Suche: Teleskop (n) für gemeinsame Abendstunden auf dem Balkon

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messyOne

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Moin,

wer bin ich? Wie bin ich hier gelandet? Mich vorgestellt habe ich in einem anderen Thread damit wir hier über das Sachliche sprechen können. Ich bin: Moin Forum

Mein Entschluss steht recht fest und ich möchte mir ein Teleskop zulegen. Seit einigen Tagen lese ich mich in die Materie ein und werde das wohl auch noch viele weiter Tage machen müssen um "alles" verstehen zu können. Hier kommt ihr ins Spiel! Ich würde gerne mit eurer Hilfe das richtige Teleskop für mich finden wollen. Ich versuche mal Kriterien zu definieren damit ihr eine konkretere Vorstellung habt:

Budget
Bei meinen Hobbies halte ich mich an die "Weisheit": Wer billig kauft, kauft zweimal. Allerdings zieht es mich auch nicht in den Profibereich.

Ort
Die meiste Zeit würde ich es auf dem Balkon (3er Stock von einem Reihenhaus in Buxtehude (nahe Hamburg)) verwenden wollen. Es kommt also zu Seeing, Lichtverschmutzungen und einem eingeschränkten Sichtbereich. Die Balkonfläche beträgt 130*300cm² und es ist zur Hälfte überdacht. Blickrichtung ist Süden und im Sichtfeld befindet sich ein Fußweg mit Laternen und eine Schule mit geringer Beleuchtung. Ansonsten sind keine Gebäude in Sicht. Es gibt noch einige Laubbäume die den unteren Bereich des Himmels abdecken. (Ich kann morgen auch mal ein Foto machen)
Macht der Ort bei diesen Bedingungen noch Sinn? Natürlich werde ich es auch mal bewegen wollen. Ich bin z.b. einmal jährlich in Süddeutschland (BaWü) wo es kleinere Berge gibt.

Einsatzzweck
Erstmal die Planeten, aber natürlich auch Galaxien und Nebel, wenn das aufgrund der örtlichen Bedingungen möglich ist. Deep-Sky? Puh, weiß nicht. Bestimmt auch. Ob ich auch Fotografie betreiben möchte weiß ich ebenfalls nicht. Fotografie weckt nicht so mein Interesse, aber Entdecktes zu verewigen hat natürlich auch seinen Reiz. Ich weiß, dass ich irgendwo ein paar Abstriche machen muss und es keine eierlegende Wollmilchsau gibt. Wo ich die Abstriche mache? Da benötige ich auch ein wenig Rat.

Bauart
Spiegel, Linsen oder Dobson? Auch unschlüssig bedingt durch den Einsatzzweck. Öffnung und Brennweite ebenfalls. Hilfe!

Montierung
Parallaktische Montierung oder Dobson.

Nutzer
Die meiste Zeit werde ich es selbst verwenden. Meine Kinder (3 und 5 Jahre) wird es bestimmt auch interessieren, aber vermutlich erst in ein paar Jahren.

Andere Kriterien fallen mir gerade nicht ein. Bitte hakt nach, wenn mehr Input benötigt wird.

Viele Grüße,
Daniel
 
Hi,

herzlich willkommen! Meine paar Ideen dazu:
  • Der Standort/die Bedingungen klingen nicht einfach
  • Es wäre m.M.n. wichtig, eine realistische Vorstellung davon zu haben, was man tatsächlich sehen kann. Ein Planet z.B. wird visuell nie ansatzweise so aussehen wie auf einem Foto. Eine Minimurmel mit Oberflächenstrukturen, die man mühevoll sehen lernen muss, ist so ziemlich das Maximum für mittelengagierte Hobbyastronomen.
  • Planeten scheinen so nah, aber die einfachsten Objekte sind offene Sternhaufen, Sternassoziationen und einige wenige helle Emissionsnebel. Die kann man schon mit einem Handfernglas gewinnbringend beobachten.
  • Sehr helle Objekte wie Planeten, planetarische Nebel und Kugelsternhaufen sind ebenfalls recht dankbar, wenn man das Auffinden und Nachführen im Griff hat.
Bei solchen Bedingungen würde ich nicht mit Öffnung alles erschlagen wollen, sondern nochmal genau überlegen, was die Prioritäten sein könnten: Eher die hellen, kleinen Objekte (hier wäre lange Brennweite und Goto/ automatische Nachführung vorteilhaft). Oder größere Objekte, wie offene Sternhaufen, die mit kleinen Geräten wie Spektiv, (Groß)Fernglas oder Weitfeld-Teleskop bei vergleichsweise niedrigen Vergrößerungen und einfacher manueller Nachführung beobachtet werden können.

Von der Idee, solche Anblicke einfach mal nebenbei zu dokumentieren, sollte man sich erst einmal verabschieden. Astrofotografie verhält sich zur normalen Fotografie wie ein Goumetmenü zur Tiefkühlpizza.

Viele Grüße
Sebastian

PS: Kinder können an allem Spaß haben...
 

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Hallo Daniel,

bei der geringen Tiefe des Balkons, würde ich vielleicht ein kurzes Rohr nehmen: MC oder SC.
Dobson fällt da sicher raus.
Ich hab anfangs auch nur auf parallaktische Montis geguckt, jetzt bin ich froh azimuthal zu arbeiten. Da hast du keine Gegengewichte und musst nichts neu ausrichten bzw. immer auf derselben Markierung stehen. Bei mir kommt die Frau schon mal abends mit dem Wäscheständer auf den Balkon und ich muss zur Seite.

Planeten, Mond, Doppelsterne kann ich gut sehen vom Stadtbalkon. Helle Nebel und kompakte Sternhaufen sehe ich nur als Hauch beim indirekten Sehen. Da ist eher die Freude, dass man es überhaupt gefunden hat.

Oft kommt der Rat, das größte Teleskop zu kaufen, dass man noch tragen kann und das teuerste, das man sich leisten kann.
Mein Rat für den Anfang wäre eher: Das kleinste (leicht, unkompliziert, schnell Einsatzbereit) und günstigste zu kaufen, dass einem noch Spaß bringen wird.

Viele Grüße
Spunti
 
Hallo Daniel,

da bin ich bei Spunti. Im Astrobereich mit der hohen Abbrecherquote sehe ich es für Einsteiger eher so: Teuer eingekauft heißt oft genug verlustreich wieder verkauft.

Ich bin ja ganz angetan von einem einfachen 80mm f/5 Fraunhofer. Bei Planeten zeigt der natürlich ordentlich Violettsaum, trotzdem kann ich damit Details wie Cassiniteilung oder GRF erkennen.Trotz nur 1,25 Zoll OAZ kommt man auf knapp 4 Grad Feld was das Aufsuchen erleichtert und für große Objekte optimal ist (zB Nordamerika, Cirrus Komplex)

Es gibt noch schlechtere Bedingungen als in Buxtehude, einfach weil das Umland nicht ganz so dicht besiedelt ist. Richtig gut sieht es laut Light Pollution Map (kostenlose App) schon ca 20km westlich aus. Also da würde ich schon öfters mal rausfahren. Mit Nebelfilter zeigt so ein kleiner Refraktor dann viele Emissionsnebel, ohne machen offene Sternhaufen am meisten Laune. Für Galaxien, Kugelsternhaufen und mehr Planetendetails hilft dann aber nur mehr Öffnung. Aber das kann ja später kommen.

VG Klaus
 
Hallo Daniel,

erstmal willkommen hier. Im blauen Forum (siehe Link) gibt es im Moment ein interessantes Angebot. Astrotreff - Astronomie Treffpunkt - Tele Vue Pronto mit Panoramic Montierung
Hier macht man def. nicht verkehrt, um zu erfahren ob das was für einen ist bzw. was man mit solch einer Öffnung sehen kann.
Es ist extrem Hochwertig und bei nicht gefallen findet man def. wieder einen Käufer ohne viel Geld vernichtet zu haben.
Das Stativ ist auch gleich mit dabei und ein guter Zenitspiegel für einen bequemen Einblick. Die Brennweite lässt sich säter noch verlängern für Planeten un so. Eine parallaktische Montierung ist aus meiner Sicht nicht gut geeignet den Himmel zu erfahren und kennen zu lernen.
 
Hallo Daniel,

jeder Jeck ist anders!

Der eine (siehe Nachbarthread) fängt mit nem 10" Newton an, der andere kauft sich ein 'Spielzeugteleskop', um erstmal ein Gefühl zu bekommen was man überhaupt sehen kann. Und bei beiden kann es sein, daß sie am Ende begeisterte Hobbyastronomen werden oder, dass sie die Ausrüstung nach ein oder zwei Jahren wieder verkaufen, weil sie doch kein Interesse entwickeln.

Das Billigteleskop ist sicher keine gute Idee, da hast Du Recht. Der 10" Newton wäre zu groß für Deinen Balkon.

Ich selbst habe mit einem kleinen 4" Maksutov angefangen, weil ich mir nicht sicher war ob ich bei dem Hobby bleibe. Das Mak ist recht kompakt und leicht, immer dabei und tagsüber als Spektiv nutzbar... so dachte ich. Es taugt nachts aber am ehesten für Planeten und ist für Deepsky zu lichtschwach. Und nun liegt es ungenutzt herum und wird demnächst vermutlich verkauft.

Würde ich jetzt nochmal anfangen, dann würde ich mir vermutlich ein Skywatcher 80/400 Startravel auf ner azimutalen Montierung kaufen. Kostet ca 200 Eur als Paket und hat alles was man zum Starten braucht. Und das wäre auch meine Empfehlung an Dich. Warum?
  • Das Gerät hat schon eine vernünftige Qualität bei einem günstigen Preis. Du kannst viele Objekte beobachten und damit einen Eindruck gewinnen was man überhaupt sehen kann.
  • Es ist sehr kompakt und auf deinem Balkon gut nutzbar und kann auch gut transportiert werden. Du kannst also leicht testen, ob Du lieber auf dem Balkon beobachten willst oder rausfahren.
  • Wenn Du dann mehr willst ist dieses Gerät nicht umsonst gekauft, denn erstens kannst Du es weiter als Reiseteleskop nutzen, zweitens lässt es sich auch mit einem größeren Teleskop als 'Supersucher' kombinieren und drittens wäre das auch ein gutes Teleskop, mit dem Deine Kinder üben könnten, wenn sie denn Interesse an der Sache entwickeln.
  • Letztendlich lässt sich das Set aber auch weiterverkaufen, ohne viel Verlust zu machen.
Entscheiden musst Du letztlich alleine. Ideal wäre, wenn Du bei anderen Sternfreunden mal mitgucken könntest, um ein Gefühl für die Dimensionen der Geräte und die Beobachtungsmöglichkeiten zu bekommen.

Ich selbst war zu ungeduldig. Zu dem Mak kam schnell das genannte 80/400. Das war mir aber zu klein und ich fand das Beobachten der Planeten zu anstrengend (geringe Vergrößerung und Auflösung) und das Aufsuchen von DS Objekten zu schwierig (zu wenig Öffnung) und bin nach einem Jahr schon hier gelande:

Ein schönes Paar DSC05441.jpg

Ein Skywatcher 120 Startravel und ein Celestron C8 auf einer selbst gebastelten azimutalen Montierung.

Jetzt flutscht es irgendwie und ich bin damit sehr glücklich... aber jeder Jeck ist anders!

Viel Glück für die richtige Entscheidung und viele schöne Sternennächte!

Oli
 
Hallo Daniel,

der bereits verlinkte 70mm Pronto ist ganz sicher, neben einem guten 8x40 bis 10x50 Fernglas das eine Extrem für Deinen Balkon,
der 10" Dobson aus dem Nachbarthread


das Andere.
Da es anklang, es geht in der Länge schon bei 110 cm Tiefe,

Link zur Grafik: https://*entfernt*/images/PICS/img_0957.jpg

130 cm Tiefe sind besser, aber das muss man schon auch wollen.
Das abgebildete Teleskop ist zwar nur ein 150/900er Eigenbaudobson, aber etwa so lang wie ein 8-Zöller oder 10-Zöller mit 1200 mm Brennweite.

Kleiner, hier mal ein 6 Zöller mit knapp 750 mm Brennweite,

Link zur Grafik: https://*entfernt*/images/6er3.jpg

oder auch kompakter z.B. als MAK, geht deutlich leichter, aber alles hat seine Vor- und Nachteile.
Kompaktteleskope mit Heckeinblick und größerer Öffnung brauchen z.B. ein recht beachtliches Stativ, das braucht auch Platz.

Gruß
*entfernt*
 
Moin,

vielen Dank für die prompten Antworten. Ich habe die Nachrichten den Tag über verfolgt, aber komme jetzt erst dazu zu antworten.

Ich werde nicht auf jede Nachricht einzeln eingehen, aber eines kann ich sagen: Alle waren hilfreich!

Richtig gut sieht es laut Light Pollution Map (kostenlose App) schon ca 20km westlich aus.
Sehr interessant! Die App habe ich gleich installiert und da habe ich ja Glück mit meiner Heimat.

Der Standort/die Bedingungen klingen nicht einfach
Wie ist es, wenn man auf der Terrasse oder im Garten dem Hobby frönt, wie viel macht der Höhenunterschied zum 3. Stock aus?

Es wäre m.M.n. wichtig, eine realistische Vorstellung davon zu haben, was man tatsächlich sehen kann.
Ich suche in den letzten Tagen in meinem Umfeld nach einer Person, die im Besitz eines Teleskopes ist.

Es wäre m.M.n. wichtig, eine realistische Vorstellung davon zu haben, was man tatsächlich sehen kann.
Mein Rat für den Anfang wäre eher: Das kleinste (leicht, unkompliziert, schnell Einsatzbereit) und günstigste zu kaufen, dass einem noch Spaß bringen wird.
da bin ich bei Spunti. Im Astrobereich mit der hohen Abbrecherquote sehe ich es für Einsteiger eher so: Teuer eingekauft heißt oft genug verlustreich wieder verkauft.
Und bei beiden kann es sein, daß sie am Ende begeisterte Hobbyastronomen werden oder, dass sie die Ausrüstung nach ein oder zwei Jahren wieder verkaufen, weil sie doch kein Interesse entwickeln.
Ich bin nochmal in mich gegangen und habe mir euren Rat zu Herzen genommen. Ich würde es tatsächlich langsamer angehen lassen wollen. Warum nicht mit einem kleineren Modell beginnen und sehen ob mir die ganze Geschichte wirklich liegt? Wenn mich das Fieber doch nicht richtig packt, ein paar Sessions werde ich dennoch machen. Auch würde es über die Jahre immer wieder hervorgeholt. Auch wenn es einfach nur der gute alte Mond ist, den man betrachten möchte. Natürlich hoffe ich, dass ich am Ball bleiben werde.

Würde ich jetzt nochmal anfangen, dann würde ich mir vermutlich ein Skywatcher 80/400 Startravel auf ner azimutalen Montierung kaufen. Kostet ca 200 Eur als Paket und hat alles was man zum Starten braucht.
Da mein Wissen noch sehr eingeschränkt ist, bin ich natürlich auf eure Empfehlungen angewiesen. Dein Vorschlag hat genau die richtige Preiskategorie. Der Fakt, dass es gerne als Sucher oder Reiseteleskop verwendet wird, ist auch sehr interessant. So hat es auch später noch eine Funktion (falls das Fieber ausbricht).
Hast du vielleicht einen Link für mich? Was sollte denn in dem Paket enthalten sein?
Ich bin natürlich nicht von weiteren Vorschlägen im ähnlichen Preissegment abgeneigt.

Viele Grüße,
Daniel
 
Hallo Daniel,

hier das Set bei zwei großen süddeutschen Händlern:



Damit kannst Du einfach loslegen. Alles was Du brauchst ist dabei.

Die Okulare sind natürlich nicht die beste Qualität aber wenigstens sinnvoll für dieses Teleskop und für den Anfang in Ordnung. Es ist auch ein 90° Zenitspiegel dabei, das ist wichtig.

Wenn Du da später optimieren willst bekommst Du hier im Forum oder gern auch von mir ein paar Tipps für deutlich bessere Okulare zu einem günstigen Preis.

Gruß Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Daniel,

der Höhenunterschied zwischen Garten und Balkon im 3. Stock spielt nur dann eine Rolle, wenn im Garten die Sicht durch Bäume oder Häuser eingeschränkt ist.

Der Unterschied zwischen Beobachten im freien Feld und auf dem Balkon hat eher was mit ungünstigen Luftströmungen (z.B. durch eine warme Hauswand) zu tun, die die Qualität der Abbildung bei hohen Vergrößerungen sehr stark beeinflussen können.

Noch eine Bitte: falls Du das Teleskop tagsüber benutzen willst, dann niemals in Richtung Sonne!!! Einmal aus Versehen durch ein Teleskop in die Sonne geschaut und das entsprechende Auge ist kaputt! Deshalb auch tagsüber niemals Kinder mit dem Teleskop alleine lassen!

Gruß Oli
 
Hallo Daniel,

man kann nicht sagen dass Balkone immer unter mehr Luftunruhe leiden. Ich hatte auf meinem früher öfters hervorragende Bedingungen trotz Nähe zur Hauswand und niedrigem Planetenstand. Das sollte man einfach ausprobieren, aber das machste dann ja eh... Erhöhte Standorte haben den Vorteil dass man dort aus dem Bodendunst herauskommt.

VG Klaus
 
Hallo Daniel,

erst einmal ein Lob für die konkrete Anfangsbeschreibung. Das sehe ich hier wirklich selten und erspart viele Nachfragen.

Ich würden einen Dobson mit in die Überlegung einbeziehen. Ich habe selbst mit ca. 16 Jahre mit einem 114/900 mm Newton auf Wackelmontierung angefangen. So praktisch fand ich das Stativ nicht und einmal kurz angestoßen ist es mir auch schnell umgefallen. Bei Freunden habe ich vor ca. 2 Jahren so ein Billig-Refraktor aus dem Kaufhaus gesehen, man das war vielleicht eine Katastrophe. Da kommt allein schon wegen der Montierung keine Freude auf und der Anblick war auch nicht gerader der Brüller.
Da war die Enttäuschung vorprogrammiert, das Hobby schnell erledigt und das Teil verschwand im Keller.

Ein Dobson hat keine Wackelmontierung. Einfach die Rockerbox hinstellen, Tubus einhängen und los geht's.
Und dann steckt das Budget fast komplett in der Optik. Hier bekommst Du die größte Öffnung für Dein Geld.

Nun konkret halte ich einen Dobson bis 8" für sinnvoll.
1. Skywatcher Heritage 130P - 130mm Öffnung mit 650mm Brennweite.
2. GSO oder Skywatcher 6" Dobson - 150mm Öffnung mit 1200mm Brennweite.
3. GSO oder Skywatcher 8" Dobson - 200mm Öffnung mit 1200mm Brennweite.

Zu 2) und 3)
Den Tubus kann man noch locker unter einem Arm tragen und die 130cm Tiefe des Balkons reichen da aus. Nur das Balkongitter muss überwunden werden, wobei man ja selten in Horizontnähe beobachtet.

Wichtiger Aspekt ist die Lagerung und der einfache Aufbau. Je simpler das organisiert wird, desto häufiger kommt das Teleskop auch zum Einsatz.

Gruß,
Holger
 
Ich habe eine ähnliche Konstellation - hauptsächlich beobachte ich auf einer nach Süden ausgerichteten Dachloggia.
Um über den Rand/Geländer zu kommen benötige ich definitiv etwas auf einem Stativ.
Bodenstehende Montagen wie ein Dobson schränken zu sehr ein. Die Fläche des Balkons mit 130x300 ist auch nicht wirklich tief.

Wie wäre es für den Anfang mit einem guten Feldstecher und Stativ? Kompakt, handlich, unkompliziert.
Geht auch mal ganz spontan aus der Hand im Liegestuhl.
Gut auch als Ergänzung zu einem späteren Teleskop für erste Rundumsicht und Orientierung.

Grüße

Andreas
 
Ich würde mich auch nicht unbedingt zu schnell auf den 80/400 festlegen, auch wenn sich das Gerät doch deutlich positiv von dem von Holger beschriebenen Kaufhausteleskop abhebt. Ich habe selbst ein Gerät mit den gleichen Eckdaten für eine Einsteigerin besorgt und mit Amiciprisma und Zoomokular zu einem vielfältig nutzbaren Gerät gemacht. Durch Gebrauchtkäufe blieb der Gesamtpreis einsteigerfreundlich.

Auch der Heritage 130P ist ein sinnvoller Kandidat, der auf einem standfesten Hocker auf dem Balkon gut funktionieren kann. Die beiden 1200mm Teleskope halte ich jedoch für problematisch groß, vor allem, wenn der Balkon nicht ausschließlich dem Teleskop vorbehalten bleiben kann.
Optimal für einen Balkon sind übrigens Säulen. Die können sehr nahe am Geländer stehen und die flachen Füße können leicht überstiegen werden.

Aus Daniels Antwort entnehme ich aber zwei wichtige Hinweise:
  1. Es muss nicht zwangsläufig der Balkon sein und ggf. ist auch die Nutzung nahegelegener dunkler Gebiete möglich.
  2. Ein Budget in einer anderen Größenordnung als das 80/400 (z.B. eine Null mehr hinten dran) war nie wirklich vorgesehen.
Beides sind dann doch wieder gute Argumente für einen (transportablen) Dobson.

Allerdings sollte jedem klar sein, dass mit dem Kauf des Fernrohrs der Spaß erst anfängt und sich der Preis des Teleskops selbst schnell relativieren kann:
  • Auch bei sinnvoll ausgewählten Beilageokularen kommt der richtige Spaß erst mit gut ausgewählten, passenden Okularen auf. Ich setze mal einen Stückpreis von ca. 100 Euro und eine Mindestanzahl von 3 Stück an, wohl wissend, dass es manchmal Schnäppchen gibt und mit dem Hinweis, dass ich persönlich bisher mit keinem Okular in dieser (Neu)Preisklasse länger zufrieden war.
  • Ähnliches gilt für ein eventuelles "Beilage"Stativ. Auch wenn es nicht gleich beim ersten Aufbauen zusammenbricht und auf magische Weise sämtliche Vibrationen der näheren Umgebung aufnimmt und verstärkt (wie es die Stative von Kaufhausteleskopen zu vermögen scheinen) ist die Stabilität eines Holzstativs oder einer Stahlsäule doch ein Komfortfaktor, den man ganz schnell nicht mehr missen will.
  • Ebenso ist ein ordentlicher Dobson von einem verantwortungsbewußten Händler ein guter Einstieg, aber spätestens, wenn man auf einem Teleskoptreffen mal ein von kundiger Hand optimiertes Gerät führen durfte, werden einem die Einschränkungen der 300-Euro-Klasse schnell bewußt. Ich wage mal die Gegenthese: In den wenigsten Dobsons, die erfahrene Benutzer verwenden, steckt das meiste Geld in der Optik. Zumindest nicht, wenn man für seine eigene Arbeitsleistung (für Auswahl, Optimierung, Wartung) wenigstens den Mindestlohn ansetzt...
  • Ein Sternatlas, eine Rotlichtlampe, ein Kalibrierungstool, ein Astrostuhl... Die Liste an sinnvollem und teilweise unverzichtbarem Zubehör ist lang und lässt sich preislich auch nicht immer unter den Kosten für das Teleskop selbst halten.
Damit will ich kein Plädoyer für den Einstieg mit einem Gerät für mehrere tausend Euro halten. Aber analog zum Erwartungsmanagement bei den visuell sichtbaren Details an astronomischen Objekten sollte man sich auch halbwegs bewußt sein, welche Zusatzkosten bzw. -aufwände neben dem Teleskop an sich noch auf einen zukommen.

Generell kann ich nur zum bewußten Gebrauchtkauf raten. Nicht unbedingt, um Geld ggü. den Neupreisen für EInsteigergeräte zu sparen, sondern eher, um eine Leistungsklasse höher zum ähnlichen Preis zu bekommen. Alle üblichen Warnhinweise für den Gebrauchtkauf im Allgemeinen sollten natürlich berücksichtigt werden.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Daniel,

bei der Planung eines Teleskops auf so einem Balkon wird manchmal auch vergessen, dass da ja eventuell noch Tisch und Sitz-/Liegemöbel, eventuell gar ein Grill und ein paar Leute unterkommen müssen.

Dennoch halte ich es gerade für einen Einsteiger nicht unbedingt für ratsam, Öffnung und Qualität so weit wie möglich nach unten zu schrauben. Etwas mehr Lichtsammelleistung, Auflösungsvermögen und Vergrößerungsfähigkeit ist auch und gerade auf einem Balkon kein Fehler, sonst kann man auch bei einem guten 10x50 oder 8x40 Fernglas, das dort m.E. eh hin gehört, bleiben.
Daher würde ich z.B. den 130/650er Skywatcher Heritage einem 80/400er Achromaten auf jeden Fall vorziehen.
Aus verschiedenen wichtigen Gründen in dieser Öffnungsklasse auch nur und ausschließlich den SW 130P, also
genau diesen (wird auch von anderen Händlern verkauft)
weil er, auch wenn er nicht so schön aussieht, als einziger der (Dobson)Kandidaten das Potenzial (an)gegebener Öffnung nutzt. (Das genauer darzulegen macht m.E. erst Sinn, wenn so etwas in Frage kommt, denn das wird lang).
So was passt auf einen stabilen Tisch, den man eventuell eh auf dem Balkon braucht, ein stabiler Hocker tuts auch.

Parallaktisch montiert, bzw azimutal mit Stativ gäbe es dann noch andere Kandidaten, sowohl als Linsenteleskop als auch Spiegel.

Bei den größeren Dobsons will ich noch auf eine Variante hinweisen die technikbegeisterten Leuten entgegen kommt und (nicht nur) auf einem Balkon mit Lichtverschmutzung ganz nützlich sein kann:


Auch das geht z.B. auf einem Balkontisch oder einer Zubehörkiste passender Höhe und die Länge des Tubus hält sich bei 1000 mm Brennweite in sehr akzeptablen Grenzen.

Die Montierung gibts auch einzeln, für andere Teleskope passender Größe.


Natürlich hat man auf einem Balkon deutlich mehr Seeingeinflüssen zu kämpfen als auf einer großen Wiese und ich kann meinen 8-Zöller dort eigentlich nie sinnvoll auf sonst am Mond und an Planeten locker mögliche 300fach vergrößern. Da bleibt man schon mal bei 150 bis 200 fach stecken.
Fakt ist aber auch, dass deutlich kleinere Öffnungen oder auch z.B. farbfehlerbehaftete Achromate schon an die 150fach gar nicht sinnvoll heran kommen.
Der hier häufig genannte 80/400er hat allerspättestens bei 80fach fertig, unter Ignoranz der Farbfehlers geht eventuell auch etwas mehr, ein 130er Newton pack die 150 bis 200fach, wenn er gut ist.

Eventuell noch etwas Leesestoff zum Seeing

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Um die MC und SC noch mal ins Feld zu führen: Skymax 102 oder 127 Auf AZ-Pronto.
Du siehst, du musst die Vor- und Nachreile genau abwägen.
Den 80/400 würde ich nicht favorisieren wegen der Farbfehler und in der Stadt guck ich normalerweise genau nach Planeten und Mond, wo ich diese Fehler nicht brauche.
 
Hallo,

zum Einstieg sind die Beilagenokulare gar nicht so schlecht. Beim 6" F8 Dobson müssen die auch nicht so hochwertig sein.
Ich habe ja inzwischen einen 12" F5 Dobson und auch da ist es ja nicht so, dass die recht günstigen Okulare unbrauchbar wären.
Gute Erfahrungen habe ich da z.B. mit einem 8mm Planetary und einem TSSW15mm Okular gemacht. Kostet neu deutlich unter 100 Euro und ich bin damit sehr zufrieden, vor allem vom Preis-Leistungsverhältnis. Auch die typischen Beilagenokular (z.B. Super 10mm) bilden noch ordentlich ab. Also für den ersten Einstieg reicht das doch aus, ich beobachte nach vielen Jahren immer noch mit diesen Okularen.
Auch das Zubehör würde ich zu Beginn auf das Nötigste beschränken. Erst einmal wichtige Erfahrungen sammeln und dann gezielt nachkaufen ist mein Vorschlag.
Ich nutze zur Planung und Orientierung z.B. die Freeware Stellarium. Einen Astrostuhl habe ich auch nicht, Gartenstuhl reicht mir.
Rotlichtlampe habe ich selbst gebastelt oder nehme das Rücklicht vom Fahrrad usw...

In den meisten Fällen kann man mit so einem Standard Paket erst einmal starten, eventuell erweitert mit einem weiteren Okular.
Ich würde da eins für größere Vergrößerungen bevorzugen, so um die 6mm.

Gruß,
Holger
 
Hallo Daniel,

das Heritage ist tatsächlich auch ein guter Einstieg für Dein Budget. Der Farbfehler ist geringer und die Öffnung deutlich größer als beim 80/400 = mehr Auflösung und mehr Licht für Deep Sky. Es ist halt nicht ganz so kompakt, ein offenes System (Staub) und Du brauchst immer etwas wo Du es drauf stellen kannst.

Ideal wäre, wenn Du einen Händler in Deiner Nähe fändest wo Du beides mal anschauen könntest.

Einstweilen guck mal hier:


und hier:

Gruß
Oli,

P.S.: Lass Dich nicht verwirren. Das ist natürlich viel Information und so richtig einschätzen kann mans halt erst wenn man etwas praktische Erfahrung hat
 
Hallo Daniel,

Nur um es zusammenzufassen:

Heritage 130p:
- kein Farbfehler
- Höhere Vergrößerung möglich
- ca 1mag mehr Grenzgröße
- Braucht einigermaßen stabilen Tisch
- Erreichbares Feld ca 2,4 Grad bei 1,25 Zoll

80/400 Startravel AZ 3
- kann als Ganzes transportiert werden, kein Tisch erforderlich.
- Erreichbares Feld ca 3,9 Grad
- Farbfehler

Beide:
- Mit f/5 etwas okularkritisch
- Planetary Okulare geeignet und erschwinglich

Beide Teleskope haben ihre Stärken und Schwächen. Rein optisch ist der Heritage im Vorteil. Die nur 2,4 Grad Feld des Heritage sind kaum mehr als ein typischer 8 Zöller hat. Damit schied es für mich damals bei der Wahl als Zweitteleskop aus.

VG Klaus
 
[...]
Der hier häufig genannte 80/400er hat allerspättestens bei 80fach fertig, unter Ignoranz der Farbfehlers geht eventuell auch etwas mehr, ein 130er Newton pack die 150 bis 200fach, wenn er gut ist.
[...]

Günther bringt ein gutes Beispiel für das Erwartungsmanagement. Ich würde den 80er z.B. gar nicht über 50x quälen und wahrscheinlich am häufigsten bei 25...35x betreiben. Dann stört kein Farbfehler, die Austrittspupille ist groß genug und ich finde, es gibt genug Objekte, die damit schon spannend anzusehen sind. Auf Svens Seite - im Beitrag von Oli dankenswerterweise verlinkt - sieht man als Beispiel Preasepe (M 44) und auch der Orionnebel sieht dann schon schön aus.

Um auf Svens sehr informativer Seite zu bleiben: Der Weg zu einem Jupiter, wie er dort ganz unten zu sehen ist, ist deutlich weiter. Da bietet auch der 130P eher die Darstellung von weiter oben...

Viele Grüße
Sebastian
 
Ähhh ja Sebastian,

der *entfernt* hat auch wieder schlampige Rechtschreibfehler drin.:rolleyes:

Aber gut, unabhängig davon passts schon.
Noch eines zu der Notwendigkeit einen kleinen, niedrigen Dobson höher zu sellen.
Tisch, Hocker, notfalls Bier/Wasserkiste, aber auch das, was jedes andere Teleskop braucht, passt natürlich.
Man kann auch ein handelsübliches Stativ unter so eine Tischbox setzen und die Box darauf festschrauben.
Hier mal eine meiner Lösungen, natürlich Selbstbau, hauptsächlich aus (Baumarkt) Dachlatten

Link zur Grafik: https://*entfernt*/images/PICS/Newtondobs2.jpg

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Um die MC und SC noch mal ins Feld zu führen: Skymax 102 oder 127 Auf AZ-Pronto.
Du siehst, du musst die Vor- und Nachreile genau abwägen.
Den 80/400 würde ich nicht favorisieren wegen der Farbfehler und in der Stadt guck ich normalerweise genau nach Planeten und Mond, wo ich diese Fehler nicht brauche.
Wenn der Himmel so unterirdisch ist, dass ich nur Planeten gucken kann (und die sind ja aus Balkonsicht sowie wg. ekliptikaler Koordinaten auch nicht immer zu beobachten), würde ich die Version 'Balkon' streichen. Wenn es jedoch auch mal Sterne bis 4./5. Größe gibt, dann lohnt es sich definitiv. Allerdings wäre ein Mak gerade für Anfänger eher ungeeignet zum Kennenlernen des Firmamentes - viel zu kleines Gesichtsfeld (~1,6° beim genannten mit 1,25"-Okus). Wie Sebastian schrieb, erstmal bei 25-35x bleiben (bei einem Gesichtsfeld mit dann vierfacher Fläche), und sich am beobachtbaren Himmelsausschnitt orientieren. Und am Balkon würde ich auch keine Kistenkonstruktion haben wollen - zu schnell gerät man dann vllt. beim Schwenken und gleichzeitigem Gucken durch's Okular aus dem Bereich des sicheren Standes. Daher eine Wahl treffen, welche ein Beobachten im Sitzen präferiert - ein niedriges, stabiles Dreibein von Berlebach und dem draufgeschraubten 130P (gibt solche Möglichkeit) wäre da auch finanziell überschaubar; wobei natürlich der Refri den Vorteil der deutlich weniger wechselnden Einblickshöhe hätte.

stabile Wahl
Manfred
 
Hallo Manfred,

so weit,

........Daher eine Wahl treffen, welche ein Beobachten im Sitzen präferiert - ein niedriges, stabiles Dreibein von Berlebach und dem draufgeschraubten 130P (gibt solche Möglichkeit) wäre da auch finanziell überschaubar; wobei natürlich der Refri den Vorteil der deutlich weniger wechselnden Einblickshöhe hätte.

stabile Wahl
Manfred

so gut.

Der Wechsel der Einblickhöhen ist jedoch bei beiden Varianten etwa gleich.
Beim Refraktor mit 400 mm Brennweite und Zenitspiegel dran eben hinter dem Drehpunkt für die Höhe entsprechend der Neigung niedriger,
beim Newton mit 650 mm Brennweite vorne seitlich, etwa gleich weit vom Drehpunkt weg, entsprechend der Neigung über dem Drehpunkt.

Vorteil Refraktor wäre, dass man ihn näher zum Geländer oder zur Brüstung hin positionieren kann.

Vorteile des Newtons wären in höherer Auflösung und Vergrößerungsfähigkeit sowie Farbreinheit zu suchen.
Auch die Minimalvergrößerung bei angepasster AP für den Standort stetzt sich besser vom Freihandfernglas ab.
Für 5 mm AP 16fach für den Refraktor zu 26fach beim Newton.

Top notch wäre ja ganz sicher ein ~100er ED/APO aber das ist halt außer Reichweite.

Gruß
*entfernt*
 
Jenseits der Auflösung oder Vergrößerungsfähigkeit oder auch Einblickhöhe sehe ich eben wegen der beschriebenen unterschiedlichen Aufstellung den Vorteil eines Refris: während das Objektiv über die Brüstung lugt, sitze ich deutlich weiter von ihr weg. Beim Newton bin ich an besagtem Ort immer mit dem Einblick an der Kante - und in guten Nächten gar mal durchgefroren und übermüdet. Wäre für mich eben ein Kriterium im 3. Stock… :cautious:
 
Hallo Daniel,
ich habe u.a. auch den Heritage 130p. Den stell ich rechtzeitig auf den Balkon zum Auskühlen. Wenn Wolken kommen...Tür auf...reinholen...ohne großes Rümgerödel. Ich habe ihn vernünftig justiert und bin zufrieden mit dem Teil; zumal man ihn überall mit hinnehmen kann. Den größeren Newton bauen ich nur im Garten auf, wenn ich längere Sessions plane.
Falls ihr mal Richtung Pinneberg unterwegs seid, kannst du den kleinen gern mal begraben.
Lg Tanja
 
Hallo Daniel

Top notch wäre ja ganz sicher ein ~100er ED/APO aber das ist halt außer Reichweite.

Den ersten Teil dieser Aussage darf ich bestätigen: Ich bin letztes Jahr mit ähnlichen Voraussetzungen wie du beschreibst (etwas grössere Terrasse) mit diesem 100er ED auf einer EQ-5 eingestiegen. Das Teleskop konnte ich recht günstig erwerben (Ausstellungsware) und bin nach wie vor zufrieden damit. Die Monti kann ich eingenordet stehen lassen und der Refri ist schnell einsatzbereit.

Irgendwann kommt halt schon der Wunsch nach mehr Öffnung. Vor allem für DSO. Die EQ-5 hat ja noch etwas Luft nach oben. Wenn du die Montierung nicht stehen lassen kannst, dann wäre eine Alt/Az-Montierung praktischer (und platzsparender), zB. eine Skytee2.

Lg Martin
 
Irgendwann kommt halt schon der Wunsch nach mehr Öffnung.
Hallo Daniel, darum würde ich an deiner Stelle eher zu einem MC oder SC tendieren. Mehr Öffnung und kompakt in den Abmessungen. Deine Frau kommt mit der Wäsche noch daran vorbei.. :)
Auch finde ich, das bei einem Refraktor ab ca. 50cm Länge ein Stativ mit Kurbel zur schnellen Höhenverstellung sinnvoll ist. Bei einem MC oder SC nicht unbedingt.
LG
 
Moin

Wow, ich bin wirklich begeistert. Die Menge an qualitativ hochwertigen Antworten ist in diesem Forum sehr hoch. Ich bin ebenfalls in anderen Foren aktiv (andere Themenbereiche) und da sieht man sich sehr oft mit anderen Qualitäten von Antworten konfrontiert. ;)

Die Menge an Informationen muss ich erstmal verarbeiten. Nach euren Kommentaren bin ich vom Skywatcher 80/400 Startravel ein wenig abgerückt. Ich finde die Dobsonmodelle recht interessant. Wie gesagt, erstmal die Infos verarbeiten und die Teleskope genauer betrachten.
Ich habe heute zum Glück einen Arbeitskollegen gesprochen, der einen Freund hat, der wohl ziemlich aktiv dabei ist. Er hat sich gerade neue Hardware zugelegt. Ich werde ihn wahrscheinlich am Sonntag aufsuchen. Vielleicht hat er ja keine Verwendung mehr für sein alte Hardware und ich kann sie erwerben. Die Spannung steigt!

bei der geringen Tiefe des Balkons, würde ich vielleicht ein kurzes Rohr nehmen: MC oder SC.
MC? SC? Was bedeutet das?

der Höhenunterschied zwischen Garten und Balkon im 3. Stock spielt nur dann eine Rolle, wenn im Garten die Sicht durch Bäume oder Häuser eingeschränkt ist.

Der Unterschied zwischen Beobachten im freien Feld und auf dem Balkon hat eher was mit ungünstigen Luftströmungen (z.B. durch eine warme Hauswand) zu tun, die die Qualität der Abbildung bei hohen Vergrößerungen sehr stark beeinflussen können.
man kann nicht sagen dass Balkone immer unter mehr Luftunruhe leiden. Ich hatte auf meinem früher öfters hervorragende Bedingungen trotz Nähe zur Hauswand und niedrigem Planetenstand. Das sollte man einfach ausprobieren, aber das machste dann ja eh... Erhöhte Standorte haben den Vorteil dass man dort aus dem Bodendunst herauskommt.
Aha! Danke. Probieren ist hier wohl die Divise. Die Bäume könnten tatsächlich stören. Im Winter tragen sie ja kein Laub, vielleicht lassen sie dann ein wenig mehr Sicht zu.

Noch eine Bitte: falls Du das Teleskop tagsüber benutzen willst, dann niemals in Richtung Sonne!!! Einmal aus Versehen durch ein Teleskop in die Sonne geschaut und das entsprechende Auge ist kaputt! Deshalb auch tagsüber niemals Kinder mit dem Teleskop alleine lassen!
Danke für den Hinweis. Sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber oftmals ist man gerade wegen der Selbstverständlichkeit unachtsam.

erst einmal ein Lob für die konkrete Anfangsbeschreibung. Das sehe ich hier wirklich selten und erspart viele Nachfragen.
Danke sehr!

Ich würden einen Dobson mit in die Überlegung einbeziehen.

Nun konkret halte ich einen Dobson bis 8" für sinnvoll.
1. Skywatcher Heritage 130P - 130mm Öffnung mit 650mm Brennweite.
2. GSO oder Skywatcher 6" Dobson - 150mm Öffnung mit 1200mm Brennweite.
3. GSO oder Skywatcher 8" Dobson - 200mm Öffnung mit 1200mm Brennweite.
Beides sind dann doch wieder gute Argumente für einen (transportablen) Dobson.
Ich habe ihn vernünftig justiert und bin zufrieden mit dem Teil; zumal man ihn überall mit hinnehmen kann.
Das Heritage 130p und 6" Dobson sind sehr interessant!

Um über den Rand/Geländer zu kommen benötige ich definitiv etwas auf einem Stativ.
Da könnte ich Glück haben. Das Geländer ist (unangenehm) niedrig. Endet unterhalb meiner Hüfte bei ca. 1 Meter.

sonst kann man auch bei einem guten 10x50 oder 8x40 Fernglas, das dort m.E. eh hin gehört, bleiben.
Wie wäre es für den Anfang mit einem guten Feldstecher und Stativ? Kompakt, handlich, unkompliziert.
Geht auch mal ganz spontan aus der Hand im Liegestuhl.
Also aus der Hand komme ich mit meinem 10x50 absolut nicht zu recht. Das wackelt zu sehr. Ein passendes Stativ habe ich leider nicht und mit zieht es zu Größerem. ;)

bei der Planung eines Teleskops auf so einem Balkon wird manchmal auch vergessen, dass da ja eventuell noch Tisch und Sitz-/Liegemöbel, eventuell gar ein Grill und ein paar Leute unterkommen müssen.
Auch der Heritage 130P ist ein sinnvoller Kandidat, der auf einem standfesten Hocker auf dem Balkon gut funktionieren kann. Die beiden 1200mm Teleskope halte ich jedoch für problematisch groß, vor allem, wenn der Balkon nicht ausschließlich dem Teleskop vorbehalten bleiben kann.
Optimal für einen Balkon sind übrigens Säulen. Die können sehr nahe am Geländer stehen und die flachen Füße können leicht überstiegen werden.
Der Balkon ist ausschließlich dem Teleskop vorbehalten. Wir haben ein sogenanntes Split-Level-Haus. Ein relativ schlankes dafür hohes aus auf Etagen und Zwischenetagen aufgebaut. Das sorgt dafür, dass wir 3 Balkons und die/den Terrasse/Garten besitzen. Der Balkon im oberen Stockwerk (Arbeitszimmer/Gästezimmer) ist sozusagen mein Reich.
Was meinst du mit Säulen? Sowas hier: Omegon Montierung Push+ ?

Ein Budget in einer anderen Größenordnung als das 80/400 (z.B. eine Null mehr hinten dran) war nie wirklich vorgesehen.
Mein ursprünglich gedachtes Budget lag bei ca. 500. Nun habe ich es eher runtergeschraubt um zunächst praktische Erfahrungen zu sammeln. Eine Null dahinter ist mir für den Einstieg dann doch zu krass.

Auch das Zubehör würde ich zu Beginn auf das Nötigste beschränken. Erst einmal wichtige Erfahrungen sammeln und dann gezielt nachkaufen ist mein Vorschlag.
Allerdings sollte jedem klar sein, dass mit dem Kauf des Fernrohrs der Spaß erst anfängt und sich der Preis des Teleskops selbst schnell relativieren kann
Das ist in Ordnung. Es ist bald Weihnachten und man kann sich ja auch Stück für Stück eindecken. Da bin ich ganz bei Holger.

Generell kann ich nur zum bewußten Gebrauchtkauf raten. Nicht unbedingt, um Geld ggü. den Neupreisen für EInsteigergeräte zu sparen, sondern eher, um eine Leistungsklasse höher zum ähnlichen Preis zu bekommen. Alle üblichen Warnhinweise für den Gebrauchtkauf im Allgemeinen sollten natürlich berücksichtigt werden.
Ja, aber da bin ich immer sehr vorsichtig. Vielleicht habe ich am Sonntag Glück (s.o.).

Ich nutze zur Planung und Orientierung z.B. die Freeware Stellarium.
Wird gleich runtergeladen. Habe auch schon ein paar Apps installiert.

Einstweilen guck mal hier:

Die Seite habe ich zum Glück schon entdeckt und lese momentan den roten Faden durch.

Hier mal eine meiner Lösungen, natürlich Selbstbau, hauptsächlich aus (Baumarkt) Dachlatten

Link zur Grafik: https://www.astrozoom.de/images/PICS/Newtondobs2.jpg
Sieht super aus. Ich schrecke ein wenig vor Selbstbau zurück, aber wer weiß...

Falls ihr mal Richtung Pinneberg unterwegs seid, kannst du den kleinen gern mal begraben.
Was meinst du mit begraben? Unter der Erde hat man doch ganz andere Sorgen als Seeing!?

Viele Grüße,
Daniel
 
MC und SC: Maksutov-Cassegrain und Schmidt-Cassegrain. Eine Mischung aus Spiegel und Linse. Ich wollte nicht googeln, wie man das genau schreibt, hab es jetzt aber eben doch getan :-) Das Sichtfeld ist klein, aber man sucht ja mit dem Sucher.

Grüße
Spunti
 
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