Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6......

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Wellmann

Aktives Mitglied
Link zur Grafik: http://www.gym-vaterstetten.de/faecher/astro/galerie/Bilder/SchwarzesLoch.jpg

Bild 20 der "grünen :super: Serie". Schon immer wollte ich ein schönes Bild des Mondrandes machen, aber mehr als ein Achtungserfolg wie hier bei Boussignault mit dem interessanten zweiten Krater im Inneren ist bisher nie gelungen. Da auch das oben gezeigte Bild der Wallebene Meton nicht brauchbar war, habe ich einfach mal mit Photoshop daran gespielt. Ausnahmsweise würde ich dieses Mal auch die „Profis“ für Mond und Planeten bitten, wenigstens die letzten Abschnitte zu lesen…..


Teil 6: Ergebnisse der “grünen :super: Serie“.

Als Mitte letzten Jahres die Idee aufkam, eine ordentliche Optik und eine gute Kamera zu beschaffen, war noch nicht abzusehen, wie mühsam das sein würde. Letztlich führte das zu unserem Kameratest in SuW Heft 6/2008, und zu einer recht ordentlichen 12“ ACF-Optik von Meade. Viel Erfahrung bei der Erstellung von hoch auflösenden Bildern hatten wir nicht, und es ergab sich für uns ein Lernprozess, der sich unter Anderem in der „grünen :super: Serie“ widerspiegelt. Diesen Lernprozess haben wir sozusagen „öffentlich“ unternommen, damit auch Andere davon profitieren können. Dabei haben wir einige Feststellungen gemacht, die hier noch kurz zusammengefasst werden. Wichtig für das Gelingen guter Bilder sind folgende Punkte:

Seeing - Kamera – Bildverarbeitung - Optik

Die Rolle des Seeings: Gehen wir einmal davon aus, dass auch in Mitteleuropa gelegentlich ausreichend gute Bedingungen für Aufnahmen mit sehr hoher Auflösung gegeben sind, so reduziert sich dieser Punkt auf ein genügend geduldiges Warten auf den richtigen Zeitpunkt. Das dauert natürlich um so länger, je größer der Durchmesser der Optik ist, wir erinnern uns: Die maximal erreichbare Auflösung ist direkt proportional zur Öffnung.

Die Rolle der Kamera: Die heute zur Verfügung stehenden Kameras liegen in Bezug auf Lichtempfindlichkeit und Rauschverhalten zwar an der Grenze dessen, was man idealerweise wünschen würde (bei der Planetenfotografie wird es mit der Belichtungszeit oft schon arg knapp), aber es ist dennoch kein Problem zu akzeptablen Kosten eine sehr ordentliche Kamera zu erwerben, und wie in unserem Kameratest in SuW 6/08 beschrieben an die Optik anzupassen. Bei Planetenaufnahmen mit monochromen Kameras folgt dann noch die Überlegung zur korrekten Filterwahl um optimale Ergebnisse zu erzielen, einige Anmerkungen dazu weiter unten. Wer mit Ir-Passfiltern ein IrGB oder ein IrRGB erzeugen will, sollte eventuell ein Kamera mit einem ExView-CCD verwenden, diese Chips haben ihre maximale Empfindlichkeit im Ir-Bereich. Ein unüberwindliches Problem ergibt sich jedenfalls bei der Wahl einer geeigneten Kamera nicht.

Die Rolle der Bildverarbeitung: Wer unsere kleinen „Tutorials“ verfolgt hat, kann unschwer feststellen, dass die ganze Angelegenheit zumindest bei hoch auflösenden Mondfotos und Planetenaufnahmen mit Farbkameras eigentlich keine Geheimnisse birgt, die nicht genau wie wir auch jeder andere Anfänger mit ein wenig Übung meistern kann:

• Man addiert mit Registax Multipoint in den einfachsten Einstellungen
• Man schärft mit Mexican Hat bei Giotto
• Man filtert gegebenenfalls noch mit NeatImage
• Man macht eine leichte Nachbearbeitung mit Photoshop

Bis zum fertigen Mondbild dauert das dann nur die Rechenzeit des Computers plus wenige Minuten. Bei Planetenaufnahmen mit Farbkameras geht es übrigens noch schneller, man verfährt ebenso, benutzt aber zum Addieren Giotto ohne jede Qualitätsauswahl in der Option „Zentrieren auf helle Scheibe“. Auch zum Ausgleich der atmosphärischen Refraktion (Verschieben der Farbkanäle) ist Giotto gut geeignet. Nach kurzer Übungszeit erhält man ganz erstaunliche Bilder, die ein durchaus „gehobenes“ Niveau haben, wie wir mit den Bildern der „grünen Serie“ bewiesen haben. Das gilt auch für die Planetenfotografie mit Farbkameras, die ohne spezielles Wissen auch schöne Ergebnisse liefert wie Mars und Saturn. Die gezeigten Bilder entstanden in wenigen Minuten mit den oben erwähnten einfachen Schritten der Bildbearbeitung wie sie jeder Anfänger nach kurzer Übung machen kann. Wer auch als Anfänger bei der Planetenfotografie Filter verwenden möchte, sollte ein monochromes Luminanzbild unter Einsatz z.B. eines 685nm Ir-Pass Filters machen, und dann mit der Farbinformation einer Farbkamera kombinieren. Das liefert auf relativ einfache Weise ein IrRGB ohne Verwendung von RGB-Filtern. Das Geheimnis guter Bilder liegt definitiv nicht immer in besonders ausgefeilten Methode der Bildbearbeitung, es geht auch ohne aufwändige Verfahren mit zigfachen komplizierten Bearbeitungsschritten! Halten wir also fest, was den Neuling motivieren sollte:

• Das Geheimnis guter Bilder bei der Mondfotografie und der Planetenfotografie mit einer Farbkamera liegt nicht in besonderen Fähigkeiten bei der Bildverarbeitung, jeder Anfänger kann nach kurzer Übung zu sehr ansehnlichen Ergebnissen kommen.

Profis werden bei der Bildbearbeitung mit allen möglichen Tricks zwar immer noch etwas mehr aus ihren Bildern herausholen, aber der Unterschied hält sich in Grenzen. Für die Planetenfotografie mit Filtern gilt diese Aussage nur eingeschränkt, hier ist Erfahrung sehr nützlich, wird aber leider nicht immer im erwünschten Maße weitergegeben. Ein Beispiel hierfür ist die Homepage von Damian Peach, der ganz hervorragende Mond und Planetenbilder liefert. Obwohl er mit einem unnötig großen Öffnungsverhältnis arbeitet, bringt er das C14 exakt an die von uns berechnete Grenze der Auflösung. Hervorstechendes Merkmal seiner Aufnahmen ist dabei das Fehlen des sonst oft noch vorhandenen „Grauschleiers“ bei den Planetenaufnahmen. Information über seine Art der Bildverarbeitung sucht man jedoch auf seiner Homepage vergeblich, dafür gibt es gegen Bezahlung eine DVD, die dann vermutlich auch nicht viel weiter hilft. Das finde ich sehr schade!

Die Rolle der Optik: Wenn also nun die Bildbearbeitung (abgesehen vom Verfahren mit Filtern) kein besonderes Wissen erfordert, warum liefern einige Leute hervorragende Bilder, während andere es maximal zu mittleren Achtungserfolgen bringen? Die Antwort darauf ist einfacher als man denkt: Was ein Video zeigt, ist mit einfacher Bildverarbeitung auch für weniger Geübte zugänglich, was ein Video nicht zeigt, bringt auch der beste Profi nicht hervor. Das Geheimnis liegt in der ausgesucht guten Optik die sich alle Amatuer-Profis irgendwie beschafft haben. Videos mit solchen Optiken unter guten Bedingungen aufgenommen, werden auch jedem weniger geübten Bearbeiter zu hervorragenden Bildern verhelfen. Von der Richtigkeit dieser Aussage konnte sich jeder selbst überzeugen, der das von uns auf CD angebotene Mondvideo mal kurz durch Registax und Giotto gejagt hat. Halten wir also fest:

• Man kann es drehen und wenden wie man will, der Schlüssel zum Erfolg ist und bleibt eine qualitativ hervorragende Optik, wie sie sich jeder Profi irgendwie beschafft hat. Leider haben die auf dem Markt befindlichen Optiken zu einem sehr großen Prozentsatz die erforderliche Qualität nicht.

Hier ist guter Rat teuer, aber in Bezug auf die Qualität gibt es einige Denkansätze:

• Man findet einen Händler, der gegen Aufpreis eine selektierte Optik liefert
• Man lässt sich gegen Aufpreis beste Qualität und Rückgaberecht zusichern
• Man kauft „bekannt gute Optiken“, wie z.B. das C9,25 und hofft auf sein Glück
• Man kauft nur teure Optiken mit verbindlichem Protokoll, z.B. das OMC 300
• Man prüft die Optik beim Händler selbst am künstlichen Stern
• Man sendet die Optik auf eigene Rechnung zu einem verlässlichen(!), händlerunabhängigen Prüfer
• Man kauft eine Optik (auch gebraucht), die man selbst (wie in Tutorial 1) getestet hat
• Man kauft und verkauft so lange, bis es endlich mal „passt“ (kann viele Jahre dauern)

Wir prüfen die Optik beim Händler am künstlichen Stern, ist die Optik hier in Ordnung, so ist eine Rückgabe nach dem späteren Test, wie im Tutorial 1 beschrieben, eher unwahrscheinlich. Auf diese Weise sind wir auch an unsere recht gute Meade 12“ ACF- Optik gekommen. Hilfreich ist auch Folgendes: Einige Händler und Firmen bewerben ihre Produkte in den höchsten Tönen: Professionelle Optik, Qualität von professionellen Observatorien, Test-Protokolle aus fragwürdigen Quellen, Hersteller zeigen in der Werbung Bilder von perfekten Sterntests, die eine solche Optik in der Praxis nie liefern wird. Solche Werbeaussagen z.B. im Internet kann man kopieren, und später vorlegen, falls das Produkt die Anforderungen der Werbung nicht erfüllt. Umtausch bzw. Rückgabe sollte dann kein Problem sein. Wichtig ist es aber, dem Händler vor dem Kauf eindeutig zu sagen, dass die Optik für hoch auflösende Fotografie verwendet werden soll, eine Feilscherei um den billigsten Preis sollte man auch nicht anfangen, sondern eher für die Prüfarbeit freiwillig einen deutlichen Aufpreis anbieten….

Optikgröße: Wie wir im Tutorial gesehen haben, bestimmt einzig und allein der Durchmesser der Optik die maximal erreichbare Auflösung. Schon eine geringe Steigerung des Durchmessers von 2“ hat enormen Einfluss auf die Bildqualität. Dazu eine kurze Betrachtung: Im Amateurbereich haben zumindest fast alle Optiken aus der Massenproduktion eine mehr oder weniger kräftige Sphärische Aberration oder Zonen. Diese Problematik wächst oft mit steigender Größe der Optik. Das bewirkt nun, dass immer nur das Licht von einem bestimmten Teil der Spiegeloberfläche exakt in den Fokus fällt, das restliche Licht bleibt leicht defokussiert. Ein defokussiertes Bild zeigt aber extrem stark jede Luftunruhe (einige Astronomen fokussieren daher nicht auf maximale Schärfe, sondern auf minimale Bewegung im Bild). Besonders eine große Optik mit SA oder Zonen kann daher selbst bei relativ gutem Seeing nie ein ruhiges Bild zeigen. Daher hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass das Seeing mit größer werdendem Optikdurchmesser immer mehr Probleme macht. In der Tat sind Optiken bis maximal 15cm Öffnung etwas weniger seeinganfällig, bei Durchmessern deutlich darüber ist es aber so, dass im Amateurbereich auch bei schlechten Bedingungen niemals die kleinere Optik das bessere fotografische Ergebnis liefert. 10“ bringen also auch bei schlechtem Seeing keinen Vorteil gegenüber 20“, mit besser werdendem Seeing spielen dann die 20“ immer gnadenloser ihren Vorteile aus! Wir halten also fest:

• Bei Durchmessern zwischen etwa 15 – 60cm wird auch bei schlechten Bedingungen niemals die kleinere Optik das bessere fotografische Ergebnis liefern. Im Amateurbereich gilt also unabhängig vom Seeing die Regel „Je größer, desto besser“, das Problem ist lösbar, wenn man genügend Kleingeld hat.


Für beste Ergebnisse bei Mond oder Planeten sind –mit der angestrebten Auflösung steigend- leider so gute Bedingungen erforderlich, wie es sie an einem durchschnittlichen Beobachtungsplatz nur an ganz wenigen Tagen im Jahr gibt. Man muss also an jedem klaren Abend einen Versuch machen, der nur in ganz wenigen Fällen das erwünsche Ergebnis liefert. Das ist für „Normalverbraucher“ wie mich, die ihre klapprige gebraucht- Montierung immer neu aufbauen müssen, eine Katastrophe! Profis habe oft ein Hütte mit fest installiertem Teleskop auf einer ordentlichen Montierung, und können mal eben probeweise „durchschauen“, ob das Seeing passt. Falls nicht klappt man die Hütte zu, bequemer geht es dann nicht mehr. Trotz aller dieser Hindernisse sollte man sich aber nicht entmutigen lassen. Man berechnet zunächst wie in unserem Tutorial beschrieben ganz realistisch, was mit der eigenen Öffnung an Auflösung maximal möglich ist, und freut sich dann, wenn es gelungen ist, dieser Vorgabe nahe zu kommen……

Die „grüne :super: Serie“ ist vorerst beendet. Dennoch werde ich auch in Zukunft gelegentlich ins Forum schauen, und vielleicht noch mal ein Bild an die Serie anhängen, per PN bin ich aber nicht mehr jederzeit kurzfristig erreichbar. Was ich aus meiner beschränkten Erfahrung heraus beitragen kann, habe ich hier vorbehaltlos zu Protokoll gegeben. Ein Forum ist wie eine große Familie, und es macht mehr Freude sein Wissen weiter zu geben damit Andere besser werden, als sein Wissen zurück zu halten um selbst besser zu bleiben. Ich meinerseits würde mich freuen, wenn noch weitere Information in diesem Thread angeboten wird, und nenne mal einige Punkte:

• Erfahrungen mit Filtern bei der Mondfotografie
• Erfahrungen mit der Verhinderung von Tubus-Seeing
• Konkrete(!) Beispiele der Profis zur Planetenfotografie mit LRGB oder ähnlichen Verfahren
• Alle weiteren Tipps, die wichtig und hilfreich sein könnten
• Links zu schon vorhandenen Informationen zu den oben genannten Themen

Es gibt hier im Forum mehrere Teilnehmer, die ganz hervorragende Planetenbilder mit Filtern aufnehmen, ein Verfahren zu dem wir mangels Erfahrung keinen Beitrag liefern können. Es wäre natürlich ungemein erfreulich, wenn aus dieser Richtung ein kleines Tutorial (es muss ja nicht den hier gezeigten Umfang haben) mit konkreten Hinweisen zum lückenlosen und nachvollziehbaren Ablauf der Bildverarbeitung unter Nennung der Software, der Grundeinstellungen (also keine exakten Prozentwert für jede Filtereinstellung notwendig) gegeben würde. Solche kleinen Turorials würde ich auch auf Wunsch ins Web stellen, so wie ich es mit meinem eignen Tutorial an dieser Stelle gemacht habe. Im Übrigen freue ich mich auf Fragen und Kommentare, die definitiv erwünscht sind.

Gruß, Peter


Hier noch eine Zusammenstellung aller Bilder der "grünen Serie". Einige diese Bilder erreichen nahezu das maximal Machbare für eine 30cm Optik, andere Bilder sind zu Demozwecken absichtlich nicht optimal. Alle Aufnahmen leiden noch unter Auskühl- und Strömungsproblemen unserer Optik die aus Zeitgründen nicht weiter untersucht wurden, und sind daher nicht als Referenzaufnahmen und für wissenschaftliche Zwecke gedacht. Fünf der Bilder wurden bereits in „Sterne und Weltraum“ veröffentlicht:

1. Hadley-Rille - Apollo 15 im Anflug.....
2. Alpental - sogar mit Rille.....
3. Clavius - der Klassiker.....
4. Apenninen - ein ganz böses Bild.....
5. Aristoteles/Eudoxus - zwei sonnige Gesellen.....
6. Archimedes - drei zwielichtige Gestalten im Morgengrauen.....
7. Messier - Kaffeebohne mit Kometenschweif.....
8. Petavius - leider nur 5/10.....
9. Janssen - Lunar Orbiter kann einpacken.....
10. Deslandres – Vergleich mit Lunar Orbiter…..
11. Mare Frigoris - weichgespült.....
12. Terminator – interessant ist, was man nicht sieht.....
13. Terminator 2 – mal ohne Schwarzenegger...
14. Hyginusrille – Tutorial Teil 1....
15. Ptolemaeus – Tutorial Teil 2....
16. Stoefler/Lange Wand - Tutorial Teil 3....
17/18 Theophilus,Arzachel,Birt - Tutorial Teil 4....
19. Hipparchus - Tutorial Teil 5....


Damit die Arbeit nicht umsonst ist: In meiner Freizeit habe ich für eine Schule im Nachbarort ein kleines Luftfahrtprojekt entwickelt. Dort findet sich eine wohl einzigartige Dokumentation darüber, wie Flugsimulationsprogramme für den PC beim Fliegen eines (echten) Hubschraubers helfen können. Wer Lust hat kann ja dort mal schauen wie Christian, Mitautor des TIS-Kameratests, Hubschrauber fliegen lernen musste, durchaus eine interessante Alternative zu Astronomie, wenn das Wetter mal nicht passt....
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,
da die Serie ja jetzt wohl offiziell beendet ist, möchte ich Dir an dieser Stelle mal meinen Dank aussprechen für Deine umfassende selbstlose Arbeit. Sollte Schule machen!
Ich habe aus Deinen Beiträgen viele wertvolle Ideen Anregungen und Informationen ziehen können.

Das Thema Tubusseeing ist ein spannendes, zumal bei geschlossenen Tuben, ist aber mit aktiver Belüftung und Tubusisolation ganz gut in den Griff zu kriegen. Im blauen Nachbarforum gibts dazu schon gute Beiträge inkl. Messreihen etc..
Das Problem ist hauptsächlich die unterschiedliche Abstrahlung/Abkühlung des Tubus an Ober- und Unterseite.
Wenn man das unterbindet, muß man sich nur noch Gedanken machen, wie man möglichst ohne Verwirbelungen die Luft im Tubus der Außentemperatur anpasst.

PS: Hubi fliegen muß Klasse sein, das würd ich ja auch mal gern probieren...
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,

daß Dein Tutorial mir einige wertvolle Tipps geliefert hat, habe ich schon mehrfach an anderen Stellen geschrieben-vielen Dank dafür! Solch eine umfassende und leicht nachvolziehbare Beschreibung habe ich bisher zu dem Thema nicht gelesen. :super:

Auch Dein Appel an alle, das eigene Wissen weiterzugeben und nicht für sich zu behalten wird sicherlich noch einige Zeit hier im Forum nachklingen und hat schon seine ersten Früchte getragen. Nicht, daß es diese Kultur vorher nicht gab aber sie wird durch Deine Beiträge zusätzlich forciert!

Ich mache meine Planetenbilder mit RGB/IR- Filtern und bin damit noch alles andere als zufrieden. An einem C11 müsste eigentlich noch mehr gehen, besonders die Bearbeitung/ Farbgebung machen mir bei Planetenbildern noch viele Probleme und gestalten sich oftmals sehr aufwendig. Wenn ich mir die Bilder hier im Forum ansehe, bin ich mir sicher, daß auch einige andere Kollegen sich freuen würden, ein Tutorial zu dem Thema zu lesen-sie scheinen teilweise mit gleichen Problemen wie ich zu kämpfen. Vielleicht ergibt sich da ja mit der Zeit etwas...

Die DVD von D. Peach kann ich übrigens nicht weiter empfehlen. Die dort zusammengetragenen Informationen gehen nicht sehr ins Detai und können ohne Probleme auch hier im Forum nachgelesen werden. Wer eine Enthüllung Damians Geheimnisse (naiv wie ich) erwartet, wird enttäuscht sein...

Viele Grüße & CS,

Maciek
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Ralf und Maciek!

Ich hatte damals nicht sofort geantwortet, weil ich noch die Reaktion auf meinen "Allgemeinen Aufruf" abwarten wollte, dann ist das wohl in Vergessenheit geraten. Ich hole das nun nach, auch wenn es sehr spät kommt....

@ Ralf:
Ich habe aus Deinen Beiträgen viele wertvolle Ideen Anregungen und Informationen ziehen können.
Das freut mich sehr!
Das Thema Tubusseeing ist ein spannendes,..... Im blauen Nachbarforum gibts dazu schon gute Beiträge inkl. Messreihen etc..
Falls Du einen Link hast, bitte mitteilen, würde mich sehr freuen. Falls das hier nicht erlaubt ist, eventuell per PN!
Hubi fliegen muß Klasse sein, das würd ich ja auch mal gern probieren...
Ist doch kein Problem, einen Versuch wirst Du dein Leben lang nicht vergessen!

@ Maciek:
Auch Dein Appel an alle, das eigene Wissen weiterzugeben und nicht für sich zu behalten wird sicherlich noch einige Zeit hier im Forum nachklingen und hat schon seine ersten Früchte getragen.
Leider sehe ich das nicht ganz so positiv. Ich freue mich sehr über einige Leute, die tatsächlich in der Folgezeit sehr interessante Details beigesteuert haben, Andere hingegen halten sich nach wie vor 100% bedeckt.....
Ich mache meine Planetenbilder mit RGB/IR- Filtern und bin damit noch alles andere als zufrieden.....Wenn ich mir die Bilder hier im Forum ansehe, bin ich mir sicher, dass auch einige andere Kollegen sich freuen würden, ein Tutorial zu dem Thema zu lesen.
Nun, ich hoffe, ich konnte hier etwas beitragen.

Gruß, Peter

 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,
Falls Du einen Link hast, bitte mitteilen...
Ich dachte da an die vielen Beiträge von "Kurt" im blauen Forum. Lass mal eine Google-Suche nach Tubusseeing suchen und schränke die Antworten
auf die Domain http://www.astrotreff.de ein - da finden sich viele gute Anregungen.
Speziell dachte ich an z.B. diese hier:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=1656&SearchTerms=Zwangsbelüftung
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=1735&SearchTerms=Zwangsbelüftung
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=2065&SearchTerms=Zwangsbelüftung
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=2126&SearchTerms=Zwangsbelüftung
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=8806&SearchTerms=Zwangsbelüftung

Na dann schaun wir doch mal, wer mich mal "mit"fliegen lässt - das hier könnte ja was sein: http://www.jochen-schweizer.de/geschenke/helikopter-hubschrauber-fliegen,default,pd.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,

>>> Leider sehe ich das nicht ganz so positiv. Ich freue mich sehr über einige Leute, die tatsächlich in der Folgezeit sehr interessante Details beigesteuert haben, Andere hingegen halten sich nach wie vor 100% bedeckt.... <<<

Das sehe ich genau so. Gerade in Zeiten des Internets, wo sich Wissen und Erfahrung schnell verbreitet, sollte man das Rad nicht immer wieder von neuem erfinden.
Vielleicht sehen wir das als Physiker und Wissenschafter anders, kann sein. Es hat ja auch noch nie einen Nobelpreis für Verheimlichungen gegeben, sondern nur für Veröffentlichungen ;)

Ich finde Deine Beiträge zur Bildverarbeitung generell sehr hilfreich und nachahmenswert. Als Anregung wäre noch anzumerken, daß man solche nützlichen Tutorials hier bei A.de sammeln sollte, damit man nicht immer langwierig auf die Suche gehen muß...

Gruß,
Peter
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Ralf, hallo Peter!

@ Ralf:

Na dann schaun wir doch mal, wer mich mal "mit"fliegen lässt - das hier könnte ja was sein:
Da sind wir ja mal so richtig OT! Dennoch, da liegst Du richtig! Die verwendeten Hubschrauber sind der Hughes 269 (auch Schweizer 300 genannt) und der Robin R 22. Wenn Du die Wahl hast, nimm nicht(!) den R 22. Der ist zwar moderner, aber etwas heikler zu fliegen, und die Bereitschaft Dich mal "hinlangen" zu lassen ist sicher nicht so groß. Im Übrigen vielen Dank für die interessanten Links! Sie treffen zwar nicht speziell das Problem SC, aber da finde ich sicher auch noch was....

@ Peter:

Ich finde Deine Beiträge zur Bildverarbeitung generell sehr hilfreich und nachahmenswert. Als Anregung wäre noch anzumerken, daß man solche nützlichen Tutorials hier bei A.de sammeln sollte, damit man nicht immer langwierig auf die Suche gehen muß...
Es wäre sehr hilfreich, alle interessanten Infos, die von den Cracks im Laufe der Zeit mal hier mal da gegeben wurden, an einer Stelle zusammenzufassen. Aber welcher Moderator kann sich diese Arbeit leisten......

Es hat ja auch noch nie einen Nobelpreis für Verheimlichungen gegeben, sondern nur für Veröffentlichungen
Boshafterweise könnte ich ja sagen: Einige verheimlichen so perfekt, dass es schon fast dafür einen Nobelpreis geben könnte.....

Gruß, Peter
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,

also, dieses ...

Zitat von Wellmann:
Es hat ja auch noch nie einen Nobelpreis für Verheimlichungen gegeben, sondern nur für Veröffentlichungen
Boshafterweise könnte ich ja sagen: Einige verheimlichen so perfekt, dass es schon fast dafür einen Nobelpreis geben könnte.
... finde ich (bei aller Löblichkeit Deiner sehr ausführlichen Ausführungen!) doch weder angemessen, noch hilfreich, eventuell mangelnde Mitteilsamkeit erfahrener anderer Astrofotografen zu überwinden. :( ("Profis" sind im "Planetenboard" übrigens auch eher ziemlich selten :) )

Gruß+cs,
Dietmar


P.S.: Damian Peach's DVD aber ist allerdings eine große Enttäuschung für alle Erwartungen, die über nette Filmchen für absolute Einsteiger hinausgehen, finde ich auch - das Medium DVD ist da völlig verschwendet (vielleicht finde ich doch noch irgendwann Zeit für eine kurze "Besprechung" hier).
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Zitat von peterm:
>>> Leider sehe ich das nicht ganz so positiv. Ich freue mich sehr über einige Leute, die tatsächlich in der Folgezeit sehr interessante Details beigesteuert haben, Andere hingegen halten sich nach wie vor 100% bedeckt.... <<<
Das sehe ich genau so. Gerade in Zeiten des Internets, wo sich Wissen und Erfahrung schnell verbreitet, sollte man das Rad nicht immer wieder von neuem erfinden.
Vielleicht sehen wir das als Physiker und Wissenschafter anders, kann sein. Es hat ja auch noch nie einen Nobelpreis für Verheimlichungen gegeben, sondern nur für Veröffentlichungen ;)

Hallo zusammen,

koennt ihr mal etwas konkreter werden, wer so z.B. gemeint ist ? Vielleicht hat der eine oder andere ja noch ein Leben neben dem Forum und der Astronomie, das ihn von morgens 6:00 bis nachts um 24:00 in Anspruch nimmt. Nur mal so als Denkanstoss :/ Die sehr sehr wenige Zeit nebenher verbringe ich dann z.B. lieber am Teleskop, als lange eMails auf Anfragen zu schreiben, fuer die es groesstenteils nichtmal ein Dankeschoen gab...

Viele Gruesse & CS,
Oliver

P.S.: Ja, die Peach DVD ist enttaeuschend...
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Oliver,

was ich meine ist, sich auch mal in die Karten schauen zu lassen, wenn man gute Bilder zeigt. Das gehört nach meiner Ansicht unbedingt dazu, sich auch mal zu erklären, wie die tollen Bilder zustande gekommen sind. Und zum Beispiel in Wechselwirkung treten in der Diskussion, die Peter mit seinen Tutorials angefacht hat.
Schließlich benutzen wir alle fremde Software (Registax, AVIstack, Giotto usw), ohne die das Planeten-Forum wahrscheinlich gar nicht denkbar wäre. Da kann man ruhig mal Tipps und Einstellungen öffentlich machen und zur Diskussion beitragen.

Damit das Bild kein Zufallsprodukt ist, sollte man ohnehin auf Reproduzierbarkeit achten und den Weg der Bildverarbeitung für sich dokumentieren.

Peter
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Dietmar!

also, dieses ...

Original geschrieben von: Wellmann
Antwort auf:
Es hat ja auch noch nie einen Nobelpreis für Verheimlichungen gegeben, sondern nur für Veröffentlichungen

Boshafterweise könnte ich ja sagen: Einige verheimlichen so perfekt, dass es schon fast dafür einen Nobelpreis geben könnte.

... finde ich (bei aller Löblichkeit Deiner sehr ausführlichen Ausführungen!) doch weder angemessen, noch hilfreich, eventuell mangelnde Mitteilsamkeit erfahrener anderer Astrofotografen zu überwinden

Ich habe mich da gelegentlich schon ziemlich geärgert, und könnte auch (wie im Thread gefordert) sehr detailliert Beispiele unter Nennung des Namens bringen, habe das auch mal kurz erwogen, dann aber als wenig sinnvoll verworfen. (Genannt habe ich nur Peach). Es haben sich ja auch schon erste sehr lobenswerte Ergebnissee gezeigt, und diese erneute Diskussion wird (so hoffe ich doch) zur weiteren Verbesserung beitragen.

Sicher, wie Oliver schon zu Recht anmerkt, Antworten kosten Zeit, und die ist knapp. Bedenkt man aber andererseits, wie lange an der Erstellung und Bearbeitung der Bilder gearbeitet wird, relativiert sich das wieder. Wenn im Forum in Rahmen einer Diskussion konkrete Fragen gestellt werden, die etwas ans "Eingemachte" gehen, ist eine Antwort um den "heißen Brei" herum nicht sehr förderlich, und hinterlässt beim Fragesteller einen sehr faden Beigeschmack......

Nun, auch nach Auswertung vieler Mails habe ich mir schon recht genau überlegt, was ich zu dem Thema sage, und halte es schon für berechtigt. Wenn ein Problem nicht deutlich angesprochen wird, ist das auch nicht hilfreich. Keinesfalls möchte ich Jemanden auf den Schlips treten, um zu zeigen, dass das auch anders geht, habe ich ja selbst eine Menge Zeit in das "Tutorial" gesteckt. Und den Spruch mit dem "Nobelpreis" hast Du doch sicher nicht ganz ernst genommen, oder?

Gruß, Peter
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,

Zitat von Wellmann:
Wenn im Forum in Rahmen einer Diskussion konkrete Fragen gestellt werden, die etwas ans "Eingemachte" gehen, ist eine Antwort um den "heißen Brei" herum nicht sehr förderlich, und hinterlässt beim Fragesteller einen sehr faden Beigeschmack...... Wenn ein Problem nicht deutlich angesprochen wird, ist das auch nicht hilfreich.
Stimmt - wenn's denn eines ist ... ein Beispiel:

Zitat von Wellmann:
Ich möchte noch mal ganz eindeutig darauf hinweisen, dass die TOU-Cam mit 20fps die beste Leistung an Planeten bringt, und nicht bei 5 oder 10fps, obwohl das immer wieder behauptet wird.
Zitat von Wellmann:
Bei uns war die beste Einstellung bei der ToUCam sogar 15 bis 20fps.
Zitat von wasguggsuda:
In meinem "Sonne, und Experimente" zu Silvester 2005 hatte ich mal einen (Mehrfach)Vergleich mit bis zu 20fps an der mit ihrer Granulation wahrlich nicht detailarmen Sonne gezeigt, der meine Erfahrungen ganz nett visualisiert (ONR-Modus, im Werksmodus sieht das erheblich schlechter aus!) ... empfehlen würde ich >10fps in den meisten Fällen aber nicht.
... könntest Du mal Vergleichsbilder zeigen?
Zitat von Wellmann:
Die eventuell minimal geringere Schärfe wurde bei uns durch die doppelte Bildzahl gegenüber 10fps beim Schärfen leicht wett gemacht. So war es jedenfalls in unseren Testreihen, deren Bilder ich aber nicht archiviert habe.
Ich käme aber nicht auf die Idee, hier deswegen "Verheimlichung" vorzuwerfen ... obwohl ich an den Meßergebnissen des Video-Profis Peter Slansky, auf dessen Untersuchungen ich hier schon mal hinwies, bisher weit weniger Zweifel habe:
"... nicht ratsam, mehr als maximal 15 Bilder pro Sekunde aufzuzeichnen. Sonst wird die AVIBildsequenz stark datenreduziert, was die Bildqualität beeinträchtigt."

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Dietmar!

Habe ich das richtig verstanden? Es geht doch darum, dass bei uns die TouCam bei 15 bis 20 fps die beste Leistung an Planeten(!) zeigt. Das hast Du mit vier Zitaten aus unseren Beiträgen belegt. In einem fünften Zitat verweist Du auf einen Deiner eigenen Beiträge, und kommst in diesem Beitrag zu folgendem Ergebnis, ich zitiere:
... wie zu sehen ist, bringen Bildraten über 10fps zwar mehr Rauschen in die Bilder, scheinen aber auch, trotz nominell nach Treibereinstellung gleicher Belichtungszeit, durch vielleicht real kürzere Belichtungszeiten oder einfach mehr Bilder pro Sekunde, im Schnitt leicht schärfere beste Einzelbilder zu liefern.
Also sind wir doch einer Meinung, wo liegt da ein Problem?

Am Ende zitierst Du dann Slansky mit

.. nicht ratsam, mehr als maximal 15 Bilder pro Sekunde aufzuzeichnen. Sonst wird die AVI Bildsequenz stark datenreduziert, was die Bildqualität beeinträchtigt."
Das ist eine Behauptung, die geringfügig (es geht um eine Differenz von 5 fps) sowohl Deinen Testbildern (dort ist 20fps das beste Bild), Deiner eigenen Behauptung (s. oben) und unseren Erfahrungen widerspricht. Entsprechende Testserien von Slansky wären interessant, aber wo?

Wir haben jedenfalls damals Testserien mit der TouCam durchgeführt (und zwar bei knappen Belichtungszeiten wie bei der Planetenfotografie üblich), und bei unserer Art der Bildverarbeitung (Überlagerung fast immer aller Frames) eindeutig festgestellt, dass das Ergebnis bei 15- 20 fps am besten war. Damit war für uns das Problem abgehakt, die Testreihen auch noch zu archivieren unnötig. Was meinst Du mit "Verheimlichung"? Sollte das bedeuten, dass man seine Erfahrungen bei A.de nur mit "gerichtsfesten" Beweisen posten darf, weil einem sonst gleich irgendwelche Unterstellungen angehängt werden? Ich glaube kein anderer Teilnehmer hat umfangreicher und präziser versucht, seine Erfahrungen weiterzugeben wie wir in unserem Tutorial, und wenn der Eine oder Andere wegen anderer Auswertungsverfahren bei der Bildverarbeitung oder aus welchen Gründen auch immer zu anderen Ergebnissen kommt ist das ja auch in Ordnung. Aber wenn Du selbst in Deinen Sonnenbildern bei 20fps das beste Ergebnis zeigst, warum hast du dann an Slanskys abweichendem Resultat "weit weniger Zweifel" als an unserem Resultat, das Deine eigene Feststellung bestätigt?

Puh, viel Schreiberei, aber eventuell habe ich da ja mal wieder irgendwas total und gänzlich falsch verstanden. Ich hoffe jedenfalls, dass was dabei ist, das Deine Frage beantwortet.....

Gruß, Peter

 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,

nein, wir sind nicht "einer Meinung"; nein, "Du selbst in Deinen Sonnenbildern bei 20fps das beste Ergebnis zeigst" halte ich für eine falsche Einschätzung; ja, eine "Behauptung" des Video-Profis Professor Slansky reicht mir hier durchaus; und nein, ich sehe immer noch keine Belege dafür, "dass die TOU-Cam mit 20fps die beste Leistung an Planeten bringt".

Danke dennoch für die Antwort, ich habe dann genug dazu gehört(gelesen), um mir ausreichend ein Bild zu machen.

Viel Erfolg noch.

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Dietmar!

Zu diesen wohl von Dir stammenden Testbildern, die bei 20fps das beste Ergebnis zeigen.....

Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker04/2005_09_05_1655_1656_1657_120_1000_ar10805_sumreg05c2_0600exp.jpg

....gibst Du korrekt den folgenden Kommentar:

.. wie zu sehen ist, bringen Bildraten über 10fps zwar mehr Rauschen in die Bilder, scheinen aber auch, trotz nominell nach Treibereinstellung gleicher Belichtungszeit, durch vielleicht real kürzere Belichtungszeiten oder einfach mehr Bilder pro Sekunde, im Schnitt leicht schärfere beste Einzelbilder zu liefern.
Dann aber schreibst Du mir das Gegenteil:

...ich sehe immer noch keine Belege dafür, "dass die TOU-Cam mit 20fps die beste Leistung an Planeten bringt".
Also tut mir leid, da kann ich mich nur selbst zitieren:

Puh, viel Schreiberei, aber eventuell habe ich da ja mal wieder irgendwas total und gänzlich falsch verstanden......

Im Gegensatz zu Deinen sonstigen von mir sehr geschätzten und gut durchdachten Beiträgen in A.de erkenne ich diesesmal beim besten Willen auch garnicht, worum es Dir eigentlich geht. Die Diskussion um die TouCam ist ja auch nicht das Thema des Threads, und bringt für die anderen Leser in dieser Form wohl wenig. Weitere Fragen beantworte ich Dir aber gerne per PN.

Ich weise noch mal darauf hin, das bei der Beurteilung der TouCam auch eine Rolle spielt, wie die Bilder nachbearbeitet werden. Wir addieren sehr viele Bilder, und haben dann zunächst ein schlechtes aber rauschfreies Ergebnis, das wir dann auf Grund der vielen überlagerten Frames sehr kräftig mit dem Mexican Hat nachschärfen können. Du schärfst eventuell weniger, und bekommst dann das beste Ergebnis bei geringeren Frameraten, bei denen die Ausgangsbilder zweifellos schärfer sind als bei 20fps. Im Übrigen ist die Sonne so hell, dass man auch bei geringer Framerate Bilder ohne Rauschen produzieren kann, der Vorteil der hohen Framerate ergibt sich also sogar eher bei Planeten.....

Gruß, Peter


 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,

Du übersiehst, daß ich ...
a) ausdrücklich für den ONR-Modus schrieb, in dem einfach viel weniger Schärfungsrauschen anfällt
b) an der ausreichend hellen Sonne fast immer mit Null rauschtreibendem Gain arbeite, wie öfter beschrieben
c) dort an der hellen Sonne "Belichtungs"/Integrationszeiten von um 1/1000sec mit einem als suboptimal definierten Seeing zusammenkamen
d) die Bearbeitungen unterschiedlich waren
e) ich deutlich "scheinen" schrieb.

Mein dort abschließendes "Caveat" ...

"Also, nur Experimente, ohne Anspruch auf 'endgültige Wahrheiten' und Aussagekraft über Ergebnisse bei identischer Bearbeitung und gutem Seeing"

... möchte ich Dir, neben den für die ToUCam, nach meiner Erfahrung und der eigentlich aller von mir geschätzten bisherigen ToUCam-Bildner, allermeist optimalen 5-10fps, gern besonders an's Herz legen.

Viel Erfolg noch.

Gruß+cs,
Dietmar


P.S.:
Zu Deiner "Verheimlichungs"-Kritik an Damian:

Zitat von wasguggsuda 19/12/2004:
Damian Peach scheint auch durchaus bereit, seine Erfahrungen weiterzugeben, siehe hier:
http://www.astronomy.ie/lecture0411.html
(aus: "Fragen zu den Bildern von Damian Peach")

Lade ihn doch mal nach D ein! ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Dietmar!

Was Dein plötzliches Einschwenken auf die Framerate der TouCam angeht, das nun mit diesem Thread überhaupt nichts zu tun hat, und das in früheren Diskussionen ja bereits zu 100% abgehakt war, ist mir nach wie vor völlig unklar.

Du hast nun Deine Meinung (erneut) dargelegt:
... möchte ich Dir, neben den für die ToUCam, nach meiner Erfahrung und der eigentlich aller von mir geschätzten bisherigen ToUCam-Bildner, allermeist optimalen 5-10fps, gern besonders an's Herz legen.
und ich halte dagegen:

"Bei Planeten und der Verarbeitung aller Rohbilder ohne Auswahl mit nachträglicher Schärfung mit dem Mexican Hat von Giotto lieferte die TouCam bei uns eindeutig die besseren Ergebnisse mit 15-20fps".

Ein Teil unserer Differenz erklärt sich eventuell aus der unterschiedlichen Verarbeitung der Bilder und aus
an der ausreichend hellen Sonne fast immer mit Null rauschtreibendem Gain arbeite, wie öfter beschrieben
Das ist nun bei Planeten nicht möglich und ändert die Situation komplett. Unsere TouCam liefert bei 5fps sehr scharfe Bilder, die aber bei lichtschwachen Planeten ein sehr grobkörniges, scharfes Rauschen enthalten. Durch die Datenkompression bei 15-20fps werden nun die hohen Frequenzanteile des Signals unterdrückt, das führt zwar zu einem unschärferen Bild, wirkt aber zugleich auch als Rauschfilter. Am Ende haben wir dann gegenüber 5fps bei 20fps viermal so viele Bilder, was zusätzlich das Rauschen bei der Überlagerung um einen Faktor 2 (Wurzel aus 4) verringert. Das führt zu einem sehr rauscharmen Summenbild, das nun mit dem Mexican Hat (aber keinesfalls mit Filtern von Registax) wesentlich kräftiger geschärft werden kann als das Summenbild aus den wenigen scharfen 5fps-Bildern. So hat sich die Sache bei uns im Test auch bestätigt. Entscheidend ist hier die Schärfung mit einem guten Filter, hätten wir diese Versuche mit Registax gemacht und/oder mit einem sehr hellen Sonnenbild, so wären wir eventuell sogar zu einem anderen Ergebnis gekommen, das Deiner Ansicht näher ist......

Und was Herrn Peach angeht: Wer gegen Bezahlung eine CD über Planetenfotografie vertreibt, sollte dort(!) über das "Eingemachte" plaudern, oder eventuell mal auf seiner Homepage ein wenig Info ablassen, dafür haben die Käufer bezahlt.....

Du siehst an meiner ausführlichen Antwort, dass ich durchaus bemüht bin die Angelegenheit zu klären, aber ich glaube schon, dass wir das Thema nun ruhen lassen sollten, ich freue mich jedenfalls schon auf unsere nächste Diskussion.....

Gruß, Peter

 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,

Zitat von Wellmann:
... Dein plötzliches Einschwenken auf die Framerate der TouCam ...
naja. Mein Ausgangspunkt waren Deine "Verheimlichungs"-Sprüche, also meine Kritik daran, dann Dein ...

Zitat von Wellmann:
Wenn im Forum in Rahmen einer Diskussion konkrete Fragen gestellt werden, die etwas ans "Eingemachte" gehen, ist eine Antwort um den "heißen Brei" herum nicht sehr förderlich, und hinterlässt beim Fragesteller einen sehr faden Beigeschmack...... Wenn ein Problem nicht deutlich angesprochen wird, ist das auch nicht hilfreich.
... und meinerseits dann als keineswegs abgehaktes "Problem"-Beispiel Deine umstrittenen "ToUCam-optimalen 20fps": Ohne "archivierte" Bildbeispiele ... (aber ausgerechnet Slansky bloße "Behauptungen" unterstellend!)


Schwamm drüber - ich würde mich über nachvollziehbare Bilderzusammenstellungen, z.B. konkret zu Deinen "ToUCam-optimalen 20fps", freuen! (wie auch über genauere Ausführungen Damian's zu seinen Bildbearbeitungen)

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Dietmar!

Deine Antwort gefällt mir schon ganz gut. Warum nicht gleich so deutlich sagen, worum es Dir geht, und dazu nicht erst die TouCam bemühen!
naja. Mein Ausgangspunkt waren Deine "Verheimlichungs"-Sprüche, also meine Kritik daran, dann Dein ...
Du kannst mir glauben, dass ich mich (auch bei Fragen über PN) schon deutlich darüber aufgeregt habe, dass trotz mehrfachem, konkreten Nachfragen eine klare Antwort nicht erfolgte. Wurde man am Ende sehr deutlich mit der Frage, so wurde sie einfach ignoriert. Auch die Reaktion anderer Teilnehmer (aus gutem Grund oft mittels PN) hat gezeigt, dass meine "Verheimlichungs-Sprüche" nicht ganz unbegründet sind. Bei Oliver und einigen Anderen habe ich gesehen, dass sie erschöpfend auch über Fragen Auskunft geben, die einem wirklich weiter helfen. Das sei einmal als positives Beispiel gesagt. Würde es nur Jeder so machen.....

.. und meinerseits dann als keineswegs abgehaktes "Problem"-Beispiel Deine umstrittenen "ToUCam-optimalen 20fps": Ohne "archivierte" Bildbeispiele ... (aber ausgerechnet Slansky bloße "Behauptungen" unterstellend
Siehst Du, aus dieser Formulierung lese ich nun eindeutig (auch wenn es eventuell nicht so gemeint ist) eine Unterstellung heraus, das unsere Ergebnisse getürkt bzw. nicht glaubhaft sind. Auch trifft es nicht zu, dass wir Slansky "Behauptungen" unterstellen. Ich habe nur gesagt: Slansky behauptet....., und das tut er ja auch, aber "unterstellt" habe ich ihm Nichts!

Dass ich als Physiker mit langer Laborerfahrung an der Uni in der Lage bin, eine einfache TouCam mal eben auf Bildqualität zu testen, darfst Du schon als gesichert annehmen. Warum Andere (eventuell unter anderen Testbedingungen) zu anderen Ergebnissen kommen, ist interessant, aber doch kein Grund, uns irgendwas zu unterstellen, nur weil wir nicht "beweiskräftig" archiviert haben! Wenn ich Zeit hätte, würde ich ja dem Problem nochmal auf den Grund gehen, aber die Aera TouCam ist mit dem Erscheinen der TIS Kameras für mich abgehakt, und es gibt interessantere Dinge....

So, ich hoffe, dass wir nun in Zukunft etwas direkter aber auch entspannter diskutieren können. Ich habe übrigens im "Astrofotografie" Forum zufällig Dein Dilemma mit den verlorenen Bildern gelesen, mein Beileid! Zum Trost kann ich Dir mitteilen wie es mir ergangen ist: Ich hatte in einem Luftfahrtforum mit enormem Aufwand von etwa hundert Stunden interessante Themen zu Technik und Flugverfahren (Seitenwindlandungen, Verhalten bestimmter Flugzeugmuster bei kritischen Bedingungen etc.) geschrieben, die innerhalb kurzer Zeit von über 7000 Leuten gelesen wurden (die höchste Zahl von Klicks, die es in diesem Forum je auf einen Thread gegeben hat), und dann kam der Forencrash, und weil die Leute nicht korrekt gesichert hatten, war Alles(!) weg. Und Du darfst raten: Auch diese Beiträge hatte ich nicht archiviert....

Gruß, Peter
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Peter,

Zitat von Wellmann:
Warum nicht gleich so deutlich sagen, worum es Dir geht, und dazu nicht erst die TouCam bemühen!
ich habe mich von Anfang an klar ausgedrückt, daß ich Sätze über angebliche "Verheimlichungen" "weder angemessen, noch hilfreich" finde, und dann erst ein "Beispiel" bemühen müssen.

Zitat von Wellmann:
Du kannst mir glauben, dass ich mich (auch bei Fragen über PN) schon deutlich darüber aufgeregt habe, dass trotz mehrfachem, konkreten Nachfragen eine klare Antwort nicht erfolgte. Wurde man am Ende sehr deutlich mit der Frage, so wurde sie einfach ignoriert.
Das ist das gute Recht aller Befragten :cool: - und ich würde dann vielleicht auch mal nachdenken, ob's nicht vielleicht auch an mir liegt statt an "Verheimlichtuerei".

Zitat von Wellmann:
Siehst Du, aus dieser Formulierung lese ich nun eindeutig (auch wenn es eventuell nicht so gemeint ist) eine Unterstellung heraus, das unsere Ergebnisse getürkt bzw. nicht glaubhaft sind.
s.o.

Zitat von Wellmann:
Dass ich als Physiker mit langer Laborerfahrung an der Uni in der Lage bin, eine einfache TouCam mal eben auf Bildqualität zu testen, darfst Du schon als gesichert annehmen. Warum Andere (eventuell unter anderen Testbedingungen) zu anderen Ergebnissen kommen, ist interessant, aber doch kein Grund, uns irgendwas zu unterstellen, nur weil wir nicht "beweiskräftig" archiviert haben!
Die Videotest- und Bildbeurteilungsqualitäten eines Physikers nehme ich aus gewissen Erfahrungen im Familien- wie Freundes- und Bekanntenkreis nicht vollautomatisch als gesichert an :cool: - und der "Andere" ist als Professor und Autor des "Handbuchs der professionellen Videoaufnahme" nicht nur für mich schon etwas mehr als "interessant" in diesen Fragen. :)
Und es geht (mir zumindest) bei allfälliger Filmarchivierung garantiert nicht um irgendwelche "gerichtsfesten" "Beweiskräftigkeiten" ...


Können wir uns nicht abschließend darauf einigen, daß wir uns zumindest über "Verheimlichtuerei" und "ToUcam-optimale Framerates" nicht einig sind? Nix für ungut - und viel Erfolg noch.

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Dieses Mal auch für Profis - Tutorial Teil 6..

Hallo Zusammen!

Es ist mir sehr peinlich, aber ich habe das Bedürfnis mich bei allen Forumsteilnehmern zu entschuldigen. Vorübergehend habe ich leider aus dem Auge verloren, dass genau diese Art von Diskussion nicht mein Stil ist, und auch das Forum sicherlich nicht weiter bringt!

Gruß, Peter
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben