eVscope getestet

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Hallo Marcus,

ich habe meine Zweifel, dass das wirklich so kommen wird. SkyWatcher hat feste Bereiche, in denen sie aktiv ist und hat längst nicht alles auf der Palette. Erfolgreiche Konzepte wie SCT oder RC Teleskope gehören zum Beispiel nicht dazu.

Zu einem EAA Setup für Einsteiger müsste man auch direkten Support bieten, damit Leute, die echte Astro-Neulinge sind und keine Pionier-Ambitionen haben, auch wirklich zufrieden sind.

Warten wir mal ab!

CS.Oli
 
Ein Anbieter entwickelt, baut und verkauft ein schlüsselfertiges Produkt. Er versucht es so einfach und funktional zu machen, damit der Kundensupport nicht jeden Tag hunderte von Anfragen auf den Tisch bekommt. Mir scheint dass das eVscope eine wahrlich runde Sache ist. Und verspricht es irgendwo zu viel oder das Blaue vom Himmel? Die Werbung und die Bilder der Benutzer wirken auf mich stimmig.
Wenn andere Anbieter oder Händler sich nun sagen: ein fertiges EAA-Paket, fertig geschnürt zum auspacken und los legen. Dann bedeutet dass das alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und nicht beim nächsten Firmware-Update der Klotz kein Bild mehr ausgibt. Und wie oft liest man hier im Forum dass nach einem kleinen Update wieder Stunden an Recherche investiert werden, damit wieder die Photos auf dem Speicher landen wie es sich gehört.

Eine Gratwanderung zwischen Funktionalität+Komfort auf der einen Seite, sowie der Freiheit+Risiko und das Ausreizen des Maximum auf der anderen Seite.

Auf jeden Fall finde ich es super überhaupt eine solch riesige Auswahl an Optiken auf dem Markt zu haben! Obendrein wird keiner gezwungen Teil X oder Y zu kaufen.
Wie das Experiment mit der VR-Brille ausgeht, da bin ich schon gespannt.
 
Hallo,

Wie das Experiment mit der VR-Brille ausgeht, da bin ich schon gespannt.
Grundsätzlich stimme ich mit dir überein, auch wenn das eVscope für mich, momentan wohlgemerkt, nichts ist.
Zum Thema VR-Brille - da bin ich auch gespannt. Vor allem auf die Berichte wie es Leuten schummrig wurde.
Aus der Spieleszene ist bekannt, dass da schon etliche Tastatur, Bildschirm etc. übel verunreinigt haben.
 
Hallo @*entfernt*, hallo Forum!

Nix für ungut, aber du diffamierst gerade genau so die Menschen, die eben auf richtige Astrofotografie stehen.
Brrh! Ruhig Brauner! Steh! Alles gut! Ihr habt meinen Beitrag völlig falsch verstanden. Über was ich mich gewundert habe und von mir aus auch kritisiert habe, ist die meiner Meinung nach unnötige Art und Weise so extreme, quasi unversöhnliche Standpunkte einzunehmen:
  • Ist Astrofotografie
  • Ist keine Astrofotografie.
Ich kann im www keine Definition finden was genau Astrofotgrafie ist und mir ist es auch völlig egal. Ich finde die Foto die oben @waloszek in #86 gezeigt hat super faszinierend und aufregend. Jedes dieser Fotos steht nach meiner Meinung nichts einem stundenlang erzeugten und gerechneten Foto im Punkt Faszination und Aufregung nach. Optisch und fotografisch mag man es ganz anders beurteilen. Aber ich finde darum geht es geht überhaupt nicht. Das hier ist ein Thread über das EV-Scope und nicht wer gewinnt den Wettbewerb für das beste Astrofoto.

Schaut doch mal das Video von John Dobson an "Come see the moon!" - schaut Euch die Begeisterung der Passanten an, denen geht das Grinsen überhaupt nicht mehr aus dem Gesicht - als sie zum ersten Mal in Ihrem Leben den Mond durch ein Teleskop gesehen haben. Da frägt doch keiner kann diese komische Sperrholzschachtel mit Papprohr überhaupt ein echtes Teleskop sein? Da diskutiert keiner, das könnte man auch besser machen! Die Leute sind einfach platt! Ein Leben lang unter dem Mond rumgelaufen und auf ein Mal verstehen sie, erahnen sie was da oben rumhängt!

Und jetzt stellt Euch vor, @waloszek oder @Surak von Vulkan steht (nach Corona) mit mit seinem EV-Scope an der Straßenecke: "Come see the nebluae!" und die Passanten loggen sich ins Teleskop WLAN und schauen zu wie der Eskimonebel sich bei Ihnen im Smartphone aufbaut. Ich wette eine Kiste Bier die grinsen genau so selig wie die Leute um John Dobson herum an der Straßenecke. Das ist dann halt ein paar Jährchen nach John Dobson und heute technik- und zeitgemäß. Also genau richtig.

MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Oli,

ich habe meine Zweifel, dass das wirklich so kommen wird. SkyWatcher hat feste Bereiche, in denen sie aktiv ist und hat längst nicht alles auf der Palette. Erfolgreiche Konzepte wie SCT oder RC Teleskope gehören zum Beispiel nicht dazu.

ich bin zwar nicht so optimistisch wie Marcus was die Zeit bis zum Erscheinen betrifft aber kommen wird sowas irgendwann auch von Skywatcher.
Das ist immerhin einer der größten Player am Markt der so gut wie alles im Programm hat was der Hobby Astronom so brauchen könnte.
Übrigens auch SCTs, du hast ja selber eines vom Skywatcher Konzern auch wenn bei dir Celestron drauf steht aber Celestron gehört ja schon lange zu Skywatcher.
Es gibt sogar SCTs da steht direkt Skywatcher drauf aber die sind nicht für den Europäischen Markt gedacht auch wenn sie ein Händler vor einiger Zeit mal eingeführt hatte.

Skywatcher SCT

Und RCs, ok die haben sie nicht aber dafür das Edge HD und das ist ja die Antwort von Celestron/Skywatcher auf das Meade ACF und das ACF ist wiederrum praktisch der Katadioptrische Bruder des RC.
Der Skywatcher Konzern hat wie du siehst also schon von allem was das es so am Markt zu kaufen gibt und früher oder später werden die auch ein Smartteleskop haben da bin ich mir sicher. Auch wenn es vielleicht noch 3 bis 5 Jahre dauern mag und dann vielleicht Celestron drauf steht.

Grüße Gerd
 
Es gibt sogar SCTs da steht direkt Skywatcher drauf aber die sind nicht für den Europäischen Markt gedacht auch wenn sie ein Händler vor einiger Zeit mal eingeführt hatte.

Hallo,

Das gehört zwar nicht zum Thema eVscope:
Auf diesen Teleskopen ist auf dem Tubus das Label Skywatcher aufgeklebt, auf allen anderen Bildern ist der Celestron Schriftzug zu sehen. Und selbst die Angebe vom Durchmesser mit 8" stimmt mit dem auf dieser Seite veröffentlichten Bildern eines Celestron SC 9,25 mit 235mm Durchmesser nicht überein.
Scheinbar sind es ganz normale Celestron SC mit Skywatcher Schriftzug und daher keine eigene Entwicklung von Skywatcher.

Viele Grüße
Gerd
 
Mir scheint die Geister scheiden sich als vorgeschobenes Argument daran, dass einer 3k-€ (eV-Scope) bzw. 4k-€ (Stellina) locker macht und dann einfach so eine Plug- and Play Variante hat, die das gleiche tut wie echte Astrofotografie. Nur mit dem Unterschied der 3k/4k Schachtel fehlt nur ein/zwei Minuten Vorbereitung und Strom um loslegen zu können. Das kann natürlich nicht annähernd so gut sein wie gefühlt 30 Kabel und Käbelchen wirr in verschiedenste Buchsen gesteckt und Medusa-like um das Setup geschlungen, ein riesen Teleskop auf eine mehrere Zentner schwere Montierung gewuchtet von der Jahrelangen Erfahrung und Expertise die man sich erarbeiten muss bis zum ersten vorzeigbaren Foto-Ergebnis angetrieben
Ewald, ich stelle meine Montierung auf die Terrasse, suche mir danach das passende Teleskop aus, hänge die Steuerung an die Montierung und fertig. Da geht genau ein Kabel von der Steuerung zum Montierungskopf. Dann suche ich mir auf dem Smartphone im Astroprogramm das passende Objekt aus und fertig. Nach maximal 40 Sekunden ist das Objekt dann auf meinem Smartphone zu sehen. Das Ganze schaffe ich unter 10 Minuten.
Und jetzt stellt Euch vor, @waloszek oder @Surak von Vulkan steht (nach Corona) mit mit seinem EV-Scope an der Straßenecke: "Come see the nebluae!" und die Passanten loggen sich ins Teleskop WLAN und schauen zu wie der Eskimonebel sich bei Ihnen im Smartphone aufbaut. Ich wette eine Kiste Bier die grinsen genau so selig wie die Leute um John Dobson herum an der Straßenecke. Das ist dann halt ein paar Jährchen nach John Dobson und heute technik- und zeitgemäß. Also genau richtig.
Dann dürften die Beiden aber nicht an meiner Ecke hier stehen... ich mache nämlich auch Öffentlichkeitsarbeit. Ich bin keine Astrofotograf, da fehlt mir einfach die Zeit neben meinen anderen beiden Hobbys... aber so ein bißchen Lifestacking hat schon etwas :)
Ich glaube, ich habe schon einmal in einem anderen Thread meine Bilder gezeigt... das ist aber kein Vergleich zum eVscope. Und ich bin nicht abhängig von der Tageszeit oder von den Objekten, die ich ablichte.

Gruß *entfernt*
 
Hallo,

Das kann natürlich nicht annähernd so gut sein wie gefühlt 30 Kabel und Käbelchen wirr in verschiedenste Buchsen gesteckt und Medusa-like um das Setup geschlungen,

ich vermute mal es sind nicht nur gefühlt 30 Kabel sondern wahrscheinlich tatsächlich, wer sich mal den spaß machen möchte zählt mal nach, schau nur hier.


Das hast du wirklich trefflich beschrieben, man schaue sich das Gewusel nur mal an und dabei hat sich der gute Mann sogar besondere Mühe gegeben Ordnung in den Kabelsalat zu bringen.
Für mich abschreckend ist aber vor allem der große Zeitaufwand und die enorme Mühsal bis das komplette Setup einsatzfähig ist.
Das Video geht zwar „nur“ 20min aber es ist ja Zeitraffer. Ich schätze mal in Originalgeschwindigkeit wird der ganze Aufbau locker 1 Stunde dauern.

Das mit derart aufwendiger und mühselig aufzubauender Ausrüstung dann etwas mehr möglich ist als mit dem eVscope sollte nicht verwundern.
Trotzdem würde ich mir diese Mühsal niemals antun und 1000mal lieber ein Smartteleskop rausstellen aufs Knöpfchen drücken und schon kann’s losgehen mit dem elektronisch unterstützen Beobachten.
Auch wenn mir die 3000 die das eVscope kostet persönlich dann doch etwas zu heftig sind.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd,

Scheinbar sind es ganz normale Celestron SC mit Skywatcher Schriftzug und daher keine eigene Entwicklung von Skywatcher.

du solltest schon etwas genauer lesen was ich geschrieben hatte.

Übrigens auch SCTs, du hast ja selber eines vom Skywatcher Konzern auch wenn bei dir Celestron drauf steht aber Celestron gehört ja schon lange zu Skywatcher.

Grüße Gerd
 
ich vermute mal es sind nicht nur gefühlt 30 Kabel sondern wahrscheinlich tatsächlich, wer sich mal den spaß machen möchte zählt mal nach, schau nur hier.
bei mir ist es 1 Kabel für die 12V-Versorgung des Dobson und 1 USB-Kabel von der Kamera zum Notebook. Gesteuert wird das Teleskop mit dem Handy (auch keine Handsteuerbox vorhanden), die Kamera über dasselbe USB-Kabel, wo auch die Bilder reinkommen. ;)
Gruß Achim
 
Hallo Achim,

dann betreibst du aber EAA und keine klassische Astrofotografie so wie der Sternenfreund in dem Video und du wirst daher auch nicht an seine Ergebnisse herankommen.
Mag ja sein das du allein schon wegen der größeren Öffnung mehr erreichst als mit dem eVscope möglich ist aber dafür hast du auch eine wesentlich schwerere und sperrigere Ausrüstung die nicht mal eben so in einem Rucksack platz findet mit dem man ohne Mühe zum Beobachtungsplatzt radeln kann.
Außerdem bist du auf ein Notebook angewiesen und das will wo hingestellt werden, also neben dem Notebook auch noch Campingtisch und Stuhl mitschleppen.
Draußen im Feld wird noch ein extra Akku mitmüssen denn so lange macht’s der vom Notebook auch nicht.
Der vom eVscope soll immerhin 10h halten.
EAA mit Dobson wird zumindest eine EQ Plattform nötig machen und die will auch noch mitgeschleppt werden und sie muss ja auch noch eingenordet werden.

Natürlich bist du fixer als der Sternenfreund in dem Video aber so bequem wie mit dem eVscope hast du es eben längst nicht. Zur Bequemlichkeit zähle ich auch geringes Geweicht und geringe Sperrigkeit und nicht nur die reine Aufbaumühe.

Wenn du mal den Startbeitrag hier gelesen hast dann erkennt man das die Begeisterung von Christian für das eVscope eben auch der Tatsache geschuldet ist das es so klein und handlich ist und dennoch viele Nebel und Galaxien so zeigt wie sein 18“ Dobson.

Grüße Gerd
 
Hallo Allerseits, ich war gerade ein wenig vor der Haustüre bei schrecklichem Dunst und 50% Mond . Gut die Bilder sind nicht perfekt aber der visuelle Eindruck ist echt super. Ich meine bei dieser fortgeschrittenen Mondphase denk ich normalerweis nicht mal dran zu beibachten einfach genial.
 

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EAA mit Dobson wird zumindest eine EQ Plattform nötig machen
Hallo Gerd,
nein, die braucht es nicht. Es ist nur die Rockerbox plus Tubus und dann ein schnelles 2-Sterne-Alignment. Auch nix mit Polausrichtung. Die Skywatcher-Software führt perfekt nach. Und jetzt komm nicht mit Bildfelddrehung, der Live-Stacker packt die einwandfrei übereinander.
Gruß Achim
 
Hallo Achim,

nein, die braucht es nicht. Es ist nur die Rockerbox plus Tubus und dann ein schnelles 2-Sterne-Alignment. Auch nix mit Polausrichtung. Die Skywatcher-Software führt perfekt nach.

na dann sagt das doch gleich das du Goto hast.
Das ist ja nicht gerade der Standart beim Dobson.
Wenn ich Dobson höre dann denke ich an die üblichen zum schubsen und mit Hand nach schubsen wird selbst für EAA nicht reichen.
Also EQ Plattform oder eben wie bei dir Goto, das geht natürlich auch.
Wichtig ist halt das automatisch nachgefühlt wird.
Ich denke du solltest das auch immer deutlich dazusagen wenn du vom Dobson sprichst sonst entsteht der Eindruck man könnte mit den üblichen Geräten zum nachschubsen ohne EQ Plattform EAA betreiben.
Die Skywatcher Flex Tube machen auf mich allerdings keinen sonderlich justierstabilen Eindruck und ziemlich schwer sind sie trotzdem.

Und jetzt komm nicht mit Bildfelddrehung, der Live-Stacker packt die einwandfrei übereinander.

Wieso sollte ich mit Bildfelddrehung kommen?
Das ist ja gerade das Geniale an EAA dass man diese beim Stacken kompensieren kann und natürlich auch das die Nachführung bei weitem nicht so präzise sein muss wie bei klassischer Astrofotografie weil auch da Fehler beim Stacken kompensiert werden und man damit auf aufwendiges Guiding verzichten kann.
Auch Dinge wie periodischer Schneckenfehler müssen uns bei EAA nicht interessihren.
Darum ist EAA bedeutend einfacher als klassische Astrofotografie aber man kommt auf der anderen Seite natürlich längst nicht an die Ergebnisse ran welche mit klassischer Astrofotografie erreichbar sind.
Dennoch ist EAA hochinteressant weil der Aufwand hier bedeutend geringer ist.

Grüße Gerd
 
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Wieso sollte ich mit Bildfelddrehung kommen?
Das ist ja gerade das Geniale an EAA dass man diese beim Stacken kompensieren kann


Hallo Gerd,

das ist so nicht ganz richtig. Beim Live-Stacking mit einer Alt-Az Montierung werden die Einzelbilder zwar von der Software korrekt aufeinander abgestimmt, aber je länger man stackt, desto mehr Bildinformation fehlt an den Rändern durch die Erdrotation.

Leider bin ich unterwegs und kann kein Beispiel bringen, hole dies aber gern nach, wenn gewünscht. Je nach Beobachtungsrichtung und Belichtungszeit kann der Effekt recht heftig ausfallen.

Bei den runden Bilder beim eVscope kommt dieser Effekt allerdings nicht zum Tragen, da die betroffenen Bereiche abgeschnitten werden.

CS.Oli
 
Hallo,
zu ergänzen ist noch, dass das live stacking bei einer Alt-Az-Monti deshalb früher oder später abbricht, wenn irgendwann zu wenig Sterne übrig bleiben, die noch "aligned" werden können. War zumindest früher in SharpCap so, wo der Spass nach spätestens 3 bis 5 Minuten Gesamtbelichtungszeit bei mir ein Ende hatte.
Gruß,
Mathias
 
Hallo Oli,

das ist so nicht ganz richtig. Beim Live-Stacking mit einer Alt-Az Montierung werden die Einzelbilder zwar von der Software korrekt aufeinander abgestimmt, aber je länger man stackt, desto mehr Bildinformation fehlt an den Rändern durch die Erdrotation.

ja selbstverständlich hat die Kompensation beim Stacken auch ihren Preis.
Ist doch logisch, wenn 2 Bilder zueinander etwas versetzt sind und ich bringe die Sterne wieder zur Deckung dann kann ich nur die Bereiche stacken die auf beiden Bildern drauf sind, ist doch logisch.
Folglich muss in dem Fall das gestackte Bild immer kleiner sein als die einzelnen Bilder.
Dennoch wenden die Sterne nicht zu Strichen verzogen also wurde die Bildfeldrotation auch kompensiert und damit ist richtig was ich schrieb
Natürlich hat die Sache wegen des von dir beschriebenen Effektes ihren Preis und damit auch ihre Grenzen und eine mechanische Kompensation der Feldrotation wie beim Stellina wäre daher besser.

Ich finde es aber etwas müßig das nun jedes Mal ausführlich mit dazuzuschreiben weswegen ich mich auf die kurze Bemerkung das die Bildfeldrotation beim Stacken kompensiert wird beschränkt hatte und diese Aussage ist ja auch völlig richtig.

Grüße Gerd
 
zu ergänzen ist noch, dass das live stacking bei einer Alt-Az-Monti deshalb früher oder später abbricht, wenn irgendwann zu wenig Sterne übrig bleiben, die noch "aligned" werden können. War zumindest früher in SharpCap so, wo der Spass nach spätestens 3 bis 5 Minuten Gesamtbelichtungszeit bei mir ein Ende hatte.

Hallo Mathias,

das hängt wesentlich von der Optik und der Sensorgröße ab, dann von der Frage, wie viele Alignment-Sterne sich im Bildfeld befinden und schließlich in welche Richtung beobachtet wird.

Ich komme auf deutlich mehr, wenn ich den 80/480 Apo mit der ASI178 kombiniere. Beim C8 mit f/10 und der ASI224 hängt es von der Anzahl der Sterne im Bildfeld ab.

Wäre jetzt im Sinne des Threads natürlich interessant zu sehen, was für Erfahrungen die eVscope Besitzer haben.

CS.Oli
 
Wäre jetzt im Sinne des Threads natürlich interessant zu sehen, was für Erfahrungen die eVscope Besitzer haben.
Ja genau, das würde mich auch interessieren.
Aber eigentlich ist die Antwort klar. Besser wie in SharpCap und mit so einem Mini-Newton ist das sicher nicht.


War zumindest früher in SharpCap so, wo der Spass nach spätestens 3 bis 5 Minuten Gesamtbelichtungszeit bei mir ein Ende hatte.
Was? Nur 3-5 Minuten?
Kann nicht sein mit Nachführung.
Mit alt-az Nachführung tritt ja nur noch Bildfelddrehung auf. Der Bildausschnitt bleibt ja praktisch der gleiche.

Übrigens nicht vergessen: Bei Dobsons mit Equatorial Plattform tritt auch keine Bildfelddrehung auf!
Ist ja praktisch eine parallaktische Montierung.

Zum Thema Aufbau Aufwand:

Klar, das eVscope ist da sehr gut.
Aber ich erwarte bei mir mit meinen Dobsons, wenn ich mal die EQ-Plattform in Betrieb genommen habe, auch keinen grossen Aufwand.
Die EQ-Plattform wird völlig autark mit einer einfachen 9V Batterie betrieben.
Nur noch einnorden. Sollte bei den heutigen Apps und als ernsthafter Astronom kein Problem sein.
Dobson draufstellen. Astrocam in OAZ schieben. Teleskop über DCS aufs Objekt positionieren (hatte ich schon gesagt dass ich alle meine Dobsons mit DSC ausgerüstet habe ;) ).
Livestack in SharpCap starten.
Aufnahme geniessen.

Na ja, im Moment noch Theorie. ;)
Da ich als Priorität im Moment noch den 20 Zöller visuell teste und versuche den Pferdekopf-Nebel zu entdecken (was mir aber nach Recherche bei meinem Himmel und meiner Beobachtungskunst nicht gelingen wird).

Gruß
Peter
 
zu ergänzen ist noch, dass das live stacking bei einer Alt-Az-Monti deshalb früher oder später abbricht, wenn irgendwann zu wenig Sterne übrig bleiben, die noch "aligned" werden können. War zumindest früher in SharpCap so, wo der Spass nach spätestens 3 bis 5 Minuten Gesamtbelichtungszeit bei mir ein Ende hatte.

Was? Nur 3-5 Minuten?
Kann nicht sein mit Nachführung.
Ist auch nicht so. Nach 4 Min. Belichtungszeit sehe ich gerade mal die ersten Anfänge einer Drehung.
Gruß Achim
 
Erstmal eine schnelle Antwort an Oli: Natürlich zeigt das evscope Feldrotation, und ich kann sie auf meinen rechteckigen Fotos auch sehen (umso mehr, je länger belichtet wird). Ich habe das aber nie systematisch untersucht, zumal der Effekt von vielen Dingen (Himmelsrichtung, Höhe am Horizont) abhängt. Beim "runden" Format mit Overlay ist mir dieser Effekt nicht aufgefallen, zumal auch noch eine runde Vignette über das Foto gelegt wird (nicht nur die Beschriftung). Die Vignette wurde übrigens später verändert, so dass sie weniger auffällig geworden ist. Details nur dazu, wenn es jemanden interessiert...
Zur Frage, wie lange mit dem eVscope belichtet werden kann! Ich habe bisher maximal eine halbe Stunde ohne Probleme belichtet. Ich habe aber schon Fotos mit knapp einer Stunde Belichtungszeit gesehen. Dafür fehlt mir etwas die Geduld - ich belichte typischerweise zwischen 5 und 10 Minuten. Laut Kai von Schauroths Test werden Sterne schon ab 3 Minuten aufgebläht, und längere Zeiten bringen nichts. Das mag für seinen Super-Himmel auf La Palma gelten, für mich gilt zumindest, dass längere Zeiten bei schwächeren Objekten nötig sind.
Viele Grüße, Gerd
 
das hängt wesentlich von der Optik und der Sensorgröße ab, dann von der Frage, wie viele Alignment-Sterne sich im Bildfeld befinden und schließlich in welche Richtung beobachtet wird
ich belichte typischerweise zwischen 5 und 10 Minuten. Laut Kai von Schauroths Test werden Sterne schon ab 3 Minuten aufgebläht, und längere Zeiten bringen nichts...

Hallo,
stimmt! Meine ähnlichen Erfahrungen stammen allerdings von vor 6Jahren, mit nur 5mm Sensordiagonale (und 400-600mm Brennweite). Damit war bei dem kleinen Feld damals bei den Leuten mit größeren Dobsons bei deren höherer Brennweite und dem seinerzeit empfindlichsten und rauschärmsten 224 Sensor sogar schon nach 15-20sec Livestacking Schluß. Weshalb ich es schon damals besser fand, kleinere Öffnungen mit weniger Brennweite einzusetzen und dafür dann 10 oder 20 mal länger Licht zu sammeln... Auflösung ist ja nicht so die Frage bei EAA, was zählt ist vor allem Lichtstärke, nicht so sehr Öffnung.

Die Relationen haben sich heute bestimmt etwas verschoben, aber im Prinzip finde ich noch immer, dass EAA mit kleineren bis mittleren Öffnungen und hoher Lichtstärke den größten Charme hat. Da ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis und der Gewinn an Grenzgröße bei vernünftiger Feldgröße für meinen Geschmack sehr deutlich besser als mit großen und zwangsläufig höherbrennweitigen Apparillos, an denen man für genug Feld teuere große Sensoren einsetzen muß, und am Ende trotzdem kein so dramatisch besseres Ergebnis rausholt...

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Relationen haben sich heute bestimmt etwas verschoben, aber im Prinzip finde ich noch immer, dass EAA mit kleineren bis mittleren Öffnungen und hoher Lichtstärke den größten Charme hat. Da ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis und der Gewinn an Grenzgröße bei vernünftiger Feldgröße für meinen Geschmack sehr deutlich besser als mit großen und zwangsläufig höherbrennweitigen Apparillos, an denen man für genug Feld teuere große Sensoren einsetzen muß, und am Ende trotzdem kein so dramatisch besseres Ergebnis rausholt...
Hi Mathias,

ja, da ist was dran.

Aber!
Es gibt ein YT Video oder war es eine Seite, da macht jemand EAA mit einem sehr grossen Spiegel (20" oder grösser) und entsprechendem grossem Sensor und Reducer. Da entstehen innerhalb von Sekunden hoch aufgelöste und tiefe Bilder.

Soweit ich mich erinnern kann. Muss man gesehen haben, beeindruckend. Vielleicht finde ich es wieder.
Aber der Aufwand ist halt höher

Gruß
Peter
 
Hallo,

und zum Vergleich sollte man daneben ein nur halb so großes 10“ oder sogar nur 8" SCT zeigen, wo dank Brennweitenreduktion bei gleicher Lichtstärke schon mit einem nur halb so großen Sensor und nur halb so großen Pixeln am Ende in der selben Zeit genauso flott das nahezu gleiche Resultat rauskommt! (solange die kleineren Pixel eine vergleichbare Empfindlichkeit haben, wie es dank immer raffinierterer Chipentwicklung (microlensing, backlight illumination, Materialempfindlichkeitsoptimierungen, etc) heute möglich ist).

Die Chipentwicklung zu nutzen, um mit immer kleineren Sensoren und Pixeln und damit kleineren Geräten die gleichen Leistungen zu erzielen, für die früher viel größeres Gerät und wesentlich mehr Zeit nötig war (siehe Smartphonekameras), also den Aufwand zu verkleinern: das finde ich viel beeindruckender, und lohnt sich m. E. für Amateure mehr, als den alten hohen Aufwand mit großen Öffnungen gewohnheitsmäßig beizubehalten, in der Hoffnung auf einen vergleichsweise kleineren Zugewinn an Bildqualität. Wobei der erhoffte Zugewinn in den meisten Fällen von der höheren Seeingempfindlichkeit der größeren Öffnung auch noch großenteils verschluckt oder in aufgeblähte Sterne übersetzt wird...


Gruß
Mathias
 
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Noch ein Nachtrag zur Feldrotation beim eVscope, bzw. seiner Sichtbarkeit!

In seinem eVscope-Test bemängelt Kai von Schauroth die mit 1280 x 960 Pixeln geringe Auflösung des Sensors und merkt an, dass man wegen der Feldrotation am Rande weitere Bildinformationen verliert. Er schreibt, dass über das rechteckige Bild eine runde Maske mit weichem Rand gelegt und das Motiv leicht vergrößert wird, so daß man runde, etwa 1000 Pixel große Bilder erhält. Tatsächlich läßt sich auf diese Weise der Effekt der Feldrotation weitgehend "verheimlichen".

Da ich, seit es möglich ist, Bilder im rechteckigen Sensorformat abzuspeichern, nur noch dieses Format benutze und dort naturgemäß den Effekt der Feldrotation mal mehr, mal weniger stark zu sehen bekomme, habe ich mich gefragt, worin denn der Unterschied zwischen den "runden" (eigentlich quadratischen) und den rechteckigen Fotos besteht. Ich erinnerte mich, dass ich einmal dasselbe Objekt kurz nacheinander in beiden Formaten fotografiert hatte, aber wo waren die Fotos? Nach einiger Suche habe ich die Fotos tatsächlich gefunden. Es war M 27 (Hantelnebel)! Also habe ich Fotos in beiden Formaten in Photoshop Elements als Ebenen überlagert (Differenz und Ausschluß). Ergebnis: die Bilder sind im Prinzip gleich groß, das Bild im runden Format wird also nicht vergrößert. Man erkennt in der Überlagerung den Effekt der Vignette, ansonsten löschen sich beide Fotos im Differenz-Modus in der Mitte aus.

Natürlich kann auch das rechteckige Foto vergrößert sein, aber da es genau dem Sensorformat entspricht, halte ich dieses für eher unwahrscheinlich. Insofern wüßte ich gern, wie Kai von Schauroth darauf kommt, dass das runde Bild vergrößert wird. Vielleicht dadurch: Es wird ein 70 Pixel-Rand angefügt, so dass das "runde" Bild nicht 980 x 980 Pixel, sondern 1120 x 1120 Pixel groß ist. Dieser Rahmen nimmt die Beschriftung auf, so dass vertikal nichts verloren geht (dies wurde mit App-Version 1.0 eingeführt, anfangs war das Bild 1080 x 1080 Pixel groß).

TsSchuldigung, dass ich hier etwas ins "Eingemachte" gehe, aber manche wollen es ja auch genau wissen...

Viele Grüße, Gerd

Rundes Format, rechteckiges Format, Differenz, Ausschluss

eVscope-20201027-191934.png eVscope-20201027-191942.png eVscope-20201027-191942_Differenz.jpg eVscope-20201027-191942_Ausschluss.jpg

PS: Im Test steht auch, dass man beim eVscope 16-Bit-TIFF-Bilder abspeichern könne. Ich habe diese Möglichkeit leider noch nicht gefunden und kann nur 8-Bit-PNGs abspeichern...
 
Hallo Mathias,

Die Relationen haben sich heute bestimmt etwas verschoben, aber im Prinzip finde ich noch immer, dass EAA mit kleineren bis mittleren Öffnungen und hoher Lichtstärke den größten Charme hat. Da ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis und der Gewinn an Grenzgröße bei vernünftiger Feldgröße für meinen Geschmack sehr deutlich besser als mit großen und zwangsläufig höherbrennweitigen Apparillos, an denen man für genug Feld teuere große Sensoren einsetzen muß, und am Ende trotzdem kein so dramatisch besseres Ergebnis rausholt...

ja ganz genau so sehe ich das auch.
Außerdem kann man mit großer Öffnung ja auch schon visuell beeindruckende Beobachtungen machen, da braucht man EAA eigentlich gar nicht unbedingt.
Bei kleiner Öffnung ist das anders, da ist mit zb. 114mm visuell im Bereich DS nicht allzu viel zu erreichen, erst mit EAA offenbart sich einem hier nun eine ganz andere Objekt und Detailfülle.

Man muss immer auch den Aufwand bedenken den man betreiben muss und der ist bei großer Öffnung natürlich bedeutend größer weil man dann eben schwere und sperrige Ausrüstung in Stellung bringen muss.
Mit großer schwerer Ausrüstung wird ja auch der Vorteil des geringeren Aufwands den EAA gegenüber der klassischer Astrofotografie hat wieder aufgefressen.
Bevor ich mich mit einem 20“ Monster rumplage wie in Peters Beispiel würde ich sogar lieber den Aufwand für die klassische Astrofotografie mit wesentlich kleinerer Öffnung auf mich nehmen.
Da müsste ich dann zwar etliche Kabel anstöpseln, exakt einnorden und mich ums Guiding kümmern aber so rumplagen wie beim schleppen des 20“ Monsters müsste ich mich nicht.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

Natürlich zeigt das evscope Feldrotation, und ich kann sie auf meinen rechteckigen Fotos auch sehen (umso mehr, je länger belichtet wird). Ich habe das aber nie systematisch untersucht, zumal der Effekt von vielen Dingen (Himmelsrichtung, Höhe am Horizont) abhängt.

das Ausmaß der Bildfelsrotation ist neben der gesamt Belichtungszeit abhängig von der Poldistanz des Beobachtungsobjekts.
Am Himmelsäquator ist sie am stärksten und in Pol Nähe am geringsten. Man muss sich also die Deklination des Beobachtungsobjektes anschauen um das Ausmaß abzuschätzen.

Grüße Gerd
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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