Ich hatte ja hier schon mal drauf verwiesen sich auch mal mit anderen Programmen zu beschäftigen.
http://forum.astronomie.de/phpapps/...029/Re_Unabhangige_Selbstkontrolle#Post928029
Die Demo von AtmosFringe sollte man sich mal runterladen.
http://www.astro-physics.com/products/accessories/software/atmos/atmosfringe.htm
Leider machen das Leute die hier gerne belehren wollen trotz des damaligen gutgemeinten Hinweises nicht.
Na ja vielleicht ringen Sie sich doch mal dazu durch, das würde zukünftige Peinlichkeiten bezüglich des Lesens solcher Auswertungen ersparen und man würde auch nicht der Schnapsidee verfallen das die Output Wellenlänge grundsätzlich immer mit jedem Programm und in jeder Auswertung 550nm beträgt.
Wer das behauptet erzählt schlicht Blödsinn.
Hier sollte man auch mal Seinen Blickwinkel etwas erweitern und erkennen das die Visuelle Anwendung nur ein Bereich von vielen in der Optik ist.
Und speziell Amateurteleskope sind sogar nur eine kleine recht unbedeutende Nische im weiten Feld der Optik.
Es gibt in Wissenschaft und Technik vielfältige Einsatzmöglichkeiten optischer Komponenten welche in den unterschiedlichsten Spektralbereichen zum Einsatz kommen.
Sich hier Prinzipiell beim Strehl auf 550nm festzulegen wäre völliger Unsinn.
Wenn das bei OpenFringe so gemacht wurde dann nur deshalb weil dieses Programm in erster Linie für Amateure und hier speziell die Spiegelschleifer geschrieben wurde.
Speziell Dafür macht das in der Tat auch Sinn.
Aber selbst hier könnten für Spezialgebiete auch andere Output Wellenlängen interessant sein.
Ein Zygo zb. hat einen ganz anderen Anspruch und ein wesentlich breiteres Einsatzspektrum.
Daher legt man sich hier bei der Output Wellenlänge auch nicht stur auf 550nm fest.
Aber zurück zu PV, RMS und Strehl
Nur wenn PV und RMS in Nanometer und nicht in Wellenlänge angegeben werden spielt die Wellenlänge keine Rolle.
Srtrehlangaben sind generell immer von der Wellenlänge Abhängig, selbstverständlich auch bei Optiken ohne Gaußfehler also Spiegeloptiken!
Sie können bei solchen Optiken aber Problemlos in jede beliebige Wellenlänge umgerechnet werden.
So wie es auch OpenFringe macht indem es immer auf 550nm umrechnet oder wie es AtmosFringe für eine frei wählbare Output Wellenlänge macht.
Das lässt sich aber auch von Hand Simpel über den RMS in Lambda erledigen der dann wieder in Strehl umgerechnet wird.
Ein Spiegel mit einem RMS von 20 Nanometern
hat bei der Wellenlänge 632,8nm einen RMS von 20/632,8 = 1/31,64 Lambda was einem Strehl von 0,961 entspricht.
Bei 532nm Wellenlänge hat der gleiche Spiegel mit den 20nm RMS einen RMS in Lambda von 20/532 = 1/26,6 Lambda was einem Strehl von 0,946 entspricht.
Bei Optiken mit Gaußfehler also jene mit Wellenlängenabhängiger sphärischer Korrektur kann man diese Rechnung selbstverständlich nicht machen.
Hier muss Input und Output Wellenlänge identisch sein da sich die Sphärische Korrektur für von der Messwellenlänge abweichende Wellenlängen nicht bekannt ist.
Das sollte sich aber Jedem mit simpler Logik von selbst erschließen.
Auch ohne belehrende Erklärung.
Grüße Gerd