Sinnvolle Erweiterung meiner Ausrüstung für Astrofotografie?

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raychan

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Ein Hallo erstmal,

ich bin neu hier bei euch und habe bis jetzt nur Milchstraße, Meteorschauer und Startrails mit meiner Kamera aufgenommen.
Nun bin ich langsam auf den Geschmack gekommen und möchte mehr mit meiner Fotoausrüstung machen.

Da ich hauptsächlich Vogel- und Landschaftsfotografie betreibe, habe ich einiges an Objektiven, die ich gerne für Astrofotografie ausprobieren würde.
Ich nutze eine Sony a7III und a7RIV. Als Objektive hätte ich das Tamron 70-180 F2.8 und ein Sony 200-600 F5.6 - 6.3.
Das Gewicht wäre für das 70-180 mit Body 1,5Kg und das 200-600 mit Body 2,7Kg.

Was ich gerne machen möchte, wäre DeepSky, Andromeda Galaxy und diverse Nebel.

Die Astrofotografie habe ich bis jetzt immer in Brandenburg gemacht und selten mal auf einer Reise.

Mein Plan war den neuen Skywatcher Star Adventurer 2i Wifi im Pro Pack zu kaufen oder auf den Vixen Polarie U Star Tracker zu warten.
Der Grund für diese beiden Geräte ist die Vielseitigkeit. Z.B. durch die APP auch für Zeitraffer Bewegungen nutzbar.

Aber ich glaube, ich brauche dafür ein neues Stativ, oder? Ich nutze aktuell das Sirui T-2204X welches laut Hersteller 15Kg tragen soll. Zumindest mein 200-600er Kombi trägt er sehr gut.

Ich schreibe hier im Forum, da ich noch nicht sicher bin. Vielleicht gibt es bessere alternativen oder Vorschläge für die Montierung. Oder zusätzliches Gerät was ich brauche damit es einen die Arbeit als Anfänger leichter macht.

Mein Budget würde ich erstmal auf 1000€ begrenzen.

Vielen Dank schön mal im Voraus.
 
Hallo Raychan ich habe selber die Skywatcher Star Adventurer 2i und eine Nikon D5600 mit 70-300mm Objektiv und bin sehr zufrieden damit allerdings wird es schwierig mit 600mm über 30 Sekunden Belichtungszeit da muss man eventuell Autoguiding verwenden. Aber mit 300mm kann ich ohne Guiding mit gutem Polaralingment 2 Minuten Belichten
 
Danke für deine Erfahrung.
Ich habe mal geschaut was du für Bilder mit deiner Kombi hochgeladen hast. Echt klasse.
Hast du alle mit den Star Adventurer 2i gemacht? Hast du den Star Adventurer 2i noch irgendwie aufgerüstet oder reicht das Zubehör aus dem Pro Set?

Habe gerade gesehen das deine Kombi ja recht leicht ist. <1Kg. Kannst du einschätzen ob der auch 1,5Kg oder 2,7Kg problemlos trägt?
 
Grundsätzlich sind viele Zoom Objektive (auch teure) für Astrofotografie nur bedingt geeignet. In der Regel haben Zooms stärkere Abbildungsfehler als Festbrennweiten. Aber wenn Du die Objektive schon hast geht Probieren über Studieren.
Was die Nachführung angeht würde ich Dir zu einer EQ3 Pro, EQM35 Pro oder einer EQ5 Pro raten. Je nach Budget und Mobilitätsanspruch. Da hast Du noch Goto und wenn Du später Guiding nachrüstest hast Du zwei geguidete Achsen, was deutlich exakteres Guiding und längere Belichtungszeiten erlaubt.
Für die Kamera reicht die EQ3 Pro, aber wenn Du erst mal Blut geleckt hast, willst Du evtl. auch mal mit einem Teleskop fotografieren. dann wird das eng. Mit der EQM35 und EQ5 hast Du da noch einige Reserven.
Was Du auf jeden Fall noch brauchst ist ein Sucherfernrohr oder für Deep Sky noch besser einen Leuchtpunktsucher.
Den kannst Du entweder per Adapter auf die Kamera machen oder Du nimmst die Prismenschiene, die auf die Montierung gespannt wird quer und machst auf die eine Seite die Kamera und auf die andere Seite den Sucher.
Für die EQ Montierungen brauchst Du noch ein 12V 5A Netzteil und eine Polsucherbeleuchtung (beides nicht im Lieferumfang aber notwendig). Gegen Rückenschmerzen beim Einnorden ist evtl. noch ein Winkeleinblick für den Polsucher empfehlenswert. Ist aber nicht ganz billig.

Grüße, Dennis
 
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Ich muss Dennis75 zugeben langfristig ist eine eq 5 die bessere Wahl aber bedenke das du sie mit genügend Strom betreiben must bei der Star Adventurer sind es einfache 1,5 V Batterien. Als Zubehör hab ich nur eine Powerbank mit USB-Anschluss für die Kamera und eine Heizmanschette gegen den Tau sonst nichts. Das einzige Störende an meinem Setup ist das Objektiv es hat sehr starke Kometbildung und ein bisschen Komma. Ich denke man kann aud die Adventurer auch ein kleinen Refraktor spannen.
 
Hallo @raychan.

Ich habe genauso angefangen wie du dieses Jahr und besitze das Vorgänger Modell des SA 2i (Star Adventurer).

Gerne kannst du dir meinen Beitrag zu meinem Anfang mit dem SA hier mal durchlesen:


Grundsätzlich ist vieles möglich mit dem Star Adventurer,

ABER

aller Anfang ist schwer, vorallem in der Deepsky-Fotografie. Bis du auf Belichtungszeiten von über 1 Minute kommst mit ca. 200-300mm, wirst du erstmal einige Nächte mit viel Frust verbringen. Das hat damit zu tun, dass du erstmal bestimmte Abläufe lernen musst. Vielleicht schaffst du sogar kein Foto die ersten Nächte, weil du dich mit Fehlersuche mehr beschäftigst als Ablichten bzw. deine Fotos kein zufriedenstellendes Ergebnis bringt.:eek:

Du wirst viel hin und her Fummeln müssen, bis zB dein Target überhaupt im Frame ordentlich sitzt. Beim SA verlierst du bei diesem Prozess evtl wieder Polaris aus dem Visir und musst neu justieren.... Und bei dem Gewicht von deinem Equipment, wüde ich dir vorschlagen ein neues Gewicht herstellen zu lassen (oder einw eiteres kaufst), weil du mit 1kg Gegengewicht Probleme beim ausbalancieren bekommen wirst. Auch wirst du lernen müssen auf einen Kugelkopf zu verzichten wenn du mit Telebrennweiten arbeiten willst, weil du mit so einem hohen Gewicht möglichst nahe am Motor sitzen willst. Das bedeutet also du wirst das Objektiv auf das L-bracket schrauben müssen ;) Dadurch ist nicht nur das das Ausbalancieren auf der RA-Achse wichtig sondern auch auf der Dec- Achse. Und mit einem Fotostativ wirst du auch schnell an die Grenzen kommen, weil es evtl zu schwingungsanfällig ist. Je länger die Brennweite, desto stabiler werden die Beine sein müssen, damit der Spass nicht schwingt.

Grundsätzlich solltest du für H-alpha Nebel eine Astromodifiierte Kamera benutzen. es gibt zwar einige Nebel die sehr hell sind, du wirst aber viel mehr Stunden Belichtungszeit brauchen, um dieselbe Menge an Nebel einzufangen wie eine a-modifizierte Kamera. Es gibt viele vergleiche von Fotos im Internet zwischen nicht modifizierten Kameras und modifizierten.

Viele Dinge kannst du dir theoretisch aneignen, aber in der Praxis sitzt du dann da bei 2° C, um 1 Uhr morgens, hast durch den tau nasse Kleidung, frierst, bist müde und wirst immer frustrierter, weil du seit 3 Stunden Fotos machen willst aber nichts klappt wie auf Youtube.

Sobald du die Grundlagen durch Praxis beherrscht, die ersten Objekte abgelichtet wurden und du einen gewissen Workflow hast, wirst du schnell "mehr" wollen ;)

Das geht über deine Frage zwar hinaus aber wenn es soweit ist, dann kommt das Finetuning von dem Equipmen. Es wird neue Einzelteile evtl erfordert, neue Investitionen. Stativ, Autoguiding, bessere optik, etc. Nur um am Ende evtl 2-3 Minuten mehr belichten zu können. Der SA hat seine Grenzen und wie andere oben also dir schon vorgeschlagen haben, solltest du dir auf jeden Fall überlegen, wo das ganze hingehen soll. Die oben genannten Motoren haben auch mit Aufpreis eine Go-To funktion, was es einfacher macht Objekte zu finden. Du brauchst mit größeren Motoren aber dann wiederum noch eine Externe Stromquelle: Selber Basteln oder fertig Optionen kaufen. :unsure: Auch wird Autoguiding ab einem Punkt ein Muss.

Daraus resultieren viele Fragen:

Wie viel bist du bereit zu schleppen? Darf der Aufbau aufwendig sein oder eher aufgebaut und los? Transportabel (also leicht Kg) oder eher Zuhause aus dem Garten (schwer Kg)? Wie groß soll der Brennweitenbereich sein? Betrachte Teleskope wie Festbrennweiten, du wirst also mehrere Geräte in Zukunft evtl brauchen um deine Ziele abzulichten/beobachten. APO oder Newton? Go-To funkton mit Autoguiding? Externe Stromquelle? Für ordentliche Bildbearbeitungsprogramme wirst du auch wieder Geld investieren müssen! etc etc.

Nur ein Beispiel aus Fragen mit denen man sich beschäftigen soll.

Um ein paat im Forum zu zitieren: "sonst gibst du zweimal Geld aus" :)

Lg Tom
 
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hey!

Vielleicht helfen dir diese beiden Beiträge auch noch weiter:
Dieser ist etwas jünger

Etwas länger und zeigt sehr gut, wie es einem ergehen kann. mit happy End :D

lg Tom
 
Das macht es alles nicht einfacher. :unsure: Aber verständlicher. Eure Beiträge und die anderen Threads sind sehr hilfreich um ein paar Anfangsprobleme aus dem weg zugehen.

Ich werde mir wohl den SAII zulegen und erst einmal mit mein 70-180 F2.8 solange Fotografieren bis ich die Technik beherrsche, bevor ich probiere das 200-600 auf den SAII zuschnallen.

Wenn ich den SA ausgereizt und gelernt habe und ich möchte mehr, kann ich immer noch auf ein großes System EQ5 Pro oder größer umsteigen. Zumal ich das Zeug immer weit zum Auto tragen muss und dann 45-90min aus Berlin fahren um eine dunkles eckchen zubekommen.

Für den Start würde ich mir gerne ein bisschen Zubehör zum SAII mitbestellen, welches aus euren Beiträgen hilfreich sein kann.
- ein Leuchtpunktvisir für die DSLM
- Ein geeignetes Stativ
- passende Gegengewichte
- Winkelsucher

Wo hast du dein Gegengewicht anfertigen lassen?

Welches Stativ wäre dafür am geeignetsten? Bzw. welches nutzt Ihr?
 
Hallo,

Solide Stative gibt es schon für kleines Geld. Das Material ist jetzt eher wichtig. Viele schwören auf Holz. Aber die sind Recht teuer.

Wenn du dir einen der größeren Motoren holst später ist ein Edelstahl Stativ meist schon dabei welches dem hier etwa entspricht:


Ich benutze das und ich finde es ausreichend stabil für den Sa.

Stell Mal eine Anfrage im suche Bereich des Forums, ob dir jemand ein Gegengewicht fertigen kann mit 12.2mm Innenbohrung. Das Gegengewicht musst du entsprechend nach dem Gewicht deines Equipments anpassen.

Aber mehr als 3,3kg Equipment würde ich dem SA nicht zumuten, auch wenn der Hersteller 5kg angibt. Ich würde maximal ein 3kg Gegengewicht benutzen. Ich benutze ein 2,5kg Gegengewicht, da mein Equipment auch dort etwa liegt.

Als Winkeleinblick benutze ich den hier. Denn er hat auch einen 2x Zoom für das genaue justieren.


Evtl solltest du auch die Polhöhenwiege austauschen vom SA, da diese dazu neigt schnell zu verschleißen. Es gibt bei cloudNights eine gute Anleitung um die Dichtungen zu wechseln, welche die Stabilität verbessern.

Aber bitte informiere dich über Alternativen. Nehme nicht mein Equipment für das Maß aller Dinge. Ich komme so zwar zurecht, was aber nicht bedeutet dass du auch damit zufrieden bist.

Ich habe andere Ansprüche evtl als du ;)



LG Tom
 
Ich habe hier noch ein Gegengewicht übrig, das glaube ich 12,2mm innen hat. Muss ich nachher mal genau messen.
Gewicht dürfte ca. 2Kg sein. Also falls Interesse besteht...
 
Aber ich glaube, ich brauche dafür ein neues Stativ, oder? Ich nutze aktuell das Sirui T-2204X welches laut Hersteller 15Kg tragen soll. Zumindest mein 200-600er Kombi trägt er sehr gut.


Hallo raychan,

ich habe den StAd selbst.
Als Fotograf habe ich das Glück, ein geeignetes Stativ zu besitzen, für meine damaligen Großformataufnahmen mit einer Linhof Kardan Bi und auch meinen Nassplattenfotografien.

Es ist ein "Induro", die US-Marke von Benro.

Ich besitze es seit etwa 12 Jahren, und es ist unverwüstlich.

Der im Detail weiter verbesserte Nachfolger ist das hier:
(Gibt es auch natürlich bei anderen Anbietern, ich hatte das Ding in den Favoriten wegen der sperrigen Bezeichnung.)


Die 20kg Tragfähigkeit sind realistisch, selbst voll ausgefahren ist es sehr stabil.
Nicht nur die Tragkraft ist entscheidend, sondern vor allem das Schwingungsverhalten.
Hierbei sind dicke Beine immer besser als dünne.


Viele Grüße
Thomas
 
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