Mars-Animation aus der Nacht 30.09.-1.10.2020

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Stefan_Lilge

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Hallo,

in der Nacht vom 30.09. auf den 01.10. habe ich meine Planetenquote für dieses Jahr am Mars erfüllt :)
Ich habe mit Autostakkert einige Mars-Bilder aus Videos mit meinem 10" Meade ACF und 2,5-fach-Barlow erstellt. Die Brennweite war ca. 6350mm. Kamera war eine ASI 1600MC cool, die meist bei 10ms Belichtungszeit und 80fps bei 640*480 Pixel betrieben wurde. Die besten Videos waren vier Minuten lang. Verwendet habe ich 5% der Bilder, bei vier Minuten mit 80 fps bleiben da immer noch fast 1000 Bilder übrig.
Geschärft habe ich hauptsächlich mit dem "Multiscale high pass" Filter in AstroArt und noch ein wenig mit Topaz Sharpen AI nachgeholfen (90% der Schärfung kommt aber von AstroArt).

Ich habe die Einzelbilder dann mit einem Morphing-Programm zu einem Video verarbeitet. Dabei habe ich mich an dieser Beschreibung orientiert:

Erstmal die Animation als Animated Gif:

Und die Bilder, die dabei verwendet wurden (in der Bildunterschrift ist nach dem ersten Unterstrich die Zeit in Stunden_Minuten_Sekunden angegeben):

http://ccd-astronomy.de/temp17/Mars_Kontaktabzug.jpg
 

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Hallo Stefan,

da hast Du aber reichlich Ausgangsmaterial, fast schon zu viel.

Verbesserungsvorschläge:

Der Mars rotiert deutlich langsamer als Jupiter, daher würde ich mindestens die Hälfte der Bilder rausnehmen.
Abstand mindestens 30 Min., ich habe hier z.B. ca. 1 Std. verwendet: https://forum.astronomie.de/threads/mars-animation-ueber-3-std-11-min.294522/

Planetenrand mit 12 Fixpunkten versehen.
Da sind während der Animation Verformungen zu sehen.
Kann auch sein, dass einige Bilder nicht gut genug zueinander ausgerichtet sind. Ich starte immer mit dem ersten Bild, kopiere mit gimp den 2. Mars darüber und speichere das als Bild 2. Jetzt kontrolliere ich die genaue Lage, indem ich die beiden Bilder öffne und hin und her schalte. Meist muss ich dann die Position des 2. Marsbildes noch etwas korrigieren, eventuell auch passend drehen. Erst wenn Mars 2 deckungsgleich zu Mars 1 ist, geht es mit dem 3. Bild weiter.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

erstmal vielen Dank für die Anleitung, die ich oben verlinkt hatte.
Problem ist wohl, dass ich beim Morphen immer nur einen Punkt auf der Oberfläche als "Anker" verwendet habe. Bei den Videos, die einen längeren Zeitabstand hatten, führte das dann zu den "komischen" Rändern. Eventuell arbeite ich diese Sequenzen noch mal nach...
Zentriert war zum Glück schon alles, das macht Autostakkert automatisch.
 
Hallo Stefan,

beim Morphen immer nur einen Punkt auf der Oberfläche als "Anker" verwendet
Oh, das ist viel zu wenig.
Du solltest alle deutlichen Strukturen markieren. Da komme ich bestimmt auf über 10 Punkte. Zu dicht nebeneinander setze ich die aber nicht.
Ich fange immer erst mit der gleichmäßigen Umrandung der Planetenkugel an (meist 12 Punkte), anschließend geht es mit den beweglichen Details auf der Oberfläche weiter.

Zentriert war zum Glück schon alles, das macht Autostakkert automatisch.
Auch passend gedreht ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

bei so vielen Ankerpunkten ist es dann wohl wirklich besser, sich auf weniger Bilder zu beschränken, sonst wird das zu viel Arbeit :-)

Drehen musste ich nichts, die Kamera blieb fest am Teleskop und die Montierung war eingenordet.
 
Hallo Stefan,

die Ankerpunkte sind eigentlich schnell gesetzt. Bei mir nimmt die Vorarbeit samt Bilderausrichtung die meiste Zeit in Anspruch.
Bei sehr kurzen Abständen fallen die Seeingschwankungen bei derAnimation stärker auf. Bei größeren Abständen wirkt es meist flüssiger, da man ja die Framezahl dazwischen erhöhen kann.
Beim langsamen Mars habe ich bei längeren Animationen mit bis zu 60 Minuten Abständen zwischen den Aufnahmen auch schon die Framezahl = Anzahl der Minuten x 0,5 oder 0,6 gesetzt. Delay: 5-8 je nachdem wie langsam die Animation laufen soll.

Gruß,
Holger
 
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