EAA u Sharpcap Hilfe erbeten

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Hallo u Guten Abend,
na da seid ihr ja gestern noch schön fleißig gewesen u habt tolle Fotos in die Runde geworfen. Bin ja ganz begeistert!!!

Dietmar, besonders freut mich zu sehen, was bei dir mit dem 8"SCT so alles möglich ist. Viele verschiedene Arten von DeepSky Objekten, schön ins Bild gesetzt. Arbeitest du mit f/10 oder benutzt du einen Reducer? Und wie lange hast du z.B. die beiden Nebel belichtet?
Ich nutze einen Reducer, der meine Optik auf f/6,3 bringt, aber nicht den Originalen von Celestron, sondern einen etwas billigeren. Habe das Gefühl, dass man das an den Randbereichen meiner Bilder auch sieht. Verzerrungen der Sterne z.B.
wünsche Dir viel Erfolg und freue mich auf die nächsten Bilder von Dir!
Meine nächsten Versuche, eure Tipps auch anzuwenden, müssen wohl erstmal etwas warten. Seit gestern haben wir hier Schnee-Griesel, eklig kalt u der Himmel ist grau in grau. Hoffentlich ist es nicht wieder wochenlang so bedeckt, wie im letzten Jahr bei uns. Hoffe für dich, dass es in Ungarn besser aussieht :teleskop:
Sind ja nur Zahlen! ;) Vielleicht kannst Du es über die "Unity-Gain" Angabe machen.
Ich habe auch noch mal in die Beschreibung zu meiner QHY 294mc pro geguckt. Dieser Unity-Gain stellt wohl einen grundlegenden Wert bei jeder Kamera dar. Aber auch nach dem dritten durchlesen der Definition bin ich nicht schlauer als vorher o_O Auf jeden Fall ist dieser Wert bei meiner QHY mit 1600 angegeben. War wahrscheinlich auch für mich der Grund, dies bei SharpCap einzustellen. QHY bezeichnet den Wert obendrein als Low-Gain-Mode.
Der High-Gain-Mode bei meiner Kamera wird mit 2600 beziffert. Ich denke, dass ich damit meine nächsten Versuche starten werde. Oder, um es in Anlehnung an einen Slogan aus dem politischen Berlin zu sagen: MEHR GAIN WAGEN
Ewald, deine Bilder-Reihen sind ja auch wirklich toll. Zuzusehen, wie sich im 10-Minutentakt (od auch etwas länger) die Galaxien od Nebel auf dem Bildschirm entwickeln, stelle ich mir faszinierend vor. Da wird einem so richtig vor Augen geführt, was "Licht sammeln" bedeutet. Einfach Klasse!
Habe auch gleich mal geguckt, ob es entsprechende Filter auch mit T2 Gewinde gibt. Die gute Nachricht lautet... Gibt es!
Ich hab natürlich immer wieder den Bubble-Nebel im Sinn :rolleyes:

Abschließend auch mal eine Aufnahme von mir. Crescent Nebel, Anfang September. 60x32sec (32min) bei Gain 1600 u Offset 0
Einmal der LiveStack, dann bearbeitet von mir... Immerhin sieht man doch einige Farben u etwas Struktur vom Nebel.
Kommentare lese ich gerne u dann bis später mit hoffentlich neuen Ergebnissen.

Grüße von Axel_
 

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Dietmar, besonders freut mich zu sehen, was bei dir mit dem 8"SCT so alles möglich ist. Viele verschiedene Arten von DeepSky Objekten, schön ins Bild gesetzt. Arbeitest du mit f/10 oder benutzt du einen Reducer? Und wie lange hast du z.B. die beiden Nebel belichtet?
Ich nutze einen Reducer, der meine Optik auf f/6,3 bringt, aber nicht den Originalen von Celestron, sondern einen etwas billigeren. Habe das Gefühl, dass man das an den Randbereichen meiner Bilder auch sieht. Verzerrungen der Sterne z.B.
bei den Bildern habe ich den 0,7 HD Reducer drauf und die jeweiligen Belichtungszeiten stehen unter den Bildern wenn Du sie anschaust wobei diese Zeiten nicht zwingend erforderlich sind. Schon nach wesentlich kürzerer Zeit sehen die schon fast genauso aus aber ich halte er da wie Ewald, EAA ist mein ganz persönlicher Tatort^^
 
Dieser Unity-Gain stellt wohl einen grundlegenden Wert bei jeder Kamera dar. Aber auch nach dem dritten durchlesen der Definition bin ich nicht schlauer als vorher o_O
Ich zitier mich mal selber:
Unity Gain ist wenn 1 Ereignis (Photon) 1 ADU (1 Bit) bewirkt.
Das ganze Gain ist ja überbewertet, das verschiebt ja eigentlich und vereinfacht gesprochen nur den Arbeitspunkt, bzw Steigung der Analog Digital Wandlung.
Ach, und das habe ich vergessen, das bewirkt automatisch dass auch der Fullwell Wert des Sensors genau den maximalen Bit-Wert ergibt.
Man nutzt damit die grösst mögliche Dynamik des Sensors.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

nur weil ein Photon ein ADU bewirkt ist das nicht der Punkt mit der höchsten Dynamik. Man muß sich da nur mal die "full well capacity"-Diagramme der meisten Astrokameras anschauen. Auch bezüglich Ausleserauschen hat das meist keinerlei besondere Vorteile. Der Unity Gain ist nur ein Punk wo zufällig 1 Photon = 1 ADU. Außer man will Photonen zählen hat das, finde ich, keinerlei Bedeutung für das Bildergebnis. Ich denke, das liegt oft nur zufällig in der Nähe der Einstellung des besten Kompromisses zwischen Ausleserauschen, Dynamik und wenig Ausbrennen von Objekten. Vielleicht wird das deshalb oft eingestellt.

Gruß

*entfernt*

PS: Ihr könnt diesen alten Thread ja noch mal durchackern:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Heiko,
nur weil ein Photon ein ADU bewirkt ist das nicht der Punkt mit der höchsten Dynamik. Man muß sich da nur mal die "full well capacity"-Diagramme der meisten Astrokameras anschauen. Auch bezüglich Ausleserauschen hat das meist keinerlei besondere Vorteile. Der Unity Gain ist nur ein Punk wo zufällig 1 Photon = 1 ADU. Außer man will Photonen zählen hat das, finde ich, keinerlei Bedeutung für das Bildergebnis. Ich denke, das liegt oft nur zufällig in der Nähe der Einstellung des besten Kompromisses zwischen Ausleserauschen, Dynamik und wenig Ausbrennen von Objekten. Vielleicht wird das deshalb oft eingestellt.
ok danke für die Hinweise und ich habe mir daher die Physik der Sensoren mal wieder angeschaut und klar gemacht.
Und hier meine vereinfachten Erkenntnisse:

Es gibt 2 gequantelte Werte-Skalen: Die des Sensor (natürlich pro Pixel) und die des Analog Digital Converters (ADC).

Die Werte (Spannung) des Sensors gehen von 0 bis zur Sättigung (= Full Well Kapazität). Die Schrittweite ist die Spannung die entsteht und dazu addiert wird, wenn ein Photon detektiert wird. Die Anzahl dieser Werteschritte entspricht normalerweise nicht und ist kleiner als die möglichen Schritte des ADCs.

Der Wertebereich des ADC geht einfach von 0 bis zu seiner höchsten Auflösung entsprechend seiner Bit-Zahl und ist normalerweise grösser als die maximale Anzahl der Spannungs-Schritte im Sensor.

Mit Gain und Offset kann man nun einstellen wie der Spannungsbereich des Sensor auf die Werte Skala des ADC abgebildet wird.
Offset bewirkt, dass die Sensor-Null nicht bei Null sondern bei einem höheren Wert beginnt.
Gain stellt sozusagen die Steigung der Wandlungskurve von Sensor auf ADC ein. Niedriges Gain entspricht einer flachen, hohes Gain einer steilen Kurve.

So und jetzt zum Unity Gain: Es ist das Gain bei dem ein Spannungsschritt des Sensor, Detektion eines Photons genau einem Bit des ADC entspricht.
Die Steigung der Kurve ist dann 45%.
Übrigens kann man nicht mehr an Daten aus dem Sensor herausbekommen wie das was der Unity Gain liefert.

Gruß
Peter
 
Ja so ungefähr sehe ich es auch. Ich weiß nur nicht wie die Aussage zu verstehen ist, daß "man nicht mehr an Daten aus dem Sensor herausbekommen kann, wie das was der Unity Gain liefert". Wenn zwei, drei oder vier Photonen gleichzeitig nötig sind um einen Sprung von einer ADU zu erzeugen, geht doch auch. Das Sensorpixel sammelt doch die Ladung während der eingestellten Belichtungszeit, bevor es zum Auslesen kommt.

Gruß

*entfernt*
 
Liebe Astro-Fans,

hatte heute die leise Hoffnung, dass der Himmel aufreißen würde (für ein paar Stunden zumindest). Aber die Wetter-App hat sich mal wieder geirrt. Soviel zu euren vielen gutgemeinten Tipps, die ich leider noch nicht austesten konnte. Muß euch daher noch etwas vertrösten, leider.
Aber "Humor ist, wenn man trotzdem lacht" ;) Hab daher meinem 8"SCT etwas Nachhilfe in Sachen Sterne verschafft u wie diese aussehen...
In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen dritten Advent u soweit es geht CS. Axel_

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