iOptron GEM28 - Erste Erfahrungen

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Hallo Namensvetter,

dass ist suboptimal, dann kommt Unruhe in die Montierung da dann beide Achsen permanent arbeiten, die DEC-Achse sollte so wenig wie möglich arbeiten, je weniger der Guider einschreiten muss umso besser! Daher bin ich nach wie vor der Meinung das ein Stativ im Wasser und eine präzise Einnordung für Ruhe im System sorgen, eine minimalste Abweichung sorgt dafür das alle Zahnräder im Eingriff sind, was nicht unbedingt schadet.

Aber das Stativ planlos in die Landschaft stellen und dann präzise Einnorden macht keinen Sinn!

CS
Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Ziel des Einnordens ist, die RA-Achse der Montierung genau parallel zur Erdachse auszurichten. Warum? Weil nur dann die Erdrotation durch Drehung um eine Achse der Montierung (eben die RA-Achse) kompensiert werden kann. Wie schief das Stativ oder die Säule dann darunter stehen, ist völlig egal. Wichtig ist, dass sich der Unterbau nicht bewegt, dass also z.B. kein Stativbein langsam im Boden versinkt und somit die Ausrichtung der RA-Achse nicht mehr parallel zur Erdachse ist. Wenn das Stativ nicht waagerecht stehen sollte (z.B. planlos in die Landschaft gestellt), dann muss am Azimut geschraubt und die Elevation (Polhöheneinstellung) eben auf einen anderen Wert als die geografische Breite verstellt werden. Na und? Es kann natürlich sein, wenn das Stativ zu ungeschickt aufgestellt wurde, dass dann irgendwann ein Stativbein einem Refraktor im Weg ist. Und der Unterbau der Montierung darf natürlich auch nicht so schräg aufgestellt sein, dass sich der Schwerpunkt von Montierung und Teleskop in irgeneiner Position so weit nach außen verlagert, dass der ganze Aufbau umkippt. Aber es geht ja offenbar nur um verhältnismäßig geringe Abweichungen, d.h. das Stativ steht nur grob in der Waage.

Wenn die Einnordung gelungen ist und die RA-Achse sich parallel zur Erdachse dreht, die Montierung also parallaktisch aufgestellt ist, dann rotiert ("arbeitet") nur die RA-Achse beim Tracking. Die DEC-Achse hat Ruh'.

Man kann das Ganze leicht zeichnerisch oder an einem kleinen Modell nachprüfen.

Schönen Gruß
Manfred
 
Genau so ist es Manfred :y:

Gruß Alex
 
Hallo,

dann bitte mal praktisch erklären wie Ihr die Polachse bei einer parallaktischen Montierung parallel zur Erdachse ausrichtet wenn das Stativ schief steht (Ausnahme Norden und Süden)?

CS
Alex
 
Hallo,
dann bitte mal praktisch erklären wie Ihr die Polachse bei einer parallaktischen Montierung parallel zur Erdachse ausrichtet wenn das Stativ schief steht (Ausnahme Norden und Süden)?
na ganz genauso wie bei gerader Ausrichtung. Du kannst doch z.B. auch mit dem Polsucher nach wie vor jeden Punkt anvisieren, nur dass beim Verstellen der Montierungsachsen die Bewegung eines Sterns eben nicht parallel oder senkrecht zum Horizont ist. Aber hinschauen kannst Du doch an jeden Punkt. Und wenn der Polsucher das kann, kanns auch die RA Achse.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo,

dann bitte mal praktisch erklären wie Ihr die Polachse bei einer parallaktischen Montierung parallel zur Erdachse ausrichtet wenn das Stativ schief steht (Ausnahme Norden und Süden)?

CS
Alex
Hallo Zusammen,

man kann sich das auch folgendermaßen vorstellen. Auch auf einem schiefen Stativ kann durch zwei Freiheitsgrade an der Montierung (Azimut und Polhöhe) die RA-Achse so ausgerichtet werden, dass Sie in Richtung des Himmelsnordpols zeigt.

Grüße - Oliver
 
Das Alles macht schon Sinn... ist doch dasselbe wie wenn ich auf der anderen Seite der Erdkugel bin, dann steht die Montierung auch 180° Kopf im Vergleich zur Position hier in Europa. Demnach könnte ich theoretisch die Montierung auch um 180° gedreht aufhängen, sozusagen am Stativ aufhängen. Geht natürlich nicht weil ich die Polhöhenwiege dann nicht genug neigen kann, damit ich wieder in Linie mit der Erdachse komme.. aber theoretisch müsste das gehen...
 
Hallo Zusammen,

mir ist schon klar das man die Stundenachse auch bei einem schiefen Stativ auf den NCP ausrichten kann, dann ist die Achse aber nicht Parallel zur Erdachse (Ausnahme Schiefstellung genau nach Norden oder Süden, weil man das über die Höhenachse kompensieren kann). Folglich muss wieder die DEC-Achse mit ran, was wiederum Bewegung ins System bringt, womit wir wieder beim Problem von Karol sind, der klagte er bekäme keine langen Belichtungszeiten hin! Dann sind wir wieder da das eine präzise Ausrichtung des Stativs ganz sicher nichts schadet!

CS
Alex
 
Hallo Zusammen,

mir ist schon klar das man die Stundenachse auch bei einem schiefen Stativ auf den NCP ausrichten kann, dann ist die Achse aber nicht Parallel zur Erdachse (Ausnahme Schiefstellung genau nach Norden oder Süden, weil man das über die Höhenachse kompensieren kann). Folglich muss wieder die DEC-Achse mit ran, was wiederum Bewegung ins System bringt, womit wir wieder beim Problem von Karol sind, der klagte er bekäme keine langen Belichtungszeiten hin! Dann sind wir wieder da das eine präzise Ausrichtung des Stativs ganz sicher nichts schadet!

CS
Alex

Hallo Alex
Nach diversen Einstellungen am MGEN habe ich gestern einzelne 6 Minuten Aufnahmen hingekriegt. Sterne sehen super aus (siehe beigefügte 6min Einzelaufnahme IMG_8627.jpg). Aber die Leistung war nicht Konstant. Schon bei der nächsten Belichtung (IMG_8628) kam wieder DEC mit ins Spiel und ich hatte senkrechte Striche. Demnach denke ich die Polausrichtung/Ausrichtung des Stativs gut ist. Habe 99% Ortho. bei der Kalibrierung auf dem MGEN II erreicht.

CS
Karol
 

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Hallo Karol,

die Sterne sind aber ganz schön ausgebrannt, dann kommt das mit den 6min gut hin! Spass beiseite, jetzt muss der MGEN noch lernen, denke auch an das Schneckenspiel, mit PEC-Korrektur wird es noch einen ticken besser aber 99% hört sich ganz gut an, denke daran ein klein wenig aus dem Lot bringt die Schneckenräder in permanenten Eingriff.

CS
Alex
 
mir ist schon klar das man die Stundenachse auch bei einem schiefen Stativ auf den NCP ausrichten kann, dann ist die Achse aber nicht Parallel zur Erdachse (Ausnahme Schiefstellung genau nach Norden oder Süden, weil man das über die Höhenachse kompensieren kann). Folglich muss wieder die DEC-Achse mit ran, was wiederum Bewegung ins System bringt, womit wir wieder beim Problem von Karol sind, der klagte er bekäme keine langen Belichtungszeiten hin! Dann sind wir wieder da das eine präzise Ausrichtung des Stativs ganz sicher nichts schadet!
du bist da auf dem Holzweg. Die Dec Achse wird genauso oft/wenig korrigieren wie bei einer Montierung die „Im Wasser steht“.

gruss
mahias
 
Doch, Alex, wenn die Stundenachse auf den Himmelspol ausgerichtet ist, dann steht sie IMMER auch parallel zur Erdachse. Ganz einfach, weil der Himmelspol unendlich weit weg ist. Machen wir doch einmal folgendes Gedankenexperiment: Stellen wir uns ein Gyroskop vor, also eine kardanisch gelagerte, rotierende Masse. Die Rotationsachse sei parallel zur Erdachse ausgerichtet. Sie entspricht damit der Stundenachse der Montierung. Von einem Gyroskop weiß man, dass die Rotationsachse der Masse ortsfest im Raum bleibt, wenn man an den beiden anderen Achsen beliebig dreht. Auch die Montierung mit ihrer Stundenachse hat zwei weitere Achsen, nämlich die Achsen für Azimut und Polhöhe. Die kannst du beliebig verstellen und trotzdem die Stundenachse auf den Himmelspol und damit exakt parallel zur Erdachse ausrichten . Du kannst dir die Stundenachse auch im Raum fest stehend denken und die Polhöhe und den Azimutwinkel beliebig verstellen. Es kann dann sein, dass nicht mehr alle Stativbeine den Boden erreichen oder in irgendwelchen "unmögliche" Richtungen zeigen :) .

Und wenn die Stundenachse auf den Himmelspol zeigt, dreht sich das Teleskop nur um die Stundenachse. Korrekturen in Deklination können wegen ungenauer Ausrichtung auf den Pol oder Seeingeinflüsse nötig werden. Warum stellt man das Stativ in der Praxis trotzdem möglichst waagerecht auf? Um im Idealfall eine punktsymmetrische oder zumindest achsensymmetrische Lastverteilung auf das Stativ zu erreichen und so das Umkippen zu erschweren. Solange man vorhat, die Montierung bei jeder Aufstellung wieder neu einzunorden, reicht eine Aufstellung Pi mal dicker Daumen. Das kann man sich sparen, wenn man das Stativ immer wieder an dieselbe Stelle stellt und nichts an den Stativbeinen, dem Azimut oder der Polhöhe nach einer einmal erfolgten Justage ändert.

Schönen Gruß
Manfred
 
Hallo an Alle

Hier mein nächster Test mit NGC7000 von gestern Nacht. Die Subs waren konstant gut, obwohl ich nicht mehr viel an den Einstellungen des MGEN verändert habe...

Muss sich ein Mount "einfahren"?

23 x 240s integration, 7 darks, 17 flats, 16 bias, nur leicht processed in PixInsight.
Mehr Details: https://www.astrobin.com/1gpmxm/

Viele Grüsse und clear skies

Karol
 

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du bist da auf dem Holzweg. Die Dec Achse wird genauso oft/wenig korrigieren wie bei einer Montierung die „Im Wasser steht“.

gruss
mahias

Hallo Matthias,

warum bin ich auf dem Holzweg? Ich habe geschrieben das wenn das Stativ nicht sauber immer Wasser steht, die Polachse (mit genannten Ausnahmen) niemals parallel zur Erdachse ausgerichtet werden kann, selbst wenn die Polachse auf NCP zeigt! Ist das Stativ nach Osten oder Westen verkippt ist das der Worsest Case! Ic h b ezweifele das die DEC-Achse bei einer sauber im Wasser stehenden Montierung mehr arbeitet als bei einer Verkippten, dass Sie arbeitet steht wohl außer Frage, dies hat andere Ursachen!


Hallo Manfred,

wenn eine Montierung nach Osten oder Westen verkippt ist kann, selbst wenn die Polachse auf NCP gerichtet sie niemals parallel zur Erdachse ausgerichtet sein, dies geht geometrisch nicht! Die Polachse wird um den Winkel Alpha von der Erdachse abweichen, dieser Fehler ist zwar unendlich klein, aber es ist ein Fehler (Siehe Skizze)! Daher ist die Aussage das, wenn die Polachse auf NCP zeigt nicht richtig! Wie geschrieben dies geht geometrisch nicht!

Deine Begründung, dass man das Stativ deshalb möglichst genau aufstellt damit es nicht umkippt, ist echt stark! Ich möchte bezweifeln das ein Stativ umkippt wenn es wenige Minuten aus dem Wasser steht! Dann das Stativ besser wegschmeißen!

Ferner habe ich geschrieben, dass wenn man sein Geraffel sauber aufstellt und sauber einnordet sicher keinen Fehler macht, was ist an dieser Aussage falsch und warum befinde ich mich on the wood-way?????

Ich habe mich nicht dazu geäußert, was heutige Montierungen in Zusammenarbeit mit Computern mittels Platesolving, Guiding und was auch immer leisten und kompensieren können! Was in der analogen Fotografie richtig ist kann in der digitalen nicht falsch sein! Ja man kann eine Montierung halbwegs lieblos in die Landschaft stellen und dennoch Astro-Fotos machen, dem habe ich nie widersprochen!

Nichts desto Trotz, schöne klare Nächte!

CS
Alex
 

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wenn eine Montierung nach Osten oder Westen verkippt ist kann, selbst wenn die Polachse auf NCP gerichtet sie niemals parallel zur Erdachse ausgerichtet sein, dies geht geometrisch nicht! Die Polachse wird um den Winkel Alpha von der Erdachse abweichen, dieser Fehler ist zwar unendlich klein, aber es ist ein Fehler (Siehe Skizze)! Daher ist die Aussage das, wenn die Polachse auf NCP zeigt nicht richtig! Wie geschrieben dies geht geometrisch nicht!
Hallo Alex,

wie soll ich es dir klar machen? Wenn du eine Azimutachse hast, um die sich ein Zeiger um 360° drehen und dabei von +90° bis -90° hoch und runter schwenken kann, dann kannst der Zeiger in jede beliebige Raumrichtung zeigen. Das ist z.B. die Idee hinter dem Koordinatennetz bei kugelförmigen Körpern. Es spielt dabei absolut keine Rolle, ob der 360°-Azimutkreis waagerecht oder sonstwie im Raum ausgerichtet ist. Der Zeiger kann immer noch in jede beliebige Raumrichtung zeigen. Du musst nur den Azimutwinkel und die Zeigerhöhe (bei einer Montierung Polhöhe genannt) verstellen. Das nennt sich in der Mathematik Koordinatentransformation. Und nichts anderes machst du, wenn du mit der Azimut- und Polhöhenverstellung die RA-Achse auf den Himmelspol ausrichtest. Und dann steht die RA-Achse nicht nur per definitionem parallel zur Erdachse. Wenn du das Stativ verkippst, ohne in Azimut und Polhöhe nachzustellen, damit die Stundenachse wieder auf den Himmelspol zeigt, dann zeigt sie hinterher natürlich in eine völlig andere Richtung. Aber das wirst du ja wohl nicht gemeint haben.

Natürlich wird es dir und uns wohl niemals gelingen, die RA-Achse so exakt auf den Himmelspol auszurichten, dass nicht zumindest eine infinitesimal kleine Winkelabweichung bleibt. Aber diese Winkelabweichung hast du auch, wenn du das Stativ perfekt waagerecht aufgestellt hast. Jede Einstellung ist fehlerbehaftet, auch die der Polhöhe, der Azimuteinstellung und die waagerechte Ausrichtung des Stativs. Aber wenn die Winkelabweichung klein ist, spielt sie in der Praxis keine Rolle. Und wegen der Koordinatentransformation (das lernt man in Geometrie) spielt auch die Ausrichtung des Stativs relativ zum Erdboden, Horizont oder sonstwas keine Rolle. Nur Umfallen darf es nicht. Sonst könnte es teuer werden :) .

Schönen Gruß
Manfred
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Alex,

wie soll ich es dir klar machen? Wenn du eine Azimutachse hast, um die sich ein Zeiger um 360° drehen und dabei von +90° bis -90° schwenken kann, dann kannst der Zeiger in jede beliebige Raumrichtung zeigen. Das ist z.B. die Idee hinter dem Koordinatennetz bei kugelförmigen Körpern. Es spielt dabei absolut keine Rolle, ob der 360°-Azimutkreis waagerecht oder sonstwie im Raum ausgerichtet ist. Der Zeiger kann immer noch in jede beliebige Raumrichtung zeigen. Du musst nur den Azimutwinkel und die Zeigerhöhe (bei einer Montierung Polhöhe genannt) verstellen. Das nennt sich in der Mathematik Koordinatentransformation. Und nichts anderes machst du, wenn du mit der Azimut- und Polhöhenverstellung die RA-Achse auf den Himmelspol ausrichtest. Und dann steht die RA-Achse nicht nur per definitionem parallel zur Erdachse. Wenn du das Stativ verkippst, ohne in Azimut und Polhöhe nachzustellen, damit die Stundenachse wieder auf den Himmelspol zeigt, dann zeigt sie hinterher natürlich in eine völlig andere Richtung. Aber das wirst du ja wohl nicht gemeint haben.

Natürlich wird es dir und uns wohl niemals gelingen, die RA-Achse so exakt auf den Himmelspol auszurichten, dass nicht zumindest eine infinitesimal kleine Winkelabweichung bleibt. Aber diese Winkelabweichung hast du auch, wenn du das Stativ perfekt waagerecht aufgestellt hast. Jede Einstellung ist fehlerbehaftet, auch die der Polhöhe, der Azimuteinstellung und die waagerechte Ausrichtung des Stativs. Aber wenn die Winkelabweichung klein ist, spielt sie in der Praxis keine Rolle. Und wegen der Koordinatentransformation (das lernt man in Geometrie) spielt auch die Ausrichtung des Stativs relativ zum Erdboden, Horizont oder sonstwas keine Rolle. Nur Umfallen darf es nicht. Sonst könnte es teuer werden :) .

Schönen Gruß
Manfred
Hallo Manfred,

ist mir alles klar! Hast Du meine Skizze gesehn? Stelle es grafisch dar und alles ist gut! Es geht geometrisch nicht! Nicht das, dass das ursprüngliche Problem lösen würde! Jetzt würden mich noch schlüssige Argumente interessieren, was praktisch gegen eine akkurate Aufstellung des Statives und eine ordentliche Polausrichtung spricht?

CS
Alex
 
Hallo Alex,

deine Skizze hat einen Fehler: Polaris ist praktisch unendlich weit entfernt - somit gibt es die skizzierte Missweisung durch ein "schiefes" Stativ nicht.
Solange Polaris korrekt im Polsucher ist, ist die R.A.-Achse parallel zur Erdachse - selbst wenn man die Montierung auf ein schräges Hausdach geflanscht hat.
Was ein "korrekt" aufgestelltes Stativ aber wirklich einfacher macht, ist die Poljustage - Azimutschrauben korrigieren damit nur Azimut und die Höhenschraube verstellt wirklich nur in Höhe. Ausserdem ist die Reproduzierbarkeit deutlich höher, wenn man - so wie ich - immer wieder neu aufbauen muss.

viele Grüße - Ronald
 
Hallo Ronald,

ach nein, Polaris ist tatsächlich! 431 +/- Lichtjahre entfernt! Die Skizze hat keinen Fehler, sie ist schlampig aber sie hat keinen Fehler, sie bezieht sich auf den Himmelspol NCP nicht Polaris! Nochmal zeigt es mir geometrisch! Ich habe immer noch kein schlüssiges Argument gegen eine akkurate Einstellung des Statives und eine gewissenhafte Einnorung der Montierung gehört! Nichts anderes argumentiere ich! Und wir sind Meilenweit vom ursprünglichen Thema entfernt!

CS
Alex
 
Hallo Alex, Ronald hat schon recht. Deine Skizze zeigt - ein wenig dicht - quasi zwei Beobachter, die nebeneinander stehen. Der Winkel αwäre dann wenigsten ein sehr (sehr, sehr, sehr!) kleiner. Er würde größer wenn die Teleskope sehr weit entfernt wären, also wenn man quasi die Parallaxe messen würde - da stehen die beiden Teleskope zwei Erdradien auseinander...

Also: Da Polaris seeeeehr weit weg ist, kommt da erst mal kein Winkel zustande. Auch ein Fernglas kann man auf Polaris richten, im Stehen, im Liegen, im Hängen, und ohne Wasserwaage, in Wien, Paris oder New York.

Ob man den Stativkopf mit der Hand (lass das Stativ mal weg), ob auf einem Maulesel lagert, oder auf einem schiefen oder geraden Stativ. Oder man nagelt eine Latte an einen Baum und befestigt den Montierungskopf akkurat ausgerichtet an dieser Latte - gerne auch hängend. Nur die RA-Achse muss auf den Himmelspol gerichtet sein, dann dreht sich das Teleskop auch immer um genau diese Achse und folgt den Sternen.

Klar, die Ausrichtung ist leichter mit einem eben aufgestellten Auflageteller. Damit bewegt man die Achse mit den Einstellschrauben genau senkrecht und waagerecht. Und das Fadenkreuz im Polsucher passt dann "innerlich" auch dazu - ehtisch betrachtet. Aber auch das Sucherfernrohr ist drehbar und sollte natürlich auch parallel zur Teleskopachse ausgerichtet sein. Ergo verbleibt mehr oder weniger nur mehr der Konusfehler, wenn die Teleskopachse nicht genau parallel zur RA Achse liegt. Auch der hängt nicht davon ab, ob das Stativ im Wasser steht. :)

lg
Niki
 
Ich habe immer noch kein schlüssiges Argument gegen eine akkurate Einstellung des Statives und eine gewissenhafte Einnorung der Montierung gehört!
Es spricht auch gar nichts dagegen, es ist im Gegenteil sehr hilfreich für die Aufstellung. Es geht nur darum, ob es notwendig ist, das Stativ exakt waagerecht aufzustellen, damit man die RA-Achse auf den Himmelspol richten kann. Genau das muss man nicht, es funktioniert auch perfekt, wenn man das schief hinstellt und die Achse trotzdem auf den Himmelspol ausrichtet.

lg
Niki
 
Hi Niki,

Karol hat immerhin schon ein schönes Foto gemacht!

Derweil warte ich noch auf Argumente gegen eine akkurate Aufstellung!

Meine Skizze zeigt ein Stativ auf einer Kugel:

A genau ausgerichtet!
B nach Osten verkippt

beide Achsen könne niemals parallel zu einem imaginären Punkt irgendwo sein! Egal welches Koordinatensystem Du bevorzugst!

Gerne komme ich zum gefühlt hundertsten Male auf, was spricht gegen ein akkurat aufgestelltes und eingenordetes System, zurück?

CS
Alex
 
Gerne komme ich zum gefühlt hundertsten Male auf, was spricht gegen ein akkurat aufgestelltes und eingenordetes System, zurück?
Habe ich hier bereits beantwortet: iOptron GEM28 - Erste Erfahrungen

beide Achsen könne niemals parallel zu einem imaginären Punkt irgendwo sein!
Erstens: doch, weil wenn ich mich 2 m neben Dir mit meinem Fernrohr aufstelle und wir die Teleskope auf denselben Stern richten, dann kannst Du gerne unsere Achsabstände messen und wirst sehen, dass sie tatsächlich parallel sind - weil der Winkel nicht messbar sein wird.

Außerdem genügt zur logischen Betrachtung der Frage das, was auch schon Ronald sagte: man kann die RA Achse immer auf den Himmelspol ausrichten - was spricht dagegen? Wenn ich 50 m neben Dir stehe, kann ich das auch, und beide Teleskope werden richtig nachführen. Sieh Dir doch auch mal unsere Argumente an. ;)

lg
Niki
 
Hallo Alex,

Du wirst es nicht glauben, aber auch z.B. in Südamerika ist es möglich eine Montierung einzunorden. Und wir sollten uns doch einig sein, dass jenes Stativ eine völlig andere Orientierung im Gegensatz zu deinem hat. Letztendlich justierst du doch die R.A.Achse nur durch stellen von Azimut und Höhe, egal wie schief dein Unterbau ist
Die Vorteile, die es bringt, wenn man das Stativ möglichst gut "ins Wasser" stellt wurden ja genannt.
 
Wenn ich schnell richtig gerechnet habe, dann beträgt der Winkel, unter dem Polaris (bzw. der Himmelspol) von zwei Teleskopen gesehen wird, die 10 m voneinander entfernt aufgestellt sind 0,00000000000000000245243812998751 Grad. (2,45 E-18)

Das sieht dann wirklich anders aus als Alex' Skizze. ;)

lg
Niki
 
Hallo an Alle

Hier mein nächster Test mit NGC7000 von gestern Nacht. Die Subs waren konstant gut, obwohl ich nicht mehr viel an den Einstellungen des MGEN verändert habe...

Muss sich ein Mount "einfahren"?

23 x 240s integration, 7 darks, 17 flats, 16 bias, nur leicht processed in PixInsight.
Mehr Details: https://www.astrobin.com/1gpmxm/

Viele Grüsse und clear skies

Karol

Schönes Bild!

Was mich daran erinnert mal wieder ein paar Bilder zu bearbeiten!

CS
Alex
 
Hallo Niki,

ein Winkel bleibt ein Winkel, sonst wäre es parallel! :cool:

Mir fehlen immer noch die Argumente die gegen ein sauberes aufstellen des Equipments sprechen?

Und dann bitte mal wieder zum ursprünglichen Inhalt des Threads, Danke!!!!!!:cool:

CS
Alex
 
Hallo Alex,

Ich war vor den Beitrag auch deine Meinung, hat etwas gedauert bei mir...

Mal ein Bsp. Deine Montierung ist im Wasser und gegen Norden ausgerichtet.
Jetzt bringst du die Montierung aus dem Wasser und musst sie neu ausrichten.
Man hat zwei Achsen zu Verfügung, und damit erreicht man problemlos wieder den Norden. Also den Fehler korrigiert an andere Stelle.

Die Montierung dreht wieder um die Rotationsachse.

Was nicht mehr stimmt ist der Teilkreis. Der muss neu justiert werden.

Oder du hast zwei Teleskope. Eine in Moskau und Berlin. Beide zeigen nach Norden auf den gleichen Punkt. Relativ sind sie zueinander verkippt (Erde ist ja eine Kugel)....

Gruß,
Martin
 
Schönes Bild!

Was mich daran erinnert mal wieder ein paar Bilder zu bearbeiten!

CS
Alex

Vielen Dank!

BTW: Ich verfolge interessiert euren "Austausch" betreffend schiefer Aufstellung ;-)

Hier ist schon mein nächstes Bild... wegen dem Mond hab ich einen Cluster als Ziel gewählt um die GEM28 weiter testen zu können...

48 x 90s (72 Minuten Integration)

Mehr Details auf AB

Von den 48 Aufnahmen waren 4 mit DEC Fehler (auf AB schreibe ich nur von 1... bin aber nochmal alle Subs durchgegangen), interessanterweise ziemlich genau im 10 Minuten Abstand, was der Worm Gear Period der GEM28 entspricht...
Habe im MGEN diesmal auch aufgezeichnet und die Kurven zeigen laut MGEN Manual, dass das Schneckenspiel zu eng eingestellt ist, da ich auf der DEC Kurve länger anhaltende einseitige Abweichungen sehe, die dann plötzlich auf die andere Seite wechseln...

CS

Karol
 

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Hallo Karol,

wieder ein schönes Bild!

Das mit dem Schneckenspiel macht Sinn, werde das auch mal beobachten!

Jetzt noch mal an die "Geometriker", stellt bei Eurer nächsten Session mal Euer Stativ bewusst schief richtung Osten oder westen, hin, so das es gerade nicht umfällt und schaut mal was die Achsen machen, im Vergleich zum akkurat aufgestellten Stativ, bin mal gespannt was Ihr berichtet!

CS
Alex
 
Hallo Alex,

Du wirst es nicht glauben, aber auch z.B. in Südamerika ist es möglich eine Montierung einzunorden. Und wir sollten uns doch einig sein, dass jenes Stativ eine völlig andere Orientierung im Gegensatz zu deinem hat. Letztendlich justierst du doch die R.A.Achse nur durch stellen von Azimut und Höhe, egal wie schief dein Unterbau ist
Die Vorteile, die es bringt, wenn man das Stativ möglichst gut "ins Wasser" stellt wurden ja genannt.

Wie Du auf der Südhalbkugel eine Montierung einnordest möchte ich sehen, wahrscheinlich um Makroaufnahmen vom Boden zu machen?????? :cool:

CS
Alex
 
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