ZWO ASI 294MC Pro oder 533MC Pro?

Micha_Zet

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Hiho,
ich plane gerade meine nächsten Anschaffungen und würde gern dedizierte Astrocams mit in meine Planung aufnehmen. Im Moment schwanke ich zwischen beiden oben genannten Kameras. Hab nun diverse YT Videos angeschaut, aber schlauer bin ich auch nicht.

Mein Setup ist ja in meiner Signatur angegeben. Ggfs würde ich mir mittelfristig noch einen Refraktor (480mm) zulegen.

Gefühlt sind, wenn ich bezüglich arc seconds per pixel rechne beide ganz leicht im under-sampling bei gutem Seeing.

Vom Format und den werten würde ich eher zur 294 tendieren. Dafür gibt es be der 533 kein Ampglow.
Fragen über Fragen.

Was sagt ihr?
 
Ich habe auch vor dieser Wahl gestanden und mich für die 533 entschieden (aber am 200PDS). Allerdings in der Omegon-Version. Der Ampglow hat den Ausschlag gegeben. Klar kann man den Ampglow herausrechnen lassen, aber....

Die vom Ampglow aufgehellten Bereiche des Bildes haben halt eine geringere Full-Well-Kapazität (klar, weil ja der Ampglow praktisch wie ein Offset wirkt). Wenn man als ein Bild "richtig" ausbelichtet, verliert man im Bereich des Ampglow immer etwas von den "Fähigkeiten" des Sensors. Bei 14 Bit Auflösung hat man ja 16384 unterschiedliche Helligkeitsstufen. Wenn da nun (übertrieben) 6000 ADU Ampglow irgendwo sind bleiben halt nur 10384 ADUs für das "Nutzsignal" übrig. Ganz so schlimm ist es in der Praxis zwar nicht, aber trotzdem;-) Warum eine Kamera mit Bildfehlern kaufen wenn es auch eine ohne Bildfehler gibt?

Ich bin auch davon überzeugt das ich mit der 533 ohne Darks auskomme - das macht die Bearbeitung halt spürbar einfacher und schneller.

Ciao, Udo

BTW: Das Du mit den Kameras und 750 mm Brennweite im Undersampling landest wird kaum vorkommen... Soooo gut ist das Seeing praktisch nie. Du bist im Bereich 1" Auflösung (nach Debayering eher im Bereich 1,2"). Seeing besser als 1,5" ist wirklich selten.
 
Hi Micha!

Ich stand vor kurzem vor der gleichen Wahl und habe mich letztendlich für die 533 entschieden.
Ausschlaggebend für meine Entscheidung waren das geringere Rauschen und der quadratische Sensor, der eine gleichmäßigere Ausleuchtung zur optischen Achse erlaubt, sowie das ZeroAmpGlow. Da ich nur gelegentlich fotografiere, ist das eine wesentliche Erleichterung.

Beste Grüße,
Martin
 
Hallo, Michael,
ich hatte beide Kameras. Ja, bei der 533 ist sehr angenehm, daß es kein Verstärkerglühen gibt. Darks würde ich aber immer machen, denn auch leichte Verbesserungen sind Verbesserungen.
Bei der 294 mag ein (kleiner) Teil der FWC aufgefressen werden – dafür ist die aber auch ein ganzes Stück höher als bei der 533. Ganz nebenbei kann man zur Not bei der 294 das Bild stärker beschneiden, um den kritischsten Teil des Bildes zu entfernen und hat dann immer noch mehr Fläche übrig als bei der 533. Ich habe aber nie die Notwendigkeit gesehen, so etwas zu machen.
Fazit: Beide Kameras passen zu Deinem Teleskop, bei der 294 sehe ich aber mehr Möglichkeiten.
Bei beiden würde ich unbedingt die Tauschutzheizung installieren.

Viele Grüße

Markus
 
Hallo Micha,

ich habe die ASI294MC ungekühlt im EAA Einsatz an einem Skywatcher 130 PDS (650mm f/5) und einem Skywatcher 200 PDS (1000mm f/5) und bin mit der Kamera rund um zufrieden.


NGC3184 mit mag 12,9 nicht gerade die hellste Kerze am Baum. Skywatcher 200 PDS, Total time: 9368s | Frames: 2342 | 4s | Gain: 400
NGC3184_ALL_V4_Stack_2342frames_9368s_WithDisplayStretch.jpg



hier Skywatcher 130 PDS - Rosetten Nebel - Total time: 5424 s | Frames: 678| 8s | Gain: 400
RosetteNebula_all_Stack_678frames_5424s_WithDisplayStretch.jpg



Die ASI 294MC hat 4,63 µm Pixel, die ASI 533MC hat 3,76 µm Pixel und hat dadurch auf ein Objekt um/hochgerechnet schlicht weg mehr Auflösung/Pixel je Objekt.

Pest und Cholera zugleich!

Beim NGC 3184 (kleines Feuerrad) mit 200PDS

hast Du mit der ASI 294MC rechnerisch 303 x 282 Pixel und mit der ASI583MC 584 x 544 Pixel. Wäre also klar GO for 533

Beim Rosetten Nebel mit 130PDS

hast Du mit der ASI 294MC rechnerisch 3271 x 2453 Pixel und mit der ASI583MC 4028 x 3021 Pixel. Wäre also klar GO for 294er denn mit 3008x3008 Pixel ist der Rosetten Nebel zu groß oder die Kamera zu klein. Für die ASI294MC mit 4144 x 2822 Pixel geht es sich aus, wenn bei mir nicht die Bildfelddrehung wegen AZ-Modus wäre.... :rolleyes:

Beide Kameras haben 14 Bit, die 533er kein Amp Glow hat aber mit 50.000e deutlich weniger Fullwell als die 294er mit 63.7000e. :unsure:

Mir war am Ende das größere Feld wegen den 4,63 µm Pixel und der höhere Fullwell bei der 294er wichtig. Und ich habe es bis jetzt nicht bereut.

Aber wenn mein Budget Koffer wieder mal voll ist, wird es die ASI2600MC werden, 6248x4176 Pixel mit 3,76µm, Fullwell 50.000e und vor allem 16 Bit. Dann ist der Rosetten Nebel aber so was von komplett mit dem Skywatcher 130 PDS, auch mit Bildfelddrehung!
Oder es wird vielleicht statt der ZWO ASI2600MC doch die QHY268, gleicher Sensor, höherer Fullwell Modus einstellbar aber kein USB-HUB! o_O

MünchenBeiNacht - Ewald
 
Ich stelle mal jeweils ein Dark und ein Light bereit um sich das Ampglow (rechts oben) bei meiner ASI294MC anzuschauen. Der Fehler wird generell herausgerechnet, so dass er nicht mehr zu sehen ist. Ich arbeite immer mit Gain 0 bzw. 121, dies ergibt sich aus der unten angefügten Tabelle vom Sensortest.
Gain 121, Offset 30, 60s
 

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Das mit der Full-Well-Kapazität war vielleicht etwas ungeschickt ausgedrückt... Bei 14 Bit Auflösung nutzt man ja normalerweise weder die 50.000 noch die 65000 Full-Well wirklich aus, weil man das nur bei Gain 0 erreichen kann und eigentlich keinen wirklichen Vorteil davon hat. Meist wird man ja im Gain-Bereich um den Unity-Gain arbeiten - und da haben dann beide Kameras 16384 Full-Well. Im Bereich des Amp-Glow geht davon dann halt der ADU des Amp-Glows ab bzw. Sterne etc. geraten etwas früher in die Sättigung weil der Amp-Glow als Quasi-Offset auf das gemessene ADU-Signal drauf kommt.

In der Praxis spielt das aber wohl kaum eine große Rolle - dazu ist der Ampglow zu klein.

Meine Omegon 533 verhält sich so "perfekt" das ich eigentlich sogar ohne Bias und ohne Darks arbeiten könnte. Nur Lights und Flats reichen für sehr erstaunliche Ergebnisse. Es gibt nur ein sehr, sehr geringes Banding bzw. eine Art "Walking Pattern" - aber insgesamt auf extrem niedrigem Niveau.

Falls es mal auf Mond oder Planeten geht ist man mit der 533 bei 750 mm Brennweite auch minimal besser aufgestellt wegen der kleineren Pixelgröße.

Man kann mit der 533 auch super einfach mal EAA ausprobieren - da spielt sie ihre Stärken (wie eben das fehlende Amp-Glow) schon aus. Das Ausleserauschen ist bei der 533 auch (je nach Einstellung) etwas geringer als bei der 294. Nettes Spielzeug halt. Mir fehlt zum Glück nur noch der Antlia Alp-T....

Ich denke das meine nächste Kamera aber wohl trotzdem eine Mono mit größerem Sensor sein wird - einfach weil ich mir davon nochmal einen Qualitätssprung erhoffe wenn ich H-Alpha, OIII und SII getrennt aufnehmen kann. Aber das hat noch Zeit (und braucht noch eine längere Ansparphase). Man muss halt Kompromisse eingehen - Alles auf Einmal sprengt halt das Budget sehr leicht....

Ciao, Udo
 
Ich stelle mal jeweils ein Dark und ein Light bereit um sich das Ampglow (rechts oben) bei meiner ASI294MC anzuschauen. Der Fehler wird generell herausgerechnet, so dass er nicht mehr zu sehen ist. Ich arbeite immer mit Gain 0 bzw. 121, dies ergibt sich aus der unten angefügten Tabelle vom Sensortest.
Gain 121, Offset 30, 60s
Wie hoch ist denn der Amp-Glow maximal tatsächlich in ADU? Würde mich mal interessieren - dazu habe ich nämlich nix im Netz gefunden *g*

Ciao, Udo

P.S:: Die Quanteneffizienz ist bei der 533 etwas höher als bei der 294. Die 533 ist also etwas lichtempfindlicher. Ist auch kein Nachteil. Der Sensor ist halt nochmal etwas "moderner" als bei der 294.
 
Zur QE/Empfindlichkeit: Ich weiß nicht, wie die Zahlen ermittelt werden (gewürfelt, geschätzt, mittels Orakelbefragung), aber die 294 war meine bisher (im positiven Sinne) zweitempfindlichste Kamera (nur übertroffen von der 183) und damit vor der 533 und der aktuell montierten 2600.
 
Der Verlust an dynamikumfang ist beim ampglow egal. Das Signal kann man mit Darks entfernen. Es bleibt allerdings das rauschen das durch den ampglow und das dark induziert wird.

Ich habe die 533 schon lange. Das quadratische Feld empfinde ich eher als Vorteil. Es ist halt relativ klein, bei 480mm passt aber das meiste gut kein. Durch die kleinen Pixel hat man nicht so viele Photonen aber eine ordentliche Auflösung. Auch bei der kurzen Brennweite.

Darks habe ich mal gemacht mal nicht. Wenn man dithert sieht man keinen Unterschied. Im Prinzip braucht man nicht mal die Kühlung. Das Dark bleibt immer komplett flach. Auch bei hohen Temperaturen.

Zu bemängeln habe ich nur die vielen hotpixel die sich mittlerweile gebildet haben und dass sich beim kühlen mittlerweile Eiskristalle am Schutzglas bilden. Die gehen aber nach einer halben Stunde wieder weg.
 
Der Sensor von der 294 soll etwas speziell und die Bilder deutlich schwerer zu kalibrieren sein.

Viele Leute berichten, insbesondere beim Gebrauch von dualen Schmalbandfiltern, von seltsamen Mustern auf dem Bild.
Die Muster sollen sich allerdings mit den richtigen Flats entfernen lassen.
Weil der Sensor wohl Probleme mit sehr kurzen Belichtungszeiten hat, sollen die Flats 3-5s belichtet und keine Biases sondern Dark-Flats benutzt werden.
Bei 3-5s Belichtungszeit wird es aber schon schwierig die Flats nicht zu überbelichten.
Ich bekomme das mit meiner dimmbaren Flatfieldmaske jedenfalls nicht einfach so hin.

Das Verstärkerglühen bekommst du durch die Darks zwar weg, verlierst aber trotzdem an Dynamic Range.

Ich habe viele tolle Bilder gesehen, die mit der 294 gemacht wurden aber habe mich aufgrund der Masse an Beiträgen zu genau dieser Problematik gegen die Kamera entschieden. Jetzt überlege ich die 533 zu kaufen oder auf eine passendere Kamera von ZWO in dem Preissegment zu warten.

Der einzige Grund gegen die 533 ist bei mir eigentlich das geringe FOV bei 1m Brennweite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer Angst vor AmpGlow hat, ist entweder zu faul oder nicht ehrgeizig genug um vernünftige KalibrierungsDaten anzufertigen.

Ein Problem ist AmpGlow jedenfalls nicht.
Am Rand hat man auch selten solch wichtige Details…

Ich würde die 294 nehmen aus bereits genannten Gründen; Sensorgrösse und Form. Wenns nicht die ZWO sein muss, ist die QHY interessant. Die soll wohl, wie die Mono, auch im bin1/bin2 Mode funktionieren. Dann hättest du für Widefields mit kleiner Brennweite 40 MPixel mit 2.3mü Pixeln. Nachzulesen bei Baader in der Produktbeschreibung der 294MC Pro.
 
Hier werden echt Probleme herbeigeredet. Nehmen wir die ASI1600MM. Wenn ich mich nicht irre, arbeitet die mit 12 Bit, hat eine lächerliche Quanteneffizienz und dazu Verstärkerglühen – und ist die Kamera, mit der Leute wie zum Beispiel Marcel Drechsler sagenhafte Fotos gemacht haben.
Man muß sich das Leben natürlich nicht mit schlechter Ausrüstung künstlich schwer machen – aber auch nicht mit Problemen, die keine sind.
 
Noch ein Nachtrag zu den Flats: Zwei bis drei Sekunden sind ausreichend, die sind mir sogar am RASA gelungen (mit einem Billig-Leuchttisch und ein paar Blatt Papier). Schmalbandfilter funktionieren auch gut, lediglich zu Dualbandfiltern kann ich nichts sagen.
 
Hier werden echt Probleme herbeigeredet. Nehmen wir die ASI1600MM. Wenn ich mich nicht irre, arbeitet die mit 12 Bit, hat eine lächerliche Quanteneffizienz und dazu Verstärkerglühen – und ist die Kamera, mit der Leute wie zum Beispiel Marcel Drechsler sagenhafte Fotos gemacht haben.
Man muß sich das Leben natürlich nicht mit schlechter Ausrüstung künstlich schwer machen – aber auch nicht mit Problemen, die keine sind.
Naja... dafür, dass das keine Probleme sind, gibt es dazu ganz schön viele Beiträge in diversen Foren.
Wäre doch ziemlich blöd für ihn, wenn er viel Geld für eine Kamera ausgibt aber hinterher doch nur zu seiner DSLR greift, weil die Bilder sich nicht richtig oder nur schwer kalibrieren lassen.

Ich finde den Hinweis auf das Verhalten des Sensors an dieser Stelle wichtig!

Noch ein Nachtrag zu den Flats: Zwei bis drei Sekunden sind ausreichend, die sind mir sogar am RASA gelungen (mit einem Billig-Leuchttisch und ein paar Blatt Papier). Schmalbandfilter funktionieren auch gut, lediglich zu Dualbandfiltern kann ich nichts sagen.
Das soll wohl im H-Alpha-Bereich am stärksten auftreten.

Ich habe eine dimmbare Flatfieldmaske von Lacerta und habe mal probiert ein paar Flats zu erstellen.
Selbst auf der niedrigsten Helligkeit und 8 Lagen weißes T-Shirt war ich immernoch bei einer Belichtungszeit <1s.
Die Flatfieldmaske habe ich mir aber eigentlich gekauft, damit ich eben nichtmehr mit T-Shirt oder Papier rumhampeln muss.
 
Ich klinke mich mal hier ein:

Der Sensor von der 294 soll etwas speziell und die Bilder deutlich schwerer zu kalibrieren sein.

Daran ist eigentlich nichts schwer, man muss nur bei DS konsequent das volle state-of-the-art Korrekturprogramm mit Flats, Darks und Bias fahren und bei der Aufnahme dithern. Das ist vielleicht keine dezidierte EAA / Anfaengerkamera, sondern da muss man halt von Anfang an eine klare Furche ackern. Macht man das, dann liefert der Sensor i.d.T. super Bilder ab.
Macht man das nicht, naja, dann stellt sich die Frage, warum will man dann eigentlich ueberhaupt auf eine gekuehlte Kamera umsteigen? :cool:
Was wirklich beim IMX294 etwas besser sein koennte ist das "Banding", aber wie Forist Dunkle Energie schon schreibt, dafuer bekommt man eine wirklich bemerkenswerte Empfindlichkeit und mit Dithering ist das weg.

Viele Leute berichten, insbesondere beim Gebrauch von dualen Schmalbandfiltern, von seltsamen Mustern auf dem Bild.
Was unter anderem aber auch daran liegt, das die Schmalbandfilter immer schmaler werden und sich bei BLI-Sensoren dann im Substrat Newtonringe bilden koennen, gerade im nahen IR. Dass kann man u.a. auch dadurch umgehen, auf diese Sensoren nicht unbedingt ganz so schmalbandige Filter loszulassen (<7nm, usw ...). Wer's uebertreibt, der macht halt irgendwann ungewollte monochromatische Interferenzexperimente und richtig die sieht man dann und schimpft.

Weil der Sensor wohl Probleme mit sehr kurzen Belichtungszeiten hat, sollen die Flats 3-5s belichtet und keine Biases sondern Dark-Flats benutzt werden.
"Der Sensor"?
Naja, Ich mache mit der QHY294 Kamera z.B. regelmaessig hochaufloesende Mondaufnahmen um den Abend abzurunden (z.B. im 40 Mpix Mode, bei rund 1,5m Brennweite ideal) mit <10ms Belichtungszeit:

20220508-Night2_lapl5_ap16158_Drizzle15_sharp.jpg

Ich will da nicht verallgemeinern (andere Kamerahersteller, andere Elektronik hinter dem Chip...), aber das klappt bei mir wie geschnitten Brot und es gibt da keinerlei Probleme mit dem Sensor. Obiges Bild ist eines von 500 (was als Stichprobe wohl reichen duerfte). Das Seeing variiert natuerlich, aber Ausleseartefakte hat da keines.

Bei 3-5s Belichtungszeit wird es aber schon schwierig die Flats nicht zu überbelichten.
Ich bekomme das mit meiner dimmbaren Flatfieldmaske jedenfalls nicht einfach so hin.
Wie gesagt, was auch immer daran diese ominoesen Probleme mit kurzen Belichtungszeiten sein sollen (?) es liegt meiner Erfahrung nach nicht am Sensor. Ich mache Flats an einem Lacerta-Pannel im Subsekundenbereich ohne jedes Drama...
Das Verstärkerglühen bekommst du durch die Darks zwar weg, verlierst aber trotzdem an Dynamic Range.
An vielen Standorten ist man eh von der Belichtungszeit hintergrundlimitiert (<30s bei 14bit) und Verstaerkergluehen hat da bzgl. des Dynamic Range eigentlich noch Null Relevanz. Wenn man NB-Filter davorspannt, naja dann hat man eher ein Signalproblem (und integriert ja daher lange) und kein DR Problem. Sicher, das Verstaerkergluehen erfordert die volle Korrektur, ist aber eigentlich in keinem Aufnahmeszenario ein wirklich limitierendes Problem.

Genaugenommen ist das einzige vorstellbare Aufnahmeszenario, wo sowas eine Limitierung bzgl des DR darstellen kann, ist wenn man mit der MC in Dualband Ha / OIII Hubble Palette NB macht und die Sterne vom NB-Bild verwenden will. Aber da muss man in Zeiten von Starnet++ und StarXterminator wirklich fragen, was soll das mit einer MC? Da belichtet man sich halt einen MC-RGB Sternenhintergrund fix dazu und gut ist ... :oops:

@Micha_Zet : Mein Rat waere dem vom Ewald aehnlich. Vergiss vielleicht mal das ganze technische Gefeilsche, sondern lass' dir mal folgendes durch den Kopf gehen. Wenn Du von der Canon EOS 550D APS-C kommst, dann wird dir der 4/3" Sensor "etwas knapper" vorkommen, aber im direkten Vergleich noch nicht klaustrophobisch. Der 1" 533 Sensor ist dagegen im direkten Vergleich mit APS-C am selben Fernrohr schon sehr eng.
Kommt halt darauf an, was Du so fotografieren magst. Fuer Galaxien geht das noch prima aber fuer DS-Gassenhauer wie die grossen Emissionsnebel ist das schon arg knapp. Wuerde Ich in Stellarium erst mal mit Sensoransicht absurfen, eventuell faellt dir da auf, dass dir mit der 533 dann fuer sowas noch eine kuerzere Brennwete fehlt...
Gruss & CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Aussage“ maximal gedimmt und noch 8 Lagen T-Shirt“ lässt ja nur einen einzigen Schluss zu: Das Kameramodell ist ein Fehldesign und Niemand auf der Grossen Weiten Welt hat es bisher geschafft mit der Kamera brauchbare Flats zu erstellen.

Dimmen reicht halt nicht bei schnellen Sytemen und breitbandigen Filtern. Ich hab noch 3 Lagen Kopierpapier dazwischen bei f5, damit es am Ende 3s werden.
 
Hi,
Vom Format und den werten würde ich eher zur 294 tendieren
Denke mal damit hast du dir schon selbst geantwortet. Nimm dir was dir zuspricht beim ersten Anlauf bei dieser Kategorie.
Deine eigenen Kriteren sind das wichtigste.

Letztes Jahr hatte ich mich für eine ASI533MC Pro entschieden, Pixelgrösse, Format, Fullwell..., Sensorgrösse(vorhandene Reducer, Teleskope...), ect...
Hatte auch mal ein gutes Auge auf die 294er, aber ich wollte die 533er.
Fazit ich habe es absolut nicht bereut für meine Sachen und kam gleich nen Duoband Filter dazu.
Ich habe ausgesorgt mit noch ner Filterschublade dazu.
Flats, Bias, Darks gehören immer dazu meiner Meinung nach.

Was ich gerade noch Suche ist ne rasante PlanetenCam mit ordentlicher IR Empfindlichkeit.
Hab da schon was im Auge...

Die ASI294MC Pro hat sehr viele Vorteile bei deinen Kombo....

Mit einem Gruß &CS,
- Martin
 
Die Aussage“ maximal gedimmt und noch 8 Lagen T-Shirt“ lässt ja nur einen einzigen Schluss zu: Das Kameramodell ist ein Fehldesign und Niemand auf der Grossen Weiten Welt hat es bisher geschafft mit der Kamera brauchbare Flats zu erstellen.

Dimmen reicht halt nicht bei schnellen Sytemen und breitbandigen Filtern. Ich hab noch 3 Lagen Kopierpapier dazwischen bei f5, damit es am Ende 3s werden.
Wieso diese Aggressivität?
Ich habe nicht behauptet, dass das Erstellen der von brauchbaren Flats bei der Kamera nicht möglich ist.
Aber es funktioniert eben nicht so ohne Weiteres, auch nicht mit einer dimmbaren Flatfieldmaske.
 
Ohje, was hab ich hier losgetreten. :D
Aber es spiegelt ja genau den Zwiespalt wieder, der eben auch sonst im Interweb vorherrscht. :)
Ich lasse mir das noch durch den Kopf gehen. Soll ja eben auch kein akuter Kauf werden, sondern eben erstmal Planung.

Zusätzlich werde ich mir mal die QHY294 anschauen. :)
 
Es sollte nicht aggressiv herüber kommen.
Das evtl. falsche Werbeversprechen deiner Flatbox hat nur nichts mit irgendeiner modernen CMOS Kamera zu tun.
Daran ändern auch 8 lagige Totschlagargumente nichts.
Ich würds nochmal mit 2-3 Lagen Papier oder einer Diffusor Folie versuchen; nichts gegen dein TShirt.
 
Daran ist eigentlich nichts schwer, man muss nur bei DS konsequent das volle state-of-the-art Korrekturprogramm mit Flats, Darks und Bias fahren und bei der Aufnahme dithern. Das ist vielleicht keine dezidierte EAA / Anfaengerkamera, sondern da muss man halt von Anfang an eine klare Furche ackern. Macht man das, dann liefert der Sensor i.d.T. super Bilder ab.
Macht man das nicht, naja, dann stellt sich die Frage, warum will man dann eigentlich ueberhaupt auf eine gekuehlte Kamera umsteigen? :cool:
Was wirklich beim IMX294 etwas besser sein koennte ist das "Banding", aber wie Forist Dunkle Energie schon schreibt, dafuer bekommt man eine wirklich bemerkenswerte Empfindlichkeit und mit Dithering ist das weg.
Ja, die Kalibrierungsbilder sollten immer erstellt werden.
Aber genau darum geht es ja... gerade die Flats scheinen nicht so einfach zu erstellen zu sein, sodass viele Leute damit Probleme haben.

Wie gesagt, was auch immer daran diese ominoesen Probleme mit kurzen Belichtungszeiten sein sollen (?) es liegt meiner Erfahrung nach nicht am Sensor. Ich mache Flats an einem Lacerta-Pannel im Subsekundenbereich ohne jedes Drama...
ZWO selber redet in der Beschreibung auf der Webpage der Kamera von möglicherweise aufretenden seltsamen Mustern in den Bildern, die auf die Charakteristik des Sensors zurückzuführen sind und empfiehlt Flats mit 5s Belichtungszeit, damit die Muster durch die Flats aus den Bildern entfernt werden. Außerdem wird in einem Forenbeitrag vom Support davon geredet keine Biases sondern Flat-Darks zu verwenden. Warum das so ist, kann ich dir nicht sagen...
 
Ohje, was hab ich hier losgetreten. :D
Aber es spiegelt ja genau den Zwiespalt wieder, der eben auch sonst im Interweb vorherrscht. :)
Ich lasse mir das noch durch den Kopf gehen. Soll ja eben auch kein akuter Kauf werden, sondern eben erstmal Planung.

Zusätzlich werde ich mir mal die QHY294 anschauen. :)

Ich gebe mal wieder den Partycrasher:
Man soll ja immer auf die Frage antworten, die gestellt wird und nicht andere Leute ueberzeugen zu wollen, immer mehr Kohle fuer immer marginalere Verbesserungen zu verbraten. Aber in dem Fall gibt's durch den Markt eine seltsame Verwerfungslinie und man muss echt konstatieren:

Loese dich mal von einer eventuellen ASI Fixierung und schau' dir wirklich mal die volle Bandbreite der Kamerahersteller an.

Richtig, man bekommt sowohl die ASI533MC Pro wie auch die ASI294MC Pro fuer 1200,- Euro und das sind gute Kameras, keine Frage. Fuer noch einmal 200 Euro weniger bekommst Du auch die QHY294, die jetzt auch als MC einen 40MPixel-Mode hat, was jenseits von DS z.B. am Mond und an der Sonne noch mal seine Extranische findet und auch da richtig Spass macht.

Das alles mal gesagt - und oben hat's ja auch schon der ein oder andere anklingen lassen - naja, fuer *huestel* etwas ueber 1400 Euro bekommt man inzwischen die Omegon veTEC 571C mit dem Sony IMX571C. Und das wuerde Ich mir wirklich ueberlegen, denn das ist dann gerade mal 200 Euro mehr als vom roten Team fuer einen Sensor der naechsten Generation, mit Null Verstaerkergluehen bei sehr guter Empfindlichkeit, aber dafuer 16bit ADC mit richtig Welldepth und das in APS-C Format mit soliden 24MPixeln.

Ich habe den Luxus u.a. eine Kamera mit IMX294 und eine mit IMX571 Sensor zu haben, aber wenn Ich an deiner Weggabelung stehen wuerde (nur eine Fernrohrbrennweite, damit mit APS-C eingewoehnt), dann waere meine Wahl wohl klar weder die 294 noch die 533, sondern da wuerde Ich wirklich eine Touptek mit IMX571 der neueren Generation nehmen.

Man kann gerne darueber streiten, ob man einer Marke wie Omegon "vertrauen" will (und da wirst Du eine Diskussion lostreten), aber von den Sensoreckdaten und vom Preis/Leistungsverhaeltnis gibt's da eigentlich z.Z. aus meiner Sicht nix mehr zu diskutieren.
Gruss & CS
 
ZWO selber redet in der Beschreibung auf der Webpage der Kamera von möglicherweise aufretenden seltsamen Mustern in den Bildern, die auf die Charakteristik des Sensors zurückzuführen sind und empfiehlt Flats mit 5s Belichtungszeit, damit die Muster durch die Flats aus den Bildern entfernt werden.

Damit meinst Du sicher diese Meldung von der ASI-Webpage hier:

"2. I’ve heard there might be strange patterns on some ASI294MC Pro stretched images, does this mean the camera is defective?
NO, it is not a defect, and it is just a characteristic of the sensor. The pattern calibrates out of the light image with proper flat frames. A proper flat frame is a capture using an evenly illuminated light source, dimmed down to achieve an average ADU value of 24,000 (this is up to the user and their setup – recommended the histogram peak at 1/3 to 1/2 from the left, as shown in the figure below), a 5-second exposure, captured with the same gain and focus point as the light frames."


Wie schon geschrieben, die Kamera hat beim Auslesen unter niedriger Verstaerkung etwas Banding und braucht eine Korrektur.
Was da eigentlich verklausuliert steht, ist das man halt keine Flats mit soooo niedrigen Belichtungszeiten machen soll, dass die ADU Werte der Flats in der Groessenordnung dieses Auslesebandings landen. Denn dann werden die Flats mit der Biaskorrektur (=Subtraktion) bei Werten nahe Null landen und bei der anschliessenden Flatkorrektur der Lights (=Division) gibt's dann dementsprechend lange Gesichter (weil Artefakte).

Das hat aber alles ueberhaupt nix mit "Probleme des Sensors bei kurzen Belichtungszeiten zu tun", sondern eigentlich eher mit dem Thema "wie muessen eigentlich gescheite Korrekturdaten aufgenommen werden". Und der Forenbeitrag/Vorschlag bei ASI erklaert sich dann von selbst, denn das ist die Antwort an ASI an die stolzen ASI Besitzer, die mit dem Begriff ADU (Chicago, Aegypten, gelbes Fahrrad ...) nun gar nix anzufangen wissen und trotzdem eine Korrektur brauchen. Da laesst man es mit dem Bias ganz und zieht das vorher aus den Lights ueber die Darks 'raus (und laesst es in den Flats lieber 'drin). Zweitbeste Loesung fuer die, die ihre Flats nicht gebacken kriegen.

Trotzdem halten wir mal fest: Etwas vorsichtiger sein sowas nicht etwas arg weit in die falsche Richtung zu interpretieren und daraus dann irgendwelche Geruechte in die Welt zu setzen. Wie gesagt, Ich habe keine ASI, aber mit einer QHY294 kann man ohne Probleme kurze Flats unter einer Sekunde machen. Nur muss das Flat-Pannel natuerlich dann genug Licht liefern, dass der Flat von den ADU-Werten her schoen in der Mitte liegt.
Und dann kann man das T-Shirt auch anbehalten....
.... dann klappt's auch wieder mit den Nachbarn ;)
Gruss & CS
 
Hi,

Ich erinnere mich noch etwas das bei der Omegon 571 die Treiber der Touptek man benutzen muss um sie in NINA zu verbinden.
Das war in 2021, hat sich da Zwischenzeit etwas geändert?, auch das Software gab es da auch noch ein par Eckpunkte bei der Omegon?
Ich war vor meiner kleinen 533MC auch am Suchen. Bin bei der "Roten" geblieben da ich schon die AsiairPro direkt in Sicht hatte und keinen Labtop Batteriefresser mit dabei haben wollte. Und Raspberrys Pi programmieren zu lernen ist zwar sehr interessant für den der damit klar kommt.
Ich bin da leider zeitlich etwas limitiert, und brauch da schon ein par gute Monde die vorbeigehen werden.....

Mit einem Gruß &CS,
- Martin
 
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