Ehemaliges Mitglied 31195
Wobei wir wieder bei Philip Morris und Fukoshima wären. "Wenn es da ein Risiko gäbe, dann würde niemand .... Bla Bla Bla"
*entfernt*
*entfernt*
Irgendwie so könnte es doch gehen, oder?
Zitat von MiMeDo:Aber die Person die am allerallerallermeisten daran interessiert sein muss dass da nix schief geht ist der Betreiber selber.
Du hältst ihn offensichtlich für dumm. Er mag vieles sein, aber wenn eines nicht, dann dumm.Und wenn mal eine Kollision droht, dann interessiert das bei Musk & Co. niemanden.
Und wenn ich da von „Sonnenschirmchen“ lese, die die Dinger unauffälliger machen sollen, dann fällt mir nix mehr ein. Wer glaubt denn, dass der gnädige Herr Musk auch nur einen Dollar ausgibt, für so ein Zeug? Ich nicht!
Ich denke, der einzige Weg, dem Elon gleichzeitig "sein Spielzeug" nicht zu verbieten und den Astronomen "ihr Spielzeug" nicht kaputt zu machen, ist die Suche nach einer einvernehmlichen Lösung für alle. Klingt ja erstmal nach Widerspruch, aber...
Schwarz anpinseln war der erste Gedanke. Dann werden die Kisten aber heiß, zu heiß...
Besser: man könnte alle kommenden Satelliten mit einer Art "Regenschirm" austatten, der sich zur Erde hin entfaltet und mit einer sehr schwarzen Oberfläche beschichtet ist, den Sat komplett nach unten abschattet, aber durchlässig für die HF ist. Gut auf 1m Abstand vom Grundgehäuse sollte eine über Gebühr Erwärmung des Satelliten verhindern können. Der Regenschirmmechanismus ist perfekt dafür. Wieviel kW Strahlungsleistung pro qm hats da draußen gleich? Ok, wird warm. Aber man muß ja nicht alles absorbieren, kann man ja selektiv beschichten, oder gleich einen schwenkbaren Folienspiegel...
... Anmerkung zu 'andere werden nachkommen' ... sehe ich auch so! Man kann nur hoffen, daß beim Weltraumschrott berücksichtigt wurde/wird, daß die vielen Apparate mit ihrer Gesamtzahl garnicht mal so sehr Geschosse sind, sondern vor allem Ziele bei der gesamt-Angriffsfläche...
Danach... sinds dann Geschosse...
Hallo,
die Solarpanele sollten auf die Sonne ausgerichtet bleiben - außer natürlich, wenn der Satellit sowieso im Schatten ist. Die Erde dreht sich aber unter dem Satelliten weg und ändert dadurch ständig die Position relativ zu Solarpanel und Sonnenschirm. Es ist also nicht ganz trivial die Reflektion zu Erde ständig abzublocken.
Ich mach mir sowieso weniger Sorgen um die Auswirkungen auf die Astrofotografiererei, als um die Überfüllung des LEO. Das wird mit Sonnenschirmchen auch nicht gelöst.
Gruß
Heiko
Hallo Thorsten,Du hältst ihn offensichtlich für dumm.
Noch eine Sache macht mir Sorgen, denn ich sehe eine ähnliche Entwicklung in meinem jetztigen Arbeitsfeld, der Luftfahrt: Wenn dieses flächendeckende Breitband-Internet aus dem All dereinst tatsächlich einsatzbereit sein sollte und für die Nutzer bezahlbar (oder gar günstig), dann gibt es immer weniger Grund die terrestrische Infrastruktur auszubauen oder auch nur zu warten. In der Fliegerei sehen wir das seit 20 Jahren: Seit die satellitengestützte Navigation präzise und alltagstauglich geworden ist, werden die bodengestützten Einrichtungen (Funkfeuer und Instrumentenlandesysteme) nach und nach abgebaut. Selbst einige morderne Bordinstrumente funktionieren nicht mehr ohne GPS Signal, bei manchen Flugzeugen sogar essentielle Dinge wie der künstliche Horizont. Fällt die Satellitennavigation für längere Zeit aus (Sonnensturn, Sabotage, Krieg, ...) dann wird das die Luftfahrt härter treffen als Corona, denn dann kann man nicht nach vier Wochen Quarantäne und Alibistoffmasken für die Passagiere den Betrieb wieder aufnehmen und alles ist wieder wie vorher. Dann ist einfach weltweiter Stillstand, und zwar so lange, bis entweder die Navigationssatelliten wieder funktionieren oder man wieder Bodenanlagen installiert hat. Und dasselbe droht uns möglicherweise in 10 Jahren nach einem Ausfall von Starlink auch: Weltweit kein Telefon und kein Internet mehr...
Grüße
Maximilian
...hätte jeder Starlink eine Fläche von über 50.000 Quadratkilometern für sich...
...am besten auch durch eine Art "Flugsicherung für den Weltraum", aber sowas ist ja vielerorts auch schon im Aufbau.
Hallo!
Das ist der Durchschnittswert. Sowas kann man für die Luftfahrt ebenfalls ausrechnen und kommt auf ähnliche Größenordnungen. Trotzdem kommt es in sehr vielen Situationen zu gefährlichen Annäherungen. Und bei Flugzeugen „nur“ mit 1/2km/s und nicht mit 10km/s, was deutliche mehr Optionen für mögliche Reaktionen lässt.
Ja bestimmt. 12000 ist ungefähr die Zahl an Flugzeugen, die vor der Coronakrise weltweit gleichzeitig in der Luft waren. Alleine die Deutsche Flugsicherung benötigt für ihren Anteil daran 5600 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro. Die Kosten werden dadurch erwirtschaftet, dass jedes kontrollierte Flugzeug pro Flugstunde etwa 100 Euro Gebühren zahlen muß. Zusätzliche Gebühren in ähnlicher Höhe fallen noch für jeden kontrollierten Landeanflug an.
Selbst wenn der Kontrollaufwand bei einer Satellitenkonstellation wie Starlink sehr viel geringer sein dürfte (im Normalbetrieb zumindest) dann würden doch erhebliche Zusatzkosten auf den Betreiber zukommen, die sein Produkt vielleicht zu teuer machen.
Ausserdem gibt es genügend nicht vorhersehbare Szenarien auf die kein automatisches Ausweichsystem reagieren kann. Was ist, wenn eine Raketenoberstufe explodiert und eine Trümmerwolke hinterlässt, deren Position und Größe man erst wirklich kennt, nachdem schon die Hälfte der Starlink Satelliten durchgeflogen ist? Oder Nordkorea will der Welt zeigen, dass es jetzt auch in der Lage ist, Satelliten abzuschiessen? Oder ein unzufriedener/geistig verwirrter Mitarbeiter von Starlink deaktiviert die Sicherheitssysteme und/oder führt absichtlich eine Kollision herbei („Germanwings 9525“ sollte diesbezüglich einem jeden technikgläubigen die Augen öffnen - ein einziger entschlossener Mensch kann innerhalb von 10 Minuten sämtliche Sicherheitssysteme ausser Kraft setzen, die in 100 Jahren Luftfahrttechnik entwickelt wurden).
Nein, Sicherheit gibt es da keine.
Grüße
Maximilian
Selbst wenn der Kontrollaufwand bei einer Satellitenkonstellation wie Starlink sehr viel geringer sein dürfte (im Normalbetrieb zumindest) dann würden doch erhebliche Zusatzkosten auf den Betreiber zukommen, die sein Produkt vielleicht zu teuer machen.
Grüße
Maximilian
Nun weißt Du aber natürlich genau so gut wie ich das Flugzeuge nicht gleichförmig über den Himmel verteilt sind sondern in im Vergleich verschwindend kleinen Korridoren fliegen, ...
... der Witterung unterliegen ...
... von Menschen gesteuert
Hallo!
Das mit den „Korridoren“ war einmal. Luftstrassen heissen die auf Deutsch, „airway“ international. Die waren den bodengestützen Navigationssystemen geschuldet. Heute wird „Flächennavigation“ (im Gegensatz zur Punkt-zu-Punkt Streckenführung) betrieben, die primär satellitengestützt ist. Viele Länder haben ihre Luftstrassensysteme schon komplett abgeschafft (die ersten in Europa waren die Ungarn vor 3 oder 4 Jahren), alle anderen werden bald folgen. Die einzigen „Korridore“ die es noch gibt sind die An- und Ablugrouten zu den Flüghäfen und dienen in erster Linie der Minimierung des Fluglärms. Auf denen ist aber inzwischen eine navigatorische Präzision gefordert (zum Googlen: „RNP“ wie required navigational performance) die nur mit Satelliten zu erreichen ist. Dem von Dir in einem anderen Posting angeführten „INS“ fehlt da mindestens eine Größenordnung an Genauigkeit. Das ist ein schönes Backup um nach einem langen Flug ungefähr in die Nähe des Ziels zu kommen aber viel mehr nicht.
Das ist bei den Flugzeugen genau das Problem, weil dadurch schwer planbare Ausweichbewegungen stattfinden, die sich auf den ganzen Verkehr sogar in großer Entfernung auswirken. Wenn der este einem Gewitter beim Landeanflug in Frankfurt ausweicht, muss die Flugsicherung bis Stuttgart die Routen der Flugzeuge ändern...
Das wird bei Starlink nicht anders sein: Wenn der erste Satellit eigenmächtig ein Ausweichmanöver beginnt müssen alle X-hundert auf derselben Schale ebenfalls ausweichen. Nämlich erst ihm und danach allen. Und dann müssen sie ihre Konstellation wieder herstellen, damit sie überhaupt ihre Aufgabe erfüllen können.
Genau deswegen funktioniert die Luftfahrt noch. Die künstliche Intelligenz ist noch weit davon entfernt, den Menschen an solchen Stellen zu ersetzen. Und das, obwohl man auf einen Erfahrungsschatz von Jahrzehnten zurückgreifen kann. In der Raumfahrt dagegen sind diese Art Probleme (Stichwort „Luftraumüberfüllug“) weitgehend neu. Damit gibt es bisher keine Erfahrungen und die Lösungsansätze sind noch gar nicht in der Praxis erprobt worden. Wahrscheinlich in irgendeinem Rechner simuliert: „garbage in - garbage out“.
Wie kann man so vermessen und überheblich sein zu glauben, dass so etwas auf Anhieb funktionieren kann?
Grüße
Maximilian
Hallo Thorsten,also das was du ihm da so unterstellst würden nur dumme Menschen tun.
Kein Flugzeug auf der Welt hat 50.000 oder auch nur 10.000 Quadratkilometer für sich (außer vielleicht eine einsame Militärmaschine über Sibirien).
Daher gab es ja auch erst einen Satellitenzusammenstoß (2009).
...ein paar Kollisionen machen noch kein Kessler ...
...und in 500km Orbits ist die Schrottwolke innerhalb von wenigen Jahren wieder in die Atmosphäre eingetreten. ...
...unAlle paar Jahre eine Kollision wäre also auch völlig zu verschmerzen auch wenn man es natürlich vermeiden muss.
Und endlich sind sie auch hier vorbeigeflogen.
Was für eine Enttäuschung! Gestern noch mit 1.0m angekündigt (für heute), hat sich das geändert heute mit gerade mal noch 2.5m. Und die gab's wenn überhaupt nur als Flares an einer Stelle des Himmels. Um die Satelliten bis zum Eintritt in den Erdschatten zu verfolgen brauchte es schon ein kleines Fernglas. Von wegen "unheimlich" oder "bedrohlich" oder "Schrecken" oder so. Ich hatte mir echt ein eindrucksvolleres Spektakel erwartet. Vielleicht wurde die im oben verlinkten Thread erwähnte "orientation roll" ja schon durchgeführt...
Gruss
Thorsten
Das wird ja immer doller! Erst die erdgestützte massiv beeinträchtigen, und dann ein Weltraumteleskop bauen. Das würde zu dem Mann passen!Elon hat wohl auch angekündigt er würde gerne ein großes Weltraumteleskop bauen:
spacenews.com
Hier gibt es einen etwas ausführlicheren Artikel über die Tagung gestern: