Resümee Teleskopkauf

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
“Ich bin ein ganz klarer Verfechter von "gleicher Preis für gleiche Produkte bei allen Händlern". Und zwar Preise, bei denen auch der kleinere, umsatzschwächere Händler ein gutes Auskommen hätte.”

@Günter_Woehner : netter Gedanke, aber unrealistisch, allein schon aus Kostenstrukturgründen... Ein Händler i. München hat ja höhere Kosten als einer in einem Dorf in Mecklenburg Vorpommern... So funktioniert Marktwirtschaft nicht. Auch eine soziale Marktwirtschaft kann das nicht abbilden!
 
Ach ja, nur noch zur Klarstellung:
Ich habe zwar als Aufhänger meiner Rabatt-Beiträge Miquel Prado zitiert, aber nur deshalb, weil da für mich das Reizwort "Rabatt" vorkam.
Keinesfalls möchte ich damit den Eindruck erwecken, dass ich Miquel Prado in die von mir beschriebene Kundenkategorie einordnen würde.

VG
Günter
 
Dann eben nicht. Es mag in gewissem Maß arrogant klingen, doch auf solche Kunden würde ich als Händler keinen Wert legen.
Man setzt sich ja nicht aus lauter Jux und Tollerei hin und macht eine solide Kalkulation
Ich habe das mal mit dem einen oder anderen Kunden durchexerziert und geantwortet "Moment, ich frage mal bei meinen Angestellten nach, ob die für mich diesen Monat auch für 15% weniger Gehalt arbeiten"
Manche Kunden haben es dann kapiert, manche nicht. Und ja, auf solche, die es nicht kapieren, kann man gerne verzichten.

VG
Günter
 
Ich kann beide Seiten verstehen. Durch manche Branchen wurden die Leute regelrecht zu Rabattjägern erzogen, z.B. im PKW Neuwagenverkauf. Das transportieren viele auf andere Branchen und die Verkäufer empfinden es häufig zurecht als frech, nach grosszügigen Rabatten zu fragen. Auch aus anderen Kulturen ist Basarmentalität hereingeschwappt ("letzte Preis").

Die Meisten haben ein begrenztes Budget und der Wunsch, ein Produkt zum niedrigstmöglichen Preis anzuschaffen, ist aufgrund der Umstände nachvollziehbar. Mit ausreichender Liquidität sieht man das natürlich entspannt und kann darauf verweisen, dass man (bzw. die Anderen) halt ein wenig länger sparen müsse(n).

Ich hoffe, dass die Rabattmentalität mancher Käufer auf ein vernünftiges Mass reduziert wird. Ich bin nicht unternehmerisch tätig, kann die entsprechenden "Erfahrungen" mancher Verkäufer aber gut nachvollziehen. Die im Moment grassierende Pandemie könnte dazu beitragen, denn bestimmte Waren oder Dienstleistungen sind derzeit nicht (leicht) verfügbar und die Leute lernen, auch mal auf etwas zu warten oder etwas zu einem Preis zu beziehen, den der Verkäufer definiert. Für eine Marktwirtschaft bleibt es aber wichtig, dass schlecht kalkulierende bzw. wirtschaftende Verkäufer oder Anbieter, die den Bogen überspannen, aus dem Markt ausscheiden.

CS, Thomas
 
Wenn mich ein Kunde nach einem Sonderpreis fragt sage ich immer: “Klar, gerne! 20% plus als Aufschlag.”...
Auf die i.d.R. dumm drein schauenden Gesichter bleibt mir dann nur noch: “Wer sagt denn, dass ein Sonderpreis immer nur niedriger sein muss.” ;)
Ok, aber als Kunde kann ich darüber nicht lachen.
Mein dumm drein schauendes Gesicht wirst du in deinem Laden dann kein zweites mal sehen. Und dein Problem ist dann ausserdem auch, dass Millionen (Milliarden?) genau so denken und reagieren. Ob das deinem Geschäft zuträglich ist?..

Ich erwarte nicht automatisch einen Rabatt - es hängt auch von den Umständen ab (z.B. Preishöhe, Stammkunde? etc.), aber ein gewisses Entgegenkommen - eine positive "Symbiose" - zumindest auf Dauer, irgendwie schon.

Wie hier richtig erwähnt wurde, sind Kunden heutzutage dahingehend konditioniert einen Preisnachlass zu erhalten (Autoindustrie..). Das lässt den Kunden vermuten, der Verkäufer hätte dieses "Kundenverlangen" bereits eingepreist. Zurecht?..
VG
 
Zuletzt bearbeitet:
Sonderpreis 20% plus als Aufschlag?
Wenn man das mit einem (verschmitzten) Lächeln sagt, wird jeder (jedenfalls die meisten) Kunden das als das verstehen, was es ist - ein Scherz.
aber ein gewisses Entgegenkommen - eine positive "Symbiose" - zumindest auf Dauer, irgendwie schon
Darüber kann man reden - wenn man in einem Geschäft seit Jahren Stammkunde ist, wird in dieser Richtung fast immer etwas gehen.
Aber natürlich gibt es da durchaus Abstufungen - und Ausreißer
 
Die Frage ist doch, ob der Händler das einem von sich aus einräumt oder ab ein Kunde sowas "fordert".
Ersteres finde ich ok.., letzteres finde ich unverschämt. Unverschämt deshalb, weil es ja nichts anderes heißt : "Ich will Ihr Geld!"
Wenn mir ein Preis nicht passt, kann ich mir ja einen anderen Händler suchen - es herrscht diesbezüglich ja kein Mangel.
Und alle den gleichen Preis : Wieso soll jemand genauso kalkulieren wie ein anderer? Die Konkurrenz der Händler untereinander
ist doch das beste Preisregulativ. Und wenn sie sich absprechen würden, würde hier doch die Hölle losbrechen....
Also halten wir mal den Ball flach. Jeder kann sich den/die Händler seines Vertrauens aufbauen.
Was dann geht, ist aber Sache des Verkäufers. Erwarten sollte man da nichts, dann freut man sich vielleicht auch darüber,
wenn hin und wider mal ein kleiner Nachlass kommt.
Meine Meinung - ein schönes Neues Jahr Michael
 
weil es ja nichts anderes heißt : "Ich will Ihr Geld!"
Nicht unbedingt. Aber wenn man die Grundhaltung hat, sowieso vom Händler über den Tisch gezogen zu werden, dann ist diese Erwartungshaltung verständlich. Im Möbelhandel ist es doch grundsätzlich so, dass man von vornherein mindestens 30 % erwarten kann. Wenn man zögert, dann bieten die doch von selbst noch mehr Nachlass. Und wer kauft sich ein Auto ohne zu handeln?
Gruß Rolf
 
Die Frage ist doch, ob der Händler das einem von sich aus einräumt oder ab ein Kunde sowas "fordert".
Nein, die Frage ist wie der Händler reagiert, wenn der Käufer freundlich nachfragt, ob ein Nachlass möglich ist.
Und sollte der Händler verneinen, dann kommt es auch auf die Formulierung an.

Wobei ich schon enttäuscht wäre, wenn für mich als Käufer ab, sagen wir einmal pauschal, >= 1000,- Eur., nichts drin wäre.

Wo würdet Ihr preislich die Grenze für einen Rabatt ziehen?
CS

PS
Ich schätze es übrigens auch sehr wenn es Aktionen gibt wie z.B. zu Weihnachten..
 
Im Möbelhandel ist es aber auch so, dass bei Vertragsabschluss ein nicht unerheblicher Prozentsatz als Anzahlung gefordert wird - das ist ebenso unverschämt, wie die Forderung nach Rabatt. Ich zahle nicht für etwas, dass ich noch nicht habe - schon gar nicht bei den teilweise sehr beachtlichen Lieferfristen, die oft genug auch gar nicht eingehalten werden. Wenn meine - "rechtsverbindliche" - Unterschrift nicht reicht, soll der Herr Verkäufer sich einen anderen Kunden suchen.
Wenn ich etwas kaufe oder bestelle, dann habe ich das Geld dafür. Wenn nicht, kaufe ich nicht.
 
@Miquel Prado - wenn du mit preislich den ausgewiesenen VK meinst, würde ich ab ca. 1.000 € mal höflich nachfragen, ob da noch was geht.
Selbst wenn es nur das früher übliche Skonto ist, sind das bei 1000 € auch 30 Steine.
 
Na ja, Rolf, deshalb ja "Händler meines Vertrauens". Und mich interessiert hier nur der Astrohandel......
Wie auch immer, der Günther (#33) hat ansonsten ja alles gesagt.
Gruß Michael
 
Das Thema kommt hier in der Tat etwas ab. Bei hochwertigen Möbeln gibt es sicherlich keine 30% Rabatt. Die Anzahlung wird nicht wegen der Bonität verlangt sondern da ein nicht unbeträchtlicher Anteil von Käufern vom Kauf zuücktreten würde gäbe es diese nicht und das Möbelhaus dann auf der bestellten Ware sässe. Ich bin auch kein Freund von Anzahlungen bei langen Lieferzeiten, denn im Konkursfall ist die im schlechten Fall weg. Bei guten Kunden geht es aber auch ohne Anzahlung im Möbelhandel. Ich warte im Moment im vierten Monat auf bestellte Kinderzimmermöbel und die Kinder schlafen auch an Sylvester auf dem Boden ... wenn das Wetter morgen mitspielt kommt erstmals zum Jahreswechsel das Teleskop raus.
CS, Thomas
 
m Möbelhandel ist es doch grundsätzlich so, dass man von vornherein mindestens 30 % erwarten kann.
wenn das mal reicht. Wir haben vor 7 Jahren gebaut und beim Küchenkauf festgestellt, das für ein und dieselbe Küche mit gleichwertigen Geräten bei den verschiedenen Häusern als "Startpreis" zwischen 25T€ und 40T€ so ziemlich alles aufgerufen wurde. Gekauft haben wir dann für ca. 15. Sicherlich ist das nicht vergleichbar mit dem kleinen Einzelhändler in einer Kleinstadt. Aber das man in einzelnen Bereichen ganz gut vom "schüchternen" Kunden lebt, ist nicht von der Hand zu weisen.

Grüße
Silvio
 
Also ich finde, dass das Feilschen im Handel seit wahrscheinlich 10.000 Jahren, spätestens jedoch seit 5.000 Jahren systemimmanent ist. Handel heißt ja "handeln" und das in jeder Hinsicht. Händler feilschen um Konditionen und Abnahmemengen, Kunden um Rabatte, und das jetzt in "gut" oder "böse" zu klassifizieren ist meiner Ansicht nach redundant.

Auch zu diskutieren, ob ein Kunde einen Rabatt "fordert" erübrigt sich eigentlich - fordern kann ich viel, das ist nicht unverschämt, das ist halt eine Sache von Charakter und Gefühl. Wenn der Händler es nicht unter einem gewissen Preis verkauft, dann ist das so. Und wenn ein Kunde wutentbrannt ein Geschäft nie mehr betritt, weil er nicht seine "geforderten" 5, 10 oder 15% bekommen hat (oder was auch immer), dann ist das vollkommen ok. Der Händler hat seine Ruhe von dem Quälgeist, und der Quälgeist sucht sich ein anderes Opfer, falls er eines findet.

Das reguliert sich eben von selbst, denke ich. :coffee:

Und ja, ein schlauer Händler rechnet einen Rabatt ein, damit er immer ein wenig entgegenkommen kann. Er muss sich auf den Markt einstellen, und für Vereine werden fast gleichwertige Rabatte bei allen Händlern angeboten. Und dem Privatkunden eigentlich auch. Solange sich diese "Handeleien" in einem wirtschaftlich rentablen Rahmen (für alle Seiten) bewegen, wird das auch gut funktionieren. Ich empfinde keine Seite als "unverschämt" oder "rücksichtslos", Kunden mit utopischen Vorstellungen fliegen eh aus jedem Geschäft.

Was vielleicht schon eine Rolle spielt: man kann Preisniveaus dann nicht vergleichen, wenn die Qualitätsniveaus differieren (no, na). Da muss man bereit sein, ein wenig mehr Geld hinzulegen, wenn man von einem Händler Qualität in Ware und Service haben möchte. Aus der Luft kann er diese Leistungen nicht schöpfen.

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
“Ich bin ein ganz klarer Verfechter von "gleicher Preis für gleiche Produkte bei allen Händlern". Und zwar Preise, bei denen auch der kleinere, umsatzschwächere Händler ein gutes Auskommen hätte.”

@Günter_Woehner : netter Gedanke, aber unrealistisch, allein schon aus Kostenstrukturgründen... Ein Händler i. München hat ja höhere Kosten als einer in einem Dorf in Mecklenburg Vorpommern... So funktioniert Marktwirtschaft nicht. Auch eine soziale Marktwirtschaft kann das nicht abbilden!

Hallo,

und was ist mit den Händlern von Presserzeugnissen (Zeitungen/Zeitschriften) oder Büchern?
Die Zeitung/Zeitschrift oder das Buch kostet beim Händler in München genau so viel wie beim Händler auf dem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern.
Habt ihr schon mal beim Buchhändler versucht zu feilschen? Vlt. wenn es das letzte Ausstellungsstück mit Abnutzungsspuren ist, dann funktioniert so was ab und zu, aber bei einwandfreier Ware? Komisch, beim Buch- oder Zeitschriftenhändler haben wir kein Problem mit Einheitspreisen. Ok, da geht beim Einkauf um andere Summen, aber mal ehrlich, das Beispiel, das weiter oben einer gebracht hat mit 30€ bei einem Einkaufswert von 1000€, so ein Pipifax verschafft dem einen oder Anderen Zufriedenheit?
Ne, das ist nur Streicheln für das Ego, Selbstbestätigung, dass man einen Rabatt rausgeschlagen hat, Befriedigung eines niederen Instinkts.
Wer's braucht...

VG
Günter
 
Mein dumm drein schauendes Gesicht wirst du in deinem Laden dann kein zweites mal sehen. Und dein Problem ist dann ausserdem auch, dass Millionen (Milliarden?) genau so denken und reagieren.
Echt? Haben Millionen, gar Milliarden Menschen so wenig Humor? Man muß doch nur die korrekte Frage stellen ;). Ich habe so einen Spruch auch schon erlebt, wir haben beide darüber gelacht und er war auch nicht die finale Antwort.

Wobei ich schon enttäuscht wäre, wenn für mich als Käufer ab, sagen wir einmal pauschal, >= 1000,- Eur., nichts drin wäre.

Wo würdet Ihr preislich die Grenze für einen Rabatt ziehen?
Mangels Kenntnis über die Preisgestaltung kann man so eine Grenze eigentlich nicht ziehen. Der Preis sagt ja nichts darüber aus, wie kalkuliert wurde. Und die Kalkulation bei einem Produkt für 1000 Euro kann enger sein als bei einem für 500 Euro. Ich für meinen Teil suche mir bei Produkten "von der Stange" den Händler mit dem geringsten offiziellen Preis, sofern ich nicht aus diversen Gründen bei einem bestimmten Händler kaufen möchte. Der darf dann auch teurer sein, meist sind es ja ohnehin keine weltbewegenden Summen, die die Preisunterschiede ausmachen. Wenn noch was geht: Gerne. Wenn nicht: Egal. Entscheidend ist, daß ich mir das Objekt meiner Begierde leisten kann und will. Sollte eine dieser beiden Bedingungen nicht erfüllt sein, ist der Kauf sowieso gestorben, ein evtl. Preisnachlass in der üblichen Höhe (Zitat Günter: "... streicheln für das Ego") würde daran eh nichts ändern. Bei größeren Anschaffungen wie z:B. einem Auto ist ein Nachlass auf die Herstellerpreise marktüblich und Bestandteil des Angebots. Und das wird dann wieder auf "können" und "wollen" geprüft. Eigentlich ganz einfach... :cool:.

Gruß
Achim
 
Und ja, ein schlauer Händler rechnet einen Rabatt ein, damit er immer ein wenig entgegenkommen kann

lg
Niki
Siehste, und genau da fängt es an, sich im Kreis zu drehen. Weil die Feilscherei immer mehr zunimmt, muss das der Händler gleich mit einpreisen. Und somit muss derjenige, dem diese Feilscherei zutiefst zuwider ist, doch auch gezwungenermaßen feilschen, weil er sonst Gefahr läuft, einen evtl. unangemessen hohen Preis zu bezahlen.
Der Nichtfeilscher subventioniert somit den Feilscher.
Vor langer Zeit hatte in meiner Branche Telefunken ein Festpreissystem für alle Händler etabliert. Die Preise waren so bemessen, dass jeder Telefunken-Händler eine vernünftige Marge hatte, von der er auch leben konnte. Wer mehr als 3% Rabatt gegeben hat, flog aus dem System. das war deswegen möglich, weil Telefunken das "Agentursystem" hatte. Der Händler hat im Auftrag und auf Rechnung von Telefunken verkauft und eine "Verkaufsprovision" erhalten. Das hat das Überleben der kleinen, serviceorientierten Händler gesichert. Irgendwann kam dann der Mutterkonzern Thomson auf die Idee, dass Stückzahl vor Händler geht und der Niedergang der kleinen Händler war damit eingeläutet. Metz und Loewe haben auch auf eine gewisse Preisstabilität bei ihren Händlern geachtet, befanden sich damit jedoch rechtlich auf ganz dünnem Eis.
Gegenbeispiel ein bekannter Fernost-Hersteller:
Ein Kunde wollte unbedingt einen Videorecorder dieses Herstellers. Also den Kunden beraten, gemeinsam das für ihn geeignetste Modell herausgesucht, das Teil bestellt, das Teil kommt, wird eingebucht, in das Lager getragen, dar Kunde kommt, das Teil wird aus dem Lager geholt, der Kunde hat noch die eine oder andere Frage und letztendlich "ja, aber Liefern und Aufstellen ist doch wohl im Preis inbegriffen?!"
Und wie hoch war meine Händlermarge? Ganze 15 DM, bei einem Verkaufspreis von knapp 1000DM (ja, das war noch zu DM-Zeiten).
Klar, der Kunde weiß das nicht, denkt, der Händler würde sich eh eine Goldene Nase beim Verkauf verdienen....
Wenn ich als großer Händler mit wenig Beratung am Tag 100 solcher Teile verkaufe, kann ich das verschmerzen, aber als kleiner Händler?
Na ja, zum Glück bin ich seit fast 20 Jahren aus dem Ganzen raus, kann mir jetzt eigentlich egal sein.
Nur, dass ich jetzt eben auch mal ab und zu bei größeren Anschaffungen (>10.000€) höflich nach einem "Hauspreis" frage, weil ich eben damit rechnen muss, dass das schon von vornherein "eingepreist" ist.

VG
Günter
 
Aber diese funktioniert eben und widerspricht dem Argument der unterschiedlichen Kostenstrukturen in München und MV.
Nein und nein. Ich bin der Überzeugung, dass Buchpreisbindung über kurz oder lang abgeschafft wird. Dort heisst das Zauberwort dann "Wettbewerb" oder "Abschaffen von Regulierung im Zuge der Europäischen Harmonisierung". Und bei den Kostenstrukturen zwischen München und MV liegen Welten. Der Händler in München wird wohl in gleicher Zeit mehr verkaufen müssen. Die Besonderheit bei unseren Hobby liegt vielmehr darin, dass es einen echten Wettbewerb mangels der erforderlichen Menge an Herstellern und entsprechend überschaubare Kundenanzahl nicht gibt.

Grüße
Silvio
 
Die Besonderheit bei unseren Hobby liegt vielmehr darin, dass es einen echten Wettbewerb mangels der erforderlichen Menge an Herstellern und entsprechend überschaubare Kundenanzahl nicht gibt.

Grüße
Silvio

Auweh, dann schau dir mal die Verhältnisse auf dem deutschen Astromarkt in den 70ern und 80ern an. Dann weißt du, was mangelnder Wettbewerb wirklich bedeutet.
Da lag für den "durchschnittsverdienenden" Hobbyastronomen ein kommerziell gefertigtes 8"-Spiegelteleskop preismäßig in nahezu unerreichbarer Ferne. Es gab zwei große "Platzhirsche" am Markt, denen hatte sich alles unterzuordnen.
Heute zahlt der Durchschnittsverdiener den 8" quasi nebenbei aus der Portokasse.
Was Preise für Astroartikel angeht, leben wir heute als Endkunden fast schon in paradiesischen Verhältnissen.

VG
Günter
 
Auweh, dann schau dir mal die Verhältnisse auf dem deutschen Astromarkt in den 70ern und 80ern an.
Und wie sind die Verhältnisse heute? Wieviele leistungsfähige Händler für Astroartikel (die Klone mal nicht mitgerechnet) gibt es den in Deutschland? Wo wurden die Teile früher gefertigt und wo heute?
Was Preise für Astroartikel angeht, leben wir heute als Endkunden fast schon in paradiesischen Verhältnissen.
das sehe ich anders und ich muss am Monatsende nicht nach Geld suchen;). Aber ich bin auch etwas jünger und kenne die Verhältnisse aus den 70ern und 80ern nicht.

Grüße
Silvio
 
Hallo Silvio,
Ich bin der Überzeugung, dass Buchpreisbindung über kurz oder lang abgeschafft wird.
ich hoffe nicht. Das wäre der Untergang der Bücherkultur, zumindest qualitativ und quantitativ. Die Marge bei Büchern beträgt 40%, trotzdem haben bei uns zwei große Buchhandlungen aufgegeben. Das was heute im Eingangsbereich der Buchhandlungen ausliegt, ist nicht das was ich lesen möchte und kaufe. Wenn es dann nur noch diese Bestseller gibt, brauche ich auch nicht mehr in den Laden gehen. Das ist der Anfang vom Ende der Buchläden.

Gruß Uwe
 
Echt? Haben Millionen, gar Milliarden Menschen so wenig Humor? Man muß doch nur die korrekte Frage stellen ;). Ich habe so einen Spruch auch schon erlebt, wir haben beide darüber gelacht und er war auch nicht die finale Antwort.
Humor? Der Spruch ist vielleicht witzig, aber wenn der Händler danach 0,0 herunter geht, dann lacht er sozusagen zuletzt und der Kunde fühlt sich in wenig veräppelt, schliesslich wurde auf seine Kosten gelacht.
Ist der Kunde von Natur aus unsicher, wird er natürlich auch lachen, aber eine angemessene Reaktion wäre im besten Fall einen schönen Tag zu wünschen.
Gruß, Sebastian
 
Wie gesagt, Geiz ist geil, so traurig es auch ist. Und da wundert man sich, dass die Leute Schweinebraten für 1,98 Euro das Kilo essen. Armes Deutschland.
Das hat doch nichts mit Deutschland zu tun. Der ÜberlebensINSTINKT ist tief verwurzelt. (Auch) das macht einen Menschen einfach aus..
Jetzt mag der eine oder andre sagen, er oder sie geht bewusst durchs Leben und schaut nicht nur auf den Preis, aber das muss man sich erst einmal leisten können.

Guten Rutsch übrigens und ein Frohes neues Jahr allen!
Sebastian
 
Das hat doch nichts mit Deutschland zu tun.
Mache gerade eine kleine Pause bis zum letzten Gang.
Alles Gute für 2021 an Euch alle, es kann nur besser werden.
Naja, dieses "Geiz ist geil" ist schon recht verbreitet in Deutschland, alleine die Wortschöpfung spricht für schon sich. Es kommt natürlich immer darauf an, wovon man spricht. Beim Autokauf sieht es nicht so aus wie bei den Nahrungsmitteln. Wird bei dem letzten gespart bis zum geht nicht mehr (die hard discounter sind nicht umsonst eine deutsche Spezialität), so sind 40000 Euro mal mir nix dir nix für ein Auto ausgegeben. Hier in Frankreich liegen die Prioritäten anders, und grundsätzlich wird auch weniger gefeilscht.
Gruß Rolf
 
Ich weiss nicht Rolf, "Geiz ist Geil" ist ein Spruch aus der Werbung. Ich glaube von Mediamarkt?
Deswegen sind deutsche doch nicht geiziger geworden..

Generell sind in DE die Preise sehr niedrig (insbesondere Lebensmittel), auch das darf man nicht mit Geiz oder Mentalität verwechseln.
CS
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben