wstegmueller
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
am vergangenen Montag, den 9. November, war ich in der Sternwarte Waghäusel, um ein kleines Projekt durchzuführen. Ich wollte die Rotation des Planeten Mars über einen Zeitraum von ca. 2 Stunden dokumentieren.
Mars rotiert ja in ca. 24,5 Stunden um seine Drehachse. Es war also zu erwarten, dass sich das Landschaftsbild der Marsoberfläche in einem Zeitraum von 2 Stunden deutlich ändert.
Ich nutzte unsere Planetenkamera in Verbindung mit einer 2-fach-Barlow-Linse am Hauptinstrument der Sternwarte, dem 16 Zoll RC-Reflektor. Die effektive Brennweite betrug somit 6500 mm.
Nachdem ich Mars auf der Kamera zentriert und eine akzeptable Schärfeeinstellung gefunden hatte, begann ich damit, Filmsequenzen zu je 350 Einzelbildern aufzunehmen - alle etwa 2,5 Minuten eine Filmsequenz. Die erste Filmsequenz nahm ich um 19:38 Uhr MEZ auf und die letzte um 21:56 Uhr MEZ. Insgesamt waren es 62 Filmsequenzen. Leider war das Seeing nicht besonders gut und während der Filmsequenzen erschien Mars oft als strukturloser Matschfleck. Blickweise waren aber auch scharf abgegrenzte Strukturen auf der Marsoberfläche erkennbar.
In folgenden Tagen habe ich nun aus jedem einzelnen Film per "Lucky Imaging" mit Registax ein Einzelbild gerechnet. Dabei kamen, je nach Seeing während der Aufnahme, bessere und schlechtere Einzelbilder zustande - 62 Stück an der Zahl.
Diese Einzelbilder habe ich dann zentriert, um beim Zusammenbau eines animierten GIFs keinen wild umher springenden Mars zu haben. Mit dem kleinen Freeware-Programm Animake setzte ich dann aus den 62 Bildchen ein animiertes GIF zusammen.
Das Resultat ist wegen der doch sehr unterschiedlich guten Einzelbilder nicht wirklich schön geworden. Dennoch kann man die Rotation des Planeten Mars in den 2 Stunden Beobachtung gut erkennen.
Gott sei Dank, bewegt sich die winzige helle Eiskappe am Südpol nicht. Sonst hätte ich am Ergebnis arge Zweifel gehabt ;-)
Viele Grüße,
Wolfgang Stegmüller
Astronomiefreunde 2000, Waghäusel e. V.
(1. Vorsitzender)
http://www.afw2000.de
am vergangenen Montag, den 9. November, war ich in der Sternwarte Waghäusel, um ein kleines Projekt durchzuführen. Ich wollte die Rotation des Planeten Mars über einen Zeitraum von ca. 2 Stunden dokumentieren.
Mars rotiert ja in ca. 24,5 Stunden um seine Drehachse. Es war also zu erwarten, dass sich das Landschaftsbild der Marsoberfläche in einem Zeitraum von 2 Stunden deutlich ändert.
Ich nutzte unsere Planetenkamera in Verbindung mit einer 2-fach-Barlow-Linse am Hauptinstrument der Sternwarte, dem 16 Zoll RC-Reflektor. Die effektive Brennweite betrug somit 6500 mm.
Nachdem ich Mars auf der Kamera zentriert und eine akzeptable Schärfeeinstellung gefunden hatte, begann ich damit, Filmsequenzen zu je 350 Einzelbildern aufzunehmen - alle etwa 2,5 Minuten eine Filmsequenz. Die erste Filmsequenz nahm ich um 19:38 Uhr MEZ auf und die letzte um 21:56 Uhr MEZ. Insgesamt waren es 62 Filmsequenzen. Leider war das Seeing nicht besonders gut und während der Filmsequenzen erschien Mars oft als strukturloser Matschfleck. Blickweise waren aber auch scharf abgegrenzte Strukturen auf der Marsoberfläche erkennbar.
In folgenden Tagen habe ich nun aus jedem einzelnen Film per "Lucky Imaging" mit Registax ein Einzelbild gerechnet. Dabei kamen, je nach Seeing während der Aufnahme, bessere und schlechtere Einzelbilder zustande - 62 Stück an der Zahl.
Diese Einzelbilder habe ich dann zentriert, um beim Zusammenbau eines animierten GIFs keinen wild umher springenden Mars zu haben. Mit dem kleinen Freeware-Programm Animake setzte ich dann aus den 62 Bildchen ein animiertes GIF zusammen.
Das Resultat ist wegen der doch sehr unterschiedlich guten Einzelbilder nicht wirklich schön geworden. Dennoch kann man die Rotation des Planeten Mars in den 2 Stunden Beobachtung gut erkennen.
Gott sei Dank, bewegt sich die winzige helle Eiskappe am Südpol nicht. Sonst hätte ich am Ergebnis arge Zweifel gehabt ;-)
Viele Grüße,
Wolfgang Stegmüller
Astronomiefreunde 2000, Waghäusel e. V.
(1. Vorsitzender)
http://www.afw2000.de
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