen Rechnung für 532nm und 632,8nm oder die oben gezeigten Auswertungen mit AtmosFringe miteinander dann wird deutlich wie wichtig es ist auch immer die richtige Output Wellenlänge zu kennen.

@Werner

Du hast natürlich vollkommen berechtigt nach der Wellenlänge gefragt auf die sich die Strehlangabe bezieht, das ist nun mal sehr wichtig auch bei Spiegeln.
Wer behauptet es wäre bei jedem Programm generell immer 550nm ist auf dem Holzweg.

Grüße Gerd
 
Hallo Freunde,

ich habe eine kleine Bitte ... ich selber bin ein reiner Praktiker, wenn es nach mir ginge, sollte jedem Fernrohr ein Sterntest beiliegen - bei einer Fotooptik ein Feldtest ... denn darauf kommt es mir bei einem Teleskop an.

Die Zertifikate des Hauptspiegels sind schön und gut und sie können einen Einblick in die Qualität des Spiegels geben. Ob sie nun so oder so interpretiert werden aber viel wichtiger für die Leistungsfähigkeit eines fotografisch verwendeten Systems sind meiner Erfahrung nach:

-- Qualtät der Mechanik - eine minimale Dejustage macht den schönsten Strehl kaputt

-- Qualität der Adaption - eine minimale Verkippung macht aus einem hochgelobten Spiegel eine bessere Glasscherbe, zumindest vom Ergebnis her

-- Der Tubus ... sobald bei einem Metalltubus die Temperatur zuschlägt....

usw.

Es ist das GESAMTE eines Teleskopes, was die Leistung ausmacht, der Spiegel ist nur ein Teil davon. Deshalb bitte ich Euch .. die Diskussion über die Auswertung des Interferogramms ist wichtig und sicherlich auch nötig - ich finde Euer Engagement da sehr gut aber sie beleuchtet nur einen Teil des gesamten Teleskopes - und rein fotografisch gesehen nicht mal der wichtigste...

Deshalb wäre es super, wenn Ihr diese Diskussion in einem eigenen Thread führen könntet. Ansonsten würde hier ein verfälschter Eindruck entstehen, daß es bei einem Foto-Newton nur auf den Hauptspiegel ankommt ...

Ich danke Euch herzlich.

Viele Grüße

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

finde ich super dass Du so ein Projekt angehst, ich wünsche Dir schon jetzt viel Erfolg damit und werde hier laufend mitlesen.

2 Fragen hätte ich dazu - erstens, welchen Durchmesser hat der Fangspiegel? Und zweitens, ist auch ein etwas 'längeres' Gerät geplant - z.B. mit f/3.5 oder f/4 - damit die Anforderungen an die Optik und Justage nicht ganz so dramatisch sind?


Grüße, Martin.
 
Hallo Wolfi,

da es hier um eine reine Fotooptik geht ist eine Strehldiskussion in der Tat völlig deplatziert da hast Du schon recht.
Denn der Strehl ist für DS Foto mit schnellem Öffnungsverhältnissen ein denkbar ungeeignetes Kriterium.

Es wurde hier aber eine falsche Aussage bezüglich der Interpretation von Testprotokollen gemacht und es schien mir wichtig das richtig zu stellen.
Da diese falsche Aussage nun mal hier gemacht wurde steht auch die Richtigstellung hier.
Auch wenn diese Diskussion sicher im Optikboard besser aufgehoben wäre.

Aber zurück zu Deinen FotoNewton.
Es seien mir noch ein paar Anmerkungen zum Strehl bei so schnellen Fotooptiken erlaubt.
Übliche CCDs können das volle Auflösungsvermögen je nach Pixelgröße erst so um die f/20 oder Langsammer nutzen.
Du bietest einen f/3 HS das ist meilenweit von den f/20 entfernt und dementsprechend größer dürfen auch die Fehler sein bevor sie relevant werden.
Eine f/3 Fotooptik liefert selbst mit Strehl 0,5 bei heute üblichen Pixelgrößen eine perfekte Abbildung.
Da ist nicht der geringste Unterschied zu einer f/3 Fotooptik mit Strehl 0,99 auszumachen weil ganz einfach ein CCD mit 5my Pixeln nicht in der Lage ist hier einen Unterschied aufzulösen.
Es ist daher für diese Anwendung auch völlig unsinnig sich über den Strehl zu streiten.
Das für Foto wesentlich vernünftigere Kriterium wäre die Spotgröße, bzw der RMS Spot oder die EE Kurve.
Die EE Kurve kann ein Zygo ausgeben, so lässt sich dann ein direkter Bezug zur Pixelgröße des CCDs herstellen.

viel wichtiger für die Leistungsfähigkeit eines fotografisch verwendeten Systems sind meiner Erfahrung nach:

-- Qualtät der Mechanik - eine minimale Dejustage macht den schönsten Strehl kaputt

-- Qualität der Adaption - eine minimale Verkippung macht aus einem hochgelobten Spiegel eine bessere Glasscherbe, zumindest vom Ergebnis her

-- Der Tubus ... sobald bei einem Metalltubus die Temperatur zuschlägt....

usw.
Volkommen richtig, vor allem wenn man sich vor Augen hält was bereits kleinste Justageprobleme mit dem Strehl so einer f/3 Optik machen sollte klar werden wie unsinnig es ist sich hier über ein paar Strehlpunkte mehr oder weniger beim HS zu streiten.

Das entscheidende ist hier die Mechanik um eine ordentliche Justage zu gewährleisten.
Wenn die stimmt dann erhält man auch mit einer f/3 Fotooptik mit Strehl 0,5 HS perfekte Bilder.
Leider ist sowas angesichts der vorherrschenden Strehfixiertheit schwierig glaubhaft rüberzubringen

Der beste Test für Fotooptiken ist es schlicht Bilder damit zu machen.
Auch ein Sterntest bei Übervergößerrung bietet für so schnelle Fotooptiken kein wirklich fassbares Kriterium.
Da müsste man den schon so bei etwa AP6mm machen,dann bekommt man in etwa einen Eindruck davon wie die Sterne bei f/3 von üblichen CCDs dargestellt werden.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd, Hallo Martin,

jawolle, das ist korrekt - Fotos sind der beste Beweis. Ich habe ja schon den 10" F3 gebaut und auf der AME ausgestellt. Ich denke, den "kurzen" werde ich mal mit ein paar Photonen füttern. Und die Mechanik ... es ist echt extrem, wenn da der Fangspiegel nicht 1000% genau justiert ist, bekommst sofort einen Asti rein - Mechanik kommt daher bei denen nur aus Deutschland.

Die F3 Serie ist eine Konzession an den Trend, CCD Kameras mit immer kleineren Pixeln anzubieten. Momentan sind wir schon bei 4µm und darunter. Ich persönlich sehe hier einen Trend zu immer höher auflösenden Sensoren, denn damit kann man die Objektive immer kurzbrennweitiger halten und dies so in noch kleinere Kameras oder Handys unterbringen. Ich glaube nicht, daß sich große Sensoren durchsetzen, die Industrie geht eher auf kleine Sensoren mit immer kleineren Pixel...

Und nun sind wir genau beim Kernproblem:

Der Fangspiegelgröße:

Einen F3 Newton (oder effektiv mit dem WYNNE Korrektor F2,85) für ein großes Feld zu bauen ist zwar möglich aber man bezahlt dieses extreme System mit einer großen Abschattung. Gut, ASA aber auch Officina Stellare mit dem 8" VELOCE haben das auch aber ich bin halt nicht ein Freund davon.

Deshalb werde ich diese schnellen Systeme in 2 Varianten anbieten. 1x mit dem Starlight Feather Touch Auszug (extrem kurzbauend) oder für die Leute die doch ein bisserl sparen wollen, mit dem Baader Steeltrack und Verschraubung und 1x mit dem 3" JMI Auszug , für die Leute, die auf größere Ausleuchtung gehen wollen, mit dem ASA 3" WYNNE oder auch mit unserem 2,5" WYNNE, wenn er kommt.

Aber diese Leute müssen halt wissen, daß das Teleskop mit einer Abschattung von ca. 40-45% kommen wird. Das braucht auf jeden Fall immer individuelle Beratung.

Deshalb habe ich noch keine Präsentation im Shop gemacht, ich tue mir schwer, so etwas "von der Stange" als standardisiertes Teil anzubieten. Aber klaro ... wer Interesse hat und mit mir da etwas "in die Tiefe gehen möchte" ... immer gerne !

wr@teleskop-service.de

Und nochmal ... Vielen lieben Dank für Eure Beiträge ..

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

im großen ganzen kann ich diesen Trend nachvollziehen. Optiken werden scheinbar dadurch leichter. Aber sind sie einfacher zu bedienen?
Mit Sicherheit nicht und Du sellst selbst fest, daß die Anforderungen an die Mechanik steigen.

Der Trend hat ein unteres Limit und das ist die Spotsize der Optik. Und wenn Du aufmerksam die ASA-Unterlagen studiert hast, wirst Du sehen, daß dieses Limit bei F/3 schon ereicht ist. Kleiner brauchen die Pixel einer CCD unter diesem Aspekt nicht werden. Und: Zwischen D250 und D300 ist kein so großer Unterschied.

Es wird aber m. E. in den nächsten 3 Jahren och ein weiterer Trend kommen, der sehr hohe Anforderungen an die Mechanik der Teleskope stellt. Vollformatkameras werden wohl verstärkt auf den Markt kommen. Und das wird eine absolut spannende Sache.

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Wolfi,

ich bin selbst ein erklärter Fan der kurzen Spiegel und verfolge Euer Projekt mit Interesse. Ich bin sicher, dass da am Ende gute Fotos stehen werden, trotz der Probleme, die ein f/3 Spiegel nun einmal mitbringt. Visuell finde ich f/3 ebenfalls interessant, insbesondere das fokusieren geht besser als befürchtet. (Das Auge hat zum Glück einen eingebauten Mikrofokusierer ;)) und mit Naglern oder Ethos ist das Bild in Ordnung. Also da denke ich schon, dass das ein Trend ist. Vielleicht auch für kompakte Reiseteleskope? Kommt natürlich auf den Preis und die Spiegelqualität an.

Natürlich wird jeder Newton bei uns nochmal auf der opt. Bank gecheckt.
Finde ich gut diesen Ansatz!
Ich nehme an, am künstlichen Stern?
Überhaupt sollte man Optik eher nach Einsatzzweck überprüfen und die Praxis als Messlatte nehmen.

Was ich aber überhaupt nicht gut finde ist die agressive Werbung, besonders auf der englischen Orion.uk Seite. Die ganzen Zahlen passen hinten und vorn nicht zusammen, sind teilweise nicht konsistent und überzeugen mich überhaupt nicht.

Du hast Dich zu recht etwas geziert hier Zahlen zu nennen, und ich bin dafür diese ganz wegzulassen.
Vielleicht bin ich zu konservativ, aber bei Zahlen hört beim mir der Spaß auf. Sonst könnte jeder Autohändler einen 4-Zylinder als 6-Zylinder verkaufen, nur weil die Kunden ein Hörgerät tragen und erst bei einem Lanz-Bulldog wachgrüttelt werden.(Motto: Ein Schlepper kann nicht einzylindrisch genug sein ;) )

Da lob ich mir die Chinesen, die gleich gar keine Versprechungen machen und die Sache über den Preis regeln. Zusammen mit einer großzügigen Rücksendefrist kann man da kaum etwas falsch machen.
Vielleicht bei größeren Optiken so in der Art wie früher bei LOMO? Muss ja nicht gleich ein halbes Jahr sein, ihr seid ja kein Teleskop-Verleih!

Deshalb, an dieser Stelle ein Lob für Euren Service!
Freunden und Bekannten empfehle ich gerne Euren Shop. Dann geht's bei gutem Seeing zum Sterntest, das gibt die letzte Sicherheit und alle sind zufrieden. :super:

Viele Grüße
Kai
 
Hallo Kai,

vielen Dank, das ist übrigens auch für mich einer der Gründe, eine 2. Linie , parallel zu den Orion Spiegeln aufzubauen, mit Pyrex Spiegeln und parallel auch mit Zero Expanse (ähnlich Zerodur) Spiegeln.

Ich überlege mir sogar, als Alternative bei meinen eigenen TS Spiegeln,den Sternfreunden anzubieten, anstelle des Zertifikates einen Sterntest auf unserer optischen Bank (Autokollimation) zu machen.

Das wäre eine Aufnahme durch ein Ronchi Gitter (13lin pro mm) Auflösung 4-5 Balken, damit man auch was sieht

Eine Sternaufnahme Intrafokal und eine Sternaufnahme Extrafokal und eine im Fokus.

Vorteile:

-- Der Sternfreund kann durchaus mit der Ronchi Aufnahme seine eigene Auswertung machen.

-- Es ist das gesmante System involviert (Hauptspiegel, Fangspiegel und Mechanik, nicht nur der Hauptspiegel)

-- Das Bild (insbesondere des Sterns) kann jederzeit am realen Himmel überprüft werden und mit einem Ronchi Okular auch die Ronchi Abbildung.

Nur ... wir machen halt keine Lambda Aussage, wir lassen die Bilder für sich sprechen.

Ich überlege mir , dieses Angebot bei allen ONTC Newtons mit TS Hauptspiegel aufzunehmen, als Alternative. Dann können die Sternfreunde, die doch gerne eine Auswertung möchten, diese nehmen oder die Alternative.

Herzliche Grüße,

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

"-- Es ist das gesmante System involviert (Hauptspiegel, Fangspiegel und Mechanik, nicht nur der Hauptspiegel)"

Nee, isses nicht ;-)

Viele Grüße,

Gerrit
 
Hallo Wolfi,

zunächst einmal ein Dankeschön, dass Du Dich solchen Diskussionen stellst.
Anderseits ist es ja auch etwas Werbung für neue Produkte, man spürt Deine Begeisterung, und das finde ich absolut korrekt.

Wie gesagt, mir ging es nur um die Zahlen. Die wenigsten wissen, dass zB zwischen Strehl 0.97 und 0.99 nicht etwa lausige 2% liegen sondern in Bezug auf die erforderliche Oberflächengenauigkeit (RMS oder PV) schlappe 100% oder Faktor 2.
Einen Irrtum an dieser Stelle kann man nicht mehr mit "Messfehler" entschulden, das wäre als wenn man den 100m Sprint auf einer 50m Bahn austrägt. (Der Bezug zur Olympiade 2012 in London wäre aber rein zufällig :pfeif:)

Kurt tut sich zu recht schwer damit: ---> hier
Und in diesem Thread habe ich auch eine interessante Fundstelle verlinkt.
Auf jeden Fall stärkt das den Verdacht, dass mit Orion.uk irgendwas nicht stimmt, obwohl da duchaus Super-Optiken dabei sein können. Aber die Statistik des Einzelfalls kann unerbittlich sein und deshalb empfehle ich Freunden und Bekannten eher die Skywatcher Dobsons mit Pyrex Spiegel. Billiger als Orion und ich habe letztens bei so einem 10" Skywatcher einen unglaublich guten Sterntests gesehen. Die GSO Zero Expansion sind vielen schon zu teuer, so böse ist die Welt! Ich finde die allein wegen dem zerodur-artigen Rohling sind die ein Schnäppchen! (Gibt es das Material auch einzeln? Ich habe Hemmungen, einen fertigen Spiegel als Rohling zu missbrauchen :erschreck:)


Zu den Tests aus meiner Sicht ein paar Anmerkungen:
Ich überlege mir sogar, als Alternative bei meinen eigenen TS Spiegeln,den Sternfreunden anzubieten, anstelle des Zertifikates einen Sterntest auf unserer optischen Bank (Autokollimation) zu machen.
Ich denke es reicht das selbst zu tun. Ein Sterntest, visuell(!) mit hoher Vergrößerung und im doppelten Durchgang stellt sicher, dass so ein Teleskop am Himmel (im einfachen Durchgang und unter Seeingeinfluss!) nicht enttäuscht.
Das wäre eine Aufnahme durch ein Ronchi Gitter (13lin pro mm) Auflösung 4-5 Balken...
Ich halte absolut nichts vom Ronchi Test weil der äusserst schwer zu interpretieren ist. Man kann damit Alles und Nichts beweisen.

Ich erinnere mich noch gut an die Alluna Protokolle, da ist Ronchi gegen einen Planspiegel drauf und das Interferogramm (teilweise synthetisch!) im einfachen Durchgang und per Kompensation. Also wenn ich einen großen Planspiegel habe, dann mache ich doch vorrangig die Interferogramme dagegen. Das ist wirklich ---> ein Witz!
Der Sternfreund kann durchaus mit der Ronchi Aufnahme seine eigene Auswertung machen.
Nein, das ist unmöglich. Eine Zahl bekommt man nur mit einem (oder mehreren!) Interferogrammen ran. Mit all den geschilderten Problemen von Zahlen. Aufwendig ist es ausserdem noch.

Also ich würde ein vorwiegend visuell genutztes Teleskop auch visuell am künstlichen Stern bei Übervergrößerung gegen den Planspiegel untersuchen. (Fotos vom Stern sind recht schwierig so hinzubekommen, dass sie auch etwas aussagen)

Und bei einer Fotokanone, entsprechend dem Thread-Titel, können schöne Fotos des echten Sternhimmel durchaus die beste Werbung sein. Ich freue mich jedenfalls drauf :super:

Viele Grüße
Kai



 
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Hallo Kai,

ich habe einen GSO LowExpansion Spiegel. Kurt hat das Teil interferometrisch getestet.
Der Spiegel ist, wie der zweite mitgelieferte Spiegel den Kurt
dann für sich selbst gekauft hat, sehr gut.
Der Strehlwert von 0,986 bei 632,8nm wird dann nach Umrechnung
auf 550nm zum Strehl von 0,982.
Ich würde bei größeren Spiegeln auch gerne auf dieses Substrat setzen.
Wenn GSO auch 12" , 12,5" oder 14" LowEpansion Spiegel fertigen würde
wäre ich garantiert einer der ersten Käufer.

Was Test betrifft:
Ich halte ebenfalls nichts von Ronchitests und schon gar nichts
von interferometrischen Tests mit Kompensationsoptik.
Dann verlasse ich mich schon lieber auf den guten alten Sterntest.

Wer Zahlen haben möchte braucht den richtig durchgeführten
und richtig ausgewerteten interferometrischen Test.

Das Zygo-Interferometer des Herstellers als Testgerät wäre
mir persönlich weit lieber als das Interferometers eines Testers
der bei der Auswertung des Interferogrammes dann nicht
alle relevanten Zernikes berücksichtigt.

Natürlich weis ich daß man auch mit einem Zygo
manipulieren kann.
Ob aber ein Hersteller so etwas riskieren will?

Viele Grüße, Karsten
 
Hallo zusammen,

Kai hat recht, warum soll ein F3 Newton nur für Fotografie interessant sein? Wenn die optischen und mechanischen Parameter stimmen kann ein solches Gerät durchaus auch visuell überzeugen. Dass dies funktioniert beweisen die oben erwähnten kurzbauenden Newtonteleskope made in USA mit Spiegeln von Lockwood oder Kennedy. Ich würde gerne ein solches Gerät wie es Wolfi anbietet live am Sternenhimmel erleben.

Viele Grüße
Werner





 
Hallo Freunde,

ja, in diesen Newtons schlägt mein Herzblut - und deshalb ist es für mich wichtig, die TS Carbon Newton wirklich nicht nur für die reinen Astrofotografen interessant zu machen.

Ich bin dabei, meinen Shop auf das "modulare System" umzustellen, dass sich die Sternfreunde die wichtigen Komponenten auch selbst aussuchen können (Okularauszug - Hauptspiegel mit passender Fassung, Interfero Test oder nicht..) und ... ich möchte unbedingt bei meinen Teleskopen nicht nur auf die Hauptspiegel von Orion setzen.

Kai, Karsten - vielen Dank für Euren Tipp wegen dem Ronchi Test - Ihr wisst, ich bin sowieso jemand , der sagt, die Sterne am Himmel sind keine Streifen, sondern Punkte...

Ich werde deshalb künftig bei meinen Carbon Newtons immer einen Sterntest mit einer extra- und intrafokaler Aufnahme beilegen die durch das fertige Fernrohr auf userer opt. Bank gemacht wurde, egal ob es ein Orion Spiegel mit deren Zertifikat ist oder ob es ein TS oder GSO Spiegel ist.

Damit gebe ich den Sternfreunden ein vom Interfero Test unabhängiges Foto an die Hand. Mit dabei wird eine Erklärung sein, was so ein extra- und intrafokales Sternbild aussagt.

Bei den Spiegeln von TS werde ich sogar die Möglichkeit anbieten, auf das Zertifikat ganz zu verzichten, der Sterntest ist aber immer dabei.


Und sicher, warum soll ein so schneller Newton nicht für visuell sein aber man braucht halt die geeigneten Okulare, die mit so einem schnellen System umgehen können...

Klaro, gerne stelle ich mich diesen Diskussionen obwohl ich ganz offen nicht der Optik-Test Spezialist bin, da stehe ich ganz offen dazu. Ich kann aber am direkten Sterntest am realen Stern oder auf der opt. Bank recht gut ein gesamtes Teleskop bewerten und finde da auch meist den Fehler raus. Ich habe es aber bis heute, nach fast 40 Jahren Hobbyastronomie (hab schon mit 8 Jahren angefangen) nicht geschafft, direkt ein Strehl Interferogramm Testergebnis am Himmel umzusetzen....

Ich danke Euch wirklich sehr für Eure Beiträge und Ihr könnt sicher sein, das alles wird bei mir auf fruchtbaren Boden fallen!

Viele Grüße und natürlich viele schöne klare Nächte...

Wolfi
 
Hallo Sternfreunde,

ein wichtiges Upgrade, welches wir demnächst im Shop haben werden ... ein Tool, welches Euch die Möglichkeit gibt, den Newton relativ frei zu konfigurieren:

Bei gegebenen Spiegel

-- Okularauszug
-- Tubusfarbe
-- Bei Orion Spiegel - Lambda Wert
-- Korrektor für Astrofotografie wenn gewünscht

natürlich werden wir drüberschauen und alles gegenchecken und der Konfigurator wird nicht die persönliche Beratung und Mailkontakt ersetzen aber er wird unterstützen.

Ich hoffe, das Tool in den kommenden Wochen installiert zu haben, dann werden wir mit unseren Carbon Newtons den nächsten Schritt machen. Ich hab da noch sehr viele Ideen...

Viele Grüße

Wolfi
 
Hallo, ich will eure Begeisterung nicht schmälern, aber welchen realen Sinn hat das Steigern des Öffnungsverhältnisses über 1:4?

Ist das ein Spiel zum Ausloten des Machbaren oder steckt etwas anderes dahinter?

Tom
 
Hallo Tom,

nun, diese Frage müsstest Du auch an ASA oder an Officina Stellare stellen oder auch an die Hersteller von Kameraobjektiven, die Objektive ab f1 .. anbieten.

Die Steigerung der Lichtstärke macht schon Sinn.

Ich kann auch aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, ich kenne den Unterschied zwischen F7, F5 und F3,5 und kenne viele Sternfreude, die mit noch schnelleren Systemen arbeiten und man bekommt bei gleicher Belichtungszeit (Summe aller Integrationen) einfach mehr Objektinfo drauf.

Ich bin mittlerweile bei f3,5 bei über 5 Stunden gesamte Integrationszeit und sehe oft, daß selbst das nicht ausreicht. Manche Astrofotografen belichten noch deutlich länger und das sieht man auch.

Dein Argument ist aber korrekt für visuelle Verwendung, da würde ich selber auch nicht auf eine extrem schnelle Optik gehen, sondern eher das moderate F5 bevorzugen.

herzliche Grüße

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

ich hatte ja auf der AME Gelegenheit mit Dir am 10"F3 zu diskutieren und bin total begeistert. Nachdem seit diesem Wochenende mein Wakeboardboot verkauft ist und damit wieder mehr Bares in der Kasse ist, wird es statt dem 10"F3 nun doch der 12"F3 werden. Allerdings werde ich meinen motorisierten 2,5" Newton-Moonlight OAZ adaptieren wollen. Dazu würde dann Euer 2,5" TS-Wynne Korrektor passen. Wie ist denn dessen Performance bzgl. F3 und ab wann wäre der dann erhältlich? Den 2" x0,75 ASA Reducer habe ich bereits und würde diesen dann auch zum Einsatz bringen, dann wäre ich bei F2.25. Damit geht es dann auf Quasar-Jagd!

Auf Dein Konfigurationstool warte ich dann schon!


@Tom:
Ich fotografiere zur Zeit meist Schmalband mit West Zeiss 180/2,8 @2.8 und 50/1,4 @2.8 Einzelframes á 20min. Das wären 40min Einzelframes @4.0 oder 80min Einzelframes @5.6
Bei gleicher zur Verfügung stehenden Belichtungszeit bekomme ich bei 2.8 (entspricht dann dem F3 Newton mit Wynne-Korrektor) eine wesentlich bessere Tiefe. Daher kann ich Wolfi voll und ganz recht geben. (Zudem bekomme ich endlich einen 12"Newton auf meine G42, da mein Balkon sehr klein ist und ein F4 nicht mehr passt der ist dann halt ca. 30cm länger).
 
Hallo Zuben,

Klaus (das ist mein Shop-Oberguru) hat das Tool sogar schon fertig, dieses Wochenende werde ich es testen.

Parallel versuche ich heute dazu zu kommen, einen 12" F3 und einen 10" F3 zusammen zu stellen, die Einzelkomponenten sind schon da.

Diese F3 werden mit einer Sandwich Bauweise gemacht. Ich werde gerne den 12" nicht mit dem JMI, sondern mit dem 2,5" Moonlite machen .. sende mir einfach ein Mail, dann kann ich Dich direkt am Laufenden halten.

Zum 2,5" WYNNE, die Testaufnahmen, die ich gesehen habe, sind sehr vielversprechend (mit F4) aber das Ding braucht leider, wie andere WYNNES auch , viel optischen Weg. Riccardi hat aber den Korrektor auch für Systeme ab F3 fit gemacht. Ich werde deshalb eine Hauptspiegelposition für den WYNNE, eine für den 2" Reducer/Korrektor von ASA, eine für den ASA Quattro und eine für den VIP-2010 (Nachfolger des Paracorr) vorschlagen. Alle Korrektoren würden mit dem F3 arbeiten, sogar der ASA Quattro, das haben wir gecheckt, dann würde man sehr frei in der Auswahl sein.



Ich würde sagen .. alles weitere per Mail

Herzliche Grüße

Wolfi
 
Hi Wolfi,

Wynne Corrector 2,5": Für F/3? Sicher? Das wäre ja noch schöner. Obwohl, problematisch wird dann die Ausleuchtung. Habs eben noch mal gerechnet.
Trotzdem, danke für die Info!

CS
Gerrit
 
Hi Gerrit,

smile , mir wäre ein kurbauenderer WYNNE auch lieber aber leider geht das offensichtlich nicht. Die Abstände zwischen den Linsen sind maßgeblich für die Korrektur...

Aber ... gern geschehen

Viele Grüße

Wolfi
 
Hi Volker,

nee.. .die Korrektoren sind normalerweise nicht dabei. Denn gerade das ist ja das Besondere - viele Sternfreunde haben bereits ihren Korrektor und wollen den ja weiterverwenden.

- Ich versuche heute noch im Testshop den Konfigurator zu testen.

.. aber ich wills nicht übertreiben, denn sonst werden die Leute, befürchte ich , vor lauter Alternativen noch irre. Und wenn ich noch Korrektoren dazu nehme...

Ich denke, eine saubere Beratung wird dann kein Shop der Welt ersetzen können, das ist halt eine Gratwanderung, so viel Info in den Shop zu geben, daß man einen guten Eindruck vom Angebot bekommt aber nicht zu viel, damit der Überblick nicht verloren geht.

Viele Grüße

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

Deine Newtons hören sich für die Fotographie super interessant an. Mir stellt sich jetzt allerdings die Frage eines passenden OAGs. LAcerta gibt für seinen OAG z.B. max. f4 an. Wenn das System schneller ist soll es zu Abschattungen kommen.

Welchen OAG kannst Du für ein F3 oder gar 2.85er-System empfehlen?

Viele Grüße
Cornel
 
Hallo Cornel,

warte ein bisserl zu, hab den Prototypen eines OAGs bei mir - nur 10mm und auch locker bis 10kg belastbar ...

das ist der Nachfolger unseres großen TSOAG25 ... bin nur noch nicht dazu gekommen, den zu präsentieren.

Viele Grüße

Wolfi
 
Hallo,
Ich finde es immer schön, wenn von reduzierten Belichtungszeiten geredet wird, aber der interessierte Leser (Kunde) nicht genau weiß, wie viel es denn nun konkret ausmacht. Deshalb hier mal ein Beispiel:

10 Min 00 Sek bei F7 sind:
7 Min 20 Sek bei F6
5 Min 06 Sek bei F5
3 Min 15 Sek bei F4
1 Min 39 Sek bei F2,85

Oder anders ausgedrückt: Bei gleicher Belichtungszeit lassen sich mit F2,85 etwa doppelt so viele Photonen einsammeln, wie mit F4.

@Wolfi: meinen Belichtungszeitrecher (Excel) müsstet Ihr bei TS eigentlich auf den Rechnern haben.

Viele Grüße
Christoph
 
Hi Christoph,

super Beispiel, ...

Ich erlebe es auch bei meinen Aufnahmen immer wieder, wie schön es ist, von Haus aus eine gute Deckung zu haben und nicht erst den Kontrast hochquälen zu müssen ...

Herzliche Grüße

'Wolfi

 
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