EAA für DSO - welche Kamera?

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Ja, vor allem wenn man bedenkt, daß Aliexpress und der Produzent der Teile auch noch was daran verdient.

*entfernt*
 
Hallo Freunde,

ja schau mal, so schnell kommt Leben in den Thread. (y) :D

Diesen Revolution Imager kenne ich und in der Tat kommt er meinen Vorstellungen schon recht nahe. Was mich daran stört ist (neben dem Preis) das geschlossene komplette System. Kamera, Steuerung und Monitor bilden eine Einheit. Warum nicht die massive Rechenkapazität moderner mobiler Hardware nutzen, um echtes Livestacking zu machen? Denn Bilder wie diese habe ich in ähnlicher Qualität schon vor Jahren mit den alten Mintron-Kameras gesehen. Wie Heiko schon ganz recht schrub, die einzelnen Komponenten sind so billig und die erreichte Bildqualität so schlecht, dass der Preis einfach nicht gerechtfertigt ist.
Aber dennoch muss ich dem Set zugestehen, dass es von der Einfachheit der Bedienung in die richtige Richtung geht.
Und ich hatte im verlinkten damaligen Astrotreff-Thread ja auch meine Meinung dazu geschrieben, die sich bislang eigentlich nicht geändert hat. Siehe meine Anforderungen an EAA hier im Thread.

Wie schon gesagt, warte ich immer noch auf eine Kamera und eine Softwarelösung, die in Kombination so einfach zu bedienen sind, wie ich es oben umrissen habe. Und es ist natürlich klar, dass man fokussieren und auch ein paar Aufnahmeparameter wird einstellen müssen.
Bei den momentan erhältlichen Geräten fallen mir zwei Möglichkeiten ein, wie man das umsetzen könnte:

1. Ein Windows-Tablet (Surface) mit einem "richtigen" Win10 drauf, das die Kamera direkt ansteuert und dann über geeignete Software (Sharpcap) das Live-Stacking macht. Also im Grunde doch wieder einen PC mit nach draußen schleppen.
Kann man Sharpcap dazu bringen Live-Stacking zu machen ohne sich länger als sagen wir mal fünf Minuten mit der Software beschäftigen zu müssen? Und ist Sharpcap praktisch per Touch zu bedienen?

2. Einen RasPi mit Astrosoftware nutzen. ASIAIR oder Stellarmate wären das dann. Die würden die Kamera steuern und müssten das Livestacking erledigen, das Tablet dient dann nur noch zur Steuerung der Relaisrechners und zum Anzeigen der fertigen Bilder.
Können die kleinen schlauen Boxen das schon? Sind die überhaupt schnell genug?
Aber das würde wieder bedeuten zusätzliche Hardware zu schleppen, zusätzliche Kabel zu ziehen, zusätzliche Geräte zu bedienen. Wieder ein Schritt weg vom meinen Wunschkonzept, EAA so schnell und so einfach wie möglich umsetzen zu können.

Also eher Variante 1.
Nun habe ich einen ungenutzen Lenovo Yoga2 mit Touchscreen hier im Regal liegen. Da könnte man doch mal mit herumexperimentieren. :p
Also: ich habe Teleskope deutlich verschiedener Brennweiten, die ich alle nutzen möchte. Und ich habe ein Win10-Notebook, auf dem ich ein Programm für Livestacking installieren könnte. Ich besorge also eine Kamera, adaptiere sie so, dass sie einigermaßen parfokal zu meinen Okularen ist. Die steuere ich vom Notebook aus und versorge sie damit auch mit Strom, wenn möglich. Wenn ich EAA machen will, fahre ich den Rechner hoch, starte die Software und stelle ich das ganze Gerümpel neben meinem Teleskop auf einen Tisch (puuh, eigentlich schon wieder zu viel Aufwand). Dann stopfe die Kamera statt Okular in den OAZ und sage Sharpcap "mach mal Livestacking". Und dann soll auf wundersame Weise innerhalb von ein paar Minuten ein buntes Bild des Deepskyobjektes entstehen, das mir mehr zeigt, als ich visuell am Teleskop sehen könnte.
Das ist so meine Vorstellung.
Welche Kamera wäre für EAA mit diesen Voraussetzungen geeignet?

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Marcus,

die Variante 1 mit Sharpcap machen einige, einschließlich mir, ja schon eine Zeit lang. Aber das setzt voraus, daß man sich damit und den Einstellungen und wie man das alles verbindet auseinandersetzt. Wenn man es mal gelernt hat, geht es dann schnell. Damit geht dann jede Kamera, die von Sharpcap unterstützt wird - also über ASCOM fast jede übliche Astrokamera. Das stand weiter oben übrigens auch schon irgendwo.
Variante 2 ist auch nichts, was noch nie jemand gemacht hat, soviel ich weiß. Du rennst hier also durch offene Türen.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo in die Runde,

was zumindest ich mich als eingefleischter DSLR-User schon häufiger gefragt habe: wieso gibt es im Bereich der Deep Sky-Astrofotografie mit gekühlten Kameras eigentlich so gut wie gar keine Stand alone-Systeme, die wie eine normale DSLR arbeiten, so dass man ohne Computer, also zusätzlicher Hardware am Teleskop, auskommen kann ? Meines Wissens ist da die Fa. ASTREL Instruments mit Ihren Kameras die einzige Option, die man hier hat. Aber man sieht da erstaunlich wenige Aufnahmen, die hiermit gemacht werden. Offenbar ist der Laptop am Teleskop nach wie vor das Non Plus Ultra schlechthin, wenn man mit gekühlten Kameras arbeiten will. Aber wer weiß: Vielleicht gibt es bei den Stand alone-Kameras ja auch mal einen entsprechenden Schub, habe aber nicht viel in dieser Richtung wahr genommen.

CS
Stefan
 
Hallo zusammen,

grundsätzlich ist ja m.E. alles auf dem Markt, respektive beim Endbenutzer.

Leistungsstarke mobile Hardware, wie Tablet, Notebook oder RasPI.
Passende Software ist auch da.
Ebenso Kameras.
Das müsste jetzt irgendwie kompakt zusammen gebracht werden.
Dieser Revolution Imager ist ja ein Ansatz.

Gibt es eigentlich Astrokameras mit WiFi?
Quasi eine Asi294 mit WiFi-Chip?
Wäre das limitierende USB-Kabel schon mal weg.

Wie sieht es eigentlich mit höherwertigen Videokameras aus?
Da wäre WiFi auch praktisch.
 
Hallo,

das Problem ist, dass Wifi weit hinter den Datenraten zurückhängt, die man für hochauflösendes Video braucht. Selbst wenn man Kameras, Montierung, Bildübertragung usw. im WLAN macht wirds schon schwierig. Da muss es noch massiv voran gehen im Consumer-WLAN-Bereich damit das wirklich ein Hit wird.

CS
Jörg
 
@Marcus,

ich finde Deine Aussagen etwas uneinheitlich. Einerseits willst Du eine mundgerechte Lösung, die einfach zu bedienen ist, andererseits ein offenes System wo Du eigene Komponenten einsetzen kannst.

Dazu fällt mir die ATIK Infinity ein, die sich auch damit rühmt, genau das einfache Handling der Software zu bieten und Du setzt Deine eigene Hardware ein. Die Kamera und die Software kommt von ATIK. Da kannst Du Dich hier etwas genauer informieren.

Dann wäre da noch das eVscope von Unistellar, aber das ist wieder ein geschlossenes System, halt deutlich more sophisitcated als der Revolution Imager and more expensive. Vom gleichen Autor hier Infos dazu.

Das andere sind individuelle Lösungen, die viel Knowhow erfordern, das ich mir grad anzueignen versuche, um die richtigen Entscheidungen zu treffen aber da muss man dann halt etwas mehr als nur ein paar Regler verschieben.

CS.Oli
 
.. wieso gibt es im Bereich der Deep Sky-Astrofotografie mit gekühlten Kameras eigentlich so gut wie gar keine Stand alone-Systeme, die wie eine normale DSLR arbeiten, so dass man ohne Computer, also zusätzlicher Hardware am Teleskop, auskommen kann ?

Hallo Stefan,

ich denke das liegt daran wie Astrokameras eingesetzt werden. DSLRs waren als Familien- und Urlaubsknipsen von Anfang an auf "Stand-alone" ausgelegt. Mehr als die DSLR brauchte keiner dazu. Wer Astrofotografie betreibt, der hat heutzutage meist auch eine Goto-Montierung mit Steuerung und eine Guiderkamera dazu. Das lässt sich in Form eines Laptops (oder Asiair oder Tablett) wunderbar von einem Gerät steuern. Außerdem will man an einem Setup vielleicht verschiedene Kameras betreiben (Mono, Color, kleine/große Pixel etc.) oder öfter auf das neueste Modell wechseln oder flexibel bei der Software sein. Warum soll man dazu jedesmal noch ein Display und einen Rechner extra haben. Das macht es nur teurer. Außerdem wird die Kamera dadurch schwerer. Das Gewicht am OAZ kann man sparen.
Laptops haben außerdem sowieso schon viele und das ist fast billige Massenware heutzutage. Schnelles Wifi statt USB-Kabel zur Kamera könnte ich mir vorstellen. Aber das müsste für Anwendungen wie Planeten schneller und störfrei sein.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

das sehe ich wie Du, ich habe auch mit einer strukturierten Verkabelung kein Problem, die Drahtlostechnik ist im Werden, aber aktuell ist das für mich noch viel zu sehr Spielzeug als dass man es als ernsthaftes Arbeitsmittel betrachten kann. Ich bin auch relativ konservativ was die IT angeht, Computer sind für mich Computer, Telefone 'Fernsprecher'. Vielleicht bin ich da zu alt, aber was solls, jeder nach seinem Geschmack.

CS
Jörg
 
Hallo Heiko & Jörg,

ich bin prinzipiell auch ein Kabelfreund, drahtlose Verbindungen haben die unangenehme Eigenschaft immer dann nicht mehr zu funktionieren, wenn man sie dringend braucht. Also so wenig Kabel wie möglich, aber so viele wie nötig. (y)

Hallo Oli,
klar sind meine Forderungen uneinheitlich. Es sind ja nur meine Wünsche, die hier auf die Realität prallen und dabei teilweise zu Bruch gehen. Ich will eine Kamera, die ich über mein iPad steuern kann und mit der ich ohne Vorwissen in fünf Minuten Bilder mache, die Tommy Navratil in zwei Tagen nicht hin bekommt. Ist das etwa zuviel verlangt? :LOL:

Na gut, vielleicht. Aber Du verstehst hoffentlich worauf ich hinaus will. Hier geht es nicht um konkrete Kaufberatung. Hier geht es darum was der EAA-Interessierte sich wünscht und was mit der gegenwärtigen Technik machbar ist. Ich möchte bunte Bilder mit minimalem Aufwand. Und ich möchte dafür meine vorhandenen Teleskop nutzen. Die sind nämlich toll. Weil sie mir gehören. Ich will kein Teleskop für EAA anschaffen. Und erst recht nicht dieses Unistellar-Dingens. Das überlasse ich gerne den Instagrammern.

Ist das uneinheitlich? Ist mir doch egal! Es ist mein Wunsch. :love:
Und ich glaube, dass ich mit diesem Wunsch nicht allein bin. Die größte Schwelle, warum EAA bei den visuellen Beobachtern noch nicht viel weiter verbreitet ist, ist dass es immer noch zu kompliziert ist. Wenn eine EAA-Kamera so einfach zu montieren ist wie ein Okular und so einfach zu bedienen ist wie eine Handy-Kamera und man das Bild ohne großen Aufwand auf dem Handy oder Tablet betrachten kann, dann ist die Zeit für EAA reif. Dann wird es Alltagstechnik in der beobachtenden, visuellen Astronomie.
Und die Astrofotografen können sich dann gerne ihre fertigen Bilder am nächsten Tag am PC anschauen. Die werden mit Sicherheit viel besser aussehen als die EAA-Bilder. Aber dafür muss man sich halt auch an den PC setzen. Und das ist für mich keine Option.

Wenn jemand sagt, "das geht nicht", erwidere ich: "es geht noch nicht". Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass irgendwann ein findiger Kamerahersteller diese Lücke erkennen und schließen wird. Und dann werde ich dabei sein.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Marcus,

nun ja, meine Asi224, mit der ich Live-Stacking (noch im Anfang) betreibe, ist so einfach wie ein Okular in den OAZ zu stecken.
Per USB an das Notebook, Software starten (SharpCap), Einstellungen vornehmen (mit denen hadere ich noch etwas), Live-Stacking starten. So mal der Schnelldurchlauf.
Ja, per WLAN und über Tablet die Kamera ansteuern wäre schick, ist aber noch nicht, da die Asi nicht WLAN-fähig ist.
Grundsätzlich kein Hexenwerk.

P.S.
Nach Live-Stacking starten sehe ich alles auf dem Notebook-Display.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die größte Schwelle, warum EAA bei den visuellen Beobachtern noch nicht viel weiter verbreitet ist, ist dass es immer noch zu kompliziert ist. Wenn eine EAA-Kamera so einfach zu montieren ist wie ein Okular und so einfach zu bedienen ist wie eine Handy-Kamera und man das Bild ohne großen Aufwand auf dem Handy oder Tablet betrachten kann, dann ist die Zeit für EAA reif. Dann wird es Alltagstechnik in der beobachtenden, visuellen Astronomie.

Das ist aber genau die Kerbe in die Unistellar und Vaonis mit ihren Geräten schlagen. Und ich hab das eVscope gesehen: das stellst Du hin, schaltest es ein, wartest ein paar Minuten und dann kannst Du Dein Objekt auswählen und eine Minute später zum Beispiel M1 betrachten wie Du ihn in keinem Deiner Teleskope visuell je gesehen hast. Und das unter Bedingungen wo Du M1 visuell nicht mal erahnen kannst.

Ich hab das auch belächelt und es ist nicht mein Weg aber es beeindruckt mich schon, was da geht und wie einfach das ist. Klar - ein Smartphone bedienen sollte man können. ;)

CS.Oli
 
Hallo Oli,

und grundsätzlich passiert in den beiden von Dir genannten Teleskopen nichts anderes als das was Heiko und ich, in "Einzelteilen", auch machen.
Der "PC/Notebook" ist da samt Kamera, Software integriert.
 
Hallo Marcus,

Preis und Nachfrage bestimmen das Angebot. Wenn genug Leute nach so was schreien, wie Du es willst und ein erkleckliches Sümmchen bereit sind dafür auszugeben, wird Irgendeiner es anbieten. Bis dahin (oder nachdem man den Preis dafür gesehen hat) muß man sich mit dem behelfen was existiert.

Gruß

*entfernt*
 
die Drahtlostechnik ist im Werden, aber aktuell ist das für mich noch viel zu sehr Spielzeug als dass man es als ernsthaftes Arbeitsmittel betrachten kann. Ich bin auch relativ konservativ was die IT angeht, Computer sind für mich Computer, Telefone 'Fernsprecher'. Vielleicht bin ich da zu alt, aber was solls, jeder nach seinem Geschmack.
Das liest sich für mich immer wie von einer anderen Welt... Für „4K Ultra HD" werden mindestens 15 MBit/s, einige Video-Apps (z. B. Netflix) empfehlen mindestens 20 MBit/s. Beim normalen Standard 802.11ac Multiband habe ich hier 720 MBit/s (gemessen). Und wenn meine Montierung draussen auf der Terrasse steht und ich mir hier im Büro das Live-Stacking ansehe, funktioniert das auch.

CS *entfernt*
 
Hallo zusammen,

und auch Oli macht es so ;).

Was anderes hab ich auch nie behauptet. Aber die Ansage von Marcus war ja, dass man das ohne Vorkenntnisse können soll. Und das ist genau das was da passiert.
wollte Deine Aussage nicht kritisieren. Sorry wenn es so rübergekommen ist.
Die rundum sorglos Versorgung, mit Deinen zwei erwähnten Systemen, ist damit vorhanden.
Hinstellen, einschalten, loslegen.
Ohne Vorkenntnisse mehr oder weniger schöne Bilder fast in Echtzeit betrachten.
Wenn ich dann bereit bin ca. 3000,-€ anzupacken.

Da Marcus weder die von Dir dargestellten zwei Systeme, rundum sorglos, will, noch sich ein bisschen, mit frei erwerblichen "Einzelteilen" auseinander setzen will, was soll's, dann muss man es halt lassen.
Ich hab immer die freie Entscheidung es mit gegebenen Mitteln zu machen oder es einfach sein zu lassen.
Keiner zwingt einen dazu elektronisch unterstützte Astronomie zu betreiben.
Da ist es mir egal, dass er auf den findigen Kamerahersteller warten will.
Bis dahin habe ich Spaß am rein visuellen Beobachten, wie auch am Live-Stacking.


@Bernd
Und wenn meine Montierung draussen auf der Terrasse steht und ich mir hier im Büro das Live-Stacking ansehe, funktioniert das auch.
Das man die Montierung per WLAN/WiFi vom PC oder Tablet oder SmartPhone steuern kann, ist mir geläufig.
Wie bekommst Du das Bild drahtlos auf Deinen PC?
 
Keiner zwingt einen dazu elektronisch unterstützte Astronomie zu betreiben.


also mir gefällt die Bezeichnung immer noch nicht. EAA hat sich leider eingebürgert. . Der Begriff Astronomie ist fürs reine Bilderschauen ja auch eine ordentliche Übertreibung. Ich bin ja auch kein Hobby Veterinär wenn ich mir eine tote Katze am Straßenrand anschaue...
Treffender wäre doch sowas wie Kamera unterstützte Himmelsbeobachtung (KUH)
Oder für Marcus gleich die IKUH, um das Objekt seines Applezentrischen Weltbilds in den Vordergrund zu stellen.
(Bei Apple Produkten wedelt der Schwanz ja gerne mal mit dem Hund...)

Viele Grüße (und nicht zu ernst nehmen)
*entfernt*
 
Das man die Montierung per WLAN/WiFi vom PC oder Tablet oder SmartPhone steuern kann, ist mir geläufig.
Wie bekommst Du das Bild drahtlos auf Deinen PC?
Hallo Mathias,

ich habe da ein schwarzes "Kästchen" an meiner Montierung :). Das steuert die Montierung über ASCOM mit Stellarium, da steckt die ASI drann und dann habe ich noch 2 schnelle USB3 Steckplätze frei. Da könnte man noch einen Guider und vielleicht eine Focussteuerung verbinden. Wenn es "eng" werden sollte hätte ich noch eine USB-C Verbindung... die verwende ich aber im Moment für die Stromversorgung (5V).

CS *entfernt*
 
Stehe da wohl im Moment auf dem Schlauch und frag einfach mal dumm:
Was für ein schwarzes "Kästchen"?
Ein Wort sagt mehr als tausend Bilder.... :)

PSX_20200520_095549.jpg
 
Besten Dank für die Info.
 
jetzt mal wieder zurück zu meinem Projektle:

Nachdem das mit dem Aufsatteln des neu erworbenen 100/600 Refraktors ja nun nichts geworden ist, bleibt mir eigentlich nur das CPC selbst für meine elektronischen Spechtelversuche. Da ich nun auch die ASI120 gekauft habe, habe ich diese heute Nacht getestet, obwohl sie eigentlich hoffnungslos oversampeln sollte.

20200521_001756k.jpg


Das waren nun meine allerersten Versuche mit dieser Kombi und ein ziemlicher Kampf mit der Technik, weil in SharpCap zuweilen kein Bild angezeigt wurde, obwohl eine Minute zuvor mit denselben Einstellunge noch alles wunderbar gepasst hat.

Der Himmel wäre für visuelle Beobachtungen völlig ungeeignet gewesen - man konnte kaum die Sternbilder ausmachen, von der Leier war zum Beispiel nur die Vega richtig zu sehen.

Hier eine Einzelaufnahme von M57, wobei ich diesen visuell auch probiert und noch als gut zu sehen empfunden habe
M57scrreenshotk.jpg

Das livegestackte Bild (ohne Dark) im Vergleich:
M57 stacked.jpg


Eher gelohnt hat sich die elekronisch Unterstützung bei M27, den ich visuell wohl kaum zu Gesicht bekommen hätte. Allein schon die Einzelaufnahme zeigt den PN.

M27screenshotk.jpg


Im Vergleich auch hier ein Bild aus dem Live-Stacking:
M27stackedk.jpg

Hier sieht man doch noch deutlich mehr.

Etwas auf Kriegsfuß stehe ich mit Galaxien. Da funktioniert das live-stacking noch nicht so wie ich mir das vorstelle. Und wenn man ein Dark hinterlegt, dann werden die Live-Ansichten mit Stacking wohl auch noch deutlich besser.

Soweit mal zum Ende der Nachtschicht ein Update von mir.

Schönen Vatertag!

CS.Oli
 
Was mir noch eingefallen ist:

An M27 hätte ich den OIII Filter einsetzen können. Ich war am Sonntag ja auf der Schwäbischen Alb, nur mit CPC ohne Kamera, und da hat der OIII bei M27 visuell extrem geholfen.

Dann war ich ziemlich überrascht wie viel besser die Ergebnisse spontan waren verglichen mit dem 80/400 Refraktor. Das ist wiederum seltsam, denn das CPC800 ist rechnerisch mit 0,6 ArcSec pro Pixel mit der ASI 120 deutlich überampelt während der 80/400 mit 1,9 ArcSec pro Pixel noch im Rahmen des empfohlenen Wertes liegt. Ich denke hier ist die Qualität der Optik wohl entscheidend.

M57stacked80400.jpg

man beachte die aufgeblasenen Sterne

Auch wenn es sich ja um meinen ersten Versuch mit dieser Kombination handelt würde ich sagen, dass man sich nicht zu sehr auf diese Formel stützen sollte. Die Frage, welche Kamera zu welcher Optik, ist wohl eher so wie die Frage nach dem richtigen Okular stark von der Optik an sich, der Art der Anwendung und den persönlichen Vorlieben abhängig.

Ausserdem - das wurde auf CN auch gesagt - stammt diese Formel aus der Zeit der ersten CCD Kameras, die man für Astrofografie einsetzte, wo man um jedes Photon kämpfen musste. Moderne CMOS Kameras sind wohl empfindlich genug, um oversampeln zu können.

Das bedeutet für mich, dass ich mit der Kombi CPC800 plus ASI120 jetzt erstmal den Umgang mit der Technik lernen kann und vor allem meine Lieblingsobjekte - Planetarische Nebel - sichtbar machen kann wo ich rein visuell keine Chance hätte. Ausserdem hab ich noch die ATIK Infinity ausgeliehen, die ich auch nochmal ausprobieren werde.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Matthias,

danke für das Beispiel.

Was ich da aufgenommen habe weiß ich nicht mehr :whistle:.
War so beschäftigt, dass ich mir keine Notizen gemacht habe, Schande über mich.

Einfach das Objekt in SharpCap oben bei Target Name den Objektnamen eintragen, dann speichert SharpCap alles unter diesem Namen und man kanns nicht vergessen ;)

CS.Oli
 
Das waren nun meine allerersten Versuche mit dieser Kombi und ein ziemlicher Kampf mit der Technik, weil in SharpCap zuweilen kein Bild angezeigt wurde, obwohl eine Minute zuvor mit denselben Einstellunge noch alles wunderbar gepasst hat.
Ist das noch öfters aufgetreten ? Bei meiner ASI294 habe ich solche Hängenbleiber auch , wobei da nichts anderes hilft als USB Kabel abstecken und in Sharpcap Rescan for camera auszuführen. Habe das immer auf meinen Laptop geschoben...

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Norbert,

leider regelmäßig. Einige Male habe ich sogar den Rechner neu gestartet. Ich haben einen neuen Dell Rechner mit Core i5 und Windows 10. Daran sollte es eigentlich nicht liegen ... oder doch? Windows 10 hat ja immer wieder mal solche kleinen Hänger.

Bisher hatte ich vermutet, dass ich irgendwas falsch mache oder einfach zu ungeduldig bin. Aber ich ahne, dass das wohl was ist, mit dem ich mich arrangieren muss... mal sehen.

Die ASI294 ist ja auch meine Zielkamera... ich hab ne alter ASI120 mit USB2, die ich an USB3 angeschlossen hab. Ich dachte schon, dass das das Problem sein könnte. Aber wenn ich höre, dass das bei der ASI294 auch vorkommt ist das nicht schön.

Das sind halt Wartezeiten, die keinen Spass machen. Vor allem, wenn man ein Objekt nicht genau im Zentrum hat und kurz korrigieren will, und dann kein neues Bild kommt und man komplett neu starten muss. Und dann stellt man fest, dass man wohl in die falsche Richtung geschwenkt hat - also alles nochmal neu. Das war mein Frust gestern Nacht.

CS.Oli
 
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