Bildbearbeitung mit Affinity Photo

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dietmar42

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Hallo zusammen,

in diesem Thread möchte ich mal meine grundlegenden Schritte der Bildbearbeitung in Affinity Photo skizzieren, in der Hoffnung dass es für Einsteiger in Affinity nützlich ist.
Aber auch um Hinweise zu bekommen was verbessert werden kann oder alternative Wege kennenzulernen.
Vermutlich bearbeitet jeder etwas anders oder einzelne Schritte sind für den einen oder anderen ein No-Go.


Die Bearbeitung beginnt direkt nach dem Stacken:


Abgleich der Farbkanäle Hintergrunds im gestackten Bild, das Ziel ist ein neutraler Hintergrund.
Im Menü Ansicht/Studio das Panel Info aktivieren den Sampler (1) mit der Maus in einen neutralen Bereich des Bildes ziehen.
background.png

Hier zeigt sich das der Wert des Grünanteils (2) etwa doppelt so hoch ist wie der Rot oder Blau Kanal.
Ebene / Neue Anpassungsebene / Kanalmixer hier den Grünkanal wählen und den Grünanteil soweit reduzieren bis er mit den anderen Kanälen übereinstimmt, ggf. weitere kleinere Anpassungen in den anderen Farbkanälen.



Die beiden beim Stacken automatisch angelegten Anpassungslayer deaktivieren, und im Kontextmenü (rechte Maustaste) "Sichtbare zusammenlegen" auswählen.
Danach wird nur noch mit der Ebene "Pixel" weitergearbeitet.
pixellayer.png

Das ist auch ein guter Zeitpunkt um eine Sicherung zu erstellen, damit verschiedene Bearbeitungswege ausprobiert werden können ohne erneut zu Stacken.

Jetzt kommen die JR-Makros dran

Eines der Tone Stretching Makros ausprobieren, wenn es nicht gefällt einfach die erzeugten Ebenen wieder entfernen und eines der anderen Stretching Makros verwenden, welches am besten funktioniert hängt stark von den Bilddaten ab.
Hier als Beispiel Logarithmic Stretching
bw_punkt.png

Den Schwarzpunkt (1) so einstellen, dass möglichst viele Details sichtbar werden, den Weißpunkt (2) so anpassen das helle Bereiche nicht ausbrennen (gesättigte Farbwerte).
Die vom Makro erstellten Ebenen sind nicht destruktiv und es können weitere Einstellungen vorgenommen werden.

background_remove.png

Sind die Details nach dem Stretchen gut sichtbar wird man über Filter / Astrofotographie / Hintergrund entfernen graue oder helle Hintergründe los.
Hierzu einfach den Sampler (1) in einen neutralen Bereich ziehen bei zu dunklem Bild kann über den Slider Grau wieder etwas aufgehellt werden.
Sind Gradienten (Helligkeitsverläufe) zu sehen können diese mit weiteren Samplern (einfach in das Bild klicken und herumschieben) entfernt werden. Bevor es dieses Feature gab musste man sich mit einer Grauverlauf-Ebene mit Multiplikation auf den Pixellayer behelfen.

Danach können die Details herausgearbeitet werden mit den Makros oder mit Ebene / Neue Live-Filterebene z.B. Klarheit (schärfen) oder Ebene / Neue Anpassungsebene: Leuchtkraft, Gradiationskurve usw.
Wenn man das Schärfen übertreibt kommt oft zu viel Rauschen ins Bild das bei nachträglicher Entfernung letztendlich nur die Bildqualität mindert.

Besonders beim Schärfen und Entrauschen kann es lohnen auch mit der Reihenfolge der Ebenen zu experimentieren, die Unterschiede sind oft frappierend.
Oder von der ersten Sicherung ausgehend weitere Bearbeitungswege zu gehen, oder Details mit Masken zu bearbeiten um z.B. Galaxien ohne die Sterne im Hintergrund zu manipulieren (Die ursprüngliche Sternfarbe sollte auf jeden Fall erhalten bleiben)

Noch ein Tipp für die Gradiationskurven: Nach klicken auf den Button Pipette kann mit der Maus im Bild ein Referenzpunkt gewählt werden dessen Helligkeit durch auf und abwärtsbewegen der Maus (mit gedrückter linker Taste) direkt in die Kurve übertragen wird.

Bevor die JR-Makros angeboten wurden habe ich oft den Tone-Mapping Arbeitsbereich verwendet, das möchte ich noch kurz vorstellen
tone_mapping.png

Den Pixel Layer auswählen und das Icon Tone-Mapping anklicken, nach einer Weile wird ein völlig überbelichtetes Bild angezeigt
Hier erstmal den Regler Tonkomprimierung (1) nach ganz nach links schieben, dafür "Lokaler Kontrast" (2) auf etwa 30% Werte über 50% sehen oft furchtbar aus.
Mit Schatten und Lichter (3) auf die Schnelle die Helligkeit anpassen.

Bevor der Arbeitsbereich mit Anwenden verlassen wird kann mit Details verbessern noch einiges an Schärfe herausgeholt werden.
Hier sind 30% für den Radius (4) ein guter Startwert die Intensität (5) dann so einstellen, dass die meisten Details zum Vorschein kommen jedoch die Sterne keine dunklen Ränder bekommen (Waschbäraugen).

Hier noch Links zu Videos:
Franks deutsche Einführung
Vom Autor der Makros
How to use my JR Astrophotography Macros for Affinity Photo (Englisch)

Viel Erfolg!

Grüße

Dietmar
 

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  • background_remove.png
    background_remove.png
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Hallo Dietmar. Danke für deine Mühe. Ich habe das Programm seit fast einem Jahr. Inzwischen komme ich damit gar nicht mehr klar. Am Anfang ging es gut.
Die Ergebnisse sind (wenn die Grundwerte nicht optimal sind) einfach nur Katastrophe.
Auch mit deiner Erklärung wird es nicht besser. Leider.
Ich weiß, das ich nicht der Einzige bin, der Probleme damit hat.
Wenn ich die JR Makros nehme, wirds umso schlimmer.
Ich habe inzwischen wesentlich besser Ergebnisse mit meiner Kamera Software als damit.
Wenn es mich wieder mal packt, lege ich mir wieder eigene Makros an. Das hat wirklich was gebracht. Leider ist alles weg.
Hatte vergessen zu sichern.
 
Hallo Herby,

wenn du die Möglichkeit hast die Dateien die Ärger machen zu sharen Google-Drive, Dropbox o.ä. kann ich mir das gerne mal anschauen. (Ich bin aber auch kein Experte)

Grüße

Dietmar
 
Hi,

ich habe eine ganz andere Erfahrung wie Herby. ;)

Ich habe meine Bilder zuerst nur mit SiriL bearbeitet. Das geht auch ganz gut, aber SiriL ist mM etwas sperrig (noch schlimmer ist PixInsight ;) ).
Und die Schritte sind destruktiv. Das finde ich ist eigentlich ein NoGo.

Affinity Photo hatte ich mir als PhotoShop Alternative auch gleich angeschafft, aber nicht gross benutzt.
Dann habe ich beim neuesten Update der JR Makros es wirklich mal ausprobiert.
Was soll ich sagen. Super!
Klar, man muss sich bei AP auch erstmal ein paar Grundlagen Tutorials anschauen/durcharbeiten.
Aber dann, praktisch nicht destruktive Bearbeitung. So soll es sein.

Und danke für den Leitfaden. Der ist hilfreich.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

danke für die positive Rückmeldung. Siril habe ich mir gerade am Nachmittag mal wieder installiert (neuer Rechner) ich dachte etwas mit den Stacking-Optionen experimentieren, leider kennt Siril keine Dark-Flats, aber irgendwas ist ja immer. Ich bin vor ein paar Jahren durchs Fotografieren zu Affinity gekommen weil mir Gimp zu fummelig war.

Grüße
Dietmar
 
Hallo Dietmar,

"Dark-Flats" sind einfach nur Darks, die zum Kalibrieren der Flats benutzt werden.
Ich finde es daher besser, die "Flat-Darks" zu nennen, aber da scheint sich keine Benennung eindeutig durchsetzen zu können.

Der Punkt ist: es sind einfach Darks, und Siril kennt Darks.
Wenn Du ein Skript nutzen möchtest, um alles in einem Rutsch zu erledigen, dann kannst Du - je nachdem, welche Arten von Kalibrationsbildern Du hast - einfach die Flat-Darks in den Ordner "biases" legen. Das OSC-Preprocessing Skript macht dann schon das Richtige damit.
Ansonsten ist so ein Skript auch in einer Minute an Deine persönlichen Gegebenheiten angepasst, da helfe ich auch gern dabei.

Grüße,
Steffen
 
Hallo Steffen,

in die Skripte habe ich auch schon reingeschaut, das ist übersichtlich. Meinst du das die Flat-Darks von den klassischen Bias-frames durch die Informationen im FITS Header ausgewählt werden. (Die haben bei ca. 2s Belichtungsdauer und die Bias 1/4000s)

Grüße
Dietmar
 
Hallo!
einfach die Flat-Darks in den Ordner "biases" legen. Das OSC-Preprocessing Skript macht dann schon das Richtige damit.
Ist das wirklich richtig? Ich bin da nicht so sicher. Üblicherweise wird im Kalibrationsprozess von allen Frames das Master-Bias abgezogen. Also von Darks, Flats und Lights. Auf diese Weise wird eine Skalierung von temperaturabweichlerischen Darks ja erst möglich. Die weitere Bearbeitung findet dann komplett ohne Bias-Anteil in den Dateien statt.
Wenn man Siril Flat-Darks in den Bias-Ordner legt, dann ist meine Vermutung, dass diese Flat-Darks auch fälschlich wie Bias-Files behandelt werden. Da sie meist recht kurz belichtet sind, fällt das nur nicht so auf.
Ich denke, man muss seine Flats vorab mit den Flat-Darks gesondert bearbeiten. Also so tun, als seien die Flats Lights und von diesen nur die Flat-Darks (bzw. natürlich das Master daraus) abziehen lassen. Anschließend dann die vorkalibrierten Flats ganz normal zum Einsatz bringen und komplett auf die Angabe von Bias-Dateien verzichten.
Ich habe Siril schon eine ganze Weile nicht mehr benutzt und weiß nicht, ob sich da was geändert hat. Ich hatte aber zuletzt die größten Probleme wegen der Bearbeitung mit Flat-Darks. Darum benutze ich nun nur noch das wbpp-Script in PixInsight.
Gruß
Sebastian

PS: Ich merke erst jetzt, dass das hier OT ist. :rolleyes: Ähhhm. Ich mag Affinity Photo sehr gerne. Ich benutze es oft und gerne und habe Photoshop schon ganz vergessen....
 
in die Skripte habe ich auch schon reingeschaut, das ist übersichtlich. Meinst du das die Flat-Darks von den klassischen Bias-frames durch die Informationen im FITS Header ausgewählt werden. (Die haben bei ca. 2s Belichtungsdauer und die Bias 1/4000s)
Nein, die Art der Frames wird nicht am FITS-Header erkannt, sondern an dem Ordner, in dem die Frames liegen.
Wenn Du Flat-Darks hast, dann benötigst Du keine Bias-Frames, sondern die Flat-Darks werden von den Flats abgezogen. Deshalb kannst Du die Flat-Darks einfach in den Bias-Ordner legen, und das Skript zieht sie von den Flats ab, wie gewünscht.
Natürlich hängt das davon ab, was für Kalibrationsframes Du hast und verwenden möchtest. Wenn Du z.B. Dark-Optimization verwenden möchtest, dann brauchst Du tatsächlich echte Bias-Frames. Aber dafür gibt es kein vorgefertigtes Skript, d.h. Du musst sowieso wissen was Du tust, und manuell arbeiten oder ein eigenes Skript erstellen.

Ist das wirklich richtig? Ich bin da nicht so sicher. Üblicherweise wird im Kalibrationsprozess von allen Frames das Master-Bias abgezogen. Also von Darks, Flats und Lights. Auf diese Weise wird eine Skalierung von temperaturabweichlerischen Darks ja erst möglich. Die weitere Bearbeitung findet dann komplett ohne Bias-Anteil in den Dateien statt.
Wenn man Siril Flat-Darks in den Bias-Ordner legt, dann ist meine Vermutung, dass diese Flat-Darks auch fälschlich wie Bias-Files behandelt werden. Da sie meist recht kurz belichtet sind, fällt das nur nicht so auf.
Ich habe ganz spezifisch vom "OSC_Preprocessing" Skript gesprochen.
Das nimmt als Input Bilder in den Ordnern "biases", "flats", "darks" und "lights".
Die biases werden von den Flats abgezogen, die darks werden von den lights abgezogen.
Wenn Du statt Bias-Frames Flat-Darks verwendest, kannst Du sie also einfach in den biases-Ordner legen, und das Skript macht das Richtige.
Wie ich oben schon sagte, machen die vorgefertigten Skripte keine Dark-Optimization, also die Skalierung der Darks, die Du erwähnst.
Siril kann das natürlich, aber dann muss man aktuell selbst ran.

Grüße,
Steffen

PS: Sorry für's halb-OT
 
Wie ich oben schon sagte, machen die vorgefertigten Skripte keine Dark-Optimization, also die Skalierung der Darks, die Du erwähnst.
Siril kann das natürlich, aber dann muss man aktuell selbst ran.

das habe ich so mal durchgespielt.
Wenn man das macht, muss man ein Masterbias erstellen.
Dann die Darks mit dem Masterbias kalibrieren und ein MasterDark stacken.

Bei der anschließenden Lightskalibrierung muss man dann MasterBias + MasterDark zur kalibrierung einsetzen
und rechts neben den Dropdownmenüs den Haken bei Optimierung setzen.

Nimmt man nur die Darks rein, weil man ja meint die sind schon BIAS-optimiert,
dann kommt es anscheinend zu einer über- oder unterkorrektur der Lights.

Schau mal > HIER < .

Gruß
Markus
 
Moin Dietmar,
um mal wieder auf das Thema zurück zu kommen;) Mir gefällt die Erklärung deines Workflows wirklich gut. Da ich für meine Aufnahmen, bis auf die Ausnahme Starnet++, nichts anderes als Affnity nutze, ist es mal sehr interessant einen anderen Workflow zu sehen. Ein paar Parallelen konnte ich auch entdecken.
Ich beginne aber direkt mit dem löschen der durch Affinity angelegten beiden Layer Curves und Levels.
Danach gleiche ich so wie du die RGB Kanäle ab, ich nutze dafür aber den Levels Layer. Den Channel Mixer dann bei Bedarf für das Feintuning. Jetzt kommt auch bei mir der erste Stretch und dann evtl. auch noch ein Remove Background. Das hängt dann von den Daten ab.
Ab diesem Punkt unterscheiden sich unsere Wege. Ich trenne mit Starnet++ die Sterne vom Hintergrund und bearbeite diese dann für sich alleine.
Ergebnisse meiner Bearbeitungen kannst du hier sehen.
Astronomie.de
Astrobin.com
Jetzt kommen die JR-Makros dran

Eines der Tone Stretching Makros ausprobieren, wenn es nicht gefällt einfach die erzeugten Ebenen wieder entfernen und eines der anderen Stretching Makros verwenden, welches am besten funktioniert hängt stark von den Bilddaten ab.
Hier als Beispiel Logarithmic Stretching
Den Anhang 232358 betrachten
Den Schwarzpunkt (1) so einstellen, dass möglichst viele Details sichtbar werden, den Weißpunkt (2) so anpassen das helle Bereiche nicht ausbrennen (gesättigte Farbwerte).
Die vom Makro erstellten Ebenen sind nicht destruktiv und es können weitere Einstellungen vorgenommen werden.

Den Anhang 232360 betrachten
Hierzu eine kleine Anmerkung. Die Stretchmacros von JR sind nur bis zur V7 none destructive. Seit V8 erzeugen diese einen Pixel Layer und sind Destructive! Man kann also das Levels Remapping nicht mehr nachträglich verändern. Er nutzt in den Stretchmacros ab V8 auch einen Autolevels, welcher bei mir aber zu ausgebrannten Flächen im Bild sorgt. Für mich sind diese seitdem nicht mehr zu gebrauchen, aber nicht schlimm da ich eigene Macros nutze.
LG Carsten
 
Hi,

Fragen eines Unwissenden:

Wofür sind eigentlich die durch Affinity angelegten beiden Layers Curves und Levels prinzipiell gut?
Warum löscht man die gleich?

Warum muss man eigentlich um die Filter->Astrophotography->Background Extraction zu nutzen erstmal ein Layer->Merge Visible machen?
Oder anders was macht das Layer->Merge Visible eigentlich?

Gruß
Peter
 
Wofür sind eigentlich die durch Affinity angelegten beiden Layers Curves und Levels prinzipiell gut?
Warum löscht man die gleich?

Das ist eine Art Autostretch, Du must sie aber nicht löschen, ich benutze sie bspw. weiter im Workflow.
Du kannst sie auch aktivieren/deaktivieren mit dem Kästchen um zu sehen was sie bringen.

Auch für den Background Extraction must Du keine Layer mergen oder löschen, Du must nur den Pixel-Layer auswählen um den Filter anzuwenden.
 
Oder anders was macht das Layer->Merge Visible eigentlich?
Die Layer wirken ja meistens irgendwie zusammen. Wenn du einen Layer halb durchsichtig machst, schimmert der Darunterliegende durch. Auch wenn du Anpassungsebenen benutzt, dann stapeln sich deren Wirkungen ja zu einer Gesamtansicht. Einzelne Layer kannst du abwählen und so in dem Stapel quasi unsichtbar machen. Was immer du tust: Du siehst das Ergebnis im Zusammenspiel der Layer.
"Merge Visible" nimmt nun die derzeitige Ansicht und macht daraus einen vollwertigen Layer. Du könntest danach alle übrigen Layer löschen und hast die Summe ihrer Effekte in einem einzigen Layer an dem du weiter arbeiten kannst.
Gruß
Sebastian
 
Auch für den Background Extraction must Du keine Layer mergen oder löschen, Du must nur den Pixel-Layer auswählen um den Filter anzuwenden.
Das ist nur bedingt richtig. Hast du nach dem Pixel Layer aktive Curves, Channel Mixer Layer usw. bezieht die Background Extraction diese nicht mit ein, sondern summiert diese wieder auf den Pixel Layer in dem du die Background Extraction durchgeführt hast drauf.
Wenn ich den Remove Background Filter nutze, mache ich immer ein Merge Visible, also ein Summenbild aller aktiven Layer. Alle vor dem erstellten Pixel Layer liegenden Layer deaktiviere ich dann. Bei schwachen Rechnern bringt das deaktivieren ungenutzter Layer auch Performancevorteile.
Achte auch darauf das du beim erstellen eines Pixel Layers den obersten aktiven Layer markiert hast! Liegt die Markierung z.B. 4 Layer tiefer, wird der Pixel Layer dort erstellt und alle darüber liegenden aktiven Layer werden wieder oben drauf summiert.
LG Carsten
 
Hi,

danke für die tollen Hinweise.
Gleich ausprobiert und wieder einen Schritt mehr verstanden. ;)

Ich denke AP wird mein Standard Tool.
Für mich wirkt es sehr logisch (Layer müssen sein ;) ), aber halt auch sehr komplex.
Von der Bedienung besser/logischer wie die anderen Kandidaten, PixInsight und SiriL, auch wenn die wahrscheinlich stärkere astronomische Bearbeitungen haben.

(Gimp kann man meiner Meinung vergessen ;) )

Vielleicht das Stacking eher in SiriL machen.
Aber im Moment brauche ich das nicht, da ich sowieso nur Live-Stacks mache.

Gruß
Peter
 
Vielleicht das Stacking eher in SiriL machen.
Aber im Moment brauche ich das nicht, da ich sowieso nur Live-Stacks mache.
Das sind auch meine Erfahrungen. Selbst mit meinen Live-Stacks gehe ich in Siril, führe die Photometrische Bildbearbeitung durch, mache eine Histogramm Transformation und speichere das Ergebnis als 32Bit TIF ab. Anschließend die Nachbearbeitung in Affinity.
Das Registrieren und Stacken in Affinity läuft bei mir nicht so gut wie in Siril. Siril ist auch der Geschwindigkeitsmeister.
 
Hallo Peter,
Ich denke AP wird mein Standard Tool.
Für mich wirkt es sehr logisch (Layer müssen sein ;) ), aber halt auch sehr komplex.
Von der Bedienung besser/logischer wie die anderen Kandidaten, PixInsight und SiriL, auch wenn die wahrscheinlich stärkere astronomische Bearbeitungen haben.
Ich benutze AP schon längere Zeit im Verbund mit den anderen Produkten von Affinity. Damals war von Astro-Bearbeitung und Stacking in AP noch mit keinem Wort die Rede. Es ist ein vollwertiges Grafikbearbeitungsprogramm und die Arbeit mit Layern ist im Grunde total praktisch. Das entscheidende dabei ist, dass man die einzelnen Layer jederzeit wieder deaktivieren oder hinsichtlich ihrer Parameter ändern kann. Die ursprünglichen Daten sind nicht zerstört. Es lohnt sich, sich die Mühe zu machen, den Umgang damit zu erlernen, zumal es gar nicht mehr so schwierig ist, wenn man das Prinzip mal verstanden hat.

Es ist in der Tat etwas unfair, einer allgemeinen Grafikbearbeitung (wenn auch mit Astro-Fähigkeiten) einen Spezialisten wie Pixinsight gegenüber zu stellen, denn die Zielsetzungen sind recht unterschiedlich. AP sieht die Grafikdatei letzten Endes als Bild und geht mit Bildbearbeitungsmethoden darauf los: "Das Pixel ist gelb und das blau - also ist das zusammen grün." Das ist auch völlig in Ordnung.
Pixinsight macht das natürlich letztendlich auch, aber es begreift, dass hinter dem Bild astronomische "Messdaten" stehen und versucht dir alle Möglichkeiten zu verschaffen, diese Daten zu veredeln ohne sie unbedingt in ihrer Bedeutung zu verändern: "Das Pixel ist gelb und das blau - grün darf ich an dieser konkreten Stelle nicht daraus machen, denn die Farbe gibt es bei Sternen nicht." (ist ein bisschen billig als Beispiel, sorry)
Schwieriger erscheint das alles vor allem dadurch, dass die Bearbeitungsschritte auf teilweise sehr komplexen und unterschiedlichen Verfahren beruhen und der Werkzeugkasten daher etwas uneinheitlich bedient werden muss. Hinzu kommt, dass es bei PI gelegentlich nötig ist, sich in die Arbeitsweise einzelner Tools einzuarbeiten und ein bisschen zu verstehen, was da eigentlich passiert. Das kann auch Spaß machen, wenn man eine Neigung dazu hat aber ich verstehe gut, wenn jemand seine wertvolle Zeit lieber auf andere Dinge verwendet.

Wer sich genauer mit der Bildbearbeitung auseinandersetzen will, dem empfehle ich einen Umzug in den Norden. Hier ist das Wetter so derart unterirdisch, dass man viiiiiel Zeit für Theorie hat.

Gimp ist übrigens in den letzten Jahren sehr gewachsen. Ich benutze das schon lange nicht mehr, aber wer so richtig tief in der Grafikbearbeitung drin steckt, kann mit Gimp irre Sachen machen. Das geht aber auch mir zu weit.

Gruß
Sebastian
 
Wer sich genauer mit der Bildbearbeitung auseinandersetzen will, dem empfehle ich einen Umzug in den Norden. Hier ist das Wetter so derart unterirdisch, dass man viiiiiel Zeit für Theorie hat.
Dafür muss man nicht in den Norden ziehen. Hier im Westen funktioniert das leider auch sehr gut. Ganze drei Nächte konnte ich in den letzten zwei Monaten zum Datensammeln nutzen.
Lg Carsten
 
um mal wieder auf das Thema zurück zu kommen;) Mir gefällt die Erklärung deines Workflows wirklich gut. Da ich für meine Aufnahmen, bis auf die Ausnahme Starnet++, nichts anderes als Affnity nutze,
Danke für das positive Feedback. Die Version der JR-Macros V9 hat auch ein "Reduce Star Intensity" Makro daher brauche ich Starnet++ nicht mehr.

Hierzu eine kleine Anmerkung. Die Stretchmacros von JR sind nur bis zur V7 none destructive. Seit V8 erzeugen diese einen Pixel Layer und sind Destructive!
In der neuen Version (V9) ist es wieder non-destructive, sonst könnte man ja auch einfach auf den Layern im Kontextmenü "Sichtbare zusammenlegen" ausführen und als 'Checkpoint' zu dem man jederzeit zurückkehren kann erhalten.
1641414354043.png

Grüße
Dietmar
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich benutze AP schon längere Zeit im Verbund mit den anderen Produkten von Affinity. Damals war von Astro-Bearbeitung und Stacking in AP noch mit keinem Wort die Rede. Es ist ein vollwertiges Grafikbearbeitungsprogramm und die Arbeit mit Layern ist im Grunde total praktisch.
Ja, das Stacking kam auch erst dazu als James Ritson im Lockdown Astrofotografie entdeckt hat. Die AP ist schon allgemein sehr gut, auch für Panorama und Fokusstacking (das halt ohne Astrobezug). Beim Stacking bin nach Einarbeitung (ca. 4 Stunden) jetzt auf Siril umgestiegen, wirklich empfehlenswert!
Mal sehen ob ich dieses Jahr noch den Umstieg von APT auf NINA schaffe, ich fürchte nur durch irgendein Problemchen sonst ganz Nächte verloren gehen könnten.
Das Wetter ist wohl seit Monaten in ganz Deutschland so mies das hier auch in den letzten Monaten nur 2x2 Tage drin waren.

Grüße
Dietmar
 

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  • 1641422959352.png
    1641422959352.png
    240,3 KB · Aufrufe: 196
Ja, das Stacking kam auch erst dazu als James Ritson im Lockdown Astrofotografie entdeckt hat. Die AP ist schon allgemein sehr gut, auch für Panorama und Fokusstacking (das halt ohne Astrobezug).
Ja, Affintiy ist in erster Linie keine reine Astro Software. Ich nutze es auch schon seit Jahren als Alternative zu Photoshop.
Fokusstacking funktioniert übrigens sehr gut. Mal 2 Beispiele.
Untitled.JPG


IMG_1594.jpg

Lg Casten
 
Sorry, aber die V9 sind Destructive. Dein Screenshot ist von der V7. Dies ist der Screenshot der V9.
Das ist wirklich sehr merkwürdig, ich habe den Rechner neu installiert und keine andere Version als v9 je drauf gehabt. Die Makros habe ich am 19.12.2021 heruntergeladen. Vielleicht wurden zwei unterschiedliche Versionen als v9 veröffentlicht. Mir fehlt der z.B. der Normalised-Tone-Stretch der bei dir zu sehen ist.
Nach ausführen der Makros kann ich die Parametrisierung nachträglich ändern:
1641456363290.png

Im PDF steht Version 9.0 , hast du da vielleicht eine 9.1?
1641456936538.png

Grüße

Dietmar
 
Hi,

mal ne "doofe" Frage:
Woran erkennt man denn ob ein Makro destructive oder nicht ist?

Gruß
Peter
 
Woran erkennt man denn ob ein Makro destructive oder nicht ist?
Wenn die Operation direkt auf das Image angewendet wird wie. z.B. Klarheit, einmal ausgeführt kann man nicht mehr nachträglich die Schärfe runterregeln wenn man erst 5 Schritte später merkt das dabei zu viel Rauschen reingekommen ist.
Hier gibt es ja die Alternative über die Live-Filter zu gehen, diese Layer können nachträglich geändert werden.
Bei den Makros hatte man in den frühen Versionen nur eine Chance (destruktiv) oder eben alles wieder Rückgängigmachen.
Also Live-Filter und Anpassungsebenen sind non destructive.
Was man unter Filter im Hauptmenü auswählt ist destructive, z.B. Hintergrund entfernen.

Grüße
Dietmar
 
Das ist wirklich sehr merkwürdig, ich habe den Rechner neu installiert und keine andere Version als v9 je drauf gehabt. Die Makros habe ich am 19.12.2021 heruntergeladen. Vielleicht wurden zwei unterschiedliche Versionen als v9 veröffentlicht. Mir fehlt der z.B. der Normalised-Tone-Stretch der bei dir zu sehen ist.
Nach ausführen der Makros kann ich die Parametrisierung nachträglich ändern:
Den Anhang 233583 betrachten
Im PDF steht Version 9.0 , hast du da vielleicht eine 9.1?
Den Anhang 233584 betrachten
Grüße

Dietmar
Ich habe die Makros gerade nochmal runtergeladen und entpackt. Auf dem Screenshot kannst du die Zeitstempel ablesen.
1641458173507.png


Der Test gab wieder ein Pixel Layer aus.
1641458333190.png


Im Sreenshot von JR sind auch dieselben Makros wie auf meinem Screenshot zu sehen. Vielleicht die Makros einfach nochmal neu runterladen.
1641458449690.png


Dein Bug ist sehr schön vom Hintergrund separiert.

Grüße
Dietmar
Der war auch sehr langsam unterwegs und hat schön Still gehalten. Dein Hü Hüpf ;) gefällt mir sehr gut:y:

Lg Carsten
 
Hi,

mal ne "doofe" Frage:
Woran erkennt man denn ob ein Makro destructive oder nicht ist?

Gruß
Peter
Wenn du als Ergebnis der Ausführung einen Pixel Layer erhälst, dann ist es destructive. Bekommst du als Ergebnis ein Set aus Adjustment oder Live-Filter Layern, dann war es none destructive.
Die von Dietmar erwähnten Adjustment und Live-Filter findest du übrigens im Reiter Layer. Links die Adjustment und rechts die Live-Filter.
1641459253544.png

Oder über das Menü Layer
1641459525323.png


Lg Carsten
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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